RHI Magnesita hat 2018 gut verdient und verdoppelt die Dividende
Erstes volles Geschäftsjahr brachte deutliches Umsatzwachstum - 2019 Wachstumschancen auch durch Zukäufe

Die RHI Magnesita, die im Oktober 2017 aus dem Zusammenschluss des österreichischen Feuerfestprodukte-Herstellers RHI und der brasilianischen Magnesita hervorgegangen ist, hat in ihrem ersten vollen Geschäftsjahr 2018 gut verdient und verdoppelt die Dividende auf 1,50 Euro je Aktie. Der Umsatz betrug 3,08 Mrd. Euro, der Vorsteuergewinn 246 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Der Umsatz stieg damit um ein Fünftel, wobei RHI Magnesita sowohl von Mengenwachstum als auch von gestiegenen Preisen profitierte. Die Integration der beiden Unternehmen habe bisher Synergiegewinne von 70 Mio. Euro gebracht und damit mehr als ursprünglich erwartet.

Auch für das laufende Jahr ist RHI Magnesita-Chef Stefan Borgas optimistisch. Trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten seien die Absatzmärkte mittelfristig robust. Der Umsatz werde organisch leicht wachsen, die Gewinnmarge sich zugleich dank weiterer Synergiegewinne und "Optimierungen" verbessern. Außerdem gebe es Wachstumschancen durch Zukäufe.

(Schluss) tsk/pro

  

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RHI Magnesita hat 2018 gut verdient und verdoppelt die ..., Rang: Warren Buffett(1956), 05.12.19 15:00
Subject Auszeichnungen Author Message Date ID
RHI sichert sich mit Zweitnotiz in Wien gegen Brexit ab
27.3.19 16:41
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RHI Magnesita zufrieden mit 2018 - Österreich-Standorte...
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RHI Magnesita prüft weiterhin Übernahme der türkischen ...
08.5.19 15:06
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RHI Magnesita Halbjahresergebnis 2019: robuste Performa...
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17.9.19 19:12
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RHI -7%
21.11.19 10:13
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RHI Magnesita investiert über 40 Mio. Euro in Zukunftsp...
05.12.19 15:00
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RHI sichert sich mit Zweitnotiz in Wien gegen Brexit ab
Konzern wechselt am Freitag vom "global market" in den EU-konformen "standard market" - Erstlisting in London bleibt bestehen

Der börsennotierte Feuerfestprodukte-Hersteller RHI wechselt am Freitag das Handelssegment in Wien - ab dem 29. März notiert die RHI im "standard market" und nicht mehr im "global market", bestätigten der Konzern und die Wiener Börse am Mittwoch. An der Börsennotiz in London soll sich nichts ändern. "Wir werden sicher als Erstlisting in London bleiben", sagte Unternehmenssprecherin Lisa Fuchs zur APA.

Beweggrund für das "Secondary Listing" sind die Unsicherheiten rund um den anstehenden EU-Austritt der Briten: "Wir wollen uns aufgrund der unsicheren Situation mit dem Brexit in London einfach nur absichern", sagte Fuchs. Den Aktionären der RHI solle kein Nachteil entstehen.

Mit dem Schritt der Notiz im Amtlichen Handel der Wiener Börse gehe das Unternehmen, das seinen Sitz in Wien hat, in einen offiziell regulierten Markt in der EU. Der "global market" erfüllt die Kriterien nicht. "Für die Anleger ändert sich nichts", sagte Börsensprecherin Julia Resch zur APA. Die RHI-Aktien seien in Wien weiterhin zwischen 9:00 und 17:30 Uhr fortlaufend handelbar. "Wir habe den Antrag der RHI erhalten und heute stattgegeben."

  

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RHI Magnesita zufrieden mit 2018 - Österreich-Standorte profitieren
Mehr Skepsis für 2019 - Dividende verdoppelt

Der in London und Wien börsennotierte Konzern RHI Magnesita blickt zufrieden auf das erste ganze Geschäftsjahr seit der Fusion des österreichischen Feuerfestkonzerns RHI mit dem brasilianischen Konkurrenten Magnesita im Herbst 2017 zurück. Der Umsatz legte stark zu auf gut drei Mrd. Euro, der Gewinn vor Steuern betrug 246 Mio. Euro, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Unternehmenschef Stefan Borgas sagte am Mittwoch zur APA zum abgelaufenen Geschäftsjahr: "Unsere Erwartungen sind in allen Fällen erreicht". Allerdings ergänzte er: "Ins neue Jahr schauen wir mit etwas mehr Skepsis". Die Nachfrage sei schon in den ersten Monaten "eher dünner". Bei den Kunden würden Lager abgebaut. Das sei ein weltweites Phänomen.

