Eine Steuer, viele Ausnahmen

Molterer: Abgabe bei Vermögenszuwachs 25 Prozent - Nicht für Zukunftsvorsorge

Wien - Die Vermögenszuwachssteuer dürfte wie die Kapitalertragssteuer bei 25 Prozent liegen, sollte sie tatsächlich eingeführt werden: "Das ist ein im österreichischen Steuerrecht nicht unbekannter und bewährter Prozentsatz", meint Finanzminister Wilhelm Molterer (VP). Er kündigte Ausnahmen an, vor allem was die sogenannte Zukunftsvorsorge betrifft, also die zweite oder dritte Säule im Pensionssystem.

Bezüglich der Einführung der neuen Steuer schließt Molterer nicht aus, dass sie schon im Jänner 2009 kommt, sollte sich bis dahin herausgestellt haben, dass die Einsparungspotenziale bei den Kassen zu deren Sanierung nicht ausreichen.

SPÖ-Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter sieht die Vermögenszuwachssteuer nicht als neue Steuer an, sondern als Möglichkeit zum "Schließen von Besteuerungslücken". Dabei werde man auch "Rücksicht auf die kleinen Häuslbauer" zu nehmen haben. Die von Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (VP) zuletzt in den Raum gestellte Ausweitung der Spekulationsfristen sind für Matznetter nicht zielführend. "Es ist weder besonders intelligent noch geschickt, nur die Fristen auszuweiten." Was Immobilien betrifft, gebe es derzeit schon eine Befreiung beispielsweise für den Hauptwohnsitz.

Ebenso wie die SPÖ drängt auch ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer auf die Einführung der Vermögenszuwachssteuer. "Unser Gesundheitssystem erträgt keine leeren Worthülsen mehr, sondern braucht endlich konkrete Taten." Die möglichen Einsparungen würden zur Finanzierung nicht reichen. Hundstorfer: "Daher wird unser Gesundheitssystem die von SPÖ und ÖVP vereinbarte Vermögenszuwachssteuer zur Therapie brauchen."

Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl verteidigt die von der Regierung vereinbarte Vermögenszuwachssteuer. Um eine "soziale Schieflage" zu vermeiden, müsse man auch eine Form finden, um den Kapitalzuwachs zu besteuern, sagte der ÖVP-Wirtschaftsberater. Kritik von Wirtschaftsvertretern weist Raidl zurück: "Die eng denkenden Interessenvertreter sollen sich zurückhalten und die Gesamtheit des Systems und der sozialen Symmetrie bedenken." Diese Kritiker sollten sich überlegen, ob sie nur Partikularinteressen vertreten wollen.

Einen Schaden für den Wirtschafts- und Kapitalstandort kann Raidl "überhaupt nicht" erkennen, wie dies der Generalsekretär des Sparkassenverbandes und ÖVP-Abgeordnete Michael Ikrath und der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer, befürchtet hatten. Und auch an Abflüsse von Anlegern, vor denen die Wiener Börse gewarnt hatte, glaubt der Böhler-Uddeholm-Chef, der selbst im Aufsichtsrat der Börse sitzt, nicht. Er verweist darauf, dass es ähnliche Steuern auch in anderen Ländern gibt und man hier einen internationalen Gleichklang anstreben sollte.

Senkung im Eiltempo

Die Umsetzung der von der Koalition vereinbarten Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung (ALV) für Niedrigeinkommen soll offensichtlich im Eilzugstempo erfolgen. Bartenstein hat am Donnerstag, die entsprechende Novelle zum Arbeitsmarktpolitik-Finanzierungsgesetz in Begutachtung geschickt. Die Begutachtungsfrist dauert nur fünf Tage. Am Mittwoch kommender Woche soll die Gesetzesänderung bereits vom Ministerrat beschlossen werden. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 28.3.2008)

  

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Steuerdiskussion - Die Fortsetzung...., Rang: Glückspilz(91), 29.4.09 17:53
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RE: Steuerdiskussion - Die Fortsetzung....
04.4.08 21:10
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Falsche Schlußfolgerung
05.4.08 14:10
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07.4.08 18:35
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07.4.08 19:24
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Rückwirkend
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RE: Rückwirkend
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RE: Rückwirkend
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      Statt zu sparen
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08.4.08 07:40
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      Gewinnbesteuerung in den EU-Länderninteressant
08.4.08 16:45
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08.4.08 16:55
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08.4.08 22:54
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      Steuerdiskussion...
08.4.08 17:01
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08.4.08 17:56
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      Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an
10.4.08 16:45
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an
10.4.08 17:06
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen anwitzig
10.4.08 19:56
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an
10.4.08 20:08
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an
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      RE: Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen aninteressant
10.4.08 22:57
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      aus der AK-Zeitung
10.4.08 19:07
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      V-Steuer
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11.4.08 08:59
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      Rothensteiner zur Aktiensteuer
12.4.08 15:54
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11.4.08 09:28
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Finanzminister in der Pressestunde
20.4.08 16:58
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RE: Finanzminister in der Pressestunde
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58
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21.4.08 09:46
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21.4.08 16:35
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21.4.08 17:09
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Steuerreform als Taschengelderhöhunggut analysiert
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Insellösungen gegen die Abgeltungssteuer
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Hackler und die V-Steuer
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08.5.08 23:03
66
Leitl: V-Steuer überflüssig
15.5.08 20:46
67
RE: Leitl: V-Steuer überflüssig
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Fichtinger: Vermögenszuwachssteuer nicht rentabel
04.6.08 11:26
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RE: Fichtinger: Vermögenszuwachssteuer nicht rentabel
04.6.08 12:11
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SP-Gewerkschafter verstärken Druck
12.6.08 13:13
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RE: SP-Gewerkschafter verstärken Druck
12.6.08 13:24
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      RE: SP-Gewerkschafter verstärken Druck
12.6.08 13:48
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      RE: SP-Gewerkschafter verstärken Druck
12.6.08 14:28
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Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 12:58
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RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 13:08
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 13:35
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 13:39
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 13:42
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 13:44
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 13:55
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 13:59
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      Vermögenssteuer - eigentlich Aktiensteuer
07.7.08 14:07
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 14:08
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 14:18
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 14:40
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      RE: Verm�genssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 14:41
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 14:43
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 14:45
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....gut analysiertgut analysiertgut analysiertwitzig
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      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 15:03
91
      RE: Vermögenssteuer - Neuwahl-....
07.7.08 15:12
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Buchinger und WIFO fordern Vermögenszuwachssteuer
28.7.08 15:31
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RE: Buchinger und WIFO fordern Vermögenszuwachssteuer
28.7.08 15:33
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      RE: Buchinger und WIFO fordern Vermögenszuwachssteuer
28.7.08 15:56
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      RE: Buchinger und WIFO fordern Vermögenszuwachssteuer
28.7.08 23:49
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      Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Aktieni...
29.7.08 00:14
97
      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...
29.7.08 08:09
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      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...
29.7.08 08:12
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      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...
29.7.08 08:27
100
      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...witzig
29.7.08 09:30
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      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...
29.7.08 11:45
102
      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...
29.7.08 11:54
103
      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...
29.7.08 12:03
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      RE: Kleinanleger fordern Einlagensicherung für ihre Akt...
29.7.08 12:07
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      Immer weniger Aktionäre in Deutschland
29.7.08 12:34
106
Börsensteuer soll 500 Mio. € bringen
28.8.08 12:25
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RE: Börsensteuer soll 500 Mio. € bringen
28.8.08 12:33
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      SpESt: Ab in den Süden....
29.8.08 23:16
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      RE: SpESt: Ab in den Süden....
29.8.08 23:35
110
      RE: SpESt: Ab in den Süden....
29.8.08 23:38
111
      RE: SpESt: Ab in den Süden....
30.8.08 00:21
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      RE: SpESt: Ab in den Süden....
30.8.08 08:16
113
      Molterer für Verlängerung der Spekulationsfrist
30.8.08 09:26
114
      RE: Molterer für Verlängerung der Spekulationsfrist
01.9.08 09:16
115
      RE: Molterer f�r Verl�ngerung der Spekulationsfrist
01.9.08 10:31
116
      RE: Molterer für Verlängerung der Spekulationsfrist
01.9.08 11:45
117
      RE: Molterer für Verlängerung der Spekulationsfrist
26.9.08 15:43
118
      RE: Molterer für Verlängerung der Spekulationsfristgut analysiertgut analysiert
26.9.08 16:07
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      RE: Molterer für Verlängerung der Spekulationsfrist
29.9.08 00:26
120
      RE: Molterer für Verlängerung der Spekulationsfrist
29.9.08 07:08
121
      Molterer für Verlängerung der eigenen Schonfrist
29.9.08 17:42
122
      RE: SpESt: Ab in den Süden....
29.9.08 19:42
123
Aus für Vermögenszuwachssteuer?
18.10.08 12:58
124
EU weitet Zinsbesteuerung stark aus
14.11.08 14:05
125
Regierng verspricht: "Keine neuen Steuern"
03.12.08 08:07
126
RE: Regierng verspricht: "Keine neuen Steuern"
03.12.08 08:10
127
      RE: Regierng verspricht: "Keine neuen Steuern"
03.12.08 08:12
128
      RE: Regierng verspricht: "Keine neuen Steuern"
03.12.08 08:38
129
      RE: Regierng verspricht: "Keine neuen Steuern"
03.12.08 08:15
130
Die guten und die bösen Spekulantengut analysiert
23.3.09 10:01
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RE: Die guten und die bösen Spekulantengut analysiert
23.3.09 12:18
132
Raidl fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 14:57
133
RE: Raidl fordert Vermögenszuwachssteuergut analysiert
31.3.09 15:53
134
      RE: Raidl fordert Vermögenszuwachssteuerwitzig
31.3.09 16:03
135
      RE: Raidl fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 16:28
136
      RE: Raidl fordert Vermögenszuwachssteuergut analysiert
31.3.09 16:54
137
      RE: Raidl fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 18:42
138
      RE: Raidl fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 22:40
139
      Ottakringer fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 22:45
140
      RE: Ottakringer fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 22:49
141
      RE: Ottakringer fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 22:51
142
      Wie man den Fiskus schnalzt....interessant
31.3.09 23:39
143
      RE: Wie man den Fiskus schnalzt....
01.4.09 00:19
144
      RE: Wie man den Fiskus schnalzt....
01.4.09 06:28
145
      RE: Raidl fordert Vermögenszuwachssteuer
31.3.09 23:09
146
pröll: keine vermögenssteuer
05.4.09 10:35
147
RE: pröll: keine vermögenssteuer
05.4.09 19:50
148
RE: pröll: keine vermögenssteuer
05.4.09 20:15
149
RE: pröll: keine vermögenssteuer
05.4.09 20:22
150
RE: pröll: keine vermögenssteuer
05.4.09 20:25
151
RE: pröll: keine vermögenssteuer
05.4.09 20:28
152
"Eat the Rich"
05.4.09 20:31
153
Faymann spricht sich gegen Vermögenssteuer aus
07.4.09 19:51
154
Wer für die Krise bezahlen wird
09.4.09 12:15
155
RE: Wer für die Krise bezahlen wird
09.4.09 13:17
156
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
10.4.09 17:22
157
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
10.4.09 18:50
158
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
10.4.09 19:02
159
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
10.4.09 19:35
160
      RE: Wer für die Krise bezahlen wirdgut analysiert
10.4.09 20:09
161
      RE: Wer für die Krise bezahlen wirdwitzig
10.4.09 23:50
162
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
11.4.09 07:48
163
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
11.4.09 08:25
164
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
11.4.09 10:12
165
      RE: Wer für die Krise bezahlen wird
11.4.09 10:20
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Leitl: „Wiedereinführung von Vermögenssteuern ist wirts...
09.4.09 16:29
167
RE: Leitl: „Wiedereinführung von Vermögenssteuern ist w...
09.4.09 22:12
168
Wirtschaftskrise: Immer mehr wollen Vermögenssteuer
10.4.09 09:28
169
RE: Wirtschaftskrise: Immer mehr wollen Vermögenssteuer
10.4.09 09:43
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RE: Wirtschaftskrise: Immer mehr wollen Vermögenssteuer
10.4.09 10:42
171
      RE: Wirtschaftskrise: Immer mehr wollen Vermögenssteuer
10.4.09 14:26
172
      RE: Wirtschaftskrise: Immer mehr wollen Vermögenssteuer
10.4.09 14:42
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      RE: Wirtschaftskrise: Immer mehr wollen Vermögenssteuer
10.4.09 14:44
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      RE: Wirtschaftskrise: Immer mehr wollen Vermögenssteuergut analysiert
10.4.09 20:49
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      Tirol: Schwarze fordern Reichensteuerwitzig
12.4.09 09:55
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      RE: Tirol: Schwarze fordern Reichensteuer
12.4.09 11:11
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      RE: Tirol: Schwarze fordern Reichensteuer
12.4.09 11:17
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      RE: Tirol: Schwarze fordern Reichensteuer
12.4.09 12:30
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steuer wird kommen
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180
RE: steuer wird kommengut analysiert
12.4.09 11:55
181
Unvermögen höher besteuern!
13.4.09 13:20
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      RE: Unvermögen höher besteuern!gut analysiert
13.4.09 13:46
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      RE: Unvermögen höher besteuern!
13.4.09 16:42
184
      RE: Unvermögen höher besteuern!
13.4.09 18:34
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2.000 € Asfinag-Schulden für jeden Österreicher
13.4.09 19:51
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RE: 2.000 € Asfinag-Schulden für jeden Österreicher
14.4.09 11:08
187
Landeshauptmann gegen Steuer auf Vermögenszuwachs
14.4.09 13:45
188
RE: Spekulationssteuer
14.4.09 15:31
189
      RE: Spekulationssteuer
14.4.09 19:54
190
      WIFO für Anhebung der Vermögenssteuer
15.4.09 09:10
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      RE: WIFO für Anhebung der Vermögenssteuer
15.4.09 09:42
192
      RE: Spekulationssteuer
15.4.09 22:39
193
      RE: Spekulationssteuer
15.4.09 23:08
194
      RE: Spekulationssteuer
16.4.09 10:08
195
      RE: Spekulationssteuer
16.4.09 10:22
196
      RE: Spekulationssteuer
29.4.09 17:53
197
99% fühlen sich betroffen = 99% stimmen zu
16.4.09 15:36
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Die Piratenmentalität der Vermögensbesteuerer
16.4.09 20:16
199
      Alle Aktionäre sind böse !!!!
16.4.09 21:13
200
      RE: Alle Aktionäre sind böse !!!!
16.4.09 21:19
201
      RE: Alle Aktionäre sind böse !!!!
16.4.09 22:53
202
      RE: Alle Aktionäre sind böse !!!!
16.4.09 23:20
203
      RE: Tiefer geht's immer
16.4.09 23:15
204
      Der fertige Plan für die „Reichensteuer“
17.4.09 09:26
205
Wunderwaffe Vermögensteuer
19.4.09 23:36
206
starkes stück! Schluss mit der Gierinteressant
20.4.09 13:34
207
RE: starkes stück! Schluss mit der Giergut analysiert
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RE: starkes stück! Schluss mit der Gier
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RE: starkes stück! Schluss mit der Gier
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RE: Heuchlerbande
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21.4.09 08:14
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      RE: Heuchlerbande
21.4.09 08:23
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deutsche machen wieder druck
22.4.09 12:47
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Club 2gut analysiert
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RE: Club 2
23.4.09 07:08
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      RE: Club 2
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      RE: Club 2
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Auch in UK sollen "Reiche" geschröpft werden
23.4.09 08:14
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Felderer: Statt neuer Steuern Ausgaben durchforsten
23.4.09 16:17
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RE: Felderer: Statt neuer Steuern Ausgaben durchforsten
23.4.09 16:35
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      RE: Felderer: Statt neuer Steuern Ausgaben durchforsten
23.4.09 17:23
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      RE: Felderer: Statt neuer Steuern Ausgaben durchforsten
23.4.09 17:37
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      90% Steuer auf Managergehälter in staatsnahen Betrieben
23.4.09 22:04
254
      RE: 90% Steuer auf Managergehälter in staatsnahen Betri...
23.4.09 22:18
255
      RE: 90% Steuer auf Managergehälter in staatsnahen Betri...gut analysiert
23.4.09 22:38
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      RE: 90% Steuer auf Managergehälter in staatsnahen Betri...
24.4.09 08:13
257
      RE: 90% Steuer auf Managergehälter in staatsnahen Betri...witzig
24.4.09 08:45
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Gefühle statt Vernunft in der Steuerdebattegut analysiert
25.4.09 12:00
259
Faymann steht zu Wunsch nach Vermögenssteuer
25.4.09 15:29
260
      RE: Faymann steht zu Wunsch nach Vermögenssteuer
25.4.09 15:34
261
"trend": Drei Viertel der Österreicher für Reichensteue...
26.4.09 10:19
262
RE: "trend": Drei Viertel der Österreicher für Reichens...
26.4.09 10:42
263
RE: "trend": Drei Viertel der Österreicher für Reichens...
26.4.09 11:48
264
      RE: "trend": Drei Viertel der Österreicher für Reichens...
26.4.09 15:41
265
      RE: "trend": Drei Viertel der Österreicher für Reichens...
26.4.09 15:43
266
      RE: "trend": Drei Viertel der Österreicher für Reichens...
26.4.09 15:53
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Haselsteiner
26.4.09 16:47
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59% der VP-Wähler für Vermögensteuer
26.4.09 18:12
269
RE: 59% der VP-Wähler für Vermögensteuergut analysiert
27.4.09 07:19
270
      RE: 59% der VP-Wähler für Vermögensteuer
27.4.09 11:20
271
Angriff auf Stiftungen: Der Kampf gegen die Steuerbegün...
27.4.09 11:54
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Attac wächst
27.4.09 12:05
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London Bankers Look for the Exits
27.4.09 21:26
274
RE: London Bankers Look for the Exits
27.4.09 21:36
275
      RE: London Bankers Look for the Exits
27.4.09 21:45
276
100% Einkommenssteuer
28.4.09 10:56
277
SPÖ Steiermark hat auch Stiftung
28.4.09 12:15
278
RE: SPÖ Steiermark hat auch Stiftung
28.4.09 15:41
279
      Urheberrechtsabgabe
28.4.09 15:59
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      RE: Urheberrechtsabgabewitzig
28.4.09 16:26
281
      RE: Urheberrechtsabgabe
28.4.09 16:33
282
      RE: Urheberrechtsabgabe
28.4.09 16:39
283
      RE: Urheberrechtsabgabegut analysiert
28.4.09 16:43
284
      RE: Urheberrechtsabgabe
28.4.09 16:52
285
AK: Empörung über Managergagen
28.4.09 17:45
286
Was Tumpel nicht sagt...gut analysiert
28.4.09 21:32
287
RE: Was Tumpel nicht sagt...
28.4.09 21:39
288
RE: AK: Empörung über Managergagen
28.4.09 23:20
289
      Tumpelgut analysiert
29.4.09 06:26
290
      RE: Tumpel
29.4.09 08:24
291
THREAD ENDE!
29.4.09 09:35
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Nationalbank: Vermögenssteuer trifft Reichere

Die neue Steuer auf Vermögenszuwachs treffe den Mittelstand, befürchten Kritiker. Ein OeNB-Experte stellt dies infrage
Wien – "Die Steuer trifft die Falschen." Wirtschaftsforscher Bernhard Felderer (IHS) spricht vielen Kritikern aus der Seele. Weil heutzutage auch Normalbürger ihr Geld in Wertpapieren anlegten ("wir haben eine breite Streuung von Aktien", sagt Felderer), würde die geplante 25 Prozent-Steuer auf Gewinne aus Aktien- und Immobilienverkäufen vor allem wieder eine ohnehin hoch belastete Gruppe schröpfen: den Mittelstand.

Ist diese Befürchtung durch nüchterne Zahlen gedeckt? In einer repräsentativen Umfrage hat die Österreichische Nationalbank (OeNB) erhoben, wer in Österreich wie viel Geld besitzt. Die Studie aus dem Jahr 2004 beinhaltet die jüngsten hierzulande verfügbaren Daten über die Vermögensverteilung – und stellt manches Argument der Kritiker der neuen Steuer in Frage. OeNB-Volkswirt Martin Schürz: "Dass von einer Vermögenszuwachssteuer in erster Linie der Mittelstand betroffen wäre, lässt sich aus unseren Zahlen nicht herauslesen."

Vermögen schlecht verteilt

"Geldvermögen sind in Österreich wesentlich ungleicher verteilt als Einkommen", analysiert Schürz. Während die kleineren und mittleren Einkommensschichten "kaum über nennenswerte Summen" verfügten, konzentriere sich ein großer Teil des monetären Reichtums auf einige wenige.

Das oberste Prozent hält ganze 20 Prozent des Geldvermögens, die obersten zehn Prozent 53 Prozent, das oberste Drittel vier Fünftel. Während der Durchschnittsösterreicher gemessen am Median (50 Prozent liegen darüber, 50 Prozent darunter) über ein Geldvermögen von 22.000 Euro verfügt, liegt das Niveau im Klub des reichsten Zehntels bei 176.000 Euro.

Das schlägt sich auch in der Verbreitung von Wertpapieren, in denen dieses Geld mitunter angelegt ist, nieder. Nur 16 Prozent der Österreicher halten laut OeNB Aktien, ein im internationalen Vergleich niedriger Wert, wie Schürz feststellt: "Unsere Daten zeigen keine breite Streuung von Aktien in Österreich. Je höher das Einkommen und Vermögen, desto eher besitzt jemand solche Papiere." Von den Haushalten mit dem durchschnittlichen Nettoeinkommen von 1350 bis 2250 Euro besitzt nur jeder zehnte Aktien. Erst ab 3000 Euro beträgt die Quote ein Drittel.

Selbst die staatlich geförderte Altersvorsorge (die von der neuen V-Steuer ausgenommen werden soll), ist tendenziell ein Vergnügen der Bessersituierten. Lediglich zwölf Prozent sparen auf diese Weise für die Pension, erst ab einem Haushaltseinkommen von 3600 Euro netto beträgt der Anteil über 20 Prozent.

287.000 Euro auf der hohen Kante

Aber wird die neue Vermögenssteuer die ins Auge gefasste Zielgruppe überhaupt erreichen? Oder können die wirklich Reichen, wie Kritiker befürchten, ihr Vermögen rechtzeitig in steuerbegünstigten Privatstiftungen in Sicherheit bringen?

Die OeNB-Studie, die auf über 2500 erhobene Datensätze zurückgreift, bietet auch da sachdienliche Hinweise. In der Untersuchung sind nämlich keine Vermögen erfasst, die in Stiftungen geparkt sind. Dennoch geht es um Summen, die nicht gerade als "Peanuts" qualifiziert werden können: Wer etwa zu jenen obersten zehn Prozent zählt, das über die Hälfte des gesamten Geldvermögens besitzt, hat allein an Geldwerten im Durchschnitt 287.000 Euro (knapp vier Millionen Schilling) auf der hohen Kante. Die Euro-Millionäre allein halten 13 Prozent des gesamten Geldvermögens – Stiftungen nicht eingerechnet. Zum Vergleich: Laut gesamtwirtschaftlicher Finanzierungsrechnung der OeNB betrug das private Geldvermögen in Österreich 2007 384 Milliarden Euro.

Wegen diverser Kosten seien Privatstiftungen erst ab bestimmten Summen attraktiv, sagt Karl Bruckner, Steuerexperte und Chef der BDO Auxilia Treuhand: "Das zahlt sich ab Beteiligungsvermögen von zwei bis drei Millionen Euro aus."

Steuerberater: "Chaos"

Die Steuerberater warnen indessen vor einer Ausdehnung einer Vermögenszuwachssteuer auf die Wertsteigerung auf Gegenstände wie von Kunst, Antiquitäten oder Oldtimer-Autos (DER STANDARD berichtete am Dienstag über Bedenken im Finanzministerium). "Die Folge wäre ein administratives Chaos", so der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Klaus Hübner. Die genaue Bewertung von vor Jahren erworbenen oder ererbten Gegenstände sei "völlig unmöglich". Hübner ist strikt gegen die "Wiedereinführung der Erbschaftssteuer durch die Hintertür". (Gerald John, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.4.2008)

  

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"Wer etwa zu jenen obersten zehn Prozent zählt, das über die Hälfte des gesamten Geldvermögens besitzt, hat allein an Geldwerten im Durchschnitt 287.000 Euro (knapp vier Millionen Schilling) auf der hohen Kante. Die Euro-Millionäre allein halten 13 Prozent des gesamten Geldvermögens"

Wenn die obersten 10% durchschnittlich nur 287.000 Euro besitzen,
und wenn die Euro-Millionäre nur 13% besitzen,
die Nichtmillionäre aber 87%,

dann kann ich beim besten Willen nicht erkennen, dass die Vermögensverteilung ungleicher wäre als die Einkommensverteilung.

Man sehe sich nur an, was manche Firmen (einschließlich staatsnaher Firmen, die sich ja lediglich an Beamten- bzw. Bundeskanzlerbezügen orientieren sollten) ihren Managern zahlen, und was eine Putzfrau, ein Regalschlichter, eine Verkäuferin, ja selbst ein Fleischhauer verdient. Beim Einkommen liegen echt Welten zwischen ganz oben und ganz unten.

  

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Ich beziehe mich auf die letzte Meldung, die ohnehin im Wirtschaftsblatt für alle lesbar ist:

"Es ist nur schwer einzusehen, warum ein Mitarbeiter mit einem Jahreseinkommen von 40 bis 50.000 € bei jedem zusätzlichen € den er verdient fast 50 % abliefern muß, während der Generaldirektor von seiner zweiten Million nur 43,71 % in das System einzahlt", bringt Klaus Hübner die Unsinnigkeit des derzeitigen Steuer- und Sozialversicherungssystems auf den Punkt (siehe Grafik links). "Von einer durchgehenden sozialen Gerechtigkeit kann im derzeitigen Steuerrecht nicht die Rede sein", meint der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und fordert deshalb eine radikale Vereinfachung des Systems.

Anlehnen wollen die Steuerberater das neue System an eine Art Flat Tax, wobei in dem von Karl Bruckner, Vorsitzender des Fachsenats für Steuerrecht, präsentierten Modell auch gleich die Sozialversicherungsbeiträge mit einbezogen werden. Vorteil des Ganzen: Statt wie bisher Steuer- und Sozialabgaben von unterschiedlichen Stellen einzuheben, würde künftig ein einheitlicher Satz nur mehr an eine Stelle abgeliefert werden, - z.B.: das Finanzamt - die diese dann an die anderen weiterverteilt. "Damit würde nicht nur die Einhebung der Lohn- und Einkommenssteuer sowie der Sozialversicherung drastisch vereinfacht, sondern auch die Lohnverrechnung in den Unternehmen deutlich entlastet", meint Hübner. Als Folge des Ganzen könnte es auch zu einer Harmonisierung der derzeitigen unterschiedlichen Sozialversicherungssysteme kommen.

Das neue Modell im Einzelnen

Statt wie bisher unterschiedliche hohe Steuersätze kommt nur mehr ein Abgabensatz zum Tragen (Steuer inkl. SV-Beitrag).

1. Dieser müsste - sofern das derzeitige System aufkommensneutral (sprich ohne Entlastung für die Steuerzahler) umgestellt wird - bei 44 bis 46 % liegen. Im Sinne der aktuell Steuerreform, die ja eine Entlastung mit sich bringen soll wäre dieser einheitliche Abgabensatz auf an die 40% zu senken. Wohlgemerkt, dieser neue Abgabensatz beinhaltet sowohl die SV-Beiträge als auch die Lohn-, bzw. Einkommenssteuer.

2. Für die notwendige soziale Abstufung sorgt ein Grundfreibetrag von zumindest 11.000 € (zur Berechnung der tatsächlichen Steuersätze siehe Tabelle unten.)

3. Das steuerbegünstigte Jahres-Sechstel wird allen Berufsgruppen, insbesondere Selbständigen und Freiberuflern zugänglich gemacht.

4. Der einheitliche Abgabensatz gilt auch für Einkommenssteuerpflichtige mit GSVG- und FSVG-Pflicht.

5. Auch die Dienstgeberbeiträge (z.B. Beitrag zum Familienbeihilfenausgleichsfonds, Kommunalsteuer, etc.) sollten von einer Stelle (dem Finanzamt) auf Basis einer einheitlichen Bemessungsgrundlage eingehoben und an die betreffenden Stellen (Sozialversicherungsträger, Kommunen) weitergeleitet werden.

Damit würde der vielgepriesene One-Stop-Shop endlich Wirklichkeit werden.

Eine Milliarde € Verwaltungsaufwand

Derzeit jedenfalls beschäftigen sich bei den Sozialversicherungsträgern an die 16.000 (von 26.500 ingesamt beschäftigten) Personen mit der Verwaltung und Verrechnung. Der Aufwand für Verwaltung und Verrechnung lag laut dem Hauptverband der SV-Träger im Jahr 2007 bei 2,3 % der Gesamteinnahmen von rund 43 Milliarden €, in Summe also bei einer satten Milliarde €.

Zusätzlich beschäftigt die Finanzverwaltung noch 11.500 Mitarbeiter.

Dazu kommen noch jene Mitarbeiter die in den 2.400 Gemeinden mit der Einhebung der Kommunalsteuer befaßt sind.

Ob sich die Abkehr vom derzeitigen System tatsächlich von der aktuellen Regierung bewerkstelligen läßt beanwortet Kammerpräsident Hübner mit einer Gegenfrage: "Wann, wenn nicht jetzt. Wir kommen daran nicht vorbei und gerade in einer großen Koalition gibt es die Chance auf einen wirklich großen Wurf."

Unisono plädieren Bruckner und Hübner für ein Ende der Kurzfristkosmetik mit der lediglich das Geld "von einer Tasche in die andere" geschoben wird. Bruckner: "Seit 1948 erklärt jede Regierung, dass das Steuersystem vereinfacht werden soll", es wäre an der Zeit dies auch zu tun.
Tatsächliche Belastung bei 40 Prozent Einheitsabgabe (Flat Tax)
Einkommen Freibetrag Steuerbasis Steuer Durchschnittssteuersatz
11.000 11.000 0 0 0
20.000 11.000 9.000 3.600 18 Prozent
50.000 11.000 39.000 15.600 31,2 Prozent
100.000 11.000 89.000 35.600 35,6 Prozent
1.000.000 11.000 989.000 395.600 39,6 Prozent



... das finde ich für eine durchaus brauchbare Idee.


Angenommen wird dieser Vorschlag wohl nicht.


  

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Die Besteuerung auf Kursgewinne wäre damit happig. Es ist zudem nicht einzusehen, warum SV-Beiträge ohne Deckel anfallen sollen (führt nur dazu, daß noch mehr verschlampt und beim Fenster hinausgeschmissen wird). Oder bekommt wer, der zB eine Million Euro versteuern muß, auch entsprechend hohe Pensionszahlungen? Das wäre ein Novität in Österreich.

  

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>Es ist zudem nicht einzusehen, warum SV-Beiträge ohne Deckel anfallen sollen


Das wäre bei diesem Modell nicht zwangsläufig. Der gleichbleibende Schröpf-Satz bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich die 40% bis in die Unendlichkeit gleich zusammensetzen. Beispielsweise könnten sie bis zur Höchstbemessungsgrundlage 20% Steuer und 20% SV-Beitrag sein, und über der Höchstbemessungsgrundlage 40% Steuer.

Ginge es nach mir, wäre der Abgabensatz deutlich niedriger, z.B. 25%, dafür ohne Freibetrag. Abgesehen von diesem Detail finde ich das Modell gut.

  

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Eine Flat Tax ersetzt Einkommenssteuer und Sozialversicherungsbeiträge

Utl.: Kammer der Wirtschaftstreuhänder erwartet Einsparungen in
Milliardenhöhe =

Wien (OTS) - Die Kammer der Wirtschaftstreuhänder will das Lohn- und Einkommenssteuersystem und die Einhebung der Sozialversicherungsbeiträge radikal vereinfachen: Eine Flat Tax mit Freibetrag soll alle Steuertarife ersetzen und gemeinsam mit den Sozialversicherungsbeiträgen vom Finanzamt als Einheitsabgabe eingehoben werden. Die Kammer erwartet Einsparungen in Milliardenhöhe.

Das neue Modell trage der Tatsache Rechnung, dass das gegenwärtige Steuersystem extrem aufwändig und teuer geworden sei und den Anspruch des sozialen Ausgleichs völlig verloren habe, sagte der Präsident der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, Klaus Hübner, anlässlich der Präsentation der Kammervorschläge. Durch das Zusammenwirken von scharfer Progression bereits in den unteren Tarifstufen, Steuerbegünstigung für 13. und 14. Gehalt und die Höchstbemessungsgrundlage in der Sozialversicherung sei die untragbare Situation entstanden, dass Gehaltserhöhungen in Einkommensklassen um die 2000 oder 3000 Euro pro Monat höher belastet werden als Erhöhungen sehr hoher Einkommen.

Die Wirtschaftstreuhänder wollen das System deshalb auf eine Flat Tax umstellen, die aber einen Freibetrag für jeden Einkommensbezieher vorsieht. Dadurch werden niedrige Einkommen steuerlich geschont und hohe Einkommen stärker belastet. Für sehr hohe Einkommen könnte allenfalls auch noch ein "Reichenzuschlag" dazu gerechnet werden, sagte der Vorsitzende des Fachsenats für Steuerrecht, Karl Bruckner.

Mit dem neuen Einheitssatz sollten auch gleich die Sozialversicherungsbeiträge eingehoben werden. Die Verteilung an die Gebietskörperschaften und die Sozialversicherungsträger erfolge dann "im Hintergrund" durch die einhebende Stelle Damit werde nicht nur die Finanzverwaltung und die Verrechnung der Sozialversicherungen massiv vereinfacht, sondern vor allem auch die Lohnverrechnung in den Betrieben. Allein bei den Sozialversicherungsträgern belaufen sich die Kosten für Verwaltung und Verrechnung auf mehr als eine Milliarde Euro pro Jahr. Finanz und Sozialversicherungsträger beschäftigen in der Einhebung und Verwaltung über 25.000 Mitarbeiter.

Bezogen auf das jetzige System hält Bruckner einen Abgabensatz für Steuer und Sozialversicherung zwischen 44 und 46 Prozent für aufkommensneutral. Ziel der Reform müsse eine Reduktion auf unter 40 Prozent sein. Bei den Dienstgeberbeiträgen für Sozialversicherung und Familienlastenausgleichsfonds sowie der Kommunalabgabe schlagen die Wirtschaftstreuhänder ebenfalls eine Zusammenfassung in eine Abgabe vor, die von gegenwärtig maximal 29 Prozent auf unter 20 Prozent sinken sollte.

Die Einheitsabgabe stelle eine Vereinfachung der Einhebung dar, bedeute aber keineswegs, dass das ganze Sozialsystem weniger gerecht oder unflexibler werde. Das Gegenteil sei der Fall: Bei der Verteilung der Mittel könne jede politische Willensbildung und jeder soziale Anspruch abgebildet werden, sagte Bruckner. Die Systemumstellung könne auch gleich zu einer Harmonisierung der Sozialversicherungssysteme genützt werden.

Weitere Informationen unter www.kwt.or.at - Presse - KWT-Aussendungen

Rückfragehinweis:

Ursula Daume
Leitung PR & Marketing
Kammer der Wirtschaftstreuhänder
1120 Wien, Schönbrunner Straße 222-228/1/6
Telefon +43/1/811 73-223
E-Mail: daume@kwt.or.at


  

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die idee hat was, nur gibt es meiner meinung nach schwierigkeiten an anderer stelle.

am beispiel der der sozialversicherung. wer rechnet diesen noch selbst aus? das macht glaub ich kein mensch mehr, dazu gibt es gute lösungen in der edv. die einkommenssteuer wird hauptsächlich im § 33 plus $ 67 geregelt, was nicht das problem sein sollte. das probem sind die hunderttausend ausnahmeregelungen, die verhindern, dass man überhaupt ein steuerpflichtiges einkommen hat. eine flat tax ist ein politisches kleingeld, dass weiß jeder der z.B. schon mal ein unternehmen in der slowakei betrieben hat.

die frage ist, wollen wir einen geringen steuersatz und ein hohes steuerpflichtiges einkommen, oder einen hohen steuersatz und ein niedriges steuerpflichtiges einkommen. in summe ist es dem staat egal, er muss daraus die selben abgabenquote bekommen. also eine niedrige flat tax ohne ausweitung der bemessungsgrundlage wird es nicht geben können.

  

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Good night and good luck, bye bye Austria!

Wien - Geht es nach dem Willen der SPÖ, dann soll die geplante Steuer auf Vermögenszuwachs auch rückwirkend berechnet werden: Das kündigten Staatssekretär Christoph Matznetter und Berater Ferdinand Lacina am Montag an. Wer etwa vor 20 Jahren eine Immobilie, Aktien oder anderes Vermögen angeschafft habe und dieses nun verkaufe, solle für den gesamten Wertzuwachs seit damals Steuern zahlen.

Im Finanzministerium stößt dieser Plan auf Ablehnung: "Eine rückwirkende Steuer sei verfassungsrechtlich bedenklich", sagt ein Sprecher von Vizekanzler Wilhelm Molterer (ÖVP) zum STANDARD.

***

Wien - "Wer alles in Beton gießt, muss später viel sprengen": Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina weiß aus langjähriger Erfahrung, dass sich Regierungspartner nicht voreilig einbunkern sollten, wenn sie bei Verhandlungen auf einen grünen Zweig kommen wollen. Dementsprechend verbindlich argumentiert die SPÖ neuerdings in Sachen Steuerreform. Statt von Forderungen ist nun eher von Vorschlägen die Rede, wo die Roten vor zwei Wochen noch apodiktisch "Nein" sagten, lautet die Sprachregelung heute: Reden wir drüber!

Was nicht heißt, dass die ersten konkreten Vorstellungen zur Steuerreform, die Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter und sein Berater Lacina am Montag präsentierten, in den Ohren des Koalitionspartners harmlos klingen. Bei der geplanten Vermögenszuwachssteuer etwa denken die Sozialdemokraten keinesfalls an eine Light-Variante: So soll der gestiegene Wert eines Vermögens, wie Lacina erklärt, auch rückwirkend berechnet werden. Wer also vor 20 Jahren eine Wohnung angeschafft hat und diese nun verkauft, zahlt für den gesamten Wertanstieg seit damals und nicht erst seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes Steuern.

Das von der ÖVP geführte Finanzministerium quittiert dieses Ansinnen umgehend mit einem Nein. "Eine rückwirkende Steuer wäre verfassungsrechtlich bedenklich", sagt Jürgen Beilein, Sprecher von Wilhelm Molterer, zum STANDARD.

Eigentlich wollen sich die sozialdemokratischen Steuertüftler aber weniger mit Be- als mit Entlastungen beschäftigen - und die sollen vor allem Einkommen zwischen 1300 und 4000 brutto monatlich zugute kommen. Matznetter plädiert dafür, den niedrigsten Steuertarif von 38,3 Prozent auf 30 bis 33 Prozent zu senken.

Gefräßige Steuer

Der Staatssekretär erklärt auch, warum: Inklusive der Beiträge zur Sozialversicherung würden die Steuern und Abgaben an den Staat schon 50 Prozent der mittleren Einkommen auffressen; danach sinkt die Quote wieder, weil auf Einkünfte über der Höchstbeitragsgrundlage von 3930 monatlich keine Sozialversicherung anfällt (siehe Grafik). Einer Handelsangestellten mit einem Bruttogehalt von 1460 Euro blieben von der heuer vereinbarten Lohnerhöhung von 45 Euro demnach nur 23 Euro übrig. Wegen der hohen Inflation mutiere das Lohnplus unterm Strich zu einem Minus, rechnet Matznetter vor.

Ebenfalls bedienen will Matznetter die Familien. Der SPÖ-Verhandler spricht sich für eine Erhöhung der Familienbeihilfe und des Kinderabsetzbetrages aus, das von manchen Schwarzen favorisierte Familiensplitting lehnt er ab. Aber selbst hier gelte: "Diskutieren wir." (Gerald John, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 8.4.2008)

  

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>Good night and good luck, bye bye Austria!
>
>Wien - Geht es nach dem Willen der SPÖ, dann soll die geplante
>Steuer auf Vermögenszuwachs auch rückwirkend berechnet werden:
>Das kündigten Staatssekretär Christoph Matznetter und Berater
>Ferdinand Lacina am Montag an. Wer etwa vor 20 Jahren eine
>Immobilie, Aktien oder anderes Vermögen angeschafft habe und
>dieses nun verkaufe, solle für den gesamten Wertzuwachs seit
>damals Steuern zahlen.

na sicher... weil da irgendeiner noch aufzeichnungen hat... nach 7 jahren endet die aufzeichungspflicht eines ordentlichen kaufmannes.

ach ja, kann dann auch meine 4 autos welche ich die letzten 20 jahre bessen habe auch abschreiben... immerhin habe ich alle unter meinem einstandswert (nona) verkauft. mein rasenmäher ist auch schon ziemlich im eimer, wenn ich diesen bei ebay verkaufe fahre ich in summe sicher auch einen verlust ein. ach ja, meine haare wachsen auch, der frisör kostet geld, vermindet daher mein vermögen... ergo müsste da ja auch was absetzen können... einfach dämlich dieser fratzenetter... berater lacina, na servas.

  

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In Ö gibt es erfahrungsgemäß nur eine Richtung, und die hieße bei Flat-Tax: hoher Steuersatz und breite Steuerbasis.
Denn Grundprämisse wird immer sein: Umverteilen, Umverteilen, Umverteilen (bis zum Umfallen). Einsparungen sind prinzipiell ein Fremdwort, Parteifunktionäre alle Couleurs müssen samt umfangreichen Gefolgschaften in sämtlichen staatsnahen Organisationen durchgefüttert werden.

  

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Genau, vom ganzen alten Krempel, von dem man was verkauft (Haus, Aktien, Auto) gleich prophylaktisch 25% weg, wenn man nicht durch Belege den Einstandspreis nachweisen kann (dazu muß man dann einen mit 0,8% des rückgeforderten Betrages zu vergebührenden Antrag stellen !)

