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Datum/Zeit: 17.01.2020 14:39
Quelle: APA

Fondsvolumen 2019 nach Rückgang im Jahr davor wieder gestiegen


VÖIG begrüßt von Regierung geplante Verringerung der KESt-Belastung für Anleger



Nach der rückläufigen Tendenz im Jahr davor ist das heimische Fondsvolumen 2019 wieder angestiegen. Laut Daten der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) stieg das Volumen im Jahresvergleich um 12,36 Prozent auf 184,9 Mrd. Euro. 2018 hatten noch die Turbulenzen an den Aktienmärkten für Rückgänge um rund 6 Prozent gesorgt.

In Summe beliefen sich die Nettomittelzuflüsse auf 3,59 Mrd. Euro, davon entfielen 1,72 Mrd. auf institutionelle Anleger und 1,87 Mrd. Euro auf den Publikumsfondsbereich.

2019 haben sich die Kapitalmärkte trotz geopolitischer Spannungen und weltweiter Handelskonflikte gut entwickelt, hieß es in einer Aussendung der VÖIG vom Freitag. Dementsprechend sei die Performance der Aktienfonds im Ein-Jahres-Bereich besonders gut ausgefallen: So legten laut den Daten Aktienfonds mit Veranlagungsschwerpunkt Österreich 2019 um 20,63 Prozent zu, solche mit Schwerpunkt auf Euroländer und Europa zogen ebenfalls deutlich um 25,91 bzw. 27,75 Prozent an. Noch besser performten Aktienfonds mit Schwerpunkt Nordamerika mit plus 30 Prozent.

Im Trend liegen außerdem Fonds mit Nachhaltigkeitsfokus. Hier hat sich das Fondsvolumen von 5,79 auf 10,55 Mrd. Euro nahezu verdoppelt. Die Ein-Jahres-Performance der nachhaltigen Aktienfonds belief sich auf 28,61 Prozent.

"Im Umfeld des erwarteten Anziehens der globalen Konjunktur und der Aussicht auf eine Fortsetzung der lockeren Geldpolitik der Notenbanken bleiben Fonds attraktiv", sagte der VÖIG-Präsident Heinz Bednar laut Aussendung. Dennoch gebe es nach Ansicht der Gesellschaft "Potenzial nach oben". Denn immer noch würden rund 40 Prozent des gesamten Geldvermögens der Österreicher auf täglich fällige und gebundene Einlagen entfallen. Dadurch habe sich das Geldvermögen der Österreicher seit 2001 nur um rund 0,7 Prozent pro Jahr verzinst, so die VÖIG.

Positiv sei laut Bednar dagegen die von der neuen Regierung geplante Wiedereinführung einer Behaltefrist für Wertpapiere, die zu einer Verringerung der Belastung durch die Kapitalertragssteuer (KESt) für Fonds-Investoren beitragen würde. Auch die abgedachte KESt-Befreiung für ökologische, nachhaltige und ethische Investments erntete Lob vom VÖIG-Präsident, denn diese "könnte eine Vorbildwirkung für ganz Europa entfalten".

Insgesamt verwalteten die 15 österreichischen Verwaltungsgesellschaften per Ende Dezember 2019 1.928 Wertpapierfonds, davon 685 Publikumsfonds, und 1.243 Institutionelle Fonds. Es wurden 272 Investmentfonds geschlossen und 304 fusioniert. Gleichzeitig wurden im vergangenen Jahr 52 Fonds neu aufgelegt.

(Schluss) bel/sp


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