BDI - BioEnergy International AG : BDI - BioEnergy baut BioDiesel-Anlage in Weißrussland
BDI -
BioEnergy International AG / Schlagwort(e): Vertrag
06.12.2010 10:20
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der
EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
Graz-Grambach,
06. Dezember 2010. - Die Firma JSC Mogilevkhimvolokno Organic Synthesis Factory aus Mogilev in
Weißrussland hat den Auftrag zum Bau einer BioDiesel-Anlage an BDI - BioEnergy International AG mit
Sitz in Graz-Grambach vergeben. Der Auftragswert beträgt knappe 10 Millionen Euro. Die
BioDiesel-Anlage hat eine jährliche Kapazität von 50.000 Tonnen BioDiesel, der die Vorgaben der
Europäischen BioDiesel-Norm EN14214 weit überschreitet. Täglich werden in der Anlage in Mogilev,
eine 370.000-Einwohner-Stadt an der östlichen Grenze zu Russland, 6 Tankwagen à 28.000 Liter
erzeugt. Als Rohstoff für die BioDiesel-Produktion kommt Rapsöl zur Anwendung. Der Staat sichert die
Anbauflächen für die Rohstoffversorgung der Anlage, damit wird ausschließlich auf landesinterne Ressourcen zurückgegriffen. Der Auftragsumfang schließt das Engineering, die Lieferung von
spezifischem prozesstechnischen Equipment, die Koordination der Errichtung sowie die Inbetriebnahme
der gesamten Anlage mit ein.
Der Auftraggeber JSC Mogilevkhimvolokno Organic Synthesis
Factory zählt zu einem der größten Chemieprodukte-Hersteller in Europa mit einem Investitionsvolumen von jährlich mehr als 180 Millionen US-Dollar. Mutterkonzern ist der
staatliche weißrussische Konzern für Öl und Chemie Belneftekhim Concern. Das Unternehmen mit Sergi
M. Puzevich als Generaldirektor an der Spitze ist unter anderem auf die Produktion von thermoplastischen Kunststoffen - wie sie in der Verpackungsindustrie verbreitet sind - und
Grundstoffen zur Herstellung von Polyestern spezialisiert.
Informationen
und Erläuterungen des Emittenten zu dieser Mitteilung:
Wilhelm Hammer, Vorstandsvorsitzender
der BDI - BioEnergy International AG: 'Der Auftrag aus Weißrussland ist richtungsweisend. Die
Entwicklung alternativer Energien aus erneuerbaren Ressourcen ist ein weltweiter Trend, der
nicht aufzuhalten ist.' Nach den baltischen Staaten zeigt damit auch Weißrussland das massive
Bestreben, in der Energieversorgung unabhängiger zu werden und verstärkt auf Alternativenergie aus
lokal verfügbaren Rohstoffen umzurüsten.
Der Staat sichert die Anbauflächen für die
Rohstoffversorgung der Anlage. 'Auf diese Weise kann die Umsetzung der Beimischungsverpflichtung
von BioDiesel zu Diesel staatlich gewährleistet werden. Die Spekulation mit Agrarrohstoffen,
dem wesentlichen Preistreiber, wird damit eingeschränkt', verweist BDI-Vorstandsvorsitzender Wilhelm
Hammer nicht zuletzt auf die Bedeutung für Land und Leute, 'damit sind auch Einkommen in der Landwirtschaft garantiert'. Zudem betont er im Bewusstsein um die Komplexität der Welt von morgen
das große Potenzial der BDI BioDiesel-Anlagen: 'Biotreibstoffe sind ein wichtiger Beitrag, um die notwendige Reduzierung der Abhängigkeit vom Erdöl voranzutreiben. Rohstoffe aus der Landwirtschaft
in Zukunft gerecht zu verteilen und sie nicht zum Spielball von Spekulanten oder Großkonzernen
werden zu lassen - das wird die große Herausforderung der Zukunft.'
Der Auftraggeber JSC
Mogilevkhimvolokno Organic Synthesis Factory zählt zu einem der größten Chemieprodukte-Hersteller in
Europa. 'Diese Tatsache zeigt eindrucksvoll, dass gerade in einem sensiblen Geschäftsfeld wie diesem bereits ein Umdenkprozess zu Gunsten von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung
stattgefunden hat. Zumal Materialien wie Polyester einfach nicht aus dem Alltag wegzudenken sind,
leistet das Unternehmen mit der Entscheidung für den Einsatz von Alternativenergien einen
beispiellosen Beitrag', sagt BDI-Vorstandsvorsitzender Wilhelm Hammer.
Eine Erweiterung
der Single-Feedstock- auf eine Multi-Feedstock-Anlage, die den Einsatz anderer Rohstoffe wie
beispielsweise Altspeiseöl möglich macht und wie sie Markt- und Technologieführer BDI in seinem
umfangreichen Programm anbietet, wurde bereits im Zuge der Vertragsunterzeichnung thematisiert.
Im Rahmen dieses Projektes wird statt eines chemischen Verfahrens die enzymatische Entschleimung eingesetzt. Damit kann die im Zuge der Verarbeitung zu BioDiesel
notwendige Herauslösung der im Raps enthaltenen Schleimstoffe besonders umweltfreundlich und dennoch
überaus wirtschaftlich erfolgen. Ein weiterer erfolgreicher Schritt der BDI in Richtung noch mehr Nachhaltigkeit.