Konjunktur

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Datum/Zeit: 06.12.2018 10:48
Quelle: Konjunktur - Presseaussendung

Deutsche Bauwirtschaft kehrt im November bei beschleunigtem Auftragseingang auf Wachstumspfad zurück



Nachdem die deutsche Bauwirtschaft im Oktober das erste Minus seit sieben Jahren verzeichnet hatte, kehrte sie im November wieder auf den Wachstumspfad zurück. Unterstützend wirkte sich dabei der anziehende Auftragseingang aus, welcher auf den höchsten Stand seit Februar anwuchs. Weniger erfreulich war jedoch, dass sich die Einkaufspreise so deutlich verteuerten wie zuletzt vor über einem Jahr, hauptsächlich vor dem Hintergrund gestiegener Transportkosten.

Der saisonbereinigte Bauindex verbesserte sich im Vormonatsvergleich auf 51,3 und lag somit wieder über der neutralen Grenze, die Wachstum von Rückgang trennt. Im Oktober hatte er mit 49,8 Punkten knapp darunter notiert. Dennoch signalisierte der aktuelle Index damit nur einen leichten Zuwachs, der zudem nicht nur unter dem bisherigen Jahresdurchschnitt von 51,8 lag, sondern auch deutlich unter dem von 2017 (54,3).

Hinter der Erholung steckten vor allem die wieder erstarkten Zahlen aus dem Wohnungs- und Gewerblichen Bau, wenngleich diese insgesamt eher moderat ausfielen.

Der Tiefbau verbuchte hingegen nach den leichten Zuwächsen im Oktober nun wieder Rückgänge, womit sich die Situation des Vormonats umgekehrt hat.

Positive Nachrichten gab es vor allem auf Auftragsseite. So zeichnete sich im November nicht nur das dritte Orderplus infolge ab, der aktuelle Anstieg war zudem der höchste seit Februar dieses Jahres.

Die Beschäftigungslevels zogen im Vergleich zum Vormonat wieder etwas an. Dennoch war der derzeitige Jobaufbau der zweitschwächste seit zweieinhalb Jahren.

Ähnlich sah es bei der Einkaufsmenge aus, welche im Vergleich zum Vormonat nun wieder ausgeweitet wurde, wenngleich nur leicht.

Deutlich spürbar war im November auch der Druck auf die Lieferketten. Berichten von Umfrageteilnehmern zufolge kam es unter Anderem durch den Mangel an freien Frachtkapazitäten zu Verzögerungen bei den Lieferzeiten.

Auch die Verteuerung der Einkaufspreise fand weiterhin kein Ende. Die Inflationsrate erhöhte sich sogar auf den höchsten Stand seit 13 Monaten. Verantwortlich für den gestiegenen Kostendruck waren nach Meinung der Befragten vor allem die höheren Transportkosten und dabei insbesondere die Umlegung der LKW-Mautgebühren auf die Preise. Zudem erhöhten sich auch die Ausgaben für Subunternehmerleistungen, welche so deutlich stiegen wie zuletzt im Mai dieses Jahres.

Der Ausblick auf die kommenden zwölf Monate fiel zwar etwas positiver aus als zuletzt, im Großen und Ganzen blieb er auf die vergangenen drei Jahre gesehen jedoch eher verhalten. Einige Unternehmer befürchten, dass sich der Stimmungsabfall in der Industrie und vor allem im Automobilsektor auf die Baubranche übertragen könnte.

Phil Smith, Principal Economist bei IHS Markit, kommentiert den aktuellen IHS Markit Bau-Index:

“Nach dem untypischen Minus im Vormonat erholte sich die deutsche Bauwirtschaft im November wieder. Dabei war es vor allem der erneute Zuwachs beim Auftragseingang, der den Sektor zurück auf Kurs gebracht hat. Schwachstelle war allerdings der Tiefbau, welcher nicht an die leichten Zuwächse des Vormonats anknüpfen konnte.
Aufeinanderfolgende Anstiege gab es somit in diesem Bereich seit über einem Jahr nicht mehr.

Auch wenn sich aktuell fast alle Subindizes der Umfrage verbesserten, lagen die Werte jedoch immer noch weit unter den zu Jahresbeginn gemessenen Ergebnissen. So wurden Beschäftigung und Einkaufsmenge in den Unternehmen beispielsweise nur geringfügig ausgebaut, was zumindest teilweise die unsicheren Zukunftsaussichten in der Branche reflektiert.

Sorgen bereiteten den Managern die anhaltend hohen Ausgaben in ihren Unternehmen - die Einkaufspreise wurden ein weiteres Mal überdurchschnittlich stark angehoben, und auch für Subunternehmerleistungen musste in diesem Monat mehr bezahlt werden."

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