Conflict of Interest at BDI-Biodiesel
International AG
Oudenaarde, Belgium - Investor Asset Management Bvba, the investment manager
acting on behalf of the investment fund Investor Equities, sees serious corporate governance issues at
BDI-Biodiesel International AG.
As a shareholder of BDI-Biodiesel, we are disappointed by the
recent insider transactions at BDI-Biodiesel. On December 15th and 17th, BDI Beteiligung GmbH bought
542.584 shares or 14,3% of the outstanding share capital at an average price of 7,17 euro. The
shareholders of BDI Beteiligung GmbH are Mr. Hammer and Mr. Gössler with a total interest of 86%. Mr.
Hammer (CEO) and Mr. Gössler (CTO) are the only members of the Management Board of BDI-Biodiesel.
We are of the opinion that the management board of BDI-Biodiesel failed to create substantial
value to all shareholders by not acting on the opportunity to buy back own shares at a substantial
discount to fair value. Certainly given the fact that BDI-Biodiesel disposes of a large excess cash
position. The management, being the majority shareholder, should have convened a shareholders’ meeting
and proposed an authorization for a share buyback.
Instead both Mr. Hammer and Mr. Gössler
chose to buy for their own account through BDI Beteiligung GmbH. They chose to act on a business
opportunity that otherwise could have gone to the enterprise. Moreover, with their actions the free float
of BDI-Biodiesel has been reduced from 32,9% to 18,6%. This leaves minority shareholders with a
materially less liquid share.
Investor Asset Management is of the opinion that the Management
of BDI-Biodiesel did not act in the spirit of Rule 22 of the Austrian Code of Corporate Governance.
Rule 22: The management board shall make its decisions without being influenced by its own
interests or the interest of controlling shareholders, on the basis of the facts and in compliance with
applicable laws.
We believe that the current share price of BDI-Biodiesel does not at all
reflect its true value. At the average price of the insider transactions, the market capitalization
amounts to 27,2 million euro. At the end of the third quarter of 2008 BDI-Biodiesel had shareholders
equity of 66,9 million euro and a net cash position of 57 million euro, amounting to 15,01 euro per
share. At the time of the Initial Public Offering in September 2006 the Company raised a net amount of 43
million euro. Since then, nothing substantial has been done with this cash position. At the current share
price level a substantial share buyback would have immediately created a lot of value to all
shareholders.
Investor Asset Management will seek to defend its rights as a minority
shareholder and urges the Supervisory Board of BDI-Biodiesel to take necessary actions to the benefit of
all shareholders.
Die Fondsgesellschaft moniert §erhebliche Interessenskonflikte" bei der in Graz ansässigen BDI Biodiesel.
Auslöser sind Insidergeschäfte des Vorstands. Demnach hat die BDI Beteiligungs GmbH, die zu 86% im Besitz
der beiden BDI-Vorstände Wilhelm Hammer und Helmut Gössler steht, am 15. und 17. Dezember ausserbörslich
542.584 Aktien oder 14,3% des ausstehenden Kapitals von BDI zu einem Durchschnittspreis von 7,17 Euro
gekauft.
Die Aktien dürften von Fortis, der Ringturm KAG und Banque AIG stammen. Alle drei
Finanzinvestoren meldeten im Dezember einen Verkauf ihrer Anteile bzw. den Rückfall unter die
Meldeschwelle von 5%. Der Börse Express sprach dazu mit Jan Vantomme (im Bild), Managing Director von
Investor Asset Management. Bei BDI wurde um eine Stellungnahme angefragt.
Börse Express:
Welchen Anteil hält Investor AM aktuell an BDI Biodiesel?
Jan Vantomme: Investor Equities ist
mit 1,02% an BDI beteiligt.
BE: Seit wann sind Sie investiert?
Vantomme: Unser
Fonds startete am 1. Mai 2008. Der erste Kauf von BDI fand am 5. Mai statt.
BE: Wie war die
Reaktion des BDI-Managements, als Sie Ihren Unmut über die Insidertransaktionen geäussert haben?
Vantomme: Wir waren mit CEO Hammer in Kontakt. Er sagte, er sehe darin kein Problem, vielmehr sei
es positiv, weil damit das Management zeigt, dass der aktuelle Kurs exzellente Möglichkeiten bietet.
