Palfinger machte im Halbjahr weniger Umsatz und Gewinn
Umsatz sank um 3,1 Prozent, operatives
Ergebnis um ein Fünftel unter Vorjahr, Konzernergebnis um mehr als ein Viertel niedriger
Der
börsennotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger hat im ersten Halbjahr 2025 Umsatz und Gewinnrückgänge
verzeichnet, blickt aber dennoch zuversichtlich auf das Gesamtjahr. Der Umsatz sank im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 90,4 Mio. Euro
um rund 19 Prozent unter dem Vorjahr. Der Gewinn fiel um 26,7 Prozent auf 50,1 Mio. Euro. Im zweiten
Halbjahr erwartet das Unternehmen eine deutliche Verbesserung. Gestiegene Auftragseingänge in Europa
und positive Impulse aus Indien lassen auf ein besseres zweites Halbjahr hoffen. In nahezu allen Regionen
verzeichnete Palfinger laut Mitteilung vom Freitag eine stabile bis positive Entwicklung. Die europäische
Kernregion (EMEA) legte bei den Aufträgen deutlich zu, ebenso entwickelte sich das Marinegeschäft mit
Windkranen und Rettungssystemen weiter positiv. Trotz Unsicherheiten durch anhaltende Zollkonflikte gab
es auch in Nordamerika einen leichten Aufwärtstrend. Ein zentraler Wachstumstreiber bleibt das
Servicegeschäft: Der Anteil am Gesamtumsatz wurde weiter ausgebaut, was der Konzern unter anderem durch
neue Standorte in Madrid, Duisburg, Singapur und Illinois stützt.
Langfristig rechnet
Palfinger mit zusätzlichen Marktchancen durch internationale Großprojekte wie das deutsche
500-Milliarden-Fiskalpaket oder das US-Stargate-Infrastrukturprogramm. Für 2027 peilt das Unternehmen
weiterhin einen Umsatz von 2,7 Mrd. Euro, eine EBIT-Marge von 10 Prozent und eine Kapitalverzinsung
(ROCE) von über 12 Prozent an. Beim Capital Markets Day im Oktober sollen neue Ziele für 2030 vorgestellt
werden. Die Aktie von Palfinger zählt seit Juli zu den Top-20-Werten an der Wiener Börse - seit
Jahresbeginn hat sie rund 100 Prozent zugelegt.
PALFINGER: 1. Halbjahr mit Auftragsplus und starkem Servicegeschäft 25.07.2025 Umsatz von EUR 1.139,5 Mio., EBIT von EUR 90,4 Mio. und Konzernergebnis von EUR 50,1
Mio. wie prognostiziert Steigende Auftragseingänge in europäischen Kernmärkten Investitionen in
das globale Servicenetzwerk
Palfinger trotz weniger Umsatz und Gewinn optimistisch Auftragsplus durch deutsches
Infrastrukturpaket - Geringe Auswirkungen durch US-Zollpolitik - Umsatz sank im 1. Halbjahr um 3,1
Prozent, Konzernergebnis um mehr als ein Viertel niedriger
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aufgezogen nach Pressekonferenz --------------------------------------------------------------------- Der börsennotierte Salzburger Kranhersteller Palfinger bleibt trotz Umsatz- und Gewinnrückgangs im
ersten Halbjahr 2025 zuversichtlich und will den Rückgang bis zum Jahresende ausgleichen. Das
angekündigte deutsche Konjunkturpaket führe bereits zu gestiegenen Auftragseingängen. Im US-Geschäft
profitiere man teilweise sogar von der US-Zollpolitik. Am Kapitalmarkt strebt das Unternehmen eine
Rückkehr in den Wiener Leitindex ATX an.
Zwischen dem Auftragseingang und der Auslieferung
würden im Schnitt zwischen neun und zwölf Monate vergehen, erklärt der Palfinger-Chef Andreas Klauser bei
einer Pressekonferenz in Wien. Die Kunden hätten daher sofort nach Bekanntgabe des deutschen
500-Milliarden-Fiskalpakets ihre Bestellungen platziert, um die Geräte zu haben, wenn das Programm
schlagend wird. Auch in Spanien und Italien habe man ein deutliches Auftragsplus verzeichnet.
