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Datum/Zeit: 20.01.2021 11:55
Quelle: Politik - Presseaussendung

Anschober startet zusätzliche Initiativen, um durch COVID-19 bedingte Armut zu mildern


Hilfen für Menschen, die Unterstützung brauchen

Sozialminister Rudi Anschober bringt ein Paket mit finanziellen Unterstützungen für Menschen, deren soziale und finanzielle Lage sich durch die Corona-Pandemie verschlechtert hat, auf den Weg. 20 Millionen Euro sollen in die Unterstützung von Sozialhilfe- bzw. MindestsicherungsbezieherInnen fließen, so Anschober: „COVID-19 hat die finanzielle Lage für viele Menschen, denen es schon vor der Pandemie nicht wirklich gut gegangen ist, weiter verschlechtert. Der Anteil jener, die in den vergangenen 12 Monaten eine Einkommensverschlechterung zu verzeichnen hatten, stieg von 15% im März 2020 auf über 20% im Juni. Das zeigt eine erste Auswertung von EU-SILC Rohdaten für 2020. Wir müssen hier gegensteuern. Die Menschen dürfen nicht in eine verfestigte Armut abrutschen, sie sollen weiter am sozialen Leben teilhaben können“, erklärt der Sozialminister.

Direkte Hilfe für Menschen, die Hilfe dringend brauchen

Es werden 20 Millionen Euro für die direkte Unterstützung von jenen Menschen, die auf Sozialhilfe bzw. Mindestsicherung angewiesen sind, bereitgestellt. Damit erhalten diese Haushalte einen Energiekostenzuschuss von bis zu 100 Euro und Kinder bekommen auch 2021 wieder 100 Euro Einmalzahlung. Vor der Pandemie ist die Armutsgefährdung sukzessive kleiner geworden. Von 2008 auf 2019 waren 227.000 Personen weniger von Armuts- oder Ausgrenzungsgefährdung betroffen. Im Jahr 2020 hat sich der Anteil derer, die eine negative Entwicklung der finanziellen Situation in den kommenden 12 Monaten erwarten, im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2019: 8%, 2020: 15%). Wie aus der gestern im Rahmen der Armutsplattform erstmals präsentierten Studie „Kennzahlen zu Lebensbedingungen“ der Statistik Austria weiters hervorgeht, sind die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Möglichkeiten, die Arbeitszeit flexibel gestalten zu können, nur eingeschränkt gegeben – gerade für Menschen in einer finanziell schwierigen Lage. Bei über einem Drittel der Befragten gab es keine Erleichterung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie: 39% beantworteten die Frage, ob der/die ArbeitgeberIn Rahmenbedingungen geschaffen hat, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern (z.B. Home-Office, Betreuungsfreistellung) mit „trifft nicht zu“ bzw. „trifft eher nicht zu“.

Rund 50% gaben in der EU-SILC Erhebung an, keine oder eher keine Möglichkeit zu haben, die Arbeitszeit in ihrer derzeitigen beruflichen Situation flexibel gestalten zu können.

Für Menschen in einer materiell prekären Lage traf beides verstärkt zu: unter jenen, die sich eine unerwartete Ausgabe (in der Höhe von 1.260 Euro) nicht leisten können, wurden für die Mehrheit (55%) keine Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie geschaffen. Für mehr als zwei Drittel (68%) dieser Gruppe sind während der Pandemie "keine" oder "eher keine" flexiblen Arbeitszeiten möglich.

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