  

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Oder man fordert noch mehr, damit man sich in der Mitte treffen kann. Die Entscheidung, ob diese Steuer überhaupt kommen wird, wird dadurch in den Hintergrund gedrängt

  

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Eine Fondsgebundene Lebensversicherung wird es wohl in Zukunft auch nicht mehr geben. Auch wäre es rechtlich bedenklich eine bezugsberechtigte Person einer Lebensversicherung eine Ausnahmestellung zukommen zu lassen.

Mein persönliches Fazit: eine Vermögenszuwachssteuer mit Ausnahmen vestößt auch nur bei der kleinsten Ausnahme gegen den Gleichheitsgrundsatz und würde unweigerlich vor dem Verfassungsgericht landen.

  

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Mal ehrlich, zuerst wird das Rauchen überall verboten - dadurch entgehen jetzt dem Staat etliche Millionen an Steuergeldern und die will er sich halt woanders holen.

Aja, die Mineralöslsteuer wurde dafür eingeführt - ganz verwundert war der Finanzminister weil das Budgetdeffizit doch niedriger war als erwartet ... da fragt man sich schon ob die Leute überhaupt wissen was sie machen!

Kommen wir zum wesentlichen Punkt zurück: Sozialstatt Österreich ... jedem der nicht arbeiten möchte, jedem Asylanten, jedem Politiker und seinen zig Angestellten wird ein schönes monatliches Salär geboten und das muss jemand bezahlen. Und wo kann man es besser hereinholen als bei der Breiten Masse! und das sind nicht die Geringverdiener sondern der sogenannte Mittelstand und der ist derzeit noch recht groß!

Was ich aber auch verurteile ist die Tatsache, dass alle gleich viel Steuern zahlen sollen ... kleines Beispiel: Jemand verdient 20tsd. Euro im Monat und zahlt insgesamt 50% Abgaben (ca. 35% Steuer und 15% Sozialversicherung - verdient er mehr zahlt er zwar mehr Steuern aber dafür weniger Sozialversicherung) - jedenfalls bleiben ihm 10tsd. Euro zum Leben im Monat über ... ein normaler Schichtarbeiter verdient 2tsd.€ im Monat (ihm bleiben ca. 1400€ zum Leben über => Eine Differenz von 8600€ (man kann sicher die beiden Jobs nicht vergleichen, möglicherweise gebühren dem einen sogar die 20tsd. Euro - egal)! Und dann gibt es noch Leute die im Monat 160 Stunden arbeiten und dafür 900€ bekommen (z.B. Verkäufer beim Billa, Spar usw.)

Die Semmel, der Liter Benzin, das Kilowatt Strom oder der Liter Wasser kosten aber für beide gleich viel und wer glaubt ihr hat den Anstieg von fast 30% bei manchen Mitteln des täglichen Bedarfs mehr gemerkt, der eine, dem nach der Miete im Monat noch 800€ über bleiben oder der andere, dem dann noch ca. 9400€ übrig bleiben??? Sicher, der eine kauft ein Auto um 50tsd. Euro und der andere eines um 15tsd. Euro (Nova, KfZ-Steuer wird geringer), aber wie oft kauft man ein Auto und wie oft kauft man Brot und Butter oder wie oft braucht man Wasser, Strom, Benzin usw.!??

Ich habe ca. 15 Jahre gearbeitet und brav meine Steuern bezahlt und habe mich dann nach langem hin- und her dazu entschlossen ein Wirtschaftsstudium zu machen ... hätte ich mich Arbeitslos gemeldet würde ich im Monat ca. 1200€ bekommen, als Student bekomme ich 679€ (der Ausgleichsrichtzulagensatz liegt allerdings schon bei 749€ => woher z.B. diese Differenz??? - verlockt ja richtig zum "Nichtstun", oder?)

Man möchte einfach den Mittelstand schröpfen, diejenigen die Häuser von der goldenen Generation geerbt haben und manche ein paar Sparbücher - treffen tut es diejenigen, die bis dato am unteren Ende des Mittelstandes standen - die sind vermutlich bald an der Armutsgrenze angelangt und versucht mal mit z.B. 680€ im Monat auszukommen wenn keiner der Eltern mehr Unterstützend zur Seite steht, ihr nicht mehr zu Hause wohnt usw. => sogar beim Hofer und beim Lidl sind die Lebensmittel schon sauteuer geworden - ich hoffe für mich nur für 4 Jahre, für manche aber den Rest ihres Lebens!

Und dann liest man von Selbstanzeigen von der einen Bank in Liechtenstein - davon gibt es wahrscheinlich aber viele - und wie die Reichen ihre Millionen am Fiskus vorbeischmuggeln ... Jeder Selbstständige kann alles Mögliche abschreiben, was macht ein "normaler" Arbeiter oder Angestellter? ... brav Steuern zahlen, sauteure Lebensmittel bezahlen (Erhöhung der LKW Maut - wer bezahlt es denn Schlussendlich? - der Frächter sicher nicht sondern der Endverbraucher und das dann noch mit einem Aufschlag).

Wenn ich z.B. 100tsd. Euro auf der Kante hätte würde ich mir auch keine Sorgen machen und mich über dieses Steuersystem aufregen - denkt aber bitte an die Masse der Österreicher die alle unter 30tsd.€/Jahr verdienen und evt. Schulden wegen Haus oder Eigentumswohnung haben! - wie sollen sich die eine Flattax von 25% von 0€ weg leisten? ... das verleitet doch nur noch mehr zum nicht arbeiten gehen und Geld vom Staat bekommen - wie sagte mal einer der "Sandler" auf der Donauinsel in einem ORF-Report "warum soll ich für 1000€ arbeiten gehen, wenn ich hier fürs in der Sonne sitzen 800€ bekomme" ... andere Seite, es gibt auch Fälle die wirklich keine Arbeit mehr bekommen, also generell dieses Instrument zu streichen geht auch nicht und alles zu überprüfen, würde bei der Geschwindigkeit wie die Beamten arbeiten, auch eine verdreifachung des Personalbedarfes ergeben! Wer zahlt dann das wieder?

So, wer hat nun eine Lösung für dieses Problem?, ich wäre dafür, dass alle, also auch die Reichen, ihre Steuern zahlen und das Stiftungen erschwert werden - dadurch kämen ein paar fehlende Millionen in die Kasse ... und vielleicht könnte man ein paar Minister samt massigem Kabinett streichen - aja, die verdienen ja eh so wenig

  

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heben unsere Staatsvampire neue Steuern ein. Das einzige was wirklich etwas bringen würde sind Einsparungen und Vereinfachungen in der Verwaltung, im Gesundheitswesen und bei der Öbb. Man hat den Eindruck, daß die Politiker den Bürgern einfach kein schöneres Leben gönnen. Sobald es wirtschaftlich etwas besser geht wird umso mehr abgeschöpft und das Geld verprasst. Da nehmen Sie aufgrund der Wirtschaftslage deutlich mehr ein und es ist immer noch nicht genug. Wenn ich andererseits wüßte, daß mein Geld gut verwaltet wird hätte ich keine großen Probleme mit Steuern zahlen. Aber so ist das eine Katastrophe.

  

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Der Gipfel der Schamlosigkeit ist ja wohl, wenn es wirklich so kommt, bei alten Immobilien den reinen Inflationsgewinn mit 25% zu besteuern. Der Inflations-Scheingewinn macht mindestens die Hälfte der Immobilienwertsteigerung aus, wenn nicht weit mehr.
Allerdings sehe ich auch für dieses Gesetz extrem viele Fallstricke, vor allem bei Rückwirkung. Jede Ausnahme eine Verfassungsbeschwerde.
Die ÖVP kann sich jedenfalls auf einen ordentlichen Stimmenverlust gefaßt machen, allein wenn ich mich so umhöre .....

  

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„Eine leistungsfähige Gesund­heitsversicherung statt alter Krankenkassen." Mit diesem Slogan präsentierten WKÖ-­Chef Christoph Leitl, ÖGB-Präsident Rudolf Hund­s­torfer, Wiener Gebiets­kranken­kas­se-Obmann Franz Bittner und der Generalsekretär des Wirtschaft­sbunds, Karlheinz Kopf, gestern ihr Gesundheitskonzept. „Wir wollen das welt­beste Gesund­heitssystem - nicht durch Beitragsbelastung, sondern durch bessere Verwendung des Geldes", sagt Leitl. Und zwar, ergänzt Hundstorfer, „nicht nach dem Gießkan­nen­prinzip". Geld solle dorthin geschafft werden, wo es tatsächlich gebraucht werde.

Alles aus einer Hand

Und das soll so funktionieren: Die Sozialpartner schlagen der Regierung eine Sanierungsvereinbarung vor. Darin verpflichten sich die 13 Krankenversicherungsträger zu Einsparungen von jährlich 600 Millionen €. Im Gegenzug schafft die Koalition durch den Umbau des Hauptverbands der Sozialversicherungen eine Holding. „Dazu brauchen wir eine Gesetzes­änderung, anders geht es nicht", so Kopf.

Danach soll die gesamte Finanzierung der Gesundheitsausgaben in einer Hand, der der Holding, liegen. Zudem gibt es einen Leistung­sersatz des Bundes von 150 Millionen pro Jahr und eine Überbrückung in derselben Höhe (jährlich abnehmend) bis 2012.

Klar ist auch, woher die Gel­­der dafür nicht kommen werden: Aus den Einnahmen der V-Steuer. Während Hunds­­­torfer davon spricht, dass sich „die Regierung zur Vermögenszuwachssteuer bekannt hat", findet sein Pendant Leitl stärkere Worte: „Die Regierung hat das Instrument V-Steuer als letzten Rettungs­anker in den Raum gestellt. Wir brauchen diesen Anker nicht und er ist auch noch nicht seetauglich."

Da die Finanzierung irgendwo herkom­men muss, sollen die Gesund­heitsgelder der Länder, die diese über den Finanzausgleich lukrieren, beim Bund bleiben, der sie an die Holding weitergibt. Die Ärzte­schaft kommt auch nicht ungeschoren davon: „Es sollte möglich sein, in einem vertragslosen Zustand Verrechnungsabkommen mit einzelnen Ärzten abzuschließen", so Bittner. Auch Spitäler, Apotheken, Kran­kentransporte und Pharmafirmen müssen sich auf Effizienzüberprüfungen einstellen.

Die oberösterreichische Krankenkasse gilt dabei sowohl als Benchmark für positives Wirtschaften als auch als Drohung. Denn, so Kopf, blieben die Länder bei ihrer starren Haltung, könnte das „Modell Oberösterreich" um sich greifen. Dort suchen die Patienten statt niedergelassener Ärzte vermehrt die Ambulanzen auf. Was wiederum den Ländern Mehrkosten beschert.

Quelle: wirtschaftsblatt.at

Irgendwie fällt mir jetzt gar nichts mehr ein ...

  

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>Die ÖVP kann sich jedenfalls auf einen ordentlichen Stimmenverlust gefaßt machen

Von der ÖVP kommt das?? Ich dachte, vom Gusenschädel. Ok, ich sollte doch meinen Fernseher wieder einmal abstauben...

  

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>>Die ÖVP kann sich jedenfalls auf einen ordentlichen
>Stimmenverlust gefaßt machen
>
>Von der ÖVP kommt das?? Ich dachte, vom Gusenschädel. Ok, ich
>sollte doch meinen Fernseher wieder einmal abstauben...

Sicher kommt es aus den Reihen der ÖVP. Ein Mann namens Raidl ist dafür verantwortlich und wird allgemein als der Erfinder der unseligen Vermögenszuwachssteuer angesehen. Damit hat er sich einen Job in den obersten Gremien der Nationalbank gesichert. Damit hat er allerdings auch die Grundsätze der ÖVP verraten. Ist schon traurig, wie tief die ÖVP gesunken ist. Mein Großvater würde sich im Grab umdrehen ....

  

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Also wo lernt man bitte so viel Blödsinn zu verzapfen???

Man jammert ja jetzt schon, dass das Gesundheitssystem immer schlechter wird (gut, die Beiträge in denen Asylwerber mit "gefundenen" E-Cards zum Artzt gehen sollte man hier mal außen vor lassen) und das sich dadurch eindeutig eine zwei Klassenmedizin einstellen wird ... also besser noch heute eine zusätzliche Versicherung abschließen, sonst muss man das nächste mal mit 19 anderen in einem Zimmer liegen - mal abgesehen davon, dass die Krankenkassen fast eh überall ein Deffizit aufweisen!

Wo gehen eigentlich die ganzen Milliarden aus der zusätzlichen Mineralölsteuer hin oder die aus der Gebühren bzw. KfZ-Steuer erhebung von der Blau-Schwarzen Regierung????

Ich finde man müsste die Minister mal in eine Wirtschaftsvorlesung setzen oder zu einer Hausfrau mit 3 Kindern und 500€ Wirtschaftsgeld => vielleicht lernen die dann mal wie man mit Geld umgeht (warum muss z.B. jeder Minister sein Büro für 40,50 tsd. Euro umbauen lassen bevor er einzieht - vor allem bei dem ständigen Wechsel in der letzten Periode ... in einer Firma bekommt man auch nicht alle 4 Jahre ein neues Büro!) ... solche Einsparungen sind zwar ein tropfen auf den heißen Stein aber es gibt sicher hunderte von solchen Möglichkeiten und 2000 solcher Tropfen lassen den Stein sicher abkühlen!!!

  

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>Also wo lernt man bitte so viel Blödsinn zu verzapfen???
>
>Man jammert ja jetzt schon, dass das Gesundheitssystem immer
>schlechter wird (gut, die Beiträge in denen Asylwerber mit
>"gefundenen" E-Cards zum Artzt gehen sollte man hier
>mal außen vor lassen) und das sich dadurch eindeutig eine zwei
>Klassenmedizin einstellen wird ... also besser noch heute eine
>zusätzliche Versicherung abschließen, sonst muss man das
>nächste mal mit 19 anderen in einem Zimmer liegen - mal
>abgesehen davon, dass die Krankenkassen fast eh überall ein
>Deffizit aufweisen!
>
kann das nur bestätigen, hatte im herbst kreuzbandriß und meniskusschaden bzw. musste am wochenende nochmal rein weil der meniskus nicht hielt und nun tlw. entfernt wurde

bekannten ist ähnliches 1 woche vorher passiert, ich war innerhalb von 2 wochen unterm messer im privatspital, freund musste ohne zusatzversicherung 3 monate warten da kien op-termin frei

krankenhäuser (herbst rudolfinerhaus, jetzt döbling) sind wie hotels, da fragens dich wie dein ei/steak sein soll, neben anderen annehmlichkeiten

bin jeweils freitag mittags rein (notwendige untersuchungen wurden im spital durchgeführt -> sonst rennst schon 2 wochen vorher im kreis) und am sonntag wieder raus


>Ich finde man müsste die Minister mal in eine
>Wirtschaftsvorlesung setzen oder zu einer Hausfrau mit 3
>Kindern und 500€ Wirtschaftsgeld => vielleicht lernen die
>dann mal wie man mit Geld umgeht (warum muss z.B. jeder
>Minister sein Büro für 40,50 tsd. Euro umbauen lassen bevor er
>einzieht - vor allem bei dem ständigen Wechsel in der letzten
>Periode ... in einer Firma bekommt man auch nicht alle 4 Jahre
>ein neues Büro!) ...

bei solchen sachen muss ich immer an die tv-diskussion vor 2 wochen am sonntag denken, wo der ausgfressene gerwerkschaftler nur an blödsinn verzapft ....

  

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Ich fürchte, das Wort "Sparen" kommt im roten Parteiwörterbuch nicht vor und die Genossen wollen auch gar nicht mehr über Dinge wissen die darin nicht vorkommen.

Ich finde es übrigens besonders bemerkenswert, dass dieselben Medikamente hierzulande um gut 50% mehr kosten als in Spanien. Vielleicht kann mich mal jemand erleuchten, wer da so unverschämt abkassiert.

Tom

  

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tolle Idee, der Manzenfetznschädl meint die V Steuer soll auch auf alte Aktienkäufe gelten, sprich gekauft im Jahr 2005, wird auch versteuert, na was denn ?
sollen sich lieber um die Liechtenstein DVD kümmern, da soll ja unter anderen auch der Clan der Frau des Kristallstechers oben sein.

  

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Aktiengewinne nur in vier Ländern steuerfrei

WIEN. Mit der im Zuge der geplanten Steuerreform diskutierten Vermögenszuwachssteuer liegt Österreich im EU-weiten Trend. Denn nur drei EU-Mitglieder verzichten wie Österreich nach einer Spekulationsfrist auf die Gewinnbesteuerung.

Wie eine aktuelle Aufstellung des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) zeigt, kassieren zwölf der 27 EU-Länder eine Flat Tax auf Aktiengewinne, Deutschland will sie 2009 einführen. Eine europaweit einheitliche Linie bei der Vermögenszuwachssteuer gibt es, wie bei den meisten Steuern, nicht.

Variante 1:Völlig steuerfrei

Am einfachsten erklärt ist die Situation in den Niederlanden, in Griechenland, Lettland, Malta und Zypern: Diese fünf Länder kennen keine Vermögenszuwachssteuer. Privatpersonen, die mit Aktienspekulationen an der Börse Gewinne machen, können das Geld also selbst behalten und müssen nichts an den Staat abführen.

Variante 2: Nach bestimmter Frist steuerfrei

In vier weiteren EU-Staaten sind Aktiengewinne steuerfrei, wenn sie erst nach Ablauf einer bestimmten Behaltefrist realisiert werden. In Litauen und Portugal beträgt diese Spekulationsfrist wie in Österreich ein Jahr, in Luxemburg nur sechs Monate.
Zwei Länder kassieren nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist nur noch einen reduzierten Steuersatz: Spanien 18 Prozent (statt bis zu 43), Rumänien gar nur ein (statt 16) Prozent.

Nachteil für Spekulanten: Wer seine Aktien vor Ablauf der Spekulationsfrist verkauft, muss recht saftige Steuersätze bezahlen. EU-weiter Spitzenreiter ist hier übrigens Österreich, wo die Aktiengewinne in die Einkommenssteuererklärung eingerechnet werden, womit Spitzenverdiener bis zu 50 Prozent der Gewinne ans Finanzamt abliefern müssen. Für Spekulanten könnte eine Flat Tax von 25 Prozent also sogar eine Steuersenkung bedeuten. In Luxemburg sind es bis zu 39 Prozent, in Spanien (siehe oben) bis zu 43.

Variante 3: Flat Tax

Die weitaus größte Gruppe der EU-Staaten (ab 2009 sind es 13) verlangt aber eine Flat Tax, wenn Privatpersonen durch Aktienverkäufe zu Geld kommen. Den niedrigsten Steuersatz kassiert Bulgarien (zehn Prozent), den höchsten Schweden (30 Prozent). Die in Österreich diskutierten 25 Prozent werden schon jetzt in Ungarn fällig, in Deutschland ab dem kommenden Jahr.

Ebenfalls in der Flat Tax-Gruppe: Italien (12,5 Prozent), Tschechien und Litauen (beide 15), Polen und Slowakei (19), sowie Irland (20), Estland (21), Frankreich (26) und Finnland (29).

In Frankreich müssen allerdings nur Großverdiener bezahlen, die ersten 20.000 Euro sind steuerfrei. In Finnland beträgt der Freibetrag 1.000 Euro, in Irland 1.200 und in der Slowakei 25.650 Kronen (791 Euro). Ebenfalls von der Höhe des Gewinns abhängig ist die Besteuerung in Dänemark: Von den ersten 44.300 Kronen (5.940 Euro) müssen 28 Prozent als Steuer abgeliefert werden, darüber 43 Prozent.

Komplexer ist die Situation in Großbritannien: Wer Aktien innerhalb der ersten drei Jahre verkauft, muss den Gewinn zu 40 Prozent versteuern. Danach sinkt der Steuersatz jedes Jahr um zwei Prozentpunkte und bleibt ab einer Behaltedauer von zehn Jahren bei 24 Prozent stabil. Ähnlich die Situation in Slowenien mit seiner sehr langen Behaltefrist: Der Steuersatz von 20 Prozent sinkt alle fünf Jahre um fünf Prozentpunkte, nach 20 Jahren erzielte Verkaufsgewinne sind steuerfrei.

Belgier mit völlig eigenständigem System

Ein völlig eigenständiges System gibt es in Belgien: Der Steuersatz auf „Spekulative“ Veräußerungsgewinne hängt (wie in Österreich) von der Höhe des restlichen Einkommens ab und beträgt bis zu 33 Prozent. Dazu kommt noch einmal ein kommunaler Steuerzuschlag (durchschnittlich sieben Prozent). Zu beachten ist: Diese Regeln gelten nur für Privatpersonen, die an der Börse mit Aktien handeln. Für den Verkauf von größeren Firmenanteilen sowie für nicht börsenotierte Aktien gelten teilweise andere Regeln, ebenso für Gewinne aus dem Verkauf von Anleihen.

Wer seinen Hauptwohnsitz mit Gewinn verkauft, kommt übrigens in den meisten EU-Staaten steuerfrei weg, zumindest wenn er bereits einige Jahre dort gewohnt hat. Vorbehaltlos besteuert wird der Verkauf des Hauptwohnsitzes gemäß der Wifo-Aufstellung nur in Zypern (20 Prozent des Gewinns).

vom 07.04.2008

Quelle:http://www.nachrichten.at/wirtschaft/hintergrund/666577?PHPSESSID=d517dd494d5c11abdb2f228 f7ae1e03d

  

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Variante 1:Völlig steuerfrei

Am einfachsten erklärt ist die Situation in den Niederlanden, in Griechenland, Lettland, Malta und Zypern: Diese fünf Länder kennen keine Vermögenszuwachssteuer. Privatpersonen, die mit Aktienspekulationen an der Börse Gewinne machen, können das Geld also selbst behalten und müssen nichts an den Staat abführen.



Sind doch alles recht schöne Länder. Griechenland, Malta, Zypern ... da fällt die Wahl schwer

  

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>Variante 1:Völlig steuerfrei
>
>Am einfachsten erklärt ist die Situation in den Niederlanden,
>in Griechenland, Lettland, Malta und Zypern: Diese fünf Länder
>kennen keine Vermögenszuwachssteuer. Privatpersonen, die mit
>Aktienspekulationen an der Börse Gewinne machen, können das
>Geld also selbst behalten und müssen nichts an den Staat
>abführen.

>
>
>Sind doch alles recht schöne Länder. Griechenland, Malta,
>Zypern ... da fällt die Wahl schwer


Malta: ich brauch eh wieder einen englischkurs + unterhaltung mit studentinnen

  

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Wirklich faszinierend an dieser Diskussion finde ich, dass jetzt plötzlich landauf landab über Steuererhöhungen nachgedacht wird, und jede Institution ihre Vorschläge dazu einbringt.

Plötzlich sind alle munter und rennen, um ihr Klientel noch einmal zu beeindrucken.

Vor Gusis Pressestunden-Auftritt hätte sich nie im Leben jemand zu einer Steuererhöhung zu Wort melden trauen - maximal eine Senkung zum Jahr 2010 wäre angedacht worden. Und jetzt plötzlich ist nur noch von Erhöhungen die Rede und die Frage ist nicht OB, sondern WIE.

Am Ende des Tages steht eine Erhöhung und jede Seite wird sich freuen, wenn ein "öst. Kompromiss" herausgekommen ist, der nicht so schlimm ist, wie im Szenario 1 ausgearbeitet. (z.B. für "uns" - die V-Steuer kommt nur abgeschwächt)

Problem dabei: Wir "freuen" uns dann über eine (zwar abgeschwächte, aber immerhin) SteuerERHÖHUNG!!

Ist das jetzt ein genialer Politiker/Gusi-Schachzug oder doch nur Zufall???

Sollten wir nicht doch lieber über Einsparungen nachdenken???

  

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Kann mich meinem Vorredner nur anschließen. Habe schon vor einiger Zeit hier an dieser Stelle angeregt, daß wir eigentlich keine Tips über eine zusätzliche Steuer geben sollten! Ich Wette, daß unser Treiben hier genauestens verfolgt wird!!! Oder was sollten sonst die ganzen Beamten und Politiker den ganzen Tag machen - Däumchendrehen oder was? Ich schlage vor, jeder überlegt sich im stillen Kämmerlein, wie ihn eine neue Steuer, so sie denn kommen sollte, NICHT trifft!!!! Also ich bin schon sehr weit bei meinen Überlegungen und werde diese zu gegebener Zeit in die Tat umsetzen. Die Folge wird sein, daß der österreichische Staat sich hier bei mir eben NICHT bedienen kann und jemandem anderen ans Geldbörsel greifen muß! Hi Hi, und das freut mich wirklich ganz besonders. Ich finanziere doch nicht das völlig überbordende Beamtensystem hier in Österreich (bzw. ich mache das ohnehin schon ausgiebigst über die Einkommens-, Umsatz-, Mineralöl-, Tabeksteuer etc. etc. etc. - das muß vollkmmen reichen!!!)

  

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>Vor Gusis Pressestunden-Auftritt hätte sich nie im Leben
>jemand zu einer Steuererhöhung zu Wort melden trauen - maximal
>eine Senkung zum Jahr 2010 wäre angedacht worden. Und jetzt
>plötzlich ist nur noch von Erhöhungen die Rede und die Frage
>ist nicht OB, sondern WIE.

Ich fürchte auch dass wir uns immer mehr in Richtung dieser neuen Steuer bewegen. Der Einzige der sich noch (bis auf diverse Kapitalmarktvertreter, logischerweise) dezidiert gegen eine V-Steuer ausspricht ist, soweit ich das verfolgt habe, der Leitl. Es ist ja eigentlich grotesk: In einem Staat, in welchem das Sparbuch noch immer zur beliebtesten Anlageform zählt und die Zinsen vieler Leute von der Inflation aufgefressen werden, wird jetzt eine Maßnahme gesetzt, welche das Investieren in Aktien um einiges unattraktiver macht.
Anstatt sinnvolle Sparmaßnahmen in der aufgeblähten Verwaltung zu setzen oder föderale Strukturen zu entstauben, einigen sich die Rot-Schwarzen darauf, uns mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Da wäre mir doch lieber gewesen sie hätten weitergestritten und uns Neuwahlen ermöglicht. Die ÖVP wird von ihrem Stammklientel jedenfalls die Rechnung für diese neue (bürgerfeindliche) Steuer präsentiert bekommen, da bin ich mir sicher!

  

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Keine Gnade für Vermögende

Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an. 200 Millionen aufwärts soll sie bringen.Ausnahmen und Freibeträge für Häuslbauer und Hauptwohnsitze, die Pensionsvorsorge sowie Grund und Boden, aber darüber hinaus auf alle Vermögenszuwächse eine neue Steuer von – wahrscheinlich – 25 Prozent.

weiter auf:http://www.kurier.at/geldundwirtschaft/146608.php

------------------

Die Besteuerung des Vermögenszuwachses kommt völlig zu Recht.

Kommentar aus dem Kurier:http://www.kurier.at/interaktiv/kommentare/146574.php

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Zitat aus Kurier:

"Auch Gewinne von beispielsweise bereits vor Jahren erworbenen Aktien oder Zweitwohnsitzen würden dann ab Einführung der neuen Vermögenszuwachssteuer – quasi rückwirkend – unter diese Steuer fallen, machten Matznetter und Lacina klar."

Eine Steuer kann nicht rückwirkend wirksam werden! Hält mit Sicherheit nicht vor dem Verfassungsgerichtshof! Wieder mal so eine idiotische Aussage. Gratuliere uns zu unseren Politikern!!!

Anmerkung: Es stellt einen Rechtsgrundsatz in Österreich dar, das Gesetze erst mit Ihrer Gültigkeit Wirksamkeit erlangen und nicht schon vorher. Das ist ja geradezu eine Notwendigkeit und ein fundamentaler Eckpfeiler eines Rechtsstaates. Sollte es tatsächlich so kommen, befinden wir uns auf dem Niveau einer rückschrittlichsten Bananenrepublik!!!

  

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Rückwirkend wird höchstwahrscheinlich nicht kommen (ist wahrscheinlich sogar nur Taktik gegenüber der ÖVP),aber die SPÖ will unbedingt diese 25% Vermögenszuwachsteuer.Wahrscheinlich gar nicht der niedrigen und schwankenden Einnahmen wegen,sondern um ihrer Klientel irgendeinen linken Knochen hinwerfen zu können.Nach dutzenden Umfallern und leeren Versprechen will man sich hier halt auf Kosten der Aktionäre profilieren.

Sollten sich die Banken oder andere beschweren wird nach Deutschland gezeigt werden.Wahrscheinlich sitzt der Matznetter in seinem Kammerl herum und studiert fleissigst die neue grosskoalitionäre Aktiensteuer aus Deutschland.

P.S:Wobei für etliche Leute die mögliche 25% Steuer sogar eine Erleichterung darstellen könnte.

  

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Eine rückwirkende Steuer kann sicher nicht kommen! Wie @Finanzinvest schon gesagt hat, muss ein Gesetz eine Art "Startdatum" haben ab welchem Zeitpunkt es wirkt. Man stelle sich vor, was zB am 31. an der Wr. Börse los wäre, wenn mit 1. das Gesetz kommt.

Was wirklich schlimm ist: Es wird nur mehr darüber diskutiert, wie und wann die Steuer kommen soll, und nicht ob...

  

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>Was wirklich schlimm ist: Es wird nur mehr darüber diskutiert,
>wie und wann die Steuer kommen soll, und nicht
>ob...
>


Das ist tatsächlich zwider. Trotzdem schätze ich die Wahrscheinlichkeit, daß die Steuer tatsächlich kommt, als gering ein:

- Eine Steuer, die mehr Verwaltungsaufwand als Einnahmen verursacht ist widersinnig
- Den vorgeblichen Zweck, die Verstopfung der Gesundheitslöcher, kann eine stark unregelmäßig anfallende Steuer nicht erfüllen
- Es geistern derart viele Varianten unter dem Titel V-Steuer herum, die außer dem Satz von 25% nichts gemeinsam haben
- Bevor die Steuer beschlossen ist, zerreißt es die unselige Koalition

Falls die Steuer doch kommt, muß ich mich bei der nächsten Wahl zwischen Strache und Westentaler entscheiden - hoffentlch bleibt mir das erspart, ein Vergnügen wäre das wirklich nicht.

  

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>Falls die Steuer doch kommt, muß ich mich bei der nächsten
>Wahl zwischen Strache und Westentaler entscheiden - hoffentlch
>bleibt mir das erspart, ein Vergnügen wäre das wirklich
>nicht.

Mir geht es genau so. Und dann noch diese andauernden Fahrten nach Zürich, zeitraubend ....

  

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Also ich hab schon zwei Standbeine im Ausland. Aber noch unterdotiert im Vergleich zum Inlandsanteil. Über Details kann man im Forum nicht reden, aber das wird alles ziemlich legal. Bin ja nicht blöd, daß der Fiskus mal irgend einem dahergelaufenen DVD-Verkäufer 5 Mille zahlt, nur um an meine Daten zu kommen!

Für Erfahrungsaustausch bin ich gerne bereit, vielleicht hat ja der eine oder andere noch was besseres oder noch was legaleres

Wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an meine Sprechstundenhilfe
auf den Britischen Jungferninseln: js-invest@gmx.at

  

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>Bin ja nicht blöd, daß der Fiskus mal irgend einem
>dahergelaufenen DVD-Verkäufer 5 Mille zahlt, nur um an meine
>Daten zu kommen!

Dort wird aber derzeit extrem viel zur Erhöhung der Sicherheit getan. Das ganze ist natürlich dort wie eine Bombe eingeschlagen. Die Datensicherheit wurde inzwischen (dort ...) auf ein extrem hohes Niveau angehoben. Was ich zumindest so gehört habe ... Von daher spräche nichts dagegen, dort öfters hinzupilgern (so denn die V-Steuer kommt ...).

  

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Mir würd´s in San Marino gefallen. Nicht wirklich weit weg, und so schöne Aussicht und Landschaft, Blick bis zur Adria, daß man´s dort sogar länger aushalten würde. Hat da wer Informationen, wie´s dort mit Steuern ausschaut?

  

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>Mir würd´s in San Marino gefallen. Nicht wirklich weit weg,
>und so schöne Aussicht und Landschaft, Blick bis zur Adria,
>daß man´s dort sogar länger aushalten würde. Hat da wer
>Informationen, wie´s dort mit Steuern ausschaut?

Nein, aber ich kann mich ja mal schlau machen!

Wie wäre es übrigens mit einem eigenen Thread über die steuerliche Situation für Kapitalanleger im halbwegs benachbarten Ausland, Herr Webmaster? So als Antwort auf Gusi, Matzi, Buchi und Co.? Vielleicht könnten wir dann ja auch Fahrgemeinschaften bilden, zwecks Minimierung der Fahrtkosten? Also ich wäre dabei ...

P.S.: Andorra ist übrigens auch ganz nett, die schneebedeckten Pyrenäen, Blick aufs Mittelmeer, an der Bar direkt neben der Bank einen Sangria schlürfen und dabei über die gesparte V-Steuer philosophieren, nicht schlecht, oder?

  

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>Keine Gnade für Vermögende
>
>Die Vermögenszuwachssteuer nimmt konkrete Formen an. 200
>Millionen aufwärts soll sie bringen.Ausnahmen und Freibeträge
>für Häuslbauer und Hauptwohnsitze, die Pensionsvorsorge sowie
>Grund und Boden, aber darüber hinaus auf alle
>Vermögenszuwächse eine neue Steuer von –
>wahrscheinlich – 25 Prozent.
>

hab heute die zeitschrift "AK für Sie" erhalten:

"Eine Steuer auf diese Gewinne (amerkung in9d04: Aktiengewinne) - private Lebens- und Altersvorsorge, der Haupt- und der Zweitwohnsitz - ausgeommen soll ...."

also im vgl. zu o.a. darstellung ist bei der ak der zweitwohnsitz ausgeommen

was kann man unter "private Lebensvorsorge" verstehen -> ich verstehe meine aktienposition darunter da ich ja nicht so ein zogger wie der bbio bin der nur in ein paar minuten das prozenterl absahnt

  

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Die "Private Lebensvorsorge" könnte ein Betrag sein, über dem das zum Tragen kommt (nur eine Vermutung!).

Wenn es die Koalition nicht zerbröselt (ich denke, die Chancen stehen 50:50) und wenn die ÖVP das dann mitbeschließt, werde ich in Zukunft weiße Stimmzettel abgeben, die anderen Parteien sind nämlich noch unwählbarer.

Ich denke, in der Fachpresse werden in den nächsten Monaten einige Vorschläge auftauchen, wie man was verhindern kann, wenn es überhaupt was zu verhindern gibt, für den Einzelnen.

  

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Leider ist das Thema nicht so einfach. Rückwirkend wäre die Steuer eindeutig dann, wenn die Steuer 1.1.09 kommt, aber man auch die 25% bei Gewinnen bei Realisierung in 08 oder 07 rückwirkend zahlen müßte.
Wenn ich aber den Gewinn in 09 realisiere, auch wenn sich dieser aus z.b. 10% Kurssteigerung in 07 dann wiederum 5% Rückgang in 08 zusammensetzt, dann kann man schon argumentieren, daß die Steuer fällig wird. Zu vergleichen mit: Ich arbeite an einem Projekt das von 10/08 bis 2/09 dauert und bekomme dann 3/09 den Gewinn daraus. Nun muß ich doch auch den Gewinn in 09 versteuern und kann nicht sagen: Ja, aber einen Teil wurde noch in 08 verdient.

Allerdings: Ob wirklich alle Banken ein Startdatum/Einkaufspreis der Aktien haben - auch wenn dieser z.b. 10Jahre zurückliegt? Bezweifle ich. Einfacher wäre wohl den Kurs am 1.1.09 herzunehmen, wenn die Steuer bei diesem Datum kommt. Sollte die Steuer tatsächlich auch bei länger im Depot liegenden Aktien kommen: Tipp: Einfach noch in 08 verkaufen und wieder zurückkaufen. Dann fällt die Realisierung des Gewinnes in 08.

  

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Bin gerade am überlegen, mir auf den Kanarischen Inseln eine Wohnung zu kaufen. Weiß jemand zufällig, wie es dort mit V-Steuer bzw. sonstigen Steuern aussieht. Ist ja eine Zollfreizone, heißt das auch Steuerfreizone?

  

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>Bin gerade am überlegen, mir auf den Kanarischen Inseln eine
>Wohnung zu kaufen. Weiß jemand zufällig, wie es dort mit
>V-Steuer bzw. sonstigen Steuern aussieht. Ist ja eine
>Zollfreizone, heißt das auch Steuerfreizone?

Nein. Da du in Ö wohnst, bist du auch hier steuerpflichtig. Egal woher die Gewinne stammen. Nur wenn du glaubhaft deinen Hauptwohnsitz änderst, kannst du so argumentieren. Da reicht eine Wohnung aber nicht aus. In Ö solltest dann gar nichts mehr haben.

  

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>Nein. Da du in Ö wohnst, bist du auch hier steuerpflichtig.
>Egal woher die Gewinne stammen. Nur wenn du glaubhaft deinen
>Hauptwohnsitz änderst, kannst du so argumentieren. Da reicht
>eine Wohnung aber nicht aus. In Ö solltest dann gar nichts
>mehr haben.

Bin ich nicht Deiner Meinung. Es genügt, wenn ich an 183 Tagen p.a. dort wohne. Dann bin ich auch dort (da mein Hauptwohnsitz und Lebensmittelpunkt!) steuerpflichtig. Lebt wohl Gusi, Matzi, Buchi und Genossen (auch Ihr, Molti und Schüssi, es tut mir leid das sagen zu müssen, werdet mir nicht wirklich fehlen .... ).

  

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>
>>Nein. Da du in Ö wohnst, bist du auch hier
>steuerpflichtig.
>>Egal woher die Gewinne stammen. Nur wenn du glaubhaft
>deinen
>>Hauptwohnsitz änderst, kannst du so argumentieren. Da
>reicht
>>eine Wohnung aber nicht aus. In Ö solltest dann gar
>nichts
>>mehr haben.
>
>Bin ich nicht Deiner Meinung. Es genügt, wenn ich an 183 Tagen
>p.a. dort wohne. Dann bin ich auch dort (da mein Hauptwohnsitz
>und Lebensmittelpunkt!) steuerpflichtig. Lebt wohl Gusi,
>Matzi, Buchi und Genossen (auch Ihr, Molti und Schüssi, es tut
>mir leid das sagen zu müssen, werdet mir nicht wirklich fehlen
>.... ).

Das muß das Finanzamt akzeptieren. Genau, es geht um den Lebensmittelpunkt. 183 Tage im Jahr ist schonmal eine gute Argumentation.

Arbeitest du denn nichts? Oder lebst du von deinen Aktien?

  

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>Arbeitest du denn nichts? Oder lebst du von deinen
>Aktien?

Bin selbständig und kann meine Tätigkeit im Prinzip in jedem Land ausüben. Auf den Kanarischen Inseln gibt es aber sowieso genug Jobs für jedemann. Ist wirklich sehr schön und angenehm dort. Und eine sehr wirtschaftsfreundliche Einstellung, viel weniger Bürokratie als bei uns, das gefällt mir schon sehr, muß ich sagen!

  

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>>Arbeitest du denn nichts? Oder lebst du von deinen
>>Aktien?
>
>Bin selbständig und kann meine Tätigkeit im Prinzip in jedem
>Land ausüben. Auf den Kanarischen Inseln gibt es aber sowieso
>genug Jobs für jedemann. Ist wirklich sehr schön und angenehm
>dort. Und eine sehr wirtschaftsfreundliche Einstellung, viel
>weniger Bürokratie als bei uns, das gefällt mir schon sehr,
>muß ich sagen!

Wenn es dir dort gefällt, warum nicht?

Ich werde sicherlich hier bleiben. Die Reichen können es sich halt wieder mal richten und wandern aus...

  

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>Ich werde sicherlich hier bleiben. Die Reichen können es sich
>halt wieder mal richten und wandern aus...

Erstens bin ich nicht reich, ich habe nur etwas Kapital auf der hohen Kante. Aber alles selbst hart erarbeitet und schon versteuert. Ich sehe deshalb überhaupt nicht ein, das ganze nochmals zu versteuern, so daß mir am Ende nichts mehr übrig bleibt. Gottseidank verschafft mir mein Kapital die Freiheit, mein Land einfach zurückzulassen. Österreich ist im Prinzip ein gutes Land, aber die Lebenseinstellung vieler Leute gefällt mir überhaupt nicht (Vater Staat wirds schon richten etc.). Und die herrschende politische Klasse gibt mir den Rest, egal ob rot oder schwarz. Alles Schmaro..er, Entschuldigung!

  

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>>Ich werde sicherlich hier bleiben. Die Reichen können es
>sich
>>halt wieder mal richten und wandern aus...
>
>Erstens bin ich nicht reich, ich habe nur etwas Kapital auf
>der hohen Kante. Aber alles selbst hart erarbeitet und schon
>versteuert. Ich sehe deshalb überhaupt nicht ein, das ganze
>nochmals zu versteuern, so daß mir am Ende nichts mehr übrig
>bleibt. Gottseidank verschafft mir mein Kapital die Freiheit,
>mein Land einfach zurückzulassen. Österreich ist im Prinzip
>ein gutes Land, aber die Lebenseinstellung vieler Leute
>gefällt mir überhaupt nicht (Vater Staat wirds schon richten
>etc.). Und die herrschende politische Klasse gibt mir den
>Rest, egal ob rot oder schwarz. Alles Schmaro..er,
>Entschuldigung!

Bin ganz deiner Meinung.Was ich mir über unsere Politikerherrschaften denke schreib ich besser nicht.

Jedes Volk hat die Politiker die es verdient .Sapperlot sind die Österreicher wirklich derartige Koff.....

Bei der nächsten Wahl bekommt der Westi meine Stimme schon alleine wegen des Protests

ice

  

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Der RZB-Chef kann sich eine Einschleifregelung bei den Behaltefristen für Wertpapiere vorstellen:Im ersten Jahr 25% Besteuerung,nach drei Jahren zehn Prozent und wer nach fünf Jahren verkauft,sollte den Kursgewinn steuerfreilukrieren können.