Im Vorjahr habe der Handelsstreit der USA mit China den weltweit tätigen Konzern nicht bremsen können, sagte Borgas. Vier Punkte seien herauszuheben in Bezug auf die Finanzen 2018. Das gute Umsatzwachstum, eine erheblich Ausweitung der Marge und damit der Profitabilität, der starke Cashflow und der Schuldenabbau. "Wir sind mit dem Schuldenabbau fertig", so Borgas. Aber "am stolzesten" sei er darauf, "dass es uns gelungen ist, die ehemaligen Erzfeinde zusammenzuschweißen zu einem Team, zu einer Firma".

Der Zusammenschluss der RHI mit dem brasilianischen Konkurrenten habe auch den Werken in Österreich genützt, betonte Borgas. "Radenthein/Trieben, Breitenau, Hochfilzen haben wirklich ein richtig gutes Jahr hinter sich, weil sie sehr eng verbunden sind mit dem Rest des Geschäftes weltweit". Insbesondere Breitenau habe davon profitiert, dass es in Südamerika nun einen großen Markt gibt, zu dem früher nie Zugang bestand. In Veitsch gebe es Produktionsprobleme, die vielleicht auch durch das große Wachstum sichtbar geworden seien. "Da sind wir dran". Leoben richte sich auf mehr Forschung statt nur Entwicklung aus. "Leoben wird das echte Forschungszentrum des Konzerns bei vielen Themen". Wien wiederum profitiere vom Umzug in ein neues Büro und ziehe damit viele Besucher an. In Summe rechnet Borgas an den österreichischen Standorten mit einem unveränderten Stand an Arbeitsplätzen "No news is good news", so Borgas dazu.

RHI Magnesita hat im ersten vollen Geschäftsjahr nach dem Zusammenschluss 3,08 Mrd. Euro Umsatz gemacht - Das war ein Anstieg um ein Fünftel zum errechneten vergleichbaren Umsatz 2017. Die Nettoverschuldung ging auf 638,9 Mio. Euro zurück - 15 Prozent weniger. Der Gewinn vor Steuern belief sich auf 246 Mio. Euro. Die Dividende verdoppelt sich von 0,75 auf 1,50 Euro je Aktie.

  

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RHI Magnesita prüft weiterhin Übernahme der türkischen Kumas
Bei makroökonomischer Entwicklung und bei Kunden-Endmärkten gibt es "einige Unsicherheiten" - Solide Handelsentwicklung in Q1 - Vorstand belässt Ausblick für 2019 unverändert

Der in London und Wien börsennotierte Feuerfestprodukte-Hersteller RHI Magnesita ist weiterhin an der türkischen Kumas Manyezit Sanayi AS interessiert und prüft eine potenzielle Übernahme. Im Februar hatte der Feuerfesthersteller über exklusive Verkaufsverhandlungen mit den Kumas-Eigentümern Yildiz Holding und Gözde Girisim berichtet.

Man werde "den Markt zu gegebener Zeit entsprechend informieren", teilte RHI Magnesita am Mittwoch in seinem Trading Update mit. Eine "solide Handelsperformance" im ersten Quartal macht den Feuerfesthersteller zuversichtlich für das Gesamtjahr. Bei der makroökonomischen Entwicklung und bei Kunden-Endmärkten gebe es hingegen "einige Unsicherheiten". Das RHI-Management will deswegen das Anlagenvolumen und die Produktionskosten genau im Blick behalten. Der Vorstand belässt den Ausblick für 2019 aber unverändert.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Stahl blieb im ersten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahresquartal unverändert. Das Erlöswachstum in Nordamerika und Asien habe eine schwächere Absatzentwicklung in Europa und Südamerika ausgeglichen. Die Sparte Industrial Division hat sich laut dem Feuerfesthersteller im ersten Quartal "stark entwickelt" und die Dynamik des zweiten Halbjahres 2018 fortgesetzt. RHI Magnesita verzeichnete vor allem höhere Umsätze im Zementbereich in China und in Südamerika.