US-Standorte als Vorteil im Zollstreit
Gelassen zeigte sich Klauser mit Blick auf die
erratische Zollpolitik des republikanischen US-Präsidenten Donald Trump. "Auf der einen Seite sind Zölle
nie gut", sagte der Palfinger-CEO. Andererseits würden die Zölle Palfinger aber helfen, "weil die
Mitbewerber keinen lokalen Footprint haben". Sein Unternehmen könne den nordamerikanischen Markt mit drei
Standorten in den USA und einem in Kanada größtenteils per Vorortproduktion bedienen.
Durch
die lokale Verankerung in den USA hofft man bei Palfinger auch im Rahmen des
US-Stargate-Infrastrukturprogramms Aufträge lukrieren zu können. Mit September werde man zudem einen
neuen Standort für das Ersatzteilgeschäft in Illinois eröffnen.
Der
Palfinger-Finanzchef, Felix Strohbichler, bekräftigte die Anfang April verkündete Absicht,
Palfinger-Aktien, die das Unternehmen selbst hält, als Streubesitz auf den Markt zu bringen. Dadurch
erhofft man sich auch eine Rückkehr in den wichtigsten Börsenindex des Landes. "Palfinger muss wieder in
den ATX", Strohbichler. Wann genau die Aktien verkauft werden sollen, hänge von den Bedingungen am Markt
ab. Den Erlös soll für Investitionen genutzt werden - insbesondere in das Service Netzwerk und in den
Ausbau des Verteidigungsbereichs.
Umsatz- und Gewinnrückgang in der ersten Jahreshälfte
Das erste Halbjahr war hingegen von Rückgängen geprägt. Der Umsatz sank im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf 1,14 Mrd. Euro, das operative Ergebnis (EBIT) lag mit 90,4 Mio. Euro
um rund 19 Prozent unter dem Vorjahr. Der Gewinn fiel um 26,7 Prozent auf 50,1 Mio. Euro.
Gestiegene Auftragseingänge in Europa und positive Impulse aus Indien lassen aber auf ein besseres
zweites Halbjahr hoffen. In nahezu allen Regionen verzeichnete Palfinger eine stabile bis positive
Entwicklung. Die europäische Kernregion (EMEA) legte bei den Aufträgen deutlich zu, ebenso entwickelte
sich das Marinegeschäft mit Windkranen und Rettungssystemen weiter positiv. Trotz Unsicherheiten durch
den Zollkonflikt gab es auch in Nordamerika einen leichten Aufwärtstrend. Ein zentraler Wachstumstreiber
bleibt das Servicegeschäft: Der Anteil am Gesamtumsatz wurde weiter ausgebaut, was der Konzern unter
anderem durch neue Standorte in Madrid, Duisburg, Singapur und Illinois stützt.
Für 2027
peilt das Unternehmen weiterhin einen Umsatz von 2,7 Mrd. Euro, eine EBIT-Marge von 10 Prozent und eine
Kapitalverzinsung (ROCE) von über 12 Prozent an. Beim Capital Markets Day im Oktober sollen neue Ziele
für 2030 vorgestellt werden. Die Aktie von Palfinger zählt seit Juli zu den Top-20-Werten an der Wiener
Börse - seit Jahresbeginn hat sie rund 100 Prozent zugelegt. An der Wiener Börse notierte die Aktie gegen
Mittag rund 0,9 Prozent unter dem Vortageswert.
>Man sieht, Geduld zahlt sich meistens aus. Neuestes Beispiel >ist die Frequentis Aktie.
Postive Beispiele gibt es natürlich, aber auch viele negative. Man schaue sich nur den ATX
Total Return an. Vom Höchststand 2007 (*) hat es ca. 14 Jahre gedauert, bis er wieder erreicht wurde.
Inzwischen müsste man auch die Wertpapier-KESt bedenken. Damit hätte es bis Anfang dieses Jahres
gedauert. In dieser Zeit hätte man mit einem Tagesgeldkonto fast +10% geschafft, mit (nur)
einjähriger Bindung wären +15% möglich gewesen. Inflationsbereinigt in jedem Fall
Verlustgeschäfte.
