Konjunktur

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Datum/Zeit: 01.08.2020 10:23
Quelle: Konjunktur - Presseaussendung

Industrie Österreichs verzeichnet im Juli erstmals seit fünf Monaten wieder Wachstum



Nach den Rückgängen infolge des Ausbruchs der CoronaPandemie in den Vormonaten ist die Industrie Österreichs mit dem Start ins zweite Halbjahr 2020 auf den Wachstumspfad zurückgekehrt und verzeichnete wieder kräftige Zuwächse bei Produktion und Auftragseingang. Der Stellenabbau schwächte sich gegenüber den vier Vormonaten deutlich ab, die Auftragsbestände legten wieder zu und der Ausblick verbesserte sich.

Der saisonbereinigte UniCredit Bank Austria Einkaufsmanagerindex stieg gegenüber Juni um 6,3 Punkte auf 52,8 und notiert damit erstmals seit fünf Monaten wieder über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum angezeigt wird.

Mit dem höchsten Wert seit Dezember 2018 signalisiert er überdies einen kräftigen und nachhaltigen Aufschwung.

Der PMI-Hauptindex setzt sich aus den Unterindizes für Produktion, Auftragseingang, Beschäftigung. Vormateriallager und Lieferzeiten zusammen und spiegelt das Ergebnis der Juli-Umfrage zur Konjunkturlage der Industrie Österreichs in einem Wert wider.

Die Indizes für Produktion und Auftragseingang knackten im Juli wieder die 50-er Marke und wiesen mit den jeweils höchsten Werten seit zweieinhalb Jahren kräftige Zuwächse aus. Der Konsumgüterbereich war führend, der Investitionsgüterbereich hinkte der allgemeinen Entwicklung hinterher.

Dank der anziehenden Binnennachfrage sammelten die Unternehmen eigenen Angaben zufolge erstmals seit Ende 2018 wieder mehr Neuaufträge ein als im Vormonat. Beim Exportneugeschäft mussten sie hingegen den sechsten Monat in Folge einen Rückgang hinnehmen, wenngleich dieser nur noch äußerst schwach war.

Aufgrund des kräftigen Auftragszuwachses nahmen auch die Auftragsbestände erstmals seit Februar wieder zu. Gleichzeitig verlangsamte sich der Stellenabbau zum dritten Mal hintereinander und fiel so schwach aus wie zuletzt im März.

Mit dazu beigetragen haben auch die verbesserten Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist. So überwog erstmals seit Februar der Anteil der Optimisten mit der Hoffnung auf einen Aufschwung den der Pessimisten wieder. Dessen ungeachtet notiert der entsprechende Index noch immer unter seinem langjährigen Mittel, da zahlreiche Firmen – insbesondere im Investitionsgüterbereich – damit rechnen, dass die Nachfrage Pandemie-bedingt gedämpft bleiben wird.

Die Einkaufsmenge wurde im Berichtsmonat erstmals seit knapp eineinhalb Jahren wieder geringfügig ausgeweitet. Zahlreiche Unternehmen bevorzugten jedoch weiter die Abarbeitung der Lagerbestände.

Nach den gravierenden Lieferschwierigkeiten infolge des Corona-bedingten Lockdowns stabilisierten sich die durchschnittlichen Lieferzeiten im Juli wieder annähernd.

Die Einkaufspreise sanken den 14. Monat in Folge, weshalb die Verkaufspreise – nicht zuletzt wegen des scharfen Wettbewerbs – ein weiteres Mal reduziert wurden. Beide Schrumpfungsraten schwächten sich gegenüber Juni jedoch ab.

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