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Datum/Zeit: 20.06.2018 09:45
Quelle: APA

Allianz: Konjunkturaufschwung im Euroraum hält an


Weltwirtschaft wächst trotz politischer Risiken - In Österreich setzt sich die Hochkonjunktur fort - Tendenz zur Euro-Abwertung nur vorübergehend



Der Konjunkturaufschwung im Euroraum wird sich nach Ansicht der Allianz-Versicherung trotz der politischen Risiken vorerst fortsetzen. Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise geht davon aus, dass eine spürbare Eskalation des Handelskonflikts mit den USA vermieden werden kann und der globale Handel weiter zunimmt. Für Österreich rechnet die Allianz mit einer Fortsetzung der Hochkonjunktur.

Konkret erwartet der Chefvolkswirt des deutschen Allianz-Konzerns für den Euroraum heuer einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,1 Prozent und um 1,9 Prozent im kommenden Jahr. "Die Konjunktur ist im ersten Jahresviertel nur vorübergehend ins Stottern geraten", sagte Heise laut Aussendung. Die Arbeitslosenquote werde 2019 voraussichtlich unter 8 Prozent fallen. Zusammen mit leicht verstärkten Lohnsteigerungen bei verhaltenen Inflationsraten ergebe sich eine gute Grundlage für den privaten Konsum und somit günstige Absatzperspektiven und Investitionsanreize für Unternehmen.

Expansive Impulse wird es im Euroraum laut Allianz auch durch die Geld- und Fiskalpolitik geben. So vollziehe sich der Ausstieg der EZB aus ihrer ultra-lockeren Geldpolitik weiterhin nur in Minischritten. Ende dieses Jahres dürfte die Europäische Zentralbank zwar ihr Anleihekaufprogramm einstellen, Tilgungszahlungen bei Fälligkeit werde sie aber weiter reinvestieren. "Eine erste Leitzinserhöhung ist erst ab Mitte 2019 zu erwarten", so Heise. Die unlimitierte Liquiditätsbereitstellung für Banken werde bis mindestens Ende 2019 fortgeführt werden, eine Reduktion der EZB-Bilanzsumme sei nicht vor 2020 zu erwarten.

Nach einem jahrelang weitgehend neutralen Kurs entfaltet nun auch die Finanzpolitik eine leicht expansive Wirkung. Zu den günstigen Rahmenbedingungen tragen zudem die geringen Euro-Wechselkursbewegungen bei. Die Allianz-Experten gehen in diesem Zusammenhang davon aus, dass die Tendenz zur Abwertung der Gemeinschaftswährung lediglich vorübergehend war.

Alles in allem sei nicht mit einer deutlichen Konjunkturabkühlung in der Währungsunion zu rechnen, betont Heise. Auf längere Sicht über 2019 hinaus bestehe aber das Risiko, dass die gute Phase des Konjunkturzyklus zu Ende gehe. Dann wäre nicht genug Zeit, um die Geldpolitik wieder zu normalisieren. Entweder kämen dann Straffungsschritte der EZB zusammen mit einer Konjunkturabschwächung oder die Niedrigzinsphase würde sich noch mehr festigen.

Die österreichische Wirtschaft ist im Gegensatz zu vielen anderen Euro-Ländern auch im ersten Quartal 2018 stark gewachsen. "Die Binnennachfrage erweist sich weiter als sehr robust", sagt Heise. "Die Investitionen profitieren von der überdurchschnittlich hohen Kapazitätsauslastung in der Industrie und der Konsum von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt." Die Phase der Hochkonjunktur setze sich damit in Österreich weiter fort. Für das laufende Jahr rechnet die Allianz mit einem kräftigen realen Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent, einem deutlichen Anstieg der Beschäftigung und einem spürbaren Rückgang der Arbeitslosigkeit.

(Schluss) ivn/sp

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