Börsengang von Rüstungszulieferer Steyr Motors bringt 15,5 Mio Euro 1,11 Millionen Aktien zu je 14
Euro platziert
Der oberösterreichische Spezialmotorenbauer Steyr Motors wird bei seinem
Börsengang mit 73 Millionen Euro bewertet. 1,11 Millionen Aktien seien zu je 14 Euro platziert worden,
teilte die Firma am Montagabend mit. Von den 15,5 Mio. Euro Erlös aus dem Börsengang gehen 12,7 Mio. an
den Münchner Finanzinvestor Mutares. 21,3 Prozent des Grundkapitals sind künftig im Frankfurter
Börsensegment "Scale" notiert. Die Erstnotiz ist für Mittwoch geplant. Das Unternehmen aus Steyr in
Oberösterreich stellt Dieselmotoren her, die als Antrieb für Militärfahrzeuge und Boote, aber auch als
Hilfsaggregate für Kampfpanzer und Lokomotiven einsetzbar sind.
Zweitgrößter Aktionär von
Steyr Motors wird mit dem Börsengang die österreichische B&C-Gruppe, die fast die Hälfte der angebotenen
Aktien gezeichnet hat und künftig 9,9 Prozent hält. B&C ist auch Großaktionär der Lenzing AG, der AMAG
Austria Metall und von Semperit.
Die auf Sanierungsfälle spezialisierte Mutares hatte Steyr
vor knapp zwei Jahren vom französischen Rüstungskonzern Thales übernommen, der das Unternehmen 2018 aus
der Insolvenz herausgekauft hatte. Heute profitiert Steyr Motors von einer Sonderkonjunktur: 60 Prozent
des Umsatzes von 30 Millionen Euro in den ersten neun Monaten kamen aus der Rüstungsbranche.