Allgemeines

Allgemeines

Datum/Zeit: 13.11.2018 12:22
Quelle: APA

Metaller-KV - Warnstreiks laufen weiter


Am Dienstag beispielsweise bei voestalpine-Tochter und Andritz - Noch kein neuer Gesprächstermin



Am Dienstag sind die Warnstreiks in den Betrieben der Metalltechnischen Industrie weitergegangen, nachdem die fünfte Verhandlungsrunde im Metaller-KV vorige Woche scheiterte. Einen neuen Gesprächstermin gab es vorerst nicht. Möglich ist bereits der Donnerstag.

Von Montag bis Mittwoch finden Warnstreiks in insgesamt 220 Betrieben mit 70.000 Beschäftigten statt. Die Arbeit wird für zwei bis drei Stunden niedergelegt. Kommt es bis kommenden Montag nicht zu wesentlichen Fortschritten in den Verhandlungen, dann drohen die Gewerkschaften PRO-GE und GPA-djp damit, am Montag ganze Schichten ausfallen zu lassen - also acht Stunden zu streiken.

Metaller-KV-Verhandlungen gab es am Dienstag für die Bereiche Bergbau-Stahl und die Gießereiindustrie. Aus terminlichen Gründen abgesagt wurde hingegen die Verhandlungen Nichteisen-Metallindustrie (NE-Metalle) für den morgigen Mittwoch. Die Gewerkschaft will die kleinen Metallerbereiche aber erst nach einer Einigung für den mit Abstand größten Bereich der Metalltechnischen Industrie abschließen. Die Gewerkschaften wollen einen gemeinsamen KV für die einzelnen Metaller-Bereiche "mit aller Kraft verteidigen", betonten sie zuletzt mehrmals.

"Wir werden in Verhandlungen treten, wenn die Arbeitgeber bereit sind, ein substanzielles Angebot zu machen. Wir lassen uns nicht wieder - wie die vergangenen vierzig Verhandlungsstunden - an der Nase herumführen", sagte PRO-GE-Chef Rainer Wimmer erst gestern.

Gestreikt wurde am Dienstag beispielsweise bei Andritz in Graz, Liebherr in Nenzing (Vorarlberg), Silhouette in Linz, Boehlerit in Kapfenberg (Steiermark), Stiwa in Attnang (Oberösterreich), Knorr Bremse in Mödling (Niederösterreich) und voestalpine Precision Strip in Böhlerwerk (Niederösterreich).

Die Arbeitgebervertreter wollten sich heute auf APA-Anfrage nicht dazu äußern, ob sie ihre Überlegung konkretisiert haben, ihren Mitgliedsbetrieben eine "freiwillige Entgelterhöhung" von 2,7 Prozent zu empfehlen. Dazu meinte GPA-djp-Chef Karl Dürtscher zuletzt, mit solchen Ideen würden die Arbeitgeber versuchen, die Mitarbeiterschaft zu spalten.

Eine solche "freiwillige Erhöhung" sorgte ja zuletzt auch bei den Eisenbahner-Arbeitnehmervertretern für Aufregung. Heute sagte vida-Chef Roman Hebenstreit, dass die Arbeitgebervertreter heuer in vielen Branchen "ungewöhnlich beharrend" seien und der Herbst "nicht nur wettermäßig etwas heißer" sei. Die vida verhandelt 150 Kollektivverträge im Dienstleistungs- und Verkehrsbereich. "Ich kann sagen, das wir in mehreren Bereichen auf harte Auseinandersetzungen eingestellt haben", so Hebenstreit.

Droht also ein so richtig heißer Herbst, Streiks bei Metallern und Eisenbahnern? Was ist am Vorhalt der Arbeitgeber heuer dran, die Gewerkschaften hätten im Vorhinein alles Weichen auf Streik gestellt, weil sie Opposition betreiben würden? Hierzu blieb der Spitzengewerkschafter ausweichend. Einerseits gebe es eine "zusätzliche Motivation" seitens der Regierung für ordentliche finanzielle Abschlüsse und Experten wie Notenbankgouverneur Ewald Nowotny würden die 5-Prozent-Forderung der Metaller für legitim halten, so Hebenstreit. Die Arbeitgeberseite nehme aber eine "Beharrungshaltung" ein und habe zum Teil bereits getätigte Zusagen wieder zurückgezogen. "Wo die Verantwortung momentan liegt, zur Eskalation beizutragen, das drehe ich gerne um", so Hebenstreit. Gebe es in der achten Bahn-KV-Runde am 21. November kein Ergebnis, sei die Gewerkschaft dazu bereit, "alles zu tun, was notwendig ist". Der Rückhalt der Mitarbeiter in Kampfmaßnahmen zu gehen sei riesig, stützte er sich auf eine aktuelle Umfrage, derzufolge 85 Prozent zu Kampfmaßnahmen bereit sind.

