RHI Magnesita hat 2018 gut verdient und verdoppelt die Dividende
Erstes volles Geschäftsjahr brachte deutliches Umsatzwachstum - 2019 Wachstumschancen auch durch Zukäufe

Die RHI Magnesita, die im Oktober 2017 aus dem Zusammenschluss des österreichischen Feuerfestprodukte-Herstellers RHI und der brasilianischen Magnesita hervorgegangen ist, hat in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr 2018 gut verdient und verdoppelt die Dividende auf 1,50 Euro je Aktie. Der Umsatz betrug 3,08 Mrd. Euro, der Vorsteuergewinn 246 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Der Umsatz stieg damit um ein Fünftel, wobei RHI Magnesita sowohl von Mengenwachstum als auch von gestiegenen Preisen profitierte. Die Integration der beiden Unternehmen habe bisher Synergiegewinne von 70 Mio. Euro gebracht und damit mehr als ursprünglich erwartet.

Auch für das laufende Jahr ist RHI Magnesita-Chef Stefan Borgas optimistisch. Trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten seien die Absatzmärkte mittelfristig robust. Der Umsatz werde organisch leicht wachsen, die Gewinnmarge sich zugleich dank weiterer Synergiegewinne und "Optimierungen" verbessern. Außerdem gebe es Wachstumschancen durch Zukäufe.

(Schluss) tsk/pro

  

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RHI sichert sich mit Zweitnotiz in Wien gegen Brexit ab
Konzern wechselt am Freitag vom "global market" in den EU-konformen "standard market" - Erstlisting in London bleibt bestehen

Der börsennotierte Feuerfestprodukte-Hersteller RHI wechselt am Freitag das Handelssegment in Wien - ab dem 29. März notiert die RHI im "standard market" und nicht mehr im "global market", bestätigten der Konzern und die Wiener Börse am Mittwoch. An der Börsennotiz in London soll sich nichts ändern. "Wir werden sicher als Erstlisting in London bleiben", sagte Unternehmenssprecherin Lisa Fuchs zur APA.

Beweggrund für das "Secondary Listing" sind die Unsicherheiten rund um den anstehenden EU-Austritt der Briten: "Wir wollen uns aufgrund der unsicheren Situation mit dem Brexit in London einfach nur absichern", sagte Fuchs. Den Aktionären der RHI solle kein Nachteil entstehen.

Mit dem Schritt der Notiz im Amtlichen Handel der Wiener Börse gehe das Unternehmen, das seinen Sitz in Wien hat, in einen offiziell regulierten Markt in der EU. Der "global market" erfüllt die Kriterien nicht. "Für die Anleger ändert sich nichts", sagte Börsensprecherin Julia Resch zur APA. Die RHI-Aktien seien in Wien weiterhin zwischen 9:00 und 17:30 Uhr fortlaufend handelbar. "Wir habe den Antrag der RHI erhalten und heute stattgegeben."

  

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RHI Magnesita zufrieden mit 2018 - Österreich-Standorte profitieren
Mehr Skepsis für 2019 - Dividende verdoppelt

Der in London und Wien börsennotierte Konzern RHI Magnesita blickt zufrieden auf das erste ganze Geschäftsjahr seit der Fusion des österreichischen Feuerfestkonzerns RHI mit dem brasilianischen Konkurrenten Magnesita im Herbst 2017 zurück. Der Umsatz legte stark zu auf gut drei Mrd. Euro, der Gewinn vor Steuern betrug 246 Mio. Euro, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Unternehmenschef Stefan Borgas sagte am Mittwoch zur APA zum abgelaufenen Geschäftsjahr: "Unsere Erwartungen sind in allen Fällen erreicht". Allerdings ergänzte er: "Ins neue Jahr schauen wir mit etwas mehr Skepsis". Die Nachfrage sei schon in den ersten Monaten "eher dünner". Bei den Kunden würden Lager abgebaut. Das sei ein weltweites Phänomen.

Im Vorjahr habe der Handelsstreit der USA mit China den weltweit tätigen Konzern nicht bremsen können, sagte Borgas. Vier Punkte seien herauszuheben in Bezug auf die Finanzen 2018. Das gute Umsatzwachstum, eine erheblich Ausweitung der Marge und damit der Profitabilität, der starke Cashflow und der Schuldenabbau. "Wir sind mit dem Schuldenabbau fertig", so Borgas. Aber "am stolzesten" sei er darauf, "dass es uns gelungen ist, die ehemaligen Erzfeinde zusammenzuschweißen zu einem Team, zu einer Firma".

Der Zusammenschluss der RHI mit dem brasilianischen Konkurrenten habe auch den Werken in Österreich genützt, betonte Borgas. "Radenthein/Trieben, Breitenau, Hochfilzen haben wirklich ein richtig gutes Jahr hinter sich, weil sie sehr eng verbunden sind mit dem Rest des Geschäftes weltweit". Insbesondere Breitenau habe davon profitiert, dass es in Südamerika nun einen großen Markt gibt, zu dem früher nie Zugang bestand. In Veitsch gebe es Produktionsprobleme, die vielleicht auch durch das große Wachstum sichtbar geworden seien. "Da sind wir dran". Leoben richte sich auf mehr Forschung statt nur Entwicklung aus. "Leoben wird das echte Forschungszentrum des Konzerns bei vielen Themen". Wien wiederum profitiere vom Umzug in ein neues Büro und ziehe damit viele Besucher an. In Summe rechnet Borgas an den österreichischen Standorten mit einem unveränderten Stand an Arbeitsplätzen "No news is good news", so Borgas dazu.

RHI Magnesita hat im ersten vollen Geschäftsjahr nach dem Zusammenschluss 3,08 Mrd. Euro Umsatz gemacht - Das war ein Anstieg um ein Fünftel zum errechneten vergleichbaren Umsatz 2017. Die Nettoverschuldung ging auf 638,9 Mio. Euro zurück - 15 Prozent weniger. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 246 Mio. Euro. Die Dividende verdoppelt sich von 0,75 auf 1,50 Euro je Aktie.

  

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RHI Magnesita prüft weiterhin Übernahme der türkischen Kumas
Bei makroökonomischer Entwicklung und bei Kunden-Endmärkten gibt es "einige Unsicherheiten" - Solide Handelsentwicklung in Q1 - Vorstand belässt Ausblick für 2019 unverändert

Der in London und Wien börsennotierte Feuerfestprodukte-Hersteller RHI Magnesita ist weiterhin an der türkischen Kumas Manyezit Sanayi AS interessiert und prüft eine potenzielle Übernahme. Im Februar hatte der Feuerfesthersteller über exklusive Verkaufsverhandlungen mit den Kumas-Eigentümern Yildiz Holding und Gözde Girisim berichtet.

Man werde "den Markt zu gegebener Zeit entsprechend informieren", teilte RHI Magnesita am Mittwoch in seinem Trading Update mit. Eine "solide Handelsperformance" im ersten Quartal macht den Feuerfesthersteller zuversichtlich für das Gesamtjahr. Bei der makroökonomischen Entwicklung und bei Kunden-Endmärkten gebe es hingegen "einige Unsicherheiten". Das RHI-Management will deswegen das Anlagenvolumen und die Produktionskosten genau im Blick behalten. Der Vorstand belässt den Ausblick für 2019 aber unverändert.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Stahl blieb im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal unverändert. Das Erlöswachstum in Nordamerika und Asien habe eine schwächere Absatzentwicklung in Europa und Südamerika ausgeglichen. Die Sparte Industrial Division hat sich laut dem Feuerfesthersteller im ersten Quartal "stark entwickelt" und die Dynamik des zweiten Halbjahres 2018 fortgesetzt. RHI Magnesita verzeichnete vor allem höhere Umsätze im Zementbereich in China und in Südamerika.

Der Ausblick von RHI Magnesita für die Rohstoffpreise bleibt weitgehend stabil. Der Konzern hat eine Preiserhöhung von 5 Prozent für das gesamte Produktportfolio angekündigt. Aufgrund der Vorlaufzeiten werde dies jedoch im Jahr 2019 nur begrenzte Auswirkungen haben. Der Feuerfesthersteller sieht sich auf Kurs, die Synergieziele von mindestens 90 Mio. Euro im Jahr 2019 und 110 Mio. Euro bis 2020 zu realisieren. Die österreichische RHI hat im Herbst 2017 mit dem brasilianischen Mitbewerber Magnesita fusioniert. RHI Magnesita beschäftigt weltweit rund 14.000 Mitarbeiter in 35 Werken und hat über 70 Vertriebsniederlassungen.

  

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RHI Magnesita Halbjahresergebnis 2019: robuste Performance trotz schwieriger Endmärkte

Wien/London (OTS) - RHI Magnesita, der weltweit führende Anbieter von Feuerfestprodukten, -serviceleistungen, -lösungen, legt heute seine Ergebnisse für das per 30. Juni 2019 abgeschlossene erste Halbjahr vor. „Ich freue mich, für das erste Halbjahr 2019 eine robuste finanzielle Performance bekannt geben zu können", erklärt Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita. „Trotz schwieriger Endmärkte konnten wir in unserer Industrial Division eine sehr starke Performance erzielen, die das etwas schwächere Ergebnis der Steel Division in einem anspruchsvolleren Marktumfeld ausglich.“

Die Unsicherheit auf den Stahlmärkte steigt. Die Ergebnisse spiegeln Volumenrückgänge und einen selektiven Marktanteilsverlust bei Stahl in Europa und Nordamerika wider, der teilweise auf den Abbau von Lagerbeständen bei Kunden nach einem starken Jahr 2018 zurückzuführen ist. „Vor diesem Hintergrund haben sich unsere geografische und marktbezogene Diversifizierung sowie die Stärke unserer operativen Plattform als vorteilhaft erwiesen. So konnten diese Herausforderungen bisher durch unsere strategischen Initiativen ausgeglichen werden. Dies beinhaltet die Vorteile unserer Wachstumsstrategien, insbesondere in der Industriedivision und in ganz Asien, sowie unsere Fähigkeit, Preiserhöhungen durchzusetzen“, so Borgas.
Die Wachstumsmärkte entwickeln sich weiterhin stark. In China konnte sich RHI Magnesita den ersten großen Auftrag für eine Gesamtlösung sichern und ein Umsatzwachstum von 17% erzielen. Der Umsatz in Indien stieg um 16%.
Das Unternehmen verzeichnete trotz eines weniger unterstützenden Rohstoffumfeldes eine gute Margenentwicklung.
Der erwartete zusätzliche Synergieeffekt für 2019 in Höhe von 20 Mio. € wird voraussichtlich erreicht werden. Die Verbesserungspläne zum Teilausgleich des operativen Minus von 40 Mio. € im Jahr 2018 in vier Werken im Ausmaß von 20 Mio. € entwickeln sich erwartungsgemäß. Die Ausweitung des Working Capital im ersten Halbjahr 2019 dürfte bis zum Jahresende teilweise ausgeglichen werden.

