Der Börsegang der Amag hätte besser verlaufen können. Daher hat OEP damals auch nicht gleich alle Anteile angeboten, sondern noch zugewartet. Nachdem der Verkauf der Amag-Schwester Duropack im Dezember wieder auf Eis gelegt wurde, will die OEP (eine Tochter der US-Bank JP Morgan) aber jetzt offenbar über den weiteren Anteilsverkauf der Amag wieder ihre Investitionen zurückverdienen.

Die zeigt derzeit, was sie kann. Während Generaldirektor Gerhard Falch weder zum Ergebnis noch zur möglichen Veränderung bei der Eigentümerstruktur etwas sagen will, ist aus Aufsichtsratskreisen zu hören, dass die Amag Anfang März ein sehr gutes Ergebnis vorlegen dürfte, das nicht nur deutlich über den Erwartungen liege, sondern auch eine feine Dividende für die Aktionäre erwarten lasse. Zu denen gehören neben zahlreichen Kleinaktionären (insgesamt 38 Prozent) auch die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB) mit 11,5 Prozent, die Mitarbeiter-Stiftung mit elf Prozent und die Oberbank mit gut fünf Prozent.

Die RLB gilt dem Vernehmen nach auch als einer jener Kandidaten, die ihren Anteil an der Amag deutlich aufstocken könnten. Möglicherweise ist dies eine Entscheidung, die schon der Nachfolger Ludwig Scharingers, Heinrich Schaller, treffen könnte. Der zieht wahrscheinlich auch statt Scharinger in den Aufsichtsrat der Amag ein.

Als anderer möglicher Interessent für einen Anteil an der Amag wird die B&C-Industrieholding gehandelt. B&C ist Tochter jener Privatstiftung, in die einst die Industriebeteiligungen der Bank Austria und der Creditanstalt eingebracht worden waren. Sie hält den größten Anteil an der Lenzing AG sowie Anteile an VAMED und Intertrading. Dem Vernehmen nach soll sich B&C für Beteiligungen in Oberösterreich interessieren.

Geht der Eigentümerwechsel einigermaßen friktionsfrei über die Bühne, dürfte die Amag rasch beginnen, ihr Investitionsprogramm umzusetzen. Dieses umfasst, wie berichtet, eine Erweiterung des Standortes Ranshofen und einen Ausbau der kanadischen Elektrolyse Alouette, an der die Amag beteiligt ist. Die gesamte Investitionssumme für diese Vorhaben dürfte zwischen 400 und 500 Millionen Euro betragen.

http://www.nachrichten.at/nachrichten/wirtschaft/art15,812222

  

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