Andritz im dritten Quartal mit 50 Mio. Euro Konzerngewinn
Laut vorläufigen Daten - Nach Verlust von 35 Mio. Euro im Vorjahresquartal - Kostendisziplin und Fortführung der in der Coronakrise eingeleiteten Effizienzmaßnahmen zahlen sich aus

Der börsennotierte steirische Technologiekonzern Andritz hat im dritten Quartal einen Konzerngewinn von 50 Mio. Euro erzielt, nach einem Verlust von 35 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Man gebe heute vorläufige Eckdaten für das dritte Quartal bekannt, da diese deutlich über den Markterwartungen lägen, teilte Andritz mit. Kostendisziplin, Fortführung der in der Coronakrise eingeleiteten Effizienzmaßnahmen und ein hoher Umsatz hätten zu einem Plus beim operativen Gewinn geführt.

Der Umsatz sei mit rund 1,67 Mrd. Euro nur geringfügig unter dem hohen Vorjahresquartal (1,69 Mrd. Euro) gelegen. Das operative Ergebnis (EBITA) sei auf rund 104 Mio. Euro gestiegen, darin enthalten seien Rückstellungen für kapazitive Anpassungen von rund 26 Mio. Euro. Bereinigt um diese Sondereffekte betrage das EBITA rund 130 Mio. Euro und liege damit deutlich über dem bereinigten Ergebnis des Vorjahresquartals von 101,7 Mio. Euro. Der Auftragseingang habe sich trotz der latenten weltweiten Wirtschaftskrise erfreulich entwickelt und sei mit 1,7 Mrd. Euro um rund 19 Prozent unter dem hohen Vorjahreswert gelegen.

Für das Gesamtjahr geht Andritz aufgrund der guten Ergebnisentwicklung in den ersten drei Quartalen und auf Basis des bestehenden Auftragsstands aus heutiger Sicht von einer im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleichbleibenden Rentabilität (EBITA-Marge) vor Sondereffekten aus. Bei der Rentabilität inklusive Berücksichtigung von Sondereffekten wird eine stabile bis leicht steigende Rentabilität erwartet. Die Guidance für die Umsatzentwicklung bleibe unverändert: Für heuer werde ein im Vergleich zum Vorjahr (6,67 Mrd. Euro) etwas niedrigerer Umsatz erwartet.

Sollten sich die Coronavirus-Infektionszahlen weltweit weiter deutlich erhöhen und weitere Staaten oder Regionen Lockdowns verhängen, könnte dies negative Auswirkungen auf die Abarbeitung von Aufträgen bzw. auf den Auftragseingang und somit einen negativen Einfluss auf die finanzielle Entwicklung von haben, so Andritz. Dies könnte - zusätzlich zu den im vierten Quartal berücksichtigten Rückstellungen für kapazitive Anpassungsmaßnahmen - weitere finanzielle Vorsorgen für zusätzliche Anpassungen in einzelnen Geschäftsbereichen notwendig machen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

Die endgültigen Geschäftsergebnisse für das dritte Quartal 2020 werden wie geplant am 5. November 2020 veröffentlicht.

  

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Andritz selbst:

Graz - Der internationale Technologiekonzern ANDRITZ gibt adhoc vorzeitig vorläufige Eckdaten für das 3. Quartal 2020 bekannt, da diese deutlich über den Markterwartungen (Consensus) liegen.

Vor allem bedingt durch eine starke Umsatzgenerierung im Geschäftsbereich Pulp & Paper erreichte der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im 3. Quartal 2020 rund 1.670 MEUR und lag damit nur geringfügig unter dem hohen Vorjahresvergleichsquartal (Q3 2019: 1.690 MEUR).

Strenge Kostendisziplin und die Fortführung der aufgrund der Corona-Krise eingeleiteten Effizienzmaßnahmen zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und der Liquidität führten gemeinsam mit dem hohen Umsatz zu einem Anstieg des operativen Ergebnisses (EBITA) auf rund 104 MEUR. Enthalten in diesem Ergebnis sind Rückstellungen für kapazitive Anpassungen in den Bereichen Metals Forming und Hydro von rund 26 MEUR. Bereinigt um diese Sondereffekte beträgt das EBITA der Gruppe im Berichtsquartal rund 130 MEUR und liegt damit deutlich über dem Vorjahresvergleichsquartal (EBITA der Gruppe Q3 2019 bereinigt um Sondereffekte:
101,7 MEUR) bzw. erreicht die Rentabilität ein sehr erfreuliches Niveau von 7,8% (EBITA-Marge Q3 2019 bereinigt um Sondereffekte: 6,0%).

Das Konzernergebnis vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen beträgt im 3. Quartal 2020 voraussichtlich ca. 50 MEUR (Q3 2019: -35 MEUR)

Der Auftragseingang der Gruppe entwickelte sich im 3. Quartal 2020 trotz der latenten weltweiten Wirtschaftskrise erfreulich und lag mit gut 1.700 MEUR um rund 19% unter dem sehr hohen Vorjahresvergleichswert (Q3 2019: 2.094 MEUR), der einen Großauftrag im Geschäftsbereich Pulp & Paper enthalten hatte. Vor allem der Geschäftsbereich Hydro konnte im Vergleich zum Vorjahresquartal den Auftragseingang durch den Erhalt einiger größerer Aufträge deutlich steigern.

Guidance 2020
Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung in den ersten drei Quartalen und auf Basis des bestehenden Auftragsstands geht ANDRITZ nun für das Gesamtjahr 2020 aus heutiger Sicht von einer im Vergleich zum Vorjahr in etwa gleichbleibenden Rentabilität (EBITA-Marge) vor Sondereffekten (Rückstellungen für kapazitive Anpassungsmaßnahmen) aus (EBITA-Marge 2019 vor Sondereffekten: 6,8%). Bei der Rentabilität inklusive Berücksichtigung von Sondereffekten (EBITA-Marge 2020 berichtet) wird aus heutiger Sicht eine stabile bis leicht steigende Rentabilität im Vergleich zum Vorjahr (EBITA-Marge 2019 berichtet: 5,1%) erwartet.

Die Guidance für die Umsatzentwicklung bleibt unverändert. ANDRITZ erwartet für das Geschäftsjahr 2020 aus heutiger Sicht einen im Vergleich zu 2019 (6.674 MEUR) etwas niedrigeren Umsatz.

Sollten sich die Infektionszahlen jedoch in den kommenden Wochen und Monaten weltweit weiter deutlich erhöhen und weitere Staaten oder Regionen Lockdowns verhängen, dann könnte dies negative Auswirkungen auf die Abarbeitung von Aufträgen bzw. auf den Auftragseingang und somit einen negativen Einfluss auf die finanzielle Entwicklung von ANDRITZ haben. Dies könnte - zusätzlich zu den im 4. Quartal 2020 und in der obigen Guidance berücksichtigten Rückstellungen für kapazitive Anpassungsmaßnahmen - weitere finanzielle Vorsorgen für zusätzliche Anpassungsmaßnahmen in einzelnen Geschäftsbereichen notwendig machen, die das Ergebnis der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinträchtigen könnten.

Die endgültigen Geschäftsergebnisse für das 3. Quartal 2020 werden wie geplant am 5. November 2020 veröffentlicht werden.

  

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Andritz 2020 [Alle anzeigen] , Rang: Warren Buffett(2418), 16.10.20 13:52
 
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