Antworten zu diesem Thema
EVN (Teil 3) - 2018 und danach, Rang: Warren Buffett(2224), 27.8.20 09:22
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
EVN-Halbjahr 2017/18: Wärmeres Wetter senkte Erlös: Net...
30.5.18 09:17
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Weniger thermische, mehr erneuerbare Stromerzeugung
30.5.18 14:45
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EVN-Tochter vor Streit-Beilegung in Montenegro
06.6.18 21:42
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RE: EVN-Tochter vor Streit-Beilegung in Montenegro
07.6.18 09:44
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      RE: EVN-Tochter vor Streit-Beilegung in Montenegro
07.6.18 10:17
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EVN erhöht Ausblick für das Konzernergebnis
02.8.18 18:52
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EILMELDUNG: EVN nach 3 Quartalen: Konzerngewinn stieg u...
23.8.18 08:13
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      EVN nach drei Quartalen dank Einmaleffekten mit mehr Er...
23.8.18 09:48
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EVN erzeugte in den ersten drei Quartalen weniger Strom
23.8.18 15:04
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EnBW-Anteil nun unter 30 Prozent
28.9.18 13:44
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EVN-Chef sieht großen Nachholbedarf bei Stromspeichern
21.10.18 13:24
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RCB erhöht das Kursziel von 18,50 auf 21,50 Euro
29.11.18 08:10
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Bilanz 13.12.
11.12.18 11:25
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      # EVN-Nettogewinn 2017/18 +1,4% auf 255 Mio Euro, EBITD...
13.12.18 08:17
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      EVN hielt Nettogewinn 2017/18 und zahlt gleich viel Div...
13.12.18 09:32
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      RE: Bilanz 13.12.
14.12.18 15:20
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EVN-Gewinn im ersten Quartal 2018/19 deutlich gesunken
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Schiedsverfahren gegen Bulgarien ohne Zahlungen abgesch...
11.4.19 12:47
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EVN: Beenden Dürnrohr-Kohleverstromung vorzeitig bis 20...
06.5.19 14:44
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Strom und Gas im Osten Österreichs ab Juni teurer, EAA ...
13.5.19 17:35
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EVN beendet Stromerzeugung mit Kohle in Dürnrohr noch i...
28.5.19 12:58
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EVN mit erwartetem Ergebnisrückgang im Halbjahr - Ausbl...
29.5.19 09:02
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Wärmerer Winter dämpfte im EVN-Halbjahr den Energiebeda...
29.5.19 14:45
23
EVN gibt eigene Aktien an Mitarbeiter aus
31.5.19 05:49
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EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 06:08
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      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 06:16
26
      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 07:17
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      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 07:36
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      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 09:04
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      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 09:20
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      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 09:35
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      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019gut analysiert
31.5.19 10:18
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      EVN füllte 30.000 Liter Trinkwasser in Flaschen ab
16.6.19 19:56
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      RE: EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
31.5.19 07:11
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Ofen aus: Zu Besuch in einem der letzten Kohlekraftwerk...
01.8.19 22:17
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RE: Ofen aus: Zu Besuch in einem der letzten Kohlekraft...
02.8.19 10:29
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      RE: Ofen aus: Zu Besuch in einem der letzten Kohlekraft...
02.8.19 11:52
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      RE: Ofen aus: Zu Besuch in einem der letzten Kohlekraft...
02.8.19 11:57
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      RE: Ofen aus: Zu Besuch in einem der letzten Kohlekraft...
02.8.19 12:50
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      RE: Ofen aus: Zu Besuch in einem der letzten Kohlekraft...
02.8.19 12:55
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      Letztes Kohlefeuer im Kraftwerk Dürnrohr
02.8.19 16:14
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      EVN verfügt nunmehr über 1.810.296 eigene Aktien
09.8.19 22:27
42
EILMELDUNG: EVN in 3 Quartalen: Konzerngewinn sank um 3...
22.8.19 08:30
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EVN mit erwarteten Gewinnrückgang in den ersten drei Qu...
22.8.19 09:06
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      RE: EVN mit erwarteten Gewinnrückgang in den ersten dre...
22.8.19 09:25
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OGH-Urteil: Preiserhöhungen der EVN unzulässig
07.10.19 10:35
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EnergieAllianz Austria weist VKI-Forderungen zurück
07.10.19 16:02
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      CO2-Footprint der EVN 2020 zwei Drittel unter 2005
18.10.19 14:05
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      RE: CO2-Footprint der EVN 2020 zwei Drittel unter 2005interessant
18.10.19 15:00
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      RE: CO2-Footprint der EVN 2020 zwei Drittel unter 2005
18.10.19 15:11
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      RE: CO2-Footprint der EVN 2020 zwei Drittel unter 2005
18.10.19 15:31
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VKI erwägt Sammelklage für EVN-Kunden nach OGH-Urteil
21.10.19 14:56
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EVN erhöht Ausblick für das Konzernergebnis 2018/19
21.10.19 19:16
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EVN-Nettogewinn stieg 2018/19 dank Kraftwerks-Aufwertun...
12.12.19 08:50
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      EVN-Umsatzplus 2018/19 von Zuwachs bei Erneuerbarer Ene...
12.12.19 10:27
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EVN trennt sich von Kläranlage in Montenegro wegen Nich...
16.12.19 08:53
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RE: EVN trennt sich von Kläranlage in Montenegro wegen ...
16.12.19 10:19
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      RE: EVN trennt sich von Kläranlage in Montenegro wegen ...
16.12.19 10:23
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RAG verkauft Mehrheit ihrer Bohrsonden-Servicetochter R...
04.1.20 08:02
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HV-Bericht
17.1.20 18:34
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Großauftrag für EVN & Partner für Kläranlage und Kanaln...
24.1.20 11:32
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Geld retour für EVN-Kunden - Einigung mit VKI im Preisk...
13.2.20 12:57
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EVN im ersten Quartal 2019/20 mit mehr Gewinn
27.2.20 08:52
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RE: EVN (Teil 3) - 2018 und danach
28.2.20 13:11
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RE: EVN (Teil 3) - 2018 und danach
28.2.20 15:59
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      Bericht: Wiener Stadtwerke wollen EnBW-Anteile an EVN k...
03.3.20 20:59
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      EVN-Deal der Wiener Stadtwerke: NEOS stellen 10 Fragen
04.3.20 12:02
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      RE: EVN-Deal der Wiener Stadtwerke: NEOS stellen 10 Fra...
04.3.20 12:06
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      IVA reserviert zu möglichem Wiener-Stadtwerke-Einstieg ...
05.3.20 08:29
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      Wiener Stadtwerke steigen mit 28,35 Prozent bei EVN ein
05.3.20 12:58
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      zur Pensionssicherung
05.3.20 19:03
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      RE: zur Pensionssicherung
05.3.20 21:11
72
      RE: zur Pensionssicherung
06.3.20 05:38
73
EVN begab erstmals grünes Darlehen
28.4.20 07:53
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EVN senkte Ergebnisausblick für 2019/20
30.4.20 07:39
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RCB bestätigt für EVN die Empfehlung Kaufen
30.4.20 11:55
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      Neues tiefstes Kursziel
06.5.20 16:22
77
Geld retour für EVN-Kunden - VKI: Beantragung bis Ende ...
19.5.20 07:57
78
EILMELDUNG: EVN-Halbjahres-Konzernergebnis stieg um 18,...
28.5.20 08:21
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EVN im ersten Halbjahr 2019/20 mit mehr Gewinn
28.5.20 09:11
80
      RE: EVN im ersten Halbjahr 2019/20 mit mehr Gewinn
28.5.20 10:55
81
      EVN startet Smart-Meter-Roll-out im Herbst, Corona drüc...
28.5.20 17:34
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240 Megawatt-Gasturbine für EVN-Kraftwerk Theiß
02.6.20 07:29
83
Tochter BuHo hat 5 Mio auf der Commerzialbank
15.7.20 14:55
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Großaufträge für EVN: 280 Millionen Euro mit Schlamm
30.7.20 13:11
85
Dürnrohr: Klärschlammverbrennung statt Kohle
03.8.20 12:00
86
Wien-Einstieg bei EVN abgesegnet - BWB hat EnergieAllia...
03.8.20 16:27
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Wiener Stadtwerke übernehmen EVN-Anteile der EnBW 
06.8.20 06:11
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EVN in den ersten drei Quarten mit mehr Gewinn
27.8.20 09:22
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EVN-Halbjahr: Wärmeres Wetter senkte Erlös: Nettogewinn fast gehalten
Etwas weniger EBITDA und Konzernergebnis - EBIT legte aber zu - Operative Margen durchwegs besser - Ausblick bestätigt

Der im Vergleich zum Vorjahr wärmere Winter hat dem niederösterreichischen Energieversorger EVN im ersten Geschäftshalbjahr 2017/18 (per 31. März) einen Umsatzrückgang beschert. Auch das operative EBITDA blieb etwas zurück, das EBIT legte dagegen leicht zu. Das Konzernergebnis verringerte sich geringfügig auf 229 (234) Mio. Euro, teilte die EVN am Mittwoch mit.
Hauptgründe für den Umsatzrückgang um 4,9 Prozent auf 1,246 (1,310) Mrd. Euro waren laut EVN eine Abnahme der thermischen Stromproduktion, geringere Erlöse aus dem Gashandel, der witterungsbedingt geringere Energie- und Netzabsatz in Südosteuropa sowie ein Umsatzrückgang im internationalen Projektgeschäft. Gegenläufige positive Faktoren wie etwa mehr erneuerbare Stromerzeugung und ein höherer Wärmeverkauf konnten dies nur teils ausgleichen.

Das EBITDA gab um 2,1 Prozent auf 471 (481) Mio. Euro nach, die EBITDA-Marge verbesserte sich aber auf 37,8 (36,7) Prozent. Das EBIT legte um 6,5 Prozent auf 340 (320) Mio. Euro zu - jedoch war im Vorjahreswert eine Wertminderung des bulgarischen Wasserkraftprojekts Gorna Arda enthalten gewesen. Die EBIT-Marge stieg auf 27,3 (24,4) Prozent. Das Finanzergebnis war mit -25 Mio. Euro stabil. Der Rückgang beim Konzernergebnis betrug 1,9 Prozent.

Den Ausblick bestätigte der nö. Versorger vor seinem heutigen Halbjahrespressegespräch. Unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen sei für das Geschäftsjahr 2017/18 (per 30.9.) von einem normalisierten Konzernergebnis im Schnitt der Jahre 2015/16 und 2016/17 auszugehen, heißt es. Wesentlich beeinflussen könnten dies jedoch der regulatorische Rahmen, die laufenden Verfahren in Bulgarien, die verbliebenen Verfahren zum deutschen Kraftwerksprojekt Walsum 10 sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau, wird betont.

(Forts.) sp/gru

  

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Weniger thermische, mehr erneuerbare Stromerzeugung
Geringerer Stromverkauf an Endkunden in Südosteuropa - Auch weniger Gasabsatz - Windkraft-Kapazität soll bis Sommer auf 314 MW wachsen, mittelfristig auf bis zu 500 MW

Wegen eines starken Rückgangs der Stromerzeugung aus thermischen Kraftwerken - um gut 30,3 Prozent auf 2.151 GWh - sank die Stromerzeugung des niederösterreichischen Energieversorgers EVN im ersten Geschäftshalbjahr 2017/18 (per 31.3.) um 19,5 Prozent auf 3.318 GWh. Auf erneuerbare Energie entfielen davon mehr als ein Drittel (1.167 GWh, ein Plus von 13,1 Prozent dank eines guten Wasserangebots).
Hauptgründe für den Rückgang der Erzeugung waren eine außerordentliche Revision im deutschen Kraftwerk Walsum 10 sowie ein geringerer Einsatz der thermischen Kraftwerke der EVN in Niederösterreich. Zudem hatte im Vorjahr der besonders kalte Winter die Stromnachfrage positiv beeinflusst, während Revisionen in französischen Kraftwerken gleichzeitig die europäische Stromproduktion reduzierten und damit den Einsatz weiterer Kapazitäten notwendig machten.

Im Winterhalbjahr 2017/18 wurden erstmals alle EVN-Wärmekraftwerke in NÖ mit einer Gesamterzeugungskapazität von 1.090 MW vertraglich als Reservekapazität für den süddeutschen Raum bereitgehalten. Erneut bewegte sich auch ihr tatsächlicher Einsatz zur Netzstabilisierung im Rahmen dieser Verträge auf hohem Niveau. "Für den Zeitraum Mai bis September 2018 stehen die Wärmekraftwerke der EVN mit einer kontrahierten Kapazität von 430 MW zur Netzstabilisierung in Österreich bereit", heißt es im Halbjahresbericht des Unternehmens von Mittwoch.

Der Stromverkauf an Endkunden gab im Zeitraum Oktober bis März im Jahresabstand um 2,6 Prozent auf 10.155 GWh nach. Dabei legte der Stromverkauf in Mittel- und Westeuropa um 5,6 Prozent zu, während er in Südosteuropa um 6,8 Prozent nachgab. Der Gasverkauf an Endkunden sank um 4,5 Prozent auf 4.413 GWh. Wärme wurde mit 1.630 GWh an Endkunden um ein Prozent mehr verkauft.

Auf Konzernebene konnten in der Berichtsperiode 32,7 Prozent (Vorjahr: 39,5 Prozent) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Stromproduktion lag im ersten Halbjahr 2017/18 auf Konzernebene bei 35,2 Prozent (Vorjahr: 25,0 Prozent), heißt es im Halbjahresbericht.

Ihre Windkraft-Erzeugungskapazität wird die EVN im dritten Quartal 2017/18 auf 314 MW erhöhen, heißt es - und bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019/20 soll sie durch die Umsetzung schon behördlich genehmigter Projekte schrittweise auf rund 370 MW weiter anwachsen. Mittelfristig strebt die EVN im Bereich Windkraft ein Ausbauziel von bis zu 500 MW an, das durch die Umsetzung weiterer, zum Teil ebenfalls bereits behördlich genehmigter Projekte erreicht werden soll.

Trotz der im Jänner erfolgten Dividendenzahlung für 2016/17 stieg das Eigenkapital der EVN um 8,8 Prozent auf 3,429 Mrd. Euro. Gründe waren das im Berichtszeitraum erzielte Ergebnis sowie positive Effekte aus erfolgsneutralen Bewertungen, vor allem jener der Verbund-Aktien. Die Eigenkapitalquote betrug zum 31. März 50,8 Prozent (30.9.2017: 48,8 Prozent).

Die Nettoverschuldung sank gegenüber Ende September 2017 um 85,0 Mio. auf 1,128 Mrd. Euro. Das Gearing (die Verschuldungsquote) verbesserte sich dementsprechend auf 32,9 Prozent (30.9.2017: 38,5 Prozent).

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl verringerte sich im Jahresabstand um 0,4 Prozent auf 6.818 (6.845).

  

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EVN-Tochter vor Streit-Beilegung in Montenegro

Die montegrinische Küstenstadt Budva hat der EVN-Tochter WTE 6,5 Millionen Euro überwiesen.

Die deutsche EVN-Tochter WTE, die in Montenegro ein Abwassersystem für die Küstenstadt Budva errichtet hat, steht nun im Streit um die Bezahlung des Auftrags möglicherweise vor einer Einigung mit Budva. Die Stadt hat nun 6,5 Millionen Euro an WTE überwiesen, berichtete der montenegrinische TV-Sender RTCG. Insgesamt belaufen sich die Forderungen der WTE auf knapp 20 Millionen Euro.

https://diepresse.com/home/wirtschaft/unternehmen/5441935/EVNTochter-vor-StreitBeilegung- in-Montenegro

  

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EVN erhöht Ausblick für das Konzernergebnis


EVN AG: EVN erhöht Ausblick für das Konzernergebnis 2017/18 DGAP-Ad-hoc: EVN AG / Schlagwort(e): Prognoseänderung EVN AG: EVN erhöht Ausblick für das Konzernergebnis 2017/18 02.08.2018 / 18:19 CET/CEST Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. --------------------------------------------------------------------------- Der Vorstand der EVN AG erhöht den Ausblick für das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017/18, das am 30. September 2018 enden wird. Die im Zuge der Erstellung des Quartalsabschlusses über die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2017/18 vorgenommene Bewertung der im Rahmen des Risikomanagements abgeschlossenen Absicherungsgeschäfte ergab infolge gestiegener Energiemarktpreise zum Stichtag 30. Juni 2018 einen positiven Ergebniseffekt in Höhe von rund 38 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung dieses unbaren und stichtagsbedingten Ergebniseffekts wird aus heutiger Sicht von einem Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2017/18 auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau ausgegangen. Das genaue Ausmaß der Bewertungseffekte zum Geschäftsjahresende wird von den Energiemarktpreisen zum Stichtag 30. September 2018 abhängen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, ein Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Walsum 10 sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen. Das Ergebnis der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2017/18 wird am 23. August 2018 veröffentlicht werden; die Veröffentlichung des Jahresergebnisses wird am 13. Dezember 2018 erfolgen.

  

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EVN nach drei Quartalen dank Einmaleffekten mit mehr Ergebnis
EBIT um 28,6 Prozent auf 387 Mio. Euro erhöht - Umsatz sank um 6,5 Prozent auf 1,65 Mrd. Euro

Der börsennotierte niederösterreichische Energieversorger EVN hat in den ersten drei Quartalen 2017/18 weniger Umsatz und dank positiver Einmaleffekte aus stichtagsbezogenen Werthaltigkeitsprüfungen ein deutlich besseres Ergebnis erzielt. Den Anfang August wegen positiver Bewertungseffekte erhöhten Ausblick hat die EVN heute bekräftigt.
Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) ging um 3,0 Prozent auf 585 Mio. Euro zurück. Die Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen vor allem bei Kraftwerken verringerten sich gegenüber dem Vorjahreswert deutlich um rund 100 Mio. Euro auf minus 5 Mio. Euro. Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) stieg um 28,6 Prozent auf 387,2 Mio. Euro, teilte die EVN am Donnerstag mit. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 12,9 Prozent auf 273,2 Mio. Euro.

Der Umsatz sank um 6,5 Prozent auf 1,65 Mrd. Euro. Gründe dafür waren neben einem milderen Winter in den drei Kernmärkten Österreich, Bulgarien und Mazedonien auch eine geringere Vermarktung von Strom aus thermischer Erzeugung, Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften und ein Rückgang im Erdgashandel. Die Stromerzeugung ging wegen einer geringeren thermischen Produktion zurück, bei den Erneuerbaren gab es in den ersten neun Monaten von Oktober 2017 bis Juni 2018 wegen eines überdurchschnittlichen Wasserdargebots aber einen Anstieg um 11,5 Prozent.

Für das Geschäftsjahr 2017/18 wurde heute bekräftigt, dass die EVN unter Berücksichtigung des positiven unbaren und stichtagsbedingten Ergebniseffekts von rund 38 Mio. Euro - infolge gestiegener Energiemarktpreise aus der Bewertung der im Rahmen des Risikomanagements abgeschlossenen Absicherungsgeschäfte zum 30. Juni 2018 - von einem Konzernergebnis auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau ausgeht. Das genaue Ausmaß der Bewertungseffekte zum Geschäftsjahresende werde von den Energiemarktpreisen zum Stichtag 30. September 2018 abhängen. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, ein Verfahren im Zusammenhang mit dem deutschen Kraftwerksprojekt Walsum 10 sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen.

