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Verbund 2021, Rang: Warren Buffett(2575), 04.8.21 11:58
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      Commerzbank bestätigt für Verbund die Empfehlung Reduzi...
03.8.21 10:56
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Neues höchstes Kursziel
04.8.21 11:58
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Verbund - Credit Suisse erhöht Kursziel von 43,5 auf 46,5 Euro
Anlageempfehlung "Underperform" bestätigt

Die Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse haben ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Stromkonzerns Verbund von 43,5 auf 46,5 Euro nach oben revidiert. Gleichzeitig bestätigte die Analystin Wanda Serwinowksa ihre Anlageempfehlung "Underperform".
Angepasst wurden zudem die Gewinnprognosen aufgrund von neuen Annahmen für die Energiepreisentwicklung. Für das Jahr 2021 wurde die Schätzung für das EBITDA um sieben Prozent erhöht. Die neuen EBITDA-Prognosen für die zwei Folgejahre wurden jeweils um elf Prozent angehoben.

  

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Verbund verdiente 2020 mehr - Für 2021 Gewinnrückgang erwartet
Höhere Dividende - Umsatz voriges Jahr trotz Ergebnisplus gesunken


Der Stromkonzern Verbund hat voriges Jahr ein Ergebnisplus erzielt und will die Dividende anheben, rechnet für heuer aber mit weniger Gewinn. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs 2020 um 9 Prozent auf 1,293 (1,184) Mrd. Euro, und der Nettogewinn legte um fast 14 Prozent auf 631 (555) Mio. Euro zu. Pro Aktie stieg der Gewinn damit auf 1,82 (1,60) Euro, die Dividende soll um knapp 9 Prozent auf 75 (69) Cent je Aktie zulegen.
Für 2021 sind die Erwartungen etwas gedämpfter, hier geht der Verbund von einem EBITDA zwischen 1,08 und 1,30 Mrd. Euro sowie einem Nettogewinn von 450 bis 590 Mio. Euro aus, erklärte das Unternehmen Mittwochfrüh. Diese Ergebnisprognose bezieht sich auf eine durchschnittliche Wasser- und Windkraft-Eigenerzeugung. Finanzielle Effekte aus dem geplanten Erwerb des 51-Prozent-Anteils an der Gas Connect Austria seien da noch nicht berücksichtigt, heißt es.



Die Dividendenquote bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis soll für 2021 zwischen 45 und 55 Prozent liegen (nach 42,7 Prozent für 2020). Der Umsatz des börsennotierten Konzerns, der zu 51 Prozent der Republik gehört, ist 2020 trotz des Ergebnisanstiegs um 17 Prozent auf 3,235 (3,895) Mrd. Euro gesunken.

  

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Verbund selbst:

VERBUND Jahresergebnis 2020
Erfreuliche Geschäftsentwicklung trotz COVID-19 Krise
Wien (OTS) - Das VERBUND-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 konnte trotz der negativen Auswirkungen durch COVID-19 gesteigert werden. Das EBITDA stieg um 9,2 % auf 1.292,8 Mio. Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 13,8 % auf 631,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 1,01 auf Vorjahresniveau und um 1 Prozentpunkt über dem langjährigen Durchschnitt.

Das Geschäftsjahr 2020 war für VERBUND trotz COVID-19-Krise sehr erfreulich mit sehr guten Ergebnissen und einer starken Performance der VERBUND-Aktie. Diese Entwicklung zeigt, dass das nachhaltige Geschäftsmodell gerade auch in Krisenzeiten gut funktioniert und das Unternehmen eine hohe strategische Flexibilität und Widerstandskraft gegen externe Einflüsse hat. Als Versorger mit nahezu 100 % erneuerbaren Energieträgern ist VERBUND ideal für eine dekarbonisierte, dezentrale und digitalisierte Energiezukunft positioniert.

Das energiewirtschaftliche Umfeld für VERBUND verschlechterte sich 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie in sehr kurzer Zeit. Die Großhandelspreise für Strom fielen nach Ausbruch der Krise in Europa aufgrund der geringeren Stromnachfrage, eines Überangebots an CO2-Zertifikaten und gesunkener Preise für Kohle, Gas und Erdöl. Nach dieser Verschlechterung im ersten Halbjahr 2020 verbesserten sich die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab Mitte 2020 wieder. Die Großhandelspreise für Strom erholten sich und auch die Preise für Kohle, Gas und CO2-Zertifikate zeigten ab Mitte 2020 wieder eine stabilere Entwicklung.

Die gute Positionierung in Zusammenhang mit dem verbesserten energiewirtschaftlichen Umfeld wurde auch am Kapitalmarkt entsprechend honoriert. Die VERBUND-Aktie schloss das Jahr 2020 mit einer Jahresperformance von +56,1% und entwickelte sich damit deutlich besser als der ATX und der STOXX Europe 600 Utilities. Die Marktkapitalisierung per 31. Dezember 2020 betrug 24,3 Mrd. Euro. Damit war VERBUND das am höchsten bewertete Unternehmen an der Wiener Börse. Die Ratingagenturen S&P und Moody´s bestätigten das gute Rating der VERBUND AG mit „A/stable outlook“ bzw. mit „A3/stable outlook“. Damit befindet sich VERBUND in der Spitzengruppe der Versorger in Europa.

Ergebnisentwicklung
Das VERBUND-Ergebnis für das Geschäftsjahr 2020 konnte trotz der negativen Auswirkungen durch COVID-19 gesteigert werden. Das EBITDA stieg um 9,2 % auf 1.292,8 Mio. Euro. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 13,8 % auf 631,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 1,01 auf Vorjahresniveau und um 1 Prozentpunkt über dem langjährigen Durchschnitt. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke stieg in den Quartalen 1–4/2020 deutlich um 14,8 % an. Die Erzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich somit im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode um 864 GWh. Positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten darüber hinaus die im relevanten Absicherungszeitraum gestiegenen Terminmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom. Die Spotmarktpreise waren 2020 - insbesondere bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19-Krise – hingegen deutlich rückläufig. Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis im Bereich der Eigenerzeugung aus Wasserkraft konnte aufgrund dieser Entwicklungen um 5,6 Euro/MWh auf 44,6 Euro/MWh gesteigert werden. Der EBITDA-Beitrag im Segment Wasser stieg somit deutlich an. Der EBITDA-Beitrag im Segment Absatz konnte ebenfalls gesteigert werden, während die Beiträge in den Segmenten Neue Erneuerbare, Netz und Alle sonstigen Segmente rückläufig waren. Sehr erfreulich entwickelte sich das Finanzergebnis, unter anderem aufgrund einer deutlichen Reduktion des Zinsaufwands, bedingt durch hohe Tilgungen in den Geschäftsjahren 2019 und 2020. Die Konzernergebnisse der Geschäftsjahre 2019 und 2020 waren auch von Einmaleffekten beeinflusst. Bereinigt um diese Einmaleffekte stieg das Konzernergebnis um 11,2 % auf 610,4 Mio. Euro. Verbessert werden konnten darüber hinaus alle steuerungsrelevanten Kennzahlen. Die Verschuldung konnte erneut deutlich reduziert, die Margen erheblich verbessert und die Verzinsung auf das eingesetzte Kapital deutlich erhöht werden.

Dividende 2020
In der Hauptversammlung am 20.4.2021 wird für das Geschäftsjahr 2020 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttungsquote bezogen auf das berichtete Konzernergebnis beträgt 2020 41,3 %, bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis 42,7 %.

Ausblick 2021
Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft sowie der Chancen- und Risikolage erwartet VERBUND für das Geschäftsjahr 2021 ein EBITDA zwischen rund 1.080 Mio. Euro und 1.300 Mio. Euro und ein Konzernergebnis zwischen rund 450 Mio. Euro und 590 Mio. Euro. Finanzielle Auswirkungen aus dem geplanten Erwerb des 51 %-Anteils an der Gas Connect Austria GmbH sind in dieser Ergebnisprognose nicht berücksichtigt. VERBUND plant für das Geschäftsjahr 2021 eine Ausschüttungsquote zwischen 45 und 55 % bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis in Höhe zwischen rund 450 Mio. Euro und 590 Mio. Euro.

Strategische Projekte 2020
Eine wichtige strategische Weiterentwicklung von VERBUND in Bezug auf die Sektorkopplung und hinsichtlich einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft stellt der geplante Erwerb des 51 %-Anteils der OMV an Gas Connect Austria GmbH (GCA) dar – das Closing wird für das erste Halbjahr 2021 erwartet.

Mit dem in 2020 gestarteten Innovationsprojekt „Green Hydrogen @ Blue Danube“ macht VERBUND einen großen Schritt in Richtung Internationalisierung der Wasserstoff-Aktivitäten. Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit internationalen Partnern eine europäische Wasserstoff-Wertschöpfungskette von Produktion aus Erneuerbaren, über Transport bis hin zu den Abnehmern, aufzubauen. In dem ebenso 2020 gestarteten Projekt „Carbon to Product Austria“ (C2PAT) setzt VERBUND beim Einsatz von grünem Wasserstoff in industriellen Prozessen auf die Kooperation mit den Industriepartnern Lafarge, Borealis und OMV.

Bei den Investitionen im Bereich Wasserkraft konzentrierte sich VERBUND 2020 auf Revitalisierungsprojekte, wie u. a. bei den Kraftwerken Ottensheim-Wilhering sowie Häusling, und leitete den Baubeginn für Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe beim Kraftwerk Altenwörth ein. Beim Erweiterungs- und Erneuerungsprojekt Jettenbach-Töging (Bayern) mit geplanter Inbetriebnahme in 2022 und einem Investitionsvolumen von rund 250 Mio. Euro kam es Corona-bedingt unterjährig zu geringfügigen Verzögerungen, die größtenteils wieder aufgeholt werden konnten. Der Baubeschluss für das Murkraftwerk Gratkorn, ein neues Gemeinschaftskraftwerk von VERBUND und Energie Steiermark, wurde noch Ende 2020 gefasst.