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Ich könnte damit leben


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P.S:.Die neue Mindestsicherung:Ehepaare bekämen 1120 Euro.Wenn im Haushalt noch eine dritte Person wohnt kommen nochmal 373 Euro dazu also insgesamt 1494 Euro! UND DAS NICHT WIE BISHER 12 MAL IM JAHR SONDERN 14 MAL IM JAHR.Also Urlaubsgeld für arbeitslose Sozialhilfeempfänger???

Mir persönlich ist es ja wurscht,aber ob das a) leistbar ist und b)sinnvoll ist,da es ja z.b 10000endefreie Stellen im Tourismusbereich gibt ist eine andere Frage.

Good Luck

  

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>Tipp: Einfach noch in 08
>verkaufen und wieder zurückkaufen. Dann fällt die Realisierung
>des Gewinnes in 08.


Ich habe auch einen Tipp: Geld in 08 noch verkaufen und den Erlös ins V-Steuer-freie Ausland bringen (und dort gleich noch einen Wohnsitz errichten .... und sich nie mehr die blöden Aussagen unserer Politiker anhören müssen!!!).

  

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>>Tipp: Einfach noch in 08
>>verkaufen und wieder zurückkaufen. Dann fällt die
>Realisierung
>>des Gewinnes in 08.
>
>
>Ich habe auch einen Tipp: Geld in 08 noch verkaufen und den
>Erlös ins V-Steuer-freie Ausland bringen (und dort gleich noch
>einen Wohnsitz errichten .... und sich nie mehr die blöden
>Aussagen unserer Politiker anhören müssen!!!).
>

Das ist es mir nicht wert. Bin gerne hier in Ö! Habe auch bisher Steuern auf Gewinn innerhalb der Spest-Frist bezahlt. Könnte sogar billiger werden (25% statt normaler Steuersatz). Nur die Langfristanleger triffts und die nicht Steuerehrlichen. Aber wer weiß, wie das wieder administriert wird.

  

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>Das ist es mir nicht wert. Bin gerne hier in Ö! Habe auch
>bisher Steuern auf Gewinn innerhalb der Spest-Frist bezahlt.
>Könnte sogar billiger werden (25% statt normaler Steuersatz).
>Nur die Langfristanleger triffts und die nicht
>Steuerehrlichen. Aber wer weiß, wie das wieder administriert
>wird.

Ich muß abwägen, ob ich das ganze hier in Österreich noch auf mich nehmen will. Woanders kann es auch sehr schön sein, und zwei Wochen pro Jahr in Österreich (Schiurlaub und eine Woche im Sommer Salzburger Festspiele) reichen mir eigentlich .... Diese dauernde herumärgerei hier stinkt mich schon ziemlich an ....

  

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Für Jaeger&Sammler gibt´s eine Email und für Finanzinvest habe ich auch eine Mail-Adr. für weitere Diskussionen, falls Interesse besteht.

  

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Ja zu neuer Vermögenssteuer

Molterer will Familien und Besserverdiner entlasten.
Bevor am Montag die Steuerreformkommission ihre Arbeit aufnimmt, hat am Wochenende Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) noch einmal präzisiert, wo er die Schwerpunkte des für 2010 geplanten Entlastungspakets sieht.

Die Steuerreform 2010 verfolge "das ganz große Ziel, drei Milliarden Steuerlast von den Menschen wegzunehmen", so Molterer am Sonntag in der ORF-Pressestunde.

"Mittelstand und Leistungsträger"
Profitieren müssten von der Reform sowohl der Mittelstand als auch die "Leistungsträger", also "alle, die Lohn- und Einkommenssteuer zahlen" und gleichzeitig die Familien.

Aufhorchen ließ der Finanzminister mit der Ankündigung, es werde ein "Familiensplitting nach österreichischem Zuschnitt" geben. Dabei denkt Molterer an ein "Mischmodell", das sowohl Absetzbeträge als auch Freibeträge für Familien beinhalten soll.

SPÖ bisher nicht begeistert
Bisher hatte der Koalitionspartner SPÖ beim Thema "Familiensplitting" allerdings strikt abgewinkt. Für Differenzen mit den Sozialdemokraten könnte schließlich auch Molterers Vorstoß, auch die "Leistungsträger" - sprich: Besserverdiener - zu entlasten, sorgen.

"Deshalb diskutieren wir ja"
Der Finanzminister bleibt aber optimistisch: "Deshalb diskutieren wir ja", verweist er auf die Reformkommission. Außerdem setzt Molterer auf die "sehr vielen Stimmen der Vernunft" beim Koalitionspartner.

Entschieden wandte sich Molterer gegen eine von den Grünen verlangte Vollbesteuerung des 13. und 14. Monatsgehalts bei Einkommen über 126.000 Euro jährlich

Löcher stopfen im Gesundheitssystem
Molterer verteidigte in der Pressestunde auch die Pläne der Regierung für die umstrittene Vermögenszuwachssteuer. "Das gibt es bereits", verwies der Finanzminister etwa auf die geltende steuerliche Behandlung von Aktiengewinnen.

Die Notwendigkeit einer stärkeren Besteuerung von Vermögen ergibt sich für ihn aus den finanziellen Löchern im Gesundheitssektor: "Sollten wir im Gesundheitssystem draufkommen, dass es am Ende Geld braucht, braucht es dafür auch eine Bedeckung", erklärt Molterer.

Da für ihn eine weitere Belastung des Faktors Arbeit nicht infrage kommt, bleibt eine stärkere Besteuerung von Vermögenswerten. Ausnahme sollen "Grund und Boden, Eigenheime und Altersversorgung" sein. "Im Wesentlichen sind es Aktien."

"Im Sinne der Steuergerechtigkeit"
Bisher sind Gewinne aus Aktienverkäufen steuerfrei, wenn sie nicht innerhalb der einjährigen Haltefrist lukriert werden - ungerecht, wie Molterer meint: Jeder Sparbuchbesitzer müsse für seine Zinsen 25 Prozent Kapitalertragssteuer (KESt) bezahlen. "Wenn jemand Aktien verkauft, zahlt er nach der Spekulationsfrist dafür nichts. Ist das gerecht?"

Die Prioritäten seien für ihn klar: "Die Sicherung des Gesundheitssystems ist etwas wert", so Molterer abschließend. Sollte es dafür an Geld fehlen, "dann ist dieser Schritt im Sinne der Steuergerechtigkeit zu tun", so Molterer. "Ich werde nicht dagegen sein."

Wie die geplante zusätzliche Steuer aussehen soll, will der Finanzminister im Kontext der Steuerreform diskutieren.

  

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>Ja zu neuer Vermögenssteuer
>

>Da für ihn eine weitere Belastung des Faktors Arbeit nicht
>infrage kommt, bleibt eine stärkere Besteuerung von
>Vermögenswerten. Ausnahme sollen "Grund und Boden,
>Eigenheime und Altersversorgung" sein. "Im
>Wesentlichen sind es Aktien."
>
>"Im Sinne der Steuergerechtigkeit"
>Bisher sind Gewinne aus Aktienverkäufen steuerfrei, wenn sie
>nicht innerhalb der einjährigen Haltefrist lukriert werden -
>ungerecht, wie Molterer meint: Jeder Sparbuchbesitzer müsse
>für seine Zinsen 25 Prozent Kapitalertragssteuer (KESt)
>bezahlen. "Wenn jemand Aktien verkauft, zahlt er nach der
>Spekulationsfrist dafür nichts. Ist das gerecht?"

Und wie sieht es bisher mit der Besteuerung der Dividenden aus, Herr Minister? Etwa steuerfrei, oder was?

Ich plädiere für Umbenennung der Vermögenzuwachssteuer in "Aktiensteuer", da sonstige Vermögenstitel ohnehin nicht besteuert werden. Das ist ein sehr sehr herber Rückschlag für die Aktienkultur in Österreich und für Unternehmen, die sich über den Kapitalmarkt durch Ausgabe von Aktien finanzieren müssen. Die Folge der neuen Steuer wird eine Flucht von der Aktie weg in andere Vermögenstitel sein, bravo Herr Vizekanzler. Sie haben dem Ruf der ÖVP als Wirtschaftspartei wieder einmal sehr gedient!!! (Und die Bauern - Grundbesitzer - haben sich wieder einmal durchgesetzt ...)

Ersuche um Umbenennung dieses Threads in Aktiensteuer!

  

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im heutigen wirtschaftsblatt steht dazu :
eine verlängerung der dzt. einjährigen spekfrist und steuerliche absetzbarkeit von verlusten wären denkbar !!!

mit einer verlängerung ( so sie nicht unbefristet kommt) auf zb. 3-5 jahre könnte ich leben. wenn ich meine verluste dann auch noch gegenrechnen kann, dann wird eh nix überbleiben für den staat. nur mehr administration, am besten lassen sie es gleich bleiben-die banken werden da eh nicht mitspielen ( schon gar nicht ab 2009) !!

  

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Christoph Leitl plädiert auf Sen­kung der Sozialversicherungsbeiträge, hält die Vermögenszuwachs­steuer für überflüssig und will den Konsum stärken -

WK-Präsident spricht sich für eine Entlastung ohne Gegenfinanzierung mit 3 Milliarden Euro aus. "Was darüber hinaus geht müsste gegenfinanziert werden und bedarf daher eingehenster Diskussionen, da in diesem Punkt die Leute zu Recht misstrauisch sind" meint er im Chat. Eine Vermögenszuwachssteuer befürwortet er nicht. "Im Zuge der Steuerreform will ich über Entlastungen reden, nicht über neue Belastungen." Was die Einkommenssteuern betrifft, so sieht Leitl eine Entlastung des Mittelstandes als notwendig an: "Lineare Steuererhöhung statt progressive, in den unteren Einkommensbereichen müssen wir auf dem Lohnnebenkostensektor sprich Senkung der Sozialversicherungsbeiträge etwas für höhere Kaufkraft tun." (red)

Chat auf derstandard.at

  

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>Christoph Leitl plädiert auf Sen­kung der
>Sozialversicherungsbeiträge, hält die Vermögenszuwachs­steuer
>für überflüssig und will den Konsum stärken -
>
>WK-Präsident spricht sich für eine Entlastung ohne
>Gegenfinanzierung mit 3 Milliarden Euro aus. "Was darüber
>hinaus geht müsste gegenfinanziert werden und bedarf daher
>eingehenster Diskussionen, da in diesem Punkt die Leute zu
>Recht misstrauisch sind" meint er im Chat. Eine
>Vermögenszuwachssteuer befürwortet er nicht. "Im Zuge der
>Steuerreform will ich über Entlastungen reden, nicht über neue
>Belastungen." Was die Einkommenssteuern betrifft, so
>sieht Leitl eine Entlastung des Mittelstandes als notwendig
>an: "Lineare Steuererhöhung statt progressive, in den
>unteren Einkommensbereichen müssen wir auf dem
>Lohnnebenkostensektor sprich Senkung der
>Sozialversicherungsbeiträge etwas für höhere Kaufkraft
>tun." (red)
>
>Chat auf derstandard.at

Der Mann gefällt mir, weiter so!!! Weg mit der Aktiensteuer!!!

  

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Die Vermögenszuwachsteuer (vorallem auf Aktien) kommt,weil es die SPÖ so will (und sei es mit der Brechstange).Ein Nachgeben der SPÖ ist diesmal,wenn man auch nur einen Hauch Gespür für Politik hat,doch nahezu unmöglich,wenn man an die nächste Wahl denkt,die sich der Gusi stellen muss.
Wieviel Geplappere gab es doch in deutschen Foren und Wetten,dass die Aktiensteuer in Deutschland nie kommen werde.Zu kompliziert,zu teuer für Banken,kaum Einnahmen,nicht administrierbar,schädlich für den Finanzmarkt,blablabla.
Alles Bullshit,denn sie ist schon da.Gemacht von einer Grossen Koalition.

Andreas Dolezal
"Die Manufaktur", Capital Bank


"Es besteht aber auch die Gefahr, dass die paar Euro, die mir die Entlastung des Mittelstandes bringen könnte, durch die geplante (und meiner Meinung nach fix beschlossene) Vermögenszuwachssteuer wieder verloren gehen. "

Hier stimme ich ihm zu.Egal wie schwachsinnig überhaupt!! Steuern auf Aktien sind,die "Aktiensteuer" wird höchstwahrscheinlich Wirklichkeit werden.Vielleicht kommt noch ein Wunder,aber naja....

Warum wir uns nicht wie die Niederlande oder die Schweiz keine Steuern auf Aktien leisten können oder wollen ist schon ein Rätsel.




  

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Christian Ortner am Samstag
Steuerreform als Taschengeld-Erhöhung


Wenn nicht alles täuscht, wird die kommende Steuerreform ungefähr so aussehen: All jene, die nichts oder nur eher wenig zum Bruttosozialprodukt (BSP) beitragen – also die sogenannten kleinen Leute – werden ein bisschen dazu bekommen; all jene, die dieses BSP im Wesentlichen erwirtschaften, also die sogenannten Besserverdiener, werden mit viel Glück gerade die kalte Progression der letzten Jahrzehnte abgegolten bekommen, also real nicht wirklich entlastet werden; und den wirklich Reichen wird die Reform, wie jede andere auch, mangels persönlicher Relevanz ziemlich gleichgültig sein (für sie gilt im Normalfall ohnehin ein maßgeschneidertes Steuerrecht).
Es ist deshalb ganz herzig, wenn nun über Details wie die Ausgestaltung des "Familiensplittings" jede Menge Wind gemacht wird – tatsächlich verstellen derartige Nebenfronten der Steuerdebatte nur den Blick aufs Ganze. Dieser Blick zeigt: Selbst sehr moderat besser Verdienende werden mittlerweile in einer Art und Weise besteuert, die konfiskatorisch zu nennen noch eine Beschönigung ist. Was den Betroffenen freilich in den meisten Fällen gar nicht bewusst ist.

Angenommen, Sie verdienen als Angestellter 4000 Euro brutto im Monat, was gut, aber nicht die Welt ist. In diesem Fall haben sie das Vergnügen, rund zwei Drittel ihrer Arbeitsleistung an den Staat abzuführen und dürfen gerade ein Drittel als Taschengeld behalten, was eher an die Verhältnisse im verblichenen Realsozialismus erinnert als an den angeblichen Neoliberalismus unserer Tage.

Denn: 4000 brutto (üblicherweise mal 14) ergibt 56.000 pro Jahr. Dazu kommen 17.200 Euro, die Ihr Arbeitgeber für Sie an Abgaben abführt, macht also 73.200 Euro, die Sie real zwar leider nicht in Barem verdienen, aber erwirtschaften.

Nach Abzug aller Steuern und Abgaben bleiben Ihnen davon ganze 34.100 Euro netto pro Jahr. Angenommen, Sie sparen 4100 Euro und konsumieren die restlichen 30.000 Euro, so führen Sie noch einmal 5000 Euro an Mehrwertsteuer ab – bleiben Ihnen also netto 25.000 Euro. Und zwar 25.000 von ursprünglich mehr als 73.000 von Ihnen erwirtschafteten Euro. Oder: zwei Drittel für den Staat, ein Drittel Taschengeld für Sie.

Das – und nicht irgendwelche zweitrangigen steuerlichen Bestimmungen – ist der Kern des Problems: dass der Staat über einen viel zu großen Anteil der Wirtschaftsleistung verfügt und der Einzelne über einen viel zu geringen.

Am Anfang einer ernsthaften Steuerreform stünde daher nicht ein Kuhhandel zwischen den Koalitionären über Details, sondern eine signifikante Reduktion der Staatsausgaben. Erst dies ermöglichte dem Finanzminister, an die Stelle einer bloßen Taschengeld-Erhöhung für die Leistungsträger eine halbwegs angemessene Höhe der Besteuerung zu setzen. Wozu es freilich, so wie es derzeit aussieht, in nächster Zeit nicht einmal annähernd kommen wird.

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4402&Alias=wzo&cob=342348

  

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Insellösungen gegen die Abgeltungssteuer
von Markus Miler

Editorial aus der aktuellen Kapital & Steuern Schwerpunktausgabe "Britische Lebensversicherungen".

Liebe Leserin, lieber Leser,

mit der ertragsschädlichen Abgeltungssteuer verliert die klassische Vermögensverwaltung über ein Bankdepot erheblich an Reiz. Ausländische Versicherungsmäntel ürften an Gewicht gewinnen. DerMantel der Versicherung dient dabei – vollkommen steuerkonform und legal – nur als „Verkleidung“ für das dahinterstehende
Bankdepot.

Nach meiner Überzeugung werden Versicherungsmäntel zukünftig ein normales,kassentaugliches Investment auch für kleinere Vermögen sein, und zwar zur Produktdiversifikation und vor allem für Sparpläne. Dieser Aspekt ist für mich besonders interessant, da gerade der Vermögensaufbau durch die schlechte Ausgestaltung
der Abgeltungssteuer in Deutschland erheblich behindert wird.

Durch die Nutzung eines Versicherungsmantels wächst Ihr Vermögen innerhalb des Mantels steuerfrei, denn es entstehen keine steuerschädlichen Zuflüsse. Auch in Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung müssen Sie Ihre Erträge nicht deklarieren. Durch die Ummantelung werden die durch die Abgeltungssteuer normalerweise
anfallenden Verluste beimZinseszinseffekt vermieden und die Steuern auf die Erträge gestundet.

Schaffen Sie sich Ihre persönliche Insellösung für die Abgeltungssteuer. In Deutschland werden vor allem Versicherungslösungen „von der Insel“ wegen der flexibleren Anlagemöglichkeiten immer beliebter. Eine in der Regel hohe Aktienquote, günstige Kostenstrukturen, eine hohe Transparenz sowie flexiblere Ein- und Auszahlungsmodalitäten bei gleicher steuerlicher Behandlung machen diese Produkte für Ihre persönliche Altersvorsorge und (Abgeltungs-)Steueroptimierungs-Strategie äußerst attraktiv.

Gründe genug also, Ihnen das Modell „britische Lebensversicherung“ einmal in einer eigenen Themenausgabe vorzustellen.

Herzlichst Ihr

Markus Miller
Chefredakteur Kapital & Steuern
https://www.investor-verlag.de/produkte/ssb/

PS: Mit dieser Themenausgabe, die Sie bei einem Drei-Monats-Test erhalten, möchte ich Ihnen eine praxisnahe Hilfestellung für Ihre persönliche Vermögensplanung mit britischen Lebensversicherungen an die Hand geben.

Mittlerweile sind in Deutschland mehr als zwei Dutzend britische Anbieter aktiv. Obwohl die Versicherungen ihren Geschäftssitz nicht in Deutschland haben, können die Verträge in Euro abgeschlossen werden.

  

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Gerade in der ZIB2 gehört: Die Regierung will die Hackler-Regelung bis mind. 2013 verlängern. Und Prof Bernd Marin kann's fast net glauben... Demnach würden bereits in 10 Jahren pro Jahr 560 Millionen Euro (!) für die vorzeitigen Pensionierungen draufgehen - das entspricht den jährlich notwendigen Einsparungen im Gesundheitssystem!

Also, nicht schon mit 60 in Pension, dafür weg mit der V-Steuer!!

  

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Leitl zu Gesundheitsreform: Neue Steuer überflüssig
- WKO-Chef: Absage an Vermögenszuwachssteuer.
- Allerorten Ringen um Parteienkonsens.


Wien. Die Einigkeit der Sozialpartner in Sachen Gesundheitsreform bekam am Donnerstag einen ersten Knacks: Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl stieß sowohl den Gewerkschaftsbund ÖGB als auch die SPÖ mit der Ankündigung vor dem Kopf, die Vermögenszuwachssteuer werde nicht mehr benötigt. Der in weiten Teilen von den Sozialpartnern entwickelte Entwurf sehe andere Finanzierungen für die Gesundheitsreform vor.

Sowohl ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer als auch SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer widersprachen sofort: Die Vermögenszuwachssteuer sei keineswegs vom Tisch. Das Gesundheitssystem brauche auf Dauer mehr Geld.

Widerstand auch in SPÖ

Leitls derzeit schwerste Aufgabe ist, gemeinsam mit Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky die vielen Kritiker in der ÖVP von der Reform zu überzeugen. Doch auch innerhalb der SPÖ stößt die geplante Gesundheitsreform zunehmend auf Ablehnung. Vor allem die Linzer Bezirkspartei rief ihre Abgeordneten dazu auf, gegen die Einigung zu stimmen. Mindestens zwei Abgeordnete wollen der Aufforderung folgen.

Hauptkritikpunkt der sozialdemokratischen Reformgegner in SPÖ und Gewerkschaft: Die Aufwertung der Arbeitgeberseite, also der Wirtschaftskammer, in den Gremien des Hauptverbandes. Dieser wird im Zuge der Reform in eine Holding umgewandelt und gewinnt gegenüber den Kassen deutlich an Macht. Auch befürchten die Kritiker innerhalb der SPÖ eine Zentralisierung der Sozialversicherung.

ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer verteidigte die von ihm ausverhandelte Einigung. "Wir haben uns nicht über den Tisch ziehen lassen", sagte Hundstorfer. Einen Machtverlust der Arbeitnehmer erwartet er nicht.

Auch Hundstorfers ÖVP-Pendant Leitl verteidigte die Struktur des Hauptverbandes: "Wenn wir Partner sind, bedeutet das auch, dass wir nicht majorisiert werden können".

Donnerstag, 15. Mai 2008

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3858&Alias=wzo&cob=346439

  

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Die Diskussion um die V-Steuer ist in den letzten Tagen ja etwas verstummt, gut zu hören dass sich der Leitl dazu meldet - vielleicht haben die ÖVPler mittlerweile auch erkannt, dass sie mit einer solchen Einführung viele Wähler vertreiben könnten.

Ich kann das Argument eines angeschlagenen Gesundheitssystems für die Steuer jedenfalls nicht mehr hören; anstatt Strukturen zu straffen und Kosten zu senken, werden einfach neue Einnahmequellen gesucht - die SPÖ beweist wieder einmal ihre wirtschaftliche Kompetenz...

Habt ihr euch schon eingetragen? http://www.boerse-express.com/liste

  

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Das Europäische Finanz Forum, die Expertenplattform für Banker und Manager, erfreute sich beim monatlichen Talk über eine rege Teilnahme. Gastreferent Markus Fichtinger, Geschäftsführer Aktienforum, referierte zum Thema „Die geplante Vermögenszuwachssteuer - Fakten und Mythen“. Der Finanz-Experte informierte, dass diese geplante Steuer in keiner Weise das Gesundheitssystem finanzieren kann. Berechnungen des Aktienforums ergeben ein Einnahmenvolumen von weniger als 200 Mio Euro. In Zeiten turbulenter Kapitalmärkte kann sich das Steueraufkommen sogar halbieren. Fichtinger rechnet, dass Banken die Kosten für die aufwendige Einhebung der Steuer auf ihre Kunden umwälzen werden.



Der Aktienforum Geschäftsführer Markus Fichtinger sorgte mit seinem aktuellen Steuerthema für große Aufmerksamkeit: Fichtinger referierte bei der vom Europäischen Finanz Forum monatlichen Vortragsreihe über die Sinnhaftigkeit der geplanten Vermögenszuwachssteuer. Der Experte ist der Ansicht, dass sich diese geplante Einnahmequelle des Staates nicht rentieren wird, um die Defizite der Krankenkassen auszugleichen. „Um das System mit neuen Steuern zu finanzieren, würde man konstante Einnahmen benötigen. Erfahrungen aus anderen Ländern mit Vermögenszuwachssteuern zeigen aber, dass die Einnahmen pro Jahr bis zu 50 Prozent variieren“, erklärt Fichtinger. „Das derzeitige ineffiziente Gesundheitssystem benötigt jährlich einige Milliarden Euro. Durch eine politisch bewegte Steuer kann das niemals finanziert werden“. Der Experte weist auch darauf hin, dass die geplante Einhebung durch Banken mit enormen Kosten verbunden ist, die sicherlich auf Kunden umgewälzt werden müsste.



Das Europäische Finanz Forum erfreute sich reger Teilnahme von Entscheidungsträgern und Experten der Finanzwirtschaft sowie Vertretern der Fachmedien. Dem Vortrag lauschten unter anderem Wolfgang Strasser und Anton Weber (Deloitte), Werner Albeseder (Prime Consulting), Kurt Hödl (Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien), Hermann Machetanz (Bank Austria), Brigitte Schwarzer (Aon Jauch & Hübener GmbH), Josef Podlesnig (Stadt Wien), Otto Federsel (COPS Gesellschaft m.b.H.), Bernd Zugenbühler (much net) und Michael Dvorak (Raiffeisen Centrobank)

  

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Da will es einer nicht verstehen....


SP-Gewerkschafter verstärken Druck
11.06.2008 | 19:37 | (Die Presse)

„Vermögenszuwachssteuer notwendig“: FSG-Chef Haberzettl warnt Gusenbauer vor Nachgeben gegenüber ÖVP. Faymann mahnt: SPÖ muss ihr Profil schärfen.

Wien (ett/red.). In der Koalition spitzt sich die Kraftprobe um die Steuerreform zu. Der Vorsitzende der SPÖ-Gewerkschafter (FSG) Wilhelm Haberzettl kündigte im Gespräch mit der „Presse“ am Mittwoch an: „Die FSG wird massiven Druck für die Vermögenszuwachssteuer machen.“ Unmittelbarer Adressat dieser Warnung ist Finanzminister ÖVP-Chef Wilhelm Molterer, der zuletzt die Notwendigkeit dieser neuen, kurz nach Ostern von der Regierungsspitze für das Gesundheitswesen vereinbarten Steuer bezweifelt hat. Zugleich erhöht sich damit auch der Druck auf Bundeskanzler, SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer, dass diese Vereinbarung umgesetzt wird.

Für Haberzettl ist klar: „Diese Steuer ist notwendig für die nachhaltige Finanzierung des Gesundheitswesens.“ Die FSG hat am Mittwoch die Kampagne „Lohnsteuer senken“ gestartet, kommende Woche sind auch Straßenaktionen vorgesehen. Entscheidend für Haberzettl ist, was bei der „Lohnsteuersenkungsreform“ für die Arbeitnehmer übrig bleibe. Die SPÖ-Gewerkschafter fordern eine Entlastung um 3,5 Milliarden Euro – mehr als die Regierung zugestehen will.

  

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>„Vermögenszuwachssteuer notwendig“: FSG-Chef Haberzettl warnt
>Gusenbauer vor Nachgeben gegenüber ÖVP. Faymann mahnt: SPÖ
>muss ihr Profil schärfen.

Da merkt man jetzt am eigenen Leib wie das ist, wenn die Mehrheit auf eine Minderheit losgeht. Das sollte einen auch selbst sensibilisieren, nicht vorschnell auf jemanden "reinzuhauen".
Egal ob sinnvoll oder nicht, ob das jetzt Geld bringt oder nicht, die FSG Gewerkschaft will dier Vermögenszuwachssteuer. Auch wenn die Einhebung vielleicht sogar mehr kostet als der Ertrag, egal. Profil schärfen und gegen Aktienbesitzer vorgehen. Da geht es dann nicht mehr um Vernunft sondern Klassenkampf. Und genau in so einer Situation kann man auch mit Argumenten nichts mehr ausrichten.

  

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Ich bin nicht dem Haberzettl seine Klasse. Bei jedem Streik werden die Leute ohne Auto einfach am Bahnhof stehen gelassen, und den Eisenbahnern ist das wurscht, ob ein Nichteisenbahner deswegen seinen Job verliert. So viele Taxis gab´s gar nicht damals, und jeder konnte sich auch keines leisten, speziell für längere Wegstrecken (über 20 Kilometer). Der Kunde ist der letzte Dreck, das lassen sie sie auch jederzeit spüren. Vor kurzem wieder Überlandstrecke: Zug wird eingezogen, bitte alle aussteigen. Keine Erklärung, wozu. Der Fahrdienstleiter wisse auch nichts. Er wisse auch nicht, ob Busse vorbeikommen, die ÖBB sei nämlich eine andere Firma als der Postbus, und da wisse einer vom anderen nichts. Dann ist der Postbus gekommen, oh Freude, wir wollten ihn aufhalten. Nein, das geht den Postbus nichts an, seine Haltestelle ist 1 km vor und 1 km nach dem Bahnhof, und 60 Leute auf einmal nimmt er schon gar nicht auf. Wie gesagt, die ÖBB sind nämlich eine Fremdfirma. Der Postbus dürfe sich nicht um die Fahrgäste der ÖBB kümmern, obwohl er auch Fahrtziel Wien hatte. Ausserdem sei Samstag, da fahre er immer leer und denke nicht daran, das zu ändern.

Wenn man schon soviel mitmacht, streiken brauchen sie da wirklich nicht, um uns zu zeigen: Alle Räder stehen still, wenns der starke Eisenbahner will!

  

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Da geht es dann nicht mehr um Vernunft sondern
>Klassenkampf. Und genau in so einer Situation kann man auch
>mit Argumenten nichts mehr ausrichten.



Sehe ich ebenfalls so.


  

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Mit dem Platzen der Koalition steigen meiner Meinung nach wieder die Chancen auf die Einführung der V-/Aktien-Steuer.

Wenn es blöd läuft, dann bringt sie die SPÖ noch im "Studiengebühren/Pflegegeld/Abfangjäger/etc."-Paket unter, das sie eventuell noch mit "freien Mehrheiten" vor der Wahl durch den Nationalrat bringen will.

Oder gibt's doch eine SPÖ-Minderheitenregierung mit diesen "Zuckerln"?

  

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>Mit dem Platzen der Koalition steigen meiner Meinung nach
>wieder die Chancen auf die Einführung der V-/Aktien-Steuer.
>
>Wenn es blöd läuft, dann bringt sie die SPÖ noch im
>"Studiengebühren/Pflegegeld/Abfangjäger/etc."-Paket
>unter, das sie eventuell noch mit "freien
>Mehrheiten" vor der Wahl durch den Nationalrat bringen
>will.
>
>Oder gibt's doch eine SPÖ-Minderheitenregierung mit diesen
>"Zuckerln"?
>
>

Meinst Du jetzt, daß nach dem SPÖ-Deseaster irgend jemand, der die wählt, deren Versprechungen glaubt????

Dazu hätten sie Zeit gehabt, genug, die für uns als Beobachter noch peinlicher anmutend nicht hätte sein können.

Einer Partei, die bei allen Wahlversprechungen vor kurzem (so lange ist das noch nicht her) umfällt, würde ich persönlich keine weiteren mehr glauben.

Der, der die noch wählt, ist entweder altgedienter Sozialist, ratlos, oder versteht eh nicht viel von der Wirtschaft, erhofft sich aber andere zauberhafte Impulse.

Und mit den zauberhaften Impulsen haben es österreichische Politiker schon länger nicht mehr!

  

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Die Wahlversprechen hat ja aber doch der Gusenbauer gebrochen und nicht der Faymann!

Mit Faymann an der Spitze hätte es keine Eurofighter gegeben, wird die Studiengebühr abgeschafft, die EU-Volksbefragung durchgeführt, die Pendlerpauschale erhöht, das Pflegegeld sowieso,.....etc., etc.

Wirst sehen, das sind - vielleicht ein bisschen anders verpackt - die Wahlkampfslogans.

Und dann wird man sehen, wer es noch einmal glaubt....

(Gusenbauer war ja nicht der erste, der Wahlversprechen gebrochen hat - das kommt immer wieder vor und die Leute glauben trotzdem immer wieder alles)

  

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>Die Wahlversprechen hat ja aber doch der Gusenbauer gebrochen
>und nicht der Faymann!
>
>Mit Faymann an der Spitze hätte es keine Eurofighter gegeben,
>wird die Studiengebühr abgeschafft, die EU-Volksbefragung
>durchgeführt, die Pendlerpauschale erhöht, das Pflegegeld
>sowieso,.....etc., etc.
>
>Wirst sehen, das sind - vielleicht ein bisschen anders
>verpackt - die Wahlkampfslogans.
>
>Und dann wird man sehen, wer es noch einmal glaubt....
>
>(Gusenbauer war ja nicht der erste, der Wahlversprechen
>gebrochen hat - das kommt immer wieder vor und die Leute
>glauben trotzdem immer wieder alles)



Tja, wenn dieses Konzept aufgeht (und ich denke fast, "der durchschnittliche Österreicher" ist zu mindestens 40 % "dabei"), ist mit vernünftigen Argumenten eh kein Blumentopf zu gewinnen.

  

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>>EBEN - Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!
>
>
>*intränenausbrech* Leider ist das so.

Sind wir alle wirklich solche Köffer?

  

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>>EBEN - Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient!
>
>
>*intränenausbrech* Leider ist das so.

Zum Glück, oder leider, jenachdem, ist das nicht so.
Es gibt genug Völker, die mit depperten Regierungen gestraft sind, obwohl sie selbst gar nicht so zwider wären. Umgekehrt seltener.

  

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Gratuliere zu den reichlich sprudelnden Einnahmen aus der Aktiensteuer schon heute, Herr Finanzminister (wer immer das in ein paar Monaten auch sein wird):

Beispiel: die österreichische Vorzeigeaktie AUA hat immerhin 90% Rendite in zehn Jahren für den bitterbösen Spekulanten gebracht - aber leider mit einem MINUS als Vorzeichen!

  

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>>>EBEN - Jedes Volk hat die Regierung, die es
>verdient!
>>
>>
>>*intränenausbrech* Leider ist das so.
>
>Zum Glück, oder leider, jenachdem, ist das nicht so.
>Es gibt genug Völker, die mit depperten Regierungen gestraft
>sind, obwohl sie selbst gar nicht so zwider wären. Umgekehrt
>seltener.

Asso? Wenn wir totalitäre Regime mal ausklammern, welche "Völker" sind denn das, die Du meinst?

  

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>Wenn wir totalitäre Regime mal ausklammern


Warum sollte man die ausklammern? Gerade an die habe ich gedacht.

  

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Und grad die sind keine Minderheit.

In Simbabwe würdens wohl gerne eine Regierung haben, die sich neckt und zankt wie Gusi und Molterer, statt der, die sie jetzt haben.

Mehr als 100 Länder weltweit würden sich alle zehn Finger nach einem Gusi oder Molterer abschlecken.

  

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ich verstehe die argumentation der gebrochenen wahlversprechen nicht. die spö vertritt weiterhin ihre politischen ansichten wie vor der wahl. das einzige was man der spö meiner meinung nach vorwerfen kann, ist das sie sich gegen die övp nicht durchsetzen konnte. was ich aber durchaus verstehe. die övp hat verlernt kooperativ zu sein. die övp spielt sehr taktische spielchen mit ihren partnern.

neuwahlen werden sich vermutlich negativ für die övp auswirken. ich glaube schon, dass die spö wahlerstimmen verlieren wird, jedoch denke ich nicht das diese zu övp wähler werden. die fpö im speziellen und die grünen auch werden die gewinner sein. ich glaube ohne jetzt genau auf ein bestimmtes wahlergebnis einzugehen, wird die övp von den anderen parteien sehr gemieden werden. wenn es das wahlergebnis zulässt, wird die övp nicht mehr in der regierung sein. die övp hat meiner meinung nach schon zuviele politische verlierer "produziert". für parteien ohne kooperationsfähigkeit ist auf lange sicht kein platz in einer demokratie und dabei ist es egal für welche politischen ziele sie stehen.

  

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Hallo?

Keine Abschaffung der Studiengebühren?

Eurofighter doch, aber dafür teurere und ältere? Wenn schon, denn schon?

Ich mein nur ... so zum Beispiel. Neben weiteren, klar.

  

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>ich verstehe die argumentation der gebrochenen
>wahlversprechen nicht. die spö vertritt weiterhin ihre
>politischen ansichten wie vor der wahl. das einzige was man
>der spö meiner meinung nach vorwerfen kann, ist das sie sich
>gegen die övp nicht durchsetzen konnte. was ich aber durchaus
>verstehe. die övp hat verlernt kooperativ zu sein. die övp
>spielt sehr taktische spielchen mit ihren partnern.


wennst jetzt statt övp und spö nun spö und övp geschrieben hättest wäre das gleiche rausgekommen. die können einfach nicht miteinander.

es kann einfach nicht sein das eine spö in einer regierung oppositionspolitik betreibt.

headline der morgigen krone "wählt feymann... wir wählen ihn auch"

  

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Sozialminister Erwin Buchinger (SPÖ) macht die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer zur Bedingung für die - von der ÖVP geforderte - Abschaffung des Vermögenszugriffs und des Angehörigen-Regresses bei der stationären Pflege.

Das sei freilich "kein politisches oder willkürliches" Junktim, sondern eine sachorientierte Problemlösung, die das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) erarbeitet habe, sagte der Minister bei einem Hintergrundgespräch heute. Zur generellen Finanzierung der Pflege präferiert die vom WIFO erstellte Studie ein steuerfinanziertes Modell.

Die Studie wurde im Auftrag jener Arbeitsgruppe erstellt, die unter der Leitung von Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina (SPÖ) Lösungen für die langfristige Finanzierung des Pflegewesens erarbeiten soll. Eine ersatzlose Abschaffung des Angehörigen-Regresses sowie des Vermögenszugriffs wäre laut Ergebnissen der Expertise problematisch, sagte Buchinger.

Studienautorin für Junktimierung
Studienautorin Ulrike Mühlberger sagte, Fazit der Erhebungen sei, dass der Vermögenszugriff sowie der Angehörigen-Regress fallen müsse. Da das aber eine Verteilungsproblematik darstelle, müssten die Abschaffungen mit der Einführung einer Vermögenszuwachssteuer junktimiert seien.

Buchinger bezifferte die Einnahmen, die die Länder durch Vermögenszugriff und Angehörigen-Regress derzeit erzielen, mit etwa 180 Mio. Euro pro Jahr. Eine vorangegangene WIFO-Studie hatte darüber hinaus ergeben, dass die Kosten im Pflegebereich bis ins Jahr 2030 zwischen 66 und 200 Prozent steigen werden - noch ohne Einrechnung allfälliger Anpassungen von Sachleistungen.

Gegen reine Versicherungslösung
Zur Finanzierung der künftigen Pflege schlagen die Studienautoren ein Heranziehen allgemeiner Steuermittel vor. Eine reine Versicherungslösung würde negative Verteilungs- und Arbeitsmarktentwicklungen zur Folge haben, so Mühlberger. Sollte die Steuerfinanzierung nicht ergiebig genug sein, dann plädieren die WIFO-Experten für eine Mischform aus Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen; angedacht wird etwa eine Erhöhung der Höchstbeitragsgrundlage.
www.orf.at

  

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>Studienautorin für Junktimierung
>Studienautorin Ulrike Mühlberger sagte, Fazit der Erhebungen
>sei, dass der Vermögenszugriff sowie der Angehörigen-Regress
>fallen müsse. Da das aber eine Verteilungsproblematik
>darstelle, müssten die Abschaffungen mit der Einführung einer
>Vermögenszuwachssteuer junktimiert seien.
>

Im Wifo sitzen auch nur mehr t.... wie wäre es wenn man einfach effizienzsteigerungen auf staatsseite einfordern würde? da ließe sich sicher ein vielfaches heben.

  

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>>Studienautorin für Junktimierung
>>Studienautorin Ulrike Mühlberger sagte, Fazit der
>Erhebungen
>>sei, dass der Vermögenszugriff sowie der
>Angehörigen-Regress
>>fallen müsse. Da das aber eine Verteilungsproblematik
>>darstelle, müssten die Abschaffungen mit der Einführung
>einer
>>Vermögenszuwachssteuer junktimiert seien.
>>
>
>Im Wifo sitzen auch nur mehr t.... wie wäre es wenn man
>einfach effizienzsteigerungen auf staatsseite einfordern
>würde? da ließe sich sicher ein vielfaches heben.

das ist halt politik, da sollte man nicht jede aussage aus einer erhebung allzu ernst nehmen.

aber schwierig zu lösen, wird die sache schon sein. es geht ja schließlich wer die sache bezahlen soll? finanzer ist der ansicht, die bediensteten im wifo sollten mit der einsparung ihres arbeitsplatzes die zeche zahlen. mir fallen da noch ganz andere "opfer" ein, die meiner meinung nach zahlen sollten.

  

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Oh ja! Warum sitzen z.B. 183 Absahner im Parlament, wenn man 5% der Stimmen braucht, um dort einzuziehen? Da würden ja 20 Abgeordnete genügen und dementsprechend nur einen Bruchteil der kosten verursachen.

Tom

  

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Aktien mit Sparbüchern zu vergleichen zeigt die geballte Wirtschaftskompetenz der SPÖ. Wenn die Einlagensicherung mit einem Betrag von 20.000€ auch auf Aktien ausgeweitet wird, bin ich für eine 25%ige V-steuer. Das man mit Aktien auch Verluste machen kann, mit Sparbüchern aber nicht, hat sich offenbar noch nicht herumgesprochen. Die neue Steuerreform beginnt mit einer neuen Steuer; was soll man dazu sagen? echt genial!!

  

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Mit Sparbüchern kann man auch Verluste machen:

Manche Zwergbanken heben bereits eine Quartalsgebühr für Sparbücher ein. Und Auflösegebühren von 5 - 10 Euro sind auch schon normal geworden.

Von der Saldierungsgebühr anlässlich von Todesfällen in Höhe von 500 Euro (bei anderen ein Promillesatz der Einlage) red ich da noch gar nicht.

  

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haben die kleinanleger die eine einlagensicherung für aktieninvestments fordern auch einen vorschlag gemacht, wie das in die realität umgesetzt werden könnte?

  

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>Die Vorschläge der SPÖ werden auch immer dümmer.

Leider ... würde man einen Bollinger bei der Dummheit anlegen, reißen die spielend auch noch die untere Linie ...

  

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Die ganzen öffentl. Diskussionen rund um V-Steuer sind mir mittlerweile schon zu bunt. Kleinanleger werden in der Zeitung als Meister des schnellen Geldes (bin ich das wirklich? oder doch etwa Meinl & Co) bezeichnet oder schlicht zu den Heuschrecken gereiht. Besonders, wenn mein Depot seit fast zwei Jahren permanent ein negatives Vorzeichen aufweist, dann ist der Ärger nur schwer zu unterdrücken. Der Vorschlag war nur provokativ gemeint, bloß keine Aufregung.

