BDI Biodiesel International Datum/Zeit: 26.01.2009 12:20 Quelle: BDI Biodiesel International -
Presseaussendung BDI BioDiesel-Anlage in Lettland eröffnet
Am 22. Januar wurde in
Ventspils die erste industrielle BioDiesel-Anlage in Lettland feierlich eröffnet.
Die von der
österreichischen BDI - BioDiesel International errichtete Anlage befindet sich im Hafengebiet von
Ventspils und produziert mit einer Kapazität von 100.000 Tonnen/113 Mio. Liter normgerechten BioDiesel
entsprechend der europäischen Norm. Als Nebenprodukte werden Pharmaglycerin, Futtermittel und Düngemittel
gewonnen.
Neben den überwiegend pflanzlichen Rohstoffen aus dem Baltikum, der Ukraine,
Weißrussland, Russland und Kasachstan kann die BDI Anlage anteilig auch Altspeiseöle und freie Fettsäuren
(Free Fatty Acids, FFAs) verarbeiten.
Rund um die Produktionsanlage hat der Auftraggeber
Bioventa auch Saatlager, eine Ölmühle zur Bearbeitung der Rohstoffe, eine Betankungsstation für LKWs
sowie eine Schiffsverladestation mit einer Gesamtinvestitionssumme von 85 Mio. Euro errichtet. Die
Versorgung mit Rohstoffen und der Abtransport der Produkte sind durch den direkten Zugang zum Seeweg
umweltfreundlich und wirtschaftlich begünstigt.
Der erzeugte BioDiesel ist derzeit
hauptsächlich für den Export, unter anderem für die norwegische Statoil - Mineralölgesellschaft bestimmt
und entspricht 1,5% der Exportquote von Lettland.
Der bei der Eröffnung anwesende Minister
für Umwelt Raimonds Vējonis betonte, dass nicht nur die Nutzung moderner sparsamer Kraftfahrzeuge
sondern auch die Erzeugung von Energie aus nachwachsenden Rohstoffen für den Umweltschutz eine
wesentliche Rolle spielt.
Auch in Lettland wird angestrebt, den Anteil der Beimischung von
Biokraftstoffen mit einer entsprechenden Beimischungsverordnung zu erhöhen. Derzeit beträgt der Umfang
der Beimischung erst 0,3%. Österreich ist in dieser Hinsicht Vorbild für Lettland, mit dem ehemaligen
Umweltminister Josef Pröll, ein Experte und Förderer für Biokraftstoffe, wurde ein regelmäßiger
Informationsaustausch durchgeführt.
Für Wilhelm Hammer, Vorstandsvorsitzender der BDI, ist
die Anlage ein weiterer Baustein zur Erreichung von Klimaschutzzielen: 'Es gibt genug Potenzial für
nachhaltige Rohstoffe aus Agrarländern wie etwa der Ukraine, Russland und Kasachstan, das man auch nutzen
muss, um eine CO2 Reduktion im Verkehrsbereich zu erreichen. Mit dem Export ihrer landwirtschaftlichen
Produkte können diese Länder wiederum dringend benötigte Industriegüter finanzieren. Für die Ziele der EU
spielt BioDiesel eine wesentliche Rolle, da dieser Biokraftstoff heute schon eingesetzt werden kann. Wir
schaffen mit dieser Anlage eine Ausbeute von 100%, was nicht nur das Optimum an Wirtschaftlichkeit für
unseren Kunden bedeutet, sondern auch den vorhandenen Rohstoff voll ausnutzt.'
Neben Lettland
konnte BDI bereits in Litauen im Hafengebiet von Klaipeda eine ähnliche Anlage errichten.