zum Originalbeitrag

>>Langsam muss man sich fragen ob die 4 im Jeep jemals abziehen
>>hätte sollen. Haben die Österreicher überhaupt nichts kapiert?
>>
>>26 Prozent wollen „starken Führer“
>>http://oesterreich.orf.at/stories/2900888/
>
>Kommentar eines Sozis:
>Bernhard Heinzlmaier
>
>@bheinzlmaier
>Und selbst die, die „einen starken Führer“ wollen, wollen
>mehrheitlich keinen Despoten, sondern kompetente
>Staatsmanager, die einen Plan haben und den auch gegen
>Widerstände durchziehen. Weiß man aus der qual. Forschung seit
>Jahre. Aber es ist halt so schön gruselig.
>

Natürlich, der Wunsch ist die logische Konsequenz der Politikverdrossenheit und des Erlebten: Nepotismus und Unfähigkeit, ordentliche Fortschritte zu erzielen - das verharren in der Erstarrung, kaugummiartige Entscheidungsprozesse mit unendlichen Verhandlungsmarathons und in die Unkenntlichkeit verwässerten Ergebnissen.

Man denkt dann eben - wenn die Entscheidungswege kürzer wären und alles in den weisen Händen EINES kompetenten läge, es wäre doch so viel einfacher zu reparieren. Und so groß wie ein ganzer Parteiapparat kann dessen Verwandtschaft ja gar nicht sein...

Voilá - schon ist man da. (Ideal wäre dann halt, wenn er/sie aus der eigenen Familie stammt, denn sonst könnte es andererseits schwierig werden ).

Das Risiko der Korrumpierung durch Macht ist dem nicht-mächtigen ja nicht extrem geläufig, und wenn es nicht erlebt wurde, dann ist es schwer vorstellbar. Ich habe Verständnis für die Wünsche und sehe sie als Ausdruck des Mangels im bestehenden System. Es ist undurchsichtig und träge - die Kosten des Risikopuffers werden dann überproportional wahrgenommen bzw. das Risiko unterschätzt.

Und Nordkorea, Venezuela... sind soo weit weg.

  

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