  

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>Besonders, wenn mein Depot seit fast
>zwei Jahren permanent ein negatives Vorzeichen aufweist, dann
>ist der Ärger nur schwer zu unterdrücken. Der Vorschlag war
>nur provokativ gemeint, bloß keine Aufregung.

vor was fürchtest dich dann eigentlich? kein zuwachs = keine steuer.

wenn eine steuer kommt, so wird diese nicht rückwirkend einführbar sein... also nur neukäufe ab dem zeitpunkt sind betroffen. altbestände wie deine werden bis zum verkauf wohl frei bleiben müssen. die administration wird sich freuen.

  

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Es wird sicherlich einen Stichtag geben, ab dem die V-Steuer gilt. Ob man vorher 30% oder 50% Verluste gemacht hat ist irrelevant. Im Klartext, bevor ich wieder pari aussteigen kann, müßte ich schon V-Steuer zahlen.

  

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>Es wird sicherlich einen Stichtag geben, ab dem die V-Steuer
>gilt. Ob man vorher 30% oder 50% Verluste gemacht hat ist
>irrelevant. Im Klartext, bevor ich wieder pari aussteigen
>kann, müßte ich schon V-Steuer zahlen.

das glaub ich eben nicht... denn so werdens wohl das gesetzt (sofern es überhaupt kommt) nicht wasserdicht bekommen... die angriffsfläche wäre wohl viel zu groß. schau ma mal.

  

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Ähnliche Entwicklung droht auch in Österreich....

Immer weniger Aktionäre in Deutschland
Dienstag 29. Juli 2008, 12:24 Uhr


Frankfurt/Main (AP) Immer mehr Bundesbürger drehen der Börse den Rücken zu. Erstmals seit neun Jahren ist die Zahl der Aktionäre in Deutschland wieder unter die 10-Millionen-Marke gesackt, wie das Deutsche Aktieninstitut (DAI) am Dienstag in Frankfurt am Main berichtete. Allein im ersten Halbjahr 2008 stießen angesichts von Finanzmarktkrise, fallenden Kursen und bevorstehender Abgeltungsteuer fast 500.000 Anteilseigner ihre Papiere ab.

1999 gab es 8,231 Millionen Aktionäre in Deutschland, im Jahr 2000 waren es 11,828 Millionen. Seit dem Höchststand von 12,853 Millionen Anteilseignern im 2001 ging die Zahl fast immer zurück. Im ersten Halbjahr 2008 wurden laut DAI nur noch 9,834 Millionen Aktienbesitzer und Fondsinhaber gezählt. «Im Vergleich zum Höchststand aus dem Jahr 2001 hat sich damit fast ein Viertel der deutschen Privatanleger von der Aktienanlage verabschiedet», berichtet das Institut.

DAI-Chef Rüdiger von Rosen sagte, ein wichtiger Grund für diese Entwicklung sei die internationale Finanzmarktkrise, die zu deutlichen Kursrückgängen an den Aktienmärkten geführt habe. Ende 2007 pendelte das wichtigste deutsche Börsenbarometer DAX noch um die 8.000-Punkte-Marke. Mittlerweile liegt der Deutsche Aktienindex nur noch bei rund 6.300 Zählern.

Von Rosen kritisiert aber zugleich die Politik in Deutschland. Die Bundesregierung müsse «endlich für widerspruchsfreie Rahmenbedingungen sorgen, die das Vertrauen der Anleger in die Vorteile der Aktie» stärkten. Zwar versuche die Regierung mit der geplanten Ausweitung der Förderung von Mitarbeiterkapitalbeteilungen die Attraktivität auch der Belegschaftsaktie zu erhöhen. Doch die Einführung der Abgeltungsteuer am 1. Januar 2009 konterkariere dieses Modell wieder.

Besonders kräftig ging dem DAI zufolge im ersten Halbjahr 2008 die Zahl der direkten Aktionäre zurück. 528.000 Privatanleger, das entspricht 13,1 Prozent, trennten sich von ihren Unternehmensbeteiligungen. «Die Zahl der Direkt-Aktionäre liegt nun wieder unter dem Niveau von 1992.» Dieser Einbruch bei der Direktanlage habe auch nicht durch einen Anstieg bei den Fondsanlegern kompensiert werden können. Auch hier stellte das Aktieninstitut einen Rückgang von 296.000 Anlegern oder 3,7 Prozent fest.

  

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26.08.2008 | 18:20 | (Die Presse)

Großbritannien und Deutschland wehren sich weiterhin gegen Einführung. Laut Wifo-Experte Schulmeister kann die Umsetzung nur in mehreren Etappen erfolgen.

Wien(höll). Wifo-Experte Stephan Schulmeister hat in einer neuen Studie berechnet, wie viel Europa mit einer Steuer auf Finanztransaktionen einnehmen könnte. Bei einem Steuersatz von 0,1 Prozent auf das Transaktionsvolumen kommt Schulmeister auf 255,9 Mrd. Euro. Bei einem Steuersatz von 0,01 Prozent sind es immer noch 82,7 Mrd. Euro. „Meiner Ansicht nach wäre zunächst ein Steuersatz von 0,01 Prozent vernünftig. Das wäre auch politisch leichter durchzusetzen“, sagt Schulmeister zur „Presse“. In Österreich würden die Erträge bei einem Steuersatz von 0,01 Prozent rund 500 Mio. Euro ausmachen.


Der Wifo-Experte räumt ein, dass die Einführung einer solchen Abgabe nur sinnvoll ist, wenn Deutschland und Großbritannien mitmachen. Beide Länder wollen davon aber bislang nichts wissen. Denn über die Finanzzentren London und Frankfurt werden ein Großteil aller europäischen Spot- und Devisentransaktionen abgewickelt. Schulmeister schlägt vor, dass Deutschland und Großbritannien quasi als Entschädigung einen bestimmten Teil der Steuereinnahmen erhalten. Der Rest könnte für länderübergreifende EU-Projekte wie zum Beispiel für die Entwicklungszusammenarbeit verwendet werden.

In Österreich sprechen sich sowohl die SPÖ als auch die ÖVP für eine Finanztransaktionssteuer aus. Auch in anderen Ländern wie beispielsweise in Frankreich und in Belgien gibt es eine breite Zustimmung.


Spekulanten im Visier
Laut Schulmeister kann die Umsetzung nur in mehreren Etappen erfolgen. Die Abgabe würde seiner Ansicht nach vor allem die kurzfristig-spekulativen Transaktionen mit Finanzderivaten verteuern und so einen Beitrag zur Stabilisierung von Wechselkursen, Rohstoffpreisen und Aktienkursen leisten.

Die Diskrepanz zwischen Finanztransaktionen und realwirtschaftlichen Aktivitäten wird immer größer. Laut der Wifo-Studie war im Vorjahr das Volumen der weltweiten Finanztransaktionen 73,5 Mal so hoch wie das nominelle Bruttoinlandsprodukt aller Volkswirtschaften. Das bedeutet, dass 73,5 Mal so viel Geld an den Börsen umgesetzt wurde wie mit „realen“ Waren und Dienstleistungen. Als „Motor“ dieser Entwicklung nennt Schulmeister die Derivatmärkte, insbesonders der Börsehandel mit Futures und Optionen. Das spekulative Trading führe dazu, dass sich Wechselkurse, Rohstoffpreise und Aktienkurse immer mehr vom realen Geschehen abkoppeln.

Kritiker meinen jedoch, dass sich Spekulanten von einer solchen Steuer nicht wirklich abschrecken lassen. Eine Einführung würde zudem nur Sinn machen, wenn alle Staaten weltweit mitmachen, was praktisch ausgeschlossen ist. Selbst in der EU ist man von einer Einigung weit entfernt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.08.2008)

  

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>Jössas, die Tobin Tax schon wieder. Die Steuerfetischisten
>geben auch nie eine Ruh.

Wird Zeit seinen Wohnsitz in die steuergünstige Slowakei zu verlagern oder ins Spekulationssteuerfreie Kroatien (dort gibts den Begriff Spekulation im EStG gar nicht, soviel ich weiss...)


LG

Ottakringer

  

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>>Jössas, die Tobin Tax schon wieder. Die
>Steuerfetischisten
>>geben auch nie eine Ruh.
>
>Wird Zeit seinen Wohnsitz in die steuergünstige Slowakei zu
>verlagern oder ins Spekulationssteuerfreie Kroatien (dort
>gibts den Begriff Spekulation im EStG gar nicht, soviel ich
>weiss...)
>
>
>LG
>
>Ottakringer

gibts dort brauchbare und seriöse broker? BJ ist zwar auch nicht gerade der seriöseste... (gebührenerhöhung bei leidenden investoren)... aber doch im inland. momentan ziehts mich eher in die schweiz.

  

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>>>Jössas, die Tobin Tax schon wieder. Die
>>Steuerfetischisten
>>>geben auch nie eine Ruh.
>>
>>Wird Zeit seinen Wohnsitz in die steuergünstige Slowakei
>zu
>>verlagern oder ins Spekulationssteuerfreie Kroatien (dort
>>gibts den Begriff Spekulation im EStG gar nicht, soviel
>ich
>>weiss...)
>>
>>
>>LG
>>
>>Ottakringer
>
>gibts dort brauchbare und seriöse broker? BJ ist zwar auch
>nicht gerade der seriöseste... (gebührenerhöhung bei leidenden
>investoren)... aber doch im inland. momentan ziehts mich eher
>in die schweiz.

Gute Frage - würde im weit entfernten Ausland der Brokerjet-Funkschlüssel überhaupt gehen? Habe bei dessen Einführung irgendwo hier im Forum gelesen, dass ein Forumskollege seinen Winter spekulierend in Asien verbrachte und daher den Schlüssel nicht erhielt bzw. dieser nicht funktionierte (oder so ähnlich halt...)

lg
Ottakringer

  

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>Gute Frage - würde im weit entfernten Ausland der
>Brokerjet-Funkschlüssel überhaupt gehen? Habe bei dessen
>Einführung irgendwo hier im Forum gelesen, dass ein
>Forumskollege seinen Winter spekulierend in Asien verbrachte
>und daher den Schlüssel nicht erhielt bzw. dieser nicht
>funktionierte (oder so ähnlich halt...)
>
>lg
>Ottakringer

ich denke eher daran brokerjet über kurz oder lang zu verlassen... die gebühren vertreiben mich regelrecht.

  

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>Gute Frage - würde im weit entfernten Ausland der
>Brokerjet-Funkschlüssel überhaupt gehen? Habe bei dessen
>Einführung irgendwo hier im Forum gelesen, dass ein
>Forumskollege seinen Winter spekulierend in Asien verbrachte
>und daher den Schlüssel nicht erhielt bzw. dieser nicht
>funktionierte (oder so ähnlich halt...)


Ja, der Schlüssel funktioniert überall, weil nicht mit Funk sondern mit internem Rechner ausgestattet. Das Asien-Problem war nur, daß die Post in Niederländisch-Indien (oder woauchimmer sich der Kerl herumgetrieben hat) nicht funktioniert bzw. Brokerjet den Key nicht dorthin versenden wollte.

Steuerfreien Spekulationsgewinn gibt es nach einer Liste weiter oben in diesem Thread in folgenden EU-Staaten: Niederlande, Griechenland, Lettland, Malta und Zypern.

  

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Standard: Der liberale Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner soll Ihnen einmal vorgerechnet haben, wie viel Millionen er steuerfrei aus Aktienverkäufen verdient hat. Gibt Ihnen das nicht zu denken?

Molterer: Wir müssen vieles neu denken. Ich bin für eine Steuer auf Finanztransaktionen, auch eine Spekulationssteuer wird weltweit zum Thema. Eine generelle Vermögenszuwachssteuer wäre falsch, weil sie etwa die Pensionsvorsorge trifft. Aber wer aus Aktienverkäufen etwas erlöst, soll innerhalb einer bestimmten Frist Steuern zahlen. Und die soll nicht wie bisher ein Jahr, sondern zwischen fünf und zehn Jahren betragen.

(aus: STANDARD-Sommergespräche)

  

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>Standard: Der liberale Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner
>soll Ihnen einmal vorgerechnet haben, wie viel Millionen er
>steuerfrei aus Aktienverkäufen verdient hat. Gibt Ihnen das
>nicht zu denken?
>
>Molterer: Wir müssen vieles neu denken. Ich bin für eine
>Steuer auf Finanztransaktionen, auch eine Spekulationssteuer
>wird weltweit zum Thema. Eine generelle Vermögenszuwachssteuer
>wäre falsch, weil sie etwa die Pensionsvorsorge trifft. Aber
>wer aus Aktienverkäufen etwas erlöst, soll innerhalb einer
>bestimmten Frist Steuern zahlen. Und die soll nicht wie bisher
>ein Jahr, sondern zwischen fünf und zehn Jahren betragen.
>
>(aus: STANDARD-Sommergespräche)

Zahn Jahre ist bisher der höchste Zeitraum, den ich gehört habe. Wer bietet noch mehr?

  

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>Standard: Der liberale Bauunternehmer Hans Peter Haselsteiner
>soll Ihnen einmal vorgerechnet haben, wie viel Millionen er
>steuerfrei aus Aktienverk�ufen verdient hat. Gibt Ihnen das
>nicht zu denken?
>
>Molterer: Wir m�ssen vieles neu denken. Ich bin f�r eine
>Steuer auf Finanztransaktionen, auch eine Spekulationssteuer
>wird weltweit zum Thema. Eine generelle Verm�genszuwachssteuer
>w�re falsch, weil sie etwa die Pensionsvorsorge trifft. Aber
>wer aus Aktienverk�ufen etwas erl�st, soll innerhalb einer
>bestimmten Frist Steuern zahlen. Und die soll nicht wie bisher
>ein Jahr, sondern zwischen f�nf und zehn Jahren betragen.
>
>(aus: STANDARD-Sommergespr�che

6 bis 10 Jahre würde einen gewaltigen negativen impakt auf den finanzmarkt österreich haben. brrr, der molterer weiss nicht, was er spricht. eine Tobinsteuer wird immer irgendwo besprochen, aber niemand wird diese einführen.

  

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>Aber wer aus Aktienverkäufen etwas erlöst, soll innerhalb einer bestimmten Frist Steuern zahlen. Und die soll nicht wie bisher ein Jahr, sondern zwischen fünf und zehn Jahren betragen.



zwischen 5 und 10 jahren? der molterer verwechselt das anscheinend mit einem bausparvertrag.

  

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Und wer wehrt sich jetzt noch gegen die Vermögenszuwachssteuer ?

So wie es ausschaut alle Parteien dafür.

Ausnahme, so wie es ausschaut nur noch ÖVP, die zumindest behauptet gegen weitere Steuern zu sein.

Inwieweit sie dann aber im Fall der Fälle das auch hart durchzieht ?

  

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Ich hab ehrlich gesagt nichts gegen eine Spekulationssteuer, wenn es doch die Möglichkeit gäbe, auch Verluste aus Spekulationsgeschäften steuermindernd angeben zu können. Ich finde die derzeitige Regelung für kurzfristige Spekulationsgeschäfte ziemlich unfair. Gerade heuer, wo glaub ich keiner in der Gewinnzone ist, wäre ein Verlustvortrag der Spekulationsverluste notwendig gewesen.

Sollte die Specksteuer auf 10 Jahre verlängert werden, wäre das Börsengeschäft für mich dann keine geeignete Möglichkeit zum Vermögensaufbau mehr. Da werde ich schnell zum Sparbüchlbesitzer.

Wie gefährlich die Specksteuer ist, zeigt folgende Rechnung:

Jahr 2007 Gewinn = 100.000 Euro => Steuer: 50.000 Euro
Jahr 2008 Verlust = 100.000 Euro

Das Aktienvermögen wäre somit per Ultimo 2008 gleich hoch wie per Ultimo 2006, und dennoch hat der Staat 50.000 Euro lukriert. Man sitzt also auf Verlusten in Höhe von 50.000 Euro, obwohl das Aktiengeschäft über 2 Jahre hinweg eine schwarze 0 gebracht hat.

Der Aktionär trägt somit nicht nur ein enormes Börsenrisiko sondern auch ein erhebliches Steuerrisiko. Da sieht's dann mit der Kosten-Nutzen-Rechnung nicht mehr so gut aus.

  

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Solche Leimsieder wie in der ÖVP kann man ohnehin lange suchen. Verraten ihre eigene Clientele mit Unfug wie verlängerte Spekulationsfristen, Vermögenszuwachssteuer usw. Absolut unfähig, unglaubwürdig und Brüsseler Hofschranzen noch dazu. Weder hat man Standfestigkeit bei der Data Retention gezeigt, noch bei der Kriminalisierung der Tauschbörsenbenutzer (klar, die Musikindustrie in Österreich ist ja sooo wichtig). Und zu guter letzt taucht noch der Fischler aus der Versenkung auf und vergrämt die letzten mit seiner Gentechnik-Propaganda, die noch dazu vom Landwirtschaftsministerium finanziert wird, wo man angeblich dagegen ist - ja hallo, gehts denen noch? Ach ja, klar, und Rundfunkgebühr auf Internet-PCs. Sorry, wie kann man nur so dämlich sein!! Ich kenne Dutzende von ehemaligen ÖVP-Wählern, die aus einem oder mehreren der oben genannten Gründen nicht wählten oder nicht die ÖVP.
Dieser ganze ÖVP-Klüngel gehört schleunigst aus der Politik entfernt und durch etwas smartere Leute ersetzt. Ich vergönne ihnen diese Schlappe.

  

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Wie ich den Willi gsehn hab, wie er über die GIS-Gebühr für PCs faselt, hat´s mich auch ordentlich gerissen: "Ich pack´s nicht! Sagt der sowas, einen Tag vor der Wahl! Wo eh grad die Teuerung das Thema Nummer eins ist, und dass die Leute unter allen möglichen Gebühren stöhnen!"

Aber der Alexander Wrabetz hat ganz glücklich dreingschaut.
Wieder ein zufriedener Wähler mehr.

  

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>Steuerfreien Spekulationsgewinn gibt es nach einer Liste
>weiter oben in diesem Thread in folgenden EU-Staaten:
>Niederlande, Griechenland, Lettland, Malta und Zypern.


Dafuer muss man in den Niederlanden beim Steuerausgleich angeben, wenn man ueber 20.000 Euro auf seinen Konten hat, und dieser Betrag wird wieder versteuert. Obwohl man ja schon Einkommenssteuer darauf gezahlt hat.

Im Endeffekt zahlt man somit auf schon versteuertes Geld wieder steuern.

Bei einer Rate von bis zu 52% Einkommensteuer ist das ziemlich happig.

(Ich lebe seit 3 1/2 Jahren in den Niederlanden und darf das ganze am eigenen Leib miterleben.)

  

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(orf.at)

Aus für Vermögenszuwachssteuer?
Der Chef der sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) und SPÖ-Verhandler Wilhelm Haberzettl will indes laut einem Medienbericht auf die Forderung nach einer Vermögenszuwachssteuer zur Finanzierung des Gesundheitssystems verzichten.


Grund dafür sei die aktuelle Finanzkrise, so Haberzettl laut "Oberösterreichischen Nachrichten" (Wochenend-Ausgabe).

  

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Die EU-Kommission hat am Donnerstag den Gesetzesentwurf für eine deutlich ausgeweitete grenzüberschreitende Zinsbesteuerung vorgestellt

"Die bestehende Zinsbesteuerungs-Richtlinie hat gut funktioniert. Sie ist allerdings leicht zu umgehen. Wir müssen deswegen einige Lücken schließen. Denn zur Zeit ist es möglich, dass sehr reiche Menschen Steuern hinterziehen, und dies geht zulasten von weniger begüterten, weniger mobilen Konsumenten", sagte EU-Steuerkommissar László Kovács am Donnerstag bei der Präsentation des neuen Gesetzesvorschlags.

Dieser sieht vor, dass nicht nur wie bisher Zinsen aus Sparguthaben, sondern alle zinsähnlichen Erträge einer Quellenbesteuerung unterworfen werden und auch dann Steuer gezahlt werden muss, wenn ein anonymes Investitionsvehikel wie ein Trust oder eine Stiftung zwischengeschaltet sind.

Wahlmöglichkeit der Länder

Weiter festgehalten wird an der Wahlmöglichkeit der Länder, sich an der Informationsweitergabe zu beteiligen oder Quellensteuer abzuziehen. 24 EU-Staaten benachrichtigen einander, wenn einer ihrer Bürger in einem anderen EU-Land Geld anlegt. Die Erträge müssen dann im Rahmen der persönlichen Einkommenserklärung versteuert werden.

Drei Länder - Österreich, Luxemburg und Belgien - beteiligen sich mit Hinweis auf ihr Bankgeheimnis nicht an der Informationsweitergabe. Anleger aus EU-Staaten können in Österreich wählen, ob ihr Heim-Finanzamt benachrichtigt werden soll oder ob die Meldung unterbleibt und anstatt dessen derzeit 20 Prozent Quellensteuer abgezogen werden. Diese Steuer steigt ab 1. Juli 2011 auf 35 Prozent.

Über Sparguthaben hinaus

Bisher waren nur Sparguthaben betroffen, in Zukunft sollen auch Lebensversicherungen, Investmentfonds, Firmenbeteiligungen und alle zinsähnlichen Erträge der Quellensteuer unterworfen werden. Darüber hinaus müssen die zinsauszahlenden Stellen (zumeist die Anlagebank) gemäß dem Gesetz gegen die Geldwäsche festhalten, wer zum Beispiel bei einer Stiftung der Begünstigte ist und ebenfalls die Quellensteuer in dessen Namen einbehalten. Bisher unterlagen Stiftungen in Österreich nur heimischem Recht, die Besteuerung erfolgt zum Teil erst bei der Ausschüttung an die Begünstigten.

Kovács erhofft sich auch von der Schweiz, Liechtenstein und Steueroasen im Fernen Osten Zustimmung zu dem Vorschlag. Allerdings müsse davor in der EU Einstimmigkeit herrschen. Österreich zeigt sich verhandlungsbereit. Michael Moravec aus Brüssel, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.11.2008)

  

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"Keine neuen Steuern"
Pröll sprach von einer außergewöhnlichen Situation, in der man "kraftvoll helfen", aber auch "maßvoll haushalten" müsse, schließlich gehe es "um den Erhalt unserer Unternehmen und unserer Arbeitsplätze".

Eine Erhöhung der Steuern schlossen Faymann und Pröll zudem kategorisch aus.

Laut Faymann gebe es im Regierungsübereinkommen keine Vereinbarung für neue Steuern. Auch Pröll betonte, dass es keine neuen Steuern gebe werde. Das sei ein Eckstein der Regierungsvereinbarung, und dieses Prinzip werde auch halten, so Pröll: "Da können die Österreicher auf mich zählen."

http://orf.at/081202-32394/index.html

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Da bin ich aber gespannt, wie lange es dauert, bis dieses Versprechen gebrochen wird.

  

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Es heißt aber auch: "Eine Erhöhung der Steuern schlossen Faymann und Pröll zudem kategorisch aus."

Bleiben nur mehr Gebühren ...

  

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>Es heißt aber auch: "Eine Erhöhung der Steuern schlossen
>Faymann und Pröll zudem kategorisch aus."
>
>Bleiben nur mehr Gebühren ...


der hundsdorfer hat ja irgendwas von neuen steuern gefasselt.. brrr.. mir wird schlecht von dem kerl!

  

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BEATE LAMMER (Die Presse)

Mitten in der Finanzkrise ist eine gute Zeit, um ideologiefrei über eine Vermögenszuwachssteuer nachzudenken.

Der reiche Aktionär, dessen Geld steuerfrei für ihn arbeitet, während die werktätige Bevölkerung für ihre Arbeitseinkünfte bis zu 50 Prozent Einkommensteuer abführen muss, eignet sich momentan kaum als Feindbild. Viele Aktionäre haben hohe Verluste erlitten. Gäbe es in Österreich eine Vermögenszuwachssteuer bei Aktien, fiele für den Fiskus derzeit nicht viel ab. Politisch ist die Vermögenszuwachssteuer, wie sie etwa der ÖGB fordert, vorerst vom Tisch. Umso geeigneter ist die Zeit, ideologiefrei darüber nachzudenken.

Es stimmt: Dass die einen Zuwächse im Privatvermögen mit 25 Prozent Kapitalertragssteuer belegt sind (Zinsen), die anderen mit bis zu 50 Prozent Einkommensteuer (Aktiengewinne, wenn man innerhalb eines Jahres verkauft), die dritten gar nicht (wenn man Aktien länger als ein Jahr hält), ist weder logisch noch gerecht. Auch macht es wenig Sinn, bei Kleinanlegern zwischen „böser“ kurzfristiger Spekulation und „guter“ langfristiger Anlage zu unterscheiden. Das könnte Private verleiten, schlechte Aktien zu lange zu halten, während institutionelle Investoren längst ausgestiegen sind.

Auf der anderen Seite haben viele Kleinanleger in den vergangenen Jahren mit Immofinanz, MEL & Co. viel Geld verloren. Gewinne, die sie damit hätten gegenverrechnen können, gab es meist nicht. Diesen Anlegern muss man erst einmal erklären, warum sie, sollten sie in Zukunft mit anderen Aktien erstmals wieder Gewinne erzielen, diese gleich voll versteuern müssten.

  

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Letzteres muss man einwenig relativieren. Ziel der Versteuerung der Einkünfte aus Spekulation ist es ja, kurzfristigen Handel mit zB Wertpapieren steuerlich unattraktiv zu machen. Vom Grundsatz ist das ein richtiger Gedanke, weil die meisten Kleinanleger eh nicht wissen was sie tun und die "Ich-handle-mit-Aktien-weil-ich-schnell-damit-reich-werde"-Ideologie damit (zumindest steuerlich) gebremst werden soll.

Wer langfristig investiert und auch langfristig denkt, der nutzt die aktuelle Situation zum cost-leverage oder Aufbau von Positionen und hat im Endeffekt sowieso keine Steuer aus Spekulationseinküfte zu bezahlen, auch wenn er/sie in der höchsten Progressionsstufe ist. Und wer langfristig orientiert ist, der hat hoffentlich einen "nicht benötigten" Teil seines Vermögens investiert.


Ich möchte also den "reichen Aktionär" mal kennenlernen, der privat Aktien hält und somit einer echten Steuerbefreiung unterworfen ist, sofern er die Aktien länger als 1 Jahr hält! Den wird es nämlich nicht geben, zumindest nicht in dem Ausmaß. Denn der Bereich wo ein "Vermögenszuwachs" stattfindet, ist sowieso nur in den betrieblichen Einkunftsarten (§ 5 Ermittler großteils) oder bei den Stiftungen (Sonderstatus) wirklich zu finden. Und dort wird Vermögenszuwachs versteuert mit 25% KöSt. Selbst stille Reserven, sofern sie aufgedeckt werden beim zB Verkauf eines Grundstücks, einer Beteiligung etc.

Ok, jetzt kann man sagen, in der Stiftung sind Beteiligungsveräußerungen (wenn man weniger als 1% hält) steuerfrei. Das würde jetzt bei vielen Aktienpositionen also zu einer echten Steuerbefreiung führen, selbst wenn man sie unterjährig kauft/verkauft. Aber um eine Stiftung mal zu gründen braucht man eh schon reichlich Kapital und geparkt wird dort meist das "große" Vermögen, also große Beteiligungen etc. Von Stiftungseingangssteuern mal nicht gesprochen ...

In Summe ist also der kleine Aktionär, auch wenn er jetzt Verluste erlitten hat, nicht wirklich schlechter gestellt. Vorausgesetzt, er denkt langfristig, kennt sich grundsätzlich aus und hat nicht benötigtes Geld locker gemacht. Wer sich Hals über Kopf in den Aktienmarkt stürzt und dann Verluste beklagt, die vielleicht auch in 10 Jahren nicht mehr aufzuholen sind, dem muss ich sagen: "Wärst ins Casino gegangen, da wäre die Chance was zu gewinnen höher gewesen". Und Verluste aus "Casionaktivitäten" sind ja auch nicht vortragsfähig . Also was soll die Jammerei.


Das ist jetzt kein Plädoyer auf die Nichteinführung einer Vermögenszuwachssteuer, man kann ruhig große Vermögen höher besteuern bzw. einige Vergünstigungen (vor allem die der Steuerstundung) bei Stiftungen entschärfen. Aber eine Vermögenszuwachssteuer auf Aktien trifft im Endeffekt sowieso wieder nur die unteren Einkommen in guten Jahren, die halt ein paar Aktien halten. Natürlich käme es auf die Ausgestaltung eines solchen Gesetzes an (im Detail). Dennoch, es gibt reichlich andere Varianten, mehr "Fairness" in die Besteuerung zu bringen.

mM.

mfg
el gato





  

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Böhler-Uddeholm-Chef Raidl sieht mindestens zwei Jahre kein Wirtschaftswachstum, die Kurzarbeit scheint ihm zu teuer

Wien - "Viele sagen, die Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie, ich bin gegen diesen gelogenen Optimismus - die Schrumpfung der Wirtschaft wird heuer mindestens zwischen 3 und 4 Prozent erreichen", sagte Claus Raidl, Präsident der Nationalbank und Chef des zur voestalpine gehörenden Edelstahlkonzerns Böhler-Uddeholm heute, Dienstag, im Club der Wirtschaftspublizisten. Wifo und IHS hatten bei ihrer Frühjahrsprognose am vergangenen Freitag einen Rückgang von "nur" 2,2 bzw. 2,7 Prozent genannt.

Als wichtigste Probleme in Österreich müssten nun die steigende Arbeitslosigkeit und der Liquiditätsengpass der Unternehmen angegangen werden. Die Wirtschaft werde auch 2010 nicht wachsen.

Zur Finanzierung der Krise schlug er die Einführung einer Vermögenszuwachssteuer von 25 Prozent für neu erworbene Immobilien, Aktien und Beteiligungen vor. Es wäre nun der richtige Zeitpunkt, diese Steuer zu beschließen, um die Verteilungsfrage zu entschärfen.

"Man muss sich ja schon fragen, wer dies alles zahlen soll." Im vergangenen Herbst hätte diese Capital Gains Tax noch 400 bis 500 Mio. Euro eingespielt. "Wenn das Werkl rennt, wird das schon eine Einnahmequelle sein", so der Stahl-Manager.

....
(Fortsetzung zu Kurzarbeit etc. auf www.derstandard.at)

  

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>"Man muss sich ja schon fragen, wer dies alles zahlen
>soll." Im vergangenen Herbst hätte diese Capital Gains
>Tax noch 400 bis 500 Mio. Euro eingespielt. "Wenn das
>Werkl rennt, wird das schon eine Einnahmequelle sein", so
>der Stahl-Manager.

der ist wohl wo angrennt - dann möchte ich aber auch verluste voll
absetzen können.

  

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... andrerseits: Steter Tropfen höhlt den Stein.

Wenn man nur oft genug dagegen rennt, ermüdet der Stahl,
und irgendwann is er ganz hin.

Hab ich in der ATV-Doku von der Versenkung des Stahlkolosses "Bismarck" gesehn.
Da waren´s am Anfang auch nur Dellen, am Schluss waren´s ausgewachsene Löcher ...

  

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Ist ja nichts Neues, daß sich der Typ bei den Politikern einschleimen will. Wir hatten das ganze ja auch mal vor einem Jahr. Damals wurde das schon ausgiebig hier diskutiert. Jetzt kramt er das ganze wieder hervor. Soll lieber seinen Laden in Ordnung bringen ... (jetzt, wo Aktien bei den Anlegern soooo beliebt sind, gibt das der österreichischen Aktienkultur sicher noch mehr Auftrieb - weiter so, Herr Wichtigtuer ...)

  

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Wenn er diese Steuer schon unbedingt will,
kann er das ja mal als Selbstberechnungsabgabe bei sich selbst ausrechnen und abführen.
Das FA wird sicher eine Verwendung für die Kohle haben.

  

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hat er also wieder den mund aufgemacht
und sich auf seinen OENB Job besonnen,
dann bitte soll er doch der voest sparen helfen
und günstig in die stiftung gehen

also mir ist in diesem unseren land keiner sympatischer als er

  

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>hat er also wieder den mund aufgemacht
>und sich auf seinen OENB Job besonnen,
>dann bitte soll er doch der voest sparen helfen
>und günstig in die stiftung gehen
>
>also mir ist in diesem unseren land keiner sympatischer als
>er

Ich persönlich würde ein "Capital Gain Tax" auf sämtliche Kursgewinne von 25% als noch annehmbar empfinden. Bei Zertifikaten besteht diese ja schon....

Dafür sollte auch die Steuer auf Arbeits- bzw. Unternehmens-Einkommen diesen 25% angepasst werden.

25% Flat Tax durch die Hintertür...

LG

Ottakringer

PS: Wird aber verfassungrechtlich wegen dem "Leistungsfähigkeitsprinzip" als Ausfluss des "Gleichheitsprinzips" schwer einzuführen sein.


PPS: Und wenn sich dann alle an die 25% Flat Tax gewöhnt haben, erhöht man auf 35%, 45% usw....

  

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>PS: Wird aber verfassungrechtlich wegen dem "Leistungsfähigkeitsprinzip" als Ausfluss des "Gleichheitsprinzips" schwer einzuführen sein.


Das glaube ich eigentlich nicht. Das Leistungsfähigkeitsrinzip besagt nach meinem Verständnis nur, daß niemand über seine Leistungsfähigkeit hinaus besteuert werden soll. Es sagt aber nicht, daß man bei allen Bürgern die Grenzen der Leistungsfähigkeit ausreizen muß.

Eine degressive Steuer wäre problematisch, gegen Flat kann eigentlich niemand etwas haben.

  

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>Ich persönlich würde ein "Capital Gain Tax" auf
>sämtliche Kursgewinne von 25% als noch annehmbar empfinden.
>Bei Zertifikaten besteht diese ja schon....
>
>Dafür sollte auch die Steuer auf Arbeits- bzw.
>Unternehmens-Einkommen diesen 25% angepasst werden.
>
>25% Flat Tax durch die Hintertür...

Ich würde eine Capital Gain Tax nur akzeptieren (meinetwegen 25%) wenn

a) Verluste voll gegengerechnet werden dürfen (nicht nur gegen
Capital Gains)
b) die Lohnsteuern im Ausmaß der erwarteten Einnahmen gesenkt werden (und zwar proportional zum jetzigen Aufkommen, sprich nicht z.b. 100 Euro weniger für alle)

Beides wird niemals passieren.

  

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>>Ich persönlich würde ein "Capital Gain Tax"
>auf
>>sämtliche Kursgewinne von 25% als noch annehmbar
>empfinden.
>>Bei Zertifikaten besteht diese ja schon....
>>
>>Dafür sollte auch die Steuer auf Arbeits- bzw.
>>Unternehmens-Einkommen diesen 25% angepasst werden.
>>
>>25% Flat Tax durch die Hintertür...
>
>Ich würde eine Capital Gain Tax nur akzeptieren (meinetwegen
>25%) wenn
>
>a) Verluste voll gegengerechnet werden dürfen (nicht nur
>gegen
>Capital Gains)
>b) die Lohnsteuern im Ausmaß der erwarteten Einnahmen gesenkt
>werden (und zwar proportional zum jetzigen Aufkommen, sprich
>nicht z.b. 100 Euro weniger für alle)
>
>Beides wird niemals passieren.


@Verlustverrechung:

Bei "Capital Gains" denken wir Kleinaktionäre immer voreingenommen an börsennotiert AGs. Die meisten AGs notieren aber NICHT an der Börse, von den vielen GmbHs und anderen Unternehmen gar zu schweigen...

Wenn "Verluste" aus solchen Transaktionen mit Gewinnen anderer Einkommensarten verrechenbar wären, würde dies "Gestaltungsmöglichkeiten" offenbaren:

Dann würde ein schlauer Vorstädter die Finanz folgendmassen schnalzen:

Ich kaufe im Jahr 1 eine GmbH, ein Auto, einen wertvollen Stein, ein Bild etc. um Euro 100.000,-

Ich verkaufe dieses Gut in einem Jahr mit hohen Lohneinkünften (zB: Jahr 3) um 1 Euro. Dann habe ich 99.999,- realisierten Verlust, den ich gegen meine Steuern aus Arbeitseinkünften verrechene.

Ergebnis: Keine Steuern gezahlt.

Der mitspielende Strohmann (zB: das eigene Kind!) hat das Gut um 1 Euro gekauft und behält dieses für immer, oder sitzt im Steuerausland etc.

Extremfall:

Ev. könnte man Güter im Kreis über Strohmänner kaufen/verkaufen - die Finanz hätte dann wirklich Probleme bei der Steuererhebung...

Ergo: Verluste kann man ganz locker erzielen und verwerten. Gewinne immer vermeiden.


Schlimmstenfalls kauft man ein paar WebfreeTV oder ein paar Immofinanz und spart sich auf Jahre die Einkommensteuer....


Sind nur ein paar Extrem-Hirnwichserein zu später Stunde. Jetzt gebe ich wieder Ruhe....


LG

Ottakringer

  

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Ganz so einfach ist es leider nicht, weil da spiel das Finanzamt nicht immer mit. Stichwort "Liebhaberei"

Weil dann sagt das FA, der Stein, das Auto,... um die 100000, akzeptieren wir nicht, und dann wirds teuer.

  

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>Ist ja nichts Neues, daß sich der Typ bei den Politikern
>einschleimen will. Wir hatten das ganze ja auch mal vor einem
>Jahr. Damals wurde das schon ausgiebig hier diskutiert. Jetzt
>kramt er das ganze wieder hervor. Soll lieber seinen Laden in
>Ordnung bringen ... (jetzt, wo Aktien bei den Anlegern soooo
>beliebt sind, gibt das der österreichischen Aktienkultur
>sicher noch mehr Auftrieb - weiter so, Herr Wichtigtuer ...)

Das ist der Punkt. Normalerweise, bei einer echten Übernahme, wird das Ex-Management entsorgt. Dieser Herr ist immer noch da, obwohl es seinen Job nicht mehr gibt.

Publish or parish, scheinbar auch sein Motto...

  

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Der von Sozialminister Rudolf Hundstorfer geförderten Anhebung des
Arbeitslosengeldes erteilt Pröll eine klare Absage: "Ich bin nur dann
bereit, über eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes zu reden, wenn die
Zumutbarkeitsbestimmungen für Arbeitslose verschärft werden." Auch
die von SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves verlangte Vermögenssteuer
lehnt Pröll im "profil"-Interview ab: "Das wäre das falsche Signal.
Dann haben wir nur eine sinnlose Neiddebatte."

http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090405_OTS0004&ch=wirtschaft

  

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>sehr erfreuliche und treffende aussage!

Fragt sich nur ob er es auch durchhält wenn es z.B. Faymann im
Verbund mit "Krone", "Heute" und "Österreich" einfällt für die Einführung zu trommeln.

  

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>>sehr erfreuliche und treffende aussage!
>
>Fragt sich nur ob er es auch durchhält wenn es z.B. Faymann im
>
>Verbund mit "Krone", "Heute" und
>"Österreich" einfällt für die Einführung zu
>trommeln.

klar kann es sich ändern... wie alles im leben. aber ich hab mir eine derartig klare aussage erhofft.

  

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>klar kann es sich ändern... wie alles im leben. aber ich hab
>mir eine derartig klare aussage erhofft.

Ja, immerhin traut er es sich so zu sagen. Popularitätspreis gewinnt
er damit sicher keinen. Die Witzfigur, die den Kanzler spielt, würde
dergleichen niemals machen.

  

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>werden." Auch
>die von SPÖ-Landeshauptmann Franz Voves verlangte
>Vermögenssteuer
>lehnt Pröll im "profil"-Interview ab: "Das wäre
>das falsche Signal.
>Dann haben wir nur eine sinnlose Neiddebatte."

Den Kommentar vom Fleischhacker in der "Presse" finde ich auch nicht schlecht:

"Eat the Rich"

http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20090404_OTS0050&ch=medien

  

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Hört, hört....

Kanzler Faymann spricht sich gegen Vermögenssteuer aus
07.04.2009 | 17:29 | (DiePresse.com)

Die Koalition habe vereinbart, keine neuen Steuern einzuführen, sagt SP-Kanzler Wener Faymann. "Daran muss man sich halten", so Faymann. Er will lieber die Konjunktur stärken.

SP-Bundeskanzler Werner Faymann hat sich am Dienstag gegen parteiinterne Forderungen nach einer höhere Vermögensbesteuerung ausgesprochen. "Wir haben vereinbart, keine neuen Steuern einzuführen. Daran muss man sich halten", erklärte Faymann am Rande der Angelobung des Kärntner Landeshauptmanns Gerhard Dörfer (B) vor Journalisten. Zum jetzigen Zeitpunkt eine Steuererhöhung zu diskutieren, davon halte er wenig.

"Kein Bedarf für eine Steuererhöhung"

Eine Diskussion über eine höhere Vermögensbesteuerung habe derzeit keine Priorität in Österreich. Es gelte viel eher, die Konjunktur zu stärken, die Arbeitslosigkeit zu senken und die Sparpläne umzusetzen. Die Frage der Vermögensverteilung müsse langfristig geklärt werden: "Grundsatzdiskussion ja, Aktualität nein", stellte Faymann fest.

Auf europäischer Ebene müsse man sich klar darüber werden, wie man einerseits zusätzliches Geld einbringt, andererseits Maßnahmen gegen Steuerdumping setzt. "In dieser Legislaturperiode gibt es derzeit keinen Bedarf für eine Steuererhöhung", so Faymann.

Hundstorfer: "Wer zahlt die Krise?"

SP-Sozialminister Rudolf Hundstorfer hält eine Vermögenssteuer nicht für sofort realisierbar. Sein Herz sage aber Ja zu einer Debatte über die Frage: "Wer zahlt die Krise?". Er denkt über eine gesamteuropäische Börsenumsatz-Steuer nach.

  

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08.04.2009 | 18:16 | MARTIN FRITZL UND NORBERT RIEF (Die Presse)

Die Optionen liegen auf dem Tisch: höhere Steuern, Vermögensabgaben, weniger Mittel für die Beamten oder sparen bei den Sozialausgaben. Die Regierung muss entscheiden, wie sie das Defizit einbremst.