  

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EVN erzeugte in den ersten drei Quartalen weniger Strom

Milderer Winter in Österreich und Südosteuropa - Wärme- und Gasverkauf rückläufig

Die EVN hat in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2017/18 deutlich weniger Strom aus thermischen Kraftwerken erzeugt, die Produktion aus Erneuerbaren Quellen wegen eines besseren Wind- und Wasserdargebots aber gesteigert. Der Stromabsatz an Endkunden ist wegen geringerer Verkäufe in Südosteuropa zurückgegangen.
Weniger Wärme wurde wegen des milderen Winters sowohl in Österreich und Deutschland als auch in Südosteuropa abgesetzt und auch der Gasverkauf ist gesunken.

Insgesamt ging die Stromerzeugung im Zeitraum Oktober 2017 bis Juni 2018 um 13,1 Prozent auf 4.293 Gigawattstunden (GWh) zurück. Grund für den Rückgang sei vor allem der hohe Vergleichswert des vorangegangenen Jahres, in dem es in Europa wegen des kalten Winters eine hohe Stromnachfrage gegeben hatte, teilte die EVN am Donnerstag mit. In den EVN-Wärmekraftwerken wurde in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres mit 2.538 GWh (minus 24,6 Prozent) um fast ein Viertel weniger Strom erzeugt, geht aus dem Zwischenbericht hervor. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist um 11,5 Prozent auf 1.755 GWh gestiegen.

Der Windkrafterzeugungskapazität wurde durch die Fertigstellung des bestehenden Windparks Sommerein und den Kauf des Windparks Ebenfurth im Juli 2018 auf 318 Megawatt (MW) erhöht. Bis Ende des Geschäftsjahres 2019/20 soll die Kapazität durch die Umsetzung bereits genehmigter Projekte auf 370 MW erhöht werden.

Im Winterhalbjahr 2017/18 wurden erstmals alle niederösterreichischen EVN-Wärmekraftwerke mit einer gesamten Erzeugungskapazität von 1.090 MW als Reservekapazität für den süddeutschen Raum bereitgehalten. "Einmal mehr bewegte sich auch ihr tatsächlicher Einsatz zur Netzstabilisierung im Rahmen dieser Verträge auf hohem Niveau", so die EVN in ihrer heutigen Pressemitteilung. Für Mai bis September 2018 stehen EVN-Wärmekraftwerke mit einer kontrahierten Kapazität von 430 MW zur Netzstabilisierung in Österreich bereit.

Der Stromverkauf an Endkunden ging um 1,4 Prozent auf 14.209 GWh zurück. Dabei gab es in Österreich und Deutschland einen Anstieg von zusammen 7,9 Prozent auf rund 5.400 GWh, in Südosteuropa dagegen einen Rückgang um 6,3 Prozent auf mehr als 8.800 GWh. Der Wärmeverkauf verringerte sich insgesamt um 2,9 Prozent auf 1.936 GWh. Der Erdgasabsatz sank um 9,4 Prozent auf 4.866 GWh.

Der durchschnittliche Personalstand betrug im Berichtszeitraum 6.822 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.844 Mitarbeiter).

Die Nettoverschuldung verringerte sich gegenüber Ende September 2017 um 192,4 Mio. auf 1,02 Mrd. Euro. Das Gearing verbesserte sich von 38,5 Prozent auf 28,4 Prozent.

  

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EnBW-Anteil nun unter 30 Prozent
Beteiligung auf 29,99 Prozent gesunken

Der deutsche Energieversorger EnBW hat seine Beteiligung an der niederösterreichischen EVN auf unter 30 Prozent reduziert. Der EnBW Trust e.V. habe mitgeteilt, dass sich sein Aktienanteil an der EVN AG auf 29,99 reduziert habe, teilte die EVN am Freitag mit. Im EVN-Halbjahresbericht 2017/18 wurde eine Beteiligung von 30,1 Prozent per Ende März 2018 ausgewiesen.
Ende März 2017 waren es laut damaligem Zwischenbericht 31,1 Prozent. Die EnBW hat im Jahr 2002 einen Anteil von 5 Prozent an der EVN gemeldet und hat zwischenzeitlich mehr als 37 Prozent gehalten. Mehrheitseigentümer der EVN ist mit 51 Prozent das Land Niederösterreich.

  

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EVN-Chef sieht großen Nachholbedarf bei Stromspeichern

Immense Leistung vom Sommer in den Winter zu bringen - Neue Großbatterien nötig, derzeit getestete zu teuer - Neuer APG-Vertrag noch kein Preissignal für Neuinvestments

Für das Erreichen des Klima- und Energiestrategie-Ziels einer zu 100 Prozent erneuerbaren Stromaufbringung in Österreich im Jahr 2030 sieht EVN-Chef Stefan Szyszkowitz noch großen Handlungsbedarf. Aus jetziger Sicht werde es 2030 ein Defizit von rund 8.000 MW Leistung geben, die vom Sommer in den Winter gebracht werden müssten. Zum Vergleich: Das Gaskraftwerk Mellach hat rund 840 MW Leistung.
Künftig seien nicht nur "andere Kraftwerke", sondern auch neue Batterien nötig, die sich von herkömmlichen unterscheiden. Der Test chemischer Speicher habe ergeben, dass die Bevorratung einer elektrischen Leistung für 600 Haushalte 3 Mio. Euro koste. Gehe es um die Strommenge (Arbeit), so reiche diese zu dem Preis überhaupt nur für einen einzigen Haushalt für 700 Tage. Die jetzt getesteten Speicher seien also noch keine Antwort darauf.

Die EVN setze ihre thermischen Kraftwerke, die in den letzten Jahren im Schnitt jeweils 130 bis 160 Tage gelaufen seien, nur noch für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit ein. Abgerufen würden diese Anlagen aber zu einem Preis, der sich an schon abgeschriebenen Anlagen orientiere. "Das ist kein Anreiz für eine Neuinvestition", kritisierte der EVN-Chef. Mit der jüngsten 3-jährigen Kontrahierungsvereinbarung, die die EVN und auch einige andere Versorger kürzlich mit dem Netzbetreiber APG abgeschlossen haben, habe man "nur Zeit gekauft", so Szyszkowitz am Freitag auf der Gewinn-Messe in Wien. Auf dem Weg zu 2030 oder 2050 werde es ohne Gas aber nicht gehen, "sonst gehen bei uns die Lichter aus".

Das 100.000-Dächer-Photovoltaik-Ziel der Regierung werde - als Baustein für die 2030er Ziele einer übers Jahr bilanziert 100 Prozent erneuerbaren Stromaufbringung - nicht ausreichen, warnte der EVN-Chef: "Wir bräuchten eigentlich 200.000 solche Anlagen pro Jahr, um auf die 100 Prozent zu kommen." Das sei ein enormes Ziel, das gehe bis hin in die Bauordnungen. Und für den Windkraft-Ausbau sei auch die Akzeptanz der Bürger nötig.

Auch für das Zuhause-Auftanken der E-Autos werde man sich noch etwas einfallen lassen müssen - hier gehe es weniger um die elektrische Arbeit, also das Stromvolumen, sondern um die Leistung. Derzeit gebe es daheim meist 6-kW- oder 8-kW-Anlagen, für E-Autos seien welche mit 22 kW nötig.

Für den Umbau des gesamten Stromsystems in die Energiezukunft gelte es 50 Mrd. Euro in die Hand zu nehmen, das sei selbst in 10 Jahren schwierig.

  

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RCB erhöht das Kursziel von 18,50 auf 21,50 Euro
Anlageempfehlung lautet weiterhin "Buy"

Die Wertpapierexperten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihr Kursziel für die Papiere des Versorgers EVN von 18,50 auf 21,50 Euro angehoben. Die Empfehlung "Buy" bleibt dagegen unverändert.

Die RCB-Analystin Teresa Schinwald verweist auf den Anstieg des Verbund-Marktwertes und höhere Preise für Energie, Öl und Gas sowie niedrigere Nettoschulden. Außerdem machen zur Zeit 12,63 Prozent der Verbund-Aktien 62 Prozent der Marktkapitalisierung der EVN aus, schriebt Schinwald in ihrer jüngsten Studie.

  

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Es ging ja recht deutlich abwärts die letzte Zeit. Deswegen bin ich umso mehr auf die Bilanzpräsentation am Donnerstag gespannt ... hoffentlich gibts da keine schlechten zahlen.

  

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EVN hielt Nettogewinn 2017/18 und zahlt gleich viel Dividende
Nö. Versorger avisiert für 2018/19 Rückkehr auf Normalspur mit weniger Gewinn - Stromproduktion und -erlöse in abgelaufener Periode gesunken - Schuldenstand und Gearing verbessert

Der niederösterreichische EVN hat dank günstiger Bewertungseffekte 2017/18 an den vorjährigen Nettogewinn angeschlossen und will dementsprechend auch eine gleich hohe Dividende ausschütten. Für 2018/19 wird weniger Gewinn erwartet, das wird als Rückkehr zu einem Normaljahr gewertet.
Das Konzernergebnis legte in der abgelaufenen Periode (per 30.9.) um 1,4 Prozent auf 254,6 Mio. Euro zu, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Von dieser Punktlandung war die EVN schon länger ausgegangen. Für 2018 geht man fürs Konzernergebnis von einer Bandbreite von 160 bis 180 Mio. Euro aus.

2017/18 ging das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen), wie schon unterm Jahr, zurück - um 6,9 Prozent auf 671,8 Mio. Euro. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) stieg um 13,3 Prozent auf 392,9 Mio. Euro.

Profitiert hat die EVN 2017/18 von positiven unbaren und stichtagsbedingten Ergebniseffekten aus der Bewertung von Absicherungsgeschäften. Das energiewirtschaftliche Umfeld war - gegenüber dem ungewöhnlich kalten Winter des Vorjahres - von deutlich wärmeren Temperaturen geprägt. Die Umsatzerlöse sanken um 6,5 Prozent auf 2,073 Mrd. Euro, vor allem wegen einer geringeren Stromvermarktung aus thermischer Produktion. Auch ein Rückgang im Erdgashandel sowie temperaturbedingte Mengeneffekte speziell in Südosteuropa wirkten sich aus.

Mehr Umsatz gab es bei erneuerbarem Strom, der Bereitstellung von Kapazitäten zur Netzstabilisierung und in der Wärme. Eine direkte vertragliche Bereitstellung thermischer EVN-Kraftwerke zur Netzstabilisierung im süddeutschen Raum ist seit Trennung der deutschösterreichischen Strompreiszone (1. Oktober) nicht mehr zulässig; nun erfolgt die Bereitstellung der Reservekapazität für den österreichischen Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid (APG).

Die EVN-Nettoverschuldung sank um 20,6 Prozent auf 963,7 Mio. Euro, das Gearing verbesserte sich von 38,5 auf 23,5 Prozent. Die Eigenkapitalquote legte auf 52,3 (48,8) Prozent zu. Als Dividende sollen erneut 0,44 Euro je Aktie plus 0,03 Euro/Aktie Sonderbonus ausgeschüttet werden, heißt es; zuletzt notierten die Papiere bei 13,70 Euro.

Wegen einer um 16,5 Prozent auf 3.313 Gigawattstunden (GWh) gesunkenen Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken ging die gesamte Stromproduktion der EVN um 8,8 Prozent auf 5.526 GWh zurück. Erklärt wird das Minus primär mit dem hohen Vorjahresvergleich, der durch die damals hohe europäische Stromnachfrage im kalten Winter bedingt war. Das vor allem im Vergleich zum vorjährigen Winterhalbjahr höhere Wasserangebot sowie der laufende eigene Windpark-Ausbau ließen die erneuerbare Erzeugung um 5,7 Prozent auf 2.213 GWh steigen.

Der Stromverkauf an Endkunden - bei dem auch zugekaufte Elektrizität inkludiert ist - blieb mit 18.413 (18.544) GWh fast unverändert (-0,7 Prozent). Die Stromerlöse gingen von 242,8 auf 213,2 Mio. Euro zurück. Der Erdgasverkauf an Endkunden kletterte um 9,9 Prozent auf 5.178 GWh, die gesamten Gaserlöse verringerten sich von 77,1 auf 66,2 Mio. Euro, geht aus dem Jahresfinanzbericht hervor. Beim Wärmeverkauf an Endkunden erzielte die EVN einen Zuwachs um 3,2 Prozent auf 2.219 GWh, die Wärmerlöse sanken von 16,9 auf 13,3 Mio. Euro.

Die Mitarbeiterzahl betrug im Schnitt 6.831 (6.840), davon 2.396 (2.368) in Österreich und 4.435 (4.472) im Ausland.

  

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>Es ging ja recht deutlich abwärts die letzte Zeit. Deswegen
>bin ich umso mehr auf die Bilanzpräsentation am Donnerstag
>gespannt ... hoffentlich gibts da keine schlechten zahlen.


da hat sich deine befürchtung wohl bewahrheitet....aber es war eher der ausblick als die zahlen denk ich..

  

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EVN-Gewinn im ersten Quartal 2018/19 deutlich gesunken

Konzernergebnis brach um 47,3 Prozent auf 59 Mio. Euro ein - Prognostizierte Rückkehr auf "historische Niveaus"

Der börsennotierte niederösterreichische Versorger EVN hat im ersten Quartal 2018/19 deutlich weniger Gewinn erzielt. Dies sei im Rahmen der Erwartungen und leite die - nach zwei durch positive Einmaleffekte geprägten Geschäftsjahren - "prognostizierte Rückkehr des Konzernergebnisses auf historische Niveaus" ein, teilte die EVN am Donnerstag mit.
Geprägt war das erste Quartal auch durch einen wegen der wärmeren Witterung deutlich geringeren Energiebedarf in Niederösterreich bis Anfang November sowie die gestiegenen Großhandelspreise für Strom, die das Ergebnis im Vertrieb belastet haben. Der Ausblick wurde bestätigt.

Das Konzernergebnis sank um 47,3 Prozent bzw. 53 Mio. Euro auf 59,1 Mio. Euro. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) fiel um 29,5 Prozent auf 163,2 Mio. Euro. Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter fiel um 51,1 Mio. Euro von 57,6 Mio. auf 6,5 Mio. Euro. Wesentlicher Treiber dafür sei der durch gestiegene Großhandelspreise und stichtagsbedingte negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften belastete Ergebnisbeitrag der Vertriebsgesellschaft EVN KG gewesen, so die EVN.

Das EBIT sank bei nahezu stabilen Abschreibungen einschließlich der Effekte aus Werthaltigkeitsprüfungen um 41,3 Prozent auf 97,4 Mio. Euro. Der Umsatz wuchs um 0,6 Prozent auf 596 Mio. Euro.

Die Ausblick wurde heute bestätigt. Für das Gesamtjahr 2018/19 erwartet die EVN ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 160 Mio. Euro bis 180 Mio. Euro. 2017/18 lag das Konzernergebnis bei 254,6 Mio. Euro. Die regulatorischen Rahmenbedingungen, die eingeleiteten Verfahren in Bulgarien, ein Verfahren im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt im Deutschland (Walsum 10) sowie der Fortgang der Aktivitäten in Moskau könnten das Konzernergebnis jedoch wesentlich beeinflussen, schriebt die EVN in ihrer heutigen Mitteilung.

Die Stromerzeugung der EVN lag im ersten Quartal mit 1.549 GWh um 8,1 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Bei den Erneuerbaren gab es einen Rückgang um 9,9 Prozent, wobei ein Anstieg im Bereich Windkraft das im Vergleich zum Vorjahr sehr geringe Wasserangebot nicht kompensieren konnte. Die Erzeugung in den thermischen Kraftwerken sank um 7,2 Prozent auf 1.029 GWh, großteils wegen des Rückgangs der zur Netzstabilisierung vertraglich bereitgestellten Reservekapazität auf 430 MW (Vorjahr: 1.090 MW). Der Stromverkauf an Endkunden stieg um 6,9 Prozent auf 5.018 Gigawattstunden (GWh). Der Gasverkauf sank um 7,6 Prozent auf 1.750 GWh, der Wärmeverkauf um 1,5 Prozent auf 717 GWh.

  

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Schiedsverfahren gegen Bulgarien ohne Zahlungen abgeschlossen
Keine bilanziellen Auswirkungen - Rechtssicherheit gewonnen - EVN bleibt in Bulgarien investiert

Das seit 2013 laufende Schiedsverfahren der EVN gegen Bulgarien ist abgeschlossen. Die EVN erhält zwar keine weiteren Zahlungen, bekommt aber Rechtssicherheit und sieht sich weiter als Langzeitinvestor im bulgarischen Markt, teilte das Unternehmen mit. Dass beide Parteien ihre jeweiligen Verfahrenskosten selber tragen müssen, sieht die EVN als Beleg, dass ihre Ansprüche begründet waren.
Auf die Bilanz hat die heutige Entscheidung keine Auswirkungen mehr - alle noch offenen Forderungen waren bereits abgeschrieben. Allerdings bleibt die EVN als Verfahrenkosten auf einem einstelligen Millionenbetrag sitzen.

Die EVN hat das Verfahren 2013 angestrebt, weil sie sich durch Maßnahmen der bulgarischen Regulierungsbehörden bei der Preisfestsetzung für Strom und der Vergütung von Erneuerbarer Energie geschädigt sah. 2017 kam es dann zu einem außergerichtlichen Vergleich in Bezug auf Ökostrom-Mehrkosten und Verzugszinsen. Dieser hatte für die EVN einen Wert von 127 Millionen Euro, die teilweise mit anderen Forderungen gegengerechnet wurden und sich in der EVN-Bilanz mit einem Plus von 38 Mio. Euro niederschlugen.

Das Schiedsverfahren lief aber weiter, wobei es seither vor allem um Regulierungsfragen gegangen sei, unter anderem um die Verzinsung von eingesetztem Kapital, sagte EVN-Sprecher Stefan Zach am Mittwochabend zur APA. Den genauen Streitwert für den heutigen Schiedsspruch könne man nicht beziffern, aber 2017 sei bereits "der Löwenanteil" der Forderungen der EVN erfüllt worden.

Wichtig sei für die EVN nun, dass die Entscheidung Sicherheit für künftige Entscheidungen der Regulierungsbehörde bringe, nachdem sie von beiden Seiten akzeptiert wird. "Damit sorgt sie für uns für bessere Planbarkeit", so Zach. Die EVN bekenne sich weiter zu ihrem Engagement in Bulgarien, wobei faire und transparente Rahmenbedingungen wichtig seien.

Grundsätzlich hat die EVN noch die Möglichkeit, den Schiedsspruch innerhalb der nächsten 120 Tage anzufechten, allerdings nur "aus sehr eng begrenzten Gründen", wie es in der Aussendung des Unternehmens heißt. Die Juristen prüfen nun den umfangreichen Spruch des International Center for the Settlement of Investment Disputes (ICSID) bei der Weltbank, wo das Schiedsverfahren gelaufen ist.