Zu den Projekthighlights bei Wind und Photovoltaik zählte die Inbetriebnahme der ersten VERBUND-Photovoltaik-Freiflächenanlage beim Draukraftwerk Feistritz-Ludmannsdorf und die Inbetriebnahme der gemeinsam mit OMV errichteten Flächen-Photovoltaikanlage in Schönkirchen.

  

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Verbund erhöht Investitions-Tempo

Für den starken Erneuerbaren-Ausbau, wie ihn der neue Verbund-Chef Michael Strugl am Mittwoch im Bilanzpressegespräch skizzierte, werde die Entwicklung organischer Projekte nicht reichen. "Dafür brauchen wir auch ein anorganisches Wachstum, also zum Beispiel Akquisitionen von Bestandsanlagen", sagte er: "Wir wollen uns in der Erzeugung bis 2030 breiter aufstellen. Das ist ein sehr ambitionierter Plan, der Anstrengungen bedarf." Denn heute verfügt der Verbund - bei zuletzt 33,5 Terawattstunden (TWh) Gesamterzeugung im Jahr erst knapp über eine TWh Windstrom (aus Parks in Deutschland, Österreich und Rumänien) und gar nur über eine Gigawattstunde (GWh) Solarstrom. Für die ambitionierten Ziele nehme man sich eine Dekade Zeit. Für die Jahre 2019 bis 2021 hatte der Verbund 2 Mrd. Euro Investments geplant, voriges Jahr waren es 628 Mio. Euro (nach 439 Mio. Euro 2019).

Finanzieren könne man die eigenen Projekte, da werde man einen kaufmännischen, betriebswirtschaftlichen Kurs fahren, auf Basis einer internen Rendite, sagte Finanzvorstand Peter Kollmann. Stemmen könne man das mit den "Immunkräften", die man schon vor der Coronakrise aufgebaut habe. Der Verbundkonzern habe am Kapitalmarkt eine hohe Glaubwürdigkeit - unterstützt durch die weitere Entschuldung des Unternehmens auch im vorigen Jahr. Das Verhältnis Nettoschulden zu EBITDA habe man weiter gesenkt von 1,9 auf 1,5, einen hervorragenden Wert. Zudem gebe es für Invest-Entscheidungen in PV und Windkraft als "eine Komponente" auch eine Förderung.

Man prüfe, ob der Verbund Dienstleistungsangebote für die künftigen neuen Energiegemeinschaften machen werde, so der CEO. In dem Bereich werde man aber nicht der einzige sein. Strugl hofft, dass auch bald die Wasserstoffstrategie Österreichs vorliegt. Schon jetzt sei man in diesem Bereich tätig (etwa beim H2Future-Projekt mit der voestalpine oder einem Kreislaufwirtschaftsprojekt mit der Zement- und Chemieindustrie), man wolle künftig aber "Wasserstoff-Projekte sehr stark forcieren". Möglichkeiten zu "grünem Wasserstoff" via Elektrolyse evaluiere man soeben. Man kenne aber noch nicht die Regulatorik in diesem Bereich und auch nicht die heimische Wasserstoffstrategie. Deutschland, das schon eine Strategie habe, wolle 5 GW Elektrolyseleistung bis 2030 installieren. Beim Faktor 10 könnte man sich das "in einem hinkenden Vergleich" für Österreich ausrechnen, das wäre aber unseriös, so Strugl.

  

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Jetzt gab es nochmal einige Änderungsvorschläge.
So wird die Anzahl der Teilnehmer ausgedehnt.

Für den Verbund führt dies zu einer deutlichen Rückstufung.
Wenn ich es richtig interpretiere, würde der jetzige Vorschlag in einem Anteil von 1,8% ggü. 5,1% per Stand heute münden.

Das wäre eine ordentliche Nummer, aber einen Teil davon hat der Kurs schon vorweggenommen.

  

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>Jetzt gab es nochmal einige Änderungsvorschläge.
>So wird die Anzahl der Teilnehmer ausgedehnt.
>
>Für den Verbund führt dies zu einer deutlichen Rückstufung.
>Wenn ich es richtig interpretiere, würde der jetzige Vorschlag
>in einem Anteil von 1,8% ggü. 5,1% per Stand heute münden.
>
>Das wäre eine ordentliche Nummer, aber einen Teil davon hat
>der Kurs schon vorweggenommen.
>

Wer wissen möchte wie vehement die Auswirkungen des Umbaus auf den Verbund sind, findet hier eine gute Übersicht.

Bitte beachten, dass die Umstellung effektiv nächste Woche am Freitag stattfindet.

https://www.etfstream.com/media/23477/rebalance-trades.png

https://www.etfstream.com/features/questions-remain-for-blackrock-clean-energy-etfs-despi te-spdji-proposals/

  

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>>Jetzt gab es nochmal einige Änderungsvorschläge.
>>So wird die Anzahl der Teilnehmer ausgedehnt.
>>
>>Für den Verbund führt dies zu einer deutlichen
>Rückstufung.
>>Wenn ich es richtig interpretiere, würde der jetzige
>Vorschlag
>>in einem Anteil von 1,8% ggü. 5,1% per Stand heute
>münden.
>>
>>Das wäre eine ordentliche Nummer, aber einen Teil davon
>hat
>>der Kurs schon vorweggenommen.
>>
>
>Wer wissen möchte wie vehement die Auswirkungen des Umbaus auf
>den Verbund sind, findet hier eine gute Übersicht.
>
>Bitte beachten, dass die Umstellung effektiv nächste Woche am
>Freitag stattfindet.
>
>https://www.etfstream.com/media/23477/rebalance-trades.png
>
>https://www.etfstream.com/features/questions-remain-for-blackrock-clean-energy-etfs-despi te-spdji-proposals/

Die Aktie hält sich erstaunlich gut.
Gibt eigentlich nur zwei Optionen:
1) Markt ist gut auf das Thema aufgegleist und es gibt zahlreiche Käufer in der Warteschlange (Umsätze steigen derzeit an)
2) Man lasst es darauf ankommen und schaut mal was am Freitag passiert, weil Ishares sich bspw. nicht in die Karten schauen lässt.

Wenn sie alles auf einmal umbauen, wäre ein gewaltiges Volumen am Freitag zu erwarten.

https://www.spglobal.com/en/research-insights/articles/sp-global-clean-energy-index-expan ds

  

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>
>Wenn sie alles auf einmal umbauen, wäre ein gewaltiges Volumen
>am Freitag zu erwarten.
>
>https://www.spglobal.com/en/research-insights/articles/sp-global-clean-energy-index-expan ds
>

Also habe nochmal recherchiert, man müsste bei einer sofortigen Umstellung mit mind. 5 Mio Aktien im Verkauf rechnen. Vermutlich sogar mehr, da Ishares nicht der einzige ETF ist, der sich an diesen Index "angehängt hat".

  

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So richtig viel bemerkt hat man letztlich nicht, oder? Also, das Volumen war schon exorbitatnt, aber alles wurde gefressen. Und aktuell sind die Energieversorger wieder sehr stark. Spannend.

  

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>So richtig viel bemerkt hat man letztlich nicht, oder? Also,
>das Volumen war schon exorbitatnt, aber alles wurde gefressen.
>Und aktuell sind die Energieversorger wieder sehr stark.
>Spannend.

S&P ist da eine saubere Kommunikationsstrategie gefahren.
So wussten alle schon seit geraumer Zeit was kommen wird.
Auch haben sich die Shorties eingedeckt.
Und IShares hat offensichtlich auch Käufer gesucht und OTC Trades gemacht. Denn alles ging nicht über die Börse.

Denke, trotz Rebound heute, dass mal die Luft draußen ist.
Denn der ICLN war schon ein wesentlicher Treiber, und alle potentiellen Käufer wurden ja ausgiebig am Freitag bedient.

  

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Starkes Ergebnis 2020, Ausblick 2021 enttäuscht Erwartungen

Der Verbund erzielte trotz negativer Auswirkungen der Corona-Krise 2020 sehr starke Ergebnisse mit einem EBITDA von EUR 1,29 Mrd. (+9,2% verglichen mit 2019) und einem Plus beim Nettogewinn von 13,8% auf EUR 631,4 Mio. Die guten Ergebnisse wurden getragen von einer höheren Stromproduktion aus Speicherkraftwerken sowie einem höheren durch-schnittlichen Absatzpreis (um EUR +5,6/MWh auf EUR 44,6/MWh) während die Netzerlöse leicht rückläufig waren. Der Vorstand schlägt eine Dividende von EUR 0,75/Aktie vor (+6 ct gegenüber 2019).

Ausblick

2021 erwartet das Management ein EBITDA zwischen EUR 1,08- 1,30 Mrd. (-8% vs. 2020, vom Mittelpunkt der Guidance) sowie ein Konzernergebnis zwischen rund EUR 450-590 Mio. (-15% vom Mittelpunkt der Guidance). Damit blieb der neue Ausblick leicht unter den aktuellen Konsensuserwartungen. Finanzielle Auswirkungen des geplanten Erwerbs des 51%-Anteils an der Gas Connect Austria sind in der Ergebnisprognose nicht berücksichtigt. Die Ausschüttungsquote soll zwischen 45-55% des bereinigten Konzernergebnisses betragen. Wir sehen die Bewertung der Verbund- Aktie mit einem KGV (auf Basis der Prognosen für 2021) von knapp 40x nach wie vor als zu hoch an und bleiben bei unserer Reduzieren- Empfehlung.

Erste Bank

  

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VERBUND investiert mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Energiezukunft
Wasserkraft-Projekte in Salzburg und Kärnten stärken den Standort Österreich wirtschaftlich und energiepolitisch

Anlässlich der heutigen Bilanzpressekonferenz über das Geschäftsjahr 2020 präsentierte VERBUND-Vorstandsvorsitzender Michael Strugl zwei wichtige Projekte für die CO2-freie Energiezukunft in Österreich. VERBUND investiert mehr als eine halbe Milliarde Euro in den Bau der Pumpspeicherprojekte Limberg III (Kaprun, Salzburg) und Reißeck II+ (Reißeck, Kärnten). Neben der besonderen energiewirtschaftlichen Bedeutung für eine nachhaltige und sichere Stromversorgung bedeutet die Projektumsetzung auch einen gewaltigen Schub für die heimische Wirtschaft, um die COVID-19-bedingte Wirtschaftskrise zu überwinden.

