>a) wer als Trader gut verdient hat, tut dies nun noch besser,
>mMn allerdings evtl. mit deutlichen Vorteilen auf
>Auslandsdepot, dafür steuerlich sehr gut gestellt
>
>b) wer als Investor gut verdient hat, war meist steuerfrei und
>tut dies nun deutlich schlechter, weil plötzlich bestraft,
>insbesondere auch durch die mangelden Vortragsfähigkeit
>eventueller Verluste, egal ob im Inland oder im Auslandsdepot


Genau umgekehrt wie die offizielle Intention des Gesetzes. Mich
trifft das stark und allem Gerechtigkeitsgefasel zum
Trotz empfinde ich es nicht als gerecht - Dividenden werden ohnehin
schon besteuert. Die Steuerfreiheit der Kursgewinne
ist für mich faire Kompensation für das eingegangene Risiko, bei
Verlusten hilft mir auch niemand. (2008!)

Die Politik argumentiert natürlich damit daß bisher der Großteil der
Gewinne hinterzogen wurde - hier tendiere ich
zu Vecernicek, ich glaube die tatsächlichen Spekulationsgewinne
werden maßlos überschätzt. Die Steuereinnahmen werden
aufgrund der sofortigen Besteuerung von Gewinnen innerhalb der Fonds
vermutlich trotzdem passen - und ein paar Krümmel werden von den
Privaten dazukommen.

Es ist doch vollkommen schizophren - auf der einen Seite werden bei
den Aktionären großartige Gewinne vermutet, auf der anderen
z.B. die private Pensionsvorsorge mit Aktien als viel zu riskant
verteufelt. Was denn nun?

Ich für meinen Teil werde Neuveranlagungen vermutlich auch auf einem
Auslandsdepot durchführen und dann am Jahresende deklarieren - wie
Shareholder geschrieben hat, ich habe auch keine Lust den Staat
vorzufinanzieren. Ich werde aber noch abwarten ob/wie das vor dem
Verfassungsgerichtshof hält. Ein Jahr kann ich mich schon noch mit
Netting drüberretten, sofern nicht plötzlich alle meine neuen
Investments niemals die Gewinnzone verlassen.

  

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