Stocker will weitere Energiekosten-Entlastung von 500 Millionen
Kanzler leitete erstmals seit Rücken-Operation wieder
Regierungssitzung
---------------------------------------------------------------------
AKTUALISIERUNGS-HINWEIS
Neu: Aussagen aus Stocker-Pressekonferenz, komplette Neufassung
---------------------------------------------------------------------
Regierungschef Christian Stocker (ÖVP) ist am
Mittwoch nach seiner Rücken-Operation ins Bundeskanzleramt
zurückgekehrt und hat gleich eine Entlastungsansage getroffen. Wie
er in einer Pressekonferenz mitteilte, sollen die Energiekosten im
kommenden Jahr um weitere 500 Millionen gesenkt werden. Das Geld
dafür soll aus Bundesbeteiligungen stammen und das Budget nicht
belasten. Woher die Mittel genau kommen, soll erst im Dezember
verkündet werden.
Diese 500 Millionen plus jene 500 Millionen, die aus dem
"Günstiger Strom-Gesetz" kommen sollen, würden rund eine Milliarde
an Entlastung für Bürger und Unternehmen bringen, erklärte Stocker.
Gleichzeitig nahm er die Opposition in die Pflicht, im Dezember im
Nationalrat dem "Günstiger Strom-Gesetz" die nötige
Verfassungsmehrheit zu geben. Weitere Ansage Stockers: Der
Stabilitätspakt, der die Verschuldungsmöglichkeit der
Gebietskörperschaften regelt, soll bereits am kommenden Freitag
beschlossen werden.
Der ÖVP-Obmann hatte am Vormittag erstmals seit seiner
Rücken-Operation den Ministerrat geleitet. Der Kanzler hatte seit
dem Eingriff von daheim gearbeitet und war von seinem Staatssekretär
Alexander Pröll (ÖVP) und Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) vertreten
worden. Am Mittwoch betonte Stocker, nun wieder fit zu sein: "Ich
bin so schmerzfrei, wie im ganzen Jahr vor der Operation nicht." Der
nicht ganz unkomplizierte Eingriff wegen einer Stenose sei wie
geplant verlaufen.