VERBUND-CEO Michael Strugl betont: „Das Vorhandensein von großen flexiblen Pumpspeicherkraftwerken ist fundamental für das Gelingen der Energiewende in Richtung einer CO2-freien Stromversorgung. Diese Anlagen sind es, die die Integration von Strom aus volatilen Erzeugungsformen wie Wind und Sonne überhaupt erst möglich machen. Mit der Stärkung unserer bestehenden grünen Batterien in den Alpen leisten wir als VERBUND dazu einen wichtigen Beitrag. Pumpspeicher sind und bleiben bis auf Weiteres die mit Abstand effizienteste Form, um Strom im großen Stil sauber zu speichern und in kürzester Zeit für Bedarfsspitzen vorzuhalten.“

Michael Strugl unterstreicht zugleich auch die wirtschaftliche Bedeutung der Projekte im Lichte der Anstrengungen, die COVID19-bedingte Wirtschaftskrise zu bewältigen: „Die Investitionen sorgen mit der hohen heimischen Wertschöpfung gerade in Zeiten wie diesen für nennenswerte wirtschaftliche Impulse: Zwei Drittel der Investitionen der Elektrizitätswirtschaft verbleiben als Wertschöpfung in Österreich. Mit der Investition von rund einer halben Milliarde Euro werden zudem etwa 3.500 Arbeitsplätze gesichert.“

Limberg III

Das Kraftwerksprojekt Limberg III wurde 2017 genehmigt. Es handelt sich dabei um ein Pumpspeicherkraftwerk mit einer Leistung von 480 Megawatt in Kaprun. So wie Limberg II, das 2011 in Betrieb genommen wurde, wird es vollkommen unterirdisch zwischen den beiden bestehenden Speicherseen Mooserboden (Stauziel 2.036 m) und Wasserfallboden (Stauziel 1.672 m) errichtet.

Limberg III wird nach der Fertigstellung ein Kraftwerk, das in der Auslegung ganz besonders auf die zukünftigen Bedürfnisse der Energiewende zugeschnitten ist. Es kommen spezielle Maschinensätze zum Einsatz, die hoch flexibel auf den Bedarf an Ausgleichs- und Regelenergie im Netz reagieren können. Angesichts der steigenden Anforderungen durch den Ausbau volatiler Erzeugungsformen handelt es sich dabei um wichtige Dienstleistungen für die Netzstabilität – eine der wesentlichen Voraussetzungen für die sichere und leistbare Stromversorgung.

Geplant ist darüber hinaus, das Stauziel des Speichers Wasserfallboden um 8 m anzuheben. Die dafür notwendige Erhöhung der Limberg-Sperre lässt sich durch vorhandene Baureserven unter Aufrechterhaltung der uneingeschränkten Talsperrensicherheit realisieren. Die dafür erforderlichen Genehmigungsunterlagen werden in den nächsten Wochen bei der zuständigen Behörde eingereicht.

Das Gesamtvorhaben umfasst zudem eine Vielzahl an ökologischen Maßnahmen. Ein besonderes Highlight ist das 24 ha große Europaschutzgebiet „Alpines Schwemmland Drossen“, welches bis in die Drossenschlucht reicht. Zudem wird im Bereich unterhalb der Sperre ein Projekt umgesetzt, bei dem Spuren aus der Bauzeit der 1950er-Jahre durch Renaturierung beseitigt werden.

Der Baustart wird im Frühsommer dieses Jahres erfolgen. Bis 2025 werden insgesamt rund 480 Mio. Euro in die zukunftsorientierte Stromerzeugung und -speicherung investiert – hohe regionale Wertschöpfung inklusive.

Reißeck II+

Seit der in 2016 erfolgten Inbetriebnahme des Pumpspeicherkraftwerks Reißeck II zählt die Oberkärntner Kraftwerksgruppe Malta-Reißeck mit in Summe 1.460 MW zu den leistungsstärksten Wasserkraftwerksgruppen Österreichs. Als Oberbecken nutzt Reißeck II die seit den 1960er-Jahren bestehenden Speicher am Reißecker Seenplateau, den Großen und Kleinen Mühldorfer See. Die beiden Speicher sind hydraulisch miteinander verbunden, wobei der Kleine Mühldorfer See etwa 80 Meter höher liegt als der Große Mühldorfer See.

Um zukünftig diesen Höhenunterschied ebenfalls energietechnisch nutzen zu können, wird auf einer Seehöhe von etwa 2.300 Metern ein neues unterirdisches Kavernenkraftwerk mit zwei Pumpturbinen und einer Gesamtleistung von 45 Megawatt errichtet. „Reißeck II+“ wird durch diese zu einer effizienten Erweiterung von Reißeck II, weil durch die Umlagerung des Speicherinhaltes des Großen Mühldorfer Sees auf die oberen Speicher eine gesamthafte Systemoptimierung möglich wird. Die Genehmigungen dazu wurden bereits gemeinsam mit Reißeck II erteilt.

Auch hier liefert die Gesamtinvestition von etwa 60 Millionen Euro wichtige regionale Wirtschaftsimpulse und dauerhafte Arbeitsplätze. Und dies zusätzlich zu den schon derzeit laufenden Modernisierungsarbeiten an der Kraftwerksgruppe Malta mit rund 100 Mio. Euro.

Nach Abschluss der notwendigen Vorbereitungsarbeiten ist der Baustart noch im Frühjahr 2021 geplant. Ab 2023 soll das neue Pumpspeicherkraftwerk in Kombination mit den schon vorhandenen Anlagen dazu dienen, die Integration von Wind- und Photovoltaikanlagen in Österreich zu unterstützen und weiterhin als tragende Säule für die Netzsicherheit zu dienen.

  

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Verbund - Credit Suisse bestätigt Anlageempfehlung "Underperform"
Auch Kursziel von 46,5 Euro unverändert belassen

Die Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse haben sowohl ihre Anlageempfehlung "Underperform" als auch das Kursziel von 46,5 Euro für die Aktien des heimischen Stromkonzerns Verbund bestätigt. Die Expertin Wanda Serwinowksa verwies auf die in der vergangenen Woche vorgelegten Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020.

Die revidierte Dividendenpolitik für heuer wurde als nicht erheblich bewertet. Zudem liege das Gewinnwachstum beim Verbund im Branchendurchschnitt. Die Zuwächse bei den erneuerbaren Energiequellen wurde weiters als gedämpft bewertet.

  

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Kepler Cheuvreux bestätigt für Verbund die Empfehlung Kaufen - und reduziert das Kursziel von 90,0 auf 80,0 Euro Euro. Noch immer das höchste aller Kursziele.

durchschnittliches Kursziel: 52,2 Euro.

  

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Verbund kooperiert mit deutscher Visiolar bei Ökostromerzeugung

Unternehmen wollen bis zu 2.000 Hektar vor allem für Photovoltaik nutzen - In einem ersten Schritt 13 Flächen mit rund 1.400 Hektar bzw. 1.400 MWp identifiziert

Der Verbund kooperiert mit der deutschen Visiolar GmbH bei der Ökostrom-Erzeugung, vor allem im Photovoltaik-Bereich. Die beiden Unternehmen planen, Flächen mit bis zu 2.000 Hektar für die Erzeugung elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen, insbesondere aus Photovoltaik, nutzbar zu machen. In einem ersten Schritt wurden 13 Flächen mit rund 1.400 Hektar bzw. rund 1.400 MWp installierbarer Leistung identifiziert, wie Verbund und Visiolar am Dienstag mitteilten.
Die 13 Anlagen befinden sich im Berliner Umland, vorwiegend in Brandenburg. Zum Vergleich: Die Anlage von Verbund und OMV im niederösterreichischen Schönkirchen bei Gänserndorf hat in der finalen Ausbaustufe rund 15 MWp.

Visiolar mit Sitz in Potsdam ist Teil der Lindhorst-Gruppe, einer in der Landwirtschaft erfahrenen und langjährig tätigen Unternehmensgruppe in Niedersachsen/Deutschland und verfügt über umfangreiche Liegenschaften für Erneuerbare-Energie-Projekte, wie es in der heutigen Pressemitteilung heißt. Die Projekte sollen in den kommenden Jahren stufenweise entwickelt, errichtet und in Betrieb gesetzt werden.

Der Verbund wolle bis 2030 rund ein Viertel der Gesamterzeugung aus Photovoltaik und Wind-Onshore abdecken, so Konzernchef Michael Strugl. Die Kooperation mit Visiolar sei dabei ein wichtiger Schritt zu Erreichung dieses Ziels. Mit der Realisierung der Projekte avanciere der Verbund zudem zu einem der führenden Photovoltaik-Player im Kernmarkt Deutschland, heißt es in der heutigen Mitteilung weiter. In Deutschland betreibt der börsennotierte teilstaatliche Verbund bereits 21 Wasserkraftwerke in Bayern an Inn und Donau sowie einen 86 MW Windpark in Rheinland-Pfalz.

  

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HSBC erhöht für Verbund die Empfehlung von Reduzieren auf Halten - und das Kursziel von 38,0 auf 67,0 Euro.

durchschnittliches Kursziel: 54,52 Euro.

  

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Verbund - HSBC hebt Kursziel stark an und nun mit "Hold"-Votum
Nach vormals "Reduce" - Kursziel bei 67 Euro je Titel

Die Analysten der HSBC haben ihr Kursziel für die Aktien des Verbunds von 38 auf 67 Euro deutlich angehoben und die Titel von "Reduce" auf "Hold" hochgestuft. In der Studie des Expertenteams von Adam Dickens war die Rede von einer starken Exposure gegenüber Großhandelspreisen für Strom. Diese seien stark von CO2-Preisen beeinflusst, bei denen wiederum die Kosten für "grünen Wasserstoff" eine Rolle spiele.
Beim Gewinn je Aktie erwarten die HSBC-Analysten 1,62 (vorher: 1,72) Euro für 2021, sowie 2,12 (1,88) bzw. 2,31 (n.a.) Euro für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,81 Euro für 2021, sowie 0,88 bzw. 0,97 Euro für 2022 bzw. 2023.

