BDI erwartet weitere Aufträge für Multi-Feedstock-Anlagen
- Auftrag zur Erweiterung einer
Multi-Feedstock BioDiesel-Anlage in
Schottland
- Kapitalrückzahlung in Höhe von 2,65 Euro je
Aktie
- Positives Feedback vom Markt für 'RetroFit-Programm'
- Neue Vorgaben zur
Abfallverwertung erhöhen weltweites Marktpotenzial für
Multi-Feedstock BioGas-Anlagen
(Grambach, 12.05.2011) BDI - BioEnergy International AG hat auch in den
ersten Monaten des neuen
Geschäftsjahres weitere Aufträge erfolgreich
akquiriert: Neben neuen Aufträgen im Segment
Feinvakuum-Destillation,
erhielt das Unternehmen im Februar einen Auftrag zur Erweiterung einer
BioDiesel-Anlage in Schottland im Volumen von 3,1 Mio. Euro. Mit dem Bau
einer BioGas-Anlage für
mehr als 4 Mio. Euro in Deutschland wurde Enbasys,
ein Tochterunternehmen der BDI im Mai beauftragt.
Damit beläuft sich der
aktuelle Auftragsbestand auf 28 Mio. Euro und legt eine solide Basis für
die Auslastung des Unternehmens im Jahr 2011.
'Seit der Atomkatastrophe in Japan ist das
Thema Erneuerbare Energien
aktueller denn je: Es hat sich wieder gezeigt, dass die Förderung
alternativer Energiequellen für unsere Energieversorgung unerlässlich ist.
Dass hier die
intelligente Verwertung von Abfall Vorrang hat, bestärkt uns
einmal mehr in unserer 'waste to
energy'-Philosophie. BDI wird weiter mit
Nachdruck an der Entwicklung und Vermarktung von
Technologien zur Gewinnung
von Bioenergie aus Abfall- und Nebenprodukten arbeiten. Laufende
Forschungsprojekte zur Marktreife zu bringen ist ein weiteres erklärtes
Ziel. Algen für Produkte
der Pharma- und Nahrungsmittelindustrie sowie das
zum Patent angemeldete 'BioCrack' Verfahren,
welches Nebenstoffe der
Raffinerien zu hochwertigem Treibstoff mit biogenem Anteil verarbeitet,
sind nur einige Beispiele davon. BioDiesel und BioGas sind wichtige
Bestandteile in einem
zukunftsfähigen Mix Erneuerbarer Energien,' so
Wilhelm Hammer, Vorstandsvorsitzender der BDI -
BioEnergy International AG.
Neue Aufträge sichern Auslastung in 2011
Die Umsatzerlöse der
BDI beliefen sich im ersten Quartal 2011 auf 8,2 Mio.
Euro, nach 10,8 Mio. Euro im Vorjahr.
Zurückzuführen ist die, im Vergleich
zum Vorjahr schwächere Umsatzentwicklung auf anders
ausgeprägte
Fortschritte in der Umsetzung der Großprojekte: Befanden sich diese im
Vorjahr in
der Phase der Materialbeschaffung, so sind die derzeitigen
Projekte erst in der Engineeringphase und
tragen somit vergleichsweise
wenig zur Umsatzentwicklung bei. Das After-Sales-Geschäft hat sich
weiter
stabil entwickelt.
Der Auftragsbestand zum 31.03.2011 belief sich auf 24 Mio.
Euro, nach 23,6
Mio. Euro zum Jahresende 2010 und legt gemeinsam mit der vorhandenen
Projektpipeline die Basis zur Auslastung der Anlagenbau-Kapazitäten des
Unternehmens.
Das Ergebnis der operativen Tätigkeit (EBIT) belief sich auf 1,5 Mio. Euro,
nach 1,3 Mio. Euro im
Vorjahreszeitraum. Durch Kosteneinsparungen und
Optimierungsmaßnahmen konnte die EBIT-Marge deutlich
auf 18,0% gesteigert
werden, nach 12,5% im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) belief sich
auf 1,6 Mio. Euro (Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Nach Abzug von Steuern wurde ein
Periodenergebnis -
nach Minderheiten - in Höhe von 1,2 Mio. Euro
ausgewiesen, nach 1,1 Mio. Euro im Vorjahr. Daraus
resultiert ein Ergebnis
je Aktie von 0,31 Euro (Vorjahr 0,28 Euro).
Im März erfolgte die
2010 beschlossene Kapitalrückzahlung in Höhe von 2,65
Euro je Aktie. Die Cashposition der BDI
verblieb trotz dieser Ausschüttung
in Höhe von 10,1 Mio. Euro weiter auf einem sehr hohen Niveau. So
wiesen
die Bilanzpositionen Wertpapiere und Liquide Mittel zum 31.03.2011 einen
Wert von
insgesamt 50,6 Mio. Euro auf
(31.12.2010: 57,4 Mio. Euro).
Ausbau des Produktportfolios
bietet Wachstumsperspektiven
Dank einer erfolgreichen Akquisitionspolitik ist es BDI gelungen,
sich
breiter aufzustellen und das Produktportfolio deutlich auszubauen. Große
Fortschritte hat
das Unternehmen bereits im Bereich BioGas gemacht: Mit
einem Konzept zur Vermarktung und Errichtung
von BioGas-Anlagen kooperiert
BDI mit der Tochter Enbasys GmbH. Nach ersten Aufträgen ist das
Interesse
an BioGas-Anlagen zur Verwertung industrieller und kommunaler Abfälle
weiterhin groß
und befinden sich potenzielle Aufträge in konkreten
Verhandlungen.
Die hohe Abhängigkeit
von günstigen, aber sehr schwierig zu verarbeitenden
Rohstoffen und die erwartete, weitere
Verschärfung von BioDiesel-Normen
werden den Bedarf an Überarbeitungen bestehender Anlagen weiter
erhöhen.
Das Interesse am 'RetroFit'-Angebot der BDI ist dementsprechend groß.
Zur
weiteren Verbreiterung des Produktportfolios werden außerdem mögliche
Akquisitionen geprüft, die das
aktuelle Angebot im Bereich 'waste to
energy' sinnvoll ergänzen.