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Vienna Insurance Group
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Datum/Zeit: 29.01.2010 15:04 Quelle: Erste Bank |
Langfristig gesehen eine höchst attraktive Aktie, meint die Erste Bank
Die Vienna Insurance Group präsentierte in dieser Woche die vorläufigen unkonsolidierten
Prämien für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009, die sich auf EUR 8,22 Mrd. beliefen und
damit marginal (+1,2%) über denen des Vorjahres lagen. Im Bereich Nicht-Leben wurden
Prämien von EUR 4,75 Mrd. erwirtschaftet, was ein Minus von 0,7% gegenüber den
Vorjahreszahlen bedeute. Auf der anderen Seite stiegen die Prämieneinnahmen der
Lebensversicherungsbereichs um 3,9% auf EUR 3,48 Mrd. Länderweise konnten die
Tschechische Republik (+15,6% auf lokaler Währungsbasis) und Rumänien (+15,5%)
überzeugen, die allerdings auch von der Erstkonsolidierung der ehemaligen Erste Group
Versicherungen profitierten. Polen hingegen verzeichnete einen Prämienrückgang von 10,7%.
In Österreich erhöhten sich die Prämien um 3,1% auf 3,86 Mrd.
Der Vorsteuergewinn belief sich auf rund EUR 440 Mio., was ein Rückgang von ca. EUR 100
Mio. gegenüber 2008 bedeutete. Die Abweichung zu unserer Schätzung (EUR 456 Mio.)
konnte mit der Firmenwertabschreibung in der Ukraine (EUR 20 Mio.) erklärt werden, die wir
nicht in unserem Modell berücksichtigt hatten.
Etwas verhalten fiel der Ausblick für 2010 aus. Man rechne mit einem sehr schwierigen Jahr,
insbesondere in Österreich und speziell im Bereich Leben. Trotzdem gehe man davon aus,
dass das Prämienwachstum im einstelligen Prozentbereich liege, und dass der
Vorsteuergewinn um mindestens 10% gesteigert werden könne. Genaueres konnte und/oder
wollte man nicht sagen.
Aus unserer Sicht ist diese Art von Guidance etwas unbefriedigend, speziell wenn man damit
rechnet, dass die Höhe der zahlreichen im Jahr 2009 vorgenommen Abschreibungen (auf
Firmenwerte und Finanzanlagen) in diesem Jahr zurückgehen sollte, und dass weitere
geplanten Sparmaßnahmen (im Ausmaß von EUR 40 Mio.) bereits greifen sollten. Zudem
muss auch berücksichtigt werden, dass das Jahr 2009 ein relativ hartes war, was
Naturkatastrophen anbelangte (Hagelschäden, etc.). Nach diesem Ausblick sehen wir uns
gezwungen, unsere Schätzungen (speziell für das aktuelle Geschäftsjahr) zurückzunehmen,
was sich auch auf unser Kursziel niederschlagen wird. An unserer Kaufempfehlung werden wir
festhalten, langfristig gesehen ist die Vienna Insurance Group auf dem aktuellen Kursniveau
eine höchst attraktive Aktie.
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