Börse Kurs Änderung Oberbank St. 90.6 +0.2%      
Hoch:
Tief:
90.6 +0.2% 
90.6 +0.2% 
Börse Chart Oberbank St.
Oberbank St.

Oberbank St.

Datum/Zeit: 30.11.2018 08:36
Quelle: APA

Oberbank steuert erneut "herausragendes" Jahresergebnis an


Ertragslage in den ersten 3 Quartalen noch einmal verbessert - Weitere Filialexpansion - Rahmenbedingungen zuletzt schwieriger geworden



Die börsennotierte Oberbank steuert ein erneut "herausragendes" Jahresergebnis an. Sie hat in den ersten drei Quartalen ihren Gewinn noch einmal verbessern können. Der Überschuss vor Steuern wuchs um 16,2 Prozent auf 212,4 Mio. Euro, nach Steuern um 17,2 Prozent auf 181,1 Mio., wie die Bank am Freitag bekannt gab.

Laut Generaldirektor Franz Gasselsberger haben drei Bereiche dazu beigetragen: Das Zinsergebnis stieg im Jahresvergleich um 4,4 Prozent auf 247,6 Mio. Euro. Die Beteiligungen warfen 68,4 Mio. Euro ab, das ist ein Zuwachs von 28,5 Prozent. Das Provisionsergebnis lag mit 119,3 Mio. Euro um 15,3 Prozent über dem Vorjahr.

Das Kreditvolumen hat bei der Oberbank um 8,3 Prozent auf 15,7 Mrd. Euro zugenommen. Die Kommerzkredite machen 12,5 Mrd. Euro aus - plus 8,4 Prozent. Die Finanzierungen von Investitionen verzeichneten ein Plus von 9,2 Prozent auf 9,1 Mrd., die Betriebsmittelfinanzierungen wuchsen um 6,6 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro. Die Privatkredite legten um 7,8 Prozent 3,2 Mrd. Euro zu. Trotz des über dem Branchenschnitt liegenden Kreditwachstums war das Risiko in den ersten drei Quartalen 2018 anhaltend günstig. Die Vorsorgen wurden gegenüber dem Vergleichszeitraum 2017 um 37,2 Prozent auf 4,6 Mio. Euro verringert.

Auf der Einlagenseite machen sich die Niedrigzinsen einmal mehr bemerkbar: Die Anleger meiden Bindungsfristen und bevorzugen täglich fällige Sichteinlagen. Die Spareinlagen, Konten und das Online-Sparen legten um 1,7 Prozent auf 5 Mrd. Euro zu, die Sicht- und Termineinlagen um 5,5 Prozent auf 8,8 Mrd. Die Primäreinlagen wuchsen um 3,7 Prozent auf 13,6 Mrd. Euro. Inklusive der Wertpapiere auf Kundendepots - plus 7,3 Prozent auf 16,1 Mrd. Euro - nähern sich die gesamten betreuten Kundenvermögen mit 29,7 Mrd. Euro - das ist ein Zuwachs um 5,6 Prozent - schon der 30-Mrd.-Marke.

Die Bilanzsumme ist um 2,5 Prozent auf 21,3 Mrd. Euro gewachsen. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich von 51,63 auf 49,7 Prozent. Die Kernkapitalquote ist im Jahresabstand von 15,77 auf 16,04 Prozent gestiegen, die Gesamtkapitalquote von 18,38 Prozent ist nahezu unverändert und übertrifft damit die gesetzlichen Eigenmittelanforderungen deutlich. Das Eigenkapital hat um 330 Mio. Euro auf 2,76 Mrd. Euro zugenommen.

Die Oberbank setzt weiter auf Filialexpansion. Heuer wurde je eine in Hanau in Hessen und Prag eröffnet. Sechs in Deutschland - in Baden-Württemberg und Bayern - sowie zwei in Wien und eine in Budapest sollen noch bis Jahresende folgen. Dann beträgt die Gesamtzahl 170. Der Mitarbeiterstand wächst entsprechend mit. In den ersten drei Quartalen stieg er von 2.050 auf 2.093. Die neu eingeräumten Kommerzfinanzierungen - 3,4 Mrd. Euro/plus von 22,6 Prozent - verteilen sich auf alle Märkte. Das Oberbank-Kerngebiet Wien-Oberösterreich-Salzburg hat daran einen Anteil von 65 Prozent, Deutschland 15 Prozent und Tschechienplus die Slowakei 20 Prozent.