Wien. Die Diskussion in der SPÖ über die Einführung höherer Vermögenssteuern ist erst ein Vorgeschmack. Zwar sind sich derzeit die Spitzen von SPÖ und ÖVP einig, dass es keine Steuererhöhungen geben darf. Aber es ist gut möglich, dass dieser Konsens nicht lange anhalten wird. Die weltweite Wirtschaftskrise sorgt für ein sprunghaftes Anschwellen des Budgetdefizits. Unklar ist derzeit eigentlich nur noch, wie sehr das Budget aus dem Ruder laufen wird. Bernhard Felderer, Chef des Instituts für Höhere Studien, ist vorerst noch optimistisch: „Die Konjunkturpakete bewegen sich in einem Rahmen, der noch vertretbar ist. Man kann die Krise durchaus finanzieren, ohne neue Steuern einzuführen“, so Felderer zur „Presse“. Man müsse nur „ein wenig vorsichtig mit dem Geld umgehen“. Andere sehen da deutlich schwärzer. So rechnet der Budgetexperte Gerhard Lehner schon nächstes Jahr mit einem Minus von vier Prozent des BIP – und mit der Notwendigkeit, bald kräftig gegenzusteuern.

Die Frage ist nur: Wie wird gegengesteuert? Und wer muss letztlich die Zeche für die Krise bezahlen? Handlungsoptionen gibt es mehrere – und alle sind gleichermaßen unangenehm. Die einfachste Variante ist immer, die Steuern zu erhöhen. Nur: Die Große Koalition hat gerade mit viel Mühe eine Steuerreform beschlossen. Jetzt das Rad der Zeit zurückzudrehen würde bedeuten: Der Mittelstand, der gerade zu Recht entlastet wurde, müsste wieder die Zeche zahlen. Denn bei den mittleren Einkommen ist das meiste Geld zu holen (siehe Grafik).


Niedrige Vermögenssteuern in Österreich

Die Einführung von Vermögenssteuern, wie jetzt von Teilen der SPÖ gefordert, wäre da schon die logischere Variante, zeigen doch internationale Vergleichsstudien, dass Vermögen in Österreich sehr niedrig besteuert ist (Einkommen dafür sehr hoch). Auch da gäbe es mehrere Varianten. Zunächst die Besteuerung der Vermögen selbst. Die ist jedoch in Österreich vom früheren SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina abgeschafft worden, eine Wiedereinführung fordert außer Voves aber kaum jemand.

Anders schaut es bei der Besteuerung von Vermögenszuwächsen aus. Dass Gewinne aus Aktien- und Immobiliengeschäften ähnlich den Sparbuchzinsen besteuert werden sollen, darüber gab es vor einem Jahr schon eine Einigung in der Gusenbauer-Molterer- Koalition. Diese Pläne könnten jederzeit reaktiviert werden. Betroffen wäre vor allem der Mittelstand, der Immobilien und Wertpapiere als Altersvorsorge anschafft.

Viel zu holen wäre bei der Grundsteuer: Diese wird immer noch nach fiktiven Einheitswerten aus den 70er-Jahren berechnet, die weit vom Verkehrswert entfernt sind. Eine „Reichensteuer“ wäre die Anhebung der Einheitswerte allerdings nicht. Hauptbetroffen wären die Landwirtschaft (so sie keine Ausnahmeregelung bekommt), Eigenheimbesitzer und Wohnungsmieter. Denn die Grundsteuer ist Teil der Betriebskosten und wird auf die Mieter abgewälzt.

Felderer bezeichnet eine Vermögenszuwachssteuer als „kontraproduktiv“. Es gäbe sie ohnehin bereits auf alle Kapitalerträge. Er könne sich nur vorstellen, die einjährige Frist, bis zu der Gewinne aus Aktienverkäufen zu versteuern sind, auf zwei oder drei Jahre zu verlängern. „Damit könnte man professionelle Spekulanten von jenen trennen, die das Geld langfristig beispielsweise zur Pensionsvorsorge anlegen.“

Will man Steuern weder erhöhen noch neu einführen, so gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit, das Budget wieder ins Lot zu bringen: Der Staat muss seine Ausgaben kürzen. Wobei man das jetzt von Politikern aller Couleurs angepriesene Wundermittel Verwaltungsreform getrost vergessen kann: Es dauert Jahre, bis eine Verwaltungsreform finanziell etwas bringt – am Anfang kostet sie sogar etwas.

In Wahrheit hat der Staat zwei Möglichkeiten zu sparen: bei den Beamten (zwei Stunden zusätzlicher Unterricht für die Lehrer wären da erst ein Vorgeschmack) und bei den Sozialausgaben. Da wären es dann Arbeitslose und Pensionisten, die die Zeche für die Krise zu zahlen hätten. Die Regierungsspitze hat bisher nur gesagt, was sie nicht will, nämlich keine neuen Steuern. Aber irgendwann wird sie sagen müssen, wer für die Krise tatsächlich bezahlen soll.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.04.2009)

  

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Ich weiß nicht, warum die Pensionen immer unter "Sozialausgaben" geführt werden.

Grundsätzlich bekommen die mehr raus, die mehr einzahlen.
Und die bekommen weniger raus, die weniger einzahlen.

Wenn man also Pensionserhöhungen maßvoller durchführt, sind´s nicht immer die sozial Schwachen, die draufzahlen.

  

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>>>>Grundsätzlich bekommen die mehr raus, die mehr einzahlen.
Und die bekommen weniger raus, die weniger einzahlen.

Grundsätzlich wärs schön wenns so wär.

Der Vergleich gerät aber in eine arge Schieflage wenn ich meine ASVG Pensi in spee mit einer Beamtenbension vergleiche

  

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Warum gerät der den soooo in Schieflage?

ASVG zahlt prozentuell weniger Pesionsbeitrag bzw es gibt bei keine bei den Beamten......

Beamte: 11,75% ohne Höchstbemessungsgrundlage
ASVG: 10,25% mit Höchstbemessungsgrundlage (3360€)

Und ich glaub nicht das Beamte Abfertigung bekommen....

  

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>Warum gerät der den soooo in Schieflage?
>
>ASVG zahlt prozentuell weniger Pesionsbeitrag bzw es gibt bei
>keine bei den Beamten......
>
>Beamte: 11,75% ohne Höchstbemessungsgrundlage
>ASVG: 10,25% mit Höchstbemessungsgrundlage (3360€)
>
>Und ich glaub nicht das Beamte Abfertigung bekommen....

ich finde das system bei den beamten gar nicht so schlecht und wünschenswert für alle anderen. man bedenke zum beispiel die beamtenkrankenkasse, jene macht fast alles nur mit selbstbehalt und deren krankenkasse ist so weit mir bekannt ist nicht verschuldet. wer wird mehr schreien bei einführung eines solchen... jenen denen fad ist und nur deshalb zum arzt gehen um die zeit zu vertreiben oder die ärzte...? ich tipp mal auf zweitere.

  

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>>Beamte: 11,75% ohne Höchstbemessungsgrundlage
>>ASVG: 10,25% mit Höchstbemessungsgrundlage (3360€)
>>

Dafür ist Beamtenpension min. 2x so hoch

  

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Also ich tausche meine Abfertigung auf der Stell mit der Beamtenpension

Der Punkt ist, dass wir viel zu viele Krankenkassen, Pensionsversicherungen und noch der gleichen mehr haben. Alle, vor allem die Kollegen in den geschützten Bereichen verteidigen natürlich ihre Pfründe. Eh klar.

  

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>>>Beamte: 11,75% ohne Höchstbemessungsgrundlage
>>>ASVG: 10,25% mit Höchstbemessungsgrundlage (3360€)
>>>
>
>Dafür ist Beamtenpension min. 2x so hoch


Das ist eine unseriöse Aussage ...
Das natürlich Pensionshöhe berenzt gehört darüber kann man reden (zb.2500€) nur dann müsste man auch eine Höchsbemessungsrundlage einführen!
Aber in diesen Sphären beweg ich mich eben auch nicht!
Ich bin seit 15 Jahren Exekutivbeamter und zahle brav meinen 20%igen Selbstbehalt für mich und meine Familie bei der Krankenversicherung

Falls ich doch in 25 Jahren eine Pension bekomme wird diese sicher nicht höher sein als in meinem angestammten Beruf als Anlagentechniker .....
Zudem möcht ich noch anmerken dass ich meine 10 Jahre die ich ins ASVG System einbezahlt habe dem Staat schenken durfte und genau 1,5 Jahre angerechnet bekommen hab.

  

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>>>>Beamte: 11,75% ohne Höchstbemessungsgrundlage
>>>>ASVG: 10,25% mit Höchstbemessungsgrundlage
>(3360€)
>>>>
>>
>>Dafür ist Beamtenpension min. 2x so hoch
>
>
>Das ist eine unseriöse Aussage ...
>Das natürlich Pensionshöhe berenzt gehört darüber kann man
>reden (zb.2500€) nur dann müsste man auch eine
>Höchsbemessungsrundlage einführen!
>Aber in diesen Sphären beweg ich mich eben auch nicht!
>Ich bin seit 15 Jahren Exekutivbeamter und zahle brav meinen
>20%igen Selbstbehalt für mich und meine Familie bei der
>Krankenversicherung
>
>Falls ich doch in 25 Jahren eine Pension bekomme wird diese
>sicher nicht höher sein als in meinem angestammten Beruf als
>Anlagentechniker .....
>Zudem möcht ich noch anmerken dass ich meine 10 Jahre die ich
>ins ASVG System einbezahlt habe dem Staat schenken durfte und
>genau 1,5 Jahre angerechnet bekommen hab.

Dann weist ja eh genau wie es rennt kurz im System - in den Direktionen insb. - kurz vor der Pensi noch kurz auf hohen Posten beförden. Kurz Jubiläumsgeld (wieviel Montasgehälter war das nochmal?) kassieren....

Jede Turn - Geographie Gymnasium Lehrer/in hat 3000++ Pension.

Natürlich bei den (niedrigen) C-Posten wirkt es sich nicht so aus. Aber die A-Posten Pensionen sind die wo das Cash drauf geht.

Oder so Scherze wie beim Bundesheer. Da macht ein VizeLeutnant kurz vor der Pensionierung die Beamtenmatura, bekommt kurz eine B Posten und geht mit der Oberst Pension in den Ruhestand. Oder die ganzen Obersten die damals als Brigadire, sich vertschüssen.

PS: Deshalb ist auch mein langfristiges Ziel, das die Lebengefährtin einen schönen A6/7 mit einer netten Verwendungsgruppe bei der Gemeinde(=viel besser als Bund insb. im roten Wien) bekommt.

  

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....und warum wird sich das nicht ändern? Weil über die Hälfte der Nationlaräte aus eben diese Beamten im gehobenen Dienst rekrutiert sind. Die "einfachen Beamten" und Neueinsteiger müssen als Feigenblatt herhalten.

  

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>....und warum wird sich das nicht ändern? Weil über die
>Hälfte der Nationlaräte aus eben diese Beamten im gehobenen
>Dienst rekrutiert sind. Die "einfachen Beamten" und
>Neueinsteiger müssen als Feigenblatt herhalten.


Leider das ist das Problem......zb verdienen Neueinsteiger im Exekutivdienst die ersten beiden Jahre ca 800€ Netto ....wie soll jemand der Familie hat das machen können?

  

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>>>>>Beamte: 11,75% ohne Höchstbemessungsgrundlage
>
>>>>>ASVG: 10,25% mit Höchstbemessungsgrundlage
>>(3360€)
>>>>>
>>>
>>>Dafür ist Beamtenpension min. 2x so hoch
>>
>>
>>Das ist eine unseriöse Aussage ...
>>Das natürlich Pensionshöhe berenzt gehört darüber kann
>man
>>reden (zb.2500€) nur dann müsste man auch eine
>>Höchsbemessungsrundlage einführen!
>>Aber in diesen Sphären beweg ich mich eben auch nicht!
>>Ich bin seit 15 Jahren Exekutivbeamter und zahle brav
>meinen
>>20%igen Selbstbehalt für mich und meine Familie bei der
>>Krankenversicherung
>>
>>Falls ich doch in 25 Jahren eine Pension bekomme wird
>diese
>>sicher nicht höher sein als in meinem angestammten Beruf
>als
>>Anlagentechniker .....
>>Zudem möcht ich noch anmerken dass ich meine 10 Jahre die
>ich
>>ins ASVG System einbezahlt habe dem Staat schenken durfte
>und
>>genau 1,5 Jahre angerechnet bekommen hab.
>
>Dann weist ja eh genau wie es rennt kurz im System - in den
>Direktionen insb. - kurz vor der Pensi noch kurz auf hohen
>Posten beförden. Kurz Jubiläumsgeld (wieviel Montasgehälter
>war das nochmal?) kassieren....
>
>Jede Turn - Geographie Gymnasium Lehrer/in hat 3000++
>Pension.
>
>Natürlich bei den (niedrigen) C-Posten wirkt es sich nicht so
>aus. Aber die A-Posten Pensionen sind die wo das Cash drauf
>geht.
>
>Oder so Scherze wie beim Bundesheer. Da macht ein VizeLeutnant
>kurz vor der Pensionierung die Beamtenmatura, bekommt kurz
>eine B Posten und geht mit der Oberst Pension in den
>Ruhestand. Oder die ganzen Obersten die damals als Brigadire,
>sich vertschüssen.
>
>PS: Deshalb ist auch mein langfristiges Ziel, das die
>Lebengefährtin einen schönen A6/7 mit einer netten
>Verwendungsgruppe bei der Gemeinde(=viel besser als Bund insb.
>im roten Wien) bekommt.
>
>
Da muss ich die etwas korrigieren.....
Seit 2005 glaub ich gibts die Durchrechnung ...also mit Letztgehalt in Pension spielts nicht mehr....ich zb hab zu meinem Ruhestandsantritt 30 Jahre Durchrechnung .....da hilft die letzte Beförderung gar nix mehr.....
Ich würd einfach eine Höchstpension einführen dann wärs etwas gerechter ....

Bezüglich unseres lieben Krankensystems würd ich einfach bei jeder Krankenkasse einen Selbstbehalt einführen....
Die BVA ist denk ich mom die einzige Kasse die positiv bilanziert...

  

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"Mumpitz" - das ist ja mal ein Wort....


WKÖ-Präsident spricht sich für Finanztransaktionssteuer von drei Promille auf europäischer Ebene aus

„Die Einführung einer Vermögenssteuer ist wirtschafts- und steuerpolitischer Mumpitz“, lehnt Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, entsprechende Forderungen einzelner SPÖ-Politiker strikt ab. So würde jetzt die Einführung einer Vermögensbesteuerung die Wirtschaftskrise nicht lindern, sondern eher verschärfen. Betriebe würden nicht ent-, sondern belastet. In Zeiten sinkender Umsätze und Gewinne wäre die Wiedereinführung einer betrieblichen Vermögenssteuer eine „Strafsteuer für Unternehmen mit programmierter Arbeitsplatzvernichtung. Der frühere sozialdemokratische Finanzminister Ferdinand Lacina hat mit gutem Grund die Vermögenssteuern abgeschafft. Damit wurde Österreich als Wirtschaftsstandort sehr attraktiv. Deshalb lehnt auch Finanzminister Josef Pröll die Wiedereinführung einer solchen Steuer bzw. der Erbschafts- und Schenkungssteuer mit gutem Grund ab.“

Koalitionsvereinbarung: Keine neuen Steuern

Abgesehen von der Koalitionsvereinbarung, keine neuen Steuern einzuführen, weist Leitl auch darauf hin, dass die österreichische Sozialquote von rund 30 Prozent am Bruttoinlandsprodukt im europäischen Spitzenfeld liegt: „Es gibt nur wenige Länder, die über Sozialleistungen und Steuern zugunsten der schwächeren Einkommensbezieher so massiv umverteilen wie Österreich. Und Sozialminister Rudolf Hundstorfer arbeitet massiv an einer Grundsicherung.“

Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene

Leitl kann sich allerdings vorstellen, eine Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene einzuführen: „Mit einer Besteuerung von drei Promille auf Finanztransaktionen kann nach Gesundung der Finanzmärkte genügend Geld lukriert werden, um einerseits das EU-Budget und andererseits nationale Vorhaben zu finanzieren. 30 Euro Transaktionssteuer bei 10.000 Euro Transaktionsvolumen würde den Kapitalmarkt kaum belasten, wäre aber eine Bremse bei hohen Spekulationen.“ So könnten etwa zwei Drittel der Finanztransaktionssteuer zur gänzlichen Finanzierung des EU-Haushalts herangezogen werden. Damit würden die nationalen Budgets deutlich entlastet und die ewige Streiterei der Mitgliedstaaten um das EU-Budget hätte ein Ende. Mit dem übrigen Drittel könnten die Geldinstitute Reserven aufbauen, um künftige Finanzprobleme – flankiert von einer gemeinsamen europäischen Finanzmarktaufsicht, einer europäischen Ratingagentur und strengeren Kapitalmarktregeln – im Interesse der Sparer und der Wirtschaft besser abfedern zu können.

Leitl: „Sowohl das neugewählte EU-Parlament als auch die EU-Kommission können in dieser Frage schon in den kommenden Monaten initiativ werden und eine gemeinsame Lösung vorschlagen.“ Sich darauf zu konzentrieren und auf europäischer Ebene in diese Richtung etwas zu bewegen, wäre den Einsatz aller politischen Kräfte des Landes wert. (RH) wko.at

  

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>Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene
>
>Leitl kann sich allerdings vorstellen, eine
>Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene einzuführen:
>„Mit einer Besteuerung von drei Promille auf
>Finanztransaktionen kann nach Gesundung der Finanzmärkte
>genügend Geld lukriert werden, um einerseits das EU-Budget und
>andererseits nationale Vorhaben zu finanzieren. 30 Euro
>Transaktionssteuer bei 10.000 Euro Transaktionsvolumen würde
>den Kapitalmarkt kaum belasten, wäre aber eine Bremse bei
>hohen Spekulationen.“

Der Mensch hat keine Ahnung. Was glaubt er denn was täglich an
Zahlungen zwischen Banken läuft unter CSAs (Überweisungen
zur Besicherung für derivative Geschäfte zwischen Banken) oder
bei Zinsswaps, CDS, Währungsgeschäften, usw. Wenn man da (täglich)
3 Promille draufschlagen
wollte bricht der Markt zusammen. Also ist letztendlich wieder nur
eine Einschränkung auf Transaktionen von Bank-Kunden möglich - das kann
ja wohl nicht die Idee sein.

  

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09.04.2009 | 20:01 | (Die Presse)

Unterstützung für Voves aus Kärnten, grüne Initiative für neue Steuern. Auch in der ÖVP werden Stimmen nach einer stärkeren Besteuerung des Kapitals laut. Bundespräsident Fischer ist über die Debatte erfreut.

Wien (maf) Nun bringt sich auch der Bundespräsident in die Debatte ein. „Ich begrüße es, dass das Thema einer gerechten Lastenverteilung in grundsätzlicher Weise diskutiert wird", so Heinz Fischer zum „Standard". Für ihn sei es ein „politisches Credo, soziale Gerechtigkeit und Balance als wichtiges Staatsziel zu betrachten".

Der steirische Landeshauptmann Franz Voves hat mit seiner Forderung nach höheren Vermögenssteuern eine Lawine losgetreten: Am Donnerstag gab es zahlreiche Stimmen für die Einführung oder Erhöhung von „Reichensteuern" - und zwar quer durch mehrere Parteien.
In der SPÖ kam der Kärntner Gesundheitslandesrat Peter Kaiser den steirischen Genossen zu Hilfe. „Wenn Reiche immer reicher werden und die Armut immer weiter steigt, hat die Politik im Interesse der Solidarität zu handeln", sagte Kaiser. Das Argument von Bundeskanzler Werner Faymann, Vermögenssteuern stünden nicht im Koalitionsübereinkommen, will er nicht akzeptieren: „Das heißt nicht, dass man es nicht machen kann. Auch das Bankenpaket ist nicht drinnen gestanden."

Auch der Tiroler Klubobmann Ernst Pechlaner sprach sich für eine Belastung von Vermögen aus. Der Vorarlberger ÖGB-Chef Norbert Loacker warnte Faymann: Wenn ihm eine Abmachung wichtiger sei als tausende Arbeitslose, dann müsse er damit rechnen, dass die Basis und die Bevölkerung auf Distanz gingen.
Abweichende Stimmen auch in ÖVP

Aber auch in der ÖVP - an sich gegen die Einführung von Vermögenssteuern - melden sich weitere abweichende Stimmen. Annemarie Adlassnig, Kärntner ÖAAB-Spitzenkandidatin für die Arbeiterkammerwahl, sprach sich für eine höhere Besteuerung des Faktors Kapital aus: „Ich bin dafür, dass die Reichen einen größeren Beitrag zur Gemeinschaft leisten, als dies derzeit der Fall ist."

Der Zuwachs der Vermögen in den vergangenen Jahren sei signifikant. Auch die ÖVP müsse sich der Diskussion stellen: „Wir sind eine Volkspartei und keine Interessenvertretung der Reichen." ÖAAB-Generalsekretär Werner Amon sieht das anders: „Derzeit geht es um die Entlastung der Menschen, nicht um Belastung. Das gilt für alle Einkommensschichten."
Grüne für Vermögenssteuer

Die Grünen bereiten ein Modell vor, das auf drei Säulen beruht: Eine Vermögenssteuer, eine Vermögenszuwachssteuer sowie die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer. Großzügige Freibeträge sollen dazu führen, dass nur die tatsächlich Reichen davon betroffen wären.

  

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>Wien (maf) Nun bringt sich auch der Bundespräsident in die
>Debatte ein. „Ich begrüße es, dass das Thema einer gerechten
>Lastenverteilung in grundsätzlicher Weise diskutiert
>wird", so Heinz Fischer zum „Standard". Für ihn sei
>es ein „politisches Credo, soziale Gerechtigkeit und Balance
>als wichtiges Staatsziel zu betrachten".

da reißt er wieder das maul auf unser ach wie überparteilicher bundespräsident

  

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>„Ich bin dafür, dass die Reichen einen größeren Beitrag zur
>Gemeinschaft leisten, als dies derzeit der Fall ist."


dann bräuchtens ja eigentlich nur die privatstiftungen wieder abschaffen und nicht den kleinen aktienbesitzer mit der heckenschere stutzen wollen.

  

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Diese ganze Scheixxe wird doch nur aufgewärmt,weil wichtige Wahlen vor der Türe stehen.Aber immer wieder interessant zu beobachten,dass der Ottodumm und dümmstbürger sich von solchen Blödsinn wie "Reichensteuer","Maschinensteuer","Vermögensteuer" oder einer diffusen "Spekulationssteuer" vergackeiern lässt und dann doch wieder brav sein Kreuzerl bei den ewig unfähigen "Wiederstands und Klassenkämpfern" macht die schon seit unzähligen Jahrzehnten an der Macht sind.Am Ende des Tages hat sich noch jede "Reichensteuer" als nichts anderes als eine reine Mittelstandsabzocksteuer entpuppt.Weil nur wenn man den Mittelstand zur Ader lässt zahlt es sich für den Finanzminister überhaupt aus.

DDR reloaded...

  

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>Am Ende des Tages hat sich noch
>jede "Reichensteuer" als nichts anderes als eine
>reine Mittelstandsabzocksteuer entpuppt.Weil nur wenn man den
>Mittelstand zur Ader lässt zahlt es sich für den
>Finanzminister überhaupt aus.


ja eh, weil die wirklich reichen können sich die entsprechenden berater leisten, die nur daran tüfteln, so wenig steuern als möglich zu zahlen und alle möglichkeiten weltweit auszunützen.

allein schon wenn ich daran denk, dass die grundsteuer angehoben werden soll. wenn trifft denn das letztlich am stärksten? die mieter natürlich, weils in die betriebskosten reingerechnet wird.

oder diese finanztransaktionssteuer, für die sich sogar der leitl einsetzt. wird letztlich auch der stinknormale bankkunde über irgendwelche neuen oder erhöhten gebühren zahlen.

die "reichensteuern" werden größtenteils überwälzt, von den wenigverdienern ist ohnehin nix zu holen, bleibt wieder mal der mittelstand übrig, der geschoren wird.

  

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Genau. Und dann auch noch ausgerechnet vom Haberzettl - wenn man seinen Saftladen
(ÖBB) auf Deutsche Bahn Niveau bringen würde ... dazu noch die
Abermilliarden die sinnlos in diverse Tunnels verblasen werden...

Die aberwitzigen Summen die in der Vergangenheit (und in Zukunft) im
Bahnumfeld verschwendet wurden/werden sind in Wirklichkeit der größte
Skandal in diesem Staat.


>Diese ganze Scheixxe wird doch nur aufgewärmt,weil wichtige
>Wahlen vor der Türe stehen.Aber immer wieder interessant zu
>beobachten,dass der Ottodumm und dümmstbürger sich von solchen
>Blödsinn wie
>"Reichensteuer","Maschinensteuer","Vermögensteuer"
>oder einer diffusen "Spekulationssteuer"
>vergackeiern lässt und dann doch wieder brav sein Kreuzerl bei
>den ewig unfähigen "Wiederstands und
>Klassenkämpfern" macht die schon seit unzähligen
>Jahrzehnten an der Macht sind.Am Ende des Tages hat sich noch
>jede "Reichensteuer" als nichts anderes als eine
>reine Mittelstandsabzocksteuer entpuppt.Weil nur wenn man den
>Mittelstand zur Ader lässt zahlt es sich für den
>Finanzminister überhaupt aus.
>
>DDR reloaded...

  

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Dafür verdient ein ganzer Haufen roter Firmen daran, wenn die ÖBB mal
wieder ein paar hundert Millionen Euro für irgendeinen Tunnel versenkt.
Und die beschäftigen dann halt wieder die Freunderln und Verwandten
irgendwelcher Parteibonzen, die es sonst wohl nichtmal das Zeug zum
Regalbetreuer hätten.

Je länger ich diese Demokratur miterlebe, desto mehr wünsche ich mir
wieder einer Monarchie. Der Kaiser hat das Land als sein Eigentum
betrachtet und hatte daher keine Motivation, Geld von der Staats- in
seine Privatkasse umzuleiten. Ganz im Gegenteil zu den aktuellen
Politikern, die nach dem Motto "Hinter mir die Sintflut" nahezu
ausschliesslich um ihren persönlichen Vorteil bemüht sind und ihren
Nachfolgern in der nächsten Legislaturperiode einen von Mal zu Mal
größeren Scherbenhaufen hinterlassen.

Sorry, aber nur weil man wählen kann, von welcher Partei man in der
nächsten Legislaturperiode verraten und verkauft wird, ist das noch
lange keine Demokratie.

Tom

  

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Nachdem in Tirol nicht nur in der Hofkirche alle Mander schwarz sind kommt die Forderung nach der Reichensteuer halt auch von dieser Seite.

ÖVP Urgestein Fritz Dinkhauser fordert wehement (bei seiner Ehr) die Einführung der Reichensteuer nebst all anderen Nebengeräuschen.

"S kunn net sei, das de Reichen ehna Göd noch Tschersy vaschiam und koa Staia zoin" so Dinkhauser in Anspielung auf einen beinahe Tiroler Neolandwirt

  

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>"S kunn net sei, das de Reichen ehna Göd noch Tschersy
>vaschiam und koa Staia zoin" so Dinkhauser in Anspielung
>auf einen beinahe Tiroler Neolandwirt

und er glaubt wirklich er kann das irgendwie verhindern? es ist nun mal so dass "grosses" vermögen sich entsprechendes personal (steuerberater, anwälte undsoweiter) leisten kann die sind dem staat immer voraus beim finden von lücken in gesetzen. war immer so und wird immer so bleiben

wär besser die herrschaften würden sich darauf konzentrieren die anreize reduzieren es zu tun das heißt es attraktiver zu machen hier die steuern zu zahln.

  

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Ja, pro Tausend Euro Steuerleistung könnt man dem edlen Spender ein Zertifikat geben, aus dem hervorgeht, dass er, wenn´s ihm einmal schlecht geht, damit einen Anspruch auf 500 Euro Notstandshilfe erwirbt.

Man könnt auf diesen Zertifikaten alles mögliche zusagen, was gut ausschaut und im Endeffekt nichts kostet, weil er ja eh nicht die Zielgruppe ist, aber ein nettes Symbol, eine noble Geste wär es allemal, der Spender freut sich und sagt sich: "Es ist doch schön, Teil dieses Sozialsystems zu sein, auf meine Systemskameraden kann ich mich verlassen!"

  

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>Ja, pro Tausend Euro Steuerleistung könnt man dem edlen
>Spender ein Zertifikat geben, aus dem hervorgeht, dass er,
>wenn´s ihm einmal schlecht geht, damit einen Anspruch auf 500
>Euro Notstandshilfe erwirbt.
>
>Man könnt auf diesen Zertifikaten alles mögliche zusagen, was
>gut ausschaut und im Endeffekt nichts kostet, weil er ja eh
>nicht die Zielgruppe ist, aber ein nettes Symbol, eine noble
>Geste wär es allemal, der Spender freut sich und sagt sich:
>"Es ist doch schön, Teil dieses Sozialsystems zu sein,
>auf meine Systemskameraden kann ich mich verlassen!"


och, da gibts doch viel bessere möglichkeiten. z.b. einen orden wegen verdienste um die republik, den könnens dann am opernball auch zur schau stellen *gg*.

  

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am ende werden die grundsteuern usw erhöht werden und keine lohnsteuern im gegenzug gesenkt werden weil wir das geld zur "sicherung der sozialsysteme" unbedingt brauchen.
alle werden sich freuen ("weil die reichen zahlen jetzt auch mehr") und nichtmal merken dass sie wieder abgezockt wurden unter dem deckmantel der steuergerechtigkeit


"Reichensteuer": Große Fische, kleiner Fang
11.04.2009 | 18:56 | von Franz Schellhorn (Die Presse)

Politik auf den Weg des geringsten Widerstands: Während die Bevölkerung mit neuen Belastungen zu rechnen hat, werfen deren oberste Angestellte das Geld ungehindert zum Fenster raus.

Österreichs Sozialdemokraten blasen zum Angriff auf die Wohlhabenden des Landes. Mit der Forderung, die in den 90er-Jahren gestrichene „Reichensteuer“ in der Stunde ausufernder Staatsschulden wieder einzuführen, ernten Vertreter des linken Randes der SPÖ Applaus aus allen politischen Lagern. Wenn schon die armen Arbeiter für die Krise der Kapitalisten zu bezahlen hätten, dann sollten auch die Reichen einen höheren Beitrag leisten, so der Tenor des aufgebrachten Volkes.

Mit dem Ruf nach einer „Reichensteuer“ steht die SPÖ keineswegs allein da. Die deutschen Genossen gehen einen Schritt weiter und fordern neben höheren Steuern auch einen Generalangriff der Finanzbehörden: Bürger mit Jahreseinkommen von über 500.000 Euro brutto sollen ohne Anlass überprüft werden. Womit Spitzenverdiener im Rechtsstaat Deutschland ab sofort von höchster Stelle pauschal der Steuerhinterziehung verdächtigt werden. Es besteht kein Zweifel: Die Jagd auf die „Reichen“ ist eröffnet.

Die vermeintlich noble Jagdgesellschaft rechtfertigt ihren Feldzug gern mit dem Argument der sozialen Gerechtigkeit. So zahlten die „Reichsten der Reichen“ fast nirgendwo so wenig Vermögenssteuer wie zwischen Bregenz und dem Neusiedler See. Dabei gibt es im alles verschlingenden Umverteilungsmoloch Österreich die höchsten Vermögenssteuern des Kontinents – sie nennen sich nur anders: Lohn- und Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer sowie Abgaben zur Sozialversicherung. Diese Steuern stellen sicher, dass das Entstehen von Vermögen hierzulande bereits im Keim erstickt wird und es kaum jemand aus eigener Kraft zum „Reichen“ bringt. Das geht allenfalls noch mithilfe der sparsamen Omama.


Verlogene Diskussion. Ziel der klassenkämpferischen Debatte ist auch nicht, „arbeitsfreie“ Einkommen stärker zu besteuern, um im Gegenzug den Faktor Arbeit entlasten zu können. Die Vertreter des starken Staates wollen beides, um die explodierenden Schulden finanzieren zu können, ohne öffentliche Ausgaben kürzen zu müssen. Auch linke Steuerexperten wissen, dass eine spürbare Entlastung des Faktors Arbeit weit mehr kosten würde, als eine „Reichensteuer“ je bringen könnte.

Die Vermögenssteuer wurde von der SPÖ in den frühen 90er-Jahren ja auch nicht aus Mitgefühl für die armen Reichen abgeschafft, sondern weil sie kaum Geld brachte, standortfeindlich war und die wenigen Vermögenden außer Landes jagte. Aus denselben Gründen haben in den beiden vergangenen Jahren die wohlfahrtsstaatlichen Hochburgen Schweden und Finnland ihre Vermögenssteuern gestrichen.

In Österreich denkt man anders. Was freilich weder Herrn Mateschitz noch Vertreter ausländischer Stiftungen abhalten wird, ihr bereits mehrfach versteuertes Vermögen vor dem neuerlichen Zugriff des Staates in Sicherheit zu bringen. Wenn wir davon ausgehen, dass Finanzbeamte nicht auf den Besitz der Häuslbauer, Eigenheimbesitzer und Landwirte zugreifen wollen, bleiben am Ende noch die Unternehmer übrig, deren (ebenfalls mehrfach versteuertes) Betriebsvermögen zur Finanzierung steigender Staatsschulden herhalten darf. Mit der Folge, dass selbst hohe Verluste schreibende Firmen plötzlich Vermögenssteuern entrichten müssten – in Zeiten der schwersten Krise seit den 30er-Jahren eine wirtschaftspolitisch geradezu brillante Idee, auf die man erst einmal kommen muss. Chapeau!

In Österreich stemmen sich vorerst zwar noch Teile der ÖVP gegen die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, kommen wird sie trotzdem. Weil dieser Schritt außer der schnellen Befriedigung von Neidkomplexen aber nicht viel bringen wird, werden weitere Steuererhöhungen folgen. So wie das bisher noch bei jeder Schuldenexplosion der Fall war.

Während die von der Wirtschaftskrise getroffenen Bürger unweigerlich höheren Belastungen entgegensehen, werfen ihre höchsten Angestellten das Geld ungehindert zum Fenster hinaus. Vor allem im eigenen Bereich: Bereits vor zehn Jahren bezifferte der damalige Wifo-Chef Helmut Kramer das Sparpotenzial in der Staatsbürokratie mit 3,5 Milliarden Euro – pro Jahr. Laut Rechnungshof sind allein im Gesundheitswesen bis zu drei Milliarden Euro jährlich zu holen, bei gleicher Qualität der Versorgung. Was ist seither passiert? Nichts, weil feige Regierungen die Umsetzung dieser Einsparungen an einen Klub pragmatisierter Reformverweigerer (namens Konvent) delegierten, was naturgemäß zum völligen Stillstand führte – welche Weihnachtsgans ist auch schon für Weihnachten?


Der leichteste Weg. So etwas nennt man fehlende Führungskraft. Statt endlich die Ausgaben in Ordnung zu bringen und die Steuern kräftig zu senken, wird den verunsicherten Massen mit der „Reichensteuer“ ein Happen vorgeworfen, der sie eine Weile beschäftigten wird. Die Politik beschreitet einmal mehr den Weg des geringsten Widerstands – angenehm für die Volksvertreter, verheerend für das Land.

franz.schellhorn@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.04.2009)

  

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Soviel ich mitgekriegt hab, ist die neue Steuer (wie immer sie aussehen mag) eh schon mehrfach verplant:

- ein Pflegefonds soll damit finanziert werden
(schon ein einfaches Pflegeheim ohne Sonderleistungen kostet 4.500 €/Person und Monat)

- die Grundsicherung "für alle Arbeitswilligen" soll kommen
(das wird lustig, weil schon fest steht, dass Asylwerber, die bisher nur einen relativ kleinen Beitrag zum Lebensunterhalt bekommen haben, davon nicht ausgenommen sein dürfen, eine linke Träumerin hat bereits erwähnt, es solle einen "globalen Klassenkampf" geben, die Menschen sollen sich den Kuchen dort holen, wo er verteilt wird)

- für weitere Ausgaben sind der Fantasie selbstverständlich keine Grenzen gesetzt, wir haben einige Parteien mit unzähligen intelligenten Köpfen, denen werden schon genug Wege einfallen, wie man das Fell des Bären verteilt, bevor er noch erlegt ist, aber die Vorfreude auf die sinnvolle Verwendung des Bärenfells wird für den Bären sicher die schönste Freude sein ...

  

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wie gewohnt böse der fleischhacker


Unvermögen höher besteuern!
MICHAEL FLEISCHHACKER (Die Presse)

Heinz Fischer will über Gerechtigkeit diskutieren: Guten Morgen, Herr Präsident, haben Sie gut geschlafen?

Die wirklich interessanten Diskurse werden oft von den Repräsentanten eher diskursferner Schichten angestoßen. Der steirische Landeshauptmann Franz Voves zum Beispiel ist so etwas wie die Fleisch gewordene Diskursferne. Dennoch war er der Auslöser einer derzeit sehr intensiv geführten Diskussion über Gerechtigkeits- und Verteilungsfragen.

Oder sagen wir so: Voves war der Auslöser einer „Schröpft die Reichen“-Debatte, die sich mit etwas Glück in Richtung einer Diskussion über Gerechtigkeits- und Verteilungsfragen entwickeln könnte.

Das kam so: Beim Bundesparteirat der SPÖ erklärte Voves sinngemäß, dass man die Jungs, die jetzt da draußen immer noch mit Cash herumlaufen, die mit diesem Cash billig kaufen und die nach der Erholung der Aktienmärkte erst so richtig abcashen werden, jetzt einmal richtig bei den Eiern kriegen sollte. Ton und Wortwahl erweckten also zunächst den Eindruck, als handle es sich bei Voves' Auftritt um eine szenische Lesung des Romans „Aus dem Leben Hödlmosers“ seines steirischen Landsmanns Reinhard P. Gruber.

Tatsächlich hatte man es aber mit der Vorabpräsentation eines Werkes namens „Neues Europäisches Wirtschaftsprogramm“ (NEW) zu tun, das Voves im Auftrag der Bundespartei und mit tatkräftiger Unterstützung eines regelmäßig als SPÖ-Minister genannten Wifo-Ökonomen verfasst hatte. Darin werden nicht nur die höheren Vermögenssteuern verlangt, die jetzt öffentlich diskutiert werden. Das Werk lässt auch Sympathien für die Wiederverstaatlichung von Unternehmen aus dem Energie-, Infrastruktur- und Gesundheitsbereich erkennen.

Im Wesentlichen werden im NEW also die wirtschaftspolitischen Vorstellungen jener Zeit reaktiviert, in der die SPÖ noch auf den ehrlichen Namen „Sozialistische Partei Österreichs“ hörte. Und so wohnt denn auch dem Umstand, dass Heinz Fischer zu den Ersten gehörte, die sich wohlwollend über Voves' Werk geäußert haben, ein gewisses Maß an Geschichtsnotwendigkeit inne.

Denn Heinz Fischer ist ein 70er-Jahre-Sozialist wie der Steirer, aber eben kein Dorfgasthausunterhalter, sondern ein Josefstädter Bildungsbürger. Fischer will also nicht den Cashbrüdern an die Eier, er „begrüßt“ es, „dass das Thema einer gerechten Lastenverteilung in grundsätzlicher Weise diskutiert wird“.

Guten Morgen, Herr Präsident, gut geschlafen? Warum waren Sie nie an einer grundsätzlichen Debatte über eine gerechte Verteilung der Lasten interessiert, als es um die Frage ging, warum die Mitarbeiter staatlicher Unternehmen deutlich früher, dafür aber mit deutlich höheren Bezügen in Pension gehen? Was hat Sie daran gehindert, im Interesse einer Grundsatzdiskussion über Verteilungsgerechtigkeit darauf hinzuweisen, dass alle Pensionsregelungen der vergangenen Jahre von der Hacklerpension bis zur Flucht in die sogenannte Invalidität nichts anderes sind als ein verantwortungsloses, ja empörendes Abwälzen heutiger Lasten auf zukünftige Generationen?

Nein, sein „politisches Credo, soziale Gerechtigkeit und soziale Balance als wichtiges Staatsziel zu betrachten“, betet der Mann, der seit Kreiskys Tagen als Ikone der politischen Feigheit im sozialistischen Herrgottswinkel herumlehnt, erst herunter, wenn es um die „Reichensteuer“ geht.


Ungemütlich wird es jetzt einmal für Bundeskanzler Werner Faymann: Er muss entweder seine derzeitige Linie, wonach es in dieser Legislaturperiode keine neuen Steuern geben soll, revidieren, oder sich mit den Parteilinken und der Gewerkschaft anlegen. Wilhelm Haberzettl, der als Eisenbahnergewerkschafter die wirklich Geschundenen dieser Erde vertritt, hat am Freitag schon begonnen, Druck zu machen. Vermutlich ist Faymann gut beraten, sich mit der ÖVP anzulegen, die ist in ihrer derzeitigen Verfassung ein grundsatzpolitischer Jausengegner.

Derzeit ist das Gezerre um die „Reichensteuer“ nicht mehr als ein parteipolitisches Symbolgefecht. Wenn man über grundsätzliche Fragen der Verteilungs- und vor allem der Leistungsgerechtigkeit sprechen will, muss man sicher auch über eine höhere Besteuerung von ohne eigene Leistung erworbenen Vermögen sprechen. Aber es ist dann nur mehr ein Thema von vielen, und auch aufkommensmäßig nicht das wichtigste.

Bald wird man außerdem sehen, dass wieder einmal die „Reichen“ mit dem Mittelstand verwechselt wurden. Er wird sich auf seine eigene Art dafür bedanken: durch Stimmenentzug. Das ist nur gerecht, denn es handelt sich dabei um so etwas wie eine höhere Steuer auf Unvermögen.


michael.fleischhacker@diepresse.com

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.04.2009)

  

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Na wartet nur, der Haberzettl wird Bahn und Bus streiken lassen,
dass den Reichen Heulen und Zähneknirschen vergeht!

Auf den Knien werden die Vorstandsvorsitzenden in ihre Büros gekrochen kommen, und hecheln werden sie wie wenn sie 40 Tage die Wüste durchkrochen hätten.

Schwielen auf den Zehen von Meinl, Petrikovics, Androsch, Fries, Treichl und wie die ganzen Bonzen alle heißen, dafür garantiert nur Haberzettl!