  

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>Verbund - HSBC hebt Kursziel stark an und nun mit
>"Hold"-Votum
>Nach vormals "Reduce" - Kursziel bei 67 Euro je Titel
>
>Die Analysten der HSBC haben ihr Kursziel für die Aktien des
>Verbunds von 38 auf 67 Euro deutlich angehoben und die Titel
>von "Reduce" auf "Hold" hochgestuft. In der Studie des
>Expertenteams von Adam Dickens war die Rede von einer starken
>Exposure gegenüber Großhandelspreisen für Strom. Diese seien
>stark von CO2-Preisen beeinflusst, bei denen wiederum die
>Kosten für "grünen Wasserstoff" eine Rolle spiele.
>Beim Gewinn je Aktie erwarten die HSBC-Analysten 1,62 (vorher:
>1,72) Euro für 2021, sowie 2,12 (1,88) bzw. 2,31 (n.a.) Euro
>für die beiden Folgejahre. Ihre Dividendenschätzung je Titel
>beläuft sich auf 0,81 Euro für 2021, sowie 0,88 bzw. 0,97 Euro
>für 2022 bzw. 2023.

Ich meine das KGV ist jetzt nicht der einzige KPI in einer Bewertung, aber 30 für einen Versorger ist schon eine Nummer.
Und etwas spät unterwegs die Jungs von HSBC mit ihrer Anhebung.

  

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Verbund-Gewinnrückgang durch schlechtere Wasserführung im 1. Quartal
Stromerlöse durch Bewertungseffekte fast halbiert - 14 Prozent weniger Stromabsatz und gut 16 Prozent weniger Eigenproduktion - Mellach seltener im Einsatz - Gewinnausblick leicht angepasst

--------------------------------------------------------------------- AKTUALISIERUNGS-HINWEIS Mehr Details aus dem Quartalsbericht ---------------------------------------------------------------------
Eine schlechtere Wasserführung hat dem Verbund-Stromkonzern im ersten Quartal einen Gewinnrückgang beschert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im Jahresabstand um 8,6 Prozent auf 302,7 Mio. Euro und der Nettogewinn um 7,6 Prozent auf 144,7 Mio. Euro. Der starke Rückgang beim Umsatz, fast eine Halbierung, resultierte hauptsächlich aus Bewertungseffekten. Das Closing für den Erwerb der Gas-Connect-Mehrheit wird noch im zweiten Quartal erwartet.

Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke betrug im Zeitraum Jänner bis März wie von Analysten erwartet 0,99 und lag damit um 1 Prozentpunkt unter dem langjährigen Schnitt und 10 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres (1,09), erklärte der Konzern am Mittwoch. Auch bei den Neuen Erneuerbaren verschlechterte sich der Erzeugungskoeffizient, von 1,07 auf 0,86.

Die Umsatzerlöse verringerten sich um 46,4 Prozent von 1,257 Mrd. auf 674,1 Mio. Euro. Dabei sanken die Stromerlöse binnen Jahresfrist um 563,6 Mio. auf 496,5 Mio. Euro. Deutlich negativ auf die Stromerlöse wirkte laut Verbund die erfolgswirksam erfasste Bewertung der Stromderivate von diesmal -136,5 Mio. Euro (nach +316,2 Mio. Euro im ersten Quartal 2020). Dieser Effekt resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Strompreise für die der Bewertung zugrunde liegenden, noch nicht gelieferten Verkaufskontrakte im ersten Quartal und hatte zur Folge, dass negative (erlösmindernde) Bewertungsergebnisse erfasst wurden.

Zusätzlich sei der Stromabsatz gegenüber der Vorjahresperiode um 2.098 Gigawattstunden (GWh) bzw. um 13,8 Prozent auf 13.078 GWh gesunken, wurde vom Verbund im Quartalsbericht erläutert. Der im Schnitt erzielte Absatzpreis der Eigenerzeugung aus Wasserkraft stieg um 1,7 Euro pro Megawattstunde (MWh) auf 47,6 Euro/MWh. Das Plus resultierte aus den deutlich gestiegenen Spotmarktpreisen am Großhandelsmarkt für Strom. Die Terminmarktpreise waren im relevanten Betrachtungszeitraum dagegen rückläufig gewesen.

Vor allem beim Stromabsatz an Händler gab es mit -26,4 Prozent auf 3.539 GWh einen starken Rückgang, bei der Abgabe an Weiterverteiler betrug das Minus 12,0 Prozent auf 6.025 GWh. Gegenüber Endkunden blieb der Stromabsatz mit 3.515 GWh (-0,2 Prozent) fast gleich, per Ende März hatte man rund 517.000 Strom- und Gaskunden. Nach Ländern sank der Stromabsatz am stärksten in Deutschland (-18,5 Prozent), wohin etwa ein Drittel verkauft wird (4.748 GWh); in Österreich betrug das Minus 12,7 Prozent auf 7.053 GWh.

Bei der Stromerzeugung verzeichnete der Verbund-Konzern bei der Wasserkraft einen Rückgang um 11,2 Prozent auf 6.015 GWh, während die gesamte Eigenerzeugung um 16,5 Prozent auf 6.400 GWh zurückging. Strom aus Windkraft gab es mit 253 GWh um 19,7 Prozent weniger, aus Wärmekraft wurden mit 131 GWh um 77,2 Prozent (oder um 444 GWh) weniger erzeugt. Das Gas-Kombi-Kraftwerk Mellach bei Graz produzierte wegen eines deutlich geringeren Einsatzes für das Engpassmanagement um 113 GWh weniger Strom, und das Fernheizwerk Mellach kam gar nicht zum Einsatz, wodurch die Produktion im Vergleich um 332 GWh sank. Die gesamte Stromaufbringung (samt Fremdbezug) schrumpfte um 14,5 Prozent auf 13.917 GWh.

Die Netzerlöse sanken um 3,6 Mio. auf 139,1 Mio. Euro, die sonstigen Erlöse um 16,0 Mio. auf 38,5 Mio. Euro, u.a. fehlten Fernwärmeerlöse durch das Aus der langjährigen Lieferungen an die Stadt Graz Mitte 2020. Die Aufwendungen für Strom-, Netz-, Gas- und Zertifikatebezug sanken um 532,2 Mio. auf 226,9 Mio. Euro. Deutlich aufwandsmindernd wirkte die erfolgswirksam erfasste Bewertung der Stromderivate von +136,7 Mio. Euro (nach -321,8 Mio. Euro), praktisch die Kehrseite der Bewertungseffekte bei den Stromerlösen.

Den Ergebnisausblick für das Gesamtjahr 2021 hat der Stromkonzern etwas nach oben hin eingeengt. Das EBITDA wird nun auf Basis einer durchschnittlichen Wasser- und Windkraft-Erzeugung sowie Chancen- und Risikolage zwischen 1,13 und 1,30 Mrd. Euro erwartet - zuletzt lautete die Prognose 1,08 Mrd. bis 1,30 Mrd. -, beim Konzernergebnis sind es nun zwischen 480 und 590 Mio. Euro (bisher 450 bis 590 Mio. Euro).

Das Closing für den Erwerb der 51-Prozent-Mehrheit am Gasübertragungsnetzbetreiber Gas Connect Austria (GCA) von der OMV erwartet der Verbund-Konzern noch für das zweite Quartal. Die kartellrechtliche Genehmigung sei schon eingeholt worden. Ausständig sei noch die Zertifizierung der Gas Connect Austria als Independent Transmission Operator (ITO). Finanzielle Auswirkungen aus dem geplanten Erwerb des 51-Prozent-Anteils seien in der Jahres-Ergebnisprognose nicht berücksichtigt.

Der Verbund-Personalstand lag mit im Schnitt 2.949 (2.819) um 4,6 Prozent höher als ein Jahr davor.

  

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Verbund selbst:


VERBUND AG: Ergebnis Quartal 1/2021: Leicht rückläufige Ergebnisentwicklung aufgrund niedrigerer Wasserführung
DGAP-News: VERBUND AG / Schlagwort(e): Quartalsergebnis
12.05.2021 / 07:58
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Die für unser Geschäft maßgeblichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbesserten sich in den letzten Monaten trotz COVID-19-Krise weiter. So erhöhten sich die Großhandelspreise für Strom, ein wesentlicher Werttreiber für die Geschäftsentwicklung von VERBUND, aufgrund der steigenden Preise für CO2-Zertifikate. Das starke Bekenntnis der EU-Mitgliedstaaten zu einer umfassenden Dekarbonisierung des Energiesystems wirkt dabei unterstützend. Diese positive Entwicklung unterstützt das Geschäftsmodell von VERBUND und ermöglicht uns ein ambitioniertes und nachhaltiges Investitionsprogramm in den kommenden drei Jahren umzusetzen. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt in der weiteren Stärkung des österreichischen Hochspannungsnetzes, eine wesentliche Voraussetzung für die Dekarbonisierung des Energiesystems in Österreich und Europa, im weiteren Ausbau der heimischen Wasserkrafterzeugung und im Ausbau der neuen, erneuerbaren Stromproduktion. Zudem werden neue Anwendungsfelder besetzt, die maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in den kommenden Jahren beitragen. Das betrifft beispielhaft die Entwicklung eines grünen Wasserstoffsystems, die Forcierung der Elektromobilität und die Entwicklung von Speichersystemen.

Die Entwicklung der VERBUND-Aktie war im Quartal 1/2021 neben der andauernden COVID-19-Krise vor allem von hohen Zu- bzw. Abflüssen in ETFs (Exchange Traded Funds) im Zusammenhang mit "Clean Energy" und einer großen Indexumstellung im S&P Global Clean Energy Index beeinflusst. Nach dem Höchststand der Aktie Anfang Februar setzte eine Korrektur ein, die bis Anfang März andauerte und in eine volatile Seitwärtsbewegung bis Ende des Quartals überging. Mit einem Schlusskurs von 62,0 € per 31. März 2021 verzeichnete die VERBUND-Aktie im Quartal 1/2021 im Vergleich zum Jahresultimo 2020 ein Minus von 11,2 %.

