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 Lenzing
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Datum/Zeit: 03.10.2025 17:20 Quelle: Erste Bank |
Strategie neu angepasst, EBITDA Ausblick für 2025 bestätigt
Lenzing stellte Anfang der Woche ihre überarbeitete Strategie vor, dessen es ist, Kosten zu senken und die Position als globalen Marktführer bei nachhaltigen Cellulosefasern sowie die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Mit der Fokussierung auf höhermargige Premiumfasern plant Lenzing sich aus margenschwachen Commodity-Segmenten schrittweise zurückzuziehen. Das Unternehmen hat eine strategische Überprüfung seines Produktionsstandorts in Indonesien eingeleitet, die auch einen möglichen Verkauf umfasst. In diesem Zusammenhang rechnet Lenzing mit Wertminderungen für langfristige Vermögenswerte, insbesondere Sachanalagen, von bis zu EUR 100 Mio. im Jahr 2025. Effizienzmaßnahmen auf der Kostenseite inkludieren einen Personalabbau von rund 300 Mitarbeitern in der Lenzing Zentrale, davon 250 bis Ende 2025, hauptsächlich im administrativen Bereich. Ab 2026 sollen daraus jährliche Einsparungen von über EUR 25 Mio. erzielt werden. Zusätzlich wird die Präsenz in Asien und Nordamerika ausgebaut und diese Internationalisierung bringt einen weiteren Abbau von rund 300 Stellen am Standort Lenzing bis Ende 2027 mit sich. Insgesamt sollen dadurch Einsparungen von über EUR 45 Mio. erzielt werden, die spätestens Ende 2027 voll wirksam werden sollen. Zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit in Österreich und Unterstützung der Premiumisierungsstrategie wird Lenzing bis Ende 2027 über EUR 100 Mio. in die Standorte Lenzing und Heiligenkreuz investieren.
Ausblick
Der Vorstand erwartet für 2025 unverändert ein höheres EBITDA im
Vergleich zu 2024. Die erwarteten nicht zahlungswirksamen Wertminderungen
werden sich jedoch negativ auf EBIT und Konzernergebnis im Jahr 2025 auswirken. Für 2027 strebt das Unternehmen ein EBITDA von rund 550 Mio. EUR
an, vorausgesetzt die Marktbedingungen und geopolitische Lage bleiben stabil.
Wir denken, dass Lenzing im anhaltend schwierigen Marktumfeld mit der neuen Strategie einen Schritt in die richtige Richtung macht. Der Weg zurück zur Profitabilität vergangener Jahre wird jedoch noch länger dauern und zwischendurch holprig sein, sodass Anleger noch Geduld haben müssen, bis die Maßnahmen sich in nachhaltig besseren Ergebnissen widerspiegeln.
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