Der Vorstand von BDI Biodiesel nimmt am Freitag Stellung zu den Vorwürfen seines Aktionärs Investor AM.
Die belgische Fondsgesellschaft stösst sich - wie am Donnerstag berichtet - an den jüngsten Insiderkäufen
des Managements. Ein Aktienrückkauf der Gesellschaft wäre vorzuziehen gewesen, so die Belgier.
"Der Erwerb der Anteile im Dezember 2008 wurde nicht aktiv von uns angestrebt, sondern basierte
vielmehr auf einem Angebot verkaufswilliger Paketaktionäre, das an uns kurzfristig herangetragen wurde",
erklärt CEO Wilhelm Hammer. "Die Transaktion erfolgte ausserbörslich und sollte unter anderem auch unser
Vertrauen in das Unternehmen bekräftigen". Der Erwerb erfolgte unter Einhaltung sämtlicher
Rechtsvorschriften und wurde als Directors' Dealing publiziert.
"Uns haben Experten dazu
gratuliert, dass wir viele Investitionen aus unserem Cashflow und nicht aus den durch den Börsegang
entstandenen Mitteln finanziert haben. Ebenso haben wir erst jüngst auf dem Eigenkapitalforum der
Deutschen Börse positives Feedback in Bezug auf unsere konservative Veranlagungspolitik erhalten. Wir
haben gegenüber Investor AM unsere Gründe bekräftigt, dass vorgenannte Transaktion in keiner Weise gegen
die Prinzipien guter Corporate Governance verstösst", so Hammer.
BDI habe zum Zeitpunkt der
sich kurzfristig ergebenden Kaufmöglichkeit des Aktienpaketes auch keine Ermächtigung der
Hauptversammlung für einen Aktienrückkauf gehabt. Nach österreichischem Gesetz wäre zudem nur ein
Rückkauf von bis zu 10% möglich.