  

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Jetzt könnens ja Jahre streiken, denn der Streikfonds ist ja geheim, und keiner weiß wirklich wiviel da drinnen ist. wirklich keiner.

  

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Wer zuerst kommt, darf den Streikfonds schlachten

Die Lehrer sind eh sparsamer, die zapfen net den Streikfonds an, sondern begnügen sich mit Dienststellenversammlungen. Kommt aufs Gleiche raus, kostet aber die Gewerkschaft nix.

  

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Irgendwer wird das wohl auch mal bezahlen müssen:

http://www.orf.at/ticker/324384.html

ASFINAG verliert 150 Millionen Euro Mauteinnahmen

Die staatliche Autobahn-Betreibergesellschaft ASFINAG hat in den ersten drei Monaten dieses Jahres beim Lkw-Verkehr einen Rückgang um 16 Prozent verzeichnet, bei den Pkws waren es um sechs Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2008.

ASFINAG-Vorstand Klaus Schierhackl rechnet deshalb für heuer mit einem Rückgang der Mauteinnahmen um 15 Prozent, wie er heute im Ö1-"Morgenjournal" erklärte. Das sind um 150 Mio. Euro weniger als im Vorjahr, als man eine Milliarde Euro aus der Lkw-Maut erlöste.

Auch der europäische Verband der Autobahnbetreiber rechnet damit, dass der Lkw-Verkehr heuer europaweit um zehn bis 20 Prozent zurückgehen wird.

Die ASFINAG hatte zuletzt knapp elf Mrd. Euro Schulden, durch geplante Ausbauprojekte sollen die Finanzverbindlichkeiten bis 2020 auf bis zu 16 Mrd. Euro steigen. Dass die ASFINAG wegen des Rückgangs bei den Mauteinnahmen Bauprojekte aufschieben wird, schließt Vorstand Schierhackl aber aus - im Gegenteil: Im Rahmen des Konjunkturpakets sei man bemüht, arbeitsintensive Baustellen früher zu beginnen.

  

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Du wirst woi ned glaum das de bis 2020 net mehr ois 16 MRD schulden haum!
Oiso mein Tipp is eha 32 MRD!! Damit ma a runde zahl haum weil daun san ma ba 4000 Euro pro Österreicher!!

  

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Auch Vorarlbergs Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V) lehnt eine höhere Vermögensbesteuerung ab. Seiner Meinung nach würde man bei der Frage einer höheren Vermögensbesteuerung "sehr bald" bei einer Erhöhung der Grundsteuer landen, "und ich bin ein leidenschaftlicher Gegner einer höheren Grundsteuer", sagte Sausgruber am Dienstag im Anschluss an die Regierungssitzung. "Die Steuerquote in Österreich ist hoch genug. Wir sollten uns besser darüber unterhalten, ausgabenseitig Mass zu halten", befand der Landeshauptmann.

Seine Haltung in der Frage einer höheren Vermögensbesteuerung sei unverändert, betonte Sausgruber. Die Geldströme national zu regulieren sei unmöglich, "was aber nicht fliehen kann, ist Grund und Boden", so der ÖVP-Politiker. Der Zusicherung, dass etwa Häuslbauer oder Wohnungseigentümer nicht zur Kasse gebeten würden, schenke er keinen Glauben. Das wäre laut Sausgruber wohl nur in einer ersten Phase so. "Meine Position, und damit bin ich nicht allein, lautet: Finger weg von der Grundsteuer!", betonte Sausgruber.

Der Landeshauptmann wertete es als positiv, dass nach den Aussagen von Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Vizekanzler Josef Pröll (V) zur höheren Vermögensbesteuerung "dieses Abenteuer in der laufenden Legislaturperiode unterbleibt". Ein anderes Vorgehen hielte Sausgruber "für eine Fehlentscheidung".

(apa)

  

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Ist es rechtens, innerhalb eines Steuerjahres Verluste aus Aktiengeschäften mit Gewinnen (erkämpft innerhalb Jahresfrist)gegenzurechnen?
Ich glaube, Verluste bleiben dem Aktionär, Gewinne teilt er mit dem Finanzamt - gibts gängige Auswege?

  

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realisierte Gewinne (Behaltefrist unter einem Jahr)
minus realisierte Verluste (Behaltefrist < 1 Jahr)
minus alles was du benötigt hast um dieses Einkommen zu erzielen (Depotgebüren, Transaktionskosten, ...)
---------------------
was dann herauskommt musst du über ca. 700,-- bei der Steuererklärung angeben. Das kommt zu deinem anderen Einkommen dazu und du musst die Steuer bezahlen.

Wenn du sonst kein Einkommen hast, sind die ersten ca. 10.000,-- steuerfrei und dann gehts nach Einkommensteuertarif weiter bis 50% bei allem über ca. 50.000,--

Sozialversicherung wird keine fällig, wenn du davon leben kannst ist aber eine private Krankenversicherung anzuraten.

Alles was du über ein Jahr behälst, interessiert den Fiskus nicht. Einzig von den Dividendeneinnahmen wird dir 25% KEST abgezogen.

lg
hans

  

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Unterstützung für die Forderung des steirischen Landeshauptmannes Franz Voves (SPÖ) nach höheren Vermögenssteuern kommt vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO).

WIFO-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller plädiert für ein "Gesamtkonzept", in dem Vermögens- und Ökosteuern angehoben werden, um die Lohnnebenkosten vor allem im unteren Einkommensbereich zu senken.

Die Wirtschaftskrise ist aus ihrer Sicht kein Argument dagegen: "Es ist umso dringlicher, weil die Beschäftigungsprobleme größer werden." (www.orf.at)

  

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>WIFO-Budgetexpertin Margit Schratzenstaller plädiert für ein
>"Gesamtkonzept", in dem Vermögens- und Ökosteuern
>angehoben werden, um die Lohnnebenkosten vor allem im unteren
>Einkommensbereich zu senken.

die glaubt doch nicht ernsthaft dass bei einer anhebung irgendwelche anderen steuern gesenkt werden!??

  

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Danke für die Information, gelten dann auch realisierte Verluste bei Behaltefrist von mehr als einem Jahr als gewinnminimierend?

  

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Ganz klar: Nein!

Alles was Du innerhalb eines Jahres (d.h. bis zu 1 Jahr) realisierst, Gewinn und Verlust, kannst gegenrechnen.

Bevor die Verluste Dir über das Jahr davon rennen, zahlt es sich oft aus, sie zu realisieren, dann kannst sie gegenverrechnen.

Zahlt sich natürlich nicht immer aus, nur wegen der Steuer zu realisieren, denn manche Aktien steigen ja auch wieder, und dann könntest sogar STEUERFREIE Gewinne nach 1 Jahr einstreifen, d.h. Du brauchst Dir um die Steuer keine Sorge zu machen:

Hab leider meine Immoeast-Verluste bereits bei 0,50 und ca. 0,77 realisiert, soviel Gewinn schaff ich heuer wohl gar nicht, um die schönen realisierten Verluste auch wirklich auszunutzen

  

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da hätt ich noch eine frage zu dem einen jahr - dabei geht es doch um die behaltedauer und nicht das kalenderjahr, oder? woher weiss "die finanz" welche aktien ich verkaufe und welche ich behalte, wenn ich mehrere tranchen kauf?

beispiel:
100 aktie A am 01.03.08 gekauft zu 10
100 aktie A am 01.01.09 gekauft zu 5
100 aktie A am 02.03.09 verkauft zu 9

spekulationssteuer ja oder nein? ist das jetzt ein verkauf mit 4 gewinn pro aktie oder 1 verlust?

  

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>da hätt ich noch eine frage zu dem einen jahr - dabei geht es
>doch um die behaltedauer und nicht das kalenderjahr, oder?
>woher weiss "die finanz" welche aktien ich verkaufe
>und welche ich behalte, wenn ich mehrere tranchen kauf?
>
>beispiel:
>100 aktie A am 01.03.08 gekauft zu 10
>100 aktie A am 01.01.09 gekauft zu 5
>100 aktie A am 02.03.09 verkauft zu 9
>
>spekulationssteuer ja oder nein? ist das jetzt ein verkauf mit
>4 gewinn pro aktie oder 1 verlust?

es gilt "first in, first out". in deinem beispiel fällt gar nichts an weder gewinn noch verlust (steuerlich), da du für die ersten 100 bereits über 1 jahr bist.
hättest du den verkauf am 28.2.09 gemacht, hättest du 100 € steuerlichen verlust, den du von anderen gewinnen abziehen kannst.

  

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Interessant, wie die beiden mit den 99% jonglieren

Und wenn der Voves glaubt, dass Geiselnehmer im Recht sind, und dass das nur der Anfang ist, dann können sich auch die Politikerbonzen warm anziehen, verdienen heutzutage ja durchwegs mehr als Verkäuferin und Metallarbeiter. Dann kann der Voves sagen: "Die Geister, die ich rief, werd ich nun nicht mehr los!"

http://www.orf.at/090416-37312/37313txt_story.html

Voves ortet breite Unterstützung in SPÖ
Voves: Auch Erbschafts- und Schenkungssteuer in Erwägung ziehen.In der laufenden Debatte über eine Erhöhung der Besteuerung von Vermögen hat der steirische Landeshauptmann Frans Voves (SPÖ) am Donnerstag einen weiteren Vorstoß gewagt und neben der Forderung nach einer Vermögensbesteuerung nun auch eine weitere Steuerreform per 1. Jänner 2010 gefordert.

Diese sollte allerdings nicht nur eine Transaktions- sowie Vermögenszuwachssteuer umfassen.

Nach Ansicht des steirischen Landeshauptmanns sollte im Zuge der von ihm geforderten "Strukturreform" auch eine Wiedereinführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer "in Erwägung" gezogen werden, wie Voves bei der Vorstellung der von ihm entworfenen Überlegungen für eine "Neue Europäische Wirtschaftspolitik" (NEW) in Wien betonte.

"Zeit des Egoismus sollte vorbei sein"
Für ein Comeback der erst im Vorjahr abgeschafften Steuern ortet Voves durchaus Bereitschaft in der Bevölkerung. "Die Zeit des Egoismus und der Gier sollte mit all den Erfahrungen der letzten Zeit vorbei sein", mahnte er zu mehr Solidarität.

"Nie über selbst genutzte Immobilien gesprochen"
Gleichzeitig wies Voves Vorwürfe, dass auch "kleine Häuslbauer" von den von ihm geforderten Maßnahmen betroffen seien, energisch zurück. Häuslbauer brauchten sich laut Voves demnach nicht zu fürchten: "Ich habe über selbst genutzte Immobilien nie gesprochen."

"Gerechtere Steuerreform"
Wie die Strukturreform konkret aussehen soll, darauf wollte sich Voves nicht einlassen. "Ich gehe in kein Detail, denn das ist Aufgabe der Steuerreformkommission und der politischen Diskussion."

Er könne aber angesichts dessen, dass man heuer trotz aller anfänglicher Widerstände eine Tarifreform durchgeführt hat, nicht verstehen, "warum man nicht per 1.1.2010 eine gerechtere Steuerreform über die Bühne bringt", so Voves - mehr dazu in oesterreich.ORF.at.

"99 Prozent Zustimmung"
Der Zustimmung dazu innerhalb der SPÖ wähnt sich Voves offenbar sicher und verweist auf "99 Prozent Zustimmung". Auch SPÖ-Chef Bundeskanzler Werner Faymann sieht Voves auf einer Linie, obwohl dieser der parteiinternen Forderung bisher eine Absage erteilte.

In Richtung Koalitionspartner ÖVP betonte Voves, dass er "überhaupt keinen Unfrieden in die Große Koalition hineintragen" wolle, die ÖVP aber bereit sein müsse mitzuziehen.

"Dritter Weg gelenkte Marktwirtschaft"
Zum Vorwurf, in seinem Papier würde eine Re-Verstaatlichung angestrebt, sagte Voves, es gelte, sich Gedanken über einen "dritten Weg" zu machen - neben den "gescheiterten" Systemen des Kommunismus und des Neoliberalismus - und dieser sei jener der "gelenkten sozialen Marktwirtschaft".

Es sei aber "an den Haaren herbeigezogen, wenn man mir generell vorwirft, ich will die Verstaatlichung".

Warnung vor sozialem Unfrieden
Sollte es nicht zu der geforderten Umverteilung kommen, droht laut Voves auch sozialer Unfrieden. "Die kleinen Leute werden sich das nicht gefallen lassen, und das zu Recht", warnte der Landeshauptmann: "Managergeiselnahmen sind sonst nur der Anfang."

Das "Problem" der SPÖ
Den Vorstoß von Voves bezeichnete SPÖ-Klubobmann Josef Cap als "wichtigen Beitrag". Gleichzeitig wies Cap im "Standard"-Interview den Vorwurf zurück, dass die SPÖ in der Frage einer Vermögensbesteuerung uneins sei.

Cap verwies auf die "grundsätzliche Linie der SPÖ", die vorsieht, "Arbeit zu entlasten und Vermögen zu belasten". Gleichzeitig gestand Cap aber ein, dass es "ein Problem in der Debatte" gebe: "Wir zielen auf rund ein Prozent der Bevölkerung, aber 99 Prozent fühlen sich betroffen."

  

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"Die Presse" Leitartikel: Die Piratenmentalität der Vermögensbesteuerer, von Michael Prüller

Utl.: Ausgabe vom 17.04.2009
Wien (OTS) - Die Argumente für eine Vermögenssteuer sind weitaus
dünner als die Brieftaschen der angepeilten Zielgruppe.

Diejenigen, die von den neoliberalen Jahrzehnten besonders profitiert
haben, sollen jetzt auch für den Schaden aufkommen." Damit begründen
die Grünen und alternativen Kandidaten der AK-Wahl ihre Forderung
nach einer Vermögenssteuer. Und, Hand aufs Herz, wer möchte ihnen
nicht recht geben?

Zum Beispiel die wüsten Zocker, die in den neoliberalen Jahrzehnten
Aktien auf Aktien gehäuft haben. Jetzt sind diese Aktien nur noch die
Hälfte wert - und diesen Schaden sollen gefälligst die Aktionäre über
eine Vermögenssteuer begleichen! Oder die Mitarbeiter von maroden
Firmen, die in den neoliberalen Jahrzehnten nur deswegen nicht
abgebaut wurden, weil die nachlässigen Hausbanken in ihrer Profitgier
den Firmen immer weitere Kredite gegeben haben. Sie sollen doch
bitteschön für die jetzt drohende Pleite selbst aufkommen - mit einer
Vermögenssteuer!

Aber vielleicht habe ich da die grünen Genossen etwas missverstanden.
Im Titel ihrer gestrigen Aussendung hieß es ja auch - anders als im
oben zitierten Text: "Die Krisenverursacher sollen zahlen!" Auch das
würde man verstehen. So ungefähr weiß man ja, wer schuld war: die
Analysten in New York, die Erfinder und Verpacker und Umpacker von
Mortgage Backed Securities, vielleicht auch Herr Greenspan, die
Risikomanager der internationalen Großbanken . . . Der Pröll soll
denen eine Steuer vorschreiben, dass es nur so schnalzt! Vielleicht
sind aber auch nur die heimischen Banker gemeint und halt alle Leute,
die irgendwelche Boni bekommen haben. Auch gut: Lasst den Leiter der
Volksbank Obergurgel und den stellvertretenden Fuhrparkmanager der
Bank Austria nur ordentlich blechen. Ihnen verdanken wir ja die ganze
Misere!

Gut, ich habe mich da jetzt blöd gestellt. Aber nicht sehr. Denn auch
die Vermögenssteuerpläne von Teilen der SPÖ haben kaum rationalere
Fundamente. Ohne die Krise und die Suche nach Sündenböcken bei "den
Reichen" hätten wir die ganze Diskussion gar nicht.

Es ist aber doch nur gerecht, dass die Reichen mehr zur Kassa gebeten
werden, hört man da. Ja, das ist es. Sie werden es ja auch längst:
Zum Beispiel repräsentiert jenes Prozent der Österreicher, das mehr
als 100.000 Euro brutto im Jahr verdient, neun Prozent aller
Einkommen, und zahlt dafür 21 Prozent aller Lohn- und
Einkommensteuern. Das ist nicht erst seit gestern so, was bedeutet,
dass der überwiegende Teil größerer Vermögen im Inland schon bei
seiner Entstehung kräftig besteuert worden ist.

Österreich besteuert im internationalen Vergleich die Vermögen zu
wenig, lautet der nächste Rechtfertigungsversuch. Das ist eine etwa
so sinnvolle Argumentation wie zu sagen, Österreich habe im
internationalen Vergleich zu viel Erfolg im Tourismus. Der
internationale Vergleich sagt nichts darüber aus, welche Höhe der
Vermögenssteuer gerecht oder volkswirtschaftlich sinnvoll ist, und
auch nichts darüber, wen die Vermögenssteuer in den anderen Ländern
trifft - durchwegs nicht nur die Reichen, sondern z. B. alle
Hausbesitzer. Vermögenssteuer ist ja nur in der Fantasie der
Umverteiler synonym mit "Reichensteuer".

Vernünftigerweise müssten jedenfalls Betriebe ausgenommen werden,
weil in der Krise ihr Kapital durch eine jährliche Steuer zu stark
angegriffen würde. Wenn man dann aus politischen Gründen noch die
Häuselbesitzer ausnimmt - was bleibt noch zum Versteuern übrig?
Volkswirtschaftlich ließe sich noch vieles zugunsten von
Kapitalakkumulationen (vulgo Vermögen) sagen, die auf vielfältige
Weise der Allgemeinheit zugutekommen - und das umso mehr, wenn sie
nicht kontinuierlich in ihrer Substanz durch Vermögenssteuern
belastet werden. Aber in Zeiten der Sündenbocksuche ist eine solche
Steuerdiskussion vielleicht eh noch die netteste denkbare Form von
Aggression. Die Leute könnten ja auch wie die somalischen Piraten
gleich zur umverteilenden Tat übergehen.

Natürlich gibt es Ungleichgewichte und Ungerechtigkeiten im
Steuersystem. Die niedrige bzw. fehlende Besteuerung von
Vermögenszuwächsen durch Spekulationen, Schenkungen und Erbschaften
etwa bleibt problematisch. Derzeit muss man beispielsweise
Aktienverkäufe nicht versteuern, wenn man die Aktie länger als ein
Jahr behalten hat. Das abzuschaffen wäre vielleicht richtig.
Andererseits: Soll man wirklich gerade jetzt die steuerliche
Benachteiligung von Casino-Aktionären gegenüber nachhaltigen Anlegern
beseitigen? Man sieht: Die Diskussion um Sinn und Gerechtigkeit des
Steuersystems ist immer gerechtfertigt. Die Durchsichtigkeit der
Motive und die Plattheit der Argumente aber nicht.

Rückfragehinweis:
Die Presse
chefvomdienst@diepresse.com

  

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wer voves schon als schlimm genug empfindet, der soll mal den haider hören.... ich kann kaum glauben, daß die beiden landeshauptmänner in österreich sind. unsere politiker hätten in jeder kommune der udssr und der ddr eine gute figur gemacht !



Vermögensbesteuerung
"Alles, was mit Spekulation zu tun hat, ist böse"
14. April 2009, 18:09Finanzminister Josef Pröll als scheinbar teilnahmsloser Zeuge, während Bundeskanzler Werner Faymann in der Debatte um Vermögenssteuern zurückrudert.

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Während Faymann beschwichtigen will, erklärt SP-Haider jede Form von Aktiengeschäften für unerwünscht
Wien/Linz - Oberösterreichs SP-Chef Erich Haider befeuert im Gespräch mit dem Standard jene Debatte, die Bundeskanzler Werner Faymann lieber kleingehalten hätte: "Diese Diskussion fangen wir jetzt an" , sagt er und meint die stärkere Besteuerung von Reichen. "Die, die mehr haben, müssen mehr Beiträge leisten als die, die wenig haben." Im Jahr 2009 sei "der Kapitalismus vor die Hunde gegangen" , sagt er. "Wir sind die Antwort auf die Krise" , sagt Haider selbstbewusst. Der Oberösterreicher fordert, ganz massiv gegen Spekulationen und Börsengeschäfte vorzugehen. Jedwede Finanztransaktion, also auch der Kauf und Verkauf von Aktien, müsste "sehr hoch besteuert" werden. Ebenso müssten Stiftungen sehr hoch besteuert werden.

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Haider: "Jeder, der mit Aktien handelt, muss spüren, dass er unerwünscht ist." Und: "Alles, was mit Spekulation zu tun hat, ist böse." Er fordert, die Besteuerung von Aktiengeschäften noch in dieser Legislaturperiode umzusetzen.

Außerdem plädiert Haider, der heuer im Herbst in Oberösterreich Landtagswahlen zu bestreiten hat, für ein weltweites Verbot von Spekulationen auf Nahrungsmittel, Wasser und Energie, räumt allerdings ein, dass Österreich alleine das nicht umsetzen werde könne. Hier sei die EU gefordert.

Der Kanzler versucht den Spagat. Er habe "immer klar gesagt" , dass er für eine Entlastung des Faktors Arbeit und eine Belastung von Vermögen sei. Gleichzeitig sei das Thema jetzt nicht aktuell, sagte Faymann am Dienstag nach dem Ministerrat. Seit zwei Wochen wird in der SPÖ nun schon intensiv diskutiert, ob nicht Wohlhabende angesichts der Wirtschaftskrise mehr Steuern zahlen sollen.

Zu Beginn hat sich Faymann noch quergelegt. Neue Steuern seien in dieser Legislaturperiode kein Thema. Nun macht der SP-Chef einen kleinen Rückzieher. "Eine Partei, die sich nicht mit sozialer Gerechtigkeit beschäftigt: Was ist das für eine Partei?" , fragte der Kanzler. Deshalb sei eine Diskussion, wie man mittel- und langfristig mehr Steuergerechtigkeit erzielen könne, "wichtig" . Die Thematik solle von der im Regierungsprogramm ohnehin geplanten Reformkommission behandelt werden, die eine Strukturreform des Steuersystems erarbeiten soll.

Verschiedene Vorstellungen

Dass der neben ihm sitzende Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) auch im Zuge einer Strukturreform keine Vermögens- oder Vermögenszuwachssteuern sieht, störte den Kanzler nicht. Es dürfe nicht überraschen, dass zwei verschiedene Parteien unterschiedliche wirtschaftspolitische Vorstellungen hätten.

Beim Volumen einer Vermögensbesteuerung zeigte sich der Kanzler aber vorsichtig. "Ich sehe nicht, wie durch eine Vermögenssteuer vier Milliarden Euro eingebracht werden können, ohne Häuslbauer und Kleingärtner zusätzlich zu belasten. Das ist schlicht und einfach unmöglich." Wenn am Schluss aber die "Superreichen" für die Schäden bezahlen, die sie jetzt angerichtet hätten, sei das "immer Thema für die SPÖ" . Faymann kann sich am ehesten eine europäische Transaktionssteuer vorstellen, gestand aber ein, dass sich der Widerhall in anderen Ländern in Grenzen hält.

Ganz klar verlaufen die Fronten aber auch in der ÖVP nicht. Nachdem der Diskussion zuletzt schon einige VP-Arbeitnehmervertreter Positives abgewinnen konnten, gab es am Dienstag von Tirols Landeshauptmann Günther Platter kein kategorisches Nein: "Die Diskussion kann man durchaus führen."

Während Kanzler Werner Faymann in der Debatte über Vermögenssteuern zu beschwichtigen versucht, erklärt Oberösterreichs SP-Chef Erich Haider jede Form von Aktiengeschäften und Spekulationen für unerwünscht. (Günther Oswald, Michael Völker, DER STANDARD-Printausgabe, 15. April 2009)
Vermögensbesteuerung
"Außi mit dem Gel aus die Haar‘!" <484>
SP-Landeshauptmann Voves fordert eine neue Steuerreform per 1.1.2010 - Inklusive Transaktions- und Vermögenssteuern

  

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>wer voves schon als schlimm genug empfindet, der soll mal
>den haider hören.... ich kann kaum glauben, daß die beiden
>landeshauptmänner in österreich sind. unsere politiker hätten
>in jeder kommune der udssr und der ddr eine gute figur gemacht
>!

Entschulding an alle die Haider heißen, aber in Kombination mit dem
Politikeramt ergibt das anscheinend immer einen Tro...
Wobei der verstorbene im Vergleich zu diesem ... als Lichtgestalt
erscheint.

>gegangen" , sagt er. "Wir sind die Antwort auf die
>Krise" , sagt Haider selbstbewusst. Der Oberösterreicher
>fordert, ganz massiv gegen Spekulationen und Börsengeschäfte
>vorzugehen. Jedwede Finanztransaktion, also auch der Kauf und
>Verkauf von Aktien, müsste "sehr hoch besteuert"
>werden.

Wenn der die Antwort auf die Krise ist, dann gute Nacht Österreich.
Ich hoffe die Oberösterreicher stutzen ihn auf das ihm zustehende Maß
zusammen.

  

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>"Wir sind die Antwort auf die Krise" , sagt Haider selbstbewusst.

Gescheite Leute sind gescheitert. Kann man daraus schließen, daß es Volltrotteln besser machen täten?

  

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Bei dieser Gelegenheit möchte ich einen User aus einem anderen Forum
zitieren:

"Angenommen, wir hätten statt Pröll einen durchschnittlich begabten
Pflasterstein oder von mir aus einen minderwertigen Pfosten als
Finanzminister. Wäre das wirklich schlechter gewesen ?"

Dem habe ich nur hinzuzufügen, dass man diese Frage bei allen
Politikern stellen sollte.

Tom

  

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Auf einen groben Klotz ein grober Keil....


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Tiefer geht's immer
CHRISTIAN ORTNER (Die Presse)

Für Teile der SPÖ sind bestimmte Menschen „unerwünscht“: ein neuer Höhepunkt des Kotzpopulismus.

Franz Voves, der sozialistische steirische Kernöl-Chavez, wird sich am Mittwoch ordentlich gegiftet haben. Denn an jenem Tag zitierte der „Standard“ seinen oberösterreichischen Kollegen Erich Haider, den dortigen SPÖ-Chef, mit folgender Auslassung: „Jeder, der mit Aktien spekuliert, muss spüren, dass er unerwünscht ist.“ Deshalb müssten der Aktienhandel an der Börse, aber auch die Stiftungen „sehr hoch“ besteuert werden.

Wir sehen förmlich vor uns, wie Voves – der neuerdings die Rückverstaatlichung von Industriebetrieben erwägt – da der schiere Neid gefressen hat. Besteuerung von Börsengeschäften oder Stiftungen, na gut, das wird er dem Haider noch gegönnt haben, fordert in der SPÖ außer deren Vorsitzendem eh fast jeder. Aber die Idee, nicht nur Aktienbesitz, sondern den Aktienbesitzer selbst für „unerwünscht“ zu erklären, die ist wirklich neu. Oder zumindest fast neu: Schließlich haben auch die Nationalsozialisten weiland einen Teil der Kapitalisten als „unerwünscht“ erklärt.

Es wird interessant sein zu hören, was Herr Haider mit diesen „unerwünschten“ Menschen eigentlich vorhat (und an welche Traditionen er anzuknüpfen gedenkt).

Man muss für Haider freilich ein gewisses Verständnis aufbringen: Der Markt für derartigen Kotzpopulismus ist mittlerweile genauso hart wie jeder andere auch. Der Wettbewerb der Seelenfänger ist brutal, die Kundschaft immer wählerischer, so wie ja auch die von Gewaltvideospielen.

Jörg Haider hatte es da als Quasimonopolist noch leicht; doch seine Nachfolger wie Haider (Erich), Voves, Strache und einige andere müssen mittlerweile im liberalisierten Populismusmarkt mit ihren doch bescheideneren diskursiven Möglichkeiten verdammt hart um jenes Wählersegment raufen, das selbst einfachste ökonomische Zusammenhänge für eine besonders gefinkelte Art von Gaunerei hält und jeden Satz mit Subjekt und Prädikat für eine Zumutung.

Es entspricht der Marktlogik, dass in diesem Wettbewerb permanent alle nur denkbaren Schamgrenzen nach unten durchbrochen werden. Wenn in Deutschland der dortige Populismusmarktführer Lafontaine offen die Enteignung „reicher Familien“ fordert (ähnlich wie bei uns „Attac“-Felber), so deutet das an, wohin sich dieser Kotzpopulismus noch entwickeln wird.

Bemerkenswert ist in diesem Kontext, wie nonchalant die Eliten des Landes diese Entwicklung bisher zur Kenntnis nehmen – und wie naiv das, möglicherweise, ist.

Zwar ist denkbar, dass die SPÖ hier eine Art von Zwei-Marken-Politik versucht: Faymann und die Regierungs-SPÖ als Partei der Mitte; Voves und Haider als linkspopulistisches Sub-Label, das vor allem der FPÖ die extraschlichte Klientel ausspannen soll.

Mag sein. Zu vermuten, dass jener intellektuelle Mundgeruch, den Haider & Co. verströmen, wieder zum Verschwinden zu bringen sein wird, könnte sich freilich als törichte politische Naivität herausstellen.

  

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16.04.2009 | 17:35 | KARL ETTINGER (Die Presse)

Kanzler Faymann wollte von seiner SPÖ Berechnungen haben. Die Gewerkschaft der Privatangestellten hat ein eigenes Vermögenssteuer-Modell erarbeitet.

Wien.Die Diskussion über die zusätzliche Besteuerung von Vermögen kommt jetzt in der SPÖ voll in Schwung. Grund dafür ist nicht nur, dass der steirische Landeshauptmann Franz Voves seine Pläne präsentiert und den Druck für entsprechende Reformen deutlich erhöht hat (siehe Bericht unten). Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-DJP), die größte ÖGB-Teilgewerkschaft, legt mit einem intern abgesegneten Modell für eine Vermögensbesteuerung im Ausmaß von vier bis fünf Milliarden Euro pro Jahr nach. Im Gegenzug wird vorgeschlagen, den niedrigsten Steuersatz für die Arbeitnehmer von nunmehr 36,5 Prozent auf 25 Prozent zu senken.

Die Gewerkschaft wird bei der Debatte über eine echte „Reichensteuer“ nicht mehr lockerlassen. Man werde „dafür sorgen, dass das Thema nicht nur diskutiert, sondern offensiv angegangen wird“, kündigt GPA-Bundesgeschäftsführerin Dwora Stein im Gespräch mit der „Presse“ an. Die Rückendeckung ihrer Teilgewerkschaft ist ihr dabei sicher, weil es für das nun vorgelegte Modell der Vermögensbesteuerung schon seit Längerem einen Beschluss des GPA-Bundesvorstandes gibt, der weiter für den gesamten Plan aufrecht sei. „Dieses Papier ist nicht in Stein gemeißelt, aber eine politische Verhandlungsgrundlage“, betont Stein, die auch AK-Vizepräsidentin ist.

Bundeskanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann hat am Dienstag nach dem Ministerrat von seiner Partei konkrete Modelle gefordert, sodass etwa einfache Häuslbauer mit der neuen Vermögensbesteuerung nicht belastet werden. „Die Presse“ liefert dem SPÖ-Chef mit dem GPA-Modell eine Antwort. Die wichtigsten Eckpunkte:

•Die Besteuerung von Vermögen kommt ab einer Grenze von 500.000 Euro zum Tragen (Details siehe Grafik unten). Demnach sollen Eigenheime unter diesem Wert, etwa ein Haus im Burgenland (siehe Beispiele oben), ausgenommen bleiben.
•Um den Charakter einer „Reichensteuer“ zu unterstreichen, steigt der Steuersatz in Stufen mit steigendem Vermögen (von 0,25 Prozent bei 500.000 Euro auf 1,45 Prozent bei einem Vermögen von zwei Millionen Euro).
•Mehr Geld soll nach dem GPA-Plan unter anderem durch eine höhere Besteuerung von Kapitalerträgen aus Stiftungen für den Staat hereinkommen.
•Insgesamt sollen die von der Gewerkschaft der Privatangestellten errechneten „vermögensbezogenen“ Steuern pro Jahr vier bis fünf Milliarden Euro zusätzlich für das Budget einbringen.
•Zu den größten Detailbrocken dieser Summe zählen: Die Steuer auf Vermögen ab 500.000 Euro würde nach diesen Berechnungen 1,5 Milliarden Euro erbringen. Einnahmen aus einer Besteuerung von Vermögenszuwächsen sei von der jeweiligen Kursentwicklung abhängig, erwartet werden rund 400 Millionen Euro pro Jahr. Eine Ausdehnung der Spekulationsfrist auf 20 Jahre für Immobilien solle rund 200 Millionen Euro für den Staat liefern.

Die Wiedereinführung einer „reformierten“ Erbschafts- und Schenkungssteuer (ebenfalls mit Freigrenzen in Höhe mehrerer 100.000 Euro) wird mit 120 bis 140 Millionen Euro beziffert. Die höhere Besteuerung von Stiftungen soll laut GPA-Modell 750 Millionen Euro einbringen. Dazu kommen weiters mögliche Einnahmen einer allgemeinen Finanztransaktionssteuer, die sich allerdings nicht exakt prognostizieren ließen.


Steuersatz von 25 Prozent

Dwora Stein ist zwar erfreut über die seit wenigen Wochen rückwirkend ab 2009 geltende Steuerreform, sie fordert aber die Vorbereitung eines weiteren Entlastungsschritts: Einnahmen aus der Vermögensbesteuerung sollen großteils zur weiteren Entlastung der Arbeitnehmer eingesetzt werden. Konkret macht sich die GPA für eine Senkung des untersten Steuersatzes auf 25 Prozent für Bezieher der niedrigsten steuerpflichtigen Einkommen stark.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.04.2009)

  

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In den SN vom 18.4.09 erklärt ein Leserbriefschreiber aus Anif, dass in Österreich 10% der Bevölkerung zwei Drittel des gesamten Vermögens besitzen, und dass eine Anhebung der Vermögensbesteuerung "auf 2,1% des BIP konservativ geschätzt rund 4,5 Mrd. Euro bringen würde".

"Damit könnten locker einige Budgetbaustellen bedient werden", die wären:

- gezielte Armutsbekämpfung über Negativsteuer für die, die von der jüngsten Steuerreform nicht profitieren, weil sie keine Steuern zahlen

- Mindestsicherung

- Aufstockung des Bildungsbudgets

- Pflege

- bessere Bezahlung für Pflegende

- Bezahlung von pflegenden Angehörigen

Erstaunlich, was man mit 4,6 Mrd. Euro alles finanzieren kann

Ganz kurz und prägnant war die Aussage des Bürgermeisters Häupl dazu, der mit hochrotem Kopf gerade bei der Steirischen Weinverkostung am Rathausplatz von den Kameras derwischt worden ist:

Wie vor der Neuwahl vereinbart, sollen "nur die Gewinne aus Aktien" besteuert werden, damit könne man die Krankenkassen sanieren.

Was vor dem Börsencrash vereinbart wurde, das gilt natürlich jetzt erst recht, er weiß wie Voves, dass nach einem Crash eher ein Kursanstieg kommt als nach historischen Höchstständen

  

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"SPÖ hat recht, Schluss mit der Gier - aber bitte schön auch in den eigenen Reihen!"
Utl.: Fatale Optik bei steuerschonender Privatstiftung von SPÖ-Haider

Linz (OTS) - "Die Haider-SPÖ hat rund um die steuerschonende
Privatstiftung 'L36' enormen Erklärungsbedarf. Es ist eine glasklare
Doppelbödigkeit, was die SPÖ hier praktiziert. Natürlich wollen die
OberösterreicherInnen wissen, ob es noch weitere Stiftungen in der
SPÖ oder im Umfeld der SPÖ gibt", so die Grüne LAbg. Ulrike Schwarz.
Seit dem Wochenende ist bekannt, dass die OÖ-SPÖ offensichtlich eine
einzige steuerschonende Privatstiftung ist. Die SPÖ in Oberösterreich
hat 1996 die Firma "Sozialdemokratische Partei Oberösterreich -
Privatstiftung" beim zuständigen Landesgericht in Linz eingetragen.
2004 wurde diese in "Privatstiftung L 36" geändert. "L 36" steht für
Landstraße 36, dem Sitz der SPÖ in Linz. Neben dem Gebäude in der
Landstraße gehört das Arbeiterheim in Klein München und das Gebäude
in der Spittelwiese 5 der Privatstiftung der SPÖ. Zur Privatstiftung
gehören darüber hinaus auch die Linzer Druckerei Gutenberg und der
Werbering. Geschäftsführender Vorsitzender der Privatstiftung ist der
ehemalige SPÖ Nationalratsabgeordnete Georg Oberhaidinger aus Wels.
Dem Stiftungsvorstand gehören unter anderen weiters an: der Linzer
Steuerberater Herbert Grünberger, der Linzer Rechtsanwalt Helmut
Trenkwalder, der ehemalige Hypo-Vorstand Karl Wiesinger und
SP-Geschäftsführer Christian Denkmaier. Eines der Ziele der Stiftung
laut Stiftungsurkunde: "Die Verwaltung (...) hat nach
betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu erfolgen und soll ein
maximaler Erfolg angestrebt werden."

"Haider spricht in seiner Rede beim jüngsten SPÖ Landesparteitag von
seinem pathologischen Hang zur Gerechtigkeit. In Anbetracht der SP
Privatstiftung wäre wohl ein pathologischer Hang zur Doppelbödigkeit
naheliegender", meint Schwarz.

Schwarz weiter: "Darüber hinaus würde mich interessieren, warum
die Privatstiftung der Sozialdemokraten im Jahr 2004 plötzlich in "L
36" umgewandelt wurde. Die Optik ist hier mehr als schief. Ja, Herr
Haider, wir nehmen Sie beim Wort: 'Schluss mit der Gier!'", so
Schwarz abschließend.

Rückfragehinweis:


Die Grünen Oberösterreich
Mag. Markus Gusenbauer
Pressesprecher
Tel.: 0664/831 75 36
mailto: max.gusenbauer@gruene.at
http://www.ooe.gruene.at

  

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Nun denn, mit diesen Nulpen sind wir wieder bald auf dem Niveau der 70er Jahre (Kreisky-Ära), wo Aktienbesitz in Ö als verwerflich, Aktienbesitzer als böse Spekulanten und Unternehmertum (außer im Staatsbesitz, VOEST und ähnliche Fässer ohne Boden) etc. überhaupt als bedenklich galten
Bin schon gespannt, welche Klischees noch aus der Kommunisten-Mottenkiste durch Grüne und SP hervorgekramt wurden.

Wenn schon gerne Spekulanten als nutzlose Kaste abqualifiziert werden, es gibt wohl eine noch nutzlosere, die den Leuten auch noch das Geld aus der Tasche zieht (nicht nur für sich, sondern auch noch häufig für dumme Projekte). Welche wohl damit gemeint ist, überlasse ich der Phantasie des einzelnen. Spekulanten riskieren ihr eigenes Vermögen, die andere Kaste lebt dagegen auf Kosten anderer und richtet sichs, wie sie es braucht.

  

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>Spekulanten riskieren ihr eigenes Vermögen, die andere Kaste
>lebt dagegen auf Kosten anderer und richtet sichs, wie sie es
>braucht.

Spekulanten riskieren ihr eigenes Vermögen, dass bereits einmal besteuert wurde!
Die Linken wollen nun, dass diese bösen Spekulanten ein zweites und drittes mal zur Kasse gebeten werden - ein total kommunistischer Ansatz und rein politisches Neidschüren.

Wo solche Leute an der Macht sind, geht es der Bevölkerung ja immer besonders gut, siehe Nordkorea, Kuba, ehem. Ostblock etc.
Wann kapieren unsere geistig Minderbemittelten rot/grünen Weltverbesserer das eigentlich endlich?!
Oder wollen Sie lediglich eine Umverteilung von den Fleissigen zu den Faulen? Dann sollen sie es endlich auch so sagen!

  

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>>Wo solche Leute an der Macht sind, geht es der Bevölkerung ja immer besonders gut, siehe Nordkorea, Kuba, ehem. Ostblock >>

Gutes und aktuelles Bsp. ist auch Venezuela, wo sie nicht mal die passenden Schrauben zusammenkriegen seit verstaatlicht wurde, wenn bei der Ölförderung was reparieret werden muß.

  

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>SP-Geschäftsführer Christian Denkmaier. Eines der Ziele der
>Stiftung
>laut Stiftungsurkunde: "Die Verwaltung (...) hat nach
>betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu erfolgen und soll ein
>maximaler Erfolg angestrebt werden."

Schau an, die Sozialisten wollen auch maximal verdienen und möglichst
wenig Steuern zahlen? Ach so, da geht es ja um ihr eigenes Geld.
Heuchlerbande...

Die anderen Parteien werden ihnen das bis zur Wahl in Oberösterreich hoffentlich laufend
um die Ohren hauen.


  

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Hat man ja auch bei der BAWAG gesehen ...

Bei den Sozialisten, die ich kenne, klaffen Anspruch und Wirklichkeit auch weit auseinander. Eine Yacht in Kroatien auf fremden Namen, ein Lamborghini auf eine Briefkastenfirma, eine Uhr um 12.000€ ("ist eigentlich nicht viel dafür, oder?"), eine gestohlene Brieftasche mit 4.000€ drinnen ("naja, zwei Tage hart arbeiten") ...

Aber immer brav SPÖ wählen und mit Faymann essen gehen.

  

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>Hat man ja auch bei der BAWAG gesehen ...

Stimmt, aber immer wenn ich glaube ich habe schon alles gesehen, schaffen sie
es mich aufs neue mit ihrer Chuzpe zu verblüffen. Ausgerechnet
der rote Haider agiert mit Privatstiftungen für seine Landespartei,
das hätte ich nicht gedacht....

>Bei den Sozialisten, die ich kenne, klaffen Anspruch und
>Wirklichkeit auch weit auseinander. Eine Yacht in Kroatien auf
>fremden Namen, ein Lamborghini auf eine Briefkastenfirma, eine
>Uhr um 12.000€ ("ist eigentlich nicht viel dafür,
>oder?"), eine gestohlene Brieftasche mit 4.000€ drinnen
>("naja, zwei Tage hart arbeiten") ...

