Allgemeines

Allgemeines

Datum/Zeit: 12.01.2019 11:13
Quelle: Eurostat

Leichter Anstieg der FuE-Ausgaben in der EU im Jahr 2017 auf 2,07% des BIP


Zwei Drittel wurden im Unternehmenssektor getätigt

Im Jahr 2017 gaben die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) insgesamt fast 320 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) aus. Die FuE-Intensität, d. h. der prozentuale Anteil der FuE-Ausgaben am BIP, lag im Jahr 2017 bei 2,07%, gegenüber 2,04% im Jahr 2016. Zehn Jahre zuvor (2007) hatte die FuE-Intensität 1,77% betragen.

Ein Vergleich mit anderen wichtigen Volkswirtschaften zeigt, dass die FuE-Intensität in der EU wesentlich niedriger war als in Südkorea (4,22% im Jahr 2015), Japan (3,28% im Jahr 2015) und den Vereinigten Staaten (2,76% im Jahr 2015). Sie war jedoch in etwa ebenso hoch wie in China (2,06% im Jahr 2015) und bedeutend höher als in Russland (1,1% im Jahr 2015) und der Türkei (0,96%). Um die Wettbewerbsfähigkeit der EU zu fördern, ist die Erhöhung der FuE-Intensität in der EU auf 3% bis zum Jahr 2020 eines der fünf Leitziele der Strategie Europa 2020.

Der Unternehmenssektor war mit 66% der gesamten FuE-Ausgaben im Jahr 2017 weiterhin der wichtigste Sektor, in dem FuE-Ausgaben getätigt wurden, gefolgt vom Hochschulsektor (22%), dem Staatssektor (11%) und vom Sektor „private Organisationen ohne Erwerbszweck“ (1%).

Diese Informationen über Forschung und Entwicklung in der EU werden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht. FuE ist eine wichtige Triebkraft für Innovation, und FuE-Ausgaben und FuE-Intensität sind zwei der Schlüsselindikatoren, die zur Beobachtung der Ressourcenallokation für Wissenschaft und Technologie weltweit verwendet werden.

FuE-Intensität in Schweden, Österreich, Dänemark und Deutschland bei über 3% des BIP

Im Jahr 2017 war die FuE-Intensität am höchsten in Schweden (3,33%) und Österreich (3,16%), gefolgt von Dänemark (3,06%) und Deutschland (3,02%), wo die FuE-Ausgaben jeweils bei über 3% des BIP lagen. In Finnland (2,76%), Belgien (2,58%) und Frankreich (2,25% im Jahr 2016) beliefen sich die FuE-Ausgaben auf zwischen 2,0% und 3,0% des BIP. Am anderen Ende der Skala lag die FuE-Intensität in acht Mitgliedstaaten bei unter 1% des BIP: in Rumänien (0,5%), Lettland (0,51%), Malta (0,55%), Zypern (0,56%), Bulgarien (0,75%), Kroatien (0,86%), Litauen (0,74%) und der Slowakei (je 0,88%).

In den letzten zehn Jahren stieg die FuE-Intensität in einundzwanzig Mitgliedstaaten an, wobei die höchsten Anstiege in Österreich (von 2,42% im Jahr 2007 auf 3,16% im Jahr 2017, bzw. +0,74 Prozentpunkte, Pp.) und Belgien (von 1,84% im Jahr 2007 auf 2,58% im Jahr 2017, bzw. +0,74 Pp.) registriert wurden. Im Gegensatz dazu verringerte sich die FuE-Intensität in sechs Mitgliedstaaten, mit den stärksten Rückgängen in Finnland (-0,59 Pp.) und Luxemburg (-0,33 Pp.). In Malta lag die FuE-Intensität im Jahr 2017 mit 0,55% auf dem gleichen Niveau wie 2007.

Höchster Anteil der FuE-Ausgaben im Unternehmenssektor in Slowenien und Ungarn

Generell war der Unternehmenssektor in allen Mitgliedstaaten der wichtigste Sektor, in welchem im Jahr 2017 FuE getätigt wurde. Ausnahmen bildeten Zypern und Lettland (wo der Hochschulsektor der bedeutendste Leistungssektor war) sowie Litauen (wo der Anteil im Hochschulsektor der gleiche war wie im Unternehmenssektor).