Finanz-Highlights
Der Umsatz betrug 1.541 Mio. € und lag damit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,2% höher (H1 2018: 1.508 Mio. €). Gründe waren die Stärke des US-Dollars und eine starke Performance der Industrial Division, die mit einer schwächeren Performance der Steel Division einherging.
Das bereinigte EBITA stieg aufgrund der anhaltenden Realisierung von Synergien (10 Mio. € in H1 2019) und der Stärke der Industrial Division um 12,3% auf 234 Mio. € (H1 2018: 209 Mio. €).
Die bereinigte EBITA-Marge stieg im Einklang mit unserer Strategie auf 15,2% (H1 2018: 13,8%); dies entspricht einer Erhöhung um 140 Bp. gegenüber dem Vorjahr.
Dem operativen Free Cashflow von 129 Mio. € (H1 2018: 136 Mio. €) infolge des Anstiegs des EBITA stand ein Working-Capital-Abfluss von 118 Mio. € gegenüber, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten.
Die starke Finanzposition mit einer Nettoverschuldung von 1,1x EBITDA (GJ 2018: 1,2x) konnte nach abschließenden Zahlungen von 45 Mio. € für die Akquisition von Magnesita und 58 Mio. € im Zusammenhang mit den Anforderungen von IFRS 16 (Bilanzierung von Leasingverhältnissen) aufrechterhalten werden.
Im Einklang mit der progressiven Dividendenpolitik des Boards wurde eine Zwischendividende von 0,50 € je Aktie angekündigt.

Ausblick
Für das zweite Halbjahr 2019 erwartet RHI Magnesita, dass die Unsicherheit der Märkte anhält, was – einhergehend mit einer schlechten Visibilität – zu einer weiteren Reduzierung der Kundenlagerbestände führen kann. „Die Selbsthilfemaßnahmen, die uns zur Verfügung stehen, die ersten Erfolge unseres im April angekündigten Preiserhöhungsprogramms und die Dynamik unserer Industrial Division untermauern jedoch unser Vertrauen in weitere Fortschritte. Insgesamt hat sich daher an den Erwartungen der Geschäftsleitung für das operative Ergebnis des Geschäftsjahres nichts geändert“, so Borgas.

  

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Hoppla zuerst überlesen, hervorhebenswert:

Im Einklang mit der progressiven Dividendenpolitik des Boards wurde eine Zwischendividende von 0,50 € je Aktie angekündigt.

  

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RHI Magnesita investiert über 40 Mio. Euro in Zukunftsprojekt „Dolomite Resource Center Europe”
Weltmarktführer sichert mit innovativer Produktion hochqualifizierte Arbeitsplätze in Tirol

Wien/Hochfilzen (OTS) - RHI Magnesita, der Weltmarkführer für Feuerfestprodukte und -lösungen, investiert mehr als 40 Mio. Euro in die Errichtung des neuen Dolomite Resource Center Europe – die größte Investition, die das Unternehmen in den letzten 30 Jahren in Österreich getätigt hat. Am Standort Hochfilzen in Tirol wird künftig Dolomit für den gesamten europäischen Markt abgebaut, weiterverarbeitet und per Bahn zu Schwesterwerken nach Frankreich transportiert. Mit dem Projekt läutet das Unternehmen die Zukunft der Feuerfestindustrie in Tirol ein und sichert langfristig hochspezialisierte Arbeitsplätze in der Region. Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Seine Exzellenz der Botschafter der Republik Frankreich in Österreich François Saint-Paul gaben gemeinsam mit Dr. Herbert Cordt, Chairman RHI Magnesita, beim Spatenstich am Werksgelände den Startschuss für das Investitionsprojekt.

Investition in die Zukunft des Standorts Hochfilzen
Dr. Herbert Cordt, Chairman RHI Magnesita, untermauerte im Rahmen der Pressekonferenz: „Es ist kein Zufall, dass sich RHI Magnesita dafür entschieden hat, umfassend in den Standort Hochfilzen zu investieren. Unser 20-köpfiges Entwicklungsteam hat erstklassige Arbeit bei der Suche nach einem perfekten Standort für unser Dolomite Resource Center Europe geleistet. In Hochfilzen sind wir fündig geworden, weil die Qualität des Dolomits hier hervorragend ist. Um den Rohstoff zur Verarbeitung und anschließend in die Welt hinausschicken zu können, haben wir beschlossen, zusätzlich in ein nachhaltiges Transportsystem zu investieren.“

Landeshauptmann Günther Platter betont die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort Tirol: „Es freut mich, dass sich RHI Magnesita entschlossen hat, eine derart große Investition in Tirol zu planen. Immer wieder hört und liest man von der Abwanderung großer Unternehmen. Daher ist es beachtlich, dass RHI Magnesita ein so deutliches Zeichen für die Standortsicherung in Tirol abgibt.“ Platter weist besonders auf die Vorteile für die Region hin: „Das Unternehmen profitiert von den Investitionen des Landes in Infrastruktur und Breitbandausbau, die Bevölkerung profitiert von der Arbeitsplatzsicherung.“

Dolomite Resource Center Europe: Beste Qualität aus Österreich für Europa
Schon bisher baute RHI Magnesita in Hochfilzen, am nahegelegenen Schipfl, Rohstoffe ab. Der Schwerpunkt lag bisher allerdings nicht auf Dolomit. Nun wird der Traditionsstandort zum Innovationsstandort. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort haben gemeinsam mit dem globalen Team der unternehmensinternen Forschung & Entwicklung Probebohrungen und Gesteinsanalysen durchgeführt. Die hohe Qualität des Hochfilzener Dolomits konnte bestätigt werden und gab den Ausschlag, ab 2021 diesen Rohstoff verstärkt in Hochfilzen abzubauen. Durch die Investition in bestehende und neue Anlagen wird Hochfilzen auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Digitalisierte Abläufe und die Nutzung künstlicher Intelligenz und Big Data machen das Unternehmen zukunftsfit und attraktiv für junge Talente, die ihre Skills in der Industrie zur Geltung bringen möchten. Für den Standort Hochfilzen bedeutet das eine langfristige Absicherung moderner Arbeitsplätze.

Der Großteil der Investition, nämlich rund 40 Mio. Euro, fließt in die Errichtung eines hochmodernen Drehrohrofens auf dem Werksgelände. Mit dessen Hilfe wird der abgebaute und zerkleinerte Dolomit bei 1.800 Grad gebrannt. Dieser Prozess macht den Rohstoff zu einem feuerfesten Produkt namens Sinterdolomit. Ab 2021 werden 100.000 Tonnen

Sinterdolomit pro Jahr in Hochfilzen produziert und anschließend mit der Bahn nach Frankreich transportiert und weiterverarbeitet. Von dort aus versorgt RHI Magnesita den gesamten Kontinent mit seinen hochqualitativen Dolomitprodukten.

Project Railway: Für Nachhaltigkeit & Verkehrsentlastung
Um den Transport der Feuerfestmaterialien in Zukunft verträglicher für Umfeld und Umwelt zu machen, investiert RHI Magnesita weitere 1,3 Mio. Euro in die Umrüstung von LKW auf die Schiene. Cordt beschreibt den Hintergrund der verkehrsberuhigenden Maßnahme: „Dieser Schritt in Richtung Nachhaltigkeit soll auch zeigen, dass wir Verantwortung für die Gemeinden übernehmen, in denen wir angesiedelt sind. Wir sehen uns als Teil der Gesellschaft und haben daher auch unseren Beitrag zu leisten. Das gilt nicht nur in Hochfilzen, sondern entspricht unserer globalen Unternehmensphilosophie.“ Konkret wird der Sinterdolomit aus Hochfilzen mit der Bahn nach Frankreich befördert und dort in den Schwesterwerken in Flaumont und Valenciennes weiterverarbeitet. Dort werden rund 40 verschiedenen hochwertige Dolomitprodukte hergestellt.

Der französische Botschafter in Österreich, Seine Exzellenz François Saint-Paul unterstreicht die hervorragende Kooperation zwischen Frankreich und Österreich: „Ich freue mich, dass RHI Magnesita die Hauts de France ausgewählt hat, um hier essentielle Produkte für die gesamte europäische Stahlindustrie herzustellen. Die Eisenbahnverbindung zwischen dem Werk in Tirol und den Standorten in Frankreich ist nicht nur aus ökologischer Sicht ein wichtiges Signal. Sie ist auch ein Symbol für die Verbundenheit zwischen unseren beiden Ländern.“

Nicht nur mit dem Bahntransport des Sinterdolomit in Richtung Frankreich sorgt RHI Magnesita für eine Reduktion des LKW-Aufkommens. Auch der Transport des Rohstoffs vom Abbauort am Schipfl ins Werk nach Hochfilzen trägt künftig zur Reduktion des Schwerverkehrs bei. Dieser Transport erfolgt dann unterirdisch durch einen rund 1.000 Meter langen Förderstollen. Das bedeutet eine deutliche Verringerung des Lärm- und Verkehrsaufkommens für die Bewohnerinnen und Bewohner von Hochfilzen und den umliegenden Gemeinden. RHI Magnesita reduziert durch diese beiden Transportneuerungen das LKW-Aufkommen ab 2020 von bis zu 12.000 Fahrten pro Jahr auf maximal 9.500. Nach der Fertigstellung des Gesamtprojekts Ende 2023 soll die Anzahl der LKWs pro Jahr nur mehr 5.000 betragen.