Der Ausblick von RHI Magnesita für die Rohstoffpreise bleibt weitgehend stabil. Der Konzern hat eine Preiserhöhung von 5 Prozent für das gesamte Produktportfolio angekündigt. Aufgrund der Vorlaufzeiten werde dies jedoch im Jahr 2019 nur begrenzte Auswirkungen haben. Der Feuerfesthersteller sieht sich auf Kurs, die Synergieziele von mindestens 90 Mio. Euro im Jahr 2019 und 110 Mio. Euro bis 2020 zu realisieren. Die österreichische RHI hat im Herbst 2017 mit dem brasilianischen Mitbewerber Magnesita fusioniert. RHI Magnesita beschäftigt weltweit rund 14.000 Mitarbeiter in 35 Werken und hat über 70 Vertriebsniederlassungen.

  

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RHI Magnesita Halbjahresergebnis 2019: robuste Performance trotz schwieriger Endmärkte

Wien/London (OTS) - RHI Magnesita, der weltweit führende Anbieter von Feuerfestprodukten, -serviceleistungen, -lösungen, legt heute seine Ergebnisse für das per 30. Juni 2019 abgeschlossene erste Halbjahr vor. „Ich freue mich, für das erste Halbjahr 2019 eine robuste finanzielle Performance bekannt geben zu können", erklärt Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita. „Trotz schwieriger Endmärkte konnten wir in unserer Industrial Division eine sehr starke Performance erzielen, die das etwas schwächere Ergebnis der Steel Division in einem anspruchsvolleren Marktumfeld ausglich.“

Die Unsicherheit auf den Stahlmärkte steigt. Die Ergebnisse spiegeln Volumenrückgänge und einen selektiven Marktanteilsverlust bei Stahl in Europa und Nordamerika wider, der teilweise auf den Abbau von Lagerbeständen bei Kunden nach einem starken Jahr 2018 zurückzuführen ist. „Vor diesem Hintergrund haben sich unsere geografische und marktbezogene Diversifizierung sowie die Stärke unserer operativen Plattform als vorteilhaft erwiesen. So konnten diese Herausforderungen bisher durch unsere strategischen Initiativen ausgeglichen werden. Dies beinhaltet die Vorteile unserer Wachstumsstrategien, insbesondere in der Industriedivision und in ganz Asien, sowie unsere Fähigkeit, Preiserhöhungen durchzusetzen“, so Borgas.
Die Wachstumsmärkte entwickeln sich weiterhin stark. In China konnte sich RHI Magnesita den ersten großen Auftrag für eine Gesamtlösung sichern und ein Umsatzwachstum von 17% erzielen. Der Umsatz in Indien stieg um 16%.
Das Unternehmen verzeichnete trotz eines weniger unterstützenden Rohstoffumfeldes eine gute Margenentwicklung.
Der erwartete zusätzliche Synergieeffekt für 2019 in Höhe von 20 Mio. € wird voraussichtlich erreicht werden. Die Verbesserungspläne zum Teilausgleich des operativen Minus von 40 Mio. € im Jahr 2018 in vier Werken im Ausmaß von 20 Mio. € entwickeln sich erwartungsgemäß. Die Ausweitung des Working Capital im ersten Halbjahr 2019 dürfte bis zum Jahresende teilweise ausgeglichen werden.

Finanz-Highlights
Der Umsatz betrug 1.541 Mio. € und lag damit gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,2% höher (H1 2018: 1.508 Mio. €). Gründe waren die Stärke des US-Dollars und eine starke Performance der Industrial Division, die mit einer schwächeren Performance der Steel Division einherging.
Das bereinigte EBITA stieg aufgrund der anhaltenden Realisierung von Synergien (10 Mio. € in H1 2019) und der Stärke der Industrial Division um 12,3% auf 234 Mio. € (H1 2018: 209 Mio. €).
Die bereinigte EBITA-Marge stieg im Einklang mit unserer Strategie auf 15,2% (H1 2018: 13,8%); dies entspricht einer Erhöhung um 140 Bp. gegenüber dem Vorjahr.
Dem operativen Free Cashflow von 129 Mio. € (H1 2018: 136 Mio. €) infolge des Anstiegs des EBITA stand ein Working-Capital-Abfluss von 118 Mio. € gegenüber, insbesondere bei Forderungen und Verbindlichkeiten.
Die starke Finanzposition mit einer Nettoverschuldung von 1,1x EBITDA (GJ 2018: 1,2x) konnte nach abschließenden Zahlungen von 45 Mio. € für die Akquisition von Magnesita und 58 Mio. € im Zusammenhang mit den Anforderungen von IFRS 16 (Bilanzierung von Leasingverhältnissen) aufrechterhalten werden.
Im Einklang mit der progressiven Dividendenpolitik des Boards wurde eine Zwischendividende von 0,50 € je Aktie angekündigt.