Bei der Vorhersage des Gesamtjahresergebnisses ist Gasselsberger wie immer vorsichtig. Es sei jedoch zu erwarten, dass die Bank das "herausragende" Vorjahresergebnis heuer erneut erreichen beziehungsweise sogar übertreffen werde. Dies würde die Feier "150 Jahre Oberbank" am kommenden 9. Jänner schmücken. Aber die hohen Zuwachsraten der ersten 3 Quartale könnten nicht einfach hochgerechnet werden und die Rahmenbedingungen seien zuletzt schwieriger geworden: Unter anderem leicht abgekühlte Hochkonjunktur, Handelskonflikte, Staatsverschuldungen, Brexit, höhere Rohstoff- und Energiepreise, Fachkräftemangel und zum Teil selbst verschuldete Schwierigkeiten der deutschen Autoindustrie. Mit Spannung warte die auch in Österreich ansässige Zulieferkette darauf, ob dort die Bänder nach Weihnachten normal anlaufen oder etwa die Werksferien verlängert werden.

(Schluss) zie/gru

 ISIN  AT0000625108
 WEB   http://www.oberbank.at

neuere Beiträge nächste Oberbank St. News: Insider-Transaktion: Vorstand Florian Hagenauer verkauft 220 Aktien aeltere Beiträge

News zu Oberbank St.Meldungen zu Oberbank St.
Datum Meldung
09-01-2019Rating "A" von S&P
02-01-2019Oberbank führt verpflichtende Frauenquote ein
18-12-2018Insider-Transaktion: Vorstand Florian Hagenauer verkauft 220 Aktien
30-11-2018Oberbank steuert erneut "herausragendes" Jahresergebnis an
28-08-2018Oberbank profitierte im Halbjahr von anhaltend guter Konjunktur
[weitere Meldungen Oberbank St. >>]

Medien Berichte Oberbank St.Media-Monitoring Oberbank St.
Datum Meldung
02-01-2019Oberbank peilt 40 Prozent Frauen in Führungsebene an
28-11-2018Deutsche Bankenkonsolidierung für Oberbank ein gefundenes Fressen
29-08-2018 Firmen treiben Oberbank-Wachstum
12-07-2018 "Das Kreditrisiko ist abnormal niedrig, das kann nicht lange so halten"
13-06-2018US-Sanktionen: Oberbank muss Iran-Geschäft aufgeben
[weitere Meldungen Oberbank St. >>]

ForumOberbank St.letzte Forenbeiträge Oberbank St.



ATX (Wiener Börse Index) : 2987.48 +2.4%  ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

Börse NewsBÖRSE-NEWS
Allgemeines-Handelskalender 2019 online
Post-Strafanzeige - Post: Schiedsgericht entschied zu unseren Gunsten
Post-Strafanzeige gegen Post: Käufer von trans-o-flex fühlen sich betrogen
Allgemeines-Michael Tojner: Vorwürfe des Burgenländischen Landesrats Doskozil gehen vollkommen ins Leere
Allgemeines-Finanzminister Löger: „Finanzpolizei deckt Sozialbetrug in großem Stil auf“
Allgemeines-ÖSTERREICH: Hartinger-Klein stellt Wien bei Mindestsicherung Ultimatum
Allgemeines-ÖSTERREICH: Rendi-Wagner fordert 500 Euro Wohnbonus für Wohnungs- und Hauseigentümer
Konjunktur-Industrieproduktion im Euroraum um 1,7% gesunken
Konjunktur-Leistungsbilanzüberschuss der EU28 von 38,7 Mrd. Euro
Konjunktur-Überschuss des Euroraums im internationalen Warenverkehr in Höhe von 19,0 Mrd. Euro
Konjunktur-Überschuss der EU 2017 auf über 190 Mrd. Euro gestiegen
Konjunktur-Produktion im Baugewerbe im Euroraum um 0,1% gesunken
Allgemeines-Jährliche Inflationsrate im Euroraum auf 1,6% gesunken
Allgemeines-Hauspreise im Euroraum und in der EU um 4,3% gestiegen
   [weitere News >>]