Cordt schloss die Pressekonferenz mit Dankesworten: „Ich möchte mich sowohl beim Landeshauptmann als auch beim Botschafter herzlich für die gute Zusammenarbeit und für die gemeinsame Feier des heutigen Tags bedanken. Und mein großer Dank gilt nicht zuletzt dem gesamten Projektteam von RHI Magnesita, das schon bisher mit vollem Einsatz an der Konzeption gearbeitet hat. Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg bei der Umsetzung und gebe hiermit den Startschuss für die Realisierung des Dolomite Resource Center Europe.“

  

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RHI Magnesita baut bis Sommer weitere 100 Stellen in Trieben ab
Derzeit noch 120 Mitarbeiter - Bis Sommer soll Mitarbeiterstand auf 20 reduziert werden

Der Feuerfest-Konzern RHI Magnesita baut am Standort Trieben bis zum Sommer weitere 100 Mitarbeiter ab. Übrig bleiben damit am Beginn des dritten Quartals 2020 von derzeit 120 Mitarbeitern nur noch 20 Mitarbeiter. Anfang 2019 waren es noch 230 Beschäftigte. Das Unternehmen bestätigte der APA einen entsprechenden Bericht der "Kleinen Zeitung" (Donnerstagausgabe).

Bisher war der Standort in Trieben für die Stein- und die Rohstoffproduktion zuständig. 2018 wurde bekannt, dass die Feuerfest-Steinproduktion an andere Standorte verlegt werde, darunter Radenthein in Kärnten. Den Mitarbeitern wurde laut RHI Magnesita eine Möglichkeit zum Standortwechsel angeboten. Das Unternehmen arbeite derzeit auch an der Standortentwicklung. "Wir versuchen zu ermitteln, welches Potenzial in unseren Flächen und Maschinen für zukünftige Unternehmen stecken könnte", so eine Unternehmenssprecherin gegenüber der APA.

RHI Magnesita ist laut eigenen Angaben der Weltmarktführer bei Feuerfestprodukten, -systemen und -serviceleistungen. Der Konzern beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter in 35 Produktionswerken und rund 70 Vertriebsstandorten. In der Steiermark sind neben Trieben auch Veitsch, Breitenau und Leoben Standorte des Unternehmens.

  

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Coronavirus - RHI Magnesita: China-Werke großteils im Normalbetrieb
Teilbetrieb in Chizhou - "Keine gröberen Auswirkungen auf Bestellungen" - Nicht dringende Reisen wurden verschoben

Der Feuerfestkonzern RHI Magnesita spürt die Auswirkungen des Coronavirus in seinen Werken in China nur gedämpft. In Chizhou, wo ein Dolomitwerk betrieben wird, gebe es einen Teilbetrieb, die anderen Werke im Land arbeiten normal, sagte eine Sprecherin am Montag auf Anfrage der APA. "Wir gehen davon aus, dass es auf die Bestellungen keine gröberen Auswirkungen gibt", so die Sprecherin.
RHI Magnesita habe eine Coronavirus-Task-Force eingerichtet, die in täglichen Meetings über operative Maßnahmen beratschlage. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen würden täglich mit relevanten Informationen versorgt. Auch würden vor Ort in China verstärkte Gesundheitsmaßnahmen getroffen. Nicht dringende Reisen wurden verschoben. Zudem habe RHI Magnesita 1 Million Yuan (rund 130.000 Euro) an die Wuhan Charity Federation gespendet.

  

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RHI-Stellenabbau: Unternehmen sucht Nachnutzungslösung in Trieben
Mitarbeitern wurde Wechsel zu anderen steirischen Standorten angeboten - Projektteam für nachhaltige Standortentwicklung zusammengestellt

Vor wenigen Wochen hatte die RHI Magnesita angekündigt, bis Juli 100 der aktuell 120 Mitarbeiter am Produktionsstandort im obersteirischen Trieben abzubauen. Keiner der betroffenen Mitarbeiter habe das Angebot, an einen anderen steirischen Standort zu wechseln, angenommen, hieß es am Dienstag vonseiten des Unternehmens. Ein Sozialplan wurde ausgehandelt, nun werden Lösungen zur Nachnutzung gesucht.

Bisher war der Standort in Trieben für die Stein- und die Rohstoffproduktion zuständig. 2018 wurde bekannt, dass die Steinproduktion an andere Standorte verlegt werde, darunter Radenthein in Kärnten. Von den derzeit 120 Mitarbeitern werden im Juli nur noch 20 Mitarbeiter am Standort in Trieben arbeiten. Den Beschäftigten wurde laut einer Unternehmenssprecherin angeboten, an andere Standorte der RHI Magnesita in der Steiermark (Breitenau, Veitsch und Leoben) zu wechseln. Diese sind in etwa 40 Minuten vom jetzigen Standort entfernt, das Angebot habe aber keiner der Mitarbeiter angenommen.

Der Bürgermeister von Trieben, Helmut Schöttl (SPÖ) und Konzernchef Stefan Borgas haben sich am Montag getroffen, um Maßnahmen für Mitarbeiter und die frei werdende Fläche und Infrastruktur zu diskutieren. "Für die Gemeinde ist es das Wesentlichste, dass die Menschen, die ihre Stelle verlieren, sozial abgesichert werden", hielt Bürgermeister Schöttl gegenüber der APA fest. Ebenfalls sei die Nachnutzung der Fläche für die Gemeinde wichtig. In beiden Punkten seien ihm Zustimmung und Hilfe vonseiten der RHI Magnesita zugesichert worden.

Der Frage, was mit der Fläche und der Infrastruktur am Standort geschieht, widmet sich ein Projektteam. "Die Flächen und die Infrastruktur sind für andere Unternehmen gut geeignet. Gemeinsam mit dem Bürgermeister, dem Land Steiermark und der Industriellenvereinigung arbeiten wir daran, dass sich wieder Betriebe ansiedeln, die dann auch Arbeitsplätze schaffen", hielt CEO Borgas in einer Aussendung am Dienstag fest. In dem Projektteam wird auch ein Gemeindevertreter sitzen, um die Perspektive der Bevölkerung einzubringen.

Die lokalen Vereine, die bisher von RHI Magnesita gesponsert wurden, sollen noch für das restliche Jahr 2020 weiterfinanziert werden. Danach müsse man über weitere Zahlungen verhandeln, hieß es von einer Unternehmenssprecherin. RHI Magnesita ist laut eigenen Angaben der Weltmarktführer bei Feuerfestprodukten, -systemen und -serviceleistungen. Der Konzern beschäftigt rund 14.000 Mitarbeiter in 35 Produktionswerken und rund 70 Vertriebsstandorten.

  

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RHIMagnesita wird den Standort nicht komplett schliessen. Grund sind die Altlasten, die Sanierung kostet zweistellige Millionenbeträge. Da betreibt man das Werk lieber weiter auf Sparflamme. Niemand wird das Gelände ohne Nachnutzung weiterbetreiben.

  

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RHI Magnesita mit starkem Umsatz- und Gewinnrückgang zum Halbjahr
Feuerfestkonzern von Coronakrise stark getroffen - Jedoch zweistellige operative Margen und positiver operativer Cashflow - Spar- und Optimierungspläne laufen weiter

Der börsennotierte österreichisch-brasilianische Feuerfestkonzern RHI Magnesita ist im ersten Halbjahr von der Coronakrise stark getroffen worden. Der Umsatz sank um 22,7 Prozent auf 1,171 Mrd. Euro, und das operative Ergebnis (EBITA) halbierte sich beinahe auf 133 Mio. Euro (-45 Prozent). Auch im dritten Quartal werde das Aktivitätsniveau verhalten bleiben, erklärte das Unternehmen am Mittwoch.

Bei der Strategie bleibe man auf Kurs. So laufe die Produktionsoptimierung nach Plan. Und man habe eine Reihe von Initiativen zur Verbesserung der Kosteneffizienz erweitert. Dadurch werde man das Produktionsnetzwerk weiter festigen und die Rentabilität sowohl im zweiten Halbjahr als auch darüber hinaus unterstützen, erklärte der Konzern mit weltweit rund 13.000 Mitarbeitern an 35 Hauptproduktionsstandorten.

Die langfristigen wirtschaftlichen Covid-19-Effekte würden weiter ungewiss bleiben, man ergreife aber Maßnahmen, um auch länger mit einer gedämpften Nachfrage umgehen zu können. "Mit einer beträchtlichen Finanzkraft ist RHI Magnesita gut gerüstet, um Wachstumschancen zu nutzen, wenn sich Märkte verbessern", wird betont. Dazu wird etwa auf die Liquidität von 1,1 Mrd. Euro verwiesen und auf die mit 666 Mio. Euro stabile Nettoverschuldung (erstes Halbjahr 2019: 669 Mio. Euro, Gesamtjahr 2019: 650 Mio. Euro). Der operative Free Cashflow wird mit 93 (129) Mio. Euro beziffert.

Die EBITA-Performance sei mit 11,4 Prozent robust, freilich liegt sie um 470 Basispunkte unter Vorjahr. Die Feuerfest-Marge sei lediglich von 9,5 auf 9,1 Prozent zurückgegangen. Trotz weiter gesunkener Rohstoffpreise habe die Rückwärtsintegration des Konzerns 2,3 Prozentpunkte zur bereinigten EBITA-Marge beigetragen, das entspreche etwa 27 Mio. Euro des EBITA. Und daran lasse sich auch der Wert des integrierten Geschäftsmodells der Gruppe ablesen.

Mit dem 2019 kommunizierten Produktionsoptimierungsplan bleibe man auf Kurs, demzufolge soll das EBITA bis 2022 ja um 40 Mio. Euro verbessert werden können. Bis Juni zählte zu den Maßnahmen die Schließung der Werke in Trieben (Steiermark) und Hagen (Deutschland). Man könne die Optimierungen durch das Programm steigern, ist man überzeugt.

Der währungsbereinigte Umsatzrückgang von 22,7 Prozent spiegle die Covid-19-Effekte auf die Kundennachfrage wider. Dabei gingen laut RHI Magnesita der Stahlumsatz um 22,4 Prozent und der Industrieumsatz um 23,5 Prozent zurück.

