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Datum/Zeit: 20.03.2017 11:27
Quelle: APA

FMA billigte 2016 weniger Kapitalmarktprospekte


Rückgang von 60 auf 53 - Deutlich weniger Nachträge - FMA verhängte 19 Verwaltungsstrafen und brachte acht Anzeigen bei Staatsanwaltschaft ein



Anleger waren im vergangenen Jahr zurückhaltender, sich über den Kapitalmarkt zu refinanzieren. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) billigte 2016 mit 53 Kapitalmarktprospekten um sieben weniger als 2015. Die Nachträge gingen stark von 124 auf 71 zurück. Ein Billigungsverfahren wurde eingestellt. Das geht aus dem heute, Montag, veröffentlichten Bericht über Kapitalmarktprospekte hervor.

Aufgrund von Verstößen gegen das Kapitalmarktgesetz verhängte die FMA im Vorjahr 19 Verwaltungsstrafen und brachte acht Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft ein.

Im Gesamtjahr 2016 wurden sechs Billigungen in der Kategorie IPOs, Kapitalerhöhungen, Listingprospekte (2015: 6), sechs in der Kategorie Wohnbaubanken (2015: 9), 28 in der Kategorie Basisprospekte (2015: 28) sowie sechs in der Kategorie Anleihen (2015: 8) ausgesprochen.

Voraussetzung für die Verwendung eines Prospekts bzw. eines Nachtrags in einem anderen EWR-Mitgliedstaat ist die Übermittlung einer Notifikation an die jeweilig zuständige nationale Behörde. Im Jahr 2016 wurden der FMA von Schwesterbehörden 346 Prospekte notifiziert, ein Prospekt weniger als im Jahr zuvor. Die Anzahl der von Schwesterbehörden notifizierten Nachträge belief sich auf 1.198, das sind 60 Nachträge mehr als im Jahr 2015. Die FMA notifizierte 2016 insgesamt 23 Prospekte (2015: 29) sowie 41 Nachträge (2015: 58).

Im vierten Quartal 2016 ist die Zahl der von der FMA gebilligten Kapitalmarktprospekte von 15 im vierten Quartal 2015 auf zwölf zurückgegangen. Die Nachträge stiegen von 14 auf 15. Kein Billigungsverfahren wurde eingestellt. Demgegenüber stand ein Bruttoemissionsvolumen im Hinblick auf verzinsliche Wertpapiere in Höhe von 35,13 Mrd. Euro, nach 19,72 Mrd. Euro im vierten Quartal 2015.

(Schluss) kan/snu

 WEB   http://www.fma.gv.at



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