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"Lasagne-Effekt": Ist Strom günstiger, wird vorgekocht

Konsumenten verschieben bei Preissignalen ihren Verbrauch - Kunden wollen keinesfalls Mehrkosten, idealerweise Einsparungen - Ergebnisse des vom AIT koordinierten Leafs-Projekts

Ein Teil der Stromkunden ist bereit, bei preislichen Anreizen den Verbrauch in andere Zeiten zu verschieben. Bei einem Projekt, an dem über 13.000 Kunden aktiv teilnahmen, wurden bei einem Sonnenbonus im Schnitt fünf Prozent des Bedarfs verlegt, berichtete Tara Esterl, Scientist am AIT Austrian Institute of Technology, bei der "energy2050"-Tagung des Verbund in Fuschl (Salzburg).

Sie sprach von einem "Lasagne-Effekt", wenn in Zeiten vorgekocht wurde, als Strom günstiger war. Preisanreize könnten durchaus zu einer dauerhaften Verbrauchsverschiebung führen, man habe aber in bestimmten Projekten auch Ermüdungseffekte festgestellt. Beim gegenständlichen Leafs-Projekt unter Leitung des AIT machten mehr als 13.000 Verbraucher mit, indem sie Mails beantworteten, die an über 150.000 Empfänger gegangen waren.

Mehr als 80 Prozent der Teilnehmer sagten, dass ihnen Klima und Umweltthemen "wichtig" oder "sehr wichtig" sind, vier Prozent verfügten bereits über ein E-Auto, so die Forscherin am Donnerstag. Gab es für die Teilnehmer keine bestimmten attraktiven Tarife, fühlten sie sich benachteiligt: "Der Kunde will das Gefühl der Kontrolle haben."

Auf gar keinen Fall wollten die Kunden Mehrkosten, idealerweise Einsparungen. Flexibilität automatisieren lasse sich am ehesten bei E-Autos, Batterien, Wärmepumpen und Boilern. Energielieferanten, die die Flexibilität vermarkten - "und hoffentlich damit Geld verdienen" -, könnten potenziell 20 bis 40 Euro Erlös jährlich pro kW Leistung erzielen.

  

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