Auf das durch Covid-19 herausfordernde Umfeld habe man mit sicheren Arbeitsbedingungen und der Aufrechterhaltung von Liquidität, Produktion und Lieferketten schnell reagiert. Neben Cash-Einsparungen und reduzierten Investitionen zähle dazu auch das Aussetzen der Dividende, wird erinnert. Im zweiten Quartal habe man die Fixkosten um 25 Mio. Euro gesenkt, ähnliche Einsparungen würden im zweiten Halbjahr erwartet.

Über die kurzfristigen Maßnahmen hinaus wolle man durch eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl bei Vertrieb und Verwaltung zusätzlich 10 Mio. Euro heuer und 30 Mio. Euro 2021 einsparen. Dabei würden 30 Mio. Euro Abfindungskosten anfallen, 4,8 Mio. Euro davon bereits im ersten Halbjahr 2020. Diese Sparmaßnahmen umfassen wie bereits bekannt auch eine Kostenreduzierung in den obersten drei Managementebenen um 20 Prozent.

Die Bedingungen bis zum zweiten Quartal hätten mit den Covid-19-Planungsannahmen des Konzerns übereingestimmt. Im dritten Quartal bleibe das Aktivitätsniveau verhalten, danach sei nur noch eine eingeschränkte Visibilität gegeben, heißt es im Ausblick. Ungeachtet des kurzfristigen Drucks von Covid-19 setze man die Nachhaltigkeitsagenda fort - mit dem Ziel, die spezifischen CO2-Emissionen pro Tonne bis zum Jahr 2025 um 15 Prozent zu senken.

  

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RHI selbst:

RHI Magnesita Half Year Results 2020: Resilient performance in tough market conditions

Vienna/London (OTS) - RHI Magnesita, the leading global supplier of refractory products, systems and services, today announces its results for the six months ended June 30, 2020. The company responded swiftly to a very challenging environment due to the COVID-19 crisis. Safe working conditions were established and liquidity, production and supply chains were maintained. “Conditions in our key markets have been consistent with the assumptions made for our COVID-19 scenario planning work and we have reacted quickly to reduced demand by taking prudent measures to preserve cash and manage costs,” says Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita.

“The response of colleagues across the business to the COVID-19 crisis has been outstanding. As a result of everyone’s efforts, RHI Magnesita has been able to establish safe working conditions, and maintain its production capabilities and supply chains to serve our customers throughout this challenging period,” explains Borgas.
Prudent measures were quickly taken to preserve cash, including reduced capex and dividend suspension. “Whilst revenues and profits are down materially in the first half of this year, the Group has maintained double digit operating margins and positive operating cash flow,” says Borgas.
Activity levels are likely to remain subdued in Q3, with limited visibility into Q4. The strategy of RHI Magnesita remains on track and we have extended a number of our key initiatives to further improve, for the longer term, our overall cost effectiveness. These initiatives, reducing SG&A and further consolidating our production network, will support the profitability in both H2 2020 and beyond.
The long-term economic impact of COVID-19 remains uncertain. However, the business is taking appropriate actions to ensure it is able to manage effectively through an extended period of subdued demand. With significant financial strength, RHI Magnesita is well equipped to take advantage of growth opportunities when markets improve and will exit this period of disruption with positive strategic momentum.
Short term cost savings measures were executed successfully by reducing selling and administrative costs by €25 million in Q2 2020, with a similar level of savings expected in H2 2020.
The strategy remains further on track with key initiatives extended to further improve cost effectiveness:
Production Optimisation Plan is on track, and opportunities to expand the scope have been identified.
Additional SG&A run-rate savings were identified of €10 million in 2020 and €30 million in 2021.
Internal raw material sourcing has been reviewed to maximise quality and cost advantage.
Financial Highlights
Revenue decreased by 22.7% at constant currency, reflecting the impact of COVID-19 on customer demand
Steel revenue decreased by 22.4%
Industrial revenue decreased by 23.5%
Robust adjusted EBITA margin performance of 11.4%
Refractory margin of 9.1% in H1 2020 (H1 2019 9.5%)
2.3% margin contribution from backward integration, despite further falls in raw material prices
Positive operating free cash flow of €93 million (H1 2019 €129 million)
Stable net debt of €666 million (H1 2019: €669 million and FY 2019: €650 million) and strong financial position with liquidity of €1.1 billion
Outlook
Conditions through Q2 have been consistent with the Group’s COVID-19 planning assumptions and activity levels expected to remain subdued into Q3, with limited visibility thereafter. The strategy remains unchanged with appropriate actions implemented to ensure that the business can manage effectively through an extended period of subdued demand. While efficiency initiatives will support profitability in H2 and beyond, the strong financial position ensures that the Group is well equipped to take advantage of growth opportunities when markets improve.

  

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RHI Magnesita kürzt trotz Corona-Dämpfer die Investitionen nicht
Aber Sparkurs bleibt - Konzern mit 13.000 Beschäftigten baut weltweit 540 Mitarbeiter ab - Stärkung von Standorten in Österreich - Feuerfestkonzern mit weniger Umsatz und Gewinn im Halbjahr

Trotz herber Umsatz- und Ergebnisrückgänge durch die Coronakrise macht der börsennotierte Feuerfestkonzern RHI Magnesita keine Abstriche bei seinen Investitionen, im Gegenteil. Die Kostensenkungen laufen weiter, wodurch weltweit 540 Mitarbeiter abgebaut werden, davon 450 heuer. In Österreich hält man nach Schließung des Werks Trieben (Steiermark) weiter bei 1.800, global sind es rund 13.000.

An Investitionen hat man heuer im Konzern 150 Mio. Euro vor, ähnlich viel wie 2019, sagte CEO Stefan Borgas am Mittwoch im APA-Gespräch. 2021 würden es sogar deutlich über 200 Mio. Euro sein. Man reduziere die Investitionen nicht, sondern versuche sie antizyklisch zu tätigen. Ein Aufschub für Investments, wie man sie an der Spitze des Lockdowns im Ausmaß von 45 Mio. Euro gesehen habe, sei angesichts der abgesicherten Liquidität und der hohen Profitabilität auch bei geringeren Umsätzen nicht erforderlich, so Borgas.

Auch in Österreich laufen Investitionen, etwa die bekannten 40 Mio. Euro für den Dolomit-Abbau in Hochfilzen (Tirol) und 50 Mio. Euro für das modernste Feuerfest-Werk der Welt in Radenthein (Kärnten) für 50 Mio. Euro, wie dies Anfang Juni kommuniziert wurde - und davor bei Veitsch in der Steiermark, wie der CEO erinnerte.

Solchen Werksausbauten bzw. -modernisierungen stehen andererseits weltweit Standortschließungen gegenüber, wie etwa in Trieben oder auch im deutschen Hagen. Derartige Maßnahmen im Produktionsnetzwerk des Konzerns könnten künftig auch noch weitergehen, um andere Standorte zu stärken, darunter Hochfilzen und Radenthein. Kurzarbeit spiele im Konzern fast keine Rolle, insgesamt seien nur 700 Leute nicht Vollzeit tätig, davon circa 200 in Österreich.

In Vertrieb und Verwaltung sehe man für 2021 ein Einsparungspotenzial von 30 Mio. Euro, nach 10 Mio. Euro heuer. Man benötige etwa auch weniger Führungsebenen, was auch raschere Entscheidungen ermögliche. Das Potenzial habe man noch einer Durchforstung des Konzerns unter vier Gesichtspunkten festgestellt: Bis die Nachfrage wieder Vorkrisenniveau erreiche, könnte es ein, zwei oder drei Jahre dauern; die weltweiten Handelsströme regionalisieren sich; die Volatilität wird generell zunehmen; und die Bedeutung der Digitalisierung wird zunehmen.

Auch auf dem momentan spürbar tieferen Aktivitätsniveau sei der RHI-Magnesita-Konzern deutlich resistent gegen die Krise, durch die gute Liquidität und die stabile Nettoverschuldung. Die Liquidität lag zuletzt bei 1,1 Mrd. Euro, Nettoverschuldung betrug Ende Juni 666 Mio. Euro (vor einem Jahr: 669 Mio. Euro, Ende 2019: 650 Mio. Euro). Die Cash-Conversion-Rate, eine Erfolgsgröße des Verhältnisses von Cashflow und Nettogewinn, liege bei 70 Prozent.

Mit einer beträchtlichen Finanzkraft sei RHI Magnesita gut gerüstet, um Wachstumschancen zu nutzen, wenn sich Märkte verbessern: "Duch die Resilienz sind wir für weitere Akquisitionen offen", so der CEO. Derzeit würden Mitbewerber eher darüber nachdenken, ob sie sich nicht vielleicht in die RHI Magnesita hineinkommen, also sich mit ihr zusammenschließen sollten. Es gebe zwar nichts in der Pipeline, die Zahl solcher Gespräche sei aber gestiegen.

Heuer bis Juni sank der RHI-Magnesita-Umsatz währungsbereinigt aufgrund der Covid-19-bedingt geringeren Kundennachfrage um 22,7 Prozent auf 1,171 Mrd. Euro. Dabei ging der Stahlumsatz um 22,4 Prozent und der Industrieumsatz um 23,5 Prozent zurück. Das operative Ergebnis (EBITA) halbierte sich auf 133 Mio. Euro (-45 Prozent). Mit dem 2019 kommunizierten Produktionsoptimierungsplan bleibe man auf Kurs, hieß es am Mittwoch im Halbjahresbericht. Demzufolge soll das EBITA bis 2022 ja um 40 Mio. Euro verbessert werden können.

Auch im dritten Quartal werde das Aktivitätsniveau verhalten bleiben. Der Juli sei noch nicht besser als der Juni gewesen, so Borgas. August und September würden wohl zwar etwas besser, aber ohne große Sprünge. Das vierte Quartal sollte nochmals etwas besser werden, aber noch nicht vergleichbar mit dem Vorjahr; man werde noch etwas an den Lockdown-Folgen zu knabbern haben, auch ohne eine allfällige zweite Corona-Welle.