  

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EVN: Beenden Dürnrohr-Kohleverstromung vorzeitig bis 2025
Sprecher: Zehn bis fünfzehn Jahre vor Ende der technischen Lebensdauer - "Derzeit unverzichtbar für Versorgungssicherheit" - Global fordert erneut früheres Aus für Kohleverstromung

Der niederösterreichische Energieversorger EVN wird die im Kraftwerk Dürnrohr (NÖ) laufende Stromerzeugung mit Kohle bis spätestens 2025 beenden. Das wäre dann zehn bis fünfzehn Jahre vor Ende der technischen Lebensdauer der Anlage, sagte EVN-Pressesprecher Stefan Zach zur APA. Am Montag hatte die Umweltorganisation Global 2000 erneut ein früheres Aus der Kohleverstromung gefordert.
Jahrzehntelang habe dieses Kraftwerk einen Beitrag zur Versorgungssicherheit geleistet, so der Sprecher. Mittelfristig werde es wohl moderne Gaskraftwerke geben müssen, um das volatile Stromangebot der Erneuerbaren Energien auszugleichen und den Systemumbau in die erneuerbare Stromwelt abzusichern. "Wir schulden unseren Kunden Versorgungssicherheit, dafür bedarf es in Österreich Rahmenbedingungen." Derzeit sei der Kohlestrom noch unverzichtbar für die netztechnische Versorgungssicherheit.

Das Kohlekraftwerk Dürnrohr kommt faktisch ohnedies nur in sehr geringem Ausmaß zum Einsatz. Auch in Zeiten, als es seitens der Netzgesellschaft APG noch Kontrahierungsvereinbarungen mit der EVN gab, betraf dies in der Praxis fast nur Elektrizität aus den EVN-Anlagen Theiß und Korneuburg, kaum aus Dürnrohr.

Global 2000 erklärte am Montag in einer Aussendung, es brauche jetzt einen raschen, sozial gerechten Ausstiegsplan aus der Kohleverstromung bis 2020, der mit der Belegschaft ausgearbeitet werden solle. Außer Dürnrohr werde in Österreich nur noch ein anderes Kohlekraftwerk betrieben: Das Kohlekraftwerk in Mellach - es versorgt den Großraum Graz mit Fernwärme, das soll aber nach der Wintersaison 2019/20 zu Ende sein.

Energieexperten geben zu bedenken, dass es im Widerspruch zur Versorgungssicherheit stehe, auf bestehende Kraftwerkskapazitäten zu verzichten, ohne sie durch etwas anderes zu ersetzen. Auf dem Papier habe unser Land zwar mehr installierte Leistung als zum Spitzenbedarf benötigt, doch stehe diese nicht immer im ausreichenden Ausmaß zur Verfügung. Der nächste kalte Winter wie etwa 2016/17 komme bestimmt, dann könnten im Zweifel wieder nur Stromimporte helfen. So hatte die APG etwa Anfang Jänner 2017 an einem besonders extremen Tag 4.738 MW abrufen müssen, obwohl sich die thermische Kontrahierung nur auf 3.600 MW bezog.

  

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Strom und Gas im Osten Österreichs ab Juni teurer, EAA erhöht Preise
Erhöhung bei Strom für Durchschnittshaushalt bei 3,5 Euro im Monat, bei Gas um 2,5 Euro

Strom und Gas werden in Ostösterreich ab 1. Juni teurer: Die EnergieAllianzAustria (Wien Energie, EVN und Energie Burgenland) erhöht die Preise. Für einen Durchschnittshaushalt lägen die Mehrkosten bei Strom um rund 3,5 Euro im Monat höher, teilte die EAA am Montag mit. Gas wird um 2,5 Euro im Monat teurer.
Begründet wird die Preiserhöhung mit höhere Beschaffungskosten unter anderem auch wegen der Trennung der österreichisch-deutschen Strompreiszone.

Der Gesamtpreis für Strom (inklusive Netzkosten sowie Steuern und Abgaben) steigt für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) um rund 6 Prozent, hieß es aus der EnergieAllianzAustria (EAA) zur APA. Bei Gas beträgt die Erhöhung für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 15.000 kWh 2,8 Prozent.

Die Stromrechnung besteht aus drei Komponenten: Dem reinen Energiepreis - hier ist ein Anbieterwechsel möglich -, den Netzkosten sowie Steuern und Abgaben.

Zuletzt waren die Preise per Anfang Oktober 2018 angehoben worden, die Strompreiserhöhung hatte damals für einen durchschnittlichen Haushalt rund 3 Euro im Monat betragen, bei Gas waren es rund 2,3 Euro

Die Wien Energie bietet ihren Kunden einen Treuebonus von 20 Frei-Energietagen an, wenn man sich für ein Jahr bindet. Bei Strom belaufen sich die Mehrkosten für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden laut Wien Energie auf 2,69 Euro im Monat bzw. 1,47 Euro im Monat mit Treuebonus. Besitzer einer Jahreskarte der Wiener Linien könne sich 20 zusätzlich Freienergietage online sichern, die Mehrkosten betragen dann inklusive Treuebonus nur mehr 24 Cent im Monat, hieß es aus der Wien Energie zur APA.

Bei Gas betragen die Mehrkosten bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 10.700 kWh 1,81 Euro, mit Treuebonus sinkt die Rechnung sogar um 0,33 Euro im Monat. In Wien liegen der Durchschnittsverbrauch von Haushalten niedriger. Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 kWh Strom betragen die monatlichen Mehrkosten 3,76 Euro im Monat bzw. 2,09 Euro mit Treuebonus. Bei einem Erdgasverbrauch von 15.000 kWh steigt die Rechnung um 2,54 Euro, mit Treuebonus fällt sie um 0,42 Cent niedriger aus.

Betroffen sind bei der Wien Energie rund eine Million Kunden, nicht betroffen sind rund 250.000 Kunden im Strom- und Erdgasbereich mit einem Float-Tarif, mit Fixpreis-Tarifen sowie Kunden, die 2018 einen Treuebonus genommen haben.

Bei der EVN beträgt die Erhöhung für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Strom 3,34 Euro im Monat, bei Gas (Jahresverbrauch: 15.000 kWh) sind es 2,42 Euro. Strom sei damit aber noch immer deutlich billiger als vor 10 Jahren, der reine Energiepreis sei seit 2008 um rund 10 Prozent gesunken, bei Gas sei der reine Energiepreis um fast 11 Prozent niedriger als 2011. Die EVN verweist auch auf eine deutliche Senkung der Netzentgelte und Ökostromförderkosten per Jahresbeginn 2019. Für einen Durchschnittshaushalt, der bei der EVN-Tochter Netz NÖ Strom und Gas bezieht, falle die Stromrechnung im Jahr damit um 60 Euro niedriger aus.

Laut Energie Burgenland wirkt sich die heute angekündigte Preiserhöhung bei einem durchschnittlichen Haushaltskunden mit einem Strom-Jahresverbrauch von 3.500 kWh mit 3,71 Euro im Monat aus. Bei Gas (Jahresverbrauch von 15.000 kWh) mit 2,55 Euro monatlich.

  

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EVN beendet Stromerzeugung mit Kohle in Dürnrohr noch im Herbst 2019

Standort wird mit Investitionen von 20 Mio. Euro weiterentwickelt - Mikl-Leitner: Ausstieg in ganz Europa vorantreiben

Der niederösterreichische Energieversorger EVN wird die im Kraftwerk Dürnrohr in der Gemeinde Zwentendorf laufende Stromerzeugung mit Kohle bereits im Herbst dieses Jahres beenden. Noch zu Monatsbeginn war von "bis spätestens 2025" die Rede gewesen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) begrüßte die Entscheidung ausdrücklich.
"Das ist ein richtiger Schritt, weil die Stromerzeugung durch Kohle die CO2-schädlichste Erzeugungsform ist. Niederösterreich ist schon jetzt Vorreiter bei der Stromerzeugung durch Erneuerbare Energien", sagte Mikl-Leitner in einer Aussendung. Jetzt gehe es darum, den Kohleausstieg in ganz Europa voranzutreiben. Derzeit gebe es in den 28 EU-Staaten noch 260 aktive Kohlekraftwerke.

Dürnrohr war laut EVN "seit 1986 ein Eckpfeiler der Versorgungssicherheit Ostösterreichs. Zu Spitzenzeiten war an diesem Standort Steinkohle für bis zu einem Jahr Produktion gelagert". Jetzt werde die vorhandene Restkohle verstromt. Sie reiche insgesamt noch für etwa 30 Betriebstage. Neue Lieferoptionen würden nicht mehr gezogen, hieß es am Dienstag.

Ein frühzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung sei ein Beitrag zum Klimaschutz in Österreich, bringe aber gleichzeitig große Herausforderungen für die heimische Versorgungssicherheit, betonte die EVN. Dürnrohr soll nunmehr als innovativer Energiestandort weiterentwickelt werden. Die EVN wird eigenen Angaben zufolge 500.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung nützen. Aus dem Müll werde Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe sollen von Dürnrohr aus versorgt werden.

Künftig soll am Standort auch der niederösterreichische Klärschlamm einer sinnvollen Verwertung zugeführt und zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden. Zusätzlich wird von der EVN die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage vorbereitet. Die Investitionen in Dürnrohr "in nächster Zeit" bezifferte der Versorger am Dienstag mit mehr als 20 Mio. Euro.

  

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EVN mit erwartetem Ergebnisrückgang im Halbjahr - Ausblick bestätigt
Wärmeres Wetter drückte Energiebedarf der Kunden - Umsatz stagnierte von Oktober bis März

Der nö. Energieversorger hat im ersten Geschäftshalbjahr 2018/19 den vom Unternehmen erwarteten Ergebnisrückgang verzeichnet, der auch der wärmeren Witterung und einem dadurch geringeren Energiebedarf der Kunden geschuldet war. Der Umsatz stagnierte von Oktober bis März bei 1,246 Mrd. Euro, das EBITDA sank um 30 Prozent auf 330,3 Mio. Euro und das EBIT schrumpfte um 42 Prozent auf 198,1 Mio. Euro.

Das auf die EVN-Aktionäre entfallende Konzernergebnis verringerte sich um fast 44 Prozent auf 129,0 Mio. Euro, teilte der börsennotierte Versorger am Mittwoch mit. Positive Impulse kamen von Zuwächsen in der erneuerbaren Stromerzeugung und der Wärmeversorgung, negative dagegen von geringeren Erlösen aus der thermischen Erzeugung, die im Berichtszeitraum um 1,5 Prozent auf 1.184 Gigawattstunden (GWh) stieg. Die thermische Produktion sank um 16,7 Prozent auf 1.792 GWh, bedingt durch den Rückgang der zur Engpassvermeidung vertraglich bereitgestellten Reservekapazität.

Den Ausblick für das Gesamtjahr 2018/19 (per 30.9.) bestätigt die EVN: Unter Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird ein Konzernergebnis von 160 bis 180 Mio. Euro erwartet, wie es bereits bei der Jahresbilanz 2017/18 im Dezember hieß. Im Gesamtjahr 2017/18 hatte das Konzernergebnis 254,6 Mio. Euro betragen.

  

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Wärmerer Winter dämpfte im EVN-Halbjahr den Energiebedarf der Kunden

Weniger Gas- und Wärmeabsatz, aber mehr Stromverkauf - Umsatz stagnierte - Thermische Kraftwerke für Netzstabilität geringer im Einsatz - At-equity-Unternehmen brachten weniger, auch RAG - GRAFIK

Beim niederösterreichischen Energieversorger EVN ist durch die relativ warme Witterung der Gas- und Wärmebedarf der Kunden im ersten Geschäftshalbjahr (Oktober bis März) gesunken. Das sorgte - neben anderen Faktoren - für eine Umsatzstagnation bei 1,246 Mrd. Euro und für einen spürbaren Rückgang der operativen Ergebnisse und des Nettogewinns. Der Ausblick aufs Gesamtjahr 2018/19 bleibt gleich.
In allen drei Kernmärkten der EVN lagen die Temperaturen im Berichtszeitraum über dem langjährigen Durchschnitt. In Österreich reduzierte sich die Heizgradsumme - die den temperaturbedingten Energiebedarf definiert - im Jahresabstand um 14,2 Prozentpunkte (von 107,8 auf 93,6). In Südosteuropa war der Rückgang moderater: In Bulgarien reduzierte sich die Heizgradsumme um 1,8 Prozentpunkte (von 95,8 auf 94,0), in Nordmazedonien um 2,1 Prozentpunkte (von 99,9 auf 97,8).

Bei Strom lag der Energieverkauf an Endkunden über dem gleichen Vorjahreszeitraum, bei Erdgas und Wärme aber darunter. An Erdgas gab die EVN von Oktober bis März 4.002 Gigawattstunden (GWh) ab, ein Rückgang von 9,3 Prozent. An Wärme wurden an Endkunden 1.569 GWh geliefert, um 3,7 Prozent weniger; dabei fiel das Minus mit 4,0 Prozent in Mittel- und Westeuropa (Österreich und Deutschland) stärker aus als in Südosteuropa (-1,6 Prozent).

Strom verkaufte die EVN an Endkunden mit 10.710 GWh jedoch um 5,5 Prozent mehr (dabei +9,4 Prozent in Mittel- und Westeuropa und +3,2 Prozent in Südosteuropa), wie aus dem Halbjahresbericht des börsennotierten Unternehmens von Mittwoch hervorgeht. Der gesamte Netzabsatz der EVN belief sich bei Strom auf 12.297 GWh (-0,3 Prozent) und bei Erdgas (inkl. Absatz an eigene Kraftwerke) auf 10.695 GWh (-13,9 Prozent).

Die Stromproduktion der EVN sank im Geschäftshalbjahr um 10,3 Prozent auf 2.976 GWh. Dabei wuchs sie bei Erneuerbarer Energie leicht um 1,5 Prozent auf 1.184 GWh, ging aber bei Wärmekraftwerken deutlich um 16,7 Prozent auf 1.792 GWh zurück. Grund war, dass die vertragliche Bereitstellung von Reservekapazität zur Engpassvermeidung im Stromnetz durch kalorische Kraftwerke der EVN im Winterhalbjahr 2018/19 mit 430 Megawatt (MW) deutlich unter Vorjahr (1.090 MW) lag.

Diese 430 MW, die aus einem Teil des Kraftwerks Theiß bei Krems (NÖ) stammen, werden seit 1. Oktober für drei Jahre vertraglich zur Netzstabilisierung bereitgestellt. Weitere Kapazitäten von Theiß sowie das gesamte Kraftwerk Korneuburg, für die es derzeit keinen Vertrag gibt, sind laut EVN "im aktuellen Marktumfeld konserviert". In Summe lag die in diesem Segment erfasste Stromerzeugung mit 2.550 GWh um 13,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Ein Einsatz für den süddeutschen Raum ist durch die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone seit 1. Oktober 2018 nicht mehr möglich.

Von Oktober bis März ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der EVN um 29,9 Prozent auf 330,3 Mio. Euro gesunken und das operative Ergebnis (EBIT) um 41,8 Prozent auf 198,1 Mio. Euro zurückgegangen. Das auf die EVN-Aktionäre entfallende Konzernergebnis verringerte sich um 43,8 Prozent auf 129,0 Mio. Euro.

Der Ausblick fürs Gesamtjahr 2018/19 (per 30.9.) wurde bestätigt: Bei durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird ein Konzernergebnis von 160 bis 180 Mio. Euro erwartet, wie es bereits bei der Jahresbilanz 2017/18 im Dezember hieß. Im Gesamtjahr 2017/18 hatte das Konzernergebnis 254,6 Mio. Euro betragen.

Deutlich geringer war diesmal mit 4,6 Mio. Euro der Ergebnisanteil der at equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter, ein Jahr davor hatte man hier noch 111,0 Mio. Euro verzeichnet. Grund für den starken Rückgang waren höhere Beschaffungskosten - gestiegene Großhandelspreise drückten das Vertriebsergebnis - und stichtagsbedingt negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften, die den Geschäftsverlauf der EVN KG (EVN Energievertrieb GmbH & Co KG) belasteten, sowie ein geringerer Ergebnisbeitrag der EVN-Tochter RAG Austria AG, an der die Niederösterreicher 50,025 Prozent halten. Sonstige betriebliche Erträge fielen bei der EVN im Halbjahr diesmal höher aus, ebenso aber der Aufwand für Fremdstrombezug und Personalaufwand. Der EVN-Mitarbeiterstand stieg um 0,9 Prozent auf 6.876 (6.818).

  

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EVN gibt eigene Aktien an Mitarbeiter aus
Bis zu 188.000 Stück

Der börsennotierte niederösterreichische Versorger EVN will im Sommer Anteilsscheine an seine Mitarbeiter ausgeben. Der Vorstand habe am Mittwoch beschlossen, maximal 188.000 der eigenen Aktien im Laufe des dritten Quartals 2019 an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie bestimmter verbundener Unternehmen auszugeben, hieß es am Abend.

Die Aktien sollen demnach an Mitarbeiter gehen, die laut einer Betriebsvereinbarung Anspruch auf eine Sonderzahlung haben und von einem diesbezüglichen Wahlrecht Gebrauch machten, teilte der Konzern weiter mit. Bei der EVN besteht derzeit kein Aktienoptionsprogramm. Auf Basis früherer Aktienrückkaufprogrammen hält die EVN aktuell 1.883.824 eigene Aktien. Das sind 1,05 Prozent am Grundkapital.

  

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EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
Stromerzeugung aus Kohle in Dürnrohr wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll

Der börsennotierte niederösterreichische Versorger EVN startet Ende 2019 mit der Einführung der digitalen Stromzähler (Smart Meter), so der Vorstand heute bei der Halbjahrespressekonferenz. Die Stromerzeugung aus Kohle in Dürnrohr wird wie gestern angekündigt heuer im Herbst beendet, diese sei wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, hieß es heute.

Die Smart-Meter-Einführung hat sich bei der EVN wegen Software-Problemen verzögert. Die Software laufe nun, so Vorstand Franz Mittermayer. Ziel sei eine Abdeckung von 85 Prozent in den kommenden zwei bis drei Jahren.

Zum Aus für das Kohlkraftwerk Dürnrohr sagte EVN-Vorstandschef Stefan Szyszkowitz, der Ausstieg aus der Kohlverstromung sei eine sinnvolle und gute Entscheidung - nicht nur für das Klima, sondern auch für die EVN, weil unter diesen Voraussetzungen ein wirtschaftlicher Betrieb nicht mehr möglich wäre. Aus technischer Sicht hätte es bis längstens 2025 laufen können. Gestiegene Preise für CO2-Zertifikate und die Änderungen beim Einsatz von Kraftwerken zur Stabilisierung der Stromnetze durch die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone machen die Kohleverstromung aus Sicht des EVN-Vorstandes nicht mehr rentabel.