Die Ergebniszahlen im Quartal 1/2021 waren im Wesentlichen aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Stromerzeugung aus Wasserkraft, die auf eine niedrigere Wasserführung zurückzuführen ist, leicht rückläufig. Das EBITDA sank um 8,6 % auf 302,7 Mio. €, das Konzernergebnis um 7,6 % auf 144,7 Mio. €. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke betrug im Quartal 1/2021 0,99 und lag damit um 1 Prozentpunkt unter dem langjährigen Durchschnitt und um 10 Prozentpunkte unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Auch die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke war im Quartal 1/2021 marktbedingt deutlich rückläufig. Insgesamt lag die Erzeugung aus Wasserkraft um 11,2 % unter dem Vorjahresniveau. Positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten hingegen die deutlich gestiegenen Spotmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom. Die Terminmarktpreise waren im relevanten Betrachtungszeitraum hingegen rückläufig. Der erzielte durchschnittliche Absatzpreis im Bereich der Eigenerzeugung aus Wasserkraft konnte um gesamt 1,7 €/MWh auf 47,6 €/MWh gesteigert werden.

Ergebnisausblick für 2021 angepasst
Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft in den Quartalen 2- 4/2021 sowie der Chancen- und Risikolage wird für das Geschäftsjahr 2021 ein EBITDA zwischen rund 1.130 und 1.300 Mio. € und ein Konzernergebnis zwischen rund 480 und 590 Mio. € erwartet. Finanzielle Auswirkungen aus dem geplanten Erwerb des 51 %-Anteils an der Gas Connect Austria GmbH sind in dieser Ergebnisprognose nicht berücksichtigt. VERBUND plant für das Geschäftsjahr 2021 eine Ausschüttungsquote zwischen 45 % und 55 % bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis in Höhe zwischen rund 480 und 590 Mio. €.


Kennzahlen
Einheit Q1/2020 Q1/2021 Veränderung
Umsatzerlöse Mio. € 1.257,3 674,1 -46,4 %
EBITDA Mio. € 331,0 302,7 -8,6 %
Operatives Ergebnis Mio. € 236,2 207,9 -12,0 %
Konzernergebnis Mio. € 156,5 144,7 -7,6 %
Ergebnis je Aktie € 0,45 0,42 -7,6 %
EBIT-Marge % 18,8 30,8 -
EBITDA-Marge % 26,3 44,9 -
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. € 298,2 203,7 -31,7 %
Free Cashflow vor Dividende Mio. € 150,2 35,3 -76,5 %
Free Cashflow nach Dividende Mio. € 150,2 35,3 -76,5 %
Performance der VERBUND-Aktie % -26,2 -11,2 -
Nettoverschuldungsgrad % 30,7 26,4 -

Weitere Informationen sowie den Zwischenbericht 1/2021 finden Sie auf www.verbund.com > Investor Relations > Aktuelles Finanzergebnis.

  

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Niedrigere Wasserführung drückt Q1 Gewinn

Der Verbund verzeichnete im 1. Quartal 2021 aufgrund einer im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Stromerzeugung aus Wasserkraft, die auf eine niedrigere Wasserführung zurückzuführen ist, leicht rückläufige Ergebnisse. Das EBITDA sank um 8,6% auf EUR 303 Mio., das Konzernergebnis lag mit EUR 145 Mio. um 7,6% unter Vorjahresniveau. Die Erzeugung aus Wasserkraft lag um rund11% unter der des Vorjahres (Erzeugungs-koeffizient von 0,99 im Q1/2021 vs. 1,09 im Q1/2020). Positiv wirkten sich hingegen die höheren durchschnittlichen Absatzpreise aus (EUR +1,7/MWh auf EUR 47,6/MWH). Für 2022 stieg der durchschnittlich gehedgte Strompreis im Quartalsabstand sogar um 10% auf EUR 49,20/MWh.

Ausblick

Das Management wurde in seinem Ausblick 2021 etwas optimistischer und hob die untere Grenze der erwarteten Ergebniszahlen leicht an. Das EBITDA wird zwischen EUR 1,13 – 1,30 Mrd. (zuletzt: EUR 1,08-1,30 Mrd.) erwartet und das Konzernergebnis zwischen EUR 480-590 Mio. (zu-letzt: EUR 450-590 Mio.). Damit liegt der neue Ausblick leicht unter den aktuellen Konsensuserwartungen. Finanzielle Auswirkungen des geplanten Erwerbs des 51%-Anteils an der Gas Connect Austria sind in der Ergebnisprognose nicht berücksichtigt. Die Ausschüttungsquote soll zwischen 45- 55% des bereinigten Konzernergebnisses betragen. Wir sehen die Bewertung der Verbund-Aktie mit einem KGV (auf Basis der Prognosen für 2021) von über 40x nach wie vor als zu hoch an und bleiben bei unserer Reduzieren-Empfehlung.

Erste Bank

  

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Verbund - Credit Suisse erhöht Kursziel auf 57, weiter "Underperform"
Analysten: Aktie trotz verbesserten Umfelds weiter teuer bewertet

Die Analysten der Schweizer Großbank Credit Suisse haben ihr Kursziel für die Aktie des heimischen Verbund von 46,5 auf 57,0 Euro erhöht. Das Kursziel liegt aber weiter deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Zum Vergleich: Am Donnerstag notierten Verbund am Vormittag mit einem Plus von 0,34 Prozent bei 73,85 Euro. Ihre Anlageempfehlung "Underperform" für die Titel des Stromerzeugers haben die Analysten daher bestätigt.
Trotz des aufgehellten Marktumfelds sehen sie die Aktie weiter als teuer bewertet an, schreiben die Credit-Suisse-Analysten. So haben die Experten zwar ihre Energiepreisprognosen erhöht, der Aktienkurs habe aber zuletzt schneller angezogen als die Fundamentaldaten.

  

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Verbund schloss Kauf von Gas Connect Austria ab
Stromkonzern übernahm OMV-Anteil von 51 Prozent

Der Verbund hat den Kauf des OMV-Anteils an Gas Connect Austria abgeschlossen, wie der teilstaatliche Stomkonzern am Montag mitteilte. Mit dem Gasleitungsbetreiber will der Verbund seine Wasserstoffpläne vorantreiben und sich als Player für "grünes Gas" positionieren.
Der Kaufpreis beträgt 271 Mio. Euro, abzüglich der für das Geschäftsjahr 2020 ausgeschütteten Dividende in Höhe von anteilig rund 33 Mio. Euro. Zusätzlich übernimmt der Verbund die ausstehenden Verbindlichkeiten der Gas Connect Austria Gruppe gegenüber der OMV in Höhe von rund 212 Mio. Euro.

Der Verbund passte am Montag nach Abschluss des Erwerbs auch seine Ergebnisprognose an. Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft für das restliche Jahr werde für das Geschäftsjahr 2021 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) zwischen rund 1.180 und 1.350 Mio. Euro und ein Konzernergebnis zwischen rund 490 und 600 Mio. Euro erwartet. Der Stromkonzern teilte weiters mit, eine Ausschüttungsquote zwischen 45 und 55 Prozent bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis in Höhe von rund 490 bis 600 Mio. Euro zu planen.

  

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Austrian Power Grid: Sind gut auf partielle Sonnenfinsternis vorbereitet
Heute zwischen 11:48 und 13:18 Uhr wird sich der Mond über die Sonne schieben. In Österreich beträgt die Abschattung etwa vier Prozent

Heute kommt es nach sechs Jahren erneut zu einer partiellen Sonnenfinsternis, die Gesamteuropa betrifft. In Dänemark wird es bei dieser geradezu spektakulären ringförmigen Sonnenfinsternis zu einer Abschattung von etwa 23 Prozent kommen. In Österreich beträgt sie nur etwa vier Prozent. Weniger Sonne bedeutet für die Stromerzeugung weniger Energie aus Photovoltaikanlagen. „Die Sonnenfinsternis wird die Stromerzeugung Österreichs nur minimal tangieren. Sie bedeutet also absolut keine Gefahr für die sichere Stromversorgung hierzulande“, sagt Gerhard Christiner, technischer Vorstand der APG und erläutert die zu erwartende Situation: „Österreich entgehen durch die Sonnenfinsternis - bei einer angenommenen maximalen Stromeinspeisung aus PV-Anlagen - rund 40 MW Leistung, weil zwischen 11:48 Uhr und 13:18 Uhr der Mond die Sonne kurzfristig verdecken und es dadurch weniger Sonnenlicht geben wird. Das entspricht in etwa dem Strombedarf, der im Ernst-Happel-Stadion für zwei Länderspiele mit Flutlicht benötigt wird. Diese Strommenge kann leicht ausgeregelt werden, weil sie den permanenten Schwankungen im Netz sehr ähnlich ist.“ Im gesamten kontinentaleuropäischen ENTSO-E Synchronbereich berechnet sich die maximal prognostizierte Leistungsreduktion bei einer durchschnittlichen Abschattung von etwa zehn Prozent im Worst-Case auf rund 4 GW. Das entspricht dem durchschnittlichen Tages-Stromverbrauch der Slowakei.




PV-Anteil soll bis 2030 von zwei auf 11 MWh pro Jahr steigen

Derzeit werden in Österreich etwa 71 TWh Strom pro Jahr erzeugt. Rund zwei TWh davon kommen aus PV-Anlagen. Mit der Transformation des Energiesystems – bis 2030 sollen 100 Prozent des Strombedarfs durch grüne Energie gedeckt werden – könnte eine Sonnenfinsternis in Zukunft mehr Einfluss auf das APG-Netz haben. Denn das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz will bis 2030 die grünen Erzeugungskapazitäten um 27 TWh erweitern. Deswegen sollen bis Ende 2030 rund 11 TWh im Bereich Photovoltaik (10 TWh im Bereich Wind, 5 TWh Wasser und 1 TWh im Bereich Biomasse) zusätzlich in Österreich installiert und erzeugt werden. „Weil sich die grüne Stromproduktion mittels Photovoltaik-Anlagen jedoch nur dort lohnt, wo auch viel Sonne scheint, benötigen wir zudem leistungsstarke Stromnetze. Denn der Strom muss in den meisten Fällen erst dorthin transportiert werden, wo er benötigt wird. Damit das gelingt, werden wir heuer 357 Millionen Euro in den Netzaus- und umbau investieren und in den kommenden zehn Jahren 3,1 Milliarden Euro“, sagt Christiner.