Aus Brasilien berichtete der Chef des österreichisch-brasilianischen Feuerfest-Konzerns, dass die Stahlindustrie dort wieder stark angesprungen ist und ihre Produktion kräftig hochgefahren hat - begünstigt durch die Abschwächung der Landeswährung Real. "Dadurch hat die Stahlindustrie Brasiliens stark an Wettbewerbsstärke gewonnen", wovon auch RHI Magnesita profitiert, so Borgas: "In Brasilien macht die Stahlindustrie zwei Drittel unserer Kunden aus."

  

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RHI Magnesita: Q3 2020 Trading Update

Continued resilience and improving customer outlook; Production Optimisation Plan extended; FY guidance and interim dividend re-instated

Wien (OTS) - RHI Magnesita (LSE: RHIM), the leading global supplier of refractory products, systems and solutions, today provides an update on trading for the three months to 30 September 2020 (‘Q3’) and the strategic cost measures being taken to ensure the long-term success of the Group.

Q3 Trading
Consistent with expectations at the half year results on 5 August 2020, Q3 trading was similar to Q2 reflecting continued stability in our markets during what is seasonally a quieter period in July and August. Encouragingly, the order book improved steadily but still slowly through the period. With the exception of the Industrial Projects business, we now have stronger visibility to the beginning of 2021.

Within the Steel Division, North America and South America started to see signs of recovery in Q3. Europe and India continued to reflect the slower rate of recovery in the steel industry in both regions. Activity levels improved further in China, although from a low base.

The Industrial Division remained subdued. While Q3 is a seasonally quieter period for the Cement/Lime segment, it was further impacted by customers delaying orders. We continue to expect to see modest seasonal improvements in Q4. The projects business experienced further postponements, as customers delay capital projects, and will not see the peak levels experienced in 2019.

Raw material prices fell slightly in July and August and improved in September. The Group continues to derive a solid margin from its backward integration, with a 2.3% Adjusted EBITA margin contribution in Q3 2020, unchanged from the H1 2020 results.

As previously announced, the Group expects to realise €50 million of short-term fixed cost savings for the full year 2020 as part of its Covid-19 response. €10 million of these will be maintained into 2021 in the form of lower depreciation.

Strategic initiatives
The Group continues to make good progress on its longer-term, strategic cost savings initiatives. These comprise the Production Optimisation Plan and SG&A Reduction Plan.

Plans to extend the Production Optimisation Plan have now been finalised and the Group intends to close additional production facilities with a focus on Europe and South America. The intention is to take the total plant rationalisation up to 10 sites by H1 2022 and increases the cumulative strategic cost savings (including the SG&A Reduction Plan) to €100 million by 2022.

The total capital expenditure for the strategic cost savings initiatives increases to €160 million by 2022, with exceptional restructuring costs of €100 million and impairments of €110 million. The details of the strategic cost savings initiatives are included as an appendix.

Strong financial position
RHI Magnesita has a resilient balance sheet, liquidity of €1.1 billion, no material debt maturity before 2023 and significant headroom under its net debt to EBITDA covenant. The Group continues its focus on working capital management, especially inventories and accounts receivable. Working capital has reduced further in the third quarter and the Group expects further cash inflows in Q4.

Dividend reinstated
Due to the resilient underlying cash generation, strength of the balance sheet and improving confidence in the market outlook, the Board is today declaring an interim dividend of €0.50 per share, which is in line with the 2019 interim dividend. The dividend will be payable to shareholders on 21 December 2020 on the register at the close of trading on 4 December 2020. The ex-dividend date is 3 December 2020.

While the Group continues to target leverage of between 0.5x and 1.5x net debt to EBITDA, the impact of COVID-19 on 2020 EBITDA means that leverage is likely to be modestly above this range at the end of 2020 and through 2021 as the Group continues to prioritise investment in projects to improve its competitive position and shareholder returns. The Board is confident that leverage should reduce thereafter.

Outlook
While there remains uncertainty on the continuing impact of the COVID-19 pandemic, we are confident that the Group will continue to demonstrate its resilience, while remaining well-positioned for when the recovery takes place. Our confidence is underpinned by the Group’s clear strategy and the benefit of ongoing business improvement initiatives. This supports the decision to pay an interim dividend and our expectations for FY 2020 adjusted EBITA to be in line with current market

  

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RHI Magnesita receives highest rating in the refractory industry for climate risk management and carbon disclosure
Carbon Disclosure Project (CDP) awards global market leader with B rating

Wien (OTS) - RHI Magnesita, the leading global supplier of refractory products, systems and solutions, was honoured to receive a B for addressing climate risk and tackling carbon emissions in the newly released Carbon Disclosure project (CDP) ratings. This global environmental disclosure system is widely recognised as the gold standard of corporate environmental transparency. CDP scoring ranges from D- to A. RHI Magnesita’s Management Level rating is the highest in the global refractory industry. Building on a C rating (Awareness Level) in 2019, the company has improved rapidly.

“We are honoured by this recognition,” said Stefan Borgas, Chief Executive Officer. “As a technology leader, we are committed to driving the transformation of our business in all areas. Tackling carbon emissions and climate risk as well as identifying low-carbon opportunities are of utmost importance to us.”

Examples of RHI Magnesita’s commitment to address carbon emissions include:

ANKRAL LC:
Ankral LC is the company’s low-carbon series of refractory bricks with a 13% reduced carbon footprint that is independently verified.
Reduction of emissions:
RHI Magnesita’s commitment to reduce emissions by 15% by 2025 is the first target of its kind in the whole refractory industry.
Recycling programme:
RHI Magnesita’s recycling programme will include 10% secondary raw materials in refractories by 2025, that not only reduces carbon emissions but also enables the company to build a circular economy.
Customer support:
Supporting customers is central to RHI Magnesita. Therefore, working on tailor made solutions to reduce carbon emissions of its customers is of great importance to the company.
Corporate Sustainability Committee:
RHI Magnesita established a committee with the sole purpose to ensure and improve the company’s environmental performance. The Board oversees the work of this Committee.

  

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RHI Magnesita is in the final round for the Microsoft Intelligent Manufacturing Award
Refractory company impresses expert jury with digital solution for optimizing processes in high-temperature sector
Wien (OTS) - RHI Magnesita, the world market and technology leader for refractory products and solutions, is proud to be one of the finalists for the Microsoft Intelligent Manufacturing Award. Microsoft, together with Roland Berger, award leading industry pioneers who have demonstrated excellence through digitalization.

At the beginning of December, RHI Magnesita impressed the judging panel with Automated Process Optimization (APO), a revolutionary digital solution that predicts of the service life of refractory products through artificial intelligence. This significantly increases safety and optimizes production processes, resulting in fewer production losses.

"I am incredibly proud that RHI Magnesita has managed to reach the final round of this prestigious award. Congrats to our passionate digitalization team,” says Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita. "Together with strong partners like Microsoft, we strive to further expand the industry’s technology leadership, in developing the best digital solutions for our customers."

The announcement of the winners of the Microsoft Intelligent Manufacturing Awards will take place in February 2021.

Automated Process Optimization (APO): Using data to predict the future
"Extreme temperatures, process cycles, chemical composition: vast amounts of data are generated at every single production step of our customers. These data contains valuable information about how certain high-temperature processes run in their plants," explains Gregor Lammer, Chief of product APO. This is where Automated Process Optimization (APO) comes in: The system receives all available data of the respective production process. Based on this information, empirical values and previous measurement results, APO uses artificial intelligence to make predictions about how refractories are going to perform, should be maintained, and when they should be renewed.

Conversely, the customer can also instruct the system when scheduled maintenance and inspection work should be carried out, for example to make optimum use of the time between production peaks. In this case, the parameters are specified and APO calculates how the processes must be adjusted to achieve these specifications. This ensures maximum safety and maximum resource efficiency.

RHI Magnesita focusses on digital strategy
From accelerating digital initiatives, improving business processes and optimizing the customer experience to enhancing collaboration and the operation of assets, RHI Magnesita is pursuing a strategy to integrate digital technologies from all areas of their business to leverage the tremendous power of digital technologies. APO is a part of RHI Magnesita’s comprehensive business strategy.

“Our digitalization journey is helping us achieve our strategic targets. By embracing digital technologies, our business model will greatly enhance, and our competitiveness improves. We took the right decisions and are experiencing the progress we are making with products like APO. The digital transformation not only will have huge benefits but will influence our strategic deliverables significantly”, says Alexander Schillinger, program owner of the Beyond program for the digitalization of RHI Magnesita.

  

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RHI Magnesita feiert Tunneldurchbruch am Standort Hochfilzen
Neuer Förderstollen wird Herzstück des nachhaltigen Transportsystems im neuen „Dolomite Resource Center Europe“
Wien/Hochfilzen (OTS) - RHI Magnesita, der Weltmarkführer für Feuerfestprodukte und -lösungen, erreicht am 19. Januar 2021 mit dem Tunneldurchbruch des „Simone“-Förderstollens den zweiten Meilenstein bei der Errichtung des Dolomite Resource Center Europe am Standort Hochfilzen in Tirol. Künftig soll der Stollen per umweltschonendem Fördersystem 200.000 Tonnen Dolomit jährlich transportieren und das LKW-Aufkommen in der Region deutlich reduzieren.

RHI Magnesita investiert rund 40 Millionen Euro in den Standort Hochfilzen. Es handelt sich dabei um die größte Investition, die das Unternehmen in den letzten 30 Jahren in Österreich getätigt hat. Der Durchbruch des „Simone“-Förderstollens ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Dolomite Resource Center Europe. „Neben der Errichtung des Förderstollens und der Verlagerung des Ferntransports auf die Bahn, investieren wir in bestehende und neue Anlagen und den Bau eines hochmodernen Drehrohrofens. Somit wird Hochfilzen ein Innovationsstandort, durch den langfristig auch moderne Arbeitsplätze gesichert werden“, erklärt Constantin Beelitz, Regional President Europe, CIS & Turkey.

