Mit BioCrack erschließt BDI neue Wertstoffe aus Nebenprodukten der Erdölindustrie
BDI -
BioDiesel International AG / Sonstiges
25.05.2010 11:03
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- Innovative
Technologie zur Gewinnung von biogenem Treibstoff zum Patent angemeldet - BDI baut
Technologieführerschaft aus - Staatliche Förderung in Millionenhöhe - Weiterer Baustein für
die Erreichbarkeit der EU-Klimaziele
(Graz, 25. Mai 2010) Die BDI - BioDiesel International
AG, Spezialanlagenbauer und führender Anbieter von Anlagen zur Produktion von BioDiesel, hat
ein neuartiges Verfahren zur Gewinnung von biogenem Treibstoff entwickelt und zum Patent angemeldet:
Statt wie bisher üblich BioDiesel dem Treibstoff beizumischen, wird künftig bereits im Raffinerieprozess, durch die Verwertung von Nebenprodukten der Mineralölindustrie, ein bis zu
20prozentiger Bioanteil im Treibstoff erzielt. Das eröffnet weltweit völlig neue Perspektiven für
eine effektivere Nutzung der Raffinerien und einen sparsameren Umgang mit dem wertvollen
Rohstoff Erdöl.
Die so genannte BioCrack-Technologie von BDI nutzt ein Nebenprodukt der Erdölindustrie sowie feste Biomasse zur Gewinnung von hochqualitativem Treibstoff mit einem bis zu
20prozentigen biogenen Anteil. Innerhalb der nächsten drei Jahre wird das neuartige Verfahren in
Partnerschaft mit einem internationalen Mineralölkonzern in einem Scale-up in den Pilotmaßstab umgesetzt und zur Marktreife weiterentwickelt. Das Unternehmen erweitert damit seine
Technologieführerschaft im Bereich der Verarbeitung schwieriger Öle und Fette zu normgerechtem
BioDiesel auf die Veredelung von nicht biogenen Nebenstoffen der Erdölindustrie.
Die
BioCrack-Technologie von BDI erlaubt die Erschließung neuer Wertstoffe aus Nebenprodukten der
Mineralölraffination - so beispielsweise Vakuumgasöl - und nutzt dabei auch die bereits vorhandene
Infrastruktur in der Mineralölindustrie. Durch das so genannte integrierte Co-Processing von Nebenprodukt und Biomasse wird im Treibstoffprodukt ein biogener Anteil von bis zu 20 Prozent
geschaffen. Zum Einsatz kommen hier vor allem nachwachsende Rohstoffe wie Holz oder Stroh. Die von
BDI entwickelte Technologie wird es der Mineralölindustrie weltweit ermöglichen, mit biogenen
Treibstoffkomponenten innerhalb der angestammten Produktionswege für mehr Nachhaltigkeit,
Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit zu sorgen. Damit folgt die BDI ihrer Philosophie, dass
das Energieproblem weltweit nicht durch Solar-, Wind-, Wasserstofftechnologien oder eine andere
einzelne erneuerbare Energiequelle zu lösen ist, sondern nur durch die Nutzung aller verschiedenen
Möglichkeiten aus den unterschiedlichen Bereichen.
Weltweit wird die Nachfrage nach
Biotreibstoffen, die keine Konkurrenz zu Lebensmitteln schaffen, immer größer. Mit der
BioCrack-Technologie hat BDI zwei wichtige Aspekte in einer Lösung vereint: Schonung der
endlichen Erdölressourcen einerseits und signifikante Erhöhung der Wertschöpfung eines
low-quality Nebenprodukts aus der Dieselproduktion andererseits. Der BDI wurde für die Entwicklung
der BioCrack-Technologie im Rahmen des Forschungs- und Technologieprogramms 'Neue Energien 2020'
eine Förderung des österreichischen 'Klima und Energiefonds' in Millionenhöhe gewährt. Dies
bestätigt nicht nur das Vertrauen in die Kompetenz der BDI, das neue Verfahren zur Marktreife zu
bringen, sondern auch den Weg, den das Unternehmen mit seinen innovativen Technologien zur
Herstellung von hochwertigen Biotreibstoffen seit seiner Gründung verfolgt.
'Als Pionier
im Bereich 'Waste to BioFuels' war es immer unser Ziel Technologien zu entwickeln, die es
ermöglichen aus kostengünstigen Rest- und Abfallstoffen Biokraftstoff zu gewinnen. Auf der Suche
nach neuen Rohstoffen sind wir nun auch in der Petrochemie fündig geworden: Mit einem Nebenprodukt aus der Raffination und Biomasse ist es uns möglich, einen hochqualitativen
Treibstoff mit einem biogenen Anteil von bis zu 20 Prozent zu produzieren. Diese Technologie ist ein
weiterer Baustein dafür, dass die Klimaziele der EU für 2020 erreichbar werden' so Wilhelm Hammer,
CEO der BDI - BioDiesel International AG. Bereits 1994 wurde erstmals die Idee in die Praxis
umgesetzt, Abfallstoffe (Altspeiseöle) zu BioDiesel zu verarbeiten. Von 30 bisher verkauften Anlagen
basieren 26 auf dem selbst entwickelten und patentierten Multi-Feedstock-Verfahren.