Neben kapazitätsstarken Leitungen bedarf es Innovationen, damit die Energiewende gelingt. Etwa durch die Kooperation mit verschiedenen Prognoseinstituten mit denen die APG im Rahmen gemeinsamer Forschungsprojekte bereits wertvolle Verbesserungen bei der Prognoseerstellung umsetzen konnte. „Hier geht es vor allem um innovative, effiziente Wege mit denen wir gemeinsam eine nachhaltige Stromwelt der Zukunft ermöglichen“, sagt Christiner.

  

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Effiziente Stromerzeugung durch Windkraft auch bei eisigen Temperaturen
Ein interdisziplinäres Team von VERBUND, AIT, Universität Wien und von Meteotest erforscht den Einsatz intelligenter Rotorblattheizungen in Windenergieanlagen

Neben der Wasserkraft ist die Windenergie die wichtigste alternative Energiequelle Österreichs. In den Wintermonaten führt das alpine Klima dazu, dass nicht nur Windschutzscheiben und Autotüren vereisen, sondern auch die Rotorblätter von Windenergieanlagen. Tritt dieser Umstand ein, müssen Windenergieanlagen zum Stillstand gebracht und mit einer Rotorblattheizung oder auf natürlichem Wege abgetaut werden. Durch den Stillstand entstehen unvorhersehbare Produktionsverluste. Um dennoch eine stabile Stromversorgung zu gewährleisten, müssen die Erzeuger teuren Strom erwerben oder auf konventionelle Kraftwerke, wie z.B. Gaskraftwerke, zurückgreifen.

Das im April 2021 gestartete Forschungsprojekt SOWINDIC - Smart Operation of Wind Turbines under Icing Conditions - untersucht den intelligenten Betrieb von Rotorblattheizungen für Windenergieanlagen, um diese mit maximaler Effizienz zu nutzen. Gefördert durch den Klima- und Energiefonds und unter der Konsortialführung von VERBUND, Österreichs führendem Energieunternehmen, arbeiten Expert:innen des AIT Austrian Institute of Technology, Österreichs größter außeruniversitärer Forschungseinrichtung, des Forschungsverbundes “Data Science @ Uni Vienna" und der Meteotest AG, einem Spezialisten für Wetter-, Klima- und Umweltdaten, an der Entwicklung einer optimierten Rotorblattheizungssteuerung.

Im Projekt werden zwei zunächst voneinander unabhängige Ansätze zur optimierten Betriebsweise der Rotorblattheizung angestrebt, welche später im Rahmen einer sogenannten Hybridmodellierung fusioniert werden: Zum einen wird die Arbeitsgruppe „Angewandte Mathematik mit Schwerpunkt Optimierung“ der Universität Wien bestehende Machine Learning Strategien auf ihre Eignung untersuchen bzw. weiterentwickeln, und zum anderen wird Meteotest einen erfahrungsbasierten, auf physikalischen Modellen aufbauenden Ansatz erforschen. Beide Strategien verfolgen das Ziel einer möglichst exakten Vorhersage der vereisungsbedingten Produktionsausfälle von Windenergieanlagen anhand von Steuerungs-, Sensor-, Wetter- und Marktdaten. Eine vom AIT speziell adaptierte Netzwerkkomponente wird die Datenströme möglichst nahe an der Anlage erfassen, beide Algorithmen echtzeitfähig an der Windenergieanlage implementieren und zur automatisierten, optimierten Steuerung der Rotorblattheizung verwenden. VERBUND als Betreiber von Windenergieanlagen wird sich insbesondere mit der Validierung der entwickelten Modelle beschäftigen und sein langjähriges Betriebswissen in das Projekt einbringen.

Durch die Kooperation von führenden, österreichischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit starken internationalen Partnern wie Meteotest wird der Wissens-, Wirtschafts- und Klimastandort Österreich weiter gestärkt.

  

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Baustart für neues 45-MW-Kavernenkraftwerk in Kärnten
Soll bei Stromüberschuss Energie speichern und bei Strommangel in Strom rückverwandeln

Am Reißecker Seenplateau, hoch über dem Kärntner Mölltal, ist am Freitag der Baustart für das Pumpspeicherkraftwerk "Reißeck II plus" erfolgt. Wie es von den Verantwortlichen des Kraftwerksbetreibers Verbund heißt, soll es den Höhenunterschied zwischen den beiden Mühldorfer Seen am Plateau nutzen. Zwei Pumpturbinen mit einer Leistung von insgesamt 45 Megawatt können bei Stromüberschuss erneuerbare Energie speichern und bei Strommangel in Strom rückverwandeln.
"Reißeck II plus" wird als Kavernenkraftwerk vollständig im Inneren des Berges errichtet. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2023 geplant, die gesamte Kraftwerksgruppe Malta-Reißeck soll dann eine Turbinenleistung von mehr als 1.500 Megawatt aufweisen.

  

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Insider: Verbund hat Interesse an spanischen Solaranlagen
Auch Italiens größter Windkraftbetreiber ERG im Rennen

Österreichs größter Stromkonzern Verbund ist Insidern zufolge an Geschäftsteilen des spanischen Solarentwicklers Grupotec interessiert. Dabei gehe es um Vermögenswerte von mehr als einer Milliarde Euro einschließlich geplanter Investitionen, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen zur Nachrichtenagentur Reuters. Neben Verbund sei auch Italiens größter Windkraftbetreiber ERG mit im Rennen. Darüber hinaus gebe es noch einen weiteren Bieter, sagte einer der Insider.
"Wir suchen nach Möglichkeiten im erneuerbaren Sektor und wenn etwas strategisch passt, könnten wir daran interessiert sein", sagte eine Verbund-Sprecherin. Der mehrheitlich im Staatsbesitz stehende Konzern erzeugt den Großteil seines Stroms aus Wasserkraft. Bis 2030 will das Unternehmen ein Viertel seines Stroms aus Wind- und Sonnenkraft gewinnen. Bei Grupotec und ERG war vorerst niemand erreichbar.



Laut der Internetseite von Grupotec betreibt das Unternehmen mit Sitz in Valencia derzeit mehr als 230 Anlagen in Frankreich, Spanien, Großbritannien und den USA, die zusammen mehr als 530 Megawatt erzeugen.

  

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Strom im Großhandel kostet im August um 30 % mehr als vor einem Jahr
Im Monatsvergleich steigt der Österreichische Strompreisindex um 6 % an

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im August 2021 gegenüber dem Vormonat um 5,9 %. Im Vergleich zum August des Vorjahres 2020 liegt der ÖSPI um 29,5 % höher. Ausgehend von einem relativ niedrigen Preisniveau im vergangenen Jahr (Basis-Effekt) sind diese deutlichen Preissteigerungen wesentlich getrieben von hohen Gas-Großhandelspreisen (siehe auch Österreichischer Gaspreisindex), teureren CO2-Zertifikaten und einem steigenden Strombedarf. Bezogen auf das Basisjahr (2006 = 100) erreicht der von der Österreichischen Energieagentur errechnete Index im August 2021 einen Stand von 106,89 Punkten.

Der Grundlastpreis (113,07 Indexpunkte) steigt gegenüber dem Vormonat um 6,1 %. Im Jahresvergleich steigt er um 30,8 %. Der Spitzenlastpreis (93,73 Indexpunkte) weist im Monatsvergleich ein Plus von 5,4 % und im Jahresvergleich ein Plus von 26,3 % auf.


Der ÖSPI erfasst nur das Produkt Strom (Strom-Großhandelspreise) und berücksichtigt keine Netzgebühren, Steuern oder Abgaben. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten zu knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf

  

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Erste Group nimmt die im Mai ausgesetzte Coverage des Verbund wieder auf. Die Empfehlung hat sich dabei von zuvor Reduzieren auf Halten verbessert, das Kursziel von 41,2 auf 81,3 Euro. Nun das höchste aller Kursziele.

durchschnittliches Kursziel: 63,47 Euro.

  

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Austrian Power Grid (APG): Klimawandel zeigt „heiße Zähne“
Heimischer Stromverbrauch befindet sich Ende Juni um vier Prozent über dem Vergleichsniveau aus 2017-2019. Grund ist die langanhaltende Hitzephase in Teilen Österreichs im Juni.

Der heurige Juni war sehr heiß, vor allem in der zweiten Monatshälfte gab es die erste Hitzewelle des Jahres. Das sorgte für einen Anstieg des österreichischen Stromverbrauchs. Ende Juni befand sich die Stromlast mit 1.194 Gigawattstunden (GWh) um vier Prozent über dem durchschnittlichen Vergleichsniveau aus den Jahren 2017-2019. „Wenn es sehr heiß ist, werden vermehrt Klimaanlagen eingeschalten, ähnlich wie beim Heizbedarf in den kalten Monaten, sorgt das in den Sommermonaten für einen Anstieg des Stromverbrauchs“, sagt Gerhard Christiner, technischer Vorstand der APG. Zusätzlich kam es zu weiteren bzw. längeren Öffnungen in der Gastronomie sowie den Nachtlokalen, was ebenfalls zum Anstieg des Stromverbrauchs beiträgt.

Im europäischen Ländervergleich erkennt man jedoch Unterschiede. Österreich ist mit plus vier Prozent relativ weit über dem Vergleichswert. Im Gegensatz dazu befindet sich Spanien mit minus vier Prozent und Frankreich mit minus sechs Prozent weit unter dem Durchschnittswert aus 2017-2019.

