Sanochemia hat 1 Mio Euro für einen Berater ausgegeben, der
2 Mio Euro an Einsparungsvorschlägen (pro Jahr? Weiss ich nicht mehr im Detail). Der grösste Posten, der
uns kommuniziert worden ist, waren die Glasfläschchen. Durch die Halbierung der Stärke des Glases konnte
soviel Geld eingespart werden. Angeblich ohne Qualitätsverlust. Ob der Lieferant auch gewechselt wurde,
wurde nicht gesagt. Eher nicht, denke ich.
An der Fläschchenqualität ist es nicht gelegen,
Sanochemia ist wegen Verunreinigungen in den Maschinen gescheitert. Vielleicht waren weniger
Reinigungsschritte auch Teil der Einsparvorschläge? Die Kosten ab Sperre des Betriebs durch die AGES
waren immens hoch. Verunreinigungen können oft passieren. Bei Schokolade ist das oft Schmieröl, wo keiner
weiss, wie das reinkommt. Aber in der Pharmaindustrie werden Hygienefehler nicht verziehen und können
auch zum Bankrott führen. Daher meine Skepsis zu den Vorsterilisationen, da muss wohl das Vertrauen
extrem hoch sein, trotz aller Zertifikate.
>Kleine Anmerkung zu diesem Thema: > >Sanochemia hat 1 Mio Euro für einen Berater
ausgegeben, der 2 >Mio Euro an Einsparungsvorschlägen (pro Jahr? Weiss ich nicht >mehr im
Detail). Der grösste Posten, der uns kommuniziert >worden ist, waren die Glasfläschchen. Durch
die Halbierung der >Stärke des Glases konnte soviel Geld eingespart werden. >Angeblich
ohne Qualitätsverlust. Ob der Lieferant auch >gewechselt wurde, wurde nicht gesagt. Eher nicht,
denke ich. > >An der Fläschchenqualität ist es nicht gelegen, Sanochemia ist >wegen Verunreinigungen in den Maschinen gescheitert. >Vielleicht waren weniger
Reinigungsschritte auch Teil der >Einsparvorschläge? Die Kosten ab Sperre des Betriebs durch
die >AGES waren immens hoch. Verunreinigungen können oft passieren. >Bei Schokolade ist
das oft Schmieröl, wo keiner weiss, wie das >reinkommt. Aber in der Pharmaindustrie werden
Hygienefehler >nicht verziehen und können auch zum Bankrott führen. Daher >meine Skepsis
zu den Vorsterilisationen, da muss wohl das >Vertrauen extrem hoch sein, trotz aller
Zertifikate.
Wichtig! Pharmaverpackungen sind nicht nur Transportbehälter, sondern Teil des
therapeutischen Systems. Kindersichere Verschlüsse, manipulationssichere Versiegelungen,
Fälschungsschutz, Sterilität, Stabilität und Haltbarkeit des Medikaments muss gewährleistet sein,
barrierefreie Materialien gegen Licht, Feuchtigkeit oder Sauerstoff sind nötig. Große Pharmaunternehmen
bevorzugen etablierte Lieferanten, da Risiko und Haftung extrem hoch sind. Fazit: Herstellung
pharmazeutischer Verpackungen ist technisch anspruchsvoll und Zertifizierungen sind Pflicht.
Wäre viel mehr als gedacht. Da sprach
man ja zuerst um die 500 Mill. Anderseits hat man damals 2015, glaube ich, die Firma schon um ca. 720
Millionen USD gekauft. Und was war der $ damals wert und heute ..
Wie gesagt man
braucht starke Nerven und größeren Optimismus, denn heute wirds wohl kurstechnisch blutrot und
Rekordtiefen geben. Unter Zähneknirschen werde ich wohl, in der Gefahr hier auf die Schnauze zu fallen,
wieder im drastischen Absturz eine Tranche zukaufen. Ich persönlich (was nichts bedeutet und nur meine
Meinung darstellt) erblicke derzeit "nur" einen bewältigbaren Korrekturbedarf, aber das Geschäftsmodell
ist, mMn, gut. Stand heute.
+ Wertminderungen Hier gibt es große
Bewertungs-Spielräume.
+ Nutzungsdauern von Entwicklungskosten Hier entscheidet das
Management, wie lange etwas wirtschaftlich nutzbar ist.
+ Bill-and-Hold-Umsätze Das ist
heikler, aber auch korregierbar. Gerresheimer hat hier selbst bereits Korrekturen angekündigt.
ABER: Das Geschäftsmodell profitiert weiter von ...
demografischem Wandel
steigender Medikamentennachfrage
hohen regulatorischen Eintrittsbarrieren
langfristigen Kundenbeziehungen
Bilanzielle Korrekturen ändern daran zunächst nichts
Aber klar jetzt ist die Verunsicherung unter Aktionären extrem groß. Zu recht. Die allermeisten
Leute sagen wohl - Finger weg.