zum Originalbeitrag

Wie viele Menschen ohne Symptome werden denn (im Vergleich zu jenen mit Symptomen oder Kontakt zu nachweislich Erkrankten) tatsächlich getestet und warum?
Zumindest der zweite Teil lässt sich beantworten: Weil man damit Geschäftspartnern (vor allem Kunden) Sicherheit vermitteln möchte. Das trägt zur Aufrechterhaltung eines halbwegs normalen Geschäftslebens bei, was alle befürworten müssten, die keinen zweiten Lockdown möchten.

"Ein positiver SARS-CoV-2 PCR Befund bei einer symptomfreien Person stellt noch keine Infektionsdiagnose dar und sagt nichts über die Infektiosität der getesteten Person aus"
Was wäre denn eine Infektionsdiagnose? Und wie käme man zu einer Aussage über die Infektiosität? Und ist jede Person mit Symptomen dagegen eindeutig Infektiös?
Wenn symptomfreie Personen nicht ansteckend wären, woher hätten diese dann das Virus? Nur von Infizierten mit Symptomen?
In einem Cluster, in dem die meisten symptomfrei sind, müssten also einige wenige mit Symptomen alle ohne Symptome angesteckt haben. Im Umfeld von Riskopatienten wären Infizierte mit Symptomen daher noch um ein Vielfaches gefährlicher als bisher angenommen.

Das Risiko von False Positives kann nicht sehr groß sein, sonst hätte es im Sommer nicht längere Phasen gegegeben, in denen deutlich weniger als 1% der getesteten postiv waren. Damals war die Rede von Infektionsketten und Clustern, die im Griff waren. Die False Positive Rate muss also nochmal deutlich geringer gewesen sein. Degegen ist jeder mangels Test nicht entdeckte Infizierte ein viel größeres Risiko.

Die Symptomlosen begeben sich üblicherweise selbst z.B. zu Teststraßen. Von einem Materialengpass hört man derzeit nichts. Kritisch sind dagegen die Testkapazitäten bei Personen mit Symptomen. Da hilft es wenig die Tests bei Symptomlosen zu vermeiden.

  

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Thema #6542
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