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Datum/Zeit: 09.08.2018 13:03
Quelle: APA

Russland-Sanktionen drücken RBI-Kurs - Moskau-Bank verdient gut


Raiffeisen Bank International will in keine neuen Märkte vorstoßen - Polen-Bankverkauf drückte Gewinn im zweiten Quartal, im Halbjahr zweistelliges Plus - BILD GRAFIK



Die von den USA für 22. August angekündigten Sanktionen wegen des Giftanschlags auf einen russischen Ex-Doppelagenten in Großbritannien haben am Donnerstag die russische Währung und in Moskau notierte Bank-Aktien auf Talfahrt geschickt. In Wien hat die Raiffeisen Bank International (RBI) mehr als 5 Prozent verloren. In Russland sitzt die Cash Cow der RBI, die Moskau-Bank verdient auch heuer gut.

Die bisherigen Russland-Sanktionen hatten nach früheren Angaben der Raiffeisen Bank International (RBI) Firmenkundengeschäfte von nur 0,1 Prozent der Bilanzsumme betroffen. Dieses Volumen ist mittlerweile noch weniger geworden. Was die geplanten neuen US-Sanktionen anlangt, so ist außer voraussichtlicher weiterer unmittelbarer Rubel-Währungsverluste noch nichts bekannt.

"Wir halten alle Sanktionsvorschriften ein, unabhängig davon was wir uns dazu denken", so RBI-Chef Johann Strobl am Donnerstag bei der Halbjahrespressekonferenz. Es seien sehr viele Mitarbeiter damit befasst, die Lage zu analysieren und danach werde dann vorgegangen. Das werde man auch bei künftigen Sanktionen tun müssen.

Jedenfalls hat die Tochterbank in Russland heuer im ersten Halbjahr mit 303 Mio. Euro Vorsteuergewinn (Vorjahr: 308 Mio. Euro) praktisch gleich viel verdient wir voriges Jahr. Unterm Strich gab es von dort bis Juni einen Konzerngewinn von 237 (241) Mio. Euro. "Unsere Bank in Russland hat ihre Position in Russland gefunden und bewiesen, dass sie gut verdienen kann", so der Vorstand.

Zum Vergleich: Der gesamte Konzerngewinn der RBI belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf 756 Mio. Euro, ein Zuwachs um knapp 29 Prozent.

Von den umstrittenen neuen amerikanischen Iran-Sanktionen und insbesondere von der Drohung des US-Präsidenten Donald Trump, wonach jeder, der mit dem Iran Geschäfte macht, keine Geschäfte mit den Vereinigten Staaten machen werde, ist die RBI von vornherein nicht betroffen. Im Iran ist die Bank seit Jahren nicht mehr im Geschäft.

In neue Märkte will die Bank nicht vorstoßen, sagte Strobl heute. Zur Zeit läuft gerade der Rückzug aus Polen. Ein voraussichtlicher Verlust aus dem im Frühjahr paktierten Verkauf von 121 Mio. Euro ist im zweiten Quartal verbucht worden. Das hat auch den Periodengewinn in dem Quartal gedrückt, und zwar um 43 Mio. Euro auf 357 Mio. Euro. Der Verkauf des Großteils des Polen-Geschäfts an die französische BNP Paribas wird im 4. Quartal wirksam. In der Raiffeisen Bank International AG in Wien bleiben die Fremdwährungskredite der Polen-Bank (3,2 Mrd. Euro, hauptsächlich in Schweizer Franken). Diese Kredite sollen mit normalen Fälligkeiten abreifen, das kann bei bis zu 30-jährigen Laufzeiten noch etwas dauern. Theoretisch ist aber auch ein vorzeitiger Verkauf denkbar.

Strobl zeigte sich mit den Halbjahresdaten heute sehr zufrieden. Die Bank befinde sich auf einem nachhaltigen Wachstumskurs. Vor allem die faulen Kredite sind deutlich weniger geworden, zum Teil wieder durch Verkäufe, aber auch durch Sanierungserfolge, die größere Auflösungen von Wertberichtigungen zuließen. Im zweiten Quartal gab es saldiert sogar null Kreditrisiko. Bis Jahresende soll der Anteil an Problemkrediten noch weiter sinken.

Zur Zeit liegt die Quote an notleidenden Krediten (Non Performing Loans/NPL) am Kreditbestand im Gesamtkonzern bei 4,8 Prozent. Ein Zielwert wäre bei 3 bis 4 oder 5 Prozent. Das größte Potenzial, notleidenden Kredite zurückzufahren, gibt es noch in der Ukraine, in Albanien und in Kroatien. Da sind die NPL-Quoten noch zweistellig.

Beim Zinsüberschuss, der Haupteinnahmequelle der Großbankengruppe, hat die RBI im ersten Halbjahr um 4,4 Prozent auf 1,66 Mrd. Euro zugelegt - weil das Kreditgeschäft durch das bessere Umfeld im Osten spürbar angezogen hat. Die Kosten sind gesunken. Die harte Kernkapitalquote lag Ende Juni bei 12,8 Prozent. Weiter aufrecht ist das Ziel, auf Sicht auf 13 Prozent zu kommen.

Mittelfristig plant die RBI an ihre Aktionäre Dividendenausschüttungen von 20 bis 50 Prozent des Konzerngewinns. Für das Jahr 2017 hatte die RBI nach vorherigen drei dividendenlosen Jahren 204 Millionen Euro oder 62 Cent je Aktie an ihre Aktionäre gezahlt, das war eine Quote von 18 Prozent. Wieviel Dividende für 2018 zu erwarten ist, wurde heute nicht gesagt.

( 0840-18, 88 x 94 mm) (Schluss) rf/tsk

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