Hundertprozentige Zustimmung. Die paar deklarierte
SPÖler die ich kenne stehen im meinem Bekanntenkreis eindeutig an der Spitze
was Egoismus, Sparsamkeit (Spenden an Hilfsorganisationen? Wozu,
dafür ist der Staat zuständig,...) usw. betrifft. Aber immer schön
von Solidarität, den ausbeuterischen Unternehmern usw. reden.

Zum Kotzen.

  

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bei der verflechtung von deutschland und österreich müssen das millionen meldungen sein, die spinnen doch


Die deutsche Regierung hat den Weg zu einem schärferen Vorgehen gegen Steuerflucht freigemacht. Das Kabinett verabschiedete am Mittwoch den entsprechenden Gesetzesentwurf. Der Gesetzesentwurf muss nun bis zur Sommerpause noch vom Parlament beraten und beschlossen werden. Ziel ist es, den Druck auf Länder wie die Schweiz oder Österreich zu erhöhen, die als Steueroasen gelten.

Im Kern geht es darum, dass Privatpersonen und Unternehmen, die mit unkooperativen Staaten oder intransparenten Finanzzentren Geschäfte machen, den Fiskus künftig umfassend informieren müssen. Allerdings werden diese Pflichten erst dann fällig, wenn die deutsche Bundesregierung entsprechende Rechtsverordnungen erlassen hat.

Die Neuregelung war lange in der schwarz-roten Regierungskoalition umstritten. SPD-Finanzminister Peer Steinbrück bestand auf einem schärferem Vorgehen. Die Sozialdemokraten warfen CDU/CSU vor, Steuerhinterziehung zu begünstigen, wenn sie die Neuregelung ablehnen. Sie drohten, dies zum Thema im bevorstehenden Bundestags-Wahlkampf zu machen.

Generalverdacht

Die Unions-Parteien hatten kritisiert, dass Privatpersonen und Firmen, die mit diesen Ländern Kontakt hätten, unter einen Generalverdacht gestellt würden. Dies sei nicht zulässig. Sie setzen nun auf die Ausführungsbestimmungen, die möglicherweise erst nach der Wahl im September kommen könnten.

Der deutsche Finanzminister hat insbesondere die Schweiz immer wieder zu mehr Kooperation im Kampf gegen Steuerhinterziehung aufgefordert. Er verlangt, dass die Schweiz die OECD-Standards für den entsprechenden Informationsaustausch nicht nur anerkennt, sondern auch umsetzt. Gespräche über eine Neuverhandlung des bilateralen Doppelbesteuerungsabkommens gibt es aber bisher nicht.

(APA)

  

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Ich hab jetzt abgedreht, das glaubt mir ja kein Mensch, was da heut für Leute ihre Weisheiten abgeben.

Wie die Hyänen fallen diese Nationalökonomin der WU Wien und dieser AK-Direktor über die Gewerbetreibende her.

Total weltfremd, die beiden, die glauben, was sie in ihren dicken Studien lesen. Der AK-Direktor glaubt, alle Betriebe hätten genug bei Betriebsübergaben gestalten können, um keine existenzbedrohende Erbschaftsteuer zahlen zu müssen. Die Nationalökonomin behauptet allen Ernstes, die Gewerbetreibende würde "Privilegien verteidigen und so einen Klassenkampf führen".

Die Nationalökonomin hat gleich bei der Einleitung gesagt, dass die soziale Durchlässigkeit erhöht werden solle, die Vermögensbesteuerung solle Migranten und Migrantinnen zugute kommen.

Ja, und die Schere ginge auseinander, die Leute würden in viel kleineren Wohnungen wohnen als früher. Na die hat vielleicht eine Ahnung, wo unsere Elterngeneration gewohnt hat, als sie jung war: 3 Personen auf 15 m2, Klo am Gang, eh klar.

Der Schenk von der Diakonie ist recht vernünftig, der Prüller von der Presse auch. Die können wenigstens sachlich bleiben. Und der Schenk hat es auch schön gesagt: "Vermögensbesteuerung soll nicht unser Ziel sein, sondern ein Instrument" (um die Konjunkturpakete etc. 2010 finanzieren zu können).

Der Voestalpine-Betriebsrat sieht als Feindbild gleich "die gut verdienen, die Vermögen haben". Das müssen aber nicht dieselben sein. Die Gutverdiener können alles verprassen, die Schlechtverdiener können sich ein Vermögen vom Munde absparen.

Der Voestler behauptet auch, dass der Portier bei Siemens mehr Steuern bezahlt als der ganze Konzern. Tja, den Siemens-Konzern könnma leider nicht rupfen, der hat sein Hauptquartier in der BRD.

Die Moderatorin hat noch nie von einem "Herrn Fries, der 600 Mio. Euro steuerfrei verdient hat" gehört und wollte nicht ins Detail gehen. Dh auch ich weiss jetzt nicht, wie´s der Fries gemacht hat.

Der Voestler geht auch davon aus, dass der Durchschnittsverdiener (2.200 Euro/Monat brutto) sich keine 500.000 Euro ersparen kann, "Da muss man fleissig sparen, um da auf die 500.000 Euro zu kommen, das glaubt einem ja kein Mensch!" Ergo kann so einer nur unrechtmässig zu seinem Reichtum gekommen sein.

Die Linken waren heute (mit Ausnahme des Herrn Schenk) wie die aufgscheuchten Hendln, die Rechten waren nur durch die Gewerbetreibende vertreten, der Presse-Prüller hat sich ja für eine Vermögenszuwachssteuer und Erbschaftssteuer ausgesprochen, nur nicht für eine Vermögenssteuer, also ein Mann der Mitte und des Ausgleichs.

  

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>diese Nationalökonomin der WU Wien


Da haben sie ja die Richtige eingeladen. (Ehemaliges) Institut Bauer - dagegen war dem Nowotny sein Institut ein Hort des Neoliberalismus.

Ihre Forschungsgebiete sagen auch einiges über die Dame:

RESEARCH TOPICS
* Feminist theories
* Feminist economics
* Gender in the history of political and economic theory
* Women's politics
* Social inequality
* Relationship of state and economy

http://www.wu-wien.ac.at/vw3/institut/lektoren/michalitsch

  

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>Ihre Forschungsgebiete sagen auch einiges über die Dame:
>
> RESEARCH TOPICS
>* Feminist theories
>* Feminist economics
>* Gender in the history of political and economic theory
>* Women's politics
>* Social inequality
>* Relationship of state and economy
>
>http://www.wu-wien.ac.at/vw3/institut/lektoren/michalitsch

Herr laß Hirn regnen, "Feminist Economics", was für ein Schwachsinn.

Die Lektoren an dem Institut sind auch nett, Christoph Chorherr
(Grüne) und Wolfgang Fellner (vermutlich der von "Österreich"?) -
ein Ideologieinstitut auf Kosten der Allgemeinheit.

  

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Und dass es auch unter den Sozialdemokraten die ärgsten Neoliberalen gegeben hat, hamma auch glernt: Der Tony Blair aus UK war so einer, und der Schröder aus der BRD.

  

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Hy allerseids....


Bin froh das ich nicht der einzige bin der sich darüber aufregt welcher Schwachsinn gestern im Club 2 verzapft wurde.
Ich denke es ist in erster Linie wichtig Arbeitsplätze für alle Österreicher zu schaffen!
Mit der "Reichensteuer" würde man zu 80 Prozent Betriebe schröpfen die unsere Arbeitgeber sind.
Die wirklich Reichen haben Ihre Gelder sowieso in Stiftungen oder Steueroasen untergebracht!°
Die Erbschaftssteuer wieder einzuführen bringt überhaupt nichts komma null!
Außerdem kommt mir das grauen wenn ich bedenke das ich 7 Jahre durch 2 Jobs auf mich genommen habe damit es meinen Kindern mal besser geht, habe alles schon doppelt versteuern müssen. Von den Sozialversicherungsbeiträgen möcht ich gar nicht reden! Und dann kommt der Staat und hält wieder die Hand auf wenn ich mein! erspartes meinen Kindern weitergebe!

Etwas wurde gestern auch nicht erwähnt: Nicht nur die Armen haben weniger zum Leben auch die Reichen werden "ärmer"

Wie seht Ihr das?

  

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Ich finde dieses Gerede über die Verteilungsgerechtigkeit sowiese total unsinnig.
Bei uns wird schon genug ( um ) - verteilt.
Für meinen Geschmack schon zu viel.
Der entscheidende Punkt für mich ist.
Wer trägt Risiko ? Ob als Unternehmer oder als Investor - egal.
Die meisten Leute haben ja nicht die geringste Ahnung was das bedeutet und was da dahinter steht.
Wenn man Risiken trägt, dann muss sich das auch auszahlen.
Und noch was. Ich glaube man sollte generell wieder mehr bestimmte Branchen forcieren. Und zwar solche, wo Geld von aussen kommt.
Ich bin ein bisserl skeptisch bezüglich
" Dienstleistungsgesellschaft " .
Es wird nicht funktionieren, wenn wir uns nur gegenseitig
die Haare schneiden, die Fingernägel verlängern oder gar die Karten legen.

  

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>Die meisten Leute haben ja nicht die geringste Ahnung was das
>bedeutet und was da dahinter steht.
>Wenn man Risiken trägt, dann muss sich das auch auszahlen.


ich glaub ja vielmehr, dass das ganze eine "instrumentalisierung von oben" ist. oder ist eine regal-schlichterin beim billa wirklich einem arzt sein gehalt neidig?

es wird halt einfach von den roten und den gewerkschaftern getrommelt, dass man den besserverdienenden was wegnehmen muss.

juhuuuuuu, ja! nehmts dem mittelstand alles weg, verteilts es um auf die armen, die eh nix haben. und bitte auch gleich den bundesadler aus dem wappen rausnehmen, damit nur mehr hammer und sichel übrig bleiben. passt dann auch besser zu diesem kommunistischen getue.


  

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>Ich finde dieses Gerede über die Verteilungsgerechtigkeit
>sowiese total unsinnig.
>Bei uns wird schon genug ( um ) - verteilt.
>Für meinen Geschmack schon zu viel.

da stimmme ich zu. wenn ich immer von diesem gini koeffizienten lese denke ich mir es sollte eigentlich nicht das ziel sein das alle ähnlihc viel haben.
sondern jeder sollte genug haben, und darüber hinaus alles getan werden um dem einzelnen zu ermöglichen seine ziele zu verfolgen und nicht wenn das jemand erfolgreicher tut möglichst viel "umverteilt" werden.

allein diese armutsdefinition basierend auf dem medianeinkommen. bei einer derartigen festlegung wird es immer arme geben, selbst wenn keiner weniger als 3000 euro verdienen würde.

  

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>Der entscheidende Punkt für mich ist.
>Wer trägt Risiko ? Ob als Unternehmer oder als Investor -
>egal.
>Die meisten Leute haben ja nicht die geringste Ahnung was das
>bedeutet und was da dahinter steht.
>Wenn man Risiken trägt, dann muss sich das auch auszahlen.

Genau das ist auch meine Meinung. Ich verspüre nicht den geringsten
Neid wenn jemand als Unternehmer erfolgreich ist und zu Vermögen
kommt. Ich sehe auch nicht ein warum das steuerlich bestraft
werden soll.

Das selbe in Grün bei Veranlagungen - ich nehme Risiko und es
hat sich auch ausgezahlt, aber ich sehe keinen Grund
warum ich davon etwas abgeben soll. Bei Verlusten gibt mir niemand
etwas zurück.

Das ist mMn der einzige relevante Punkt bei dem uns die Amerikaner
voraus sind - diese Mentalität des "ich kann das auch schaffen" und
nicht "dem muß man etwas wegnehmen, der ist belastbar".

  

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>Genau das ist auch meine Meinung. Ich verspüre nicht den geringsten
>Neid wenn jemand als Unternehmer erfolgreich ist und zu Vermögen
>kommt. Ich sehe auch nicht ein warum das steuerlich bestraft
>werden soll.


Ich frage mich, ob der Neid wirklich so verbreitet ist, wie man aus vielen Politikeraussagen schließen kann, oder ob diese Politiker einer groben Fehleinschätzung unterliegen.

Ich kenne niemenden, der gegenüber einem Herrn Mateschitz, einem Herrn Wlaschek, einem Herrn Fries, einem Herrn Pecik oder einem Herrn Haselsteiner Neid empfinden würde. Bewunderung ja, aber Neid?

  

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>Ich frage mich, ob der Neid wirklich so verbreitet ist, wie
>man aus vielen Politikeraussagen schließen kann, oder ob diese
>Politiker einer groben Fehleinschätzung unterliegen.

Hoffentlich. Die Wahlen in Oberösterreich sollten schon mal ein guter Test sein.

>Ich kenne niemenden, der gegenüber einem Herrn Mateschitz,
>einem Herrn Wlaschek, einem Herrn Fries, einem Herrn Pecik
>oder einem Herrn Haselsteiner Neid empfinden würde.
>Bewunderung ja, aber Neid?

Also für einen Herren aus deiner Liste empfinde ich keine Bewunderung...

  

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>Also für einen Herren aus deiner Liste empfinde ich keine Bewunderung...

Kurz habe ich ja überlegt ob ich auch Meinl in die Liste nehmen soll, aber das war mir dann doch zu kontrovers. Neidig bin ich aber auch dem nichts, ganz im Gegenteil. Ich möchte nicht in seiner Haut stecken.

  

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>Ich möchte nicht in seiner Haut stecken.


gibs zu, seine haare möchtest doch auch nicht haben *gg*

  

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>>Ich möchte nicht in seiner Haut stecken.
>
>
>gibs zu, seine haare möchtest doch auch nicht haben *gg*
>

Die auch nicht. Aber auch auf seine Probleme mit Staatsanwalt, Volkszorn und Gewissen kann ich gut verzichten.

  

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>Die auch nicht. Aber auch auf seine Probleme mit Staatsanwalt,
>Volkszorn und Gewissen kann ich gut verzichten.

Ob er mit letzterem Probleme hat möchte ich bezweifeln.
Dann hätte es die Gebührenstruktur in dieser Form nicht gegeben.

  

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ICH möcht mit ihm tauschen!

Das ganze Zeug tät ich verkaufen, das Geld tät ich den Armen geben
(hoch und heilig versprochen! ),
der Inhalt vom Kühlschrank kommt auf den Müll, weil sowas ess ich nicht,
die Villa behalt ich,
und die Frau auch

  

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>Ich kenne niemenden, der gegenüber einem Herrn Mateschitz,
>einem Herrn Wlaschek, einem Herrn Fries, einem Herrn Pecik
>oder einem Herrn Haselsteiner Neid empfinden würde.
>Bewunderung ja, aber Neid?

Wie schauts aus mit den Huber's (ÖBB), Ötsch's(AUA), Michaelis's(ÖIAG),....

  

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>Wie schauts aus mit den Huber's (ÖBB), Ötsch's(AUA), Michaelis's(ÖIAG),....

Meine Bewunderung hält sich in Grenzen.
Deren Vermögen oder Einkommen interessiert mich aber auch nicht ernsthaft.

Wenn ein Manager gut ist, kann man ihm gar nicht genug bezahlen, und wenn er schlecht ist, kann man ihm gar nicht wenig genug bezahlen. Oder anders gesagt: Der Schaden oder Nutzen, den ein Manager einem Unternehmen bringen kann, steht meist in keinem Verhältnis zu seinem Gehalt. Deshalb ist die Fokusierung auf das Gehalt ein Unfug.

  

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> Der Schaden oder
>Nutzen, den ein Manager einem Unternehmen bringen kann, steht
>meist in keinem Verhältnis zu seinem Gehalt. Deshalb ist die
>Fokusierung auf das Gehalt ein Unfug.


Vielleicht verstehen das ja auch mal die Manager (die sich gern als Elite der Gesellschaft sehen) und kommen zur Einsicht, dass sie sich auch mit weniger Gehalt begnügen könnten.
Bis sie zu dieser Einsicht kommen, hab ich wirklich nichts dagegen, sie durch geeignete Maßnahmen (Steuern) in die richtige Richtung zu lenken. Diese Hilfestellung sollte man ihnen gewähren.
Bald werden sie glücklich sein, eine andere Fokusierung zu finden ...

  

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>> Der Schaden oder
>>Nutzen, den ein Manager einem Unternehmen bringen kann,
>steht
>>meist in keinem Verhältnis zu seinem Gehalt. Deshalb ist
>die
>>Fokusierung auf das Gehalt ein Unfug.

Bin schon bei dir, aber die Exzesse die es gibt schaden gesellschaftlich enorm.


>Bis sie zu dieser Einsicht kommen, hab ich wirklich nichts
>dagegen, sie durch geeignete Maßnahmen (Steuern) in die
>richtige Richtung zu lenken. Diese Hilfestellung sollte man
>ihnen gewähren.

Verzeihung, aber das ist meiner Meinung nach Sache der Eigentümer
und nicht des Staats.

  

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>Bin schon bei dir, aber die Exzesse die es gibt schaden
>gesellschaftlich enorm.
>
>Verzeihung, aber das ist meiner Meinung nach Sache der
>Eigentümer
>und nicht des Staats.


Du schreibst selber, dass die Exzesse der Gesellschaft enorm schaden.
Also wer, wenn nicht der Staat, soll Maßnahmen zum Schutz der Gesellschaft ergreifen?

Irgendwo hat die Solidratät mit den Reichen auch seine Grenzen

  

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Ich bin auch der Meinung, dass diese Exzesse der Gesellschaft und insbesondere der Solidarität in einer Gesellschaft enormen Schaden zufügen.

Und das zu regeln bzw so etwas in Zukunft verhindern kann nur der Staat bzw supranationale Organisationen.

Der Staat ist dafür verantwortlich, Rahmenbedingungen für die jeweiligen Märkte aufzustellen und innerhalb dieser Bedingungen können die Marktteilnehmer dann machen was sie wollen. Und in diesen Rahmenbedingungen müssen Werte wie Ethik, Solidarität usw aufgenommen werden, wenn das von der Gesellschaft so gewünscht wird. Man kann doch nicht den Eigentümern überlassen, ob sie ihre unternehmensführung an bestimmten Werten orientieren wollen oder nicht. Jeder rationale Mensch tut das, was ihm persönlich am meisten einbringt. Und wenn einer mal ein schlechtes Gewissen hat, kommt ein anderer mit weniger inneren Konflikten. Solchen Exzessen kann man nicht vorbeugen, indem man an ethische Grundsätze und Solidarität appelliert. Das kann man nur durch entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen.

Und nachdem die derzeitigen Rahmenbedingungen diese ganzen Exzesse zugelassen bzw möglich gemacht hat, muss auch hier und nur hier angesetzt werden. Selbstregulierungen und so weiter haben doch noch nie funktioniert.

Übrigens ist das bei uns in Ö eh kein wirkliches Problem. Wahre Exzesse finden doch ohnehin hauptsächlich in den USA statt.

  

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Ich verstehe nicht ganz. Was schadet es der Gesellschaft (Solidarität, Ethik, wasauchimmer), wenn ein Privatunternehmer einem Angestellten sehr viel bezahlt? Was geht es den Staat (oder die "Gesellschaft") an, ob Herr Mateschitz seinem Chefsekretär 50.000, 500.000, oder 50 Millionen bezahlt?

  

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Beim Mateschitz ist es blöd. Aber nehmen wir mal die Deutsche Bank.

Die DBAG bezahlt dem lieben Herrn Ackermann jahrelang riesige Gehälter, Ackermann tritt immer enorm arrogant auf und verdient Millionen. Und auf Fragen nach der enormen Höhe seines Gehaltes, antwortet er immer mit dem tollen Erfolg seiner Bank, der das rechtfertigen würde. So weit so gut. Der kleine Mann denkt: Ok, der tut was, der erreicht was, der ist erfolgreich ergo der verdient das auch.

Jetzt kommt eine große Krise und plötzlich stellt sich heraus, dass vieles was der liebe Herr Ackermann so geleistet hat und wofür er soviel verdient hat, vielleicht doch nicht so gut war. Und nun muss der kleine Mann, der jahrelang bewundernd auf den Großverdiener Ackermann geschaut hat und selbst nichts von dessen Erfolg und Einkommen hatte, plötzlich mit seinen Steuergeldern dazu beitragen, dass dessen Fehler der Vergangenheit wieder ausgebügelt werden.

Wenn das nicht enorm schädigend für jede Gesellschaft ist, dann weiß ichs auch nicht.

Ich glaube das war damit gemeint. So hab ich das halt verstanden.

  

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Ich glaube, man muss diese Ethik - und Moralfragen auch einmal von der anderen Seite sehen.
Es gibt sehr viele Leute, die ihren Teil vom Kuchen fordern in einer Art von Anspruchdenken.
Die wollen kein Risiko tragen, einen leichten Job machen und gegen alles versichert sein.
Und wenn etwas nicht passt, gehen die zur AK und anschliessend gleich zum AMS.
Viele von denen kommen aber nicht auf die Idee, sich in der Freizeit weiter zu bilden, womöglich noch auf eigene Kosten.
Alles soll so bleiben oder noch besser werden. Denn alle paar Jahre gehen die ja schliesslich wählen und glauben scheinbar,
dass sie damit ihren Beitrag geleistet haben.

  

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Naja würd mal sagen, dass das schon auf kosten der allgemeinheit geht, um zB bei RB zu bleiben, keine ahnung was so dose mit diesem „chemischen gesöff“ *g* im verkauf kostet (habe ich u. werde ich nie trinken, nicht mal geschenkt.. *g*); aber je niedriger zb die gehaltskosten sein würden, desto billiger könnte man es nat. anbieten, was für die kunden mehr geld in der tasche bedeuten würde… natürlcih geb ich dir recht, man muss es ja nicht kaufen, aber nachdem RB so viel erfolg weltweit hat (bzw. es so viele mMn „dumme“ gibt die dieses zeug um einen wucherpreis kaufen), gibt’s anscheinend viele, die diese firma gern so wie sie ist unterstützen wollen…! Ja dass zb RB viel für sponsoring ausgibt etc find ich nat. schon gut, aber zahlen du das ja der getränkekunde!
Genau dieses beispiel kann man auf (Strom, Heizkosten, Auto, bankdiesnstleistungen, Tank, beamten etc. um mal bei paar gut bezahlten branchen zu bleiben, weil RB ist ja nicht lebensnotwendig!!) übertragen, und da kommt ja dann schon viel zusammen auf kosten zb der weniger verdienenden, nicht in diesen branchen arbeitenden bevölkerung…!

  

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Ich finde nach wie vor, dass es die allereinfachste und beste Lösung wäre, wenn die EU oder irgend ein anderer Gesetzgeber für die Zukunft einen Multiplikator einführt, der angibt, um wieviel das höchste und das niedrigste Gehalt in einem Unternehmen (also immer auf Einzelunternehmensebene betrachtet) auseinanderliegen dürfen.

Das würde bedeuten: Multiplikator von 30

Erste Bank: niedrigstes Gehalt - Schalterangestellte 35.000 EUR brutto im Jahr
höchstes Gehalt - 35.000 x 30 = 1.050.000 EUR höchstes mögliches Gehalt für Andreas Treichl.

Ich finde dieses System würde gleich mehrere Vorteile in sich vereinen.

1. könnte es nie ein auseinanderdriften von normalen Gehältern und Spitzengehältern geben, das heißt der soziale Friede wäre besser gewahrt als derzeit.

2. Will ein Manager mehr verdienen, muss er auch seinen Leuten mehr zahlen. Das heißt, purer Egoismus kommt immer allen im Unternehmen zugute und nicht nur denjenigen an der Spitze.

3. Packelei zwischen AR und Vorstand wie bisher, wo jeder mit jedem unter einer Decke steckt und sie sich gegenseitig ständig die Gehälter erhöhen geht nicht mehr, weil wenn dann müssen alle Gehälter erhöht werden.

4. Die Entlohnung würde viel mehr von der gesamten Leistung des Unternehmens abhängen. Bringt ein Manager schlechte Leistungen und muss einsparen, etwa durch Gehaltskürzungen, dann muss er sein eigenes auch kürzen, um das Verhältnis zu wahren.

5. So ein fixes Verhältnis würde viel mehr zum Verständnis der Leute beitragen. Die meisten sehen ja ein, dass ein Manager 30 mal soviel verdient wie ein Angestellter, der jeden Tag von 9 bis 17 Uhr arbeitet, während der Manager 80 Std. die Woche arbeitet und eine Menge Verantwortung trägt. Was nicht einzusehen ist, ist wenn dieses Verhältnis dann auf Werte ansteigt wie in den USA von 3000 bis 4000.

  

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Es wäre produktiver, der Staat würde in seinem eigenen Bereich für Ordnung sorgen, und sich nicht so viel den Kopf über das Tun und Lassen in der Privatwirtschaft zerbrechen.

  

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>Es wäre produktiver, der Staat würde in seinem eigenen
>Bereich für Ordnung sorgen, und sich nicht so viel den Kopf
>über das Tun und Lassen in der Privatwirtschaft zerbrechen.


dann hätts aber auch kein "bankenhilfspaket" gegeben. sich nur die rosinen rauszupicken ist halt auch nicht der weisheit letzter schluss.

  

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Das find ich auch.

Man kann nicht immer sagen, wenns mir gut geht will ich so wenig wie möglich Steuern zahlen und der Staat soll sich wenn möglich aus allem raushalten und wenns mir dann mal schlecht geht soll der Staat plötzlich da sein und mir helfen und meinen Arbeitsplatz, meine Kohle, meine Bank und was sonst noch alles retten bzw absichern.

So kanns auch nicht funktionieren.

  

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>Es gibt sehr viele Leute, die ihren Teil vom Kuchen fordern in
>einer Art von Anspruchdenken.
>Die wollen kein Risiko tragen, einen leichten Job machen und
>gegen alles versichert sein.
>Und wenn etwas nicht passt, gehen die zur AK und anschliessend
>gleich zum AMS.
>Viele von denen kommen aber nicht auf die Idee, sich in der
>Freizeit weiter zu bilden, womöglich noch auf eigene Kosten.
>Alles soll so bleiben oder noch besser werden. Denn alle paar
>Jahre gehen die ja schliesslich wählen und glauben scheinbar,
>dass sie damit ihren Beitrag geleistet haben.


wir sind halt in einer wohlstandsgesellschaft und da hat sich offensichtlich so eine art "vollkasko-mentalität" durchgesetzt.

neuerdings streiken ja sogar schon die schüler wegen 5 schulautonomer tage, die es zu meiner zeit noch gar nicht gegeben hat.

da sind vorhin welche vorbeigezogen, lauthals "wir haben auch rechte". ich hab mir bloß gedacht, das recht, das die haben, ist doch in die schule zu gehen. die sollen froh sein, dass ihnen der staat eine ausbildung finanziert.

dieses anspruchsdenken fängt also eh schon von klein auf an.

  

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>Ich verstehe nicht ganz. Was schadet es der Gesellschaft
>(Solidarität, Ethik, wasauchimmer), wenn ein Privatunternehmer
>einem Angestellten sehr viel bezahlt? Was geht es den Staat
>(oder die "Gesellschaft") an, ob Herr Mateschitz
>seinem Chefsekretär 50.000, 500.000, oder 50 Millionen
>bezahlt?

Es geht ihm aber (auch als Eigentümer) sehr wohl was an, was die Manager bei ÖBB, AUA, ÖIAG, ASFINAG, OMV, Verbund, Flughafen...... überall halt dort wo der Staat das sagen hat, bezahlt wird.

Über einen Herrn Mateschitz regt sich auch niemand auf, aber es geht um die vielen vielen anderen "Abzocker".

Das Recht sein eigenes Unternehmen/Kapital/Vermögen an die Wand zu fahren hat jeder, nur das der Öffentlichkeit/Staat/Unsers hat niemand.

  

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Budget 2009: Alistair Darling's great financial squeeze on the rich

• Rich targeted by budget with 50% tax rate for those on over £150,000
• Restrictions on spending to be tighter than Thatcher era
• Debt to reach 80% of GDP – highest level in peacetime

http://www.guardian.co.uk/uk/2009/apr/22/budget-2009-tax-rich-alistair-darling


Trotz allem: Bei uns ist man schon bei weniger als der Hälfte von £150K auf 50% Spitzensteuersatz ...

  

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Felderer: Steuern als letztes Mittel
- Defizit sollte so rasch wie möglich abgebaut werden.
- BIP-Rückgang könnte mehr als 3 Prozent ausmachen.


Wien. (med) Österreich sollte den Defizitabbau so bald wie möglich, am besten schon im Jahr 2011, angehen, sagte Bernhard Felderer, Leiter des IHS und Chef des Staatsschuldenausschusses, am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Dass das Defizit laut Budgetplan des Finanzministers 2012 noch 4,7 und 2013 gar noch 3,9 Prozent des BIP betragen soll, ist für Felderer unverständlich. Die für 2013 prognostizierte Verschuldung von 78,5 Prozent ist für ihn "eine Drohung. So können wir das nicht machen". 2011 werde man merken, dass ein hohes strukturelles Defizit vorliege, das jetzt versteckt werde.

Neue Steuern zur Budgetsanierung sind aus seiner Sicht nicht nötig. "Steuern sind für mich das letzte Mittel". Es reiche, quer durch die Bank alle Ausgaben zu durchforsten. Potenzial sieht Felderer etwa bei der Wohnbauförderung und bei den vielfältigen Arten von Sparförderung – diese seien bei einer ohnehin hohen Sparquote von im Schnitt 12 Prozent nicht notwendig.

Würden doch neue Steuern eingeführt, wäre dies eine Art "Kapitulationserklärung" der Politiker.

Deutschland-Effekt

Der Rückgang des heimischen Wirtschaftswachstums könnte heuer mehr als 3 Prozent ausmachen, gibt Felderer zu bedenken. Denn vor allem beim wichtigsten Handelspartner und Nachbarn Deutschland stünden noch schlechte Nachrichten ins Haus. Die in Kürze anstehende gemeinsame Prognose mehrerer Institute zur deutschen Wirtschaft – darunter auch das IHS – werde für Deutschland für 2009 mehr als 5 Prozent Schrumpfung vorhersagen.

Printausgabe vom Donnerstag, 23. April 2009

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3924&cob=410195

  

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Ausgabenseitig würde mir genug einfallen.

Das geht von "Kindergeld für alle ohne vorheriger Leistung" über bestehende Pensionen bis hin zur Abschaffung der sinnlosen Bundesländer samt Ihren peinlichen Landesfürsten.....

Allein diese 3 Punkte bringen Milliarden, da bräuchte man sich keine Gedanken über irgendwelche Pimperl-Steuern machen...







  

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Wie wäre es mit einem Volksbegehren zur Abschaffung der Bundesländer? Die Grenzen sollen bestehen bleiben, die Wappen, die Traditionen, die Autokennzeichen, die Landesspezifischen Feiertage sollen alle bestehen bleiben. Einzig und allein sämtliche Landesregierungen und Landesverwaltungen sollen sofort aufgelöst und öffentliche Einrichtungen im Landeseigentum und private Firmen im Landeseigentum sofort an den Bund übertragen werden.

Bei so einem Volksbegehren würden jeder Österreicher, der auch nur einen Funken Verstand im Kopf hat sofort unterschreiben. Und dann würde es endlich mal ein wenig Druck in dieser Hinsicht geben.

  

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>Felderer: Statt neuer Steuern Ausgaben durchforsten

der felderer glaubt auch noch ans christkind. selbst der schüssel hat
seine sanierung zu 2/3 über höhere steuern gemacht und der war der letzte der sich getraut hat einschnitte zu machen

  

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Slowenien knöpft sich Manager vor
von Christian Höller (Wien)

Mit einer Sondersteuer auf Managergehälter von 90 Prozent will die Regierung in Ljubljana das Einkommen von Führungskräften schmälern - nachdem ein Fall für öffentliche Empörung gesorgt hatte. Das kleine Mitgliedsland hofft auch, damit eine gesamteuropäische Debatte anzustoßen.


Slowenien macht in der Europäischen Union einen Vorstoß für besonders strenge Beschränkungen der Managergehälter. Einkommen von Führungskräften in staatlichen und staatsnahen Betrieben würden vorübergehend mit 90 Prozent besteuert. Das sagte ein Sprecher der slowenischen Regierung der FTD. Ein entsprechender Gesetzesentwurf sei fertig. Die Verabschiedung im Parlament gilt als Formsache.

Die Sondersteuer soll rückwirkend zum 1. Januar 2009 in Kraft treten. Für Führungskräfte wird oberhalb eines Monatsgehalts von 12.500 Euro der Steuersatz von 41 Prozent auf 90 Prozent angehoben. Laut Finanzminister Franc Krizanic soll die Steuer sämtliche Sonderzahlungen wie Boni und andere Erfolgsprämien umfassen.

Mit der Initiative Sloweniens gewinnt die Debatte über Managergehälter in Europa an Dynamik. Die Regierung in Ljubljana orientiert sich an den drastischen Plänen in den USA. Dort hat der Kongress ein Gesetz vorgeschlagen, wonach Boni mit 90 Prozent besteuert werden könnten. Im Gegensatz dazu strebt die EU-Kommission nicht nach verbindlichen, europaweiten Regeln. Laut einem noch vertraulichen Entwurf von Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy sollen Finanzfirmen Boni über mehrere Jahre strecken, an das eingegangene Risiko koppeln und bei finanziellen Problemen die Auszahlung verweigern können. Details müssen nach dem Entwurf die jeweiligen Aufsichtsräte regeln. EU-weite Obergrenzen für Boni sieht der Entwurf nicht vor.

Slowenien, das seit 2004 der EU angehört und 2007 den Euro eingeführt hat, ist wie viele osteuropäische Länder vom Konjunktureinbruch stark getroffen. Das staatliche Wirtschaftsinstitut in Ljubljana erwartet für 2009 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um sechs Prozent - nach einem Plus von 3,5 Prozent 2008 und 6,8 Prozent 2007. Die Arbeitslosenquote ist deutlich gestiegen. Um die Folgen der Krise zu lindern, beschloss die Regierung ein Hilfspaket für Banken, das 8 Mrd. Euro staatliche Garantien vorsieht. Industriebetriebe werden mit Hunderten Millionen Euro unterstützt.

Die Sondersteuer auf Managergehälter soll nicht nur für staatliche und Unternehmen mit Staatsbeteiligung gelten, sondern auch für jene Betriebe, die wegen der Wirtschaftskrise staatliche Hilfe erhalten. In Slowenien kontrolliert die Regierung einen Großteil der Wirtschaft. Der Staat ist über Investmentfonds bei allen Großbanken, Versicherungen, Energiegesellschaften und der führenden Telekomgesellschaft des Landes beteiligt. Auch bei vielen kleinen und mittelgroßen Firmen hält der Staat Anteile.

Die Maßnahme ist bis Ende 2010 befristet und kann verlängert werden. Mit der Sondersteuer sollen nach den Worten von Finanzminister Krizanic die Lasten der Wirtschaftskrise gleichmäßig verteilt werden.

Die Vereinigung slowenischer Manager nannte die neue Sondersteuer populistisch und warnt vor deren Auswirkungen. "Es ist zu befürchten, dass qualifizierte Leute die betroffenen Firmen verlassen werden", sagte Sonja Smuc, Direktorin der Vereinigung. Die Gewerkschaften begrüßten dagegen das neue Gesetz. Anlass für das Vorgehen ist eine Rekordprämie von rund 1 Mio. Euro, die jüngst an Marjan Kramar, dem früheren Chef der Nova Ljubljanska banka (NLB) ausbezahlt wurde. Der Bonus hatte in der Bevölkerung massive Proteste hervorgerufen und wird immer mehr zu einer Belastung für die Regierung. Diese hat ankündigt, alle rechtlichen Mittel ausschöpfen zu wollen, um eine Rückabwicklung der Transaktion zu erreichen. "Das Verhalten ist nicht zu tolerieren", sagte Premierminister Borut Pahor. Der Bonus sei in der Wirtschaftskrise nicht gerechtfertigt.

Geprüft wird zudem eine Schadensersatzklage gegen den Ex-Bankchef Kramar. Ihm wird vorgeworfen, dass die Bank Kredite vergeben habe, die nicht ausreichend besichert gewesen seien.

Der slowenische Staat ist mit 45 Prozent größter Anteilseigner des Instituts, das in dem Land auf einen Marktanteil von 30 Prozent kommt. 2008 ist der Gewinn der NLB um 84 Prozent auf 20,5 Mio. Euro eingebrochen.
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Aus der FTD vom 20.04.2009
© 2009 Financial Times Deutschland

ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ

Ob dieses Politikergesindel auch bei sich die Gehälter um 90% kürzt? Wäre zu bezweifeln...

Ich bin ja für eine "Kopfsteuer" - so 1.000 Euro/Monat. Wer nicht zahlt: Rübe ab!

Scherzerl....

ein sarkastischer
Ottakringer

  

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>Bananenrepublik, genauso wie die USA mit ihrer
>AIG-Bonussondersteuer.

wäre das BZÖ nicht so gegen die da unter ihnen müssten sie sofort eine betriebsansiedelungsprämie ausrufen... am besten mit zweisprachigen ortstafeln im hintergrund.

  

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>Bananenrepublik, genauso wie die USA mit ihrer
>AIG-Bonussondersteuer.

Das kann doch vor keinem Verfassungsgericht halten, wenn doch sind
sie wirklich eine Bananenrepublik.

  

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Christian Ortner am Samstag
Die Wirtschaftspolitik der Gefühle


Würde die Debatte rund um die Besteuerung vorgeblicher und tatsächlicher Reicher nach rein rationalen Kriterien geführt, käme man ziemlich sicher zu folgendem Schluss: Erstens wäre es vernünftig, Einkommen ab einer gewissen Höhe – etwa dem durchschnittlichen Verdienst eines gutbezahlten Managers – nicht stärker, sondern deutlich schwächer (also degressiv) zu besteuern. Zweitens wäre es vernünftig, größere Vermögen (etwa in Stiftungen) tendenziell weiter zu entlasten statt zu belasten.

Bei rein rationaler Betrachtung nämlich hat der Finanzminister in den nächsten Jahren ein ziemliches Problem in Form vieler Milliarden Euro, die ihm fehlen. Genau die würden mit hoher Wahrscheinlichkeit in seine Kassen gespült, würde Österreich zu einer Komfortzone für Spitzenverdiener und/oder besonders Wohlhabende.

Denn die siedeln sich und ihre Unternehmenszentralen immer öfter dort an, wo der Staat sie möglichst unbehelligt lässt. Dass das in der Praxis wirklich funktioniert, hat etwa eine Reihe Schweizer Kantone gezeigt, die nach Einführung einer degressiven Einkommensteuer stark steigendes Steueraufkommen verzeichnen konnten. Würde Österreich eine derartige fiskalische Bevorzugung hoher Einkommen einführen, wäre ein regelrechter Ansturm von Spitzenmanagern, Künstlern, Spitzenärzten oder Unternehmern zu erwarten – samt dem daraus resultierenden Steueraufkommen.

Die Sache hat bloß einen klitzekleinen Haken. Jeder Politiker, der so etwas vorschlüge, würde bestenfalls mit nassen Fetzen aus dem Land geprügelt werden. Angesichts der verbreiteten "eat-the-rich"-Stimmung würde dergleichen nicht einmal dann politisch denkbar sein, wenn damit das Budgetdefizit zum Verschwinden gebracht werden könnte.

Der Grund dafür ist einfach, aber schwerwiegend: Die Menschen handeln in ökonomischer Hinsicht oft nicht rational, also bloß ihren objektiven Interessen folgend, sondern irrational, also ihren Emotionen folgend.

Emotional ist die Sache natürlich klar: Eine degressive Einkommensteuer würde schon in normalen Zeiten als extrem "ungerecht" empfunden, in Zeiten wie diesen wäre sie wohl der Skandal schlechthin. Und zwar, und das ist das Bemerkenswerte, auch dann, wenn ein zunehmendes Steueraufkommen gesichert wäre, der Nutzen für alle anderen Steuerzahler also beweisbar wäre.

Das seltsame Phänomen ist mit unzähligen sozialwissenschaftlichen Experimenten belegbar: Geht es um das Herstellen einer subjektiven "Gerechtigkeit", sind die Menschen bereit, auch objektive ökonomische Nachteile bewusst in Kauf zu nehmen.

Vor diesem Hintergrund ist die so unerbittliche Auseinandersetzung um die künftige Besteuerung von Einkommen und Besitz besser zu verstehen: Hier treffen in sehr vielen Fällen sachliche Argumente auf Gefühle. Eine Emotion aber mit Hilfe von Argumenten zu bezwingen, das ist noch nie gelungen. Deshalb wird eine rational nicht optimale Besteuerung der Preis dafür sein, dass diese Besteuerung als einigermaßen "gerecht" empfunden wird, was auch immer das sein mag.

Printausgabe vom Samstag, 25. April 2009

http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=4402&Alias=wzo&cob=410750

  

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Quasi über Nacht ist die Debatte über neue Steuern in der Koalition zum bestimmenden Thema geworden. Bundeskanzler Faymann (SPÖ) machte am Samstag klar, dass er sich Vermögenssteuern wünscht. Die ÖVP legte postwendend ein Veto ein, auch wenn Wirtschaftsminister Mitterlehner (ÖVP) selbst betont, man werde "nach der Krise neue Einnahmen brauchen". Worauf sich die Regierungsparteien jedoch einigen könnten: Wenn die EU ihr die Entscheidung über neue Steuern abnähme, gäben SPÖ und ÖVP offenbar bereitwillig nach.

ÖVP gegen "Eigentumssteuer"

"Die richtige Diskussion ist: Entlastung der Arbeit, Belastung von Vermögen."
Spätestens mit einem klaren Bekenntnis zum Wunsch nach neuen Vermögenssteuern von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) am Samstag ist die Frage, ob und wann Österreich welche Art von neuen Steuern braucht, zum Konfliktthema in der Koalition geworden.

Dass er neue Vermögenssteuern will, betonte Faymann am Samstag auf dem Parteitag der Wiener SPÖ und in der ORF-Radioreihe "Im Journal zu Gast". "Die richtige Diskussion ist: Entlastung der Arbeit, Belastung von Vermögen", erklärte er in dem Interview - mehr dazu in oe1.ORF.at.

Oma sein verschont vor Steuern
Er wolle jedoch keine "Steuern, die jeden treffen", beruhigte er seine Anhänger auf dem Parteitag und fügte öffentlichkeitswirksam hinzu: Mietern, Häuslbauern und der Großmutter solle nichts "weggenommen werden".