Normalerweise begrüssen wir es auch, wenn Unternehmensinsider Aktien kaufen. Aber BDI Biodiesel hat eine
grosse überschüssige Cash-Position, mit der nichts verdient wird. Daher ist es die Aufgabe des
Managements, mögliche Alternativen zu überlegen. Eine davon wäre ein Aktienrückkauf. Da das Management
gleichzeitig auch Grossaktionär ist, kann es die Ermächtigung für einen solchen Aktienrückkauf
vorschlagen. Unserer Ansicht nach ist es unfair, eine sich bietende Möglichkeit für den Rückkauf eines
grossen Aktienpakets unter Fair Value dahingehend zu nutzen, dass das Management im eigenen Interesse
handelt. Für uns ist das ein klarer Interessenskonflikt, bei dem das Management die eigenen Interessen
vor jene des Unternehmens und damit aller Aktionäre gestellt hat. CEO Hammer meint, diese Ansicht teile
er nicht.
BE: Sie fordern den Aufsichtsrat auf, "notwendige Schritte" zu setzen. Welche wären
das?
Vantomme: Wir haben an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats geschrieben und warten auf
eine Antwort. Wenn wir nicht ernst genommen werden, machen wir den Brief publik. Der einfachste Weg, um
die Interessen von Gross- und Kleinaktionären zu vereinen, wäre der Verkauf des Aktienpakets, das die BDI
Beteiligung im Dezember erworben hat, an die BDI - zu gleichen Kondititionen. Generell muss auch
angemerkt werden, dass sich anscheinend seit zwei Jahren kein wertbringendes Investmentprojekt für das
überschüssige Cash finden lässt. Daher wäre es auch gut, wenn das Management allen Aktionären klar
mitteilt, welche Pläne man dafür hat bzw. wie man gedenkt, Shareholder Value zu generieren. Oder sie
überlegen sich andere Möglichkeiten, das Geld an die Aktionäre zurückzugeben.
BE: Ist
Investor Asset Management im Bereich "Shareholder Activism" aktiv?
Vantomme: Wir haben uns
zuvor noch nie derart engagiert und sehen uns selbst auch nicht als "aktiven" Shareholder. Wir fühlten
uns aber von den Handlungen des Managements hintergangen. Deshalb sind wir auch laut geworden.
BE: Sind Sie noch in anderen österreichischen Aktien investiert?
Der Vorstand von BDI Biodiesel nimmt am Freitag Stellung zu den Vorwürfen seines Aktionärs Investor AM.
Die belgische Fondsgesellschaft stösst sich - wie am Donnerstag berichtet - an den jüngsten Insiderkäufen
des Managements. Ein Aktienrückkauf der Gesellschaft wäre vorzuziehen gewesen, so die Belgier.
"Der Erwerb der Anteile im Dezember 2008 wurde nicht aktiv von uns angestrebt, sondern basierte
vielmehr auf einem Angebot verkaufswilliger Paketaktionäre, das an uns kurzfristig herangetragen wurde",
erklärt CEO Wilhelm Hammer. "Die Transaktion erfolgte ausserbörslich und sollte unter anderem auch unser
Vertrauen in das Unternehmen bekräftigen". Der Erwerb erfolgte unter Einhaltung sämtlicher
Rechtsvorschriften und wurde als Directors' Dealing publiziert.
"Uns haben Experten dazu
gratuliert, dass wir viele Investitionen aus unserem Cashflow und nicht aus den durch den Börsegang
entstandenen Mitteln finanziert haben. Ebenso haben wir erst jüngst auf dem Eigenkapitalforum der
Deutschen Börse positives Feedback in Bezug auf unsere konservative Veranlagungspolitik erhalten. Wir
haben gegenüber Investor AM unsere Gründe bekräftigt, dass vorgenannte Transaktion in keiner Weise gegen
die Prinzipien guter Corporate Governance verstösst", so Hammer.
BDI habe zum Zeitpunkt der
sich kurzfristig ergebenden Kaufmöglichkeit des Aktienpaketes auch keine Ermächtigung der
Hauptversammlung für einen Aktienrückkauf gehabt. Nach österreichischem Gesetz wäre zudem nur ein
Rückkauf von bis zu 10% möglich.