Geld retour für EVN-Kunden - Einigung mit VKI im Preisklausel-Streit
Bonusprogramm-Gutschrift oder Barzahlung für rund 450.000 EVN-Kunden - Begünstigt sind Optima- und Eco-Float-Kunden, die von Preiserhöhungen Oktober 2018 und Dezember 2016 betroffen waren

Mehrere hunderttausend Kunden des niederösterreichischen Energieversorgers EVN bekommen nach einer außergerichtlichen Einigung mit dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) im Streit um eine Preiserhöhungsklausel eine Gutschrift im EVN-Bonusprogramm bzw. alternativ kleine Geldbeträge in bar zurück. In Summe geht es um einen einstelligen Millionen-Euro-Betrag, so die EVN am Donnerstag zur APA.
Von der Refundierung können mehr als 450.000 EVN-Kunden profitieren, das ist gut die Hälfte der heimischen Energieabnehmer des börsennotierten Unternehmens. Bei der EVN rechnet man nicht damit, dass alle Ansprüche auch tatsächlich geltend gemacht werden. Über das Programm können etwa energiesparende Elektrogeräte gekauft werden. Die Punkte können aber auch beim Kauf regionaler Ab-Hof-Produkte oder bei ausgewählten Dienstleistern eingelöst werden.

Der Einigung gemäß können betroffene Haushalte mit einem durchschnittlichen Energieverbrauch nun in der Regel mit einer Kompensation von jeweils 30 Euro für Strom und Gas rechnen, erklärten VKI und EVN in einer gemeinsamen Aussendung. Die Kosten seien im Rahmen des Bonusprogramms in der Bilanz berücksichtigt, hieß es seitens des Versorgers auf APA-Anfrage.

Vorangegangen ist ein mehrjähriger Rechtsstreit zwischen VKI und EVN, der 2019 beim Obersten Gerichtshof (OGH) landete. Der OGH erklärte im Herbst eine Preisanpassungsklausel der EVN Energievertrieb GmbH & Co KG für unzulässig, die aus Sicht des VKI eine unbeschränkte Preisänderungsmöglichkeit vorgesehen hat. Mit der OGH-Entscheidung fiel bei bestimmten Tarifen die Grundlage für vergangene Preiserhöhung jedoch weg. Betroffen war vor allem die letzte Preiserhöhung bei vielen Optima-Tarifen am 1. Oktober 2018, es ging aber auch um Preisanpassungen bereits per 1. Dezember 2016 bei Optima-Eco-Float-Tarifen. Einen Geldersatz gibt es auch für Kunden, die keinen bestehenden Vertrag mit der EVN mehr haben.

Obwohl der OGH keine Entscheidung über einen Rückzahlungsanspruch getroffenen habe, setze die EVN mit dem Bonuspunkteprogramm auf attraktive Einlösemöglichkeiten, so EVN-Energievertrieb-Geschäftsführer Jörg Sollfelner.

Die allgemeinen Bedingungen habe die EVN ja bereits geändert. Die mit dem VKI nun getroffene Lösung bringe nun für die EVN Rechtssicherheit für die Vergangenheit, so das Unternehmen.

Voraussetzung für eine Refundierung ist die Anmeldung bei einer kostenlosen Aktion des VKI bis 31. Mai 2020 - ausschließlich online über den Link https://umfragen.verbraucherrecht.at/lime_2018/limesurvey/index.php/ 627429?lang=de . Der VKI wird die Voraussetzungen zur Teilnahme prüfen, geeignete Fälle an die EVN weiterleiten und die Rückzahlung des pauschalen Geldersatzes für die Teilnehmer einfordern, so die Konsumentenschützer. Der pauschale Ersatz versteht sich im Ausmaß des sich aus der letzten Preiserhöhung (also seit 1.10.2018 bzw. 1.12.2016) ergebenden Differenzbetrages. Basis für die Gutschrift ist bei den Optima-Tarifen die Verbrauchsmenge eines Jahres, bei den Eco-Float-Tarifen die Verbrauchsmenge von drei Jahren.

Alternativ zur Gutschrift der Bonuspunkte, die jeweils drei Jahre lang verbraucht werden können, gibt es die Möglichkeit, den Betrag per Banküberweisung ausgezahlt zu erhalten. Auch dafür ist eine Einmeldung beim VKI - oder bei der EVN unter https://extrabonus.evn.at - erforderlich.

