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Datum/Zeit: 20.03.2018 13:42
Quelle: APA

OeNB: Banken vergaben 2017 deutlich mehr Kredite


Mehr Kredite an Unternehmen und private Haushalte - Auch mehr Konsumkredite - Zinsen auf Rekordtief - Mehr Fixzinskredite - Täglich fällige Einlagen gestiegen - Investmentfonds gefragt



Die österreichischen Banken haben im Vorjahr ihre Kreditgeschäfte mit inländischen Unternehmen und privaten Haushalten kräftig ausgebaut. Bei den Unternehmenskrediten gab es mit 4,8 Prozent den höchsten Anstieg seit 2009 auf 143 Mrd. Euro, die Kredite an private Haushalte wuchsen um 3,5 Prozent auf 156 Mrd. Euro. Beides Werte, die über dem durchschnittlichen Jahreswachstum in der Eurozone lagen.

Das Gesamtvolumen der Kundenkredite machte mit 341 Mrd. Euro 42 Prozent der Gesamtbilanzsumme der österreichischen Banken aus. Zum Vergleich: 2012 waren es 330 Mrd. Euro und 34 Prozent. Die Bilanzsumme insgesamt ging in diesem Zeitraum von 975 auf 819 Mrd. Euro zurück, so Johannes Turner, Leiter der Nationalbank-Hauptabteilung Statistik am Montag bei einem Pressegespräch in Wien.

Unternehmen finanzierten sich aber auch im Ausland. 15 Mrd. Euro nahmen sie im Euroraum auf, davon 11 Mrd. in Deutschland. Gleichzeitig vergaben heimische Banken 24 Mrd. an Unternehmen im Euroraum, davon 13 Mrd. in Deutschland.

Erstmals seit drei Jahren gab es bei den Unternehmenskrediten in allen Laufzeitenkategorien positive Wachstumsraten. Der größte Teil entfiel auf die Branchen Grundstücks- und Wohnungswesen (31 Prozent), Bau (16 Prozent) und Herstellung von Waren (11 Prozent).

An private Haushalte wurden nicht nur wieder mehr Wohnbaukredite vergeben (4,7 Prozent), sondern es drehten auch die Konsumkredite mit 2,5 Prozent Wachstum ins Plus. Fremdwährungskredite wurden weiter auf 16,5 Mrd. Euro abgebaut, so dass nunmehr beim aushaftenden Volumen Österreich von Frankreich überholt wurde.

Die Kundenzinssätze lagen im Vorjahr auf historischen Tiefstständen. Der Zinssatz für neu vergebene KMU-Kredite bis 250.000 Euro ging um 28 Basispunkte auf 1,89 Prozent zurück. Nur Belgien (1,69 Prozent) und Frankreich (1,87 Prozent) wiesen im Euroraum geringere Werte auf. Selbstständig Erwerbstätige mussten 2,16 Prozent Zinsen zahlen. Bei Großkrediten über einer Million Euro lag der Zinssatz mit 1,46 Prozent etwas über dem Euroraum-Durchschnitt von 1,36 Prozent.

Neuvergebene Konsumkredite verbilligten sich im Schnitt um 20 Basispunkte auf 4,69 Prozent. Damit hatten die österreichischen Konsumenten einen Zinsvorteil von 57 Basispunkten gegenüber dem Euroraum. Die Zinsen für Wohnbaukredite blieben auf den historischen Tiefstständen. Mit 1,85 Prozent wies Österreich genau den Euroraum-Schnitt auf.

Private Haushalte haben sich im Vorjahr das günstige Zinsumfeld vermehrt mit Fixzinsbindungen abgesichert. Der Anteil von Krediten mit anfänglicher Zinsbindung über zehn Jahren stieg seit 2012 von 2 Prozent auf 27 Prozent. Der Zinsaufschlag in diesem Bereich gegenüber Krediten mit variabler Verzinsung ging von 119 auf 48 Basispunkte zurück. Der Anteil von Krediten mit einem Fixzinssatz von über einem Jahr stieg von 15,8 auf 20,6 Prozent.

Trotz der historisch tiefen Zinsen haben sich die Kundeneinlagen bei den österreichischen Banken deutlich positiv entwickelt. Sie machten mit 353 Mrd. Euro bereits 43 Prozent der Gesamtbilanzsumme aus. 87 Prozent davon entfielen auf private Haushalte und Unternehmen.

Die Einlagen private Haushalte stiegen um 3,4 Prozent bzw. 8,0 Mrd. auf 244 Mrd. Euro. Dafür waren ausschließlich täglich fällige Einlagen verantwortlich. Mit 141,1 Mrd. Euro, ein Plus von 11,7 Prozent, machten sie bereits 58 Prozent der gesamten Einlagen der privaten Haushalte aus. Im Euroraum sind es 52 Prozent.

Grund für die geringe Attraktivität längerfristig gebundener Einlagen dürften die geringen Zinsaufschläge für längerfristige Bindungen sein. Für täglich fällig Einlagen zahlten die Banken einen - kapitalgewichteten - Durchschnittszinssatz von 0,1 Prozent. Für Bindungsfristen bis zu einem Jahr waren es nur um 10 Basispunkte mehr - 0,2 Prozent.

Weiter beliebt bei privaten Haushalten waren laut Turner Investmentfondsanteile. 2017 flossen netto 3,7 Mrd. Euro in Investmentzertifikate, davon wurden insbesondere ausländische Fonds (2,4 Mrd. Euro) gekauft. In Summe wurden 62,2 Mrd. Euro an Fondsanteilen gehalten. Die Performance lag im Schnitt bei 3,7 Prozent. Aktienfonds brachten sogar 10,2 Prozent. Zum Vergleich: Für gebundene Einlagen lag der Zinssatz mit 0,44 Prozent deutlich darunter.

(Schluss) ggr/ivn

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