Algen sind vielerorts lästig, vor allem dann, wenn sie sich zu stark vermehren. Doch die seit
rund drei Milliarden Jahren auf der Erde existierenden Wasserlebewesen können CO2 in Sauerstoff umwandeln
und sind dafür verantwortlich, dass aus der giftigen Uratmosphäre ein Lebensraum für höhere Lebewesen
entstand.
Diese Eigenschaft hat Algen vor einiger Zeit auch in das Blickfeld der Wissenschaft
gerückt. Mehrere Forschergruppen beschäftigen sich mit den Möglichkeiten, mit Hilfe von Algen das
Kohlendioxid aus Industrieabgasen zu verwerten und daraus Öl zu gewinnen, aus dem man wiederum
Biotreibstoffe herstellen kann.
Weil Algen zehn Mal so viel Biomasseertrag bringen wie
Landpflanzen, kann man mit ihnen Biogas, Biodiesel, Bioethanol oder Biowasserstoff auch wesentlich
günstiger herstellen. Algen stehen auch nicht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion, wie es zum
Beispiel bei Getreide oder anderen Energiepflanzen der Fall wäre, und brauchen wenig Fläche.