  

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EVN im ersten Quartal 2019/20 mit mehr Gewinn

Thermische Erzeugung nach Aus für Kohlekraftwerk Dürnrohr deutlich gesunken - Konzernergebnis dank geringerer Bewertungseffekte um 40 Prozent auf 82,9 Mio. Euro erhöht

Der börsennotierte niederösterreichische Energieversorger EVN hat im ersten Quartal mehr Gewinn erzielt. Deutlich gestiegen ist der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren bei gleichzeitigem Rückgang der thermischen Produktion. Hier wirkte sich das Aus für das Stromerzeugung aus Kohle im Kraftwerk Dürnrohr im August 2019 aus. Den Ausblick für das Gesamtjahr hat die EVN heute bestätigt.
Das Konzernergebnis stieg im ersten Quartal 2019/20 dank geringerer Bewertungseffekte aus Absicherungsgeschäften um 40,3 Prozent auf 82,9 Mio. Euro, wie die EVN am Donnerstag mitteilte. Das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich um 16,8 Prozent auf 190,6 Mio. Euro, das EBIT um 21,9 Prozent auf 118,8 Mio. Euro. Der Umsatz sank um 3,3 Prozent auf 576,2 Mio. Euro, vor allem wegen Rückgängen in der thermischen Erzeugung und im Segment Netz. Zugelegt haben die Energieerlöse in Bulgarien und der Umsatz im internationalen Projektgeschäft.

Der temperaturbedingte Energiebedarf lag im ersten Quartal (Oktober bis Dezember 2019) in allen drei Kernmärkten unter dem langjährigen Durchschnitt. Allerdings sei es in Niederösterreich im Vergleich zum sehr milden ersten Quartal des Vorjahres wieder etwas kälter gewesen, so die EVN.

Die Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie stieg um 4,6 Prozent auf 544 Gigawattstunden (GWh), der Anteil auf 49,7 Prozent. Bei der Windkraft gab es trotz geringeren Windangebots wegen der Inbetriebnahme neuer Anlagen einen Zuwachs. Das Wasserdargebot lag über Vorjahresniveau, jedoch unter dem langjährigen Durchschnitt. Fast halbiert hat sich die Stromproduktion aus Wärmekraftwerken, nachdem im August 2019 die Stromerzeugung aus Steinkohle im Kraftwerk Dürnrohr beendet worden war. Zudem lag der Einsatz des thermischen Kraftwerks Theiß zur Netzstabilisierung unter dem Vorjahreswert.

Planmäßig in Umsetzung sei das mittelfristige Investitionsprogramm von rund 400 Mio. Euro pro Jahr. Davon sind jährlich rund 300 Mio. Euro in Niederösterreich für Netze, erneuerbare Erzeugung, Naturwärme und Trinkwasserversorgung vorgesehen. Im internationalen Projektgeschäft hat die EVN im Jänner den Erhalt eines Auftrags aus Kuwait bekanntgegeben: Ein Konsortium, dem die EVN-Tochter WTE Wassertechnik und ein kuwaitischer Finanzinvestor zu je 50 Prozent angehören, hat den Zuschlag zur Errichtung des Abwasseraufbereitungsprojekts Umm Al Hayman erhalten. Der gesamte Auftragswert beläuft sich auf rund 1,5 Mrd. Euro, davon rund 600 Mio. Euro für die Kläranlage und 950 Mio. Euro für das Kanalnetz samt Pumpstationen. Auf die EVN-Seite entfalle davon nur ein sehr kleiner Teil des Auftragsvolumens, das Risiko sei also gering, hatte es damals geheißen.



Den Ausblick für das Gesamtjahr hat die EVN heute bestätigt. Das Konzernergebnis werde unter der Annahme durchschnittlicher energiewirtschaftlicher Rahmenbedingungen in einer Bandbreite von 200 bis 230 Mio. Euro erwartet. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr sei auf die im Geschäftsjahr 2018/19 berücksichtigten positiven Bewertungseffekte im Ausmaß von rund 110 Mio. Euro nach Steuern zurückzuführen. Für das Ergebnis aus der operativen Geschäftstätigkeit werde damit eine konstante Entwicklung erwartet.

(Schluss) itz/tsk

  

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EVN (Teil 3) - 2018 und danach [Alle anzeigen] , Rang: Warren Buffett(2173), 30.5.18 09:15
 
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
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