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Datum/Zeit: 06.12.2018 11:59
Quelle: APA

Anleger ziehen weiter Geld aus österreichischen Anleihenfonds ab


Zuwächse bei Aktienfonds, Immo-Fonds boomen - In Österreichs Fondsindustrie waren Ende September 182,8 Mrd. Euro angelegt



Für die österreichische Fondsbranche ist das Jahr 2018 bis zum Herbst in Summe eher verhalten verlaufen. Ende September verwalteten die Fonds 182,8 Mrd. Euro. Das war ein leichter Rückgang um eine Milliarde Euro oder 0,5 Prozent seit Dezember 2017. Vor allem aus Anleihenfonds wurde weiter Geld abgezogen.

61,3 Milliarden Euro waren in Österreich Ende September 2018 in Rentenfonds veranlagt - um 2,7 Milliarden weniger als zum Jahresende 2017 (64 Mrd. Euro) und auch weniger als in den vorangegangenen vier Jahren. Das geht aus dem Asset-Management-Quartalsbericht der Finanzmarktaufsicht (FMA) vom Donnerstag hervor.

Die Zahl der Rentenfonds ist heuer um weitere sieben Fonds geschrumpft. Ende September 2018 gab es hierzulande 491 Anleihenfonds. Zum Vergleich: 2014 waren es noch 533 gewesen.

Bei den Mischfonds lag das Fondsvermögen zum Ende des 3. Quartals mit 75,1 Mrd. Euro ebenfalls, wenn auch nur leicht (minus 0,9 Prozent), unter dem Wert von Ende 2017. Um 1,9 Prozent rückläufig waren im laufenden Jahr bis September auch Anlagen in Geldmarktfonds bzw. kurzfristigen Rentenfonds. Spürbar höher war hingegen das Vermögen in Aktienfonds, das bis Herbst heuer um 6,6 Prozent oder 1,9 Milliarden Euro auf 30,3 Mrd. Euro zugenommen hat. Deutliche Zuflüsse gab es zudem für Immobilienfonds, wenngleich von vergleichbar niedriger Basis: Deren Fondsvermögen nahm heuer bis Ende des 3. Quartals um 8,2 Prozent auf in Summe 8,3 Mrd. Euro zu.

Im langfristigen Trend, so schreibt die FMA, steigt insbesondere das Vermögen der Immobilienfonds, Aktienfonds und auch der Mischfonds, während das Fondsvermögen von Rentenfonds stagniere.

Während bei Kapitalanlagegesellschaften (KAG) - zur Zeit sind es 17 - in Österreich ein Trend zur Marktkonsolidierung herrscht, wird die Landschaft im Asset Management mit steigender Anzahl von Alternativen Investmentfondsmanagern (AIFM) und Verwaltern Europäischer Risikokapitalfonds (EuVECA) vielfältiger, heißt es in dem Quartalsreport weiter.

Im Detail wurde im ersten Quartal die Fenja GmbH neu registriert. Im zweiten Quartal wurde die KAG Amundi Austria GmbH mit der Pioneer Investments Austria verschmolzen. Weiters wurde die Ithuba FinMill GmbH neu zugelassen, während die i4g Alps Management GmbH ihre Registrierung zurückgelegt hat. Im dritten Quartal gab es zwei weitere Neuzulassungen: AngelME Ventures sowie VMS-REB 3 Beteiligungen GmbH.

(Schluss) rf/sp

 WEB   http://www.fma.gv.at

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