Konjunktur

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Datum/Zeit: 09.11.2019 10:13
Quelle: Konjunktur - Presseaussendung

Deutschland: Beschäftigung sinkt im Oktober erstmals seit sechs Jahren



Der Composite-Index Deutschland notierte mit 48,9 Punkten im Oktober leicht über dem annähernden 7-Jahrestief von September (48,5) und signalisierte damit den zweiten Monat hintereinander eine geringfügige Schrumpfung der deutschen Privatwirtschaft.

Der Abwärtstrend konzentrierte sich dabei auf die Industrie, wo die Produktion so stark gedrosselt wurde wie seit Mitte 2009 nicht. Die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen ging im Oktober abermals zurück, sodass bei den Neuaufträgen zum fünften Mal in den vergangenen sechs Monaten ein weiteres Minus verbucht wurde, obgleich dies weniger stark ausfiel als im September. Der Auftragseingang aus dem Ausland blieb derweil besonders schwach.

Nachdem sich der Stellenaufbau im Privatsektor über die letzten Monate verlangsamt hatte, rutschte die Beschäftigungsquote im Oktober letztlich ganz in den negativen Bereich. Wenngleich nur marginal, markierte dies doch den ersten Rückgang seit sechs Jahren und einen Wendepunkt zum starken Wachstum vom Vorjahr. Die Jobverluste beschränkten sich allerdings auf das produzierende Gewerbe.

Die seit einem Jahr abnehmenden Auftragsbestände - in Industrie und Servicebranche - weisen auf freie Kapazitäten im deutschen Privatsektor hin.

Andernorts zeigten die jüngsten Daten, dass der Preisdruck erneut nachließ, denn sowohl die Einkaufs-, als auch die Verkaufspreise stiegen so langsam wie seit 2016 nicht. Überdurchschnittliche Inflationsraten im Dienstleistungssektor standen dabei im Kontrast zu den deutlich gesunkenen Ausgaben und Preisen auf Herstellerseite.

Zum Quartalsstart zeichneten sich erneut pessimistische Zukunftsaussichten ab. Die Erwartungshaltung der Unternehmer verschlechterte sich so sehr wie nur einmal seit November 2012.

Phil Smith, Principal Economist bei IHS Markit, kommentiert die aktuellen PMI Daten:

“Wenngleich sich der Dienstleistungssektor gerade so auf Wachstumsterrain hält, häufen sich die Anzeichen, dass die deutsche Binnenkonjunktur der schwächelnden Industrie erliegen wird. So wurde bei den Serviceanbietern im Oktober den zweiten Monat in Folge ein Nachfragerückgang registriert und erstmals seit sieben Jahren rutschten die Zukunftsaussichten in den negativen Bereich.

Zwar behielten sich die Dienstleister ihre Einstellungslaune bei, allerdings hat sich die Wachstumsrate hier innerhalb von sechs Monaten mehr als halbiert. Zudem sorgte der beschleunigte Stellenabbau im verarbeitenden Gewerbe dafür, dass jetzt auch die Beschäftigung insgesamt zum ersten Mal seit sechs Jahren rückläufig ist.

Basierend auf den jüngsten Daten sieht es so aus, als stünde Deutschlands Wirtschaft ein weiteres schwaches Quartal bevor. Eine erneute leichte Schrumpfung scheint nicht ausgeschlossen."

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