Wienerberger - Berenberg bestätigt Kaufempfehlung "Buy" Kursziel unverändert bei 35,0 Euro
Die Analysten der Berenberg Bank haben ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der heimischen
Wienerberger bestätigt. Das Kursziel für die Titel des Baustoffkonzerns wurde von Analyst Harry Goad
unverändert bei 35,00 Euro belassen. Ein wesentlicher Aspekt der positiven Anlagethese ist, dass die
Gruppe hinsichtlich ihrer Gewinn- und Liquiditätskennzahlen weiterhin als attraktiv bewertet eingestuft
wird, hieß es in der aktuellen Studie.
Nach den H1-Ergebnissen von Wienerberger behalten die
Berenberg-Experten Kaufempfehlung und Kursziel bei, reduzieren jedoch die EPS-Schätzungen um
durchschnittlich 9 Prozent über die Jahre 2024 bis 2026.
Beim Gewinn je Aktie erwarten die
Berenberg-Analysten nun 2,88 Euro für 2024, sowie 3,63 bzw. 4,23 Euro für die beiden Folgejahre. Ihre
Dividendenschätzung je Titel beläuft sich auf 0,81 Euro für 2024, sowie 1,02 bzw. 1,18 Euro für 2025 bzw.
2026.
Oddo BHF bestätigt für Wienerberger die Empfehlung Underperformer - und erhöht das Kursziel von 25,0 auf
27,0 Euro. weiter das tiefste aller Kursziele.
Schleppende Nachfrageerholung belastet Ergebnis im Q2/24, EBITDA-Ausblick 2024 abgesenkt
Wienerberger lag im 2. Quartal 2024 auf operativer und Nettoebene unter unseren Erwartungen. In Summe
erzielte Wienerberger in einem schwierigen Marktumfeld einen Umsatz von EUR 1,26 Mrd. (+10% J/J), was
jedoch großteils der Terreal-Übernahme zuzuschreiben ist. Der Neubau in Westeuropa verzeichnete
Rückgänge, während Osteuropa sich positiver entwickelte. In Nordamerika schwächte sich die Nachfrage
vorübergehend aufgrund der Unsicherheiten der anstehenden Wahlen ab. In Summe fiel das EBITDA im Q2/24 um
3% auf EUR 235,3 Mio., während das Nettoergebnis um rund 70% auf EUR 35,4 Mio. absackte. Darin enthalten
sind auch negative Einmaleffekte aus Auf wendungen für Kapazitätsanpassungen, Sonderabschreibungen und
Währungseffekte.
Ausblick
Der Vorstand senkte seinen EBITDA-Ausblick für 2024
erneut leicht ab auf nun EUR 800-820 Mio. (zuvor: EUR 860-890 Mio.), da die Erholung der Bauwirtschaft
langsamer als erwartet voranschreitet. Der globale Renovierungsmarkt entwickelte sich laut Unternehmen im
1. Halbjahr 2024 stabil, der Infrastrukturbereich verzeichnete sogar einen leichten Anstieg. Im
Wohnungsneubau ist die Entwicklung differenzierter. Osteuropa erholt sich weiter, wäh rend sich in den
zentralwesteuropäischen Ländern die Bodenbildung zwar fortsetzt, aber die Aufwärtsbewegung noch nicht
eingesetzt hat. In Nordamerika erwartet das Management nur eine vorübergehende Verlangsamung im
Wohnungsneubaumarkt aufgrund der Wahlen und bisher ausstehender Zinssenkungen. Zusammenfassend sieht das
Management das Jahr 2024 als das Jahr der Talsohle. 2025 sollen staatliche Anreizprogramme und
Zinssenkungen dann eine Marktbelebung anstoßen und 2026 sollte sich der Markt schließlich normalisieren.
Die EBITDA-Guidance 2026 von EUR 1,2 Mrd. wurde bestätigt. Die Q2-Ergebnisse lagen unter unseren
Erwartungen und der Ausblick deutet auf eine weitere Verschiebung der Markterholung auf 2025 hin. Im
Hinblick auf die derzeit schwache Visibilität sehen wir trotz der zuletzt zurückgekommenen Kursniveaus
kurzfristig keine fundamentalen Aufwärtstrigger für den Aktienkurs. Wir bleiben bei unserer
Halten-Empfehlung.
Wienerberger - Raiffeisen senkt Kursziel von 37 auf 35 Euro "Buy"-Votum bestätigt
Die
Analysten von Raiffeisen Research haben ihr Kursziel für die Anteilsscheine der Wienerberger AG von 37
auf 35 Euro gesenkt. Das "Buy"-Votum wurde vom Analysten Markus Remis bestätigt.
Die stockende
Erholung am westeuropäischen Immobilienmarkt belaste den Gewinnausblick des Baustoffkonzerns und
erfordere strengere Kostenkürzungsmaßnahmen sowie einmalige Abschreibungen, fasste Remis zusammen. Vom
Tisch sei eine Verbesserung der Lage allerdings nicht.
Dennoch dürfte die Aktie vor diesem
Hintergrund kurzfristig "range bound" sein - also in einer gewissen Bandbreite gehandelt werden. Alles in
allem glauben die Experten der Raiffeisen, dass das signifikante Ertragspotenzial, eine klare Strategie
und umsichtige Mittelallokationen unterschätzt würden.