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Datum/Zeit: 14.12.2017 09:02
Quelle: APA

EVN erzielte 2 - Mehr Strom aus Erneuerbaren und Wärmekraftwerken


Kalorische Anlagen sollen auch im Winter 2017/18 Netz stabilisieren - 45 Prozent mehr Impairments - Eigenkapitalquote und Gearing verbessert - Ausblick: 2017/18 Rückkehr auf Normaljahr - GRAFIK



Die EVN-Stromerzeugung lag im Geschäftsjahr 2016/17 mit 6.059 Gigawattstunden (GWh) um 3,3 Prozent höher als in der Periode davor. Dabei stieg die Erzeugung aus erneuerbarer Energie im selben Ausmaß auf 2.093 GWh. Auch die Stromproduktion aus Wärmekraftwerken wuchs um 3,3 Prozent, auf 3.966 GWh.

Während hier die Wärmekraftwerke der EVN vermehrt zur Netzstabilisierung in Österreich und Deutschland eingesetzt wurden, sank die Stromerzeugung im deutschen Kraftwerk Walsum 10. "Für das Winterhalbjahr 2017/18 stehen die thermischen Kraftwerke der EVN erneut zur Netzstabilisierung im süddeutschen Raum unter Vertrag", so die EVN.

Der Anstieg des EBITDA um 19,4 Prozent auf 721,6 Mio. Euro im Jahresabstand erfolgte trotz gestiegener operativer Aufwendungen, vor allem infolge des außergewöhnlich hohen temperaturbedingten Energiebedarfs, des höheren Einsatzes der thermischen Kraftwerke zur Netzstabilisierung sowie einer bereits im zweiten Quartal 2016/17 erforderlich gewordenen Wertberichtigung von Vorräten im internationalen Projektgeschäft, erklärte die EVN am Donnerstag in einer Aussendung. Der Anstieg sei im Wesentlichen auf Zuwächse im energiewirtschaftlichen Ergebnis sowie auf einen positiven Einmaleffekt durch die Einigung mit der staatlichen bulgarischen Elektrizitätsgesellschaft NEK zurückzuführen.

Leicht rückläufig entwickelten sich die planmäßigen Abschreibungen mit 262,3 Mio. Euro (Vorjahr: 266,1 Mio. Euro), während die Effekte aus Wertminderungen um 44,5 Prozent auf 112,5 Mio. Euro anstiegen. Per Saldo ergab sich ein EBIT von 346,9 Mio. Euro, das um 33,2 Prozent über dem Vorjahreswert lag. Die Entwicklung des Finanzergebnisses - es belief sich in Summe auf -21,4 Mio. Euro (Vorjahr: -61,6 Mio. Euro) - war maßgeblich durch positive Bewertungseffekte beeinflusst. In Summe stieg das Konzernergebnis um 94,5 Mio. Euro bzw. 60,4 Prozent auf 251,0 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote lag zum 30.9. bei 48,8 Prozent, nach 42,3 Prozent ein Jahr davor. Die Nettoverschuldung reduzierte sich um 310,1 Mio. Euro bzw. 20,4 Prozent auf 1,213 Mrd. Euro. Daraus resultierend nahm auch die Gearing Ratio von 55,0 auf 38,5 Prozent ab.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hätten mehrere Sonderfaktoren das Konzernergebnis 2016/17 positiv beeinflusst. Bei durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei für 2017/18 von einer Rückkehr auf ein normalisiertes Konzernergebnis im Schnitt der Perioden 2015/16 und 2016/17 auszugehen, heißt es im Ausblick. Jedoch könnten die regulatorischen Rahmenbedingungen, die eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, die verbleibenden Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Walsum 10 sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau das Konzernergebnis wesentlich beeinflussen.

( 1257-17) (Forts. später/nach PK) sp/ln

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