Für Nachhaltigkeit und Verkehrsentlastung
Am Standort Hochfilzen wird künftig Dolomit für den gesamten europäischen Markt abgebaut, weiterverarbeitet und per Bahn zu den Schwesterwerken nach Frankreich transportiert. Zusätzlich trägt die Beförderung des Rohstoffs vom Abbauort am Schipfl ins Werk nach Hochfilzen zur Reduktion des Schwerverkehrs bei, indem dieser unterirdisch durch den rund 1.150 m langen Förderstollen erfolgt. Hochfilzens Bürgermeister Konrad Walk begrüßt die Investition und freut sich über die Verkehrsentlastung: „Für die Bewohnerinnen und Bewohner von Hochfilzen und den umliegenden Gemeinden bedeutet die Inbetriebnahme des Simone-Stollens eine Reduzierung des Schwerverkehrs und somit eine deutliche Verringerung des Lärm- und Verkehrsaufkommens.“

Umweltschonendes Fördersystem
Der gesamte Rohmaterialtransport, rund 200.000 Tonnen jährlich, erfolgt ab nun untertage mittels eines Förderbands. „Das nachhaltige und umweltschonende Fördersystem ersetzt zukünftig bis zu 7.400 LKW-Fahrten im Jahr, das sind an einem durchschnittlichen Betriebstag rund 45 LKW weniger, die vom Abbaugebiet zum Werk fahren“, erklärt Christoph Stock, Werksleiter Hochfilzen und Breitenau von RHI Magnesita.

Die Bauarbeiten für den Dolomitbergbau sollen im Herbst 2021 abgeschlossen werden; der Drehrohrofen soll Anfang Dezember 2021 in Betrieb genommen werden.

Zeremonie zum Tunneldurchbruch
Die Ansprachen während der Feierlichkeiten hielten Constantin Beelitz (Regional President Europe, CIS & Turkey, RHI Magnesita), Christoph Stock (Werksleiter Hochfilzen und Breitenau, RHI Magnesita), Konrad Walk (Bürgermeister Hochfilzen) und Martin Zmölnig (Geschäftsbereichsleiter Untertagebau des Bauträgers Östu-Stettin).

Höhepunkt des Festaktes stellte der Durchschlag des Tunnels dar: dabei wird jener Fels entfernt, der die untertägige Durchgängigkeit zwischen den Portalen des Förderstollens versperrt. Die Mineure, die quer durch den mehr als einen Kilometer langen Tunnel schreiten, wurden auf der anderen Seite von den MitarbeiterInnen von RHI Magnesita empfangen.

  

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RHI Magnesita stieß norwegische und irische Gesellschaft ab

Der börsennotierte österreichisch-brasilianische Feuerfestkonzern RHI Magnesita "optimiert" derzeit eigenen Angaben zufolge sein weltweites Standortnetz und hat nun zwei Gesellschaften an die deutsche Private-Equity-Gesellschaft Callista verkauft, wie das Unternehmen Mittwochabend bekanntgab. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

https://kurier.at/wirtschaft/rhi-magnesita-stiess-norwegische-und-irische-gesellschaft-ab /401177425

  

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RHI Magnesita gibt Ergebnis 2020 und Investition von € 50 Mio. in CO2-Reduktion bekannt
Anlässlich der Jahresergebnisse kündigt RHI Magnesita ein neues Nachhaltigkeitsprogramm an und berichtet über robuste finanzielle Performance in schwierigem Marktumfeld
Wien (OTS) - RHI Magnesita, der weltweit führende Anbieter von Feuerfestprodukten, -systemen und -lösungen, veröffentlicht heute die Gesamtjahresergebnisse für 2020. In einem für die Industrie herausfordernden Jahr konnte RHI Magnesita die Liquidität erhöhen sowie die Geschäftskontinuität aufrechterhalten und gleichzeitig sichere Arbeitsbedingungen für alle MitarbeiterInnen und GeschäftspartnerInnen gewährleisten. Im Jahr 2021 verstärkt das Unternehmen sein Engagement für Nachhaltigkeit und forciert seine Pläne, zu einem klimaneutralen Unternehmen zu werden.

Marktführerschaft bei nachhaltigen Technologien wird ausgebaut
Das Unternehmen verstärkt seine Anstrengungen, CO2-neutral zu werden. Zu diesem Zweck führt der Konzern ein umfangreiches, auf vier Jahre angelegtes F&E-Programm ein, um seine führende Position im Bereich Nachhaltigkeit in der Feuerfestindustrie auszubauen. RHI Magnesita wird in den nächsten vier Jahren 50 Mio. € in die Technologieforschung und den Bau von Pilotanlagen investieren, darunter auch in eine neue Technologie zur Bindung von CO2. „Wir sind auf dem Weg zu einer CO2-neutralen Welt“, sagt Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita. „Unsere Pilotprojekte ermöglichen große Fortschritte auf dem Weg Richtung null Nettoemissionen und positionieren RHI Magnesita als bevorzugten Lieferanten für unsere Kunden, die hart daran arbeiten, ihre eigenen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.“

Stabile Margenentwicklung trotz volatilem Marktumfeld
Für das Gesamtjahr 2020 gibt RHI Magnesita heute eine Bruttogewinnmarge von 24,4 % (2019: 24,5 %) und ein bereinigtes EBITA von 11,5 % (2019: 14,0 %) bekannt. Darüber hinaus erzielte das Unternehmen einen positiven bereinigten operativen Cashflow von 290 Mio. € (2019: 359 Mio. €), unterstützt durch ein starkes Working-Capital-Management, das zu einer Reduzierung der Nettoverschuldung auf 582 Mio. € (2019: 650 Mio. €) führte. Der Vorstand hat eine Schlussdividende von 1,00 € je Aktie vorgeschlagen, womit sich die Gesamtdividende für das Jahr 2020 auf 1,50 € je Aktie beläuft.

Stefan Borgas zu den Ergebnissen: „2020 war das herausforderndste Jahr, das unsere Branche je erlebt hat. Während der gesamten Pandemie hat RHI Magnesita es geschafft, die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen, die Geschäftskontinuität für unsere Kunden sicher zu stellen und hat gleichzeitig Initiativen ergriffen, um die Liquidität aufrecht zu erhalten und die zukünftige Rentabilität zu untermauern. In einer der schwersten Rezession aller Zeiten haben wir die Resilienz unseres Geschäftsmodells und das herausragende Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter Beweis gestellt, während unsere starke finanzielle Position es uns ermöglicht hat, Investitionen in strategische Prioritäten zu beschleunigen.“

Schnelle und effektive Reaktion auf COVID-19
Von Beginn der Pandemie an standen für RHI Magnesita sichere Arbeitsbedingungen für alle MitarbeiterInnen und GeschäftspartnerInnen, erhöhte Liquidität und Geschäftskontinuität im Vordergrund. Der Konzern führte an allen Standorten strenge Maßnahmen zur Infektionskontrolle ein, schränkte die Reisetätigkeit ein und setzte, wo immer möglich, die Arbeit aus dem Homeoffice ein. Gleichzeitig belieferte RHI Magnesita weiterhin Kunden und ging auf deren sich verändernde Anforderungen ein, indem digitale Technologie genutzt, Arbeitsweisen angepasst, Flexibilität und weiterhin Zuverlässigkeit geboten wurden. Durch entschlossenes Handeln des Managements erzielte RHI Magnesita trotz eines Umsatzrückgangs von 23% zweistellige EBITA-Margen. Die solide Cash-Generierung führte zu einer Reduzierung der Nettoverschuldung und zur Beibehaltung einer starken Liquiditätsposition mit 1,2 Mrd. € an Barmitteln und verfügbaren Fazilitäten zum Jahresende. „Ich bin enorm stolz, wie unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diese äußerst schwierigen Umstände reagiert haben. Alle Kolleginnen und Kollegen bei RHI Magnesita haben bewiesen, dass sie in der Lage und willens sind, auch sehr große Herausforderungen zu meistern“, so Borgas. „Unsere Endmärkte beginnen nun, Anzeichen einer Erholung zu zeigen. Wir sind gut positioniert, um neue Chancen zu nutzen, sobald sich die Rahmenbedingungen verbessert haben.“

Anhaltender Fokus auf Strategieumsetzung
Trotz der durch die Pandemie verursachten Unterbrechungen konzentrierte sich RHI Magnesita weiterhin auf die Umsetzung der Strategie. Diese basiert auf drei wesentlichen Säulen:

Kostenreduktion zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit: RHI Magnesita hat seine Kosteninitiativen beschleunigt und ist auf dem Weg, bis 2022 Einsparungen von 100 Mio. € beim EBITA auf Jahresbasis zu erzielen, wobei der Höhepunkt der Investitionsausgaben (CAPEX) im Jahr 2021 erreicht wird.
Weiterentwicklung des Geschäftsmodells: Obwohl der Zugang zu den Kundenstandorten durch COVID-19-Vorkehrungen eingeschränkt war, wurden die Vertriebsstrategien im Jahr 2020 aktiv vorangetrieben. Dazu gehörten der Ausbau des Geschäftsmodells für Feuerfestlösungen und des Nachhaltigkeitsangebots, Investitionen in digitale Transformationsprojekte, Automatisierung und Robotik, die Positionierung für Wachstum in neuen Märkten und die Entwicklung des Flow-Control-Geschäfts. RHI Magnesita ging auch eine strategische Partnerschaft mit Microsoft ein, um digitale Angebote zu entwickeln und neue Wege der Zusammenarbeit mit Kunden zu unterstützen. Der Konzern rechnet weiterhin mit einem jährlichen EBITA-Beitrag von 40-60 Mio. € bis 2022.
Marktführerschaft vorantreiben: RHI Magnesita identifizierte große Chancen in Wachstumsmärkten wie China und Indien. Im Jahr 2020 hat das Unternehmen die Dezentralisierung der globalen Funktionen fortgesetzt, um näher am Kunden zu sein und ein „local for local“ Produktionsmodell zu implementieren, das es ermöglicht, die regionale Nachfrage besser zu bedienen. Neben dem organischen Wachstum verfolgt RHI Magnesita weiterhin M&A-Chancen in wichtigen Wachstumsregionen und Marktsegmenten.
Ausblick
RHI Magnesita erwartet eine stetige, monatlich steigende Nachfrage in allen Endmärkten und im Auftragsbestand. Während Volatilität und Unsicherheit kurzfristig hoch bleiben dürften, wird erwartet, dass sich die allgemeinen Erholungstendenzen in den Geschäftsbereichen Stahl und Industrial im Jahr 2021 fortsetzen werden. Die Gruppe hat während einer Zeit schwieriger Marktbedingungen ihre kommerziellen, operativen und Nachhaltigkeitsinvestitionen gestärkt und ist gut positioniert, um davon zu profitieren, wenn sich die Märkte erholen.