Die Preise für CO2-Zertifikate seien auf 20 bis 25 Euro je Tonne gestiegen, von 7 bis 9 Euro in den vergangenen Jahren. Es gebe für die Stilllegung des Steinkohlekraftwerks Dürnrohr keine Sonderabschreibungen in der heurigen Bilanz, im kommenden Jahr wird mit operativen Kosten im 1-stelligen Millionen-Euro-Bereich gerechnet. Beschäftigt sind in diesem Teil des Kraftwerkstandorts 35 Mitarbeiter, die künftig in anderen Bereichen eingesetzt werden. Die Investitionen in die Neuausrichtung des Kraftwerkstandortes betragen 20 Mio. Euro. Die EVN setzt dort auf Stromerzeugung aus Müll. Geplant ist auch eine Photovoltaik-Anlage. Zudem werden zwei Klärschlammanlagen errichtet.

In der Nutzung von Klärschlamm für die Energieerzeugung sieht die EVN auch für das internationale Projektgeschäft Potenzial. Insgesamt sind fünf Referenzanlagen in Errichtung, neben den beiden in Dürnrohr auch in Litauen, Deutschland und Bahrain. Die Entsorgung von Klärschlamm stelle zunehmen eine Herausforderung dar.

Für die Stabilisierung der Stromnetze stellt die EVN in Österreich nun 430 MW aus dem Gaskraftwerk Theiß zur Verfügung, im vorangegangen Halbjahr waren es inklusive der Bereitstellung für den deutschen Stromnetzbetreiber Tennet noch 1.090 MW. Verträge mit deutschen Stromnetzbetreibern sind seit der Stromzonentrennung Anfang Oktober 2018 nicht mehr möglich.

Zum Thema Versorgungssicherheit und Dürnrohr zog Szyszkowitz einen Vergleich mit den Bremer Stadtmusikanten, ganz unten ist der Esel, dann sei der nächste der Hund, dann die Katze, dann der Hahn. "Alle zusammen ergeben die Versorgungssicherheit in Österreich". Es seien die Behörden gefordert, das zu beurteilen. Szyskowitz betonte, dass künftige Regelungen für die Versorgungssicherheit notwendig seien. Zum Thema Neuwahl und Auswirkungen auf die Rahmenbedingungen für die E-Wirtschaft meinte er, man habe ambitionierte Ziele, es gebe einen intensiven Dialog mit den verschiedenen verantwortlichen Stellen, "und wir hoffen, dass die Übergangsphase möglichst eine kurze ist", damit man die Entscheidungen auch treffen und die gesetzten Ziele 2030/2050 realistisch erfüllen könne. Man sei gut beraten mit Abwarten.

Investieren will die EVN bis zu 400 Mio. Euro im Jahr. Davon sind rund 300 Mio. Euro für Netze, Windkraft und Trinkwasser in Niederösterreich vorgesehen. Aktuell habe die EVN im Konzern eine installierte Windkraftleistung von 336 MW. Drei neue Projekte sind in Bau, damit sollen im Herbst 31 MW dazukommen. Längerfristiges Ziel sind 500 MW Windkraftleistung.

In den Ausbau der überregionalen Trinkwassernetze in Niederösterreich werden bis 2030 rund 165 Mio. Euro investiert. Geplant sind rund 300 Kilometer zusätzliche Transportleitungen. Die EVN verweist dabei auf ein erwartetes Bevölkerungswachstum von rund 20 Prozent im ihrem Versorgungsgebiet in diesem Zeitraum, von rund 570.000 Personen 2017/18. Zudem stiegen auch die Qualitätsanforderungen.

Im internationalen Umweltgeschäft sind sieben Abwasserprojekte in Umsetzung, davon vier neue Aufträge im ersten Halbjahr 2018/19 mit einem Gesamtwert von 65 Mio. Euro.

  

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>>EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
>
>lange lebe der Überwachungsstaat
>

Es liegt am Kunden, inwieweit er die Smartmeter nutzen will. Voreingestellt ist eine tägliche Ablesung. Mit der Variante "opt in" kann der Kunde das freiwillig auf 15-minütig ändern, mit der Option "opt out" kann er es auf jährlich reduzieren.

Opt in ermöglicht die Nutzung marktnaher Tarife.

  

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>>>EVN startet Smart-Meter-Einführung Ende 2019
>>
>>lange lebe der Überwachungsstaat
>>
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>Es liegt am Kunden, inwieweit er die Smartmeter nutzen will.
>Voreingestellt ist eine tägliche Ablesung. Mit der Variante
>"opt in" kann der Kunde das freiwillig auf 15-minütig ändern,
>mit der Option "opt out" kann er es auf jährlich reduzieren.
>
>Opt in ermöglicht die Nutzung marktnaher Tarife.

der smartmeter wird eingebaut, ob man will oder nicht, (eines der letzten Geschenke vom Mahrer).
Auch bei "opt out" protokolliert er weiter, kann online ausgelesen und auch online abgedreht werden. Technisch ändert sich bei "opt out" genau Null oder 2 - 2

Was mit den Daten dann geschieht ist eine vollkommene andere Angelegenheit. Gesammelt werden sie.
Außerdem brauchen die "russischen Hacker" ja auch ein Möglichkeit maximalen Schaden zu verursachen, wenn sie durch eine Sicherheitslücke genügend Verbraucher/Smartmeter auf einmal von Netz nehmen können

Aber machts euch keine Sorgen, alles lauft nach Drehbuch

https://www.amazon.de/BLACKOUT-Morgen-ist-sp%C3%A4t-Roman/dp/3442380294/ref=sr_1_1?__mk_d e_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&keywords=black+out&qid=1559280976&s=gateway&sr=8-1

  

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>>Technisch ändert sich bei "opt out" genau Null<<

Bei opt out dürfen keine Werte gespeichert werden, und die Fernabschaltfunktion ist deaktiviert. Es darf der Zählerstand nur anlaßbezogen (einmal jährlich bzw. bei Stromanbieterwechsel) fernabgefragt werden.

  

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>>>Technisch ändert sich bei "opt out" genau
>Null<<
>
>Bei opt out dürfen keine Werte gespeichert werden, und die
>Fernabschaltfunktion ist deaktiviert.

per Hardware oder per Software?

Und weiß das der russische Hacker bzw. das Skript Kiddy das halt die Sicherheitslücke die die EVN vergessen hat zu schließen ausnützt auch? (die EVN ist bekannt für die Kompetenz ihrer IT Abteilung - lol)



  

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>per Hardware oder per Software?
>
>Und weiß das der russische Hacker bzw. das Skript Kiddy das
>halt die Sicherheitslücke die die EVN vergessen hat zu
>schließen ausnützt auch? (die EVN ist bekannt für die
>Kompetenz ihrer IT Abteilung - lol)

Letztlich wohl per Software. Aber die smarten Funktionen sollten sich nicht ohne Hausbesuch aktivieren lassen. Ich gehe davon aus, daß die EVN die gesetzlichen bzw. regulatorischen Vorgaben einhält.

  

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>>per Hardware oder per Software?
>>
>>Und weiß das der russische Hacker bzw. das Skript Kiddy
>das
>>halt die Sicherheitslücke die die EVN vergessen hat zu
>>schließen ausnützt auch? (die EVN ist bekannt für die
>>Kompetenz ihrer IT Abteilung - lol)
>
>Letztlich wohl per Software. Aber die smarten Funktionen
>sollten sich nicht ohne Hausbesuch aktivieren lassen. Ich gehe
>davon aus, daß die EVN die gesetzlichen bzw. regulatorischen
>Vorgaben einhält.

ich geh auch davon aus, genauso wie vom Black-Out durch die Smart Meter.

Es ist einfach für eine fremde Macht zu verlockend ein Land, mit ein Truppe von 5-10 Software Experten in die Knie zwingen zu können.

  

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Volumensmäßig nicht unbedingt das was man als strategische Reserve bezeichnen würde.


EVN füllte 30.000 Liter Trinkwasser in Flaschen ab

Mehr als 20.000 Flaschen werden an zehn verschiedenen Standorten in Niederösterreich bereitgehalten

derstandard.at/2000104945695/EVN-fuellte-30-000-Liter-Trinkwasser-in-Flaschen-ab

  

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>Ofen aus: Zu Besuch in einem der letzten Kohlekraftwerke
>Österreichs
>
>Die EVN hat das Kraftwerk früher als geplant stillgelegt. Aus
>der ehemaligen Kohlehalde wird ein Solarpark.
>
>https://kurier.at/wirtschaft/ofen-aus-zu-besuch-in-einem-der-letzten-kohlekraftwerke-oest erreichs/400567649

Schade, so schwächt uns die Politik. Dieses Kraftwerk hatte sicher bessere Filteranlagen als die meisten in Russland oder Asien.

  

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>Schade, so schwächt uns die Politik. Dieses Kraftwerk hatte
>sicher bessere Filteranlagen als die meisten in Russland oder
>Asien.


Mag sein, aber Dürnrohr wird kein Kraftwerk in Asien ersetzen können. Aber dafür kann Dürnrohr sehr gut durch ein modernes Gaskraftwerk ersetzt werden, das sicher weniger Gift produziert.

  

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>>Schade, so schwächt uns die Politik. Dieses Kraftwerk
>hatte
>>sicher bessere Filteranlagen als die meisten in Russland
>oder
>>Asien.
>
>
>Mag sein, aber Dürnrohr wird kein Kraftwerk in Asien ersetzen
>können. Aber dafür kann Dürnrohr sehr gut durch ein modernes
>Gaskraftwerk ersetzt werden, das sicher weniger Gift
>produziert.

Ja, aber der Strombedarf wird steigen und man hätte es noch für die Übergangsphase(5-10J) nutzen können.

  

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>Ja, aber der Strombedarf wird steigen und man hätte es noch
>für die Übergangsphase(5-10J) nutzen können.

Ja, man hätte können. Aber ich sehe es nicht als nachteilig, wenn das dreckigste Kraftwerk des Landes stillgelegt wird. Jeder Ersatz ist besser, sogar Importe aus Tschechien und Deutschland.

  

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>>Ja, aber der Strombedarf wird steigen und man hätte es
>noch
>>für die Übergangsphase(5-10J) nutzen können.
>
>Ja, man hätte können. Aber ich sehe es nicht als nachteilig,
>wenn das dreckigste Kraftwerk des Landes stillgelegt wird.
>Jeder Ersatz ist besser, sogar Importe aus Tschechien und
>Deutschland.


Jedenfalls bereitet die nächste Regierung schon die Jubelpresseaussendung zum Rückgang der CO2-Emission vor...

  

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Letztes Kohlefeuer im Kraftwerk Dürnrohr
EVN: Beitrag zum Klimaschutz - Standort soll "zentraler Energieknoten" bleiben - Klärschlamm und Photovoltaik-Anlage -

Der niederösterreichische Energieversorger EVN beendet im Kraftwerk Dürnrohr in der Gemeinde Zwentendorf nach knapp 33 Jahren die Stromerzeugung mit Kohle. Der Schritt war Ende Mai angekündigt und nicht nur vom Land selbst ausdrücklich begrüßt worden. Dürnrohr soll als wichtiger innovativer Energiestandort weiter entwickelt werden, wurde am Freitag anlässlich des letzten Kohlefeuers betont.
Das Kraftwerk nahe der Donau ist laut einer EVN-Aussendung seit 1986 "ein Eckpfeiler der Versorgungssicherheit Ostösterreichs". Zu Spitzenzeiten sei Steinkohle für bis zu einem Jahr Produktion gelagert gewesen. Bei Volllast habe Dürnrohr Strom für etwa 1,7 Mio. Haushalte produziert.

Ein frühzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung sei ein Beitrag zum Klimaschutz in Österreich, bringe aber gleichzeitig große Herausforderungen für die heimische Versorgungssicherheit, sagte EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz. Nun müssten andere Kraftwerke in Niederösterreich einspringen. Der Ausstieg aus der Kohleverstromung sei "ein richtiger und wichtiger Schritt", erinnerte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) daran, dass die "Stromerzeugung durch Kohle die CO2-schädlichste Erzeugungsform ist".

Dürnrohr soll auch ohne Kohle ein "zentraler Energieknoten" bleiben. Die EVN nützt der Aussendung zufolge 500.000 Tonnen Haus- und Gewerbemüll pro Jahr als Brennstoff zur Strom- und Wärmeerzeugung. Aus dem Müll werde Strom für 170.000 Haushalte und Fernwärme für die Landeshauptstadt St. Pölten erzeugt. Auch Industriebetriebe werden vom Standort aus mit Energie versorgt.

Künftig soll in Dürnrohr zudem der niederösterreichische Klärschlamm zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet werden, so die EVN. Zusätzlich werde die Errichtung einer großen Photovoltaik-Anlage vorbereitet. Bei diesen Projekten könnten Mitarbeiter am Standort neue berufliche Herausforderungen finden. Die EVN hat angekündigt, "in nächster Zeit" mehr als 20 Mio. Euro in Dürnrohr investieren zu wollen.

  

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EVN überträgt eigene Aktien an Arbeitnehmer

Am 29. Mai 2019 hat die EVN AG die Ausgabe von maximal 188.000 der eigenen Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie bestimmter verbundener Unternehmen im Laufe des dritten Kalenderquartals des Jahres 2019 angekündigt.

Am 9. August 2019 wurden insgesamt 73.528 eigene Aktien, das entspricht einem Anteil von 0,04 % am Grundkapital der EVN AG, an Arbeitnehmer übertragen. Damit ist die Ausgabe an Arbeitnehmer abgeschlossen und beendet. Die übertragenen eigenen Aktien sind auf Inhaber lautende Stammaktien der EVN AG. Der Gegenwert je Aktie entspricht dem Tagesendkurs vom 9. August 2019 (Schlusskurs: 14,96 Euro).

Die EVN AG verfügt nunmehr über 1.810.296 eigene Aktien, die einem Anteil von 1,01 % am Grundkapital der Gesellschaft entsprechen.

  

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EVN mit erwarteten Gewinnrückgang in den ersten drei Quartalen
Ausblick am oberen Ende der Bandbreite bestätigt - Ausbau der Stromerzeugung aus Windkraft

Der börsennotierte niederösterreichische Energieversorger EVN hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 wie erwartet weniger Gewinn erzielt. Ausgebaut wurde die Stromerzeugung aus Windkraft. Der temperaturbedingte Energiebedarf in Österreich sei nach dem milden Winter wegen des kühleren Mais wieder fast auf Vorjahresniveau gelegen, teilte die EVN am Donnerstag mit.
Der Ausblick für das Konzernergebnis im Gesamtjahr wurde heute am oberen Ende der angenommenen Bandbreite von 160 bis 180 Mio. Euro bestätigt. Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte die EVN ein Konzernergebnis von 254,6 Mio. Euro.

In den ersten neun Monaten sank das Konzernergebnis um 38,4 Prozent auf 168,2 Mio. Euro. Der Rückgang liege im Rahmen der Erwartungen. Operativ fiel das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) um 39,0 Prozent auf 236,4 Mio. Euro. Das EBITDA ging um 25,5 Prozent auf 435,7 Mio. Euro zurück. Der Umsatz stieg um 3,5 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Zum Anstieg beigetragen haben unter anderem Zuwächse in der erneuerbaren Erzeugung und die Wärmeversorgung, gegenläufig wirkten unter anderem Rückgänge in der thermischen Stromerzeugung und das Segment Netz.

Ein höheres Windaufkommen und mehr Windkraftkapazitäten verhalfen der EVN zu einem Anstieg der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen um 6 Prozent auf 1.860 Gigawattstunden. Nach der Inbetriebnahme von zwei neuen Windparks sollen im laufenden Geschäftsjahr noch drei weitere große Windkraftprojekte fertiggestellt werden. Die EVN werde damit zum Ende des Geschäftsjahres über eine Windkraft-Erzeugungskapazität von 367 Megawatt (MW) verfügen und damit ein Ausbau-Zwischenziel auf dem Weg in Richtung der angestrebten 500 MW Windkraftkapazität vorzeitig erreichen, heißt es in der heutigen Mitteilung. Das Wasserangebot sei über dem langjährigen Durchschnitt aber unter dem sehr guten Vorjahresniveau gelegen.

Die Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken sank um 1,2 Prozent auf 2.507 Gigawattstunden (GWh). Hauptgrund dafür war der Rückgang der zur Stabilisierung der Stromnetze bereitgestellten Reservekapazität. Seit Oktober 2018 sind es für das österreichische Netz im Gaskraftwerk Theiß 430 MW, im Vorjahr waren es insgesamt noch 1.090 MW für den süddeutschen Raum. Die thermischen Kapazitäten in Theiß und in Korneuburg, für die derzeit kein Vertrag zur Engpassvermeidung besteht, sind im aktuellen Marktumfeld eingemottet.

Im Kraftwerk Dürnrohr hat die EVN Anfang August nach knapp 33 Jahren die Stromerzeugung mit Kohle beendet, der Energiestandort wird aber ausgebaut. Derzeit wird ein zusätzlicher Gaskessel zur Dampfproduktion für Industriekunden errichtet. Eine Klärschlammverbrennungsanlage und eine großflächige Photovoltaik-Anlage sind in Planung.

Insgesamt sank die Stromerzeugung der EVN um 1,7 Prozent auf 4.367 GWh.

Ein Investitionsschwerpunkt ist der Bereich Trinkwasser, bis 2030 sind 165 Mio. Euro für die Trinkwasserversorgung in Niederösterreich vorgesehen. Im internationalen Projektgeschäft erhielt die dafür zuständige EVN-Tochter WTE Wassertechnik im laufenden Geschäftsjahr den Zuschlag für fünf neue Projekte. Aktuell arbeitet die EVN an sieben Generalunternehmeraufträgen in Litauen, Polen, Rumänien und Bahrain.

  

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....
>die Stromerzeugung aus Windkraft. Der temperaturbedingte
>Energiebedarf in Österreich sei nach dem milden Winter wegen
>des kühleren Mais wieder fast auf Vorjahresniveau gelegen,
>teilte die EVN am Donnerstag mit....

Zum Glück doch keine Klimaerwärmung in NÖ, wäre nämlich ganz schlecht fürs Geschäft, wenn wir im Winter nicht heizen müssten. Aber bitte pssst und nix da Greta erzählen

  

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OGH-Urteil: Preiserhöhungen der EVN unzulässig

Wien (OTS) - Der VKI hatte im Auftrag des Sozialministeriums das Energieunternehmen EVN Energievertrieb GmbH & Co KG (EVN) wegen einer Preisänderungsklausel geklagt, die eine unbeschränkte Preisänderungsmöglichkeit vorsah. Der Oberste Gerichtshof (OGH) erklärte diese Preisanpassungsklausel nunmehr für unzulässig. Die in den letzten Jahren auf Grundlage dieser gesetzwidrigen Klausel durchgeführten Preiserhöhungen sind nach Ansicht des VKI den Kunden im Ausmaß des entsprechenden Erhöhungsbetrages zurückzahlen.

  

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EnergieAllianz Austria weist VKI-Forderungen zurück

Wien (OTS) - Die regionalen Energievertriebsgesellschaften der EAA: Energie Burgenland Vertrieb GmbH & Co KG, EVN Energievertrieb GmbH & Co KG und WIEN ENERGIE Vertrieb GmbH & Co KG nehmen den Beschluss des OGH zur Kenntnis. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass aus der Entscheidung des OGH keine Rückzahlungsverpflichtung abzuleiten ist.

