Konjunktur

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Datum/Zeit: 08.12.2019 13:09
Quelle: Konjunktur - Presseaussendung

Leicht verlangsamte Talfahrt der Eurozone-Industrie im November



Die Talfahrt des Eurozone-Industriesektors hat sich im November leicht verlangsamt. Dies signalisiert der finale IHS Markit Eurozone Einkaufsmanager Index (PMI), der binnen Monatsfrist um 1 Punkt auf 46,9 und damit auf ein Drei-Monatshoch gestiegen ist. Auch die Vorabschtzung wurde um 0,3 Punkte bertroffen. Ungeachtet dessen notiert der Index damit den zehnten Monat in Folge unter der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum angezeigt wird.

Im Vorleistungs- und Investitionsgterbereich schwchten sich die Wachstumseinbuen gegenber Oktober ab, im Konsumgterbereich stagnierten die Geschfte diesmal.

Rangliste nach PMI-Indexwerten (November)

Griechenland 54,1 3-Monatshoch
Frankreich 51,7 (Flash 51,6) 5-Monatshoch
Irland 49,7 2-Monatstief
Niederlande 49,6 77-Monatstief
Italien 47,6 8-Monatstief
Spanien 47,5 2-Monatshoch
sterreich 46,0 3-Monatshoch
Deutschland 44,1 (Flash 43,8) 5-Monatshoch

Von den acht von der Umfrage erfassten EurozoneLndern vermeldeten diesmal lediglich Griechenland und Frankreich Wachstum. Deutschland blieb im PMI-Ranking Schlusslicht, wenngleich der Index hier auf ein Fnf-Monatshoch kletterte. In sterreich und Spanien schwchte sich der Schrumpfkurs jeweils ab, in Italien sackte der PMI hingegen auf ein Acht-Monatstief.

Irland und die Niederlande verzeichneten nur geringfgige Wachstumseinbuen, der niederlndische Index rutschte jedoch erstmals seit Juni 2013 wieder unter die neutrale 50er-Marke.

Auftragseingang und Produktion der EurozoneIndustrieunternehmen wiesen im November abgeschwchte Rckgnge aus. Der ProduktionsIndex stieg auf ein Drei-Monatshoch, der Auftragsindex legte auf ein Fnf-Monatshoch zu.

Seit Oktober 2018 sinkt der Auftragseingang nun bereits ununterbrochen. Auch die Exportneuauftrge gingen im November den 14. Monat in Folge zurck, wenngleich die Einbuen diesmal schwcher ausfielen als in den zurckliegenden vier Monaten.

Dass es nach wie vor berkapazitten gab, zeigen die 15. Abnahme der Auftragsbestnde hintereinander und der siebte Stellenabbau in Folge. Der Rckgang der Auftragsbestnde war allerdings so schwach wie zuletzt im Februar. Am strksten fiel der Jobabbau erneut in Deutschland und sterreich aus; Frankreich, Griechenland und die Niederlande vermeldeten hingegen steigende Beschftigtenzahlen.

Da in der Produktion wo immer mglich auf bestehende Lagerbestnde zurckgriffen wurde, wurde auch die Einkaufsmenge ein weiteres Mal reduziert. Folglich blieb der Lieferdruck schwach, abzulesen an der neunten Verkrzung der Lieferzeiten in Folge.

Die Einkaufspreise sanken fast genauso stark wie im Oktober, als der entsprechende Index ein 43- Monatstief erreicht hatte. Verbilligt haben sich im Berichtsmonat laut Befragten vor allem Metalle und Kunststoffe.

Aufgrund des Kostenrckgangs, der anhaltenden Nachfrageflaute und dem verschrften Wettbewerb wurden die Verkaufspreise den fnften Monat in Folge und so stark reduziert wie seit April 2016 nicht mehr.

Die Geschftsaussichten binnen Jahresfrist hellten sich im November wieder sprbar auf und entfernten sich damit weiter von ihrem annhernden SiebenJahrestief im August. In allen Lndern verbesserte sich der Ausblick diesmal, wenngleich in unterschiedlichem Ausma.

Chris Williamson, Chef-konom bei IHS Markit, kommentiert den finalen IHS Markit EurozoneIndustrie PMI:

Dass die Produktion im November erneut stark reduziert wurde bedeutet, dass der Industriesektor die Eurozone-Konjunktur auch im vierten Quartal 2019 erheblich belasten drfte. Die bisherigen Umfragedaten zu Q4 signalisieren jedenfalls, dass die Industrie derzeit um ber 1% auf Quartalsbasis schrumpft.

Trotz der weiter rasanten Talfahrt birgt der aktuelle PMI aber auch das eine oder andere ermutigende Signal und nhrt die Hoffnung, dass das Schlimmste berstanden sein knnte, sofern nicht neue Rckschlge hinzukommen (durch den Brexit und Handelskonflikte). Vor allem bei den Exporten ging es nicht mehr ganz so rasant bergab wie zum Tiefpunkt im Juli, was wiederum den Indikatoren fr Produktion, Beschftigung und Auftragseingang auf die Sprnge geholfen hat.

Am erfreulichsten ist, dass sich das Geschftsklima wieder aufgehellt hat, insbesondere in Deutschland, und dass der Eurozone-Index Geschftsaussichten binnen Jahresfrist im November ein FnfMonatshoch erreicht hat. Ein Grund fr den neuerlichen Optimismus sind die schwindenden Sorgen hinsichtlich der Handelskonflikte.

Nichtsdestotrotz muss vor allem der Auftragsrckgang sprbar gebremst werden, bevor die Freude ber eine Rckkehr der Industrie auf den Wachstumspfand berhand nimmt.

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