  

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Im Umweltbereich stockt die RHI Magnesita ihr Investitionsprogramm von 25 Mio. Euro auf 75 Mio. Euro auf. Damit sollen in den kommenden vier Jahren Technologien entwickelt werden, die nötig sind, um den CO2-Ausstoß des Konzerns auf Null zu reduzieren. Mit bisher bekannten konventionellen Technologien wäre nur eine Reduktion um 15 Prozent möglich, so Borgas. Dabei geht es um CO2-Auffangen (capturing) und Wiederverwerten (utilisation).

Das Capturing könne RHI Magnesita weitgehend alleine machen, dazu gehe heuer in Breitenau eine Pilotanlage in Bau. Für die Wiederverwertung werde RHI Magnesita "sehr viele Partnerschaften eingehen".

Weltweit beläuft sich der CO2-Ausstoß des Konzerns auf 2,5 Mio. Tonnen pro Jahr. Rechne man die Lieferanten und Energie dazu, dann sei es mehr als das doppelte. In Österreich beträgt der direkte und indirekte CO2-Ausstoß (Produktionsstandorte und Elektrizität) rund 400.000 Tonnen.

Das Jahr 2020 brachte bei RHI Magnesita auch einen Rückgang der Beschäftigten von unter 14.000 auf gut 12.000. Das sei aber nur zu einem kleinen Teil coronabedingt, sagt Borgas. Der größte Teil sei im Rahmen der Restrukturierung geplant gewesen. Eine Rückkehr auf das alte Beschäftigungsniveau sei daher nicht zu erwarten, maximal ein Anstieg auf etwa 12.500. Der zwischenzeitliche Anstellungsstopp sei jedenfalls wieder aufgehoben, auch Kurzarbeit sei kein Thema mehr: "Wir brauchen jetzt jede Frau und jeden Mann", so Borgas.

  

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RHI Magnesita investiert 23 Mio. Euro in deutschen Standort

Der börsennotierten austro-brasilianische Feuerfestkonzern RHI Magnesita investiert in seinen deutschen Standort Urmitz über zwei Jahre 23 Mio. Euro in Digitalisierung und Modernisierung. Damit werde der Standort als Hub für nicht-basische Feuerfestprodukte ausgebaut und umgerüstet. Das Produktionsvolumen werde erhöht und die Energieeffizienz gesteigert. Da auch ins Recycling investiert werde, steige der Anteil an sekundären Rohstoffen, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

  

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RHI Magnesita startet Partnerschaft mit Microsoft

Digitale Transformation des Feuerfestunternehmens ermöglicht schnellere Reaktion auf Kundenbedürfnisse und Marktveränderungen

RHI Magnesita, Weltmarkt- und Technologieführer für Feuerfestprodukte, -systeme und -lösungen, gibt heute die strategische Partnerschaft mit Microsoft bekannt. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt auf der digitalen Transformation des Feuerfestunternehmens. RHI Magnesita wird dadurch in der Lage sein, rascher und effektiver auf Kundenanfragen sowie sich ändernde Marktanforderungen zu reagieren.




Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita, erklärt: „Gemeinsam mit Microsoft setzen wir neue Standards und untermauern so unsere Position als innovativer Technologieführer in der Feuerfestindustrie. Unser Ziel ist es, RHI Magnesita für unsere Kunden weltweit zum ersten Anbieter von digitalen 360-Grad-Lösungen für Heat-Management zu machen. Ich bin überzeugt, dass RHI Magnesita mit den Softwareentwicklungs- und Cloud-Technologielösungen von Microsoft die perfekte Wahl getroffen hat. Mit dieser Zusammenarbeit stellen wir unseren Erfolg in einer digitalisierten Welt sicher.“

Hermann Erlach, General Manager von Microsoft Österreich, ergänzt: „RHI Magnesita treibt Innovationen voran – mit wesentlichen Auswirkungen auf die globale Stahl-, Zement-, Glas- und chemische Industrie und folglich auf uns alle. Das Unternehmen leistet einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität Einzelner und treibt gleichzeitig Effizienzsteigerungen in der Industrie voran. Es zeigt damit klar, was es bedeutet, im digitalen Zeitalter eine Führungsrolle einzunehmen. Wir sind stolz, RHI Magnesitas digitale Transformation als Partner zu begleiten. Gemeinsam werden wir die nächste Innovationswelle im Feuerfestbereich definieren und forcieren.“

Bei der Entwicklung digitaler Lösungen setzt RHI Magnesita auf die Stärke der Microsoft Services in den Bereichen Cloud, künstliche Intelligenz (KI) und Internet of Things (IoT). Lieferketten werden optimiert, Services vor Ort erleichtert und Entscheidungen über hochsensible Wartungsarbeiten werden durch künstliche Intelligenz unterstützt. Als Basis für all diese Entwicklungen dient Microsoft Azure. Die Plattform ermöglicht RHI Magnesita eine enge Vernetzung mit Kunden sowie den Austausch sensibler Daten. Den Kunden höchste Sicherheitsstandards, Datenschutz und Resilienz zu garantieren, hat dabei höchste Priorität. Die vor Kurzem vorgestellte Microsoft Cloud Region Österreich und das globale Rechenzentrumsnetzwerk, das weltweit mehr als 200 Rechenzentren umfasst, bilden dafür eine ideale Grundlage.

Beschleunigung strategischer digitaler Initiativen

Gemeinsam forcieren RHI Magnesita und Microsoft strategisch ausgewählte digitale Initiativen des Feuerfestunternehmens.

Machinery Connection optimiert die Wartung von Maschinen sowie die Bestandskontrolle bei Kunden. Vernetzte Maschinen können eigenständig Materialbestellungen und Wartungszyklen veranlassen. Anschließend können alle Materialbewegungen mithilfe von RFID-Rückverfolgbarkeit lückenlos erfasst werden. Die Daten kommen auch in der Produktion zum Einsatz, wo RHI Magnesitas Smart Factories die Produktion durch MES (Manufacturing-Execution-Systeme) genau an die Kundenbedürfnisse anpassen und erhöhen können.




Für Hochtemperaturprozesse von Kunden bietet RHI Magnesita Quick Check (QCK) sowie Broadband Spectral Thermometer (BST). Dabei handelt es sich um innovative Messverfahren, die detaillierte Messdaten mit Automated Process Optimization (APO), einer revolutionären digitalen Lösung, teilen: Mithilfe künstlicher Intelligenz wird die Lebensdauer von Feuerfestprodukten vorhergesagt und Wartungszeiten werden optimiert. Servicetechniker beim Kunden können – unabhängig von ihrem Standort – zusätzlich über Remote Assistance auf das Know-how anerkannter Experten zugreifen. Der Einsatz von Mixed Reality und Smart Glass reduziert den Reisebedarf und ermöglicht eine raschere Abwicklung von Serviceherausforderungen.

Die gewonnenen Daten fließen auch in das Customer-Relationship-Management-System von RHI Magnesita ein. So wird sichergestellt, dass alle Kundenbedürfnisse abgebildet werden und bestmöglich darauf reagiert wird.

Durch ein Modern Workplace-Projekt ergänzt RHI Magnesita das Office 365-Angebot mit MS Teams und optimiert somit Lösungen im Bereich Kommunikation und globale Zusammenarbeit. Damit wird sichergestellt, dass allen MitarbeiterInnen die neuesten Technologien zur Verfügung stehen und die Vorteile der Digitalisierung in der täglichen Zusammenarbeit optimal genutzt werden können.

  

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RHI Magnesita nahm neuen Tunnelofen in Radenthein in Betrieb
Gilt als Herzstück bei der Errichtung neuer Infrastruktur im Kärntner Werk

RHI Magnesita hat am Dienstag den neuen Tunnelofen der "Digital Flagship Plant" in Radenthein (Bezirk Spittal an der Drau) in Betrieb genommen. Wie die Verantwortlichen bei der Inbetriebnahme vor Pressevertretern sagten, erreichen die Temperaturen in dem 140 Meter langen Ofen 1.800 Grad: "Dieser Tunnelofen brennt für mindestens dreißig Jahre", sagte Heimo Wagner, der Leiter des Radentheiner RHI-Werks.
RHI Magnesita investiert rund 50 Mio. Euro in die Modernisierung, Automatisierung und Digitalisierung seines Werks in Radenthein. 24,7 Mio. Euro davon fließen in die Errichtung neuer Infrastruktur mit dem Tunnelofen als Herzstück: Nach einem Brennvorgang bei 1.800 Grad erhalten die Produkte ihre feuerfesten Eigenschaften.

"Unsere Produkte, wie etwa feuerfeste Auskleidungen für die Stahlindustrie, werden weltweit verkauft," sagte Herbert Cordt, Chairman der RHI Magnesita: "Das Digital Flagship Plant Radenthein bildet eine geglückte Symbiose zwischen traditioneller Industrie und modernster Digitalisierungsanwendung." Diese Kombination ermögliche einen "markanten Produktivitätsschub", der durch den neuen Tunnelofen abgedeckt werde. Mit Magnesit beliefert RHI Unternehmen wie zum Beispiel die voest. "Weltweit gibt es 900 Stahlwerke, die RHI beliefert 850 davon, deshalb sind wir der Weltmarktführer," so Cordt.

Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) freute sich bei der Inbetriebnahme über "diesen großen Tag für eine fortschrittliche Industriepolitik eines großartigen Konzerns". Er unterstrich die Bedeutung von RHI Magnesita für die Region: "Das Werk in Radenthein leistet als bedeutender Innovations- und Wirtschaftsfaktor nicht nur einen großen Beitrag für das Land Kärnten, sondern nimmt auch seine große Verantwortung wahr - als Arbeitgeber, Ausbildungsstätte für neue hochtechnologische Berufe und als fest verankertes Mitglied der Gemeinde."

