Nachdem Wienerberger im Rahmen eines Trading
Updates Ende Juli bereits Eckziffern zum 1. Halbjahr veröffentlicht hatte, brachte der finale
Halbjahresbericht keine großen Überraschungen mehr. Der Umsatz konnte im 2. Quartal mit EUR 1,25 Mrd.
(-1% J/J) nahezu stabil gehalten werden. Einem leichten Plus in Westeuropa stand ein leichter Rückgang in
Osteuropa und ein Minus von 11% in Nordamerika gegenüber. Das operative EBITDA fiel um 11% auf EUR 252,7
Mio. belastet durch niedrigere Absatzmengen. Der Quartalsgewinn verdreifachte sich jedoch fast auf EUR
101,9 Mio., da das Vorjahresquartal mit negativen Einmaleffekten (Aufwendungen für Kapazitätsanpassungen,
Sonderabschreibungen und Währungseffekte) belastet war.
Ausblick
Das Management
bestätigte seinen Ausblick für 2025 (operatives EBITDA von rd. EUR 800 Mio.). Die nach wie vor hohen
Zinsen verzögern weiterhin eine Erholung der Wohnungsneubaumärkte in den meisten europäischen Ländern und
in Nordamerika. Auch in der 2. Jahreshälfte erwartet das Management keine wesentliche Verbesserung, sieht
aber erste Anzeichen einer Markterholung in Frankreich, Belgien, den Niederlanden und Nordeuropa. Der
Fokus des Managements liegt daher weiter auf effizienzsteigernden Maßnahmen.
Die Trends im 2.
Quartal blieben ähnlich wie im 1. Quartal, wobei Nordamerika derzeit das schwächste Glied ist (der
Wohnungsneubau-Markt kämpft immer noch mit Hypothekenzinsen von 6,6%). Erfreulich ist hingegen die
Stabilisierung und der Anstieg des Volumens in Westeuropa (größtes Segment von Wienerberger mit mehr als
50%-Umsatzanteil). In Anbetracht des jüngsten Aufschwungs bei den Wohnungsbaukrediten in Westeuropa
erwarten wir, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird (mit Ausnahme von Deutschland). Alles in allem
bleiben wir bei unserer positiven Einschätzung und sehen das Unter nehmen auf einem guten Weg, seine
Prognose für das GJ 2025 zu erreichen.