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Datum/Zeit: 07.04.2021 12:31
Quelle: APA

Frequentis plant weitere Zukäufe


"Einiges an Cash da, um Akquisitionen umzusetzen" - Causa Commerzialbank Mattersburg bilanziell abgeschlossen, juristisch noch lang nicht



Die auf Flugkommunikation spezialisierte Wiener Frequentis hat zuletzt mehrere Zukäufe getätigt und will diesen Kurs fortsetzen. Im Konzern sieht man gegenwärtig eine ziemlich große Pipeline an Objekten, die interessant wären. "Mit 85 Millionen Euro Nettoguthaben ist einiges an Cash da, um einiges an Mergers & Akquisitionen umzusetzen", sagt Vorstandschef Norbert Haslacher. In den nächsten drei bis fünf Jahren soll Frequentis jährlich um 8 Prozent zulegen.

Damit peilt der Konzern ein doppelt so starkes Wachstum an wie der Weltmarkt. Frequentis liefert Kommunikation für Flugsicherungs-, Bahn- und Blaulichtorganisationen, hohe Nachfrage gibt es nach Firmenangaben auch für das Drohnen-Management. In der Sprachkommunikation für Flugsicherungen und Nachrichtensystemen für die Luftfahrt ist der Konzern Weltmarktführer. Die Pandemie bringt Einschränkungen, doch die Infrastruktur "muss immer bereitstehen, egal wie viele Flugzeuge in der Luft sind", sagte Haslacher am Mittwoch bei der Bilanzvorlage. Jedes Land brauche seine eigene sicherheitskritische Infrastruktur. "Die kann man nicht wegrationalisieren."

Weltweit würden pro Jahr im Schnitt 13 Mrd. Euro an Aufträgen im so genannten "Leitzentralenmarkt" ausgeschrieben, also in den von Frequentis beackerten Feldern. Mit dem aktuellen Portfolio könne Frequentis rund 2,5 Mrd. Euro Markt "adressieren", damit müsse man nicht einmal in ein neues Segment eintreten. Zur Zeit beliefert der Konzern rund 500 Kunden in 150 Ländern weltweit.

2020 wurde zweimal zugekauft: In Baden Württemberg (Freiburg) hat Frequentis ATRiCS (4 Mio. Euro Umsatz, 30 Beschäftigte) gekauft, in Spanien (Bilbao) 15 Prozent an Nemergent Solutions (30 Mitarbeiter). Heuer im 2. Halbjahr wird der Kauf von Teilen des ATM(Air Traffic Management)-Segments der US-Firma L3Harris über die Bühne gebracht, womit rund 200 Leute zum Konzern stoßen. Mit dieser Integration ist man fürs erste beschäftigt. Ein neuer Zukauf im heurigen Jahr hänge von passenden Gelegenheiten ab.

Zumindest bilanziell abgeschlossen ist für Frequentis die verloren gegangene Einlage bei der kollabierten burgenländischen Commerzialbank Mattersburg, hier mussten 30,9 Mio. Euro abgeschrieben werden, was unterm Strich einen Verlust von 3,4 Mio. Euro bescherte. "Die Causa selbst ist für uns noch lang nicht abgeschlossen", sagte der Vorstandschef. Man habe Klagen eingebracht, Anwaltsteams loteten "zusätzliche Möglichkeiten" aus, die aber nicht näher beschrieben wurden.

Eine der Lehren aus dem schockierenden Commerzialbank-Fall: Frequentis legt jetzt mehr seiner Cashreserven bei systemrelevanten Banken an. Einen Zusammenhang mit dem Rückzug der Finanzvorständin Sylvia Bardach, die jetzt Mitte April den Vorstand verlässt und in den Aufsichtsrat wechselt, stellte der Vorstandschef auf mehrfache Nachfragen ganz entschieden in Abrede. Der Schritt sei lang geplant gewesen, es habe keine Compliance-Verstöße gegeben. Bardach sei 70-prozentige Eigentümerin der Firma, von den mehr als 30 Millionen Abschreibungsverlust wurde sie demnach mit 21 Millionen selber getroffen, und sie selbst ärgert sich, wie der Vorstandschef sagt, am meisten über diese Situation.

Frequentis hat voriges Jahr ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm durchgezogen. Für 2020 werden ungeachtet des durch Einmaleffekt entstandenen Minus neuerlich 15 Cent Dividende gezahlt.

(Schluss) rf/tsk

 ISIN  ATFREQUENT09
 WEB   http://www.frequentis.com

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