Ausblick
Für das zweite Halbjahr 2019 erwartet RHI Magnesita, dass die Unsicherheit der Märkte anhält, was – einhergehend mit einer schlechten Visibilität – zu einer weiteren Reduzierung der Kundenlagerbestände führen kann. „Die Selbsthilfemaßnahmen, die uns zur Verfügung stehen, die ersten Erfolge unseres im April angekündigten Preiserhöhungsprogramms und die Dynamik unserer Industrial Division untermauern jedoch unser Vertrauen in weitere Fortschritte. Insgesamt hat sich daher an den Erwartungen der Geschäftsleitung für das operative Ergebnis des Geschäftsjahres nichts geändert“, so Borgas.

  

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Hoppla zuerst überlesen, hervorhebenswert:

Im Einklang mit der progressiven Dividendenpolitik des Boards wurde eine Zwischendividende von 0,50 € je Aktie angekündigt.

  

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RHI Magnesita investiert über 40 Mio. Euro in Zukunftsprojekt „Dolomite Resource Center Europe”
Weltmarktführer sichert mit innovativer Produktion hochqualifizierte Arbeitsplätze in Tirol

Wien/Hochfilzen (OTS) - RHI Magnesita, der Weltmarkführer für Feuerfestprodukte und -lösungen, investiert mehr als 40 Mio. Euro in die Errichtung des neuen Dolomite Resource Center Europe – die größte Investition, die das Unternehmen in den letzten 30 Jahren in Österreich getätigt hat. Am Standort Hochfilzen in Tirol wird künftig Dolomit für den gesamten europäischen Markt abgebaut, weiterverarbeitet und per Bahn zu Schwesterwerken nach Frankreich transportiert. Mit dem Projekt läutet das Unternehmen die Zukunft der Feuerfestindustrie in Tirol ein und sichert langfristig hochspezialisierte Arbeitsplätze in der Region. Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Seine Exzellenz der Botschafter der Republik Frankreich in Österreich François Saint-Paul gaben gemeinsam mit Dr. Herbert Cordt, Chairman RHI Magnesita, beim Spatenstich am Werksgelände den Startschuss für das Investitionsprojekt.

Investition in die Zukunft des Standorts Hochfilzen
Dr. Herbert Cordt, Chairman RHI Magnesita, untermauerte im Rahmen der Pressekonferenz: „Es ist kein Zufall, dass sich RHI Magnesita dafür entschieden hat, umfassend in den Standort Hochfilzen zu investieren. Unser 20-köpfiges Entwicklungsteam hat erstklassige Arbeit bei der Suche nach einem perfekten Standort für unser Dolomite Resource Center Europe geleistet. In Hochfilzen sind wir fündig geworden, weil die Qualität des Dolomits hier hervorragend ist. Um den Rohstoff zur Verarbeitung und anschließend in die Welt hinausschicken zu können, haben wir beschlossen, zusätzlich in ein nachhaltiges Transportsystem zu investieren.“

Landeshauptmann Günther Platter betont die Bedeutung des Projekts für den Wirtschaftsstandort Tirol: „Es freut mich, dass sich RHI Magnesita entschlossen hat, eine derart große Investition in Tirol zu planen. Immer wieder hört und liest man von der Abwanderung großer Unternehmen. Daher ist es beachtlich, dass RHI Magnesita ein so deutliches Zeichen für die Standortsicherung in Tirol abgibt.“ Platter weist besonders auf die Vorteile für die Region hin: „Das Unternehmen profitiert von den Investitionen des Landes in Infrastruktur und Breitbandausbau, die Bevölkerung profitiert von der Arbeitsplatzsicherung.“

Dolomite Resource Center Europe: Beste Qualität aus Österreich für Europa
Schon bisher baute RHI Magnesita in Hochfilzen, am nahegelegenen Schipfl, Rohstoffe ab. Der Schwerpunkt lag bisher allerdings nicht auf Dolomit. Nun wird der Traditionsstandort zum Innovationsstandort. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort haben gemeinsam mit dem globalen Team der unternehmensinternen Forschung & Entwicklung Probebohrungen und Gesteinsanalysen durchgeführt. Die hohe Qualität des Hochfilzener Dolomits konnte bestätigt werden und gab den Ausschlag, ab 2021 diesen Rohstoff verstärkt in Hochfilzen abzubauen. Durch die Investition in bestehende und neue Anlagen wird Hochfilzen auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Digitalisierte Abläufe und die Nutzung künstlicher Intelligenz und Big Data machen das Unternehmen zukunftsfit und attraktiv für junge Talente, die ihre Skills in der Industrie zur Geltung bringen möchten. Für den Standort Hochfilzen bedeutet das eine langfristige Absicherung moderner Arbeitsplätze.