Laufwasserkraft kommt in Schwung

Die Stromerzeugung durch Erneuerbare war im Juni sehr gut. Fast der gesamte Juni konnte bilanziell zu 100 Prozent durch nachhaltigen Strom gedeckt werden. Den stärksten und wesentlichsten Anteil daran hatte die Laufwasserkraft. Die allgemein gute Stromproduktion führte auch dazu, dass Österreich im Juni vermehrt Strom exportieren konnte. Der Höchstwert lag dabei am 13. Juni bei 47 GWh.

Stromimport und -export zum Ausgleich von Überschüssen oder Engpässen ist aber nicht nur über Landesgrenzen hinweg von hoher Bedeutung. Auch innerhalb Österreichs findet ein reger Austausch zwischen den einzelnen Bundesländern und dem österreichweiten Stromnetz der APG statt. Wie wichtig das überregionale Stromnetz ist, sieht man im Juni z.B. am Bundesland Oberösterreich, durch die gute Laufwasserkraft wurde der im gesamten Bundesland überschüssige Strom in das überregionale APG-Netz eingespeist und somit österreichweit verteilt und nutzbar gemacht. Betrachtet man das Burgenland, so sieht man im Vergleich zu den Vormonaten (April 158 GWh, Mai 163 GWh), dass im Juni mit 55 GWh deutlich weniger Strom aus dem Bundesland ins APG-Netz eingespeist werden konnte. Das ist auf die geringe Windproduktion im Juni zurückzuführen. Trotzdem ist das Burgenland beständiger Stromexporteur innerhalb Österreichs.




Strompreis nach kurzer Stabilisierung erneut im Anstieg

Nachdem man vergangenes Monat geglaubt hat eine leichte Stabilisierung des Strompreises zu erkennen, sind die Preise erneut gestiegen. „Die Brennstoffpreise wie Kohle und Gas, aber vor allem die aktuellen CO2 Preise sind deutlich teurer geworden. Im Vergleich des monatlichen Spotpreises zum Juni des Vorjahres bedeutet das eine Preissteigerung von 180 Prozent“, hebt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand der APG als Grund für den erheblichen Anstieg hervor. In der wöchentlichen Betrachtung der Strompreisentwicklung ist der Sprung sogar noch höher. Der Preis lag in der letzten Juniwoche des Vorjahres bei rund 30 Euro pro Megawattstunde, heuer sind es rund 90 Euro pro Megawattstunde.

Redispatsch-Maßnahmen und EAG-Beschluss erfordern sofortiges handeln

Mit dem EAG-Beschluss ist der Ausbau der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten in der Höhe von 27 Terrawattstunden (TWh) vorgesehen. Das heißt eine Verdopplung der aktuell in Österreich installierten Kraftwerksleistung bis 2030. Diese erzeugte Strommenge erfordert jedoch ein starkes Stromnetz, ohne dass sie sonst nicht verteilt und flächendeckend nutzbar gemacht werden kann. „Bereits jetzt müssen wir fast täglich in das Stromsystem eingreifen, um Leitungsüberlastungen ausgleichen zu können. Für die sichere Stromversorgung in einer nachhaltigen Energiewelt sowie ein kundenzentriertes und hochqualitatives Gesamtsystem braucht es über das EAG hinausgehende Maßnahmen. Themenfelder wie die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren bei energiewirtschaftlichen Anlagen, der fehlende Schutz von Planungs- bzw. Bestandstrassen im Strombereich, fehlende energiewirtschaftliche Raumplanung, digitale Plattformtechnologien oder aber der Bedarf einer umfassenden Speicher- bzw. Wasserstoffstrategie müssen jetzt zügig auf den Weg gebracht werden“, macht Christiner deutlich.




Die aktuellen und notwendigen Eingriffe zur Stabilisierung des Stromsystems haben auch Auswirkungen auf die Stromkunden. Redispatch-Maßnahmen haben alleine heuer bereits Kosten in der Höhe von rund 50 Millionen Euro verursacht. Um die jetzigen und auch zukünftigen Anforderungen an das Stromsystem zu meistern, muss unmittelbar gehandelt werden. „Wenn bis 2030 der gesamte Strombedarf aus erneuerbaren Energien gedeckt werden soll, erfordert dies einen zeitgerechten und somit beschleunigten Ausbau der Strominfrastruktur. Zeitverzögerungen bei großen Anlagengenehmigungen wie zum Beispiel der Salzburgleitung in der Vergangenheit wären somit Vollbremsungen für die ambitionierten Ziele Österreichs und würden darüber hinaus weitere Kosten für den Stromkunden verursachen und die sichere Stromversorgung in der Transformation gefährden. Wir stehen vor dem größten Investitionsbedarf in der Geschichte der Energiewirtschaft. Alleine unser Investitionsplan VOR dem EAG sieht für 2021 Investitionen von rund 357 Millionen Euro, bis 2030 rund 3.1 Milliarden Euro vor, um die Energiewende und die Elektrifizierung von Wirtschaft und Industrie zu ermöglichen. Das sind schon jetzt Rekordsummen, die auf Basis des EAG´s neu geplant werden müssen.“, stellt Thomas Karall, kaufmännischer Vorstand der APG klar.

  

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Raiffeisen Research erhöht für Verbund die Empfehlung von Verkaufen auf Reduzieren - und das Kursziel von 44,0 auf 77,0 Euro.

durchschnittliches Kursziel: 65,78 Euro.

  

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Höhere Verbund-Prognose für 2021 - Weniger Eigenstrom im Halbjahr
Wasserkraft-Konzern profitierte von guten CO2-Preisen und Gas-Connect-Zukauf - Bis Juni insgesamt weniger Stromabsatz, aber mehr Abgabe an Endkunden

Nach einem guten ersten Halbjahr erhöht der Verbund-Stromkonzern seine Erwartungen für das operative Ergebnis und den Nettogewinn. Die Eigenstromerzeugung lag bis Juni zwar unter dem Vorjahr, man profitierte aber von höheren CO2-Preisen und auch von der Erstkonsolidierung der Gas Connect Austria (GCA). Der Stromabsatz des Konzerns war im Halbjahr etwas geringer, im Endkunden-Segment legte er jedoch zu.



Bis Juni steigerte der Konzern das EBITDA um 2,5 Prozent auf 655 Mio. Euro und das Konzernergebnis um 4,5 Prozent auf 325 Mio. Euro. Im Gesamtjahr 2021 sollen es 1,31 bis 1,41 Mrd. Euro beim EBITDA und 590 bis 660 Mio. Euro beim Nettogewinn sein, erklärte das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag.

Profitiert hat der zu 51 Prozent der Republik Österreich gehörende Stromkonzern bis Juni von weiter deutlich verbesserten energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen - vor allem deutlich erhöhten CO2-Zertifikatpreisen und höheren Preisen für Primärenergieträger. Letztere bestimmen die Großhandelspreise für Strom, erste sind für den Umstieg von CO2-intensiver Kohleverstromung zu CO2-ärmerer Gasverstromung entscheidend. Dem Wasserkrafterzeuger Verbund kommen diese Entwicklungen sehr entgegen.

Im ersten Halbjahr lag der Erzeugungskoeffizient der Verbund-Laufwasserkraftwerke mit 0,96 um 4 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt von 1,0 und um einen Prozentpunkt über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke sank wegen eines geringeren natürlichen Zulaufs und einem geringeren Wälzbetrieb um 16,0 Prozent. Somit sei die Stromerzeugung aus Wasserkraft im Jahresabstand um 430 Gigawattstunden (GWh) gesunken.



Die Verbund-Eigenerzeugung ging um 5,9 Prozent auf 15.223 GWh zurück. Dabei sank sie aus Wasserkraft um 2,9 Prozent auf 14.561 GWh. Aus Windkraft wurde mit 444 GWh um 13,8 Prozent weniger produziert, aus Wärmekraft mit 217 GWh um 67,9 Prozent weniger. Das Gas-Kombikraftwerk Mellach (GDK Mellach) erzeugte wegen eines geringeren Einsatzes für das Engpassmanagement um 125 GWh weniger Strom als im Vorjahresvergleich. Und das Fernheizkraftwerk Mellach (FHKW Mellach) kam kaum zum Einsatz, heißt es im Halbjahresbericht.

Das Aufkommen an PV-Strom war mit 1,0 (0,2) GWh weiter recht gering. Samt Fremdbezug, Handel und Vertrieb von 13.486 GWh (-10,0 Prozent) sowie kleineren Verlust- und Regelenergiemengen des Fremdbezugs betrug die Gesamtstromaufbringung 30.495 GWh, ein Rückgang von 7,5 Prozent.

Der gesamte Verbund-Stromabsatz war im Halbjahr mit 28.632 GWh um 7,5 Prozent geringer, jedoch wuchs er im Bereich der Endkunden um 4,3 Prozent auf 7.023 GWh an. Der Kundenstock betrug hier Ende Juni rund 523.000 Strom- und Gasabnehmer. Gegenüber Weiterverteilern sank der Absatz um 8,8 Prozent auf 13.100 GWh, an Händler sogar um 13,5 Prozent auf 8.510 GWh.



Nach Ländern entfiel vom Absatz mehr als die Hälfte (16.060 GWh, -5,0 Prozent) auf Österreich, gut ein Drittel auf Deutschland (10.110 GWh, -10,8 Prozent) und 2.083 GWh (-9,3 Prozent) auf Frankreich.

Positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten sich im Halbjahr deutlich höhere Spotmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom aus, während die Terminmarktpreise rückläufig waren. Der im Schnitt erzielte Absatzpreis aus der Wasserkraft-Eigenerzeugung stieg um 2,2 Euro auf 46,6 Euro pro Megawattstunde (MWh). Zudem resultierte ein positiver Ergebnisbeitrag aus der erstmaligen Vollkonsolidierung des Leitungsbetreibers Gas Connect Austria (GCA), dessen 51-Prozent-Mehrheit der Stromkonzern dem Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV abgekauft hatte; das Closing erfolgte per Ende Mai d.J.