Die höchsten Anteile des Unternehmenssektors an den FuE-Ausgaben registrierten Slowenien (75%), Ungarn (73%), Irland und Schweden (je 71%), Bulgarien und Österreich (je 70%), Deutschland (69%), Belgien und das Vereinigte Königreich (je 68%).

Höchster Anteil der FuE-Ausgaben im Staatssektor in Rumänien und im Hochschulsektor in Lettland

Im Hinblick auf den Staatssektor wurden die höchsten Anteile in Rumänien (32%), Litauen (28%), Luxemburg und Lettland (je 26%) verzeichnet. Die höchsten Anteile der im Hochschulsektor getätigten FuE wurden in Lettland (47%), Portugal (43%), Zypern (42%) und Estland (40%) registriert.

Hinweis: © European Communities, 1995-2009 http://epp.eurostat.ec.europa.eu/
neuere Beiträge nächste Allgemeines News: "NZZ": Digitalsteuer wird auf österreichische Kunden abgewälzt werden aeltere Beiträge

News zu AllgemeinesMeldungen zu Allgemeines
Datum Meldung
25-03-2019Handelsverband hat nach Amazon chinesischen Riesen Alibaba im Visier Neue Börse Nachricht
25-03-2019FMA-Bericht zum 4. Quartal 2018 der österreichischen Versicherungswirtschaft Neue Börse Nachricht
25-03-2019Umfrage: Noch mehr Österreicher ohne Ersparnisse Neue Börse Nachricht
24-03-2019Überschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Höhe von 1,5 Mrd. Euro
24-03-2019Jährliches Wachstum der Arbeitskosten im Euroraum bei 2,3%
[weitere Meldungen Allgemeines >>]

Medien Berichte AllgemeinesMedia-Monitoring Allgemeines
Datum Meldung
25-03-2019Markt für IPOs bricht völlig ein Neue Börse Nachricht
24-03-2019Lithiumabbau auf der Koralpe ab Ende 2021
22-03-2019Rendite zehnjähriger Bundesanleihe wieder unter null Prozent
22-03-2019Kurz: China sollte nicht mehr als Entwicklungsland behandelt werden
21-03-2019Kommunalkredit will börsenfit werden
[weitere Meldungen Allgemeines >>]

ForumAllgemeinesletzte Forenbeiträge Allgemeines



ATX (Wiener Börse Index) : 3025.72 -0.5%  ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

Börse NewsBÖRSE-NEWS
Allgemeines-Handelsverband hat nach Amazon chinesischen Riesen Alibaba im Visier
Oberbank St.-Oberbank - Nach 9. Rekordgewinn in Folge heuer Abschwächung erwartet
Allgemeines-FMA-Bericht zum 4. Quartal 2018 der österreichischen Versicherungswirtschaft
Allgemeines-Umfrage: Noch mehr Österreicher ohne Ersparnisse
Konjunktur-ifo Geschäftsklimaindex steigt
Unternehmens Invest-Insider-Transaktion: Vorstand Paul Neumann kauft 2.398 Aktien
Echtgeld-Depot-Volkswagen Hybrid-Anleihe zahlte am 20.03.2019 den Kupon, 697,90 Euro für das Echtgeld-Depot
Allgemeines-Überschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Höhe von 1,5 Mrd. Euro
Konjunktur-Quote der offenen Stellen im Euroraum und in der EU28 bei 2,3%
Konjunktur-Produktion im Baugewerbe im Euroraum um 1,4% gesunken
Allgemeines-Jährliches Wachstum der Arbeitskosten im Euroraum bei 2,3%
Allgemeines-Ein Drittel des Handels der EU erfolgte mit den Vereinigten Staaten und China
Allgemeines-1.000 SAP-Berater fehlen - Noch wenig Vorbereitung auf S/4HANA
OMV-OMV und ADNOC unterzeichnen Absichtserklärungen
   [weitere News >>]