Konjunktur

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Datum/Zeit: 28.11.2020 14:38
Quelle: Konjunktur - Presseaussendung

Österreich: Schwächstes Wachstum der Industrieproduktion seit fünf Monaten im November



Aufgrund abgeschwächter Zuwächse bei Produktion, Auftragseingang und Exportneuaufträgen hat der Industriesektor Österreichs im November abermals an Fahrt verloren. Negative Auswirkungen der neuen Lockdown-Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren laut aktueller Umfrage vor allem im Konsumgüterbereich zu spüren. Beschäftigung und Lagerbestände wurden ungeachtet der leicht verbesserten Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist ein weiteres Mal reduziert.

Der saisonbereinigte UniCredit Bank Austria Einkaufsmanagerindex sank gegenüber dem 23-Monatshoch von Oktober um 2,3 Punkte auf 51,7. Immerhin kennzeichnet er mit einem Wert über der neutralen Wachstumsmarke von 50 Punkten, dass die Industrie Österreichs im November den fünften Monat in Folge auf Wachstumskurs geblieben ist. Der PMI-Hauptindex setzt sich aus den Unterindizes für Produktion, Auftragseingang, Beschäftigung, Vormateriallager und Lieferzeiten zusammen und spiegelt das Ergebnis der November-Umfrage zur Konjunkturlage der Industrie Österreichs in einem Wert wider.

Der Auftragseingang wies im Berichtsmonat das niedrigste Plus seit August aus. Ein Grund für die nachlassende Nachfrage waren die neuen Lockdown-Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie, darunter auch die Schließungen im Gastgewerbe, was den Konsumgüterbereich diesmal substanziell belastete. Die Zuwächse bei den Auslandsbestellungen von Industrieerzeugnissen ‚Made in Austria’ schwächten sich deutlich ab.

Das fünfte Produktionswachstum in Folge fiel verhaltener aus als in den zurückliegenden vier Monaten. Der zu Anfang des Aufschwungs im Juli gemessene Wert wurde bei weitem unterschritten.

Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der Marktnachfrage von den Auswirkungen der Corona-Pandemie und die geplante Einführung neuer Produkte sorgten dafür, dass sich die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist im November nochmals leicht verbesserten. Der gute September-Wert wurde jedoch nicht mehr erreicht.

Nicht zuletzt wegen des Kostendrucks setzte sich der Beschäftigungsrückgang zum neunten Mal hintereinander fort, gegenüber Oktober verlangsamte er sich jedoch leicht.

Im Gegensatz dazu beschleunigte sich der Abbau der Vormaterial- und Fertigwarenlager. Erstere wurden so stark reduziert wie zuletzt im Dezember 2019, letztere sogar so rasant wie seit Februar 2010 nicht mehr.

Die Einkaufsmenge wurde erstmals seit August leicht eingeschränkt, hauptsächlich im Konsumgüterbereich.

Die durchschnittlichen Einkaufspreise erhöhten sich im November, was laut Befragten insbesondere mit einer Verteuerung bei den Metallen - allen voran bei Stahl - zusammenhing. Die Inflationsrate beschleunigte sich hier auf einen zuletzt im März 2019 erreichten Höchstwert. Mit ein Grund hierfür war die stärkste Verlängerung der Lieferzeiten seit April als Resultat von Lieferengpässen, Logistikproblemen und reduzierten Kapazitäten auf Lieferantenseite.

Aufgrund der Weitergabe der gestiegenen Einkaufspreise an die Kunden wurden die Verkaufspreise zwar zum zweiten Mal hintereinander angehoben, diesmal jedoch nur noch minimal, was die Befragten mit dem scharfen Wettbewerbsdruck begründeten.

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