(Schluss) phs/sp

 ISIN   
 WEB   http://www.gpa-djp.at/
       https://www.proge.at
       https://news.wko.at/presse
       http://www.vida.at

neuere Beiträge nächste Allgemeines News: Bahn-KV - Fronten ähnlich verhärtet wie bei den Metallern aeltere Beiträge

News zu AllgemeinesMeldungen zu Allgemeines
Datum Meldung
25-06-2019Adidas-Brillen kommen künftig nicht mehr von Linzer Silhouette Neue Börse Nachricht
25-06-2019Neue Zusammensetzung des VÖNIX Nachhaltigkeitsindex Neue Börse Nachricht
25-06-2019Causa Firtasch - OGH erklärt Auslieferung für rechtens Neue Börse Nachricht
25-06-2019Ex-Hypo-Balkanbank Addiko will mit IPO bis zu 224 Mio. Euro einnehmen Neue Börse Nachricht
25-06-2019# Ex-Hypo-Balkanbank Addiko will mit IPO bis zu 224 Mio. Euro einnehmen Neue Börse Nachricht
[weitere Meldungen Allgemeines >>]

Medien Berichte AllgemeinesMedia-Monitoring Allgemeines
Datum Meldung
25-06-2019Razzia in Firmenzentrale des Wiener Investors Tojner Neue Börse Nachricht
25-06-2019Goldpreis steigt weiter, und Bitcoin knackt 10.000 Euro Neue Börse Nachricht
25-06-2019RLB Oberösterreich sorgt sich um Firmenbeteiligungen Neue Börse Nachricht
25-06-2019Stimmung der Anleger auf Elfjahrestief Neue Börse Nachricht
25-06-2019US-Notenbanker mahnt zu Geduld in der Zinspolitik Neue Börse Nachricht
[weitere Meldungen Allgemeines >>]

ForumAllgemeinesletzte Forenbeiträge Allgemeines



ATX (Wiener Börse Index) : 2923.73 -0.7% ATX Intraday Chart Börse Wien
          [Aktienkurse >>]

Börse NewsBÖRSE-NEWS
Allgemeines-Adidas-Brillen kommen künftig nicht mehr von Linzer Silhouette
Allgemeines-Neue Zusammensetzung des VÖNIX Nachhaltigkeitsindex
Finanzmarktregulierung-ovellierung des Börsegesetzes gemäß EU-Richtlinie bringt Informationsverpflichtungen und Stärkung von Aktionärsrechten
Allgemeines-Causa Firtasch - OGH erklärt Auslieferung für rechtens
Allgemeines-Ex-Hypo-Balkanbank Addiko will mit IPO bis zu 224 Mio. Euro einnehmen
Allgemeines-# Ex-Hypo-Balkanbank Addiko will mit IPO bis zu 224 Mio. Euro einnehmen
Allgemeines-Ex-Hypo-Balkanbank Addiko will mit IPO bis zu 2,2 Mrd. Euro einnehmen
Allgemeines-# Ex-Hypo-Balkanbank Addiko will mit IPO bis zu 2,2 Mrd. Euro einnehmen
Erste Group Bank-BÖRSENFLASH - Rückstellung in Rumänien belastet Erste-Aktie
Andritz-Andritz serviciert nun auch Mapa-Projekt von Arauco in Chile
Erste Group Bank-Erste Group muss in Rumänien bis zu 230 Mio. Euro zurückstellen
Erste Group Bank-# Erste Group muss in Rumänien bis zu 230 Mio. Euro zurückstellen
Zumtobel-Zumtobel - Analysten sehen im Viertquartal geringeren Nettoverlust
Konjunktur-ifo Geschäftsklimaindex sinkt
   [weitere News >>]