Die Entscheidung des OGH ist in einem Verbandsklageverfahren gemäß §§ 28 ff KSchG ergangen. Gegenstand des Verfahrens war einzig, dass die Verwendung einer - branchenüblichen - Klausel zur Preisfixierung unterlassen wird. Daraus können keine Individualansprüche für Vertragspartner der EnergieAllianz Austria abgeleitet werden.

  

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CO2-Footprint der EVN 2020 zwei Drittel unter 2005

Auch Dürnrohr-Schließung Herausforderung für Versorgungssicherheit - Gasturbinen als Reservekapazität nur im Einklang mit EU möglich - Szyszkowitz: Thema auch etwas für neue Regierung

Auch der niederösterreichische Energieversorger EVN ist auf Dekarbonisierungskurs. Im Zeitraum 2005 bis 2020 wird das Unternehmen - inklusive der heuer erfolgten Schließung des Kohlekraftwerks Dürnrohr - seinen CO2-Footprint um zwei Drittel reduziert haben, sagte EVN-Chef Stefan Szyszkowitz am Freitag auf der Gewinn-Messe.
Zur vorzeitigen Schließung des Kohlekraftwerks Dürnrohr habe man sich wegen der Verdreifachung der CO2-Zertifikatspreise binnen eineinhalb Jahren entschlossen. Im Mai sei das letzte Schiff mit Kohle gekommen, im August habe das letzte Feuer gebrannt.

Natürlich stelle die Dürnrohr-Schließung eine Herausforderung für die Versorgungssicherheit mit Strom dar - wie dies auch für andere kalorische Kraftwerke in Österreich, etwa Korneuburg oder Mellach, gelte. "Wir haben heute weniger Reserven", so der EVN-Chef. Je mehr Erneuerbare es gebe, desto mehr werde die Versorgungssicherheit gefordert sein. Künftig gelte es, zwischen den volatilen Erneuerbaren (Wind, PV) und der Versorgungssicherheit eine Balance zu finden, so Szyszkowitz. Die EVN ist beim Windkraft-Ausbau gegenüber ihrem Zeitplan mit den bisher installierten 370 MW "ein Jahr früher dran", das Ziel von 500 MW werde schon Ende 2023 erreicht sein. Dann sei die EVN, die auch an der Energie Burgenland beteiligt ist, der größte Windkraftbetreiber Österreichs.

In Theiß habe die EVN noch kalorische Anlagen stehen, die Frage sei aber, wer für deren Zurverfügungstellung zahle. Dürnrohr sei früher - bis Ende September 2018 - vom deutschen Übertragungsnetzbetreiber Tennet kontrahiert gewesen, jetzt würde man dort mit jeder verbrauchten Tonne Kohle Verlust machen. Eine Alternative wäre, Gasturbinen, die nur 500 bis 1.000 Stunden im Jahr eingesetzt werden, hintereinanderzustellen. Solche Reservekapazitäten würden künftig ein anderer Teil sein als die Stromgroßhandelsmärkte. Das sei aber nur im Einvernehmen mit der EU möglich - auch für die neue Regierung sei dieses Thema eine Herausforderung. Denn allein auf die Nachbarländer verlassen könne man sich bei der Versorgungssicherheit nicht - mache das jeder, komme man in einen Strudel.

  

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>Eine Alternative wäre, Gasturbinen, die nur 500 bis 1.000 Stunden im
>Jahr eingesetzt werden, hintereinanderzustellen. Solche
>Reservekapazitäten würden künftig ein anderer Teil sein als die
>Stromgroßhandelsmärkte. Das sei aber nur im Einvernehmen mit der EU
>möglich - auch für die neue Regierung sei dieses Thema eine
>Herausforderung.

Ich weiß nicht, wie das heute gesehen wird, aber vor ein paar Jahren war die E-Control strikt dagegen. Österreich habe ohnehin sehr großzügige Reservekapazitäten, und noch mehr davon zu bauen, wäre teuer und unnötig.

Ich sehe das ähnlich, wenn ich mir die von der APG veröffentlichten Zahlen anschaue:

Speicherkraftwerke: 2,4GW
Pumpspeicher: 3,1GW
Gaskraftwerke: 4,5GW
Biomasse: 0,5GW

Weiters 5,5GW Laufkraftwerke, und dann noch die volatileren Erneuerbaren Wind (3,0GW) und Sonne (1,2GW).

Auch wenn davon nicht immer alles voll verfügbar ist, kann man damit die rund 10GW Maximalbedarf immer decken.

  

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>Ich weiß nicht, wie das heute gesehen wird, aber vor ein paar
>Jahren war die E-Control strikt dagegen. Österreich habe
>ohnehin sehr großzügige Reservekapazitäten, und noch mehr
>davon zu bauen, wäre teuer und unnötig.
>
>Ich sehe das ähnlich, wenn ich mir die von der APG
>veröffentlichten Zahlen anschaue:

Sehr interessant. Sie wollen vermutlich gerne wieder Reservekapazität teuer an Deutschland verkaufen.

  

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>Sehr interessant. Sie wollen vermutlich gerne wieder
>Reservekapazität teuer an Deutschland verkaufen.

Ich vermute, daß der Verkauf an Deutschland durch die Trennung der Regelzone vor einem Jahr nicht mehr möglich ist.

  

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VKI erwägt Sammelklage für EVN-Kunden nach OGH-Urteil

VKI pocht auf Rückzahlungsanspruch, EVN bestreitet diesen - Konsumentenschützer sammeln nun Jahresabrechnungen - Nö. Versorger: Haben auf Basis der früheren Klausel auch Preise gesenkt

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) überlegt eine gemeinsame Klage gegen die EVN, sollte der niederösterreichische Energieversorger nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs (OGH), der eine Preiserhöhungsklausel als unzulässig bezeichnete, zu viel erhaltene Gelder betroffenen Kunden nicht zurückzahlen. Nun fordert der VKI EVN-Kunden auf, ihm Abrechnungen für 2017 bis 2019 zu übermitteln.
Da durch die als gesetzwidrig erkannte Klausel die Grundlage für Preiserhöhungen wegfalle, seien Preiserhöhung der EVN rechtsgrundlos erfolgt und an die Betroffenen zurückzuzahlen, erklärte der VKI am Montag in einer Aussendung. Gelten würde das für Erhöhungen bis 2018, denn nach Jahresbeginn 2019 hat die EVN die entsprechende Klausel bereits geändert.

Jedenfalls betreffe der Sachverhalt die Preiserhöhung 2018 bei "Optima"-Tarifen der EVN, die auf Basis der gesetzwidrigen Klausel erfolgt sei, so der Leiter des Bereichs Recht im VKI, Thomas Hirmke. Pro Jahr gehe es dabei für einen durchschnittlichen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresstromverbrauch um rund 35 Euro, bei Gaskunden mit 15.000 kWh Jahresgasverbrauch um circa 28 Euro.

In einem ersten Schritt erhebt der VKI die EVN-Preiserhöhungen der letzten drei Jahre und ersucht EVN-Kunden, die Jahresabrechnungen der Jahre 2017 bis 2019 an energiepreis@vki.at zu übermitteln. Noch heuer werde der VKI das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Hirmke auf APA-Anfrage, das könne bis zu einer gemeinsamen Klage bzw. einer Sammelklage gehen.

EVN-Pressesprecher Stefan Zach unterstrich am Montag die vom Unternehmen schon vor zwei Wochen vertretene Ansicht, dass kein Rückzahlungsanspruch der Kunden bestehe. Auch der OGH stelle in seinem Beschluss keinen solchen Anspruch fest.

Auf Basis der alten, 2019 geänderten Preisanpassungsklausel seien nicht nur Preiserhöhungen - die durch höhere Beschaffungspreise hervorgerufen wurden - vorgenommen worden, sondern auch seit 2008 Preissenkungen (sechs Preissenkungen für Strom, vier Preissenkungen für Gas). Strom und Gas seien heute günstiger als vor 10 Jahren, betont man seitens der EVN.



Selbst wenn man von einer Verjährungsfrist von drei Jahren ausgehe und nur die letzte dieser 10 Preissenkungen ebenfalls rückabwickeln würde, hätten die meisten Kunden vermutlich Nachzahlungen - allerdings in geringem Ausmaß - zu erwarten, heißt es bei der EVN. Denn würde man nun aufgrund der unzulässigen Klausel die Preiserhöhung rückabwickeln, so müsste das auch für die Preissenkungen gelten, erklärte Zach aktuell gegenüber dem ORF Niederösterreich. Das sei sicher nicht im Interesse der Kunden und auch nicht im Interesse von EVN und VKI.

In dem Rechtsstreit, der schließlich beim OGH gelandet ist, ging es um eine Klausel der Allgemeinen Geschäfts- bzw. Lieferbedingungen, derzufolge den EVN-Kunden nach Mitteilung einer beabsichtigten Preiserhöhung zwei Möglichkeiten blieben: Widersprach der Kunde nicht binnen zwei Wochen, wurde der Preis entsprechend angehoben. Sprach sich der Kunde gegen diese Preiserhöhung aus, wurde der Vertrag von der EVN gekündigt. Die Klausel enthielt keinerlei Obergrenzen oder Angaben, welche Gründe zu einer Preiserhöhung führen können. Das hat die EVN Anfang 2019 geändert: In den nun geltenden Lieferbedingungen nimmt die EVN in der Preiserhöhungsklausel Bezug auf die Inflation sowie die Energiepreisindizes ÖSPI für Strom und ÖGPI für Gas. Die EVN hatte zuletzt im Oktober 2018 sowie im Juni 2019 die Preise für Strom und Gas erhöht.

  

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EVN erhöht Ausblick für das Konzernergebnis 2018/19
EVN AG / Schlagwort(e): Prognoseänderung
EVN AG: EVN erhöht Ausblick für das Konzernergebnis 2018/19

21.10.2019 / 18:42 CET/CEST
Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Der Vorstand der EVN AG erhöht den Ausblick für das Konzernergebnis des am 30. September 2019 zu Ende gegangenen Geschäftsjahres 2018/19 auf eine Größenordnung von rund 300 Mio. Euro.

Die Erhöhung des Ausblicks reflektiert dabei insbesondere die im Rahmen der laufenden Erstellung des Jahresabschlusses ermittelten unbaren Ergebniseffekte aus Werthaltigkeitsprüfungen im Ausmaß von insgesamt rund 125 Mio. Euro nach Steuern. Diese Wertaufholungen ergeben sich aufgrund des gesunkenen Marktzinsniveaus sowie gestiegener Strompreiserwartungen und betreffen vor allem in der Vergangenheit wertgeminderte erneuerbare Erzeugungsanlagen sowie die Kundenstöcke in Bulgarien und Nordmazedonien.

Die ermittelten Ergebniseffekte sind Gegenstand des noch zu finalisierenden und vom Abschlussprüfer zu bestätigenden Jahresabschlusses des Geschäftsjahres 2018/19, der am 12. Dezember 2019 veröffentlicht werden wird.

  

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EVN-Nettogewinn stieg 2018/19 dank Kraftwerks-Aufwertungen
Konzernergebnis wuchs um 19 Prozent auf 302 Mio. Euro - Dividende soll auf 0,50 (0,47) Euro je Aktie steigen - EBITDA etwas tiefer, EBIT leicht höher - BILD GRAFIK

Aufwertungen von Kraftwerken und Kundenstöcken in Südosteuropa haben dem niederösterreichischen Energieversorger EVN im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 zu mehr Nettogewinn verholfen. Das Konzernergebnis wuchs um 18,8 Prozent auf 302,4 Mio. Euro, teilte das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag mit. Die Aktionäre sollen diesmal 0,50 (0,47) Euro je Aktie erhalten.

Unter dem Strich hatte die EVN - nach früheren Abschreibungen - heuer im Oktober Wertaufholungen bei ihren Inn-Kraftwerk-Beteiligungen sowie bei den Kundenstöcken in Bulgarien und Nordmazedonien bekanntgegeben, die sich nach Steuern mit rund 125 Mio. Euro positiv auswirken würden, hieß es damals.

Operativ war die EVN in der Berichtsperiode etwas schwächer unterwegs, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 6,0 Prozent auf 631,7 Mio. Euro. Bei Betriebsergebnis (EBIT) stand ein Plus von 2,7 Prozent auf 403,5 Mio. Euro. Dank etwas besserem Finanzergebnis war das Vorsteuerresultat höher.

Die Umsatzerlöse stiegen um 6,0 Prozent auf 2,204 Mrd. Euro, die eigene Stromerzeugung wuchs um 1,2 Prozent auf 5.594 Gigawattstunden (GWh). Die Stromabgabe erhöhte sich spürbar, bei Gas und Wärme gab es ein kleines Minus.

In der Gruppe waren 2018/19 im Schnitt 6.908 Mitarbeiter beschäftigt, nach 6.831 ein Jahr davor.

  

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EVN-Umsatzplus 2018/19 von Zuwachs bei Erneuerbarer Energie getragen

Windkraft-Ausbauziel wird ein Jahr früher erreicht - Thermische Stromproduktion rückläufig - Weniger Ergebnisbeitrag von RAG - 200 bis 230 Mio. Konzernergebnis für 2019/20 angepeilt

Die Umsatzerlöse des niederösterreichischen Energieversorgers EVN sind im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 unter anderem dank deutlicher Zuwächse in der Erneuerbaren Stromerzeugung und dank positiver Impulse aus der Wärmeversorgung gestiegen. Gegenläufig wirkten Rückgänge in der thermischen Stromproduktion und im Segment Netze sowie eine geänderte Ökostromzuschlag-Methodik in Bulgarien.
Die EVN-Stromerzeugung wuchs um 1,2 Prozent auf 5.594 Gigawattstunden (GWh), dabei bei Erneuerbarer Energie um 4,6 Prozent auf 2.315 GWh, während es aus Wärmekraft mit 3.279 GWh um 1,0 Prozent weniger waren. Den Windkraftausbau beschleunigte die EVN im Berichtszeitraum, sodass Ende September bereits eine Windstromkapazität von 367 Megawatt (MW) installiert war, nach 318 MW ein Jahr davor - bis Ende 2023 sollen es 500 MW werden, ein Jahr früher als geplant.



Durch die Trennung der deutsch-österreichischen Strompreiszone per Oktober 2018 konnte die EVN ihre thermischen Kraftwerke nicht mehr zur Netzstabilisierung in Süddeutschland bereitstellen. Dadurch sank die zur Engpassvermeidung vertraglich bereitgehaltene Reservekapazität - für den heimischen Übertragungsnetzbetreiber APG - auf 430 MW, nachdem es im Geschäftsjahr davor noch 1.090 MW für den süddeutschen Raum gewesen waren. Kapazitäten in den Anlagen Theiß und Korneuburg, für die es aktuell keinen Vertrag zur Engpassvermeidung besteht, wurden im Oktober vorigen Jahres konserviert - und heuer im August hat die EVN unter dem Eindruck einer Verdreifachung der Preise für CO2-Zertifikate binnen eineinhalb Jahren die Stromproduktion im Steinkohlekraftwerk Dürnrohr beendet. Daher sank das thermische Stromaufkommen.

Der gesamte Netzabsatz der EVN wuchs bei Strom um 1,0 Prozent auf 22.734 GWh, bei Erdgas sank er um 6,1 Prozent auf 16.080 GWh. Der Energieverkauf an Endkunden legte bei Strom um 8,2 Prozent auf 19.924 GWh zu (dabei in Mittel- und Westeuropa, also Österreich und Deutschland, um 12,2 Prozent auf 7.941 GWh und in Südosteuropa um 5,7 Prozent auf 11.983 GWh). An Erdgas gingen 5.083 GWh (-1,8 Prozent) an Endkunden, an Wärme 2.196 GWh (-1,0 Prozent).

Der Ergebnisanteil der at-Equity einbezogenen operativen Unternehmen sank im Jahresvergleich um 30,6 Prozent auf 130,5 Mio. Euro, gab die EVN am Donnerstag vor ihrem Bilanzpressegespräch weiter bekannt. So gab es höhere Beschaffungskosten und negative Stichtags-Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften bei der EVN KG sowie einen geringeren Ergebnisbeitrag der Tochter RAG AG. Für die RBG (über die die durchgerechnet knapp über 50-prozentige Beteiligung an der RAG, der früheren Rohöl-Aufsuchungs-AG, gehalten wird) sind 32,6 (39,8) Mio. Euro Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Dagegen verbesserte sich der Ergebnisbeitrag der Verbund Innkraftwerke GmbH; da gab es ja Aufwertungen durch höhere Strompreiserwartungen und tiefere Marktzinsen.



Für das neue Geschäftsjahr 2019/20 (per 30.9.) erwartet die EVN "unter der Annahme von durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen" ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 200 bis 230 Mio. Euro, heißt es im Ausblick. Der Rückgang gegenüber 2018/19 sei auf die in dem jetzt zum Bericht stehenden Geschäftsjahr berücksichtigten positiven Bewertungseffekte im Ausmaß von rund 110 Mio. Euro nach Steuern zurückzuführen, heißt es. Für das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit werde damit eine konstante Entwicklung erwartet.

  

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EVN trennt sich von Kläranlage in Montenegro wegen Nicht-Bezahlung
Umwelttochter WTE gibt Abwassersystem an Gemeinde Budva - 60-Mio.-Euro-Investment auch durch Bundesrepublik Deutschland abgesichert

Weil über Jahre hinweg offene Rechnungen für eine von der EVN-Tochter WTE in Budva in Montenegro errichtete Kläranlage nicht bezahlt wurden, steigt WTE aus dem Vertrag aus und überlässt die Anlage per Ende 2019 der Gemeinde Budva. Finanziell abgesichert ist die EVN-Tochter auch durch den deutschen Staat, es geht um ein Investment von 60 Mio. Euro.

Der deutsche Umweltdienstleister WTE, der dem niederösterreichischen Versorger EVN seit 2003 zu 100 Prozent gehört, hat auf Basis einer internationalen Ausschreibung 2014 im Balkan-Staat Montenegro für die Adria-Tourismusgemeinde Budva ein Abwassersystem errichtet und seither auch den Betrieb der Anlage vorgenommen.

"Grund für die vorzeitige Vertragsauflösung und den nunmehrigen Rückzug der WTE sind offene Forderungen an die Gemeinde Budva, die seit Jahren nicht beglichen wurden", hieß es am Sonntag seitens der EVN zur APA.

In der Hoffnung auf eine Einigung sei die Frist von WTE mehrmals verlängert worden. Da die Schulden aber bis jetzt nicht beglichen worden seien und die Verhandlungen darüber gescheitert seien, komme es nun zur Übergabe der Anlage.

Das Investment von rund 60 Mio. Euro ist durch Garantien der Gemeinde Budva, der Republik Montenegro und der Bundesrepublik Deutschland abgesichert. WTE werde nunmehr von den Garantien der Republik Montenegro und der Gemeinde Budva Gebrauch machen.

  

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>Das Investment von rund 60 Mio. Euro ist durch Garantien der Gemeinde
>Budva, der Republik Montenegro und der Bundesrepublik Deutschland
>abgesichert.