(*) Nach einer Index-Verfünffachung in 5 Jahren sicher kein guter
Einstiegszeitpunkt, aber anscheinend hat sich erst ein Jahr später die Erkenntnis durchgesetzt, dass die
Hausse zu Ende ist. Aktuell steht der Index trotz schwacher Wirtschaft beim ca. Dreifachen vom Wert
vor 5 Jahren. Ob nicht damit das Ende der Fahnenstange erreicht ist?
Ich gebe Dir natürlich recht, im nachhinein hätte man nach einer Rally wie zwischen 2003 und 2007
verkaufen sollen. Aber wenn man sich für eine Strategie entschieden hat, verhindert bei mir die
Psychologie eine Änderung. Es war auch sehr ärgerlich für mich, die Valneva bei 30 Euro nicht zu
verkaufen. Aber dort bewegt sich entlich etwas und ich habe mir ein Ziel von 10 Euro gesetzt bis
November 2025 dann verkaufe ich die Valneva auch unter 10 Euro und kaufe etwas solideres.
>Ich gebe Dir natürlich recht, im nachhinein hätte man nach >einer Rally wie zwischen 2003 und
2007 verkaufen sollen. Aber >wenn man sich für eine Strategie entschieden hat, verhindert >bei mir die Psychologie eine Änderung. Es war auch sehr >ärgerlich für mich, die Valneva
bei 30 Euro nicht zu >verkaufen. Aber dort bewegt sich entlich etwas und ich habe >mir
ein Ziel von 10 Euro gesetzt bis November 2025 dann >verkaufe ich die Valneva auch unter 10 Euro
und kaufe etwas >solideres.
2004/2005 war ich ein blutiger Anfänger, aber es ist ja
anfangs gut gelaufen. Dann habe ich mich an alle möglichen Börsenweisheiten gehalten: Verluste begrenzen
/ Gewinne laufen lassen (SL haben oft zu Verkäufen zu unnötig tiefen Kursen geführt, Gewinne hat es
damals kaum gegeben), Trends handeln (Bis sich wieder Aufwärtstrends bestätigt haben, hat man sehr viel
versäumt und dann ging es wieder runter), langfristig wird alles gut (Nach Jahren waren die Verluste sehr
schmerzhaft und ich habe oft spät aber doch verkauft). Meine Börsenweisheiten: Bei erstaunlich
tiefen Kursen (Panik) kaufen, dann geduldig sein und bei erstaunlich hohen Kursen (Euphorie) verkaufen.
Man kauft und verkauft dann zwar wahrscheinlich immer zu früh aber sehr oft mit Gewinn. Und andere
Börsenweisheiten (nur) in starken Märkten (erfahrungsgemäß USA/Tech) anwenden.
Wenn Deine Aktie fällt, dann unbedingt ein Vielfaches
Deiner Position billig nachkaufen, das senkt Deinen Durchschnittseinstandskurs spürbar und führt
unweigerlich zu hohen Kursgewinnen.
Richtig. Schnell existenzgefährdendes
Klumpenrisiko. Und je schwerer der Klumpen, desto größer die Gravitation. Und wenn man dann noch der
einzige Und letzte Käufer am Markt ist ...
(Ich hoffe, eh alle haben meinen vorherigen
Kommentar als Scherz verstanden)
>>Das ist aus kleinen Problemen große machen. > >Richtig. Schnell
existenzgefährdendes Klumpenrisiko. Und je >schwerer der Klumpen, desto größer die Gravitation.
Und wenn >man dann noch der einzige Und letzte Käufer am Markt ist ... > >(Ich
hoffe, eh alle haben meinen vorherigen Kommentar als >Scherz verstanden)
Gottseidank
hast du uns noch vor Börseneröffnung darauf hingewiesen 😀
Das mache ich nur, wenn der Gesamtmarkt fällt. Bei Einzelaktien wissen wir kleinen oft den Grund nicht.
Ich habe mir Anfang der 90er Jahre mit dem nachkaufen von Nixdorf die Finger verbrannt. Im nachhinein war
es ein gutes Lehrgeld.
mir kommt der Gewinn von 811% zu hoch vor. Ich habe die Palfinger vor sehr langer Zeit gekauft und die
Dividende immer aus dem Depot rausgenommen und anderen Zwecken zugeführt.