Der Großteil der Investition, nämlich rund 40 Mio. Euro, fließt in die Errichtung eines hochmodernen Drehrohrofens auf dem Werksgelände. Mit dessen Hilfe wird der abgebaute und zerkleinerte Dolomit bei 1.800 Grad gebrannt. Dieser Prozess macht den Rohstoff zu einem feuerfesten Produkt namens Sinterdolomit. Ab 2021 werden 100.000 Tonnen

Sinterdolomit pro Jahr in Hochfilzen produziert und anschließend mit der Bahn nach Frankreich transportiert und weiterverarbeitet. Von dort aus versorgt RHI Magnesita den gesamten Kontinent mit seinen hochqualitativen Dolomitprodukten.

Project Railway: Für Nachhaltigkeit & Verkehrsentlastung
Um den Transport der Feuerfestmaterialien in Zukunft verträglicher für Umfeld und Umwelt zu machen, investiert RHI Magnesita weitere 1,3 Mio. Euro in die Umrüstung von LKW auf die Schiene. Cordt beschreibt den Hintergrund der verkehrsberuhigenden Maßnahme: „Dieser Schritt in Richtung Nachhaltigkeit soll auch zeigen, dass wir Verantwortung für die Gemeinden übernehmen, in denen wir angesiedelt sind. Wir sehen uns als Teil der Gesellschaft und haben daher auch unseren Beitrag zu leisten. Das gilt nicht nur in Hochfilzen, sondern entspricht unserer globalen Unternehmensphilosophie.“ Konkret wird der Sinterdolomit aus Hochfilzen mit der Bahn nach Frankreich befördert und dort in den Schwesterwerken in Flaumont und Valenciennes weiterverarbeitet. Dort werden rund 40 verschiedenen hochwertige Dolomitprodukte hergestellt.

Der französische Botschafter in Österreich, Seine Exzellenz François Saint-Paul unterstreicht die hervorragende Kooperation zwischen Frankreich und Österreich: „Ich freue mich, dass RHI Magnesita die Hauts de France ausgewählt hat, um hier essentielle Produkte für die gesamte europäische Stahlindustrie herzustellen. Die Eisenbahnverbindung zwischen dem Werk in Tirol und den Standorten in Frankreich ist nicht nur aus ökologischer Sicht ein wichtiges Signal. Sie ist auch ein Symbol für die Verbundenheit zwischen unseren beiden Ländern.“

Nicht nur mit dem Bahntransport des Sinterdolomit in Richtung Frankreich sorgt RHI Magnesita für eine Reduktion des LKW-Aufkommens. Auch der Transport des Rohstoffs vom Abbauort am Schipfl ins Werk nach Hochfilzen trägt künftig zur Reduktion des Schwerverkehrs bei. Dieser Transport erfolgt dann unterirdisch durch einen rund 1.000 Meter langen Förderstollen. Das bedeutet eine deutliche Verringerung des Lärm- und Verkehrsaufkommens für die Bewohnerinnen und Bewohner von Hochfilzen und den umliegenden Gemeinden. RHI Magnesita reduziert durch diese beiden Transportneuerungen das LKW-Aufkommen ab 2020 von bis zu 12.000 Fahrten pro Jahr auf maximal 9.500. Nach der Fertigstellung des Gesamtprojekts Ende 2023 soll die Anzahl der LKWs pro Jahr nur mehr 5.000 betragen.

Cordt schloss die Pressekonferenz mit Dankesworten: „Ich möchte mich sowohl beim Landeshauptmann als auch beim Botschafter herzlich für die gute Zusammenarbeit und für die gemeinsame Feier des heutigen Tags bedanken. Und mein großer Dank gilt nicht zuletzt dem gesamten Projektteam von RHI Magnesita, das schon bisher mit vollem Einsatz an der Konzeption gearbeitet hat. Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen viel Erfolg bei der Umsetzung und gebe hiermit den Startschuss für die Realisierung des Dolomite Resource Center Europe.“

  

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