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Datum/Zeit: 09.02.2019 17:45
Quelle: Eurostat

Energieverbrauch in der EU im Jahr 2017 um 1% gestiegen


Abstand zum Energieeffizienzziel für 2020 hat sich erneut vergrößert

Im Jahr 2017 stieg der Energieverbrauch in der Europäischen Union (EU) das dritte Jahr in Folge an und entfernte sich somit von den Energieeffizienzzielen. Der Primärenergieverbrauch belief sich auf 1561 Millionen Tonnen Rohöleinheiten (Mio. t RÖE), während der Endenergieverbrauch 1222 Mio. t RÖE erreichte. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen beide Niveaus um etwa 1%.

Die EU hat sich zu einem verbindlichen Energieeffizienzziel verpflichtet, den Energieverbrauch bis 2020 um 20% zu senken. Der Primärenergieverbrauch soll im Jahr 2020 nicht mehr als 1483 Millionen Tonnen Rohöleinheiten und der Endenergieverbrauch nicht mehr als 1086 Mio. t RÖE betragen. In der überarbeiteten Energieeffizienz-Richtlinie ist für 2030 ein neues Energieeffizienzziel vorgesehen: Der Primärenergieverbrauch soll bei höchstens 1273 Mio. t RÖE liegen, der Endenergieverbrauch bei maximal 956 Mio. t RÖE (entspricht einer Senkung um 32,5%).

Im Jahr 2017 lag der Primärenergieverbrauch in der EU 5,3% über dem Energieeffizienzziel für 2020. Seit 1990, dem ersten Jahr, für das Daten vorliegen, ist der Verbrauch um 0,4% zurückgegangen. Im Laufe der Jahre verzeichnete der Primärenergieverbrauch jedoch starke Schwankungen. Im Jahr 2006 erreichte er einen Höchstwert (1729 Mio. t RÖE, was einem Abstand von 16,6% zum 2020-Zielwert entspricht), während 2014 ein Rekordtief erreicht wurde (1511 Mio. t RÖE, was einem Abstand von 1,9% zum 2020-Zielwert entspricht). In den letzten drei Jahren stieg der Verbrauch erneut: 2015 belief er sich auf 1537 Mio. t RÖE, 2016 auf 1547 Mio. t RÖE und 2017 auf 1561 Mio. t RÖE.

Im Jahr 2017 lag der Endenergieverbrauch in der EU 3,3% über dem Energieeffizienzziel für 2020. Der Endenergieverbrauch in der EU erreichte 2006 einen Höchststand (1195 Mio. t RÖE) und ging zwischen 2006 und 2017 um 0,6% p. a. (1122 Mio. t RÖE) zurück. Im Jahr 2014 wurde beim Endenergieverbrauch das niedrigste Niveau seit der Jahrtausendwende verzeichnet (mit 1065 Mio. t RÖE lag er 1,9% unter dem Zielwert). In den vergangenen drei Jahren ist der Endenergieverbrauch erneut gestiegen und lag 2015 bei 1088 Mio. t RÖE, 2016 bei 1110 Mio. t RÖE und 2017 bei 1122 Mio. t RÖE.

Stärkster Rückgang des Primärenergieverbrauchs im vergangenen Jahr in Estland, größter Anstieg in Malta

Im Jahr 2017 sank der Primärenergieverbrauch gegenüber dem Vorjahr in acht Mitgliedstaaten: Estland (-4,2%, 5,6 Mio. t RÖE im Jahr 2017), Vereinigtes Königreich (-1,6%, 177,0 Mio. t RÖE), Irland (-1,4%, 14,4 Mio. t RÖE), Schweden (-1,6%, 46,1 Mio. t RÖE), Finnland (-1,2%, 31,7 Mio. t RÖE), Niederlande (-0,5%, 64,5 Mio. t RÖE), Frankreich (-0,3%, 239,5 Mio. t RÖE) und Belgien (-0,3%, 49,1 Mio. t RÖE). Den höchsten Anstieg verzeichnete Malta (+12,9%, 0,8 Mio. t RÖE im Jahr 2017), gefolgt von Rumänien (+5,8%, 32,4 Mio. t RÖE), Spanien (+5,4%, 125,6 Mio. t RÖE) und der Slowakei (+5,1%, 16,1 Mio. t RÖE).

In 25 Mitgliedstaaten ging der Primärenergieverbrauch zwischen 2006 und 2017 zurück. In Griechenland (-2,4% p. a.) und Litauen (-2,2% p. a.) beliefen sich die durchschnittlichen jährlichen Rückgänge in diesem Zeitraum auf über 2%. In Estland (+1,2% p. a.), Polen (+0,7% p. a.) und Österreich (+0,1% p. a.) nahm der Verbrauch zu.

Stärkster Rückgang des Endenergieverbrauchs 2017 in Belgien, größter Anstieg in der Slowakei

Im Jahr 2017 sank der Endenergieverbrauch gegenüber 2016 nur in vier Mitgliedstaaten, und zwar in Belgien (-1,2%, 36,0 Mio. t RÖE im Jahr 2017), dem Vereinigten Königreich (-0,8%, 133,3 Mio. t RÖE), Italien (-0,6%, 115,2 Mio. t RÖE) und Slowenien (-0,3%, 4,9 Mio. t RÖE). Am stärksten stieg der Verbrauch in der Slowakei (+7,0%, 11,1 Mio. t RÖE im Jahr 2017), in Malta (+6,7%, 0,6 Mio. t RÖE) und in Polen (+6,5%, 71,0 Mio. t RÖE).

Von den 23 Mitgliedstaaten mit sinkendem Endenergieverbrauch im Zeitraum 2006-2017 lag der durchschnittliche jährliche Rückgang nur in Griechenland (-2,3% p. a.) bei mehr als 2%. Zu einem Anstieg des Verbrauchs kam es in Malta (+2,7% p. a.), Polen (+1,4% p. a.), Litauen (+0,7% p. a.), Österreich (+0,3% p. a.) und Ungarn (+0,1% p. a.).

Hinweis: © European Communities, 1995-2009 http://epp.eurostat.ec.europa.eu/
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