toll gemacht, immer schn wenn der "Economist" auf sterreich aufmerksam wird... Leider nach meinem Eindruck meistens nur wenn es nicht positiv ist ("How not to privatize a bank" bei der CA, legendr)

Moskau, im Jahr 1992
Von Bettina Schragl "Pulling the wool", also jemanden hinters Licht fhren oder ihm ein X fr ein U vormachen, so betitelt das Wochenmagazin "The Economist" in der aktuellen Ausgabe eine Geschichte ber die Meinl Bank und ihre Gesellschaften.

Die Causa hat es damit nicht zum ersten Mal ins internationale Rampenlicht geschafft, aber wohl nachhaltig. Leider wissen wir nicht, ob die Wette, die IVA-Prsident Wilhelm Rasinger mit Michael Treichl abgeschlossen hat, noch gilt. Treichl, von dem wir wiederum nicht wissen, ob seine Board-Funktion bei MIP nach wie vor auf rechtssicheren Fssen steht (er wurde von der Hauptversammlung ja abgewhlt, nach einer umstrittenen Neuauszhlung der Stimmen aber doch besttigt), hat mit Rasinger vor einigen Monaten eine symbolische Wette abgeschlossen. Er, Rasinger, erhalte fr jeden negativen Meinl-Artikel in der internationalen Presse eine symbolische Summe. Treichl wollte damit untermauern, dass die Meinl-Ereignisse ausserhalb der sterreichischen Provinz einen News-Wert haben, der jenem eines umfallenden Fahrrads in China hnlich ist.

Der aktuelle Economist-Bericht wrde bei der Wette aber wohl mehrfach zhlen. "Das Image des sterreichischen Finanzmarkts wird weiter zerstrt", heisst es da etwa. Und mit Blick auf die Vorkommnisse bei der MIP-Hauptversammlung zu Beginn dieser Woche (Stimmenhandel, mehrfache Auszhlung) wird ein russischer Investor zitiert. "Keine Sorge", meint er. "Das ist alles nicht schlimmer als in Moskau im Jahr 1992".

  

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