Zum Unterschied vom steirischen Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ), der für seine Partei ein grundsätzliches Steuerpapier ausarbeitete, ist Faymann deshalb auch strikt gegen die Wiedereinführung von Erbschafts- und Schenkungssteuer.

Noch in dieser Legislaturperiode?
Faymann sprach sich für eine Finanztransaktionssteuer sowie allenfalls für eine Vermögenszuwachssteuer aus. Ob es neue Vermögenssteuern noch in dieser Legislaturperiode geben könne, ließ der SPÖ-Chef offen.

Ähnlich hatte sich Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zuvor gegenüber dem "Standard" (Samstag-Ausgabe) geäußert. "Nach der Krise" würden neue Steuern, "möglicherweise" Vermögenssteuern, zur Budgetsanierung nötig sein, meinte er im Interview mit der Zeitung.

ÖVP sagt Nein - mit Ausnahme
ÖVP-Generalsekretär sah sich daraufhin zu einer "Klarstellung" genötigt: "Mit der ÖVP wird es in dieser Legislaturperiode keine neuen Steuern geben", so Kopf in einer Aussendung. Eine Ausnahme nannte er allerdings: "eine etwaige europaweite Finanztransaktionssteuer".

In einer weiteren Aussendung betonte ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll: "Wir wollen keine Eigentumssteuer" und rechnete vor: Die von den "Linken" gewünschten drei bis vier Milliarden Euro könnten nur durch "massiven Zugriff auf den Mittelstand lukriert werden".

Hoffen auf Gruppenzwang durch Brüssel
Stummvoll machte jedoch klar, dass die ÖVP "für eine europäische Finanztransaktionssteuer" sei. Der ÖVP-Finanzsprecher will "diese Position nachdrücklich auch nächste Woche bei der Sitzung der EU-Finanzausschussvorsitzenden der nationalen Parlamente in Prag vertreten".

Auch Faymann meinte im ORF-Radio, eine Steuer auf "Börsenvorgänge" und "Vorgänge, bei denen Finanzprodukte ge- und verkauft werden", solle "möglichst" in Europa gemeinsam geschehen. Einen österreichischen Alleingang in Sachen Vermögenssteuer schloss er jedoch nicht aus.

Budgetzahlen schon überholt?
Einig sind sich die Koalitionsparteien freilich darin, dass es neue Steuern brauchen wird. Mitterlehner hatte klargestellt, zur Budgetsanierung "werden wir neue Einnahmen brauchen" - umso mehr, da das "Budgetdefizit noch höher ausfallen wird als befürchtet".

Auch Faymann gab bereits zu verstehen, dass die erst am Dienstag präsentierten Budgetzahlen schon wieder überholt sein könnten. Man müsse "flexibel sein, auch nachzubessern" und "vorbereitet sein, nachzulegen, davon bin ich überzeugt", so der Kanzler.
www.orf.at

  

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auf standard.at gibts noch folgende meldung zu dem thema:

Freilich: "Die Häuslbauer, die Mieter oder die Oma, die ihrem Enkel irgendwas schenken will", möchte er verschonen. "Keine Steuerhöhung für den Mittelstand", tönt es durch die Stadthalle.


die wenigverdiener zahlen eh nix, der mittelstand soll also auch nix zahlen, wer bleibt denn dann noch übrig?

sind die echt so blauäugig und denken, sie werden die "reichen" rasieren können?

die sind schneller weg aus österreich mit ihrem vermögen, als diese spitzenpolitiker denken können... ähhmm nein, schauen können.

  

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Hagen, es scheint die Hoffnung daß die Politiker das Neidpotenzial überschätzen
ist nicht gerechtfertigt....


"trend": Drei Viertel der Österreicher für Reichensteuer
Utl.: Exklusive Umfrage: Besteuerung von Besserverdiener gewünscht;
kaum Akzeptanz für Erhöhung der Grundsteuer oder
Wiedereinführung der Erbschaftssteuer.

Wien (OTS) - 77 Prozent der Österreicher sind für eine Erhöhung
der Steuern auf Vermögen und hohe Einkommen. Das ist das Ergebnis
einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market im
Auftrag des Wirtschaftsmagazins "trend". Demnach seien 42 Prozent
"auf jeden Fall" und 35 Prozent "eher doch" dafür, Besserverdienende
und Reiche verstärkt zur Kassa zu bitten. Die Einkommensnetto-Grenze,
ab der angesetzt werden soll, sieht die relative Mehrheit (39
Prozent) der Befragten bei 5000 bis 7000 Euro. Höhere Steuern auf
Vermögen akzeptieren die Österreicher laut "trend" allerdings nur bei
Privatstiftungen (78 Prozent), während sich für eine Erhöhung der
Grundsteuer (16 Prozent), der Kapitalertragssteuer (30 Prozent) oder
einer Wiedereinführung der Erbschaftssteuer (25 Prozent) nur eine
Minderheit erwärmen kann.

Rückfragehinweis:
trend Redaktion
Tel.: (01) 534 70/3402

  

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"Ich bin sofort dafür zu haben, dass der Nachbar höher besteuert wird!
Aber bitte laßt´s mich in Ruh damit,
sonst habts einen Befürworter weniger!"

(meint der Immobilienbesitzer, der seine Immobilie natürlich auf keinen Fall als Vermögen sieht. Obwohl ganz klar ist, dass die Grundsteuer die Vermögensteuer sein wird, die sich am einfachsten erhöhen läßt)

  

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die leute sind einfach zu dumm, um das zu durchblicken. österreich ist halt wirklich ein volk von krone-lesern.

jetzt wird in dieses politiker-geheul miteingestimmt, dass die reichen geschoren werden sollen.

wenn bisher wer 8.000 netto im monat verdient hat, wird er das auch weiterhin haben wollen. also werden nur die lohnkosten fürs unternehmen höher, das die höhere ESt schlucken wird. eingespart wird dafür unten bei den kleinen.

eine erhöhung der grundsteuer trifft absolut jeden, weil üblicherweise jeder irgendwo wohnt. wer in eigenbesitz wohnt, den triffts direkt, wer in miete wohnt, triffts über die betriebskostenabrechnung. und die wenigverdiener wird das stärker treffen, weil ein reicher steckt das leichter weg.

aber immerhin haben die politiker ihr ziel erreicht: die leute werden auf steuererhöhungen vorbereitet, indem ihnen vorgegaukelt wird, dass eh nur die reichen drankommen.

  

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Das Hauptproblem seh ich bei der Grundsteuer darin:

Die Grundsteuer kommt nicht dem Bundesbudget zu Gute,
damit werden nur die Gemeinden gemästet!

Und wenn jemand glaubt, dass sich die Gemeinden bei den nächsten Verhandlungen zum Finanzausgleich mit ihrer Steuerhoheit über eine bis dahin erhöhte Grundsteuer abspeisen lassen,
der kennt den unzähmbaren Willen nicht, bei allen nur möglichen Subventionen trotzdem der erste am Futtertrog zu sein,

der Staat wird sich ziemlich genau gar nichts ersparen,
somit ist die Grundsteuer-Erhöhung fürs Bundesbudget ein Non-Event,
danach wird der Staat natürlich seine eigene Vermögensteuer fordern.

  

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Leider kann man von rein populistisch getriebenen Politikern nicht erwarten, dass sie sich mal in Ruhe hinsetzen u. symmetrisch über Steueraufkommen u. Einsparungspotential nachdenken.

Denn was eine Vermögenszuwachsssteuer auf Aktien wirklich bringt, davon haben die großen Befürworter in Wahrheit keinen Dunst.

Sie träumen von Milliarden für z.b. Krankenkassen, statt dieses Fass ohne Boden mal zu sanieren.
Von den 5 Milliarden € die der Staat jährlich einer kaputtgewirtschafteten ÖBB hinten reinschiebt gar nicht zu reden.

Also was wird die Konsequenz einer Vermögenszuwachssteuer auf Aktien sein.

Der Anteil österr. Kleinanleger die dazu beitragen, dass die verbliebenen österr. Unternehmen in heimischer Hand bleiben wird dadurch aus Frust u. mangels Chancen Risiko Verhältnis weiter sinken.

Diese österr. Anleger haben aber schon bislang von den Dividendenausschüttungen 25% KESt gezahlt.

Aber dann kaufen halt "Ausländer" bzw. ausl. Staatsfonds, Heuschrecken usw. sich günstig u. massiv in die heimischen Ag's ein.

Nur die zahlen dann für Dividenden aufgrund Doppelbesteuerungsabkommen keine KESt für Dividendenausschüttungen.

Wertzuwächse die sie erzielen müssen natürlich auch nicht in Österreich versteuert werden........

Also wo bleibt der Mehrertrag aus so einer Vermögenszuwachssteuer für das österr. Buget ?

Und Unternehmensentscheidungen werden dann von diesen ausländischen Grossaktionären in deren Interesse getroffen.

Dann wird die kurzsichtig denkende politische Kasten wieder aufschreien u. was vom Ausverkauf ins Ausland jammern.

Aber was schert das unsere Politiker, denn sowas nehmen sie ja nicht wahr, denn Ideologie u. populistische Massentauglichkeit geht immer vor.

  

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Und nachdem man die bösen Privatspekulanten aus den Aktien getrieben hat, werden uns die Politiker erklären, dass es notwendig ist, sich eine zweite Säule zur Pensionssicherung anzusparen, am besten durch geförderte Wertpapiere. Da kriegen wir dann eine Prämie, damit wir unsere Beiträge in eine schwerfällige und aufgeblähte Pensionsbeiträgesammel- und -verwaltungsanstalt einzahlen.

  

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Haselsteiner war heut der beliebteste Unternehmer im Hohen Haus

Der Cap hat gemeint, dass er vom Haselsteiner auf die Idee gebracht worden sei, den Reichen einen Beitrag abzunehmen, weil der Haselsteiner seinem Wunsch Ausdruck verliehen hätte, mehr für das Gemeinwohl zu tun. Auch Raidl sehe sich leistungsfähiger als er besteuert wird.

Der ÖVPler (erinnere mich an seinen Namen nicht. "Kopf"?) hat dagegen gemeint, der Haselsteiner könne ruhig spenden, wenn er zuviel Geld habe, am besten noch, ohne es von der Steuer abzusetzen.

  

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Da kann sich der Pröll jetzt warm anziehen,
wenn sich die VP-Wähler zusammenrotten, um für soziale Gerechtigkeit zu sorgen:

http://www.orf.at/090426-37670/37671txt_story.html

Österreicher klar für Vermögenssteuer
Bis zu 77 Prozent für neue Steuer auf Vermögen.Die Mehrheit der Österreicher ist für eine höhere Besteuerung von Vermögen. Über 70 Prozent sprechen sich für eine stärkere Belastung von Vermögen aus, geht aus zwei Umfragen hervor.

Angesichts der jüngsten Debatten innerhalb der ÖVP besonders interessant: Laut einer repräsentativen Gallup-Umfrage für die Tageszeitung "Österreich" sind 59 Prozent der deklarierten ÖVP-Wähler für die abgefragte Vermögenssteuer-Option, nur 36 Prozent sind dagegen.

ÖVP-Parteispitze: "Keine neuen Steuern"
Die Parteispitze sieht das ganz anders, wie auch am Samstag wieder gewahr wurde. Zwar stellte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zaghaft die Möglichkeit einer neuen Vermögenssteuer für die Zeit nach der Krise in den Raum.

Aber die Reaktionen seiner Parteikollegen hätten nicht deutlicher sein können. ÖVP-Finanzsprecher Günter Stummvoll stellte klar: "Wir wollen keine Eigentumssteuer." EU-Wahl-Spitzenkandidat Ernst Strasser (ÖVP) sagte gar: "Nein, nein und wieder nein."

Mitterlehner wehrt sich
Ähnlich äußerte sich ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf: "Mit der ÖVP wird es in dieser Legislaturperiode keine neuen Steuern, mit Ausnahme einer etwaigen europaweiten Finanztransaktionssteuer, geben." Das entspricht der von ÖVP-Chef, Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll bei der Budgetrede am Dienstag vorgegebenen Rede.

Pröll selbst nannte die Steuerdebatte in Zeiten der Krise ein "Quatsch-Signal". Mitterlehner wiederum erklärte per Aussendung, er lasse sich nicht als Fürsprecher neuer Steuerbelastungen vereinnahmen und betonte, er habe sich "keinesfalls" für eine Steuererhöhung "jetzt in der Krise" ausgesprochen.

Viel Sympathie für "Reichensteuer"
Dabei liegen die ÖVP-Werte bei der Umfrage am unteren Ende der Parteienskala: Denn unter den BZÖ-Wählern sind gleich 94 Prozent für die neue Abgabe, unter Grün-Sympathisanten sind es 90 Prozent. Die SPÖ-Wähler sind zu 87 Prozent für eine neue Vermögenssteuer, bei den FPÖ-Unterstützern sind es hingegen 71 Prozent.

Insgesamt sprechen sich in der Gallup-Umfrage 74 Prozent für eine neue "Vermögenssteuer ab einem Vermögen von 500.000 Euro" aus. Nur 20 Prozent wären gegen diese zusätzliche Belastung für Wohlhabendere, fünf Prozent bildeten sich noch keine Meinung.

"Auf jeden Fall"
In einer Befragung des Linzer Meinungsforschungsinstituts market im Auftrag des Wirtschaftsmagazins "trend" sind 77 Prozent für eine neue Vermögenssteuer. 42 Prozent sind "auf jeden Fall" und 35 Prozent "eher doch" dafür, Besserverdienende und Reiche verstärkt zur Kassa zu bitten.

Höhere Steuern auf Vermögen akzeptieren die Österreicher laut "trend" allerdings nur bei Privatstiftungen (78 Prozent), während sich für eine Erhöhung der Grundsteuer (16 Prozent), der Kapitalertragssteuer (30 Prozent) oder einer Wiedereinführung der Erbschaftssteuer (25 Prozent) nur eine Minderheit erwärmen kann.

  

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Höhere Steuern auf Vermögen akzeptieren die Österreicher laut "trend" allerdings nur bei Privatstiftungen (78 Prozent), während sich für eine Erhöhung der Grundsteuer (16 Prozent), der Kapitalertragssteuer (30 Prozent) oder einer Wiedereinführung der Erbschaftssteuer (25 Prozent) nur eine Minderheit erwärmen kann.


Fazit: 78% der Österreicher glauben nicht von Privastiftungen zu profitieren, 30% haben keine Ersparnisse, 25% haben nichts oder niemandem zu vererben, 16% haben kein Grundeigentum.
Die Leute sind offenbar immer dann für hohe Steuern, wenn sie glauben, diese nicht bezahlen zu müssen. Gelebte Solidarität!

  

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>Die Leute sind offenbar immer dann für hohe Steuern, wenn sie
>glauben, diese nicht bezahlen zu müssen. Gelebte Solidarität!


Hättest Du was anderes gedacht?

  

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Angriff auf Stiftungen: Der Kampf gegen die Steuerbegünstigungen ist eröffnet
Privatstiftungen als Schutz vor Kapitalflucht kreiert
Österreich könnte zur Top-Ten-Steueroase werden

Neue Runde in der Verteilungsdiskussion: Die AK und die EU-Kommission machen nun gegen ­Privatstiftungen mobil. Droht eine Kapitalflucht?

Niki Lauda (im Bild) hat es getan. Karl Wlaschek hat sein Immobilienvermögen darin geparkt. Ingrid Flick hat Milliarden drin, und Unternehmen von Andritz bis XXXLutz sind in ihrem Besitz: Privatstiftungen sind für große Vermögen in Österreich das Mittel der Wahl – bieten sie doch steuerliche Vorteile, die man in Westeuropa sonst nur in ein paar Schweizer Kantonen und Liechtenstein genießen kann (siehe auch Fact-Box). Noch: Denn der Angriff auf die gro­ßen Vermögen, der durch Krise und Arbeitslosigkeit an Fahrt gewinnt, hat ein neues Ziel gefunden. Der Kampf gegen die Steuerbegünstigungen der österreichischen Privatstiftungen ist eröffnet.

Von zwei Seiten bedrängt
Etwa in der Arbeiterkammer. „Bei jedem Sparbuch muss der Besitzer sofort 25 Prozent Kapitalertragssteuer zahlen. Für ­riesige Vermögen in Stiftungen weniger als die Hälfte davon. Wo bleibt da die Gerechtigkeit?“ Präsident Herbert Tumpel macht eine bedeutungsvolle Pause, Applaus brandet auf, ein Hauch von Klassenkampf liegt in der Luft: Mit Aussagen wie diesen kann man derzeit punkten. Doch auch aus dem Ausland kommen Töne, die Privatstiftern nicht behagen: Dem deutschen Finanzminister Peer Steinbrück – Gottseibeiuns des Bankgeheimnisses – sind Stiftungen ein Dorn im Auge, weil sie beträchtliche Summen deutschen Vermögens bunkern sollen. Das gibt Rückenwind für die EU-Kommission: Kommissar László Kovács sieht Privatstiftungen als möglichen „Teil von Konstrukten, die zu Steuerhinter­ziehung einladen“ – und will sie in die ­EU-weite Zinsbesteuerungsrichtlinie aufnehmen. Für die Stiftungen wird es von zwei Seiten eng.

Schutz vor der Kapitalflucht
Dabei sind die Privatstiftungen eine Erfindung eines Sozialdemokraten – und gelten als Erfolgsmodell. Ferdinand Lacina führte sie als Finanzminister ein, um die Flucht von Kapital ins Ausland zu bremsen und nebenbei Kapital aus ebenjenem anzulocken. Das Zuckerl: Anstatt wie auf einem Sparbuch 25 Prozent KESt abzuführen, mussten jene, die ihr Vermögen in eine Stiftung einbringen, gar keine Steuern zahlen. Erst bei der Entnahme wurde der KESt-Satz fällig. 2001 wurde zwar eine Zwischensteuer von 12,5 Prozent für Gewinne in der Stiftung eingeführt, attraktiv blieb das Modell trotzdem: Denn Dividenden, die an Stiftungen fließen, sind steuerfrei, Veräußerungsgewinne ebenso. So zahlte etwa die Stiftung von Rudolf Fries keine Steuern für die 607 Millionen Euro Gewinn beim Verkauf ihrer Anteile an Böhler-Uddeholm. Weitere Fälle sind nicht bekannt – denn wie viel Geld in Stiftungen liegt und welche Geschäfte sie genau machen, weiß man nicht, Bilanzierungsvorschriften gibt es keine. „Wir haben das Vermögen der derzeit 3.200 Privatstiftungen vor der Krise auf etwa 60 Milliarden Euro geschätzt, jetzt dürfte es etwas geschrumpft sein“, sagt Christian Kraus, Generalsekretär des Stiftungsverbandes.

Das Arbeitsplatzargument
Dieser ist entsetzt über die derzeitige Diskussion. „Es wäre eine Kamikaze-Aktion, die Stiftungen höher zu besteuern“, ist er überzeugt, „sie sind ein wichtiger Teil der österreichischen Volkswirtschaft. 400.000 Arbeitsplätze hängen daran.“ Kraus fürchtet eine Kapitalflucht, sollten die Siftungen höher besteuert werden. Die Arbeiterkammer sieht das in ihrer neuen Studie anders. „Für die Arbeitsplätze ist es irrelevant, wo das Vermögen gemeldet ist. Es sind auch viele ausländische Beteiligungen in österreichischen Stiftungen – die Arbeitsplätze und Werke etwa von Thyssen sind deshalb nicht nach Österreich gekommen“, meint Otto Farny, Studienautor. Die AK fordert, die Steuerprivilegien für Stiftungen einfach abzuschaffen und sie wie ­andere Unternehmen mit 25 Prozent zu besteuern. Das würde dem Staat in einem ­normalen Jahr 750 Millionen Euro bringen, Kapitalflucht fürchtet Farny nicht. Investor Ronny Pecik, der seine Unternehmensbeteiligungen ebenfalls über eine Stiftung strukturiert, kann sich damit anfreunden (siehe Interview).

Brüssel gegen Stiftungen
Auch der scharfe Wind aus Brüssel, der den Stiftungen derzeit entgegenbläst, hat mit Steuern zu tun: Seit nach der Liechtenstein-Affäre im vergangenen Jahr Steuerhinterziehung zum großen Thema wurde, bemühen sich die großen EU-Länder und die EU-Kommission darum, Steuerschlupflöcher zumindest in der EU zu schließen. Rückenwind bekamen sie vom G-20-Gipfel, der den Kampf gegen Steuerflucht ganz oben auf die Agenda setzte. Der Ökonom John Christensen, Direktor des Tax Justice Network und ehemaliger Berater der Steueroase Jersey, hat diese Debatte maßgeblich mitbestimmt. Wenn er seine englischen Vorträge hält, kommt immer wieder ein einzelnes deutsches Wort vor: „The Austrian Stiftungs“, die „ein wichtiger Teil in der internationalen Steuerflucht und Steuervermeidung“ seien. Österreich werde sich deshalb – und wegen des Bankgeheimnisses – unter den Top Ten auf einer neuen Liste von Steueroasen wiederfinden.

Gemeinnützigkeit als Ausweg
EU-Kommissar László Kovács formuliert vorsichtiger: Er will vermeiden, dass Stiftungen als Anreiz für Steuerhinterziehung dienen könnten – und sie deshalb gemeinsam mit Trusts und anderen juristischen Personen in die EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie aufnehmen. Konkret hieße das: Quellensteuer von bis zu 35 Prozent auf Ausschüttungen und automatischer Datenaustausch mit anderen EU-Ländern. „Wir haben unseren Vorschlag im Dezember präsentiert, das EU-Parlament stimmt diese Woche zu. Ich hoffe, wir können das noch dieses Jahr auf den Weg bringen“, sagt Alexander Wiedow, Steuerexperte der EU-Kommission. Doch so schnell mahlen die Mühlen in Brüssel nicht: Steuerfragen sind Sache des Rates und unterliegen der Einstimmigkeit – ohne die Zustimmung Österreichs kann sich also nichts ändern. „Ich bin dagegen, Stiftungen abzuschaffen. Aber wir sollten im Lichte der Finanzkrise die Kritik ernst nehmen und uns ansehen, was wir ändern müssten“, sagt Othmar Karas, der im EU-Parlament für das Thema zuständig ist. Einen Ausweg hätten Vermögende allerdings, auch wenn der Angriff auf die Stiftungen Erfolg hätte: Sie müssten ihre Mittel anders einsetzen. Gemeinnützige Stiftungen nämlich sind in fast allen EU-Ländern von der Steuer begünstigt.

http://www.format.at/articles/0917/524/240337/angriff-stiftungen-der-kampf-steuerbeguenst igungen

  

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ich konnt auf der homepage aber nicht finden wieviel die mitglieder eigentlich einzahlen. 4000 leute kommen mir nicht so viel vor angesichts der präsenz die die haben?


Attac wächst - Auch UnternehmerInnen engagieren sich
Utl.: Bereits über 4000 Mitglieder unterstützen
GlobalisierungskritikerInnen - Neuer Vorstand gewählt =

Wien (OTS) - Bereits 4000 Menschen unterstützen aktuell durch ihre
Mitgliedschaft Attac, rund 600 mehr als noch vor einem Jahr.
"Angesichts der Wirtschaftskrise erkennen immer mehr Menschen, dass
es nötig ist sich für ein anderes, gerechtes Wirtschaftssystem
einzusetzen. Dies wird in der wachsenden Unterstützung für Attac
sichtbar", erklärte die stellvertretende Obfrau Petra Ziegler auf der
9. Generalversammlung von Attac Österreich in Graz.

Seit kurzem engagiert sich auch eine Gruppe von Unternehmerinnen
und Unternehmer bei Attac. "Kosmetik, um das bestehende System zu
erhalten, ist zuwenig. Wir benötigen völlig neue wirtschaftliche
Strukturen. Die Messlatte für erfolgreiches UnternehmerInnentum soll
nicht mehr die Profitmaximierung sondern der nachhaltige positive
Beitrag zum Allgemeinwohl werden. Dafür benötigt es auch gesetzliche
Rahmenbedingungen", erklärt der Unternehmer Heinz Feldmann.

Attac wählte am vergangenen Wochenende den Vorstand für das Jahr
2009/10. Neu im Vorstand, Markus Feichtinger, 33,
Organisationsreferent der Katholischen Jugend OÖ, Sabine Gruber,
Sozialwissenschaftlerin und Gemeinwesenentwicklerin, 35 und Engelbert
Stockhammer, Volkswirt an der Wirtschaftsuniversität Wien, 39.

Im Vorstand bestätigt wurden: Alexandra Strickner, (40), Petra
Ziegler (39), Fritz Pichlmann (38), Ruth Picker, (36), Elisabeth
Rohrmoser, (30) und Michael Vasold (39). Auf eigenen Wunsch schieden
aus: Agnes Peterseil, Martin Rümmele und Christian Schoder. Im
Attac-Vorstand sind weiterhin mehr als 50 Prozent Frauen. Nach seinen
Statuten verpflichtet sich Attac Österreich dem Prinzip des
Gender-Mainstreamings und somit zu einem Frauenanteil von mindestens
50 Prozent.

www.attac.at/unternehmen

  

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April 27 (Bloomberg) -- Demetris Efstathiou, a hedge-fund trader and a Londoner for two decades, listened last week to Chancellor of the Exchequer Alistair Darling outline a plan to raise taxes on high earners. Then he decided to leave Britain.

“There is no reason for me to stay here anymore,” said Efstathiou, a 38-year-old Cypriot who moved to London in 1990. “This tax increase is the last straw. This government is no longer interested in the City.”

Prime Minister Gordon Brown’s proposal to boost the tax rate to 50 percent from 40 percent on income above 150,000 pounds ($220,000) pushed headlines about “class warfare” onto the front pages of the capital’s newspapers. It also prompted predictions from business groups that it would undermine the U.K.’s competitiveness and lead to an exodus of financial talent. Brown was portrayed as Vladimir Lenin in a cartoon on Page One of the Daily Telegraph.

weiter:

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=aKCdIuHonoTM&refer=home

  

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Wären unsere Politiker nicht dick und doof, sondern gewitzt, würden sie die Gelegenheit nutzen, den Spitzensteuersatz von 50 auf 40% zu senken, und das in der Londoner City ausgiebig bekanntmachen. Das hätte sicher interessante Auswirkungen auf das durchschnittliche Niveau unserer Zuwanderer.

  

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>Wären unsere Politiker nicht dick und doof, sondern gewitzt,
>würden sie die Gelegenheit nutzen, den Spitzensteuersatz von
>50 auf 40% zu senken, und das in der Londoner City ausgiebig
>bekanntmachen. Das hätte sicher interessante Auswirkungen auf
>das durchschnittliche Niveau unserer Zuwanderer.


und interessante auswirkungen auf die oberen etagen bei den banken in österreich.

  

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Freundlicherweise nur für absolute Spitzengehälter.
Das ist für mich die schlimmste Folgewirkung der Krise - daß diese Gestalten (Attac und Konsorten) jetzt Oberwasser haben.

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Attac: Spitzengehälter an Mindestlohn von 1000 Euro koppeln
Utl.: Mehr als das 30fache ist durch keine Leistung zu rechtfertigen =

Wien (OTS) - Attac fordert eine gesetzliche Regelung, welche
Spitzengehälter an einen Mindestlohn von 1000 Euro koppelt. "Mehr als
das 30fache dieses Mindestlohnes ist durch keine Leistung zu
rechtfertigen. Niemand sollte daher weniger als ein Dreißigstel des
Maximalgehalts verdienen", erklärt Christian Felber von Attac
Österreich. Als sofortigen ersten Schritt fordert Attac die Gehälter
in jenen Banken zu beschränken, die mit Steuergeld gerettet werden.

"Zu große Ungleichheiten zerstören den gesellschaftlichen
Zusammenhalt und gefährden den sozialen Frieden. Zu große
Einkommensunterschiede entwerten die breite Masse der Erwerbstätigen,
die die Basis für gesellschaftlichen Wohlstand schaffen. Wenn
Spitzenmanager mehr als 30.000 Euro monatlich verdienen wollen,
müssen gleichzeitig auch die Geringstverdienenden mehr bekommen", so
Felber.

Die Umsetzung der Gehaltsbegrenzung nach oben ist über eine
hundertprozentige Einkommenssteuer, die auch Bonuszahlungen und die
Einlösung von Aktienoption berücksichtigt, problemlos realisierbar.
Wünschenswert ist aus Sicht von Attac eine EU-weite Regelung.

Rückfragehinweis:
David Walch, Attac-Pressesprecher
Tel.: 01/544 00 10, 0650/544 00 10
mailto:presse@attac.at, www.attac.at

  

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Grosz: BZÖ fordert sofortige Offenlegung der SP-Steiermark Stiftung!
Utl.: Wie viele "Reiche" haben in Voves Kriegskasse bereits
eingezahlt? =

Graz (OTS) - Eine sofortige Offenlegung der steirischen
SPÖ-Stiftung forderte heute der steirische BZÖ-Chef und
Nationalratsabgeordnete Gerald Grosz. Angesichts der laufenden
Berichterstattung über die Forderung des "Kernölmarxisten" Franz
Voves nach mehr Steuern in Österreich sei es mehr als gerechtfertigt,
dass der steirische Steuerzahler einen umfassenden Überblick über die
gehorteten "Reichtümer" der steirischen SPÖ-Stiftung "Zukunft
Steiermark" gewinne, so Grosz.

Es sei auch steuer- und finanzpolitisch interessant, wie viel man an
zusätzlichen Steuern aus der SPÖ-Stiftung gewinnen könne, so der
steirische BZÖ-Chef.

"Die Frage stellt sich, wie viele so genannte "Reiche" im Nahbereich
der SPÖ bereits in dieses Stiftung eingezahlt haben und wie viele
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - siehe Leykam -bereits brutal auf
die Straße gesetzt wurden, um diese Stiftung finanziell ein wenig
aufzufetten. Im Interesse der Glaubwürdigkeit der Forderungen von
Franz Voves selbst, wäre es daher sinnvoll, ehrlich und zweckmäßig,
wenn Voves der staunenden Öffentlichkeit die konkreten Zahlen seiner
angehäuften "Kriegskasse" offen legt. Uns interessiert natürlich
auch, wie viele Gewerkschaftsgelder - selbstverständlich über Umwege
- in dieser Stiftung gelandet sind. Geld trägt ja bekanntlich kein
Mascherl"; so Grosz abschließend.

Rückfragehinweis:
BZÖ-Steiermark

  

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>Grosz: BZÖ fordert sofortige Offenlegung der SP-Steiermark
>Stiftung!
>Utl.: Wie viele "Reiche" haben in Voves Kriegskasse
>bereits eingezahlt?



Da bestätigt sich wieder einmal die Doppelbödigkeit unserer roten Genossen. Wasser predigen und Wein trinken!

Die, die am stärksten nach neuen Steuern rufen (der Steirer Voves u. der oberösterr. Haider) haben ihre Parteigelder in steuerschonende Stiftungen geparkt!

Aber das ist man von der linken Neidgesellschaft ja gewohnt (siehe Bawag etc.)!


  

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Unter http://www.be24.at/blog/entry/622303 fordert der Scherf auch wieder eine Verschärfung der Urheberrechtsvergütung: alles was man anklickt, soll über den Provider und die Kreditkarte abgerechnet werden:

"Intellectual Property Rights (wie z.B. Copyrights/Urherberrechte) werden seit Jahrzehnten als minderwertiges Eigentum betrachtet und heutzutage gibt es extreme Ausmasse des Diebstahls von Urheberrechten indem der insgesamte Schaden jährlich weltweit viele zig-Milliarden Euro übersteigt. Allein in unserem Fall unseres Miniunternehmens betragt der Schaden durch Urheberrechtsdiebstahl über die Jahre hindurch bereits viele Millionen Dollar.

Am besten und einfachsten wäre es einfach die Personen die den Urheberrechtsdiebstahl begehen, einfach via dem Internet Provider eine Usergebühr für jeden Gebrauch eines Urheberrechtes in Rechnung zu stellen bzw. einfach vom User von dessen Kreditkarte abzurechnen, ... ähnlich wie beim Gebrauch diverser Serviceleistungen bei einem Mobiltelefon. D.h., alle Users am Internet sollten eine Kreditkarte bzw. deren Bankkonto als Zahlungsform zu deren Internetkonto direkt connected haben. So kann man eine Art Pay-as-you-Go Version einführen, indem eben Content Use, sei es für Songs, Movies, Zeitungsartikel, Files, Programme, usw. einfach entsprechend verrechnet wird. Bei Musik läuft es via Digital Distribution weltweit ganz einfach. Wenn z.B. jemand Content von Apple iTunes kauft, dann erhalten die Urheber bzw. die Eigentümer der Rechte ca. 50% netto jenes Betrages. (...)"

Gscheit schreibt nur ein Leopold Fried:

"Wir zahlen ohnehin schon jede Menge Kultursteuer, beispielsweise die an diverse Empfänger von ORF bis Landesfilmförderung verteilte Fernseh- und Radiogebühr. Weiters Abgaben auf Speichermedien, Kopierer, Satellitenempfänger und ähnliche potentiell lose mit Kultur im Zusammenhang stehende Konsumgüter. Man kann die Urheberrechte nach den bisherigen hundertmal natürlich noch ein hunderteintes Mal abgelten, ich bezweifle aber, daß sich damit an den Nutzungsrechten für den Konsumenten irgendetwas ändern würde. Der Konsument würde weiterhin beliebter Zahler und gnadenhalber temporär geduldeter Nutzer bleiben, der ständig mit einem Fuß im Kriminal steht."




  

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>Unter http://www.be24.at/blog/entry/622303 fordert der Scherf
>auch wieder eine Verschärfung der Urheberrechtsvergütung:
>alles was man anklickt, soll über den Provider und die
>Kreditkarte abgerechnet werden:

Fände ich super! Dann würden wir hier im Forum ordentlich Kohle scheffeln ...

  

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>>Unter http://www.be24.at/blog/entry/622303 fordert der
>Scherf
>>auch wieder eine Verschärfung der Urheberrechtsvergütung:
>>alles was man anklickt, soll über den Provider und die
>>Kreditkarte abgerechnet werden:
>
>Fände ich super! Dann würden wir hier im Forum ordentlich
>Kohle scheffeln ...


Glaubst? Ich denke eher, daß uns niemand mehr lesen würde.

  

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Schau, wenn man fürs ORF-Forum und für uns eh das gleiche zahlt,
was würdest Du wählen?

Bei läppischen 0,01 Euro pro Buchstabe ... ( = Content)

  

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>Bei läppischen 0,01 Euro pro Buchstabe

... würde ich die Börse an den Nagel hängen und nur mehr darüber schreiben.

  

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>>>Unter http://www.be24.at/blog/entry/622303 fordert
>der
>>Scherf
>>>auch wieder eine Verschärfung der
>Urheberrechtsvergütung:
>>>alles was man anklickt, soll über den Provider und
>die
>>>Kreditkarte abgerechnet werden:
>>
>>Fände ich super! Dann würden wir hier im Forum ordentlich
>>Kohle scheffeln ...
>
>
>Glaubst? Ich denke eher, daß uns niemand mehr lesen würde.

Das glaube ich schon! Woher nehmen ansonsten die ANALysten und Wirtschaftsjournalisten ihr Wissen her?

  

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Die SPÖ-Vorfeldorganisation ist wieder aktiv.... ich darf gar nicht
nachrechnen was ich denen jedes Monat abliefern muß. Es sollte
gesetzlich vorgeschrieben werden daß das auf jedem Gehaltszettel ausgewiesen
werden muß - damit mal ein bißchen Spardruck entsteht bei dem S..haufen.

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AK: Empörung über Managergagen
AK-Präsident Tumpel gießt Öl ins Feuer der Sozialneid-Debatte und fordert restriktivere Regeln bei der Auszahlung von Boni an Manager von „Staatsbetrieben“.


Managergagen rücken wieder einmal ins Zentrum der öffentlichen Debatte. Arbeiterkammerpräsident Herbert Tumpel bezeichnet die Höhe der Dividenden, Boni und Gehälter der heimischen Unternehmen als „ungeheuerlich“. Stein des Anstoßes, ist die Auswertung einer aktuellen AK-Studie von 16 Börsenunternehmen mit folgendem Ergebnis: Die Gagen der Managerelite steigen trotz sinkender Aktienkurse und Gewinnrückgänge. Die Vorstandsetagen verdienen das 48fache eines durchschnittlichen Bruttobezugs der Beschäftigten dieser Unternehmen.

Roland Graf, Generalsekretär des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) warnt davor: „Man kann nicht Forderungen von 2009 mit Daten von 2008 verknüpfen.“ Die AK habe die Jahresberichte des noch guten Geschäftsjahres 2008 auf die aktuelle Krisensituation runter gebrochen. Gehälter würden, so Graf, im Frühjahr ausverhandelt: „Zu dem Zeitpunkt war im Vorjahr von der Krise noch keine Spur“.

Außerdem verweist Graf darauf, dass Österreich aus mehr als 16 ATX-Unternehmen bestehe. Eine aktuelle WdF-Studie, die 685 heimische Unternehmen untersucht, kommt zu dem Ergebnis, dass seit 2004 im Gehaltsschema der Manager eine Seitwärtsbewegung stattfindet. Das durchschnittliche inflationsbereinigte Managergehalt liegt demnach bei 92.900 €, sagt Graf.

Aus für Stock Options

Neben den Gehältern kritisiert Tumpel auch die Dividenden der ATX-Werte.
1,9 Milliarden € betrugen diese im Vorjahr, obwohl gleichzeitig Gewinnrückgänge von 1,3 Milliarden € verbucht wurden: „Beträge, die ungefähr der Lohnsteuersenkung der aktuellen Steuerreform entsprechen“, sagt Tumpel. Deshalb fordert die AK, dass Boni künftig an die Schaffung von neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen geknüpft werden. Geht es nach Tumpel, werden auch die Stock Options Programme in Unternehmen, an denen die öffentliche Hand zu mehr als 25 Prozent beteiligt ist, gestrichen: „Stock Options haben erst dazu geführt, dass Gehälter explodierten“.

Eine Forderung, der auch Egon Zehnder-Chef Philipp Harmer, etwas abgewinnen kann: „Wenn die Stock Options in keiner Relation zum Fixgehalt stehen, könnten sie überdacht werden“. Dies gelte, bis auf wenige Ausnahmen, aber nicht für Österreich, so der Headhunter: „Bei uns wird bei Gehältern und Boni mit Maß und Ziel vorgegangen“.

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/zeitung/aktuell/372202/index.do?_vl_backlink=/home/oe sterreich/index.do&_vl_pos=3.1.DT

  

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...daß die Manager von den Aktionären bezahlt werden, nicht von den Angestellten des Unternehmens
...daß auch einfache Angestellte mehr bekommen, wenn sie in einem profitablen Unternehmen arbeiten
... daß Spitzenmanager einen Marktwert haben und großteils ihr Geld auch wert sind; wenn wir sie nicht bezahlen wollen, werden sie auch nicht für uns arbeiten wollen
...daß Top-Manager flexibel sind: wenn man sie vergrault, sind sie schneller weg, als der Tumpel "Freundschaft" sagen kann
...wieviel er sich selbst aus unseren Zwangsbeiträgen gönnt

  

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>...wieviel er sich selbst aus unseren Zwangsbeiträgen gönnt

Ich glaube es war einmal von 14.000 Euro im Monat die Rede.

Die Homepage der AK schweigt sich vornehm aus was
Budget, "Vorstandsgehälter" usw. betrifft - mir kommt vor, sie
kritisieren aber ganz gern Unternehmen an der Börse die nicht
alle Punkte des "Corporate Governance" Katalogs (z.b. Gehälter
der Vorstände veröffentlichen) erfüllen....

  

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Als Aktionär bin ich auch nicht glücklich darüber, was für Gehälter
sich die Manager vieler großer Unternehmen genehmigen, aber wenn die
Leistung passt, bin ich es den Managern auch nicht neidig.

Viel mehr stört mich daher das Gehalt der AK-Funktionäre, das ich
zahlen *muss* und die für das viele Geld genau *nichts* leisten.

Als ich mal (m)einen Kollektivvertrag brauchte habe ich zuerst die AK
gefragt. Dort wollte man mir allenfalls einzelne Seiten kopieren. Bei
der Wirtschaftskammer war es anschliessend überhaupt kein Problem den
ganzen Kollektivvertrag zu bekommen. Obwohl die für Arbeitnehmer gar
nicht zuständig sind.

Schade dass es bei der aktuellen AK-Wahl keine Wahlmöglichkeit "AK
abschaffen" gibt.

Tom

  

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War der Tumpel nicht der Aufsichtsratvorsitzende der dem Elsner die Karbikgeschäfte durchgehen hat lassen, bwz. nicht durchgehen hätte lassen sollen?
War es nicht der rote Tumpel der dem Elsner seine Mio. Abfertigung zukommen hat lassen?
War es nicht seine Frau die in der Nationalbank, die die ganze Prüfberichte "kaschiert, bzw. schubladisiert" hat?
War es nicht die SPÖ Tumpel Partie, die der BAWAG die PSK quasi geschenkt hat, damit die BAWAG nicht krachen geht?

Jetzt ist er wieder im Fernsehn der rote Bonze, die letzten Jahre war er ja schön brav auf Tauchstation. (BAWAG & Co, kommt halt nicht so gut an)

  

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@ifoko und Real Borg: Ihr habt sowas von recht! Das der sich
überhaupt noch traut den Mund aufzumachen nach der
BAWAG-Geschichte... und kein Journalist reibt ihm das ums Maul.

P.S.: Die Wirtschaftskammer hat auch mal die Beiträge gesenkt und bei sich selbst
eingespart - die AK kassiert jedes Jahr schön die Gehaltserhöhungen
mit ein und wirft das halbe Geld dann für SPÖ-Propaganda beim Fenster raus.

Vor kurzem hat in einem "Presse"-Interview die Dame ihn darauf angesprochen
und gemeint da könnte die AK alle Arbeitnehmer doch etwas entlasten
- der Tumpel hat sinngemäß gemeint die sind alle froh daß sie die AK
haben und sehen ihr Geld da sehr gut verwendet...

  

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Thema #39941

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