Interessante Konstruktion. Wie kommt die BRD in dieses Spiel?
Wurde die Kläranlage vielleicht von deutschen Anlagenbauern gebaut?

  

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>>Das Investment von rund 60 Mio. Euro ist durch Garantien
>der Gemeinde
>>Budva, der Republik Montenegro und der Bundesrepublik
>Deutschland
>>abgesichert.
>
>Interessante Konstruktion. Wie kommt die BRD in dieses Spiel?
>
>Wurde die Kläranlage vielleicht von deutschen Anlagenbauern
>gebaut?


Die Tochter WTE sitzt in Deutschland.

  

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RAG verkauft Mehrheit ihrer Bohrsonden-Servicetochter Ragsol
An Hoerbiger Werke Wien

Die mehrheitlich dem niederöstererreichischen Energieversorger EVN gehörende RAG (früher: Rohöl-Aufsuchungs-AG) gibt die Mehrheit an ihrer Servicetochter Ragsol ab. Die kleine High-Tech-Gesellschaft Ragsol (12 Mitarbeiter) betreibt und verkauft Systeme zur Fernüberwachung und Betreuung von Bohrsonden. Käufer ist das Anlagenbauunternehmen Hoerbiger (Wien).

Der Deal liegt bereits bei den Kartellwächtern. Mit gestrigem Datum (2. Jänner) wurde der Erwerb von 75 Prozent der Anteile an der Ragsol GmbH durch die Hoerbiger Werke Wien angemeldet. Das Geschäft betrifft Dienstleistungen für Brownfield-Anlagen im Bereich der Erdöl- und Erdgasexploration. Mit 25 Prozent bleibt die RAG weiter Gesellschafter, wurde der APA am Freitag bestätigt.

Ragsol wurde im Jahr 2018 als spin-off der RAG Austria AG gegründet. Die RAG selbst ist heute der viertgrößte Gasspeicherbetreiber Europas.

Die Hoerbiger-Gruppe stellt unter anderem Ventile für Hochleistungskompressoren her. Das Unternehmen ist eine Gründung der Vorfahren der österreichischen Schauspielerfamilie Hörbiger.

  

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Großauftrag für EVN & Partner für Kläranlage und Kanalnetz in Kuwait
Tochter WTE fungiert als Generalunternehmer - Risiko gering - Gesamtauftragswert 1,5 Mrd. Euro - Gereinigtes Abwasser soll zur Agrar-Bewässerung dienen, Klärschlamm als Dünger

Der niederösterreichische Energie- und Wasservorsorger EVN hat gemeinsam mit Partnern einen Großauftrag aus Kuwait für die Planung und Errichtung einer Kläranlage sowie eines Kanalnetzes an Land gezogen. Beauftragt wurde ein Konsortium, dem je zur Hälfte die 100-prozentige EVN-Tochter WTE Wassertechnik und ein kuwaitischer Finanzinvestor angehören. Die EVN-Seite fungiert als Generalunternehmer.
Der gesamte Auftragswert beläuft sich auf rund 1,5 Mrd. Euro, davon rund 600 Mio. Euro für die Kläranlage und 950 Mio. Euro für das Kanalnetz samt Pumpstationen, teilte die börsennotierte EVN am Donnerstag mit. Auf die EVN-Seite entfällt davon nur ein sehr kleiner Teil des Auftragsvolumens, das Risiko ist also gering.

Der Auftrag bezieht sich auf das Abwasseraufbereitungsprojekt Umm Al Hayman in Kuwait. Die Anlagen sollen im Südteil Kuwaits bzw. im Südteil der Hauptstadt Kuwait City das Abwasser von rund 1,7 Millionen Menschen reinigen. Die Qualität des Wassers wird danach so hoch sein, dass es in der Landwirtschaft zur Bewässerung eingesetzt werden kann. Zudem wird der Klärschlamm getrocknet und zum Einsatz als Dünger aufbereitet.

Für das Projekt im Auftrag des kuwaitischen Staates wurde am Donnerstag in Kuwait der Vertrag für eine Projektgesellschaft unterzeichnet, an der die WTE mittelbar 20 Prozent hält. Die WTE als Generalunternehmer wird die Planung und den Bau insbesondere der Kläranlage sowie mit Partnern eines Kanalnetzes mit Pumpstationen verantworten.

Für die Kläranlage sehen die Planungen für die Projektrealisierung einen Zeitrahmen von 30 Monaten bzw. von vier Jahren für das Kanalnetz mit Pumpstationen vor. Danach wird die WTE die Kläranlage 25 Jahre lang und das Kanalnetz drei Jahre lang betreiben, wurde fixiert.

Der deutsche Umweltdienstleister WTE mit Sitz in Essen, der dem nö. Versorger EVN seit 2003 zu 100 Prozent gehört, verfügt über umfassende Erfahrung im Abwasserbereich. Bisher hat er in Europa mehr als 100 Kläranlagen errichtet. Auch der arabische Raum ist WTE bereits vertraut: In Bahrein erhielt man vor einigen Jahren in einem Konsortiums den Zuschlag für eine Kläranlage mit 170 Mio. Euro Gesamtauftragswert.

  

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Geld retour für EVN-Kunden - Einigung mit VKI im Preisklausel-Streit
Bonusprogramm-Gutschrift oder Barzahlung für rund 450.000 EVN-Kunden - Begünstigt sind Optima- und Eco-Float-Kunden, die von Preiserhöhungen Oktober 2018 und Dezember 2016 betroffen waren

Mehrere hunderttausend Kunden des niederösterreichischen Energieversorgers EVN bekommen nach einer außergerichtlichen Einigung mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Streit um eine Preiserhöhungsklausel eine Gutschrift im EVN-Bonusprogramm bzw. alternativ kleine Geldbeträge in bar zurück. In Summe geht es um einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag, so die EVN am Donnerstag zur APA.
Von der Refundierung können mehr als 450.000 EVN-Kunden profitieren, das ist gut die Hälfte der heimischen Energieabnehmer des börsennotierten Unternehmens. Bei der EVN rechnet man nicht damit, dass alle Ansprüche auch tatsächlich geltend gemacht werden. Über das Programm können etwa energiesparende Elektrogeräte gekauft werden. Die Punkte können aber auch beim Kauf regionaler Ab-Hof-Produkte oder bei ausgewählten Dienstleistern eingelöst werden.

Der Einigung gemäß können betroffene Haushalte mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch nun in der Regel mit einer Kompensation von jeweils 30 Euro für Strom und Gas rechnen, erklärten VKI und EVN in einer gemeinsamen Aussendung. Die Kosten seien im Rahmen des Bonusprogramms in der Bilanz berücksichtigt, hieß es seitens des Versorgers auf APA-Anfrage.

Vorangegangen ist ein mehrjähriger Rechtsstreit zwischen VKI und EVN, der 2019 beim Obersten Gerichtshof (OGH) landete. Der OGH erklärte im Herbst eine Preisanpassungsklausel der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG für unzulässig, die aus Sicht des VKI eine unbeschränkte Preisänderungsmöglichkeit vorgesehen hat. Mit der OGH-Entscheidung fiel bei bestimmten Tarifen die Grundlage für vergangene Preiserhöhung jedoch weg. Betroffen war vor allem die letzte Preiserhöhung bei vielen Optima-Tarifen am 1. Oktober 2018, es ging aber auch um Preisanpassungen bereits per 1. Dezember 2016 bei Optima-Eco-Float-Tarifen. Einen Geldersatz gibt es auch für Kunden, die keinen bestehenden Vertrag mit der EVN mehr haben.

Obwohl der OGH keine Entscheidung über einen Rückzahlungsanspruch getroffenen habe, setze die EVN mit dem Bonuspunkteprogramm auf attraktive Einlösemöglichkeiten, so EVN-Energievertrieb-Geschäftsführer Jörg Sollfelner.

Die allgemeinen Bedingungen habe die EVN ja bereits geändert. Die mit dem VKI nun getroffene Lösung bringe nun für die EVN Rechtssicherheit für die Vergangenheit, so das Unternehmen.

Voraussetzung für eine Refundierung ist die Anmeldung bei einer kostenlosen Aktion des VKI bis 31. Mai 2020 - ausschließlich online über den Link https://umfragen.verbraucherrecht.at/lime_2018/limesurvey/index.php/ 627429?lang=de . Der VKI wird die Voraussetzungen zur Teilnahme prüfen, geeignete Fälle an die EVN weiterleiten und die Rückzahlung des pauschalen Geldersatzes für die Teilnehmer einfordern, so die Konsumentenschützer. Der pauschale Ersatz versteht sich im Ausmaß des sich aus der letzten Preiserhöhung (also seit 1.10.2018 bzw. 1.12.2016) ergebenden Differenzbetrages. Basis für die Gutschrift ist bei den Optima-Tarifen die Verbrauchsmenge eines Jahres, bei den Eco-Float-Tarifen die Verbrauchsmenge von drei Jahren.

Alternativ zur Gutschrift der Bonuspunkte, die jeweils drei Jahre lang verbraucht werden können, gibt es die Möglichkeit, den Betrag per Banküberweisung ausgezahlt zu erhalten. Auch dafür ist eine Einmeldung beim VKI - oder bei der EVN unter https://extrabonus.evn.at - erforderlich.

  

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EVN im ersten Quartal 2019/20 mit mehr Gewinn

Thermische Erzeugung nach Aus für Kohlekraftwerk Dürnrohr deutlich gesunken - Konzernergebnis dank geringerer Bewertungseffekte um 40 Prozent auf 82,9 Mio. Euro erhöht

Der börsennotierte niederösterreichische Energieversorger EVN hat im ersten Quartal mehr Gewinn erzielt. Deutlich gestiegen ist der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren bei gleichzeitigem Rückgang der thermischen Produktion. Hier wirkte sich das Aus für das Stromerzeugung aus Kohle im Kraftwerk Dürnrohr im August 2019 aus. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat die EVN heute bestätigt.
Das Konzernergebnis stieg im ersten Quartal 2019/20 dank geringerer Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften um 40,3 Prozent auf 82,9 Mio. Euro, wie die EVN am Donnerstag mitteilte. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich um 16,8 Prozent auf 190,6 Mio. Euro, das EBIT um 21,9 Prozent auf 118,8 Mio. Euro. Der Umsatz sank um 3,3 Prozent auf 576,2 Mio. Euro, vor allem wegen Rückgängen in der thermischen Erzeugung und im Segment Netz. Zugelegt haben die Energieerlöse in Bulgarien und der Umsatz im internationalen Projektgeschäft.

Der temperaturbedingte Energiebedarf lag im ersten Quartal (Oktober bis Dezember 2019) in allen drei Kernmärkten unter dem langjährigen Durchschnitt. Allerdings sei es in Niederösterreich im Vergleich zum sehr milden ersten Quartal des Vorjahres wieder etwas kälter gewesen, so die EVN.

Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie stieg um 4,6 Prozent auf 544 Gigawattstunden (GWh), der Anteil auf 49,7 Prozent. Bei der Windkraft gab es trotz geringeren Windangebots wegen der Inbetriebnahme neuer Anlagen einen Zuwachs. Das Wasserdargebot lag über Vorjahresniveau, jedoch unter dem langjährigen Durchschnitt. Fast halbiert hat sich die Stromproduktion aus Wärmekraftwerken, nachdem im August 2019 die Stromerzeugung aus Steinkohle im Kraftwerk Dürnrohr beendet worden war. Zudem lag der Einsatz des thermischen Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung unter dem Vorjahreswert.

Planmäßig in Umsetzung sei das mittelfristige Investitionsprogramm von rund 400 Mio. Euro pro Jahr. Davon sind jährlich rund 300 Mio. Euro in Niederösterreich für Netze, erneuerbare Erzeugung, Naturwärme und Trinkwasserversorgung vorgesehen. Im internationalen Projektgeschäft hat die EVN im Jänner den Erhalt eines Auftrags aus Kuwait bekanntgegeben: Ein Konsortium, dem die EVN-Tochter WTE Wassertechnik und ein kuwaitischer Finanzinvestor zu je 50 Prozent angehören, hat den Zuschlag zur Errichtung des Abwasseraufbereitungsprojekts Umm Al Hayman erhalten. Der gesamte Auftragswert beläuft sich auf rund 1,5 Mrd. Euro, davon rund 600 Mio. Euro für die Kläranlage und 950 Mio. Euro für das Kanalnetz samt Pumpstationen. Auf die EVN-Seite entfalle davon nur ein sehr kleiner Teil des Auftragsvolumens, das Risiko sei also gering, hatte es damals geheißen.



Den Ausblick für das Gesamtjahr hat die EVN heute bestätigt. Das Konzernergebnis werde unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen in einer Bandbreite von 200 bis 230 Mio. Euro erwartet. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr sei auf die im Geschäftsjahr 2018/19 berücksichtigten positiven Bewertungseffekte im Ausmaß von rund 110 Mio. Euro nach Steuern zurückzuführen. Für das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit werde damit eine konstante Entwicklung erwartet.

(Schluss) itz/tsk

  

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Die Wiener Stadtwerke wollen laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg dem deutschen Energiekonzern EnBW seinen 29-Prozent-Anteil am börsennotierten niederösterreichischen Energieversorger EVN abkaufen. Die Wiener Stadtwerke Holding könnte für die EVN-Beteiligung mehr als 870 Mio. Euro bezahlen, berichtete Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Informanten.

Der Deal soll dem Bloomberg-Bericht zufolge noch diese Woche unterzeichnet werden. Die Wiener Stadtwerke würden damit zum zweitgrößten EVN-Aktionär nach dem Mehrheitseigentümer Land Niederösterreich werden, das 51 Prozent der EVN-Anteile hält. Die Verkaufsverhandlungen sind nach Angaben der namentlich nicht genannten Informanten aber noch im Gange und könnten sich verzögern oder sogar ganz scheitern.

Weder die EnBW noch die EVN wollten die Angaben gegenüber Bloomberg kommentieren. Die Wiener Stadtwerke waren vorerst nicht erreichbar. Dem Bericht zufolge hatten sich das EVN-Management und Politiker an die Stadt Wien gewandt, um die Übernahme der Anteile durch einen Private-Equity-Investor zu verhindern. Die EVN-Aktie schloss am Dienstag bei 15,40 Euro, womit die EVN einen Marktwert von 2,8 Mrd. Euro hat.

https://orf.at/#/stories/3156471/
03.03.2020

  

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Auch die NEOS können dumm aufrechnen:

EVN-Deal der Wiener Stadtwerke: NEOS stellen 10 Fragen
Wien (OTS) - Die Wiener Stadtwerke wollen 29% der EVN übernehmen – um 870 Millionen Euro. Das berichten mehrere Medien. Der Deal, der offenbar vor der Finalisierung steht, wirft mehrere Fragen auf, so NEOS Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn: „Ich frage mich, was da dahintersteckt. Wird hier die alte Achse Wien-Niederösterreich wiederbelebt, um Freunderlwirtschaft und andere Dinge zu vertuschen? Wir NEOS wollen sehen!“

NEOS stellen daher 10 Fragen an die Wiener Stadtregierung:

Es gibt Informationen, wonach die Wien Holding um 870 Millionen Euro mit 29% der EVN Anteile von der EnBW kaufen möchte. Stimmt das? Wenn ja:
Warum?
Was ist das wirtschaftliche Interesse der Stadt Wien an der niederösterreichischen Energieversorgung?
Weiß das Land Niederösterreich von den Verhandlungen?
Ist es richtig, dass die Wien Holding bereit ist, eine Überzahlung zu leisten?
Wenn ja: Mit welcher Begründung und in welcher Höhe?
Wer ist von Seiten der Wiener Stadtregierung in diesen Prozess involviert? Welche Rolle spielt Michael Ludwig?
Seit wann läuft dieser Prozess?
Wie ist die Finanzierung geplant?
Wie erklärt man diese Investition den Wiener Eltern, deren Kinder in desolate Schulen gehen müssen?
NEOS Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr kritisiert die enormen Kosten dieses Deals: „870 Millionen Euro für politisches Monopoly! Damit könnten wir in Wien 500 Schulen sanieren. Wir könnten an jeder Wiener Schule einen Schulpsychologen beschäftigen – 50 Jahre lang. Wir verlangen, dass SPÖ und Grüne die Karten auf den Tisch legen!“

  

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>Auch die NEOS können dumm aufrechnen:
>

>NEOS Wien Klubobmann Christoph Wiederkehr kritisiert die
>enormen Kosten dieses Deals: „870 Millionen Euro für
>politisches Monopoly! Damit könnten wir in Wien 500 Schulen
>sanieren. Wir könnten an jeder Wiener Schule einen
>Schulpsychologen beschäftigen – 50 Jahre lang. Wir verlangen,
>dass SPÖ und Grüne die Karten auf den Tisch legen!“

Bekommen ja eh Dividenden, außerdem ein Schulpsychologe an jeder W. Schule? Ja, genau das hat dem vermurksten Schulsystem noch gefehlt.

  

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IVA reserviert zu möglichem Wiener-Stadtwerke-Einstieg bei EVN
Anlegerschützer Rasinger: EVN-Anteile der deutschen EnBW sollen aber für heimischen Kapitalmarkt gesichert sein

Der Präsident des Kleinanlegerverbandes IVA, Wilhelm Rasinger, hat sich heute zum Gerücht, dass die Wiener Stadtwerke für mehr als 870 Mio. Euro mit 29 Prozent bei Niederösterreichs Energieversorger EVN einsteigen könnten, geäußert. Der IVA stehe einem Verkauf des derzeit im Besitz der deutschen EnBW befindlichen Aktienpakets an die Wiener Stadtwerke reserviert gegenüber, so Rasinger zur APA.

Man halte nichts davon, wenn es gegenseitige Verflechtungen zwischen Energieunternehmen gebe, die gegensätzliche Interessen hätten. Das Paket solle aber für den heimischen Kapitalmarkt gesichert sein, meint der Interessenverband für Anleger (IVA).

Wünschenswert wäre eine vorübergehende Übernahme durch die ÖBAG oder die B&C-Holding, die die Anteile dann schrittweise an langfristig orientierte verlässliche heimische Anleger wie Versicherungen und Pensionsfonds wieder verkaufen sollten. Ein Erwerb durch die Wiener Stadtwerke würde nur Sinn bei einer Fusion machen - das sei aber auszuschließen.

  

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Wiener Stadtwerke steigen mit 28,35 Prozent bei EVN ein
Kauf der Anteile der deutschen EnBW

Die Wiener Stadtwerke steigen mit 28,35 Prozent bei der niederösterreichischen EVN ein. Sie erwerben den Anteil vom deutschen Energiekonzern EnBW, wie EnBW und Wiener Stadtwerke am Donnerstag mitteilten. Zwischen den Vertragsparteien Wiener Stadtwerke und EnBW Trust e.V. sei Stillschweigen zu Details des Kaufvertrags vereinbart worden.
Der Abschluss der Transaktion (Closing) stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die österreichischen und deutschen Kartellbehörden.

Für die Wiener Stadtwerke sei der Einstieg bei der EVN "eine attraktive Anlagemöglichkeit durch ein Investment in das grundsolide Geschäft eines österreichischen Unternehmens", so Generaldirektor Martin Krajcsir in der Pressemitteilung. Sein Stellvertreter Peter Weinelt erklärte: "Wir freuen uns, dass wir künftig als Aktionär an der EVN beteiligt sein dürfen und sind optimistisch, dass unsere Investition eine positive Wertentwicklung zeigen wird".

Die EnBW habe "die Gelegenheit genutzt, um uns zu wirtschaftlich attraktiven Konditionen aus unserer mittelbaren Beteiligung an der EVN zurückzuziehen. Gleichzeitig zahlt der Verkauf auf unsere Desinvestitionsziele im Rahmen unserer Strategie 2020 und dem damit verbundenen Portfolioumbau ein", so EnBW Finanzvorstand Thomas Kusterer.

  

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Die SPÖ entdeckt den Aktienkauf zur Pensionssicherung (sic!)

Die Investitionen in das seit Jahrzehnten höchst profitable Energieunternehmen EVN mit stabiler Finanzposition und einem A-Rating bringen den Wiener Stadtwerken stabile Renditen und sichern damit die Pensionen der Bediensteten optimal ab.

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200305_OTS0199/erich-valentin-spoe-zu-evn-einst ieg-der-wiener-stadtwerke-investition-in-die-sicherung-der-pensionen

  

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Daran faszinierend ist die Formulierung zur Dividendenpolitik im aktuellen Quartalsbericht: "Dividendenpolitik: konstante Basisdividende von zumindest 0,47 Euro je Aktie" -> ich hätte das als Mindestdividende verstanden?.

Die "alte" Formulierung war ja eine stabile Dividende bzw. 40-45% des Konzernergebnisses?

  

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>Daran faszinierend ist die Formulierung zur Dividendenpolitik
>im aktuellen Quartalsbericht: "Dividendenpolitik: konstante
>Basisdividende von zumindest 0,47 Euro je Aktie" -> ich
>hätte das als Mindestdividende verstanden?.

Ist wohl so gemeint, ja.

  

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EVN begab erstmals grünes Darlehen

100 Mio. Euro bei institutionellen Investoren zur Finanzierung von Windparkprojekten eingesammelt

Der börsennotierte niederösterreichische Energieversorger EVN hat erstmals ein grünes Schuldscheindarlehen begeben. Damit wurden bei institutionellen Investoren 100 Mio. Euro zur Finanzierung von Windparkprojekten in Österreich eingesammelt. Die Transaktion sei auf großes Interesse gestoßen, das Orderbuch mehrfach überzeichnet gewesen.
Daher sei das ursprüngliche Volumen von 50 auf 100 Mio. Euro erhöht worden. Die Laufzeit beträgt zehn Jahre. Die EVN habe die Emission bereits vor Beginn der Corona-Krise vorbereitet und trotz des herausfordernden Umfelds an den Kapitalmärkten wie im ursprünglichen Terminplan vorgesehen umgesetzt.

"Mittelfristig möchten wir unsere Windkraftkapazitäten von aktuell 370 MW auf 500 MW erhöhen", so EVN-Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz laut Mitteilung. "Heimische Windenergie macht unabhängig, ist nachhaltig und sichert Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region."

  

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EVN senkte Ergebnisausblick für 2019/20
Ergebnis soll zwischen 180 bis 200 Mio. Euro liegen, bisher 200 bis 230 Mio. Euro anvisiert

Die EVN hat ihren Ergebnisausblick für das Geschäftsjahr 2019/20 aufgrund von Bewertungseffekten nach unten revidiert. Das Ergebnis werde zwischen 180 bis 200 Mio. Euro liegen, bisher seien 200 bis 230 Mio. Euro anvisiert worden. Im Rahmen der Erstellung des Halbjahresberichtes hätten sich "negative unbare Ergebniseffekte von insgesamt rund 15 Mio. Euro nach Steuern" ergeben.
Das gab die EVN in einer Aussendung am Mittwoch bekannt. Es gehe bei diesen Effekten nicht um das operative Geschäft der EVN, sondern um Bewertungsfragen, sagte der EVN-Sprecher zur APA. Es müsste der Wert einiger kleinerer Kraftwerke in Südosteuropa sowie der Kundenstock in Nordmazedonien vor dem Hintergrund der Coronakrise abgewertet werden. Aufgrund der schlechteren wirtschaftlichen Aussichten in der Region infolge der Krise verringere sich auch der erwartete Ergebnisbeitrag aus diesen Ländern.

Außerdem verzögert sich der Baubeginn des Abwasseraufbereitungsprojekts in Kuwait. Die EVN erwartet den Start weiterhin für heuer.

  

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RCB bestätigt für EVN die Empfehlung Kaufen - und reduziert das Kursziel von 21,5 auf 19,0 Euro.

durchschnittliches Kursziel: 16,83 Euro.

  

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Kepler Cheuvreux bestätigt für EVN die Empfehlung Neutral - und reduziert das Kursziel von 16,0 auf 15,0 Euro. Nun das tiefste aller Kursziele.

durchschnittliches Kursziel: 16,5 Euro.

  

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Geld retour für EVN-Kunden - VKI: Beantragung bis Ende Mai möglich

Antrag auf Rücküberweisung beim VKI und direkt bei der EVN möglich - Außergerichtliche Einigung im Streit um eine Preiserhöhungsklausel als Grund

Mehrere hunderttausend Kunden des niederösterreichischen Energieversorgers EVN können nach einer außergerichtlichen Einigung mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Streit um eine Preiserhöhungsklausel eine Gutschrift im EVN-Bonusprogramm bzw. alternativ kleine Geldbeträge in bar erhalten. Die Beantragung der Auszahlung ist bis 31. Mai möglich, so der VKI am Montag in einer Aussendung.
Betroffene, die anstatt der Bonuspunkte eine Auszahlung wollen, können einen Antrag auf Rücküberweisung beim VKI unter www.verbraucherrecht.at/evn oder direkt bei der EVN unter https://extrabonus.evn.at stellen. Auch ehemalige Kunden können auf den beiden Websites eine Rücküberweisung beantragen.

Von der Refundierung können mehr als 450.000 EVN-Kunden profitieren, das ist gut die Hälfte der heimischen Energieabnehmer des börsennotierten Unternehmens. Bei der EVN rechnet man nicht damit, dass alle Ansprüche auch tatsächlich geltend gemacht werden. Über das Programm können etwa energiesparende Elektrogeräte gekauft werden. Die Punkte können aber auch beim Kauf regionaler Ab-Hof-Produkte oder bei ausgewählten Dienstleistern eingelöst werden.

  

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EVN im ersten Halbjahr 2019/20 mit mehr Gewinn

Bereits Ende April gesenkter Ausblick bekräftigt - Kaum operative Corona-Auswirkungen im bis Ende März laufenden Halbjahr - Basisdividende soll zumindest konstant bleiben

Der börsennotierte niederösterreichische Versorger EVN hat im ersten Halbjahr 2019/20 (per Ende März) mehr Gewinn erzielt. Operativ habe es durch die Coronakrise nahezu keine Auswirkungen per 31. März 2020 gegeben, jedoch negative unbare Bewertungseffekte von rund 15 Mio. Euro aufgrund gestiegener Länderrisikoprämien für Südosteuropa, teilte die EVN am Donnerstag mit.
Der per Ende April zurückgenommene Ausblick wurde heute bekräftigt. Die Dividendenpolitik wird bestätigt: die Basisdividende von 0,47 Euro je Aktie soll zumindest konstant bleiben. Für das vergangene Geschäftsjahr hat die EVN 50 Cent (inklusive zusätzlich 3 Cent Bonus) pro Anteilsschein ausgeschüttet.

Die Versorgungssicherheit sei auch während staatlicher Maßnahmen gegen die Covid-19-Pandemie stets gewährleistetet, hieß es heute.

Im ersten Halbjahr 2019/20 stieg das Konzernergebnis um 18,4 Prozent auf 152,7 Mio. Euro. Operativ erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 17,7 Prozent auf 388,8 Mio. Euro. Die planmäßigen Abschreibungen stiegen um 7,8 Prozent auf 143,6 Mio. Euro. Zudem hätten höhere Länderrisikoprämien infolge Covid-19 zu Wertminderungen auf Energieerzeugungsanlagen in Südosteuropa und auf den Kundenstock in Nordmazedonien geführt, teilte die EVN im Vorfeld der telefonischen Halbjahrespressekonferenz mit. Das EBIT stieg um 16,5 Prozent auf 230,7 Mio. Euro. Der Umsatz sank um 4,2 Prozent auf 1,194 Mrd. Euro.

Der temperaturbedingte Energiebedarf sei in allen drei Kernmärkten teils deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen. Die Marktpreise für Strom, Erdgas und Kohle seien rückläufig gewesen, jene für CO2-Emissionszertifikate gestiegen. Die Umsatzerlöse lagen mit 1,19 Mrd. Euro um 4,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr erwartet die EVN wie bereits am 29. April 2020 gemeldet - unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr - ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 180 bis 200 Mio. Euro (zuvor: 200 bis 230 Mio. Euro). Gründe für die Senkung des Ausblicks waren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, die Verzögerung des Baubeginns beim Abwasserprojekt in Kuwait sowie die genannten Wertminderungen.

Man arbeite weiterhin an der konsequenten Umsetzung der Investitionsstrategie mit den Schwerpunkten Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, Naturwärme und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich. Die staatlich verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie führten vereinzelt zu Verzögerungen bei Bauvorhaben.

Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie ist wegen eines unter Vorjahr liegenden Wasserdargebots um 2,4 Prozent zurückgegangen. Die Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken fiel um 44,7 Prozent, weil der Einsatz des thermischen Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung unter dem Vorjahreswert lag und die Stromerzeugung aus Steinkohle im Kraftwerk Dürnrohr 2019 beendet worden war. Der Anteil der erneuerbaren Stromerzeugung stieg auf 53,8 Prozent (Vorjahr: 39,8 Prozent).

Im internationalen Projektgeschäft hat die sludge2energy, ein 50:50 Joint-Venture der EVN-Tochter WTE Wassertechnik, den Zuschlag zur Errichtung einer thermischen Klärschlammverwertungsanlage in Hannover erhalten. Das Auftragsvolumen wird mit rund 40 Mio. Euro beziffert.

  

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EVN selbst:

EVN AG: Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20
DGAP-News: EVN AG / Schlagwort(e): Zwischenbericht/Halbjahresergebnis
28.05.2020 / 07:30
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
Highlights

Versorgungssicherheit auch während staatlicher Maßnahmen gegen Covid-19-Pandemie stets gewährleistet
Solider Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2019/20; Konzernergebnis stieg dank geringerer Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften um 18,4 %
Operativ nahezu keine Auswirkungen durch Coronakrise per 31. März 2020, jedoch negative unbare Bewertungseffekte von rund 15 Mio. Euro aufgrund gestiegener Länderrisikoprämien für Südosteuropa
Gesenkter Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/20: 180 bis 200 Mio. Euro Konzernergebnis
Bestätigung der Dividendenpolitik: Basisdividende von 0,47 Euro je Aktie soll zumindest konstant bleiben
Anstieg des Anteils der erneuerbaren Stromerzeugung auf 53,8 % (Vorjahr: 39,8 %)
Weiterer Ausbau überregionaler Trinkwasserleitungen in Niederösterreich zur Abdeckung von Bedarfsspitzen; Bau einer neuen, 60 km langen Transportleitung von Krems bis Zwettl
Generalunternehmerauftrag für Errichtung einer thermischen Klärschlammverwertungsanlage in Hannover

Kennzahlen

Umsatz: -4,2 % auf 1.194,4 Mio. Euro
EBITDA: +17,7 % auf 388,8 Mio. Euro
EBIT: +16,5 % auf 230,7 Mio. Euro
Konzernergebnis: +18,4 % auf 152,7 Mio. Euro
Nettoverschuldung: 1.191,2 Mio. Euro (30. September 2019: 999,5 Mio. Euro)

Energiewirtschaftliches Umfeld

Der temperaturbedingte Energiebedarf lag im ersten Halbjahr 2019/20 in allen drei Kernmärkten der EVN teils deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Marktpreise für Strom, Erdgas und Kohle waren im Berichtszeitraum rückläufig, während jene für CO2-Emissionszertifikate im Berichtszeitraum anstiegen.


EBITDA, EBIT und Konzernergebnis über Vorjahresniveau

Die Umsatzerlöse der EVN lagen im ersten Halbjahr 2019/20 mit 1.194,4 Mio. Euro um 4,2 % unter dem Vorjahresniveau. Zurückzuführen war dies vor allem auf Rückgänge in der thermischen Erzeugung und im Segment Netze. Eine positive Entwicklung zeigten hingegen die Energieerlöse in Bulgarien sowie der Umsatz im internationalen Projektgeschäft.

Korrespondierend mit der Entwicklung der Energieerlöse nahm auch der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger im Berichtszeitraum um 12,8 % auf 555,2 Mio. Euro ab. Hauptfaktoren dafür waren der durch die geringere thermische Erzeugung rückläufige Primärenergieeinsatz, ein Rückgang der Großhandelspreise sowie niedrigere Bezugsmengen.

Die Fremdleistungen und der sonstige Materialaufwand nahmen - bedingt durch die Entwicklung im internationalen Projektgeschäft - um 8,4 % auf 132,7 Mio. Euro zu.

Der Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter konnte im ersten Halbjahr 2019/20 auf 61,2 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) zulegen. Neben einem positiven Einmaleffekt bei der RAG resultierte dieser Anstieg vor allem aus einer Ergebnisverbesserung bei der EVN KG. Im Vorjahr hatten gestiegene Großhandelspreise in der Beschaffung und stichtagsbedingt negative Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften die Ergebnisentwicklung der EVN KG negativ geprägt. Demgegenüber negativ wirkte - vor dem Hintergrund Covid-19-bedingt gestiegener Länderrisikoprämien - eine Wertminderung von 4,9 Mio. Euro beim Wasserkraftwerk Ashta.

Das EBITDA erhöhte sich um insgesamt 17,7 % auf 388,8 Mio. Euro. Höhere Investitionen, die mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 verbundene Aktivierung von Nutzungsrechten sowie durch Wertaufholungen per 30. September 2019 gestiegene Buchwerte von Sachanlagen bewirkten einen Anstieg der planmäßigen Abschreibungen um 7,8 % auf 143,6 Mio. Euro. Zudem führten höhere Länderrisikoprämien infolge Covid-19 zu Wertminderungen auf Energieerzeugungsanlagen in Südosteuropa und auf den Kundenstock in Nordmazedonien. Die EVN erzielte damit per Saldo ein EBIT von 230,7 Mio. Euro (Vorjahr: 198,1 Mio. Euro).

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtszeitraum auf -29,1 Mio. Euro (Vorjahr: -23,1 Mio. Euro). Per Saldo belief sich das Konzernergebnis auf 152,7 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 18,4 %.


Solide Bilanzstruktur

Die EVN verfügt über eine solide und stabile Kapitalstruktur, die als Grundlage für die Umsetzung ihrer Investitionsschwerpunkte in Niederösterreich in den nächsten Jahren dient. Die Nettoverschuldung der EVN erhöhte sich gegenüber dem 30. September 2019 um 19,2 % auf 1.191,2 Mio. Euro, unter anderem zurückzuführen auf die Verbuchung von langfristigen Leasingverbindlichkeiten im Zuge der erwähnten erstmaligen Anwendung von IFRS 16. Dadurch nahm auch das Gearing auf 29,8 % zu (30. September 2019: 22,0 %).

Im Mai 2020 wurden beide Ratings der EVN von den Rating-Agenturen bestätigt, Standard & Poor's passte dabei allerdings den Ausblick analog zu jenem für das Bundesland Niederösterreich, den Hauptaktionär der EVN, von stabil auf negativ an: Moody's: A1 Rating (Ausblick stabil); Standard & Poor's: A Rating (Ausblick negativ). Die EVN strebt auch in Zukunft Ratings im soliden A-Bereich an.


Mittelfristiger Investitionsplan

Die EVN arbeitet weiterhin an der konsequenten Umsetzung ihrer Investitionsstrategie mit den Schwerpunkten Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung, Naturwärme und Trinkwasserversorgung in Niederösterreich. Die staatlich verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie führen vereinzelt zu Verzögerungen bei Bauvorhaben.

Im Bereich der erneuerbaren Erzeugung setzt die EVN den Windkraftausbau in Richtung der angestrebten 500 MW fort und errichtet aktuell einen Windpark in Kettlasbrunn mit einer installierten Leistung von 8,4 MW; die Inbetriebnahme ist bis Jahresende 2020 geplant. Zudem prüft die EVN auch die Realisierbarkeit von großflächigen Photovoltaik-Anlagen in ihren Versorgungsgebieten. Im Bereich Stromnetze leisten die Investitionen einen wesentlichen Beitrag zu Versorgungssicherheit und -qualität. Ein zusätzlicher Investitionszyklus beginnt hier aktuell auch durch die Ausrollung der Smart Meter in Niederösterreich.


Entwicklungen im Energie- und Umweltgeschäft

Energiegeschäft

Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie lag im Berichtszeitraum mit 1.155 GWh um 2,4 % unter dem Vorjahresniveau. Zwar konnte die EVN ihre Windkrafterzeugung trotz geringeren Winddargebots dank der Inbetriebnahme neuer Windkraftanlagen im Vorjahr steigern; das Wasserdargebot lag jedoch unter dem Vorjahresniveau.

Die Stromerzeugung aus Wärmekraftwerken verzeichnete einen deutlichen Rückgang um 44,7 %, da der Einsatz des thermischen Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung unter dem Vorjahreswert lag, und die Stromerzeugung aus Steinkohle im Kraftwerk Dürnrohr im Vorjahr beendet worden war.

Umwelt- und Wassergeschäft

Im ersten Halbjahr 2019/20 konnte die EVN neuerlich einen Anstieg des Trinkwasserabsatzes in der überregionalen Versorgung und im Endkundenbereich verzeichnen. Vor diesem Hintergrund und zur Gewährleistung der Trinkwasserversorgung in höchster Qualität setzt die EVN auf die Errichtung neuer sowie die Verstärkung bestehender Transportleitungen. Ein Großprojekt ist dabei der Bau einer neuen, 60 km langen Transportleitung von Krems bis Zwettl.

Im internationalen Projektgeschäft war die für dieses Geschäftsfeld zuständige Tochtergesellschaft WTE Wassertechnik zum Stichtag 31. März 2020 mit der Umsetzung von insgesamt neun Projekten in Bahrain, Kroatien, Kuwait, Litauen, Rumänien und Polen befasst.

Im Bereich der thermischen Klärschlammverwertung verzeichnete die sludge2energy, ein 50:50 Joint-Venture der WTE Wassertechnik, einen Erfolg. Im Februar 2020 erhielt das Unternehmen den Zuschlag zur Errichtung einer thermischen Klärschlammverwertungsanlage in Hannover. Die Anlage mit einer Kapazität zur Behandlung von 130.000 t entwässertem Klärschlamm pro Jahr soll Ende 2022 in Betrieb gehen, das Auftragsvolumen beträgt rund 40 Mio. Euro.


Gesenkter Ausblick für das Geschäftsjahr 2019/20

Wie am 29. April 2020 ad-hoc gemeldet, erwartet die EVN unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen im zweiten Halbjahr für das Geschäftsjahr 2019/20 ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 180 bis 200 Mio. Euro (bisher 200 bis 230 Mio. Euro). Gründe für die Senkung des Ausblicks waren Auswirkungen der Covid-19-Pandemie (Verzögerung des Baubeginns beim Abwasserprojekt in Kuwait und die erwähnten Wertminderungen).

Den Aktionärsbrief über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 finden Sie unter www.investor.evn.at.

  

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EVN startet Smart-Meter-Roll-out im Herbst, Corona drückte Absatz
Jahresprognose bereits Ende April gesenkt - Thermische Klärschlammverwertung als neue Geschäftschance

Die niederösterreichische EVN startet ihren flächendeckenden Smart-Meter-Roll-out im Herbst, gab der Vorstand am Donnerstag bekannt. Die Coronakrise hatte auf das operative Geschäft im bis März laufenden ersten Halbjahr 2019/20 kaum Auswirkungen. Der Energieabsatz war ab dem Lockdown Mitte März rückläufig und auch Investitionsprojekte haben sich verzögert.
Die Notfallpläne hätten in der Coronakrise funktioniert, die Versorgungssicherheit sei stets gewährleistet gewesen, so Vorstandssprecher Stefan Szyszkowitz heute bei der telefonischen Halbjahrespressekonferenz.

Das flächendeckende Ausrollen der digitalen Stromzähler (Smart Meter) ist nun ab September 2020 geplant. Bisher seien 270 Geräte installiert, so EVN-Vorstand Franz Mittermayer. Nun folgten ab Juni weitere Testkunden. Die EVN lege großen Wert auf Datensicherheit insbesondere Einzelverschlüsselung, man habe sich auch Zeit für detaillierte Tests genommen. Bis Jahresende will die EVN rund 35.000 digitale Stromzähler installieren, insgesamt sind 800.000 Stück geplant.

Mit der zunehmenden Normalisierung setzt die EVN auf ein Aufholen der coronabedingten Verzögerungen bei den Investitionen. Bis Ende September waren ursprünglich 400 Mio. Euro geplant, davon rund 300 Mio. Euro in Niederösterreich. Man könne aber nicht ausschließen, dass es weniger wird und die Investitionen 350 bis 400 Mio. Euro betragen werden. Investitionsschwerpunkte sind Netzinfrastruktur, erneuerbare Erzeugung und Trinkwasser.

Der coronabedingte Absatzrückgang dürfte bei der EVN bei 6 bis 7 Prozent liegen. In der ersten Zeit war der Rückgang zweistellig, der Absatz hat sich dann aber wieder erholt.

Die E-Wirtschaftsverbände haben in einer freiwilligen Vereinbarung zugesichert, dass Haushaltskunden und kleinen Firmenkunden Strom, Gas oder Wärme bei Zahlungsverzug durch die Coronakrise bis Ende Juni nicht abgeschaltet werden. Die EVN sieht ihre daraus resultierende Working-capital-Belastung bis Ende Juni bei 7 Mio. Euro. Wenn wieder bezahlt wird, kann sich dieser Betrag ändern.

Den Ausblick für das Gesamtjahr hat die EVN wegen Corona bereits Ende April gesenkt: Erwartet wird nun ein Konzernergebnis in der Bandbreite von 180 bis 200 Mio. Euro. Gründe dafür sind die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie bei Verzögerungen des Abwasserprojekts in Kuwait sowie unbare negative Bewertungseffekte wegen höherer Länderrisiken für Südosteuropa. Das Großprojekt umfasst die Errichtung einer Kläranlage und eines Kanalnetzes, der Auftrag ging an ein Konsortium ging, dem je zur Hälfte die EVN-Tochter WTE und ein kuwaitischer Finanzinvestor angehören. Das Volumen liegt bei rund 1,5 Mrd. Euro, die WTE fungiert als Generalunternehmer. Es fehlt noch das Financial Closing, das Anfang Juli erfolgen soll.

Neue Chancen im Projektgeschäft sieht die EVN in der thermischen Verwertung von Klärschlamm zur Nutzung für Energieerzeugung. Dies gewinnt laut EVN unter anderem wegen gesetzlicher Einschränkungen des landwirtschaftlichen Einsatzes als Düngemittel an Bedeutung. Über die WTE haben die Niederösterreicher auch schon erste Aufträge in Deutschland an Land gezogen. Im Februar erhielt die deutsche sludge2energy, ein 50:50-Joint-Venture der WTE, den Zuschlag als Generalunternehmer zur Errichtung einer Klärschlammverbrennungsanlage in Hannover mit einem Auftragsvolumen von 40 Mio. Euro. Vorgestern hat die WTE gemeinsam mit einem Partner einen Auftrag der Berliner Wasserwerke zur thermischen Verwertung von Klärschlamm mit einem Auftragswert von rund 190 Mio. Euro erhalten. Auch ins niederösterreichische Dürnrohr kommen zwei solche Anlagen. Szyszkowitz erwartet, dass in diesem Bereich auch ein europäischer Markt entsteht.

Bezüglich der außergerichtlichen Einigung mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Streit um eine Preiserhöhungsklausel, bei der die Kunden eine Gutschrift im EVN-Bonusprogramm bzw. alternativ kleine Geldbeträge in bar zurückerhalten, rechnet die EVN mit einem einstelligen Millionen-Euro-Betrag, wurde am Donnerstag bekräftigt.

Beim Ausbau der erneuerbaren Energie setzt die EVN neben Windkraft auch auf Photovoltaik, auch auf Freiflächen. Nutzen will man dafür unter anderem Kraftwerksstandorte wie beispielsweise Dürnrohr, wo die Kohleverstromung im Vorjahr beendet wurde.

  

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Dürnrohr: Klärschlammverbrennung statt Kohle

Mehr als 170.000 Tonnen Klärschlamm fallen jedes Jahr in den niederösterreichischen Gemeinden an. Die EVN plant nun auf dem Areal des stillgelegten Kohlekraftwerks Dürnrohr eine große Verbrennungsanlage für Klärschlamm.

Derzeit wird Klärschlamm auf den Feldern ausgebracht, deponiert oder zu einem kleineren Teil in bestehenden Müllverbrennungsanlagen entsorgt. Die EVN will nun 40 Millionen Euro in eine spezielle Klärschlamm-Verbrennungsanlage in Dürnrohr investieren.

https://noe.orf.at/stories/3060570/

  

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Wien-Einstieg bei EVN abgesegnet - BWB hat EnergieAllianz im Visier
28,35-%-Einstieg durch BWB durchgewunken: "Keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken" - Behörde stolperte aber über Vertriebskooperation EnergieAllianz: "Gesonderte Prüfung ist angezeigt"

Die Wiener Stadtwerke dürfen bei der niederösterreichischen EVN mit 28,35 Prozent einsteigen und werden damit zweitgrößter Aktionär nach dem Land Niederösterreich, das 51 Prozent hält. Nach umfassender Prüfung durch die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) wurde der Deal nun freigegeben. Bedenken hat man bei der BWB jedoch zur gemeinsamen Vertriebskooperation EnergieAllianz (EAA) von EVN und Wienern.
"Die Prüfung des Zusammenschlusses ergab keinen Hinweis auf wettbewerbsrechtliche Bedenken hinsichtlich des unmittelbaren Fusionsvorgangs", hieß es am Freitag auf der Homepage der Behörde zum Kauf des 28,35-prozentigen EVN-Anteils des deutschen Energieversorgers EnBW durch die Stadtwerke. Daher stelle die BWB keinen Prüfungsantrag an das Kartellgericht. Der Deal wird mit Ablauf des heutigen Tages freigegeben. Die Stadtwerke waren schon mit rund 0,01 Prozent beteiligt, künftig sind es somit 28,36 Prozent.

Es sei durch den Deal "nicht mit einer kritischen Erhöhung der Marktkonzentration zu rechnen", erklärte die BWB, da nur geringfügige Überschneidungen zwischen den Wiener Stadtwerken und der EVN bestünden und weil es sich um eine nicht-kontrollierende Minderheitsbeteiligung handle. Eine umfassende Marktuntersuchung habe keine Hinweise auf wettbewerbliche Bedenken geliefert. "Die befragten Marktteilnehmer sahen grundsätzlich keine oder keine negativen Auswirkungen durch den Zusammenschluss", heißt es.

Allerdings "stolperten" die Wettbewerbsprüfer über die seit Jahren bestehende Vertriebskooperation für Strom und Gas, die seit Jahrzehnten besteht und an der die Stadtwerke-Tochter Wien Energie und die EVN je 45 Prozent halten (10 Prozent die Energie Burgenland). Es werde nämlich, so die BWB in ihrer "abschließenden Beurteilung", "eine gesonderte wettbewerbsrechtliche Prüfung der EAA sowie der zugrundeliegenden Entscheidung des Kartellgerichts, insbesondere der im Zuge der Gründung der EAA im Jahr 2001 zwischen den beteiligten Unternehmen getroffenen Nebenabreden und sonstigen Vereinbarungen sowie der seinerzeit getroffenen Prognoseentscheidungen und Marktabgrenzung, angezeigt sein".



Zwar seien für 2003 bis 2020 keine unmittelbaren Strompreis-Effekte durch die EAA festgestellt worden, so die BWB, "allerdings könnte das aufgezeigte Ost-West-Gefälle bei den Stromgesamtpreisen sowie beim Einsparungspotenzial ein Hinweis auf eine preistreibende Wirkung der Wettbewerbsbeschränkungen durch die EAA sein". In einer Marktbefragung durch die BWB äußerte ein Mitbewerber, dass die EAA bisher nicht als aggressiver Marktakteur aufgefallen sei. Andere Konkurrenten sahen eine Ausweitung der Geschäftsaktivität der EAA auf andere Bereiche als die Endkundenversorgung von Strom und Gas als Folge des Zusammenschlusses.

Die vorläufige Prüfung der Preisentwicklung in den seit 2001 umfassten Energieversorgungsmärkten hat laut BWB gezeigt, dass seither Strom zwar für Endkunden im Gebiet der EAA mitunter etwas teurer war als im Österreich-Schnitt, "signifikant höhere Preise als Auswirkung der EAA konnten daraus allerdings nicht abgeleitet werden". In den vergangenen Jahren seien die Preise der von EVN, Wien Energie und Energie Burgenland getragenen EAA rund um den Durchschnittspreis der anderen lokalen Anbieter gelegen. Im Vergleich zum jeweils günstigsten lokalen Stromanbieter habe die EAA seit 2010 im Schnitt 13,77 Prozent mehr verrechnet.

Direkt und indirekt gerechnet wird sich durch die Aufstockung der Wiener Stadtwerke bei der EVN auf 28,36 Prozent der Anteil der Stadtwerke (jeweils inkl. Wien Energie) an der EAA von momentan exakt 45,38 auf 59,18 Prozent erhöhen. Weil die Unternehmen verflochten sind, steigt auch der Anteil der Wiener an der Burgenland Holding von 7,81 auf 29,01 Prozent bzw. an der Energie Burgenland von 3,8 auf 14,21 Prozent. Beim an der Börse notierten Stromkonzern Verbund, der zu 51 Prozent der Republik Österreich gehört, erhöht sich der Anteil der Wiener direkt und indirekt von 12,12 auf 15,39 Prozent - weil die EVN ihrerseits derzeit direkt mit 11,55 Prozent am Verbund beteiligt ist. Der Wiener-Anteil an der Kärntner Kelag steigt (indirekt) von 4,26 auf 5,41 Prozent.



Die Wiener Stadtwerke - mit 3 Mrd. Euro Umsatz und 15.000 Beschäftigten Österreichs größter kommunaler Infrastrukturdienstleister - belieferten zuletzt nach Angaben von März knapp 2 Millionen Kunden mit Strom, Gas und Fernwärme. Die EVN setzte jährlich zuletzt 2,2 Mrd. Euro mit 6.900 Mitarbeitern um und zählte 4,7 Millionen Kunden (2 Mio. in Österreich, 1,8 Mio. in Bulgarien, 900.000 in Nordmazedonien).

Beim Stadtwerke-Einstieg bei den EVN handelt es sich um eine reine Finanzbeteiligung, die dem Käufer keine Kontrolle ermöglicht, so die BWB. Das hatten auch die zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Wien stehenden Stadtwerke, größter regionaler Energieversorger in Österreich, betont: Man sehe den Einstieg als langfristige Investition und Finanzbeteiligung, um die Pensionen der Mitarbeiter abzusichern, hieß es Anfang März.

Durch die EVN-Dividenden könnten die Pensionen abgesichert werden, hatte Vize-Generaldirektor Peter Weinelt damals zur APA gesagt. Seit Ausgliederung aus der Stadt Wien zahlen die Wiener Stadtwerke die Pensionen für die beamteten Mitarbeiter direkt und haben dafür hohe Rückstellungen in der Bilanz gebildet. Laut Geschäftsbericht 2018 waren es 3,8 Mrd. Euro.

Zum Kaufpreis mache man keine Angaben, hatten der Anteilsverkäufer EnBW und die Wiener Stadtwerke bei der Bekanntgabe des Deals am 5. März erklärt. In Medienberichten wurden damals rund 870 Mio. Euro kolportiert.

  

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Wiener Stadtwerke übernehmen EVN-Anteile der EnBW 

Der zwischen den Wiener Stadtwerken und dem deutschen EnBW Trust e.V. vereinbarte Erwerb des Aktienpaketes an der EVN AG wurde, nachdem die wettbewerbsbehördlichen Verfahren in Deutschland und Österreich zuletzt erfolgreich abgeschlossen werden konnten, mit heutigem Tage finalisiert. Im Zuge der Transaktion wurde eine Finanzbeteiligung in Höhe von 28,35 Prozent am niederösterreichischen Energieversorger an die Wiener Stadtwerke übertragen. „Wir sehen darin eine attraktive und langfristige Anlagemöglichkeit in ein grundsolides österreichisches Unternehmen und somit eine sinnvolle Erweiterung für unser Portfolio“, so der Generaldirektor der Wiener Stadtwerke Martin Krajcsir.

Die Wiener Stadtwerke GmbH ist Österreichs größter kommunaler Infrastrukturdienstleister und zählt drei Milliarden Euro Umsatz und rund 15.000 MitarbeiterInnen. Die Wiener Stadtwerke stehen zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt Wien.

  

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EVN in den ersten drei Quarten mit mehr Gewinn

Konzernergebnis dank geringerer Bewertungseffekte um ein Viertel auf rund 211 Mio. Euro gestiegen - Operatives Ergebnis durch Coronakrise nur punktuell beeinträchtigt - Ausblick bestätigt

Die börsennotierte niederösterreichische EVN hat in den ersten drei Quartalen 2019/20 mehr Gewinn erzielt. Das Konzernergebnis stieg dank geringerer Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften, wie die EVN mitteilte. Die Coronakrise habe das operative Ergebnis nur punktuell beeinträchtigt, das diversifizierte Geschäftsmodell wirke stabilisierend. Ausblick und Dividendenpolitik werden bestätigt.
Das Konzernergebnis stieg um 25,2 Prozent auf 210,7 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 17,9 Prozent auf 513,6 Mio. Euro. Die planmäßigen Abschreibungen seien um 7,5 Prozent auf 214,6 Mio. Euro gestiegen. Bereits im zweiten Quartal hätten wegen Covid-19 gestiegene Länderrisiken zu Wertminderungen bei Erzeugungsanlagen in Südosteuropa und auf den Kundenstock in Nordmazedonien geführt. Das EBIT stieg um 20,3 Prozent auf 284,5 Mio. Euro. Das Finanzergebnis habe sich dank der höheren Verbund-Dividende auf minus 6,7 Mio. Euro (nach minus 14,4 Mio. Euro) verbessert.

Der Umsatz sank um 6,8 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro. Zurückzuführen sei dies vor allem auf Rückgänge in der thermischen Erzeugung sowie im Segment Netze. Der Netzabsatz sei durch den Covid-19-bedingt geringeren Energieverbrauch zusätzlich belastet worden.

Für das Gesamtjahr 2019/20 erwartet die EVN unverändert - bei durchschnittlichen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen und einer unveränderten Situation im Zusammenhang mit der Coronakrise im vierten Quartal 2019/20 - ein Konzernergebnis in einer Bandbreite von 180 Mio. Euro bis 200 Mio. Euro. Bestätigt hat die EVN auch ihre Dividendenpolitik mit einer Basisdividende von 0,47 Euro je Aktie.

Die Stromerzeugung sank um 34,1 Prozent auf 2.880 Gigawattstunden (GWh). Dabei gab es bei der thermischen Erzeugung einen Rückgang um 53,7 Prozent, weil der Einsatz des thermischen Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung unter dem Vorjahreswert lag und die Kohle-Stromerzeugung im Kraftwerk Dürnrohr im Vorjahr beendet worden war. Die Stromproduktion aus erneuerbarer Energie sank um 7,5 Prozent auf 1.720 GWh. Der Stromverkauf an Endkunden war mit rund 15.300 GWh stabil, der Gasabsatz sank um 3,4 Prozent auf rund 4.600 GWh.

Im Umwelt- und Wassergeschäft wurde in den ersten drei Quartalen erneut ein Anstieg des Trinkwasserabsatzes an Endkunden in der überregionalen Versorgung verzeichnet. Im internationalen Projektgeschäft war die EVN-Tochter WTE zum Stichtag 30. Juni 2020 mit der Planung und Errichtung von insgesamt zehn Projekten in Deutschland, Polen, Litauen, Rumänien, Kroatien, Bahrain und Kuwait befasst. Darin enthalten ist auch ein neuer Großauftrag für eine thermische Klärschlammverwertungsanlage in Berlin (Auftragsvolumen rund 190 Mio. Euro, Ergebnisanteil rund 50 Prozent). Weiters erhielt die sludge2energy, an der die WTE zu 50 Prozent beteiligt ist, den Zuschlag für zwei thermische Klärschlammverwertungsprojekte in Hannover und Straubing (Auftragsvolumen rund 40 Mio. Euro bzw. 50 Mio. Euro). Für den Start des Abwasserprojektes in Kuwait lägen per 29. Juli alle Voraussetzungen vor - der Auftrag im Volumen von rund 1,5 Mrd. Euro ging an ein Konsortium, dem je zur Hälfte die WTE und ein kuwaitischer Finanzinvestor angehören.

Mit dem Abschluss des Erwerbs des EnBW-Anteils durch die Wiener Stadtwerke Anfang August hat die EVN eine neue Aktionärsstruktur. Mehrheitsaktionär ist mit 51 Prozent unverändert das Land Niederösterreich, die Wiener Stadtwerke GmbH ist mit einem Anteil von 28,4 Prozent der zweitgrößte Aktionär. Der restliche Aktienanteil von 20,6 Prozent entfällt auf den Streubesitz (inkl. 1,0 Prozent eigene Aktien).

  

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Thema #205604

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