Die Dividenden-Ausschüttungsquote für 2021 soll zwischen 45 und 55 Prozent des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses liegen, das aktuell zwischen rund 580 Mio. und 650 Mio. Euro erwartet wird, so der Verbund. Im Halbjahr betrug das bereinigte Konzernergebnis 315 Mio. Euro (+4,7 Prozent).

Der Personalstand des Verbund lag im Schnitt bei 3.011 (2.830), ein Plus von 6,4 Prozent.

  

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Verbund selbst:

VERBUND AG: Ergebnis Quartale 1-2/2021: Positive Ergebnisentwicklung aufgrund gestiegener Absatzpreise und Erstkonsolidierung der Gas Connect Austria GmbH
DGAP-News: VERBUND AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis/Prognoseänderung
29.07.2021 / 07:59
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Die Geschäftsentwicklung des Konzerns verlief in den Quartalen 1-2/2021 sehr zufriedenstellend. Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich weiter deutlich verbessert, vor allem die Preise für europäische CO2-Zertifikate, die für den Umstieg von CO2 intensiver Kohleverstromung zu CO2 ärmerer Gasverstromung entscheidend sind, und die Preise für Primärenergieträger, die den Großhandelspreis für Strom in Europa bestimmen, erhöhten sich im Berichtszeitraum deutlich. Die nachhaltige Positionierung des Konzerns über alle Segmente hinweg fügt sich nahtlos in die zunehmend ambitionierten Dekarbonisierungsziele des Energiesektors innerhalb der EU und Österreichs ein.

Diese positiven Entwicklungen im energiewirtschaftlichen Umfeld kommen dem Geschäftsmodell von VERBUND sehr entgegen. VERBUND ist in diesem Umfeld als Wasserkrafterzeuger mit einem steigenden Anteil an neuen Erneuerbaren bestens positioniert. So sieht unsere Strategie vor, dass 20 % bis 25 % der VERBUND-Stromerzeugung bis zum Jahr 2030 - zusätzlich zur Wasserkraft - aus neuen erneuerbaren Energiequellen in Europa stammen sollen. Das Erneuerbaren Ausbaugesetz, welches Anfang Juli 2021 im österreichischen Parlament verabschiedet wurde, sieht eine weitgehende Dekarbonisierung sowie Klimaneutralität bis 2040 vor und setzt damit die Rahmenbedingungen, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Neben den Aktivitäten im Bereich Strom- und Gasnetz, welche ebenfalls massiv ausgebaut werden müssen, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, sowie im Stromhandel und -vertrieb wird VERBUND neue Anwendungsfelder besetzen, die maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende in den kommenden Jahren beitragen. Das betrifft zum Beispiel die Entwicklung eines grünen Wasserstoffsystems, die Forcierung der Elektromobilität und die Entwicklung von Speichersystemen. Damit leistet VERBUND einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der österreichischen Klimastrategie.

Das VERBUND-Ergebnis entwickelte sich in den Quartalen 1-2/2021 sehr erfreulich. Das EBITDA konnte um 2,5 % auf 654,9 Mio. € gesteigert werden, das Konzernergebnis um 4,5 % auf 324,5 Mio. €. Das bereinigte Konzernergebnis stieg um 4,7 % auf 315,2 Mio. €. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 0,96 um 4 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt und um 1 Prozentpunkt über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke sank in den Quartalen 1-2/2021 bedingt durch einen geringeren natürlichen Zulauf und einen geringeren Wälzbetrieb deutlich um 16,0 %. Die Erzeugung aus Wasserkraft reduzierte sich somit im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode um 430 GWh. Positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten hingegen die deutlich gestiegenen Spotmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom. Die Terminmarktpreise waren im relevanten Betrachtungszeitraum hingegen rückläufig. Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis im Bereich der Eigenerzeugung aus Wasserkraft konnte somit um 2,2 €/MWh auf 46,6 €/MWh gesteigert werden. Ein positiver Ergebnisbeitrag resultierte darüber hinaus aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der Gas Connect Austria GmbH.

Der Kurs der VERBUND-Aktie erreichte mit 77,7 € per 30. Juni 2021 ein Plus von 11,2 %. Der Wert von VERBUND, gemessen an der Marktkapitalisierung, betrug damit am Ende des Quartals 2/2021 27,0 Mrd. €. Damit ist der Konzern mit Abstand die Nummer 1 im ATX und einer der größten Versorger in Europa. Das ist ein klares Zeichen dafür, dass der Kapitalmarkt die Strategie und die Positionierung des Konzerns positiv beurteilt.

Ergebnisausblick für 2021 angepasst
Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser- und Windkraft für die Quartale 3-4/2021 sowie der Chancen- und Risikolage wird für das Geschäftsjahr 2021 ein EBITDA zwischen rund 1.310 und 1.410 Mio. € und ein Konzernergebnis zwischen rund 590 und 660 Mio. € erwartet. Die geplante Ausschüttungsquote für 2021 liegt zwischen 45 und 55 % des um Einmaleffekte bereinigten Konzernergebnisses in Höhe von zwischen rund 580 Mio. € und 650 Mio. €.


Kennzahlen
Einheit Q1-2/2020 Q1-2/2021 Veränderung
Umsatzerlöse Mio. € 1.714,0 1.001,4 -41,6 %
EBITDA Mio. € 639,0 654,9 2,5 %
Operatives Ergebnis Mio. € 435,2 459,1 5,5 %
Konzernergebnis Mio. € 310,4 324,5 4,5 %
Ergebnis je Aktie € 0,89 0,93 4,5 %
EBIT-Marge % 25,4 45,8 -
EBITDA-Marge % 37,3 65,4 -
Cashflow aus operativer Tätigkeit Mio. € 584,6 426,4 -27,1 %
Free Cashflow vor Dividende Mio. € 319,7 -141,5 -
Free Cashflow nach Dividende Mio. € 268,1 -473,1 -
Performance der VERBUND-Aktie % -10,9 11,2 -
Nettoverschuldungsgrad % 32,1 38,3 -

  

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Generaldirektor Michael Strugl sprach am Donnerstag von einem "sehr erfreulichen" ersten Halbjahr. Man habe die Erzeugung gut vermarktet, dabei von höheren Spotmarktpreisen profitiert und Ergebnisse über Plan erzielt. In den nächsten drei Jahren werde man 2,3 Mrd. Euro investieren - für Netz, Wasserkraft, neue Erneuerbare. Der frühere 3-Jahres-Plan hatte ein Volumen von 1,8 Mrd. Euro, der jetzige könnte auch noch höher werden, sagte Strugl im Halbjahrespressegespräch.

Zu den 2,3 Mrd. Euro hinzu kämen noch Ausgaben für Flexibilitäts- und Speichermöglichkeiten. Bis 2025 investiere man über eine halbe Milliarde in Pumpspeicher zusätzlich, 480 Mio. Euro für Limberg III (Kaprun), 60 Mio. für Reißeck II+, um rasch Ausgleichs- und Regelenergie zur Verfügung zu haben. 280 Mio. Euro mache der Konzern in den nächsten sechs Jahren für Fischdurchgangshilfen locker.

Die Energiewende gebe es nicht zum Nulltarif. Man sehe sich als wesentlichen Treiber dabei, doch sei ein geeigneter Rahmen dafür nötig. Das gelte fürs Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG), zu dem Strugl - auch Präsident des E-Wirtschaft-Verbandes Oesterreichs Energie - noch Kritikpunkte hat, wie auch für die künftige Wasserstoff-Wirtschaft. Bei H2 dürfe Österreich nicht den Anschluss verlieren. Das sei ein Schlüssel für die Dekarbonisierung, verwies Strugl etwa auf das bereits seit 2019 bei der voestalpine laufende H2-Future-Elektrolyse-Pilotprojekt für eine CO2-ärmere Stahlproduktion. "Verbund ist Pionier in Österreich und Europa mit Wasserstoff-Projekten", dafür müsse man aber auch die Pipeline-Infrastruktur nutzen können. "Die Bedarfe an Wasserstoff werden wir in Österreich, in Europa, nicht erzeugen können, ein großer Teil wird zu wirtschaftlichen Kosten importiert werden müssen."

Die Herausforderungen für die Energiewende seien immens. Wolle man das Ziel von zusätzlich 27 Terawattstunden (TWh) Strom für eine bilanziell 100-prozentige Erneuerbaren-Versorgung erreichen, bedeute dies bei Wasserkraft jährlich 100 Megawatt (MW) Vergabevolumen, bei Photovoltaik 700 MW Ausschreibungsmenge im Jahr und bei Windkraft 400 MW Vergabevolumen im Jahr. Bis 2030 müssten in Österreich 17.000 MW an Leistung zusätzlich gebaut werden, "zum Vergleich: Wir beim Verbund haben 8.300 MW".

Das EAG sei ein guter Wurf, trotz einiger Wermutstropfen. Zu diesen zählte Strugl etwa zusätzliche Öko-Vorgaben für die Wasserkraft, Abschläge für Solar-Freiflächen oder das Fehlen einer Rechtsgrundlage für Preisklauseln bei Strom und Gas.

Da künftig wegen der vermehrt volatilen Erzeugung zusätzliche Flexibilitäten nötig sind, müssten diese Investments auch durch den Regulator bei der Verzinsung anerkannt werden, wie dies etwa in Italien bereits der Fall sei. Auch der Vorfall vom letzten Samstag, bei dem die Iberische Halbinsel zeitweise vom übrigen Europa getrennt war, zeige, dass das System vulnerabler geworden sei.

  

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Verbund will bei Großen mitspielen

Der heimische Stromkonzern schließt zu Europas mächtigsten Versorgern auf – und will weiter wachsen. Für seine grüne Expansion wird sich der Verbund wohl auch abseits von Österreich einkaufen.

Paywall:

https://www.diepresse.com/6014609/verbund-will-bei-grossen-mitspielen

  

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Barclays bestätigt für Verbund die Empfehlung Übergewichten - und erhöht das Kursziel von 80,0 auf 85,0 Euro. Nun das höchste aller Kursziele.

durchschnittliches Kursziel: 64,22 Euro.

  

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Thema #225882

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