RHI bildet aktuell 40 Lehrlinge aus - einer von ihnen ist Ömer Ali, der gerade sein zweites Lehrjahr absolviert. Schon während seiner Schulzeit an der Hauptschule Radenthein war ihm klar, dass er bei RHI seine Berufslaufbahn starten würde. "Die Firma hat mich immer schon sehr interessiert, ich war hier schnuppern, das war cool, und viele Freunde von mir arbeiten hier," sagte er. 330 Mitarbeiter sind insgesamt am Standort Radenthein beschäftigt. Der neue Schwerpunkt liegt in der Lehrlingsausbildung mit Fokus auf digitale Berufe. Ein neuer Lehrlingshub ist in Planung, die Gemeinde Radenthein wird ihn mit einem neuen Wohnheim unterstützen.

"Für Radenthein ist das ein wahrlich historischer Moment, wenn ein Tunnelofen in Fahrt kommt, das zeigt, der Standort funktioniert, wir sind ein weltweites Vorzeigeprojekt", zeigte sich Bürgermeister Michael Maier (ÖVP) begeistert. Betriebsratsvorsitzender Martin Kowatsch erklärte, diese Invention sei die größte der letzten Jahrzehnte in dieser Industrie: "Wir wollen das Vertrauen, das Sie in uns setzen, auch umsetzen."

  

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RHI Magnesita verkauft Anteil an Joint-Venture für 100 Mio. Euro
Joint-Venture Magnifin nicht Teil der Wachstumsstrategie

Der börsennotierte österreichisch-brasilianische Feuerfestkonzern RHI Magnesita verkauft seinen 50-prozentigen Anteil an der Magnifin Magnesiaprodukte GmbH & Co KG ("Magnifin"), einem Privatunternehmen mit Sitz in St. Jakob (Steiermark). Der Anteil werde für 100 Mio. Euro an den Joint-Venture-Partner, J.M. Huber Corporation, verkauft, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Das Joint Venture sei nicht Teil der Wachstumsstrategie, hieß es in er Aussendung zur Begründung des Verkaufs. Der Deal soll im zweiten Halbjahr 20021 abgeschlossen sein, vorausgesetzt der Genehmigung der Kontrollbehörden. 2020 betrug der Anteil aus dem Joint-Venture am Gewinn vor Steuern 7,3 Mio. Euro. Der zu veräußernde Anteil werde vom Unternehmen als Finanzanlage gehalten und sei daher nicht im ausgewiesenen Bruttogewinn oder operativen Ergebnis EBITA des Konzerns konsolidiert.

Das Aktienrückkaufprogramm setze RHI indessen fort. Bereits Mitte April wurde ein Rückkaufprogramm in Höhe von 50 Mio. Euro beendet, der Vorstand wolle das Programm nun für weitere 50 Mio. Euro fortsetzen.

Im ersten Quartal habe sich das Unternehmen robust entwickelt. Man sei jedoch wegen der steigenden Nachfrage mit "Herausforderungen in der Lieferkette" konfrontiert gewesen. Auch für den weiteren Jahresverlauf rechnet RHI Magnesita mit einer zunehmenden Nachfrage in den Endmärkten, die Lieferprobleme sollten ab dem zweiten Quartal nachlassen. Für das operative Ergebnis (EBITA) erwartet der Konzern unter der Annahme, dass sich die Erholung fortsetzt, heuer einen Beitrag von 90 Mio. Euro. Für 2022 werden 140 bis 160 Mio. Euro angepeilt.

  

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RHI Magnesita: Q1 2021 Trading Update, Verkauf der Anteile am Joint-Venture Magnifin und Aktienrückkauf
Wien (OTS) - RHI Magnesita, der weltweit führende Anbieter von Feuerfestprodukten, -systemen und -lösungen, veröffentlicht heute ein Trading Update über das am 31. März 2021 abgeschlossene erste Quartal und den Fortschritt der strategischen Initiativen zu Kostenreduktion und Vertrieb.

Unveränderte Prognose für das Gesamtjahr aufgrund weiterer Erholungstrends in den Endmärkten bei solidem Auftragsbestand
Strategische Investitionen in Kostenreduktion und Vertriebsstrategien sind auf Kurs, den angestrebten EBITA-Beitrag von 140-160 Mio. € ab 2022 zu erreichen
Vereinbarung über den Verkauf der Non-Core-Beteiligung am Joint-Venture-Unternehmen Magnifin um 100 Mio. €
Aktienrückkaufprogramm wird fortgesetzt, bis zu weitere 50 Mio. € genehmigt
Geschäftsentwicklung im ersten Quartal

Die Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2021 verbesserte sich aufgrund der Erholung in den Endmärkten der beiden Divisionen Stahl als auch Industrial. Insbesondere das Zement- und Kalkgeschäft verzeichnete eine robuste Wartungssaison im ersten Quartal. Der Konzern verzeichnet nach wie vor eine monatlich steigende Nachfrage im Feuerfestbereich sowie im Auftragsbestand für das verbleibende Geschäftsjahr 2021. Die Visibilität der Nachfrage normalisiert sich wieder, wobei die Auftragsbücher der Kunden nun bis Ende des dritten Quartals 2021 gefüllt sind.

Der Konzern sah sich im ersten Quartal mit Herausforderungen in der Lieferkette konfrontiert, um der steigenden Kundennachfrage zu begegnen. Verschärft wurde diese Situation durch branchenweite Verzögerungen und höhere Kosten im Bereich Seefracht. In der Folge kam es im Berichtszeitraum zu längeren Vorlaufzeiten bei der Ausführung von Aufträgen. Zudem fielen höhere Zusatzkosten an, um die Erfüllung von Kundenerwartungen sicherstellen zu können. Im zweiten Quartal setzte eine Entspannung bei den Problemen in der Lieferkette ein.

Die Rohstoffpreise lagen im Vergleich zum vierten Quartal 2020 auf einem höheren Niveau, wobei erwartet wird, dass positive Auswirkungen auf die Produktpreise des Konzerns weitgehend im zweiten Halbjahr zum Tragen kommen werden.

Die strategischen Investitionen in die Kostenreduktions- und Vertriebsstrategie des Konzerns sind auf einem guten Weg, den angestrebten EBITA-Beitrag von 90 Mio. € im Jahr 2021 zu erreichen, mit einem Ziel von 140-160 Mio. € ab 2022.

Finanzlage

Die Konzernbilanz und Liquidität sind weiterhin solide.

Im Zuge einer Erholung des Marktvolumens und eines Lageraufbaus, um die Kundennachfrage bedienen zu können, wird es im ersten Halbjahr 2021 zu einem Anstieg des Working Capital kommen. Die Working-Capital-Intensität wird sich zu Jahresende voraussichtlich in der angestrebten Bandbreite von 15-18% bewegen.

Ausblick

RHI Magnesita erwartet weiterhin eine steigende Nachfrage in allen Endmärkten mit kurzfristigen Herausforderungen in der Lieferkette, die im zweiten Quartal nachlassen sollten. Die Umsetzung der Kostenreduktions- und Vertriebsstrategien verläuft planmäßig, sodass der Konzern gut positioniert ist, um von der Erholung der Märkte zu profitieren.

Die Erwartungen des Managements für das bereinigte EBITA im Jahr 2021 entsprechen weiterhin den Markterwartungen (1) unter der Annahme, dass sich der aktuelle Erholungstrend fortsetzt, wobei der Schwerpunkt der Einnahmen im zweiten Halbjahr liegen dürfte.

(1) Aktuelle Markterwartungen auf Basis des vom Unternehmen erstellten Konsensus von 310 Mio. €, veröffentlicht am 8. März 2021.

Veräußerung des Anteils am Joint-Venture Magnifin

RHI Magnesita hält einen Anteil von 50 % an Magnifin Magnesiaprodukte GmbH & Co KG („Magnifin“), einem Privatunternehmen mit Sitz in St. Jakob, Österreich, das hochwertiges Magnesiumhydroxid für Flammschutzanwendungen herstellt. Der Verwaltungsrat hat entschieden, dass diese Beteiligung nicht Teil des Kerngeschäfts der Wachstumsstrategie ist und einen Vertrag zur Veräußerung der Anteile des Unternehmens an Magnifin an den Joint-Venture-Partner, J.M. Huber Corporation, für 100 Mio. € unterzeichnet. Die Veräußerung unterliegt der Genehmigung durch die Investitionskontrolle in Österreich und wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2021 abgeschlossen. Der zu veräußernde Anteil wird von RHI Magnesita als Finanzanlage gehalten und ist nicht im ausgewiesenen Bruttogewinn oder EBITA des Konzerns konsolidiert. Im Geschäftsjahr 2020 betrug der Anteil am Gewinn vor Steuer aus dem Joint-Venture Magnifin 7,3 Mio. € (2019: 10,0 Mio. €).

Shareholder Return

Am 13. April 2021 beendete RHI Magnesita das am 16. Dezember 2020 gestartete Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 50 Mio. €. Die rückerworbenen Aktien entsprechen 2,2 % des ausgegebenen Kapitals des Unternehmens exklusive eigner Aktien vor Beginn des Rückkaufprogramms.

Die Konzernbilanz ist weiterhin solide und wird von der Veräußerung der Beteiligung an Magnifin um 100 Mio. € profitieren. Nach einer robusten Entwicklung im ersten Quartal und unter Berücksichtigung des positiven Ausblicks für das verbleibende Geschäftsjahr 2021 hat der Vorstand beschlossen, das erfolgreiche Aktienrückkaufprogramm um bis zu 50 Mio. € fortzusetzen.

Der Vorstand ist zuversichtlich, alle anderen Aspekte des Kapitaleinsatzes wie Investitionen in die strategischen Initiativen, die Verfolgung von M&A-Möglichkeiten sowie Dividendenzahlungen wie bisher erwartet beibehalten zu können und die Auswirkungen auf den Verschuldungsgrad des Konzerns begrenzt sein sollten.

  

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Thema #209388

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