Wienerberger: Umfeld in Europa schwierig, performen aber über Märkten
Wohnbau wird wieder anziehen müssen - Scheuch: Sind heute gegen Krisen besser gewappnet als früher - CEO bekräftigt: "Kehren heuer in Gewinnzone zurück"

Für den weltgrößten Ziegelhersteller Wienerberger ist das Marktumfeld in Europa im Wohnungsneubau anhaltend schwierig, sagte Konzernchef Heimo Scheuch am Donnerstag auf der Gewinn-Messe in Wien. Vom Gesamtgeschäft entfallen jedoch nur noch 60 Prozent auf dieses Segment. International, etwa in den USA, laufen die Märkte besser als in Europa, und Wienerberger performe besser als seine Märkte.


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Speziell in Europa lebe man im Hauptsegment Wohnbau in einer relativ schwierigen Situation, der Bereich sei rückläufig - daher gehe man verstärkt in den stabileren Renovierungsmarkt. Zudem sei man auch im Rohr-Geschäft zunehmend führendes Unternehmen.

Wegen der Russland-Ukraine-Krise stehe die EU vor schweren wirtschaftlichen Problemen, darauf habe er schon früher verwiesen, sagte Scheuch. Besonders deutlich abwärts gehe es in den Märkten Frankreich sowie Südeuropa. Großbritannien laufe aber positiv, deshalb habe man dort - wegen einer besseren Auslastung - auch wieder Werke in Betrieb genommen.

In Europa werde sich die wirtschaftliche Situation insgesamt wieder verbessern, ist der CEO überzeugt. So würden früher oder später wieder mehr neue Wohnungen gebaut werden "müssen". Und abgesehen davon sei Wienerberger heute gegen solche Konjunkturkrisen viel besser gewappnet als vor fünf, sechs Jahren: "Unser Portfolio ist viel ausbalancierter."

"Heuer kommen wir wieder in die Gewinnzone zurück", versicherte Scheuch. Wienerberger steht wie berichtet vor dem Abschluss eines langjährigen Sanierungsprogramms - Scheuch: "Wir haben eine sehr starke und heftige Restrukturierung hinter uns. Wir sind in eine solide, gesunde Wachstumsphase zurückgekehrt." Wienerberger wachse und performe deutlich besser als der Markt.

2014 soll auch unterm Strich wieder ein positives Ergebnis stehen, wurde bereits im August erklärt. Im Halbjahr konnte der Verlust im Vergleich zum Vorjahr schon von 46,6 auf 17,4 Mio. Euro eingedämmt werden.

Im Halbjahr habe man nicht nur bei den Mengen ein 8-prozentiges organisches Wachstum verzeichnet und den Umsatz um 7 Prozent erhöht, so Scheuch auf der Gewinn-Messe. Sehr erfreulich sei die Entwicklung der Preise gewesen, "die wir wieder steigern konnten". Auf der anderen Seite habe man währungsseitig in Norwegen, Schweden und natürlich Russland gelitten. Die Nettoschulden habe man im Halbjahr um 13 Prozent auf 693,4 Mio. Euro senken können. Man weise eine sehr solide und sehr starke Finanzstruktur auf, der steigende Cashflow werde künftig auch für weitere Wachstumsprojekte, inklusive Zukäufe, genutzt werden können.

Von der Politik mahnte Scheuch ein ausdrückliches Bekenntnis zum heimischen Kapitalmarkt ein.

  

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