CA Immo im ersten Halbjahr zurück in der Gewinnzone
Unterm Strich gut 31 Mio. Euro verdient - Umfeld bleibt
schwach, bietet aber erste positive Signale
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Die im Wiener Aktienleitindex ATX notierte CA Immo
ist im ersten Halbjahr 2025 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Unterm
Strich verdiente der Immobilienkonzern 31,3 Mio. Euro nach minus
49,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Das in der Immobranche wichtige
nachhaltige Ergebnis (FFO I) kletterte im Vergleichszeitraum um 14
Prozent auf 62,9 Mio. Euro nach oben, teilte das Unternehmen am
Mittwoch nach Börsenschluss mit. Das Umfeld sei weiter schwach,
biete aber positive Signale.
Das Nettomietergebnis stieg um 8 Prozent auf 105,8 Mio. Euro.
Dies reflektiere höhere Mieteinnahmen und eine höhere Effizienz des
Vermietungsgeschäfts. Die Mieterlöse stiegen um 2,3 Prozent auf
124,2 Mio. Euro. Die Vermietungsquote stieg minimal auf knapp 94
Prozent. Das operatives Ergebnis (EBITDA) übertraf den Vorjahreswert
mit 89,4 Mio. Euro um 15 Prozent.
Die CA Immo ist laut eigenen Angaben auf hochwertige Büroflächen
spezialisiert und verwies in ihrer Mitteilung auch auf die
Fertigstellung von Projektentwicklungen der Vorjahre. Dazu komme ein
positives Verkaufsergebnis. Rot - wenn auch blasser - blieb das
Neubewertungsergebnis mit minus 14 Mio. Euro (30.06.2024: minus 119
Mio. Euro).
CA-Immo-CEO Keegan Viscius betonte eine "stabile operative
Performance" trotz des schwierigen Umfelds. "Unser Unternehmen ist
heute besser aufgestellt als noch vor 12 Monaten, und wir sehen
weiterhin Potenzial für die Optimierung unserer Prozesse und die
Verbesserung unserer Leistung", so Viscius.
Größter Kernmarkt Berlin
Die Entwicklungspipeline der CA Immo umfasst derzeit zwei in Bau
befindliche Bürogebäude am Berliner Hauptbahnhof: Das Projekt
Upbeat, das zu 100 Prozent vorvermietet sei und dessen Bauarbeiten
im Zeit- und Kostenplan für die Fertigstellung Anfang 2026 liegen
würden. Dazu kommt das Anna-Lindh-Haus, dessen Bau im September 2024
gestartet wurde. Drei weitere Projekte in zentraler Lage Berlins
befänden sich in der Vorbereitungs- und Planungsphase - zwei
Neubauprojekte sowie die Sanierung eines älteren Bestandsgebäudes am
Ende seines Lebenszyklus. Nach ihrer Fertigstellung sollen diese
Objekte die Präsenz des Unternehmens im Bereich erstklassiger
Büroimmobilien im größten Kernmarkt Berlin weiter stärken.
Auch in anderen Metropolen Deutschlands, Österreichs und im
CEE-Raum ist die CA-Immo investiert. Das gesamte Immobilienvermögen
beläuft sich auf rund 4,8 Mrd. Euro - 4 Mrd. Euro davon im Bestand.
Das Deutschland-Portfolio mach 71 Prozent aus, jenes in CEE 24
Prozent und das in Österreich 5 Prozent.
Ausblick 2025
Das Unternehmen agiere weiterhin in einem schwachen
Immobilienmarktumfeld, allerdings mit ersten positiven Signalen und
einer sich langsam verbessernden Stimmung in Deutschland. "Wir
beobachten eine schwächere Mieternachfrage, aber Mietwachstum in
unseren deutschen Kernmärkten. Das Neuflächenangebot geht zurück,
was - in Verbindung mit einer stabilen Flächennachfrage - künftig zu
sinkenden Leerstandsquoten führen dürfte." CA Immo gehe weiterhin
von einer Zweiteilung der Büromärkte aus, wobei der Preisdruck auf
schwächere Objekte in